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	<title>worte-woerter-wortgebilde &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "worte-woerter-wortgebilde"</description>
	<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 23:55:58 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[wie ein Vulkan, auf Thomas Bernhard`s Spuren 2]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=397</link>
<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 21:05:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/10/07/wie-ein-vulkan-auf-thomas-bernhards-spuren-2/</guid>
<description><![CDATA[Momentan würde ich es so bezeichnen, ja, ich bin Thomas Bernhard auf den Fersen.  Auf den Spuren v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Momentan würde ich es so bezeichnen, ja, ich bin Thomas Bernhard auf den Fersen.  Auf den Spuren von Th. B. zu sein, ist angeblich nicht möglich, weil er nicht fassbar und kaum interpretierbar ist . Keine Typologie und kein System ist anwendbar. Seine sprachliche Dichte in Verbindung mit der Abneigung des nörgelnden Einzelgängers  gegen seine unmittelbare Umgebung in Österreich macht sein Schreiben einzigartig. Er hinterlässt Krater, keine Spuren.</p>
<p>Ich habe bei der Suche nach fruchtbarer Asche aus Bernhardschen Vulkanausbrüchen einen speziellen Blog gefunden, der <a href="http://www.andromeda.at/lit/thb_zitate.html">Zitate und Originalaussagen </a>zeigt, einfach lesenswert.</p>
<p><a href="http://www.andromeda.at/lit/thb_zitate.html"></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[dem Fluss beim Schwimmen zusehen]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=392</link>
<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 21:22:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/10/06/dem-fluss-beim-schwimmen-zusehen/</guid>
<description><![CDATA[
Der rechte Abschluss zur richtigen Zeit oder das Loslassen im rechten Moment.

An der Biegung des F]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class="bContent">
<h3 class="bTitle">Der rechte Abschluss zur richtigen Zeit oder das Loslassen im rechten Moment.</h3>
<div class="bText">
<p>An der Biegung des Flusses, dort wo der Bach beim oberen Ufer einmündet, setzen wir das Boot aus. Dem Wasser beim Schwimmen zusehen und die Augen in den Fluss tauchen. Wer wäre so dumm die Tropfen zählen zu wollen?</p>
<p>Wir sind darauf bedacht, das Tun in kleinste Tröpfchen zerlegen zu wollen. Wir formulieren Ziele, setzen Maßnahmen und überprüfen die wirtschaftlich ertragreichste Variante unseres Handelns. Das tayloristische Prinzip des arbeitsteiligen Denkens hält Einzug im Alltag, alles wird geplant, Krankheiten wegrationalisiert, das Alter verhindert, die Lebenshaltung minimiert. Ein völlig absurdes Unterfangen, den Inhalt des Swimmingpools in eine Badewanne zu füllen und sich über die randvolle Wanne beklagen.</p>
<p>Bestenfalls hatten wir irgendwann eine Vision, die uns durch das Wasser des Lebens lenkte. Dieses Laternchen am Flussufer, wurde im Zuge der Erhöhung der Fliessgeschwindigikeit des einmündenden Baches wegrationalisiert, das Leuchten der Zukunft zum entbehrlichen Gut erklärt worden. Seither schaukelt das Boot im Dunkeln und die Glühwürmchen erinnern an jene Tage, als wir das Fliessen des Flusses noch spüren konnten.</p>
<p>Das Wasser fehlt so sehr. In Wohlstandsherbergen fließt es stetig über den Beckenrand und versickert in Konsumtempeln.</p>
<p>Wann kehren wir an den Fluss des Lebens zurück und sehen dem Wasser beim Schwimmen zu?</p>
<p><img src="http://data5.blog.de/media/766/2871766_6ac70877b4_m.jpg" alt="die Salzach und der Kapuzinerberg" hspace="5" vspace="5" /><br />
<em>  an der Salzach mit Blick auf den Kapuzinerberg</em></p>
<p><strong>copyright: Marina de Bon</strong></div>
</div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf den Spuren von Thomas Bernhard I]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=375</link>
<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 22:21:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/10/05/auf-den-spuren-von-thomas-bernhard-i/</guid>
<description><![CDATA[

&#8220;Es ist ein ständiges zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Kopfes Denken und zw]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em></em></p>
<p><em><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/10/bernhard-0011.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-386" title="bernhard-0011" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/10/bernhard-0011.jpg" alt="" width="309" height="448" /></a></em></p>
<p><em>"Es ist ein ständiges zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Kopfes Denken und zwischen allen Möglichkeiten eines menschlichen Hirns Empfinden ..."</em></p>
<p>Der Gehweg beginnt an Thomas Bernhard`s Wohnhaus, führt an Wiesen vorbei, schlängelt sich durch den Wald und endet wiederum am Bauernhaus. Die Sessel markieren die Raststätten des Denkens, der Weg der für die Landessausstellung 2008 gemacht wurde, heißt gehen denken, Thomas Bernhard Weg. Der Sessel mit der Nummer 10 lädt zum Philosophieren über das Hirn, dem Sitz allen Tuns ein.</p>
<p>Thomas Bernhard und seine ironische Bewertung des Alltags. Die handelnden Personen in seinen Dramen, Erzählungen und Romanen erkennen sich sofort wieder und doch nicht. Mit Erschrecken oder Erstaunen stellen sie fest, so war der Mensch, den ich kannte, in Wirklichkeit doch gar nicht. Sie reagieren mit Trotz und Zorn kommt auf, weil Geschriebenes doch stimmen müsse. Es ist auch richtig und wahr, jedoch aus der Sicht eines anderen, eines Schreibenden.</p>
<p>Sessel Nummer 9 beschreibt also in gewohntem Spott und wenigen, sehr prägnanten Sätzen den Arbeitsalltag zweier Berufsgruppen, deren Alltag eng verbunden war, jener der Bierführer und Wirtinnen.</p>
<p>Aus der Sicht Thomas Bernhards, wohlgemerkt.</p>
<p> "Eine Bierführerexistenz sein, dachte ich, und Tag für Tag Bierfässer auf- und abladen und durch die Wirtsvorhäuser Oberösterreichs rollen und mit all diesen verkommenen Wirtinnen immer wieder zusammensitzen und jeden Tag todmüde ins Bett fallen, dreißig Jahre, vierzig Jahre lang."</p>
<p>Mit exakt dieser ironischen Betrachtung der Menschen seiner Umgebung hat er sich keine Freunde gemacht. Die Existenzen können real zugeordnet und identifiziert werden. Nicht immer sind sie mit seiner Kategorisierung von Lebenssinn und Bewertung des Alltags einverstanden. Eine Diskrepanz von literarischer und realer Existenz, Selbst- und Fremdbild  oder um es mit Paul Watzlawick auszudrücken.<em> "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?"</em></p>
<p>Heute hatte ich nachgelesen, dass der WEG keinesfalls gedacht war, sich auf die Spuren von Thomas Bernhard zu machen. Ich bleibe bei meinem Titel, möchte ich doch am Wochenende das Thomas Bernhard Museum in St. Veit im Pongau und das Symposium besuchen.</p>
<p><strong>copyright: Fotos: Bildkarten vom Thomas Bernhard Weg, gehen denken. Texte aus Thomas Bernhards: Der Untergeher; Thomas Bernhards: Gehen</strong><em>.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[die erste von sieben todsünden]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=366</link>
<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 19:03:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/29/die-erste-von-sieben-todsunden/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Denn wenn einer glaubt,
etwas zu sein,
obschon er nichts ist,
so betrügt er sich selbst]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>"Denn wenn einer glaubt,<br />
etwas zu sein,<br />
obschon er nichts ist,<br />
so betrügt er sich selbst"</em></p>
<p><em>Etwas sein,</em><br />
ist schon ganz fein.<br />
doch ist man in der Regel<br />
nicht ganz allein.</p>
<p>Der Stolz hat Geschwister<br />
das ist gemein,<br />
die Hoffart zur Schwester<br />
Überschätzung ist dein.</p>
<p>Absturz und Niedergang<br />
maßlose Pein,<br />
sind Folgen des Stolzes,<br />
so soll es wohl sein.</p>
<p><strong>copyright: Marina de Bon<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[über die Lebenskunst]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=361</link>
<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 21:09:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/28/uber-die-lebenskunst/</guid>
<description><![CDATA[Mein Weg in die Kunst des Lebens begann …
 
mit dem ersten Atemzug,
mit dem ersten Schritt in die]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Weg in die Kunst des Lebens begann …<br />
 <br />
<em>mit dem ersten Atemzug,<br />
</em>mit dem ersten Schritt in die Welt außerhalb meiner eigenen Wahrnehmung und mit den vielen ersten Malen, die es gab und gibt. Ich fühle mich von der Energie motiviert, die von allem Neuen in Gedanken, Handlungen und Beziehungen ausgeht. Und sei es nur die neue Betrachtung von bereits Bekanntem. Damit komme ich zum nächsten Wegabschnitt.</p>
<p><em> „1000 Schritte in den Mokassins des anderen gehen“,<br />
„verstehen ist eine Reise in die Welt des anderen“<br />
</em>und viele andere Zitate, die darauf hinweisen, von der Sichtweise meiner Mitmenschen zu lernen und an der Mitwelt zu partizipieren. Ob es der Austausch von Gedanken ist, das Geben und Nehmen von Gefühlen, das Ballspielen mit Argumenten und die direkte Begegnung in Harmonie und im Konflikt.</p>
<p><em>Was macht der Streit, der Konflikt und die Konfrontation bei der Lebenskunst?<br />
</em>... als ob der Konflikt der Stock wäre, an dem ich mich festhalten kann, wenn das Gehen zu beschwerlich wird. Gibt der Widerspruch doch den Hinweis auf das Fehlende, das Unvollständige, auf jene mühseligen Gefühle, die gerne verdrängt werden.  Behinderungen des Alltags bewältigen nenne ich meine Konfliktfreudigkeit oder wie es ein Freund heute so schön ausdrückte, "Stolpersteine formen die Treppe, die es zu erklimmen gilt!"</p>
<p>Nachdem ich auf diese Weise bereits zahlreiche Schritte im Leben gegangen war, sozusagen die Mitte erreichte, sagte ich zu mir selbst.</p>
<p><em>...bisher habe ich verstanden zu leben, jetzt versuche ich das Leben zu verstehen."<br />
</em>Das erlaubt mir, die Vergangenheit mit Milde zu betrachten, Verständnis für mich selbst und andere zu entwickeln und die nächsten Schritte zu gehen.</p>
<p><em>… Visionen entwickeln, Ziele festlegen, Maßnahmen setzen, Pläne machen und Ordnung schaffen,<br />
</em>haben durchaus positive Wirkung und nehmen einen wohlerworbenen Platz im ökonomischen Alltag ein. Lebenskünstlerisch gedacht, erschien mir weitaus geeigneter, meine Fähigkeiten zu erforschen,</p>
<p><em>... daran zu bleiben, nicht aufzugeben und wenn notwendig nicht vorzeitig aufzugeben.<br />
</em>Diese neue Form von Zeitplan bringt mir neben den geplanten Anforderungen des Alltags viel Unbekanntes und Kreatives.</p>
<p>Der letzte Schritt den ich aufgrund einer schweren Erkrankung, meinte, gehen zu müssen hat mir vor Augen geführt,</p>
<p><em>... daß Lebenskunst endlich ist.</em><br />
Eine wunderbare Sache, dann die Tatsache, neu beginnen zu dürfen und somit wieder beim Anfang der Geschichte zu stehen, heißt, den ersten Schritt immer wieder von neuem gehen.</p>
<p><em>… mit dem Unterschied, "daß ich jetzt hege und pflege",</em><br />
was ich meinte, unendlich zur Verfügung  zu haben, dazu gehört auch bisher kaum Erwähntes, wie Liebe, Besitz, Kultur, Menschsein, Kinder, Freunde, Sprache…</p>
<p>Ein schönes Blogprojekt von <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary">Claudia Klinger,</a>  worauf mich der Blog von <a href="http://www.persoenlichkeits-blog.de/&#34;&#62;Persönlichkeitsentwicklung">Roland Kopp Wichmann </a>aufmerksam gemacht hatte. Es macht Spass, sich <em>über den eigenen Horizont hinaus, vernetzt bewegen</em> zu können, vergass ich zu schreiben, über die Lebenskunst...</p>
<p>copyright: Marina de Bon</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[manchmal würden...]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=354</link>
<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 20:55:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/28/manchmal-wurden/</guid>
<description><![CDATA[Manchmal würden Schritte reichen,
um den Weg zu gehen,
manchmal würden Tränen helfen
um das Leid ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal würden Schritte reichen,<br />
um den Weg zu gehen,<br />
manchmal würden Tränen helfen<br />
um das Leid zu sehen,<br />
manchmal würde Lachen siegen<br />
um das Ziel zu kriegen.<br />
Manchmal würden Worte nützen<br />
um das Sein zu schützen,<br />
manchmal würde Lachen nützen<br />
wenn die Tränen reichen,<br />
manchmal würden Worte reichen<br />
wenn das Ziel noch weit ist.<br />
Manchmal würde Liebe siegen,<br />
wenn wir Schritte machen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-353" title="krafttanken1" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/krafttanken1.jpg" alt="" width="447" height="336" /><br />
fortschritte.<br />
rückschauen.<br />
weiterziehen.<br />
zielen.<br />
gehen.</p>
<p><strong>copyright: Marina de Bon</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aufstand der Zwerge]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=340</link>
<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 20:14:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/24/aufstand-der-zwerge/</guid>
<description><![CDATA[
Einerseits sagt man, ich hätte einen Hang zum Dozieren und herrschaftlichem Auftreten und anderese]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-341" title="abgeordneter-in-leopoldskron" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/abgeordneter-in-leopoldskron.jpg" alt="" width="336" height="447" /></p>
<p>Einerseits sagt man, ich hätte einen Hang zum Dozieren und herrschaftlichem Auftreten und andereseits sei mir unterwürfiges Treiben auch nicht fremd. Einem kleinwüchsigen, nicht dem Klerus angehörigen Menschen oder Zwerg, wie mich die meisten zu nennen pflegen, ist ein gutes Leben nur möglich, wenn er sich unter den Schutz eines hohen Ranges begibt. So blieb ich Firmian, der Landtagsabgeordnete, meine Spottverse und ganz besonders meine Balladen waren beim Hof des Erzbischofs bekannt und beliebt.</p>
<p>Warum bin ich nur hier gelandet?</p>
<p>Der Trinker und ich leben seit beinahe hundert Jahren im Garten des Schlosses von Max Reinhardt, alle Freunde verschwunden und Feste finden wenige statt. Die Weltmilchnacht, das wäre was, da würde ich eine Ballade auf das Weiß der Festgäste und die milchigweiße Haut der anwesenden Damen vortragen. Sie würden Tränen verschämt aus den Augenwinkeln wischen und die Herren, ja die hätten trotzig die Hände in ihre Taschen geschoben, den Kopf eingezogen und die Zeche bezahlt. Bei der Weltmilchnacht im Juni, 8 Jahre nach der Tausenderwende.</p>
<p>Eine Geschichte würde ich erzählen, die mit allen Farben gemalt und mit allen Wassern gewaschen wäre, wäre ich nicht Gefangener hier im Garten!</p>
<p>Ein Reisender ließ sich nieder und erzählte von einem Aufstand, der in Planung sei. Die Zwerge im Bastionsgarten würden sich langweilen, sie ziehen zum Schloß des Bürgermeisters - Streik nennen sie es heute, ein bisschen wie der Bauernaufstand um 1730. Hoffentlich werden sie nicht des Landes verwiesen, gehören sie doch nicht zur selben Religion wie die Herrschenden. Das gibt Ärger und wir sind nicht dabei.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sinnlichkeit ist wahr-nehmen]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=303</link>
<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 20:18:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/19/sinnlichkeit/</guid>
<description><![CDATA[Zu spüren ist Zufriedenheit,
wer immer stört,
ist Eindringling.
Zu fühlen ist Bescheidenheit,
wer]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zu spüren ist Zufriedenheit,<br />
wer immer stört,<br />
ist Eindringling.</p>
<p>Zu fühlen ist Bescheidenheit,<br />
wer immer drängt,<br />
ist Wüstling.</p>
<p>Zu sehen ist Behutsamkeit,<br />
wer das verhindert,<br />
ist Banause.</p>
<p>Zu spüren ist die Achtsamkeit<br />
wer das vermeidet<br />
ist ein Streber.</p>
<p>Zu hören ist Gewahrsamkeit,<br />
wer das verleugnet,<br />
ist zu laut.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[der Zwillingsbruder des Trinkers]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=331</link>
<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 20:13:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/19/der-zwillingsbruder-des-trinkers/</guid>
<description><![CDATA[Man munkelt er sei ein Bruder von mir. Und gut soll es ihm gehen, genug zu essen, ausreichend zu tri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Man munkelt er sei ein Bruder von mir. Und gut soll es ihm gehen, genug zu essen, ausreichend zu trinken soll er auch bekommen. Mir fehlt es auch an nichts, im Keller des Schloßes sind die Weine gelagert und jeden Abend kommen die Befrackten und holen ein Fass. Dabei fällt immer die Ration ab, die ich brauche, um einschlafen zu können.</p>
<p><a href="http://woertaworld.files.wordpress.com/2008/09/der-zwillingsbruder-des-trinkers.jpg"><img src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/der-zwillingsbruder-des-trinkers.jpg" alt="" title="der-zwillingsbruder-des-trinkers" width="336" height="447" class="alignnone size-full wp-image-330" /></a></p>
<p>Firmian jammert ständig und meint, es sei eine schlechte Gewohnheit, täglich zuviel zu trinken. Kampftrinken und Komasaufen nennt er es, er kommt viel rum und hört immer das Neueste. Auf diese Weise würde ich keine weiteren hundert Jahre stramm an der Treppe stehen, die zum Schlossteich führt, ist sein Argument. Und was passieren würde, wenn ich falle, das kann  man sich vorstellen. Im Teich würden sie mich versenken, kein Hahn würde nach mir krähen.</p>
<p>Was wollte ich noch sagen? Ja, der Bruder vom Augustinerbräu wurde ins Mirabell geholt, gegen seinen Willen, der Erzbischof verlangte nach ihm. In seine Sammlung soll er, weil angeblich einer fehle, der zotige Sprüche und Lieder singen könne. Als ob das schwierig wäre!<br />
Die sollen mal hören, was hier alles "gesungen" wird ...  Geschichten über den kalten Krieg, Sowjetunion hieß das und Ostblock. Aber die waren nicht hier, die anderen, die Kaugummi auf meinen Hut kleben, denn die Fini mühevoll wieder runterschaben muss. Die Fini kennt ihr noch nicht?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Steine am Grab]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=323</link>
<pubDate>Tue, 16 Sep 2008 17:37:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/16/steine-am-grab/</guid>
<description><![CDATA[
Als Kind wusste ich:
Jeder Schmetterling
den ich rette
jede Schnecke
und jede Spinne
und jede Mück]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/steine.jpg"><img src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/steine.jpg" alt="" title="steine" width="447" height="336" class="alignnone size-full wp-image-324" /></a></p>
<p>Als Kind wusste ich:<br />
Jeder Schmetterling<br />
den ich rette<br />
jede Schnecke<br />
und jede Spinne<br />
und jede Mücke<br />
jeder Ohrwurm<br />
und jeder Regenwurm<br />
wird kommen und weinen<br />
wenn ich begraben werde.</p>
<p>Einmal von mir gerettet<br />
muß keines mehr sterben<br />
alle werden sie kommen<br />
zu meinem Begräbnis</p>
<p>Als ich dann groß wurde<br />
erkannte ich<br />
Das ist Unsinn.<br />
Keines wird kommen.</p>
<p>copyright: <a href="www.erich-fried.de">Erich Fried aus: Erich Fried, der literarische Arbeiter, Verlag Wagenbach</a></p>
<p><em>Steine sind da<br />
massive Dinger<br />
die mein Grab bedecken<br />
sie liegen<br />
ungeordnet<br />
im Raum<br />
für blauweiße Blüten.</em><br />
copyright: Marina de Bon</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alles haben]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=315</link>
<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 21:08:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/09/alles-haben/</guid>
<description><![CDATA[Ich wollte dich umarmen
nahe bei dir sein.
und in deinen Armen
nicht alleine weinen.
Ich wollte tra]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-321" title="glucklich" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/glucklich.jpg" alt="" width="336" height="447" /></a>Ich wollte dich umarmen<br />
nahe bei dir sein.<br />
und in deinen Armen<br />
nicht alleine weinen.</p>
<p>Ich wollte traurig sein,<br />
die Laune laufen lassen,<br />
und im Fluss der  Worte<br />
Menschen lieblos hassen.</p>
<p>Ich wollte lieben,<br />
rasch und unerbittlich,<br />
dem Genusse frönen;<br />
und das Schicksal mittels Vorschuss löhnen.</p>
<p>Ich wollte Taten setzen,<br />
handeln und entscheiden<br />
Fehler ganz vermeiden<br />
und das Messer ohne Scharten wetzen.</p>
<p>Ich wollte Spiegel fechten,<br />
mutig ohnegleichen<br />
dir das Wasser reichen<br />
und dabei Menschen rechten.</p>
<p>ich wollte alles haben<br />
und für immer sein.<br />
Mond und Sonne<br />
Tag und Nacht<br />
Leid und Wonne<br />
ohne Last nur ein Begleiter sein.</p>
<p><strong>copyright: Marina de Bon</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=313</link>
<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 20:38:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/09/07/313/</guid>
<description><![CDATA[
Bilder können trösten, nicht heilen.
Sie nehmen das Schwere
und schenken Leichtigkeit,
sie beruhi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-full wp-image-312" title="glucklich3" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/09/glucklich3.jpg" alt="" width="325" height="448" /></a></p>
<p>Bilder können trösten, nicht heilen.<br />
Sie nehmen das Schwere<br />
und schenken Leichtigkeit,<br />
sie beruhigen das Auge,<br />
und schlucken die Schärfe des Schmerzes.<br />
sie weisen auf Vergängliches,<br />
und holen uns in die Erinnerung.<br />
Sie sind da und trösten.</p>
<p>copyright: Bild: Kortokraks, Ausstellung im Mirabellpavillon, 2008</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aufwachen]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=289</link>
<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 19:33:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/08/13/aufwachen/</guid>
<description><![CDATA[Alltäglich gezeichnet, gejagt, beinahe verloren
findet das Licht unterm Himmel der Kräuter
den Weg]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alltäglich gezeichnet, gejagt, beinahe verloren<br />
findet das Licht unterm Himmel der Kräuter<br />
den Weg zum zärtlichen Kuscheln der Katze.</p>
<p>Sieben Leben atmet die Stimme<br />
die Weichheit und Sehnsucht verheißt;<br />
Haut benetzt; die Kammer des Herzens durchdringt<br />
flimmernde Härchen nach mehr verlangen<br />
Atem und Fühlen dem Wort ein Ende setzt.</p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-medium wp-image-293" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/weg.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Wie wirst du die Lücke finden?<br />
Offene Poren, durch die deine Stimme dringt;<br />
vorgewärmt, umhüllt sie die Seele,<br />
den schwarzen, nur dunklen Halbmond.</p>
<p>Wie wirst du den Strahl des Lächelns lenken?<br />
Das Lächeln, das zumeist abwartend am Fusse der Treppe verharrt,<br />
den zarten Klang der Töne erwartend.</p>
<p>Wie wirst du es schaffen?<br />
Die Melodie der sanften Lust;<br />
die Glocke des Körpers zum Schwingen bringen;<br />
das Lächeln in Bewegung setzen.</p>
<p>Wie kommt es?<br />
Dass ein Lächeln sich verdoppelt,<br />
Im Vermehren, zum Lachen sich wandelt<br />
und im breiten Strom der Fröhlichkeit am Fusse der Treppe<br />
in endloser Überschwemmung versinkt.</p>
<p>Alltäglich, gezeichnet, gejagt, beinahe verloren<br />
findet das Licht unter`m Himmel der Kräuter<br />
den Weg zum zärtlichen Kuscheln der Katze<br />
Atem und Fühlen dem Wort ein Ende setzt.</p>
<p><strong>copyright:</strong> Text Marina de Bon, Bild wurde in Stift Reichersberg a. Inn; im Herrengarten aufgenommen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auf! in den Kampf...]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=286</link>
<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 19:24:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/08/13/auf-in-den-kampf/</guid>
<description><![CDATA[
Ein donnernd Laut erschallt von ihren Lippen,
verdutzt die Ritter aus der Rüstung kippen.
&#8220;]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/auf-in-den-kampf.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-295" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/auf-in-den-kampf.jpg?w=216" alt="" width="216" height="300" /></a></p>
<p>Ein donnernd Laut erschallt von ihren Lippen,<br />
verdutzt die Ritter aus der Rüstung kippen.</p>
<p><em>"Ihr Männerrund,<br />
gar toll dem Trunk verbunden,<br />
das Land euch ruft;<br />
der Feind schlägt Vater`s Scholle Wunden!"</em></p>
<p><em>"Wohl werdet ihr die Schwerter und die Ross`bereiten<br />
die Tugend eurer Weiber wird den Kampf geleiten."</em></p>
<p><em>"Doch sagt mir doch, ihr arme Toren,<br />
wie wollt ihr blind vom Schnaps und fett vom Fraß<br />
in blutig Stunden<br />
des Feindes Spur erkunden?"</em></p>
<p><em>Der Geist verworren<br />
der Feind als Ziel nicht auserkoren.<br />
Doch Lorbeer lockt<br />
man hört der Herrin Stimme:<br />
"Nun sputet euch!" gebrüllt im Grimme.</em></p>
<p><em>Kein Weib darf nun den Saum des Rockes schürzen<br />
es würd den Mann im Kampf ins Unglück stürzen.<br />
Doch ist das Werk wohlfeil getan,<br />
wird manches Weib die Stund des Sieges würzen.</em></p>
<p><em>"Was röhrt ihr da, ihr Lumpenpack,<br />
hebt an und lasst dem Feind die Klinge spüren,<br />
den funkelnd Degen vor dem Haupt zum Kampfe führen!"</em></p>
<p> </p>
<p><strong>copyright; Marina de Bon</strong></p>
<p>Der Text gehört zu einem Besuch im Steintheater im Hellbrunner Park.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[über die Kunst des Lebens]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=257</link>
<pubDate>Sat, 09 Aug 2008 14:18:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/08/09/uber-die-kunst-des-lebens/</guid>
<description><![CDATA[
Dem Universum gehören und doch einzigartig sein.

Einen Schatten werfen, ohne Anderen das Licht zu]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em></em></p>
<p>Dem Universum gehören und doch einzigartig sein.</p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-medium wp-image-256" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/schatten.jpg?w=300" alt="" width="300" height="273" /></a></p>
<p>Einen Schatten werfen, ohne Anderen das Licht zum Leben zu nehmen.</p>
<p><strong></strong></p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-medium wp-image-260" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/universum.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><strong>copyright Bild und Text: Marina de Bon</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Orhan Pamuk stellt seinen neuen Roman vor]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=248</link>
<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 22:14:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/08/08/orhan-pamuk-stellt-seinen-neuen-roman-vor/</guid>
<description><![CDATA[Die Felsenreitschule als Hintergrund für eine Dichterlesung ist ein absolut ungewöhnlicher Ort. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Felsenreitschule als Hintergrund für eine Dichterlesung ist ein absolut ungewöhnlicher Ort. Der Rahmen wurde noch verdichtet, indem ein überdimensionaler goldener Bilderrahmen hinter zwei Tischchen und zwei Sesselchen gruppiert waren.  Während vor dem Rahmen gelesen wurde, erschienen innerhalb dieses Bilderrahmens Objekte, möglicherweise Sammelobjekte aus dem zukünftigen "Museum der Unschuld".</p>
<p><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/dichter-zu-gast.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-264" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/dichter-zu-gast.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p> </p>
<p><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/festspielhaus-in-salzburg.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-254" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/festspielhaus-in-salzburg.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Orhan Pamuk beginnt in türkischer Sprache zu lesen, das Publikum schweigt und Helmut Lohner schaut ein wenig ungläubig zu seinem Partner, rechts von ihm. Der Nobelpreisträger erläutert die Situation, es ist die erste Lesung des am 1. September in der Türkei und am 6. September in deutscher Sprache erscheinenden 600 seitigen Werks, Museum der Unschuld.</p>
<p>Der Stil des Schreibens hat sich gegenüber den früheren Romanen nicht verändert, detailgetreu nimmt man am Leben des Protagonisten Kemal und seiner Liebe zu einer Frau teil. 8 Jahre lang geht er beinahe jeden Tag zum Essen zu seiner Angebetenen, von Tante und Onkel als entfernter Verwandter bezeichnet, um den Nachbarn die Möglichkeiten zum Tratsch zu nehmen. Diese Anbetung wird beinahe zur Obsession, sie verstärkt sich durch die Leidenschaft des Sammelns jener Gegenstände, die von ihr, der Geliebten berührt wurden. Dazu gehören auch 4.213 Zigarettenkippen, die jede auf ihre Weise von der Frau mit mehr oder weniger Gefühl ausgedrückt wurden.</p>
<p>Diese Sammelleidenschaft bringt Orhan Pamuk auf den Punkt als er von seinem geplanten Museum in Istanbul spricht. Jene Strassen, die er täglich benutzte, während der Jahre, als er seine Tochter zur Schule brachte und am Roman schrieb, sollten dem Leser durch das Museum zur Wirklichkeit werden. Noch sind es Sammlungen, aber irgendwann, meint der Autor...</p>
<p>Besonders berührend, beinahe verlegen erzählt der  Nobelpreisträger wie Hauptdarsteller eines Romans langsam lebendig werden.<br />
<em>"Nach vielen Jahren des Schreibens werden sie einem vertraut, leben beinahe mit dem Erfinder, man kennt alle Marotten und Eigenschaften seiner Darsteller. Ist der Beginn eines Romans ein weißes Blatt, beinahe unangenehm, so ist das Ende eine Freude, wenn die Personen ins Leben entlassen werden. "<br />
</em>Wunderschön hat er dies erzählt, die Zuhörer/innen in der Felsenreitschule geben Zwischenapplaus.</p>
<p>Helmut Lohner besitzt eine ausserordentliche Stimme, die ausgezeichnet die Stimmung des morbiden Romans zur Geltung bringt. Die "upper class" der Jahre 1975 bis 1985 in der Türkei wird beschrieben, das Regime mit einer Nebenbemerkung der "Nachtruhe" bzw. "Ausgangssperre" gestreift.</p>
<p>Ein typischer Pamuk könnte man beinahe behaupten, obwohl man nur einige Seiten gehört hat. Glücklicherweise hat sich der Stil trotz des Rummels um seine Person nicht verändert, er wirkt fast schüchtern und nach dem Applaus sieht man ein Lächeln im Gesicht.</p>
<p>Die Zurückhaltung zu politischen Fragen ist empfehlenswert, wenn Orhan Pamuk verallgemeinernd vom sogenannten "Westen" spricht. Ein Wort, dass es ebenso, wie den "Osten" inklusive der Türkei nicht gibt. Das wäre Iran, Saudi Arabien, Pakistan und Türkei in einen Topf zu werfen. Sowohl aus seinen Büchern als auch bei der heutigen Präsentation ist ein leiser Komplex heraus zu hören. Die Verwestlichung der Türkei unter Atatürk in den 1930ern hat der wohlhabenden Schicht möglicherweise Kapital gebracht aber auch Selbstbewusstsein genommen. Diese Stimmung wird am Beispiel sichtbar, wenn er im Roman Istanbul die islamische Religiosität den Dienstboten zuweist oder über die Musik der Salzburger Festspiele spricht.</p>
<p>Es gilt nachzudenken, welcher Einfluss auf eine Gesellschaft wirkt, dessen historische Wurzeln, das Osmanische Reich abgeschafft wurden und eine neue türkische Nation mit Gewalt, Indoktrination aer auch Überzeugung eingeführt wurde.  Die Folgen davon sind Schlagzeilen in den Nachrichten. Als sogenannte "westliche Bewohnerin" kann man dies nicht beurteilen nur wahrnehmen. Durch die Literatur von Orhan Pamuk wird der Horizont erweitert, auf jeden Fall.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Promenieren beim Leuchtbrunnenkonzert]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=241</link>
<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 00:33:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/08/07/promenieren-beim-leuchtbrunnenkonzert/</guid>
<description><![CDATA[Flanieren und fotografieren,
ist faulenzen, dem Freisein ähnliches Tun.
Sie promenieren auf weichen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Flanieren und fotografieren,<br />
ist faulenzen, dem Freisein ähnliches Tun.<br />
Sie promenieren auf weichen Sohlen.</em></p>
<p><em>Fremden Tönen lauschen und<br />
friedliche Menschen vorbei ziehen lassen.</em></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-medium wp-image-242" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/blumen-in-mirabell.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><em>Die Traurigkeit hängt in den roten Ranken,<br />
untergehende Sonne,<br />
leere Gastgärten rufen nach<br />
einsamen Menschen im Park.</em></p>
<p> </p>
<p><a href="http://Keine"><img class="aligncenter size-medium wp-image-240" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/08/leuchtbrunnenkonzert.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p> </p>
<p><strong>copyright: Marina de Bon</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Mann namens Sokrates von Gerald Messadié]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=225</link>
<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 16:00:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/07/27/ein-mann-namens-sokrates-von-gerald-messadie/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Als in ihrer Straße ein Mord geschieht, will die Frau des berühmten Sokrates das Verbrechen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>"Als in ihrer Straße ein Mord geschieht, will die Frau des berühmten Sokrates das Verbrechen aufklären und sieht sich im goldenen Zeitalter der Demokratie im antiken Griechenland mit Skandalen und Korruption konfrontiert."</em></p>
<p>Das Buch fiel mir in die Hand, zufällig, wie einem Themen zufallen, für die man Bereitschaft zeigt. Der Kampf der Demokratie versus der Tyrannei oder dem Oligarchentum im Athen des "goldenen Zeitalters" könnte man das historische Kernthema dieses Romans bezeichnen. Angelehnt an die Biographie und das Leben von Sokrates und Xanthippe werden festgeschraubte Bilder des Seins aufgrund von Erzählungen oder erworbenem Gelernten lose gemacht. Nicht überworfen oder gar abgelehnt, nur überdacht und mit neuen Ideen versehen. Denn wer weiß schon, wie es wirklich war, bei der geringen Anzahl an überlieferten Texten.</p>
<p>Die Wahrheit oder Wirklichkeit ist auch nicht so wichtig, handelt es sich doch um einen Roman,  der Sokrates, als "weisesten Mann Griechenlands" zum normalen homosexuellen Ehemann und Vater mutieren lässt. Xanthippe, hingegen, klug, weitsichtig aber auch mit Eifersucht wachende Mutter  wird neben Athen zur Hauptgestalt.</p>
<p>Sie entdeckt einen Toten hinter dem Wohnhaus, womit sie sich, als Suchende nach den Mördern, am Rande der korrupten Führung des Stadtstaates Athen bewegt. Sokrates, der sich, als Berater des Perikles, Mitglied der Volksversammlung und Lehrer des Alkibiades mitten im Geschehen befindet, wird nur als Leitfigur des Romans verwendet. Das gibt der Geschichte das abstrakt historische Gefüge.</p>
<p>Das goldene Zeitalter des Perikles und der Untergang Athens wird mit dem Geliebten des Sokrates Alkibiades verkleidet. Nicht zuletzt verändert der Autor den Tod Sokrates durch den Schierlingsbecher mit Gift in einen gut getarnten Selbstmord. Der Untergang des freien Athens, sein Alter und die Erkenntnis, seine Zuneigung an Schüler verschwendet zu haben, die seine philosophische, strategische Lehre nicht verstanden hatten oder missbrauchten, sollten ihn veranlasst haben, den Rat zu provozieren und Fluchthilfe auszuschlagen.</p>
<p>Das Buch ermahnt auf indirekte Art, mit besetzten Begriffen wie "Demokratie, launisch und zänkisch wie Xanthippe oder lakonisch zu handeln, bedachter umzugehen.<br />
Die Literatur fiel zeitgleich mit dem Auftritt Barack Obamas an der Siegessäule in Berlin in meine Hände. Wiederum ein Zufall, der sich bewährt, denn die aufgewärmten historischen Ereignisse verpackt in sarkastisches Lächeln und Blick nach Höherem waren den Beschreibungen der Redner im alten Athen nicht unähnlich. Und das Volk gebärdete sich auch ähnlich, "nicht wie ein betrunkenes Weib" sondern wie Publikum auf der Fanmeile, fahnenschwingend und glücklich lächelnd.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf den Spuren von Georg Trakl (7)]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=216</link>
<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 21:40:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/07/26/auf-den-spuren-von-georg-trakl-7/</guid>
<description><![CDATA[Der Besuch in Hellbrunn &#8220;schreit&#8221; nach Sonne und Ruhe, die Stille des Parks schläfert d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Besuch in Hellbrunn "schreit" nach Sonne und Ruhe, die Stille des Parks schläfert die innere Stimme ein. Es gibt nahe Geräusche, wie das Knirschen vom Kies, wenn einzelne Menschen näher kommen. Das Plätschern des Wassers, welches der "Triton" speit, ist schon weiter weg. Und ganz entfernt hört man die Motoren der Straße. Eine friedliche Stille, die manchmal durch den jähen Ton einer Lautsprecheranlage unterbrochen wird.<br />
 <br />
<em>"Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen, sie wurden etwas erfrischt, wir wünschen Ihnen einen schönen Tag in Salzburg!"</em> verkündet  in regelmäßigen Abständen eine Männer- oder eine Frauenstimme. Sie führen durch die Wasserspiele des Erzbischofs und manchmal, etwas weiter weg, hört man das Lachen der Besucher, die von den unterschiedlichen Figuren nass gespritzt wurden.<br />
 </p>
<p>Das Gedicht "Die drei Teiche in Hellbrunn" befindet sich etwas versteckt an der Seitenwand einer ungenutzten Grotte. Es ist, meiner Meinung nach nicht der beste Text von Trakl, vermittelt er doch nicht mehr Bilder, als jene, die im Park ins Auge stechen. Eine Wiederholung und wenig Bewegung.</p>
<p>Ein Gedicht, träge wie die dunklen Fische im Wasser.</p>
<p>... das Gedicht aus der Ferne ...<br />
... drei Teiche in Hellbrunn ...<br />
... der wasserspeiende Triton plagt sich Tag und Nacht ...<br />
[gallery]</p>
<p>... und das Füllhorn, das über unseren Kopf ausgeschüttet wird, wenn wir uns nur nahe genug an das Glück heranwagen. Was nicht immer einfach ist, zugegeben.</p>
<p> </p>
<h1>Die drei Teiche in Hellbrunn</h1>
<p><em>2. Fassung</em></p>
<p>Hinwandelnd an den schwarzen Mauern<br />
Des Abends, silbern tönt die Leier<br />
Des Orpheus fort im dunklen Weiher<br />
Der Frühling aber tropft in Schauern<br />
Des Nachtwinds silbern tönt die Leier<br />
Des Orpheus fort im dunklen Weiher<br />
Hinsterbend an ergrünten Mauern.</p>
<p>Ferne leuchten Schloß und Hügel.<br />
Stimmen von Frauen, die längst verstarben<br />
Weben zärtlich und dunkelfarben<br />
Über dem weißen nymphischen Spiegel.<br />
Klagen ihr vergänglich Geschicke<br />
Und der Tag zerfließt im Grünen<br />
Flüstern im Rohr und schweben zurücke -<br />
Eine Drossel scherzt mit ihnen.<br />
Die Wasser schimmern grünlichblau<br />
Und ruhig atmen die Zypressen<br />
Und ihre Schwermut unermessen<br />
Fließt über in das Abendblau.<br />
Tritonen tauchen aus der Flut,<br />
Verfall durchrieselt das Gemäuer<br />
Der Mond hüllt sich in grüne Schleier<br />
Und wandelt langsam auf der Flut.</p>
<p><strong>(Georg Trakl)</strong></p>
<p>Dies war das letzte Gedicht von Georg Trakl aus dem Stadtgebiet von Salzburg. Morgen beginnt ein neuer Zyklus.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf den Spuren von Georg Trakl (6)]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=214</link>
<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 21:09:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/07/25/auf-den-spuren-von-georg-trakl-6/</guid>
<description><![CDATA[Die Eisenbahnbrücke beherbergt am Brückenkopf rechts das Gedicht von der Vorstadt.
Ein gruseliger ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Eisenbahnbrücke beherbergt am Brückenkopf rechts das Gedicht von der Vorstadt.<br />
Ein gruseliger Text, der wie eine Sozialsatire der Jahrhundertwende wirkt.</p>
<pre>Am Abend liegt die Stätte öd und braun,
die Luft von gräulichem Gestank durchzogen.
Das Donnern eines Zugs vom Brückenbogen.
Und Spatzen flattern über Busch und Zaun.
Geduckte Hütten, Pfade wirr verstreut,
in Gärten Durcheinander und Bewegung,
bisweilen schwillt Geheul aus dumpfer Regung,
in einer Kinderschar fliegt rot ein Kleid.
Am Kehricht pfeift verliebt ein Rattenchor,
in Körben tragen Frauen Eingeweide,
ein ekelhafter Zug voll Schmutz und Räude,
kommen sie aus der Dämmerung hervor.
Und ein Kanal speit plötzlich feistes Blut.
Vom Schlachthaus in den stillen Fluss hinunter.
Die Föhne färben karge Stauden bunter.
Und langsam kriecht die Röte durch die Flut.
Ein Flüstern, daß in trübem Schlaf ertrinkt.
Gebilde gaukeln auf aus Wassergräben,
vielleicht Erinnerung an ein früheres Leben.
Die mit dem warmen Winden steigt und sinkt.
Aus Wolken tauchen schimmernde Alleen.
Erfüllt von schönen Wägen, kühnen Reitern.
Dann sieht man auch ein Schiff auf Klippen scheitern.
Und manchmal rosenfarbene Moscheen.
<strong>(Georg Trakl)</strong></pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf den Spuren von Georg Trakl (3)]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=178</link>
<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 22:54:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/07/23/auf-den-spuren-von-georg-trakl-3/</guid>
<description><![CDATA[Wohin führt der Weg, wenn man das Ziel nicht kennt? Zum nächsten Schritt und weil ich mich nicht e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="bTitle" style="text-align:left;">Wohin führt der Weg, wenn man das Ziel nicht kennt? Zum nächsten Schritt und weil ich mich nicht entscheiden kann, nehme ich den Weg am Zwerglgarten vorbei, wobei die Tafel von Kaiser Franz Josef ins Auge fällt. Er hatte den Park der Stadt zurückgeschenkt, nachdem Sie 1815 dem Kaiserreich nach Aufgabe des Fürsterzbistums zugefallen war. Nun kann man darüber rätseln ob es nicht eigentlich sowieso dem Land gehört hätte. Aber das ist immer so, irgendwem hat immer irgendetwas gehört. Die Menschen machen zuviel Wirbel aus traditionellem Besitz.</p>
<div class="bText">
<p>Ich komme nach wenigen Schritten zur Evangelischen Christuskirche. Als gelernte Barockkatholikin war mir das Innere von evangelischen Kirchen anfangs sehr fremd. Mit den Jahren habe ich die Würde und Schönheit einfacher und moderner Kirchenräume schätzen gelernt.</p>
<p>Dieses Gedicht habe ich nicht selbst fotografiert. Unzählige Male fuhr ich daran vorbei, parkte in der Nähe, doch nie war die Zeit oder Geduld, ein Foto zu machen. Nun, die Aufnahme von Arne Mueseler  (<a href="http://www.arne.muesler.eu">www.arne-muesler.eu</a>) ist viel besser als meine. meistens leicht verschwommenen Eindrücke, die über die Digitalkamera laufen.</p>
<p> <strong>(Georg Trakl)</strong></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/07/250px-christuskirche_tafel_trakl.jpg"><img class="size-medium wp-image-179  aligncenter" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/07/250px-christuskirche_tafel_trakl.jpg?w=228" alt="" width="228" height="300" /></a></p>
</div>
<p style="text-align:center;">... an der Christuskirche ...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf den Spuren von Georg Trakl (2)]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=165</link>
<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 12:51:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/07/22/auf-den-spuren-von-georg-trakl-2/</guid>
<description><![CDATA[Ein Brunnen singt, die Wolken stehn.
Im klaren Blau, díe weißen, zarten.
Bedächtig stille Mensche]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><em>Ein Brunnen singt, die Wolken stehn.<br />
Im klaren Blau, díe weißen, zarten.<br />
Bedächtig stille Menschen gehen<br />
Am Abend durch den alten Garten.</em></p>
<p style="text-align:center;"><strong>(Georg Trakl)</strong></p>
<p>Dieser Abschnitt beschreibt das Alter des Gartens und ist auch auf das Alter der Spaziergängerinnen bezogen. Bedächtig gehen sie, nicht mehr laut, das Laute haben sie im Laufe der Jahrzehnte eingebüsst.</p>
<p style="text-align:center;"><em>Der Ahnen Marmor ist ergraut.<br />
Ein Vogelzug streift in die Weiten.<br />
Ein Faun mit toten Augen schaut<br />
Nach Schatten, die ins Dunkel gleiten.</em></p>
<p style="text-align:center;"><strong>(Georg Trakl)</strong></p>
<p>Das ist wohl einer der Abschnitte, warum die Frau bei Trakls Geburtshaus meinte, die Tafel solle doch in Marmor gemeisselt und nicht in Metall geätzt sein. Marmor und Trakl gehöre irgendwie zusammen.</p>
<p style="text-align:center;"><em>Das Laub fällt rot vom alten Baum<br />
Und kreist herein durchs offne Fenster.<br />
Ein Feuerschein glüht auf im Raum<br />
Und malet trübe Angstgespenster.<br />
Ein weißer Fremdling tritt ins Haus.<br />
Ein Hund stürzt durch verfallene Gänge.<br />
Die Magd löscht eine Lampe aus,<br />
Das Ohr hört nachts Sonatenklänge.</em></p>
<p style="text-align:center;"><strong>(Georg Trakl)</strong></p>
<p>Der Weg über die mit Touristen vollgestopfte Judengasse führt zum Kunstwerk an der Staatsbrücke. Ich habe es noch nie genauer betrachtet, die metallenen Sessel sind nicht besonders anziehend und doch bleibe ich einige Minuten sitzen und betrachte "die schöne Stadt" von dieser Seite der Staatsbrücke. Sie erscheint aufgrund der Betonpfeiler der Brücke grauer und behäbiger als es der Blick vom Makartsteg verspricht.</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/07/georg-trakl1.jpg"><img class="size-medium wp-image-171 aligncenter" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/07/georg-trakl1.jpg?w=225" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><em>....aus dem Mirabellgarten.....</em></p>
<p>Nach wenigen Minuten bin ich im Eingang vom Mirabellgarten und freue mich auf die Tafel und die Bank im Sonnenlicht. Leider ist sie besetzt, ich bleibe eine Weile stehen und lausche der Akkordeonmusik im Hintergrund.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[auf den Spuren von Georg Trakl]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=154</link>
<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 23:20:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
<guid>http://woertaworld.wordpress.com/2008/07/22/auf-den-spuren-von-georg-trakl/</guid>
<description><![CDATA[



Die schöne Stadt
Alte Plätze sonnig schweigen.
Tief in Blau und Gold versponnen
Traumhaft hast]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">
<table border="0" width="262" align="center">
<tbody>
<tr>
<td><a name="dieschoenestadt"></a><span style="font-size:large;">Die schöne Stadt</span></p>
<p>Alte Plätze sonnig schweigen.<br />
Tief in Blau und Gold versponnen<br />
Traumhaft hasten sanfte Nonnen<br />
Unter schwüler Buchen Schweigen.</p>
<p>Aus den braun erhellten Kirchen<br />
Schaun des Todes reine Bilder,<br />
Großer Fürsten schöne Schilder.<br />
Kronen schimmern in den Kirchen.</p>
<p style="text-align:left;">Rösser tauchen aus dem Brunnen.<br />
Blütenkrallen drohn aus Bäumen.<br />
Knaben spielen wirr von Träumen<br />
Abends leise dort am Brunnen.</p>
<p>Mädchen stehen an den Toren,<br />
Schauen scheu ins farbige Leben.<br />
Ihre feuchten Lippen beben<br />
Und sie warten an den Toren.</p>
<p>Zitternd flattern Glockenklänge,<br />
Marschtakt hallt und Wacherufen.<br />
Fremde lauschen auf den Stufen.<br />
Hoch im Blau sind Orgelklänge.</p>
<p>Helle Instrumente singen.<br />
Durch der Gärten Blätterrahmen<br />
Schwirrt das Lachen schöner Damen.<br />
Leise junge Mütter singen.</p>
<p>Heimlich haucht an blumigen Fenstern<br />
Duft von Weihrauch, Teer und Flieder.<br />
Silbern flimmern müde Lider<br />
Durch die Blumen an den Fenstern.</p>
<p> </p>
<p>eine umfangreiche Sammlung mit Gedichten von Georg Trakl findet man unter:</p>
<p><a href="http://www.literaturnische.de/Trakl/index-trakl.htm">http://www.literaturnische.de/Trakl/index-trakl.htm</a></p>
<p>Wersch Literaturnische</p>
<p> <strong>(Georg Trakl)</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Georg Trakls Gedichte sind Musik, Töne aus vergangenen Tagen, die Trauer, Tod und Vergänglichkeit auf einzigartige Weise wirklich machen.</p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/07/trakls-geburtshaus.jpg"><img class="size-medium wp-image-159 aligncenter" src="http://woertaworld.wordpress.com/files/2008/07/trakls-geburtshaus.jpg?w=224" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>... im Innenhof von Georg Trakls Geburtshaus ...</p>
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<title><![CDATA[Das Ende des Alphabets]]></title>
<link>http://woertaworld.wordpress.com/?p=148</link>
<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 22:15:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Marina`s Woertaworld</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das durchschnittliche Leben eines Ehepaars in einem Haus im vikorianischen Stil in London. Ambrose Z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das durchschnittliche Leben eines Ehepaars in einem Haus im vikorianischen Stil in London. Ambrose Zephyr, welch seltsamer Name und noch eigenartiger, Zappora Ashkenazi, genannt Zipper sind die beiden Hauptpersonen. Die beiden Namen deuten auf die Kunstfiguren hin, welche beide Menschen darstellen sollten. Im Gegensatz zu den Namen wird rasch und klar das normale, alltägliche Leben zwischen Arbeit und Sonntagmorgenspaziergang von Ambrose beschrieben. Ein Leben, das plötzlich durch eine Nachricht gestört wird.<br />
 <br />
Auf Seite 18 erfährt Ambrose bei seiner jährlichen Gesundenuntersuchung von seinem Arzt, dass er Vorkehrungen treffen solle. Für die verbleibenden Tage seines Lebens, wie man später erfährt, bestenfalls ein Monat. Eine tödliche Krankheit, mit Sicherheit.</p>
<p>Zipper, wie Zappora genannt wird, begleitet ihren Mann auf seiner Reise durch das Alphabet. Ein Spiel, welches durch die Drucktypensammlung seines Vaters ausgelöst worden war.</p>
<p><em>"Er zeigte seinem Sohn die in der Eingangshalle ausgestellte Sammlung ausgedienter Holz- und Bleischriften. Dem kleinen Ambrose gefiel es, wie groß und schwer sich die kleinen Drucktypen in seiner Hand anfühlten."</em></p>
<p>Die Reise der beiden beginnt in Amsterdam, das A steht für ein Porträt in Amsterdam. Ambrose sprach weder vom Regeln irgendwelcher Dinge, noch suchte er nach alternativen Heilmethoden. Methodisch verfolgt er nach dem B für Berlin die Reise und besucht die Kirche von Chartres wie C.</p>
<p>Zipper, meistens in Weiss, Rot oder Schwarz, ihren Lieblingsfarben bekleidet, verlässt langsam die Geduld, obwohl sie bereits Elba in Eiffelturm verwandelt hatte und sie das F, die Piazza della Signoria in Florenz erreicht hatten.<br />
 </p>
<p>Ambrose stirbt zuhause, nachdem er doch mit seinem Freund ein letztes Treffen vereinbart hatte und seinen Arbeitsplatz als Kreativmitarbeiter bei Dravot, Carneham am Leicester Square ausgeräumt hatte.<br />
<em>"Die Drucktypensammlung, meinte er zu Greta, kannst du behalten."</em></p>
<p>Die Ruhe, welche die Erzählung verströmt, steht in krassem Widerspruch zum Kern der Handlung. Trotz des inneren Sturms an Gefühlen, der durch die Diagnose der tödlichen Krankheit ausgelöst wird, ordnet sich das Leben und das Sterben durch das Alphabet. Besonders berührt ist man von der Sicherheit der Erzählung. Kein Wort liest man über den Tod, obwohl er ständig nahe ist. Eine Nähe, als ob kein Blatt Papier zwischen der Vorstellung und Wirklichkeit Platz hätte.</p>
<p>Die Erzählung stammt von <strong>Charles Scott Richardson</strong>, einem kanadischen Schriftsteller, der derzeit an seinem zweiten Roman arbeitet.</p>
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