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Geschwindigkeit und Performance der Website

Die Geschwindigkeit ist einer der wichtigsten Aspekte deiner Website, da deine Besucher ein schnelles und reibungsloses Nutzungserlebnis erwarten. In diesem Leitfaden besprechen wir Faktoren, die zur Website-Geschwindigkeit beitragen, Tools zum Messen der Geschwindigkeit und welche Informationen diese Tools bieten. Darüber hinaus zeigen wir dir in einem Beispiel, wie die Geschwindigkeit einer realen Website optimiert werden kann. 

In diesem Artikel konzentrieren wir uns in erster Linie auf Websites mit den WordPress-Tarifen Business und E-Commerce, bei denen individuelle Plugins und Themes installiert sind, da diese der Hauptgrund für lange Ladezeiten einer Website sind. 

Inhaltsverzeichnis

Websites mit den Tarifen Free, Persönlich und Premium

Probleme mit der Website-Geschwindigkeit werden hauptsächlich von Drittanbieter-Plugins und -Themes verursacht, die ohne einen Business- oder E-Commerce-Tarif nicht auf einer Website installiert werden können.

In den Tarifen Free, Persönlich und Premium können keine Plugins installiert werden. Außerdem können nur unsere integrierten Themes verwendet werden. Diese wurden nach höchsten Standards entwickelt und verlangsamen die Websites nicht. Darüber hinaus stellen wir mit mehreren Caching-Schichten und Optimierungen am Backend sicher, dass deine Website überall auf der Welt schnell lädt. 

Der wichtigste Punkt, den du beachten solltest, ist, keine Seiten oder Beiträge mit Hunderten nicht optimierten Bildern zu erstellen, denn dies führt garantiert zu langen Ladezeiten deiner Website. Wenn ein Beitrag oder eine Seite eher bildlastig sein muss, halte dich bitte an unseren Support-Ratgeber zur Bildoptimierung, um sicherzustellen, dass deine Bilder für die Webanzeige optimiert sind.


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Tools zum Messen der Website-Geschwindigkeit

Im Internet findest du unter anderem die folgenden Tools zum Messen der Website-Geschwindigkeit:

Automatisierte Website-Performance-Tools bieten allgemeine Empfehlungen und sind hilfreich, um gewisse bewährte Praktiken und Möglichkeiten zur Erhöhung der Website-Geschwindigkeit zu identifizieren. Oft berücksichtigen diese Tools jedoch nicht die jeweiligen Software-Plattformen, wie WordPress.com, oder die für die Optik und Ausführung deiner Website erforderlichen Features.

Google PageSpeed Insights empfiehlt zum Beispiel häufig, Rendering-blockierendes Javascript und CSS zu entfernen. Dies hätte jedoch nur minimale Auswirkungen auf die Geschwindigkeit und würde dazu führen, dass deine Website nicht mehr korrekt funktioniert oder angezeigt wird.

Sogar eine eigene Website von Google schneidet hier ziemlich schlecht ab:

https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?url=fonts.google.com

Das heißt nicht, dass diese Website „schlecht“ ist. Sie ist nur nicht auf die starren Regelüberprüfungen von automatisierten Performance-Test-Tools ausgelegt.


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Erzielen einer guten Website-Performance

Im Idealfall solltest du die Ladezeiten deiner Website so kurz wie nur möglich halten. Allerdings ist dies ein Balanceakt zwischen den für deine Zielgruppe erforderlichen Features und der tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeit. 

Im Durchschnitt dauert das Laden einer Website bis zu 4–5 Sekunden. Dies variiert jedoch aufgrund verschiedener Faktoren. Die häufigsten sind: 

Installierte Plugins

Eine Website mit übermäßig vielen Plugins hat möglicherweise eine längere Ladezeit als eine Website mit einer angemessenen Anzahl an Plugins. Die längeren Ladezeiten entstehen, da schlichtweg mehr Code verarbeitet werden muss, bis die Website vollständig geladen ist.

Auch wenn du manche Plugins für unverzichtbar hältst – falls deine Website-Performance beeinträchtigt ist, solltest du deine „unbedingt erforderlichen“ Plugins eventuell überdenken. 

Als Faustregel gilt, immer so wenige Plugins zu verwenden wie möglich. Beachte bitte, dass die folgenden Plugin-Kategorien für deine WordPress.com-Website nicht nötig sind:

  • Sicherheit und SSL
  • Backups
  • Caching
  • Website-Geschwindigkeit und -Optimierung
  • Datenbankmanagement
  • Staging
  • Spamschutz
  • Website-Resets

Alle diese Funktionen sind in deinem WordPress.com-Tarif Business oder E-Commerce bereits enthalten. Wenn du trotzdem Plugins dieser Art installierst, können diese die integrierten Performance-Features deiner Website behindern. Wirf einen Blick auf die vollständige Liste inkompatibler Plugins.


Skripte von Drittanbietern

Videostreaming und Widgets von Diensten wie YouTube, Vimeo, Soundcloud, TripAdvisor, Google AdSense, Twitter und Facebook können ebenfalls die Ladezeiten beeinträchtigen. Denn diese Teile deiner Website bzw. deiner Inhalte werden von einer externen Quelle abgerufen und deine Website muss darauf warten, bis dieser Dienst geladen ist, bevor sie selbst vollständig geladen ist. 

Diese Wartezeiten sind allerdings in der Regel minimal und machen sich erst bemerkbar, wenn Seiten über große Mengen an eingebettetem Material verfügen.


Bildoptimierung

Wenn Bilder vor dem Hochladen nicht optimiert wurden, kann sich dies negativ auf die Ladegeschwindigkeit deiner Website auswirken, da große Bilddateien längere Ladezeiten haben. 

Deshalb solltest du deine Bilder optimieren, bevor du sie hochlädst. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du deine Bilder so aufbereitest, dass sie so schnell wie möglich laden.


Themes

Das von dir gewählte Theme bestimmt das Layout und Design deiner Website. Im Business- und E-Commerce-Tarif kannst du Themes von jedem beliebigen Ersteller hochladen, nicht nur die Themes aus unserer Übersicht der WordPress.com-Themes. Somit stehen dir Tausende weitere Themes zur Verfügung. Du solltest dabei aber bedenken, dass die Entwickler anderer Themes nicht immer die Geschwindigkeit berücksichtigen.

Wenn du ein Theme auswählst, werden dir die Bewertungen dieses Themes, die Anzahl aktiver Installationen, das letzte Update und die Kompatibilität angezeigt. Diese Punkte sind bei der Auswahl eines Themes unbedingt zu beachten.

Manche Themes mit fantastischer Optik haben extrem langsame Website-Geschwindigkeiten, da sie mit Extrafunktionen überfrachtet sind. Du solltest also bei der Auswahl deines Themes vorsichtig sein und dich idealerweise für ein Theme entscheiden, das über alle nötigen Funktionen verfügt, aber nicht unzählige Zusatzoptionen beinhaltet.


Branche 

Auch die Branche, in der du tätig bist, kann sich auf die Performance und Ladegeschwindigkeit deiner Website auswirken. Erfahrungsgemäß haben Websites im Automobil-, Reise-, Einzelhandels- und Unterhaltungssektor oft längere Ladezeiten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass die Websites einen größeren Umfang haben und viele Ressourcen (Medien, Stile und Skripte) geladen werden müssen.

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Website-Performance-Test | GTmetrix

Um die Geschwindigkeit deiner Website mit GTmetrix zu messen, rufe https://gtmetrix.com/ auf, gib deine Website-URL ins Feld ein und klicke auf Test your site (Deine Website testen).

Sobald das System die Analyse fertiggestellt hat, werden dir die PageSpeed- und YSlow-Bewertungen angezeigt:

GTmetrix-Ergebnisse zur Website-Geschwindigkeit

Im Feld mit den Seitendetails werden unter Fully loaded time (Zeit bis zum vollständigen Laden) die Sekunden angegeben, die es dauert, bis deine Website vollständig geladen ist. Wenn eine Website in 1–3 Sekunden lädt, gilt dies als schnell. 

Weitere Informationen zu den von GTmetrix verwendeten Tools PageSpeed und YSlow findest du in der offiziellen Dokumentation des Anbieters.

Eine WordPress.com-Basis-Website im Business-Tarif mit integrierten individuellen Plugins und einem Standard-Theme lädt in ca. 1 Sekunde.

Total Page Size (Gesamtgröße der Seite) gibt die Gesamtgröße der Seite mitsamt allen Bildern, Videos, Skripten und anderen Dateien an. Je kleiner die Seitengröße, desto schneller lädt die Website.

Dasselbe gilt für die Anzahl der Anfragen an eine Seite, die unter Requests (Anfragen) zu sehen ist. Die Anzahl der Anfragen gibt an, wie viele verschiedene Dateien geladen werden, um deine Website vollständig anzuzeigen. Je niedriger die Zahl, desto weniger Dateien werden geladen und desto schneller ist die Website.

Die meisten HTTP-Seitenanfragen stammen von verschiedenen Plugins. Jedes Plugin verlangsamt deine Website ein wenig. Lösche also immer alle Plugins, die du nicht nutzt.

Die oben angeführten Indikatoren geben dir zwar einen Überblick über die Website, du erhältst aber keine detaillierten Informationen darüber, was die längsten Ladezeiten hat und was optimiert werden könnte. Klicke hierfür in GTmetrix auf den Tab Waterfall (Wasserfall).

Der Waterfall-Tab zeigt dir, von welchem Ort aus die Dateien geladen werden, wie groß sie sind und wie viel Zeit das Laden in Anspruch nimmt. Du kannst alle Spaltenüberschriften anklicken, um die geladenen Elemente zum Beispiel nach Zeit oder Größe zu sortieren.

Dieser Tab ist für dich am wichtigsten, wenn du herausfinden möchtest, was deine Website langsam macht. Wenn Dateien von einem individuellen Plugin stammen, das deine Website verlangsamt, und das Plugin nicht unbedingt nötig ist, solltest du darüber nachdenken, das Plugin zu deaktivieren. Führe anschließend den Geschwindigkeitstest erneut durch und überprüfe, ob dies die Website-Performance verbessert hat.


Hoffentlich konnte dir dieser kurze Überblick ein paar Tipps, Tricks und Tools an die Hand geben, um deine Website zu optimieren. Wenn du Fragen hast, kannst du uns jederzeit hier kontaktieren.