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	<title>ungarnwol-hungary &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/ungarnwol-hungary/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "ungarnwol-hungary"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 08:52:18 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Zusammenfassung]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/?p=262</link>
<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 13:46:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Sicherlich ist allen meinen Lesern aufgefallen, dass ich mich seit einer ganzen Weile nicht mehr gem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sicherlich ist allen meinen Lesern aufgefallen, dass ich mich seit einer ganzen Weile nicht mehr gemeldet habe. Nun, das hat auch so seine Gründe. Hier eine Zusammenfassung.<br />
Whitney und ich hatten Meinungsverschiedenheiten mit der Schulleitung. Zu einem guten Teil war das auch unsere eigene Schuld, aber ich möchte betonen, dass WdL Ungarn einen guten Teil dazu beigetragen hat, wie die Sache ausgegangen ist. Das Ende vom Lied ist jedenfalls, dass Whitney und ich rausgeflogen und vorzeitig nach Deutschland zurückgekehrt sind - weniger als vier Wochen vor Ende des Schuljahrs. Hier sind wir nun seit Anfang Mai. Nach einer kurzen Erholungsphase haben wir jetzt angefangen, für unsere gemeinsame Zukunft zu planen.<br />
Ich möchte mich bei euch entschuldigen, dass ich damit eher diskret umgegangen bin. Die ganze Affäre ist mir nicht leicht gefallen und ich brauchte etwas Zeit, um Abstand davon zu gewinnen. Wenn ihr jetzt zum ersten Mal von meiner Rückkehr lest, dann liegt das nicht daran, dass ich diese Tatsache vor meinen Freunden geheim halten wollte. Ehrlich! Mein langes Schweigen liegt wohl eher daran, dass ich sehr oft nicht die Ruhe, Zeit oder die rechten Worte hatte, um euch von allen Geschehnissen zu berichten.<br />
Unsere Pläne für die Zukunft haben schon ziemlich klare Gestalt angenommen. Ich werde ab Herbst auf einer evangelikalen Hochschule Theologie studieren. Whitney und ich wollen davor noch heiraten. Dazu müssen wir außerdem noch eine Menge Papierkram erledigen, um ihr eine Aufenthaltsgenehmigung zu besorgen. </p>
<p>Der besseren Übersicht halber werde ich die folgenden Themen in unterschiedliche Beiträge aufteilen. Sobald ich dazu komme, mehr zu veröffentlichen. Und eventuell in den folgenden Tagen/Wochen ergänzen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rundbrief Nr. 5: März]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/?p=255</link>
<pubDate>Sat, 05 Apr 2008 13:04:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern habe ich meinen 5. Rundbrief verschickt. Erst nachher ist mir aufgefallen, dass der März sc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich meinen 5. Rundbrief verschickt. Erst nachher ist mir aufgefallen, dass der März schon vorbei ist. Hier gibt es jedenfalls meinen fünften <a href='http://toalmas.wordpress.com/files/2008/04/rundbrief-marz-2008.pdf'>Bericht</a> mit Neuigkeiten aus Ungarn.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ferien]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/?p=253</link>
<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 14:48:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bis nächstes Wochenende habe wir noch Osterferien, allerdings werden wir nur bis Dienstag in Deutsc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bis nächstes Wochenende habe wir noch Osterferien, allerdings werden wir nur bis Dienstag in Deutschland sein. Am Mittwochmorgen  fliegen wir zurück nach Ungarn. Im Folgenden ein kurzes Resümee der Ferien.</p>
<p>In der ersten Woche wollten Whitney und ich uns erstmal komplett freinehmen und Urlaub machen. Wir schliefen viel, kuckten ein paar Filme und machten Sachen mit Freunden. In der zweiten Woche wollten wir eigentlich mehr lernen, aber wegen Besuchs aus Ungarn sind wir dazu seltener gekommen, als uns lieb ist.<br />
Die Gruppe aus Ungarn, bestehend aus drei Männern und zwei Frauen oder vier Amerikanern und einer Slowakin, kam am Mittwoch nach Mitternacht an (angepeilte Zeit: 21.00 Uhr) und blieben bis Freitagmorgen. <!--more-->Den Donnerstag verbrachten wir mit einer Tour durch Nürnberg, auf der ich den Fremdenführer spielen durfte. Wir arbeiteten uns vom Hauptbahnhof über die Lorenzkirche, den Hauptmarkt und das Rathaus zur Kaiserburg hoch und machten unterwegs im Bratwurst Röslein Rast. Von der Burg aus umrundeten wir den alten Stadtkern (teilweise per Straßenbahn) auf der westlichen Seite nach Süden (also gegen den Uhrzeigersinn), stiegen am Plärrer aus, kuckten uns ein wenig das Planetarium und Opernhaus an und kehrten wieder zum Bahnhof zurück.</p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://toalmas.wordpress.com/files/2008/04/gruppe-aus-ungarn-am-hauptmarkt.jpg" alt="Hauptmarkt" /></div>
<p>Kaum erwähnenswert, dass Amis europäische Geschichte lieben. Eine Burg oder alte Kirche ist für sie ein Erlebnis, und ein mehrere hundert Jahre altes Gebäude kann schon mal Ausrufe des Erstaunens und der Bewunderung erzeugen. Deutsche Spezialitäten fanden sie leider nicht so prickelnd - und zwar weil sie nicht meiner dringenden Empfehlung gefolgt sind, ganz einfach ein halbes Dutzend+ Nürnberger Bratwürste mit optionaler Beilage zu bestellen. Sie fanden auch das Kopfsteinpflaster niedlich und dass alles so eng zusammen gebaut ist (Amerikanische Kleinstädte ziehen sich ja häufig sehr lange hin und bestehen vielfach aus etlichen verstreuten Gehöften oder Siedlungen - genug Platz ist ja immer da).<br />
Amerikaner kennen und mögen übrigens keine Kohlensäure im Mineralwasser, und Rollladen finden sie höchst clever und mysteriös. Unsere magnetische Messerleiste (ein magnetisches Metallbrett, an dem Metallgegenstände einfach kleben bleiben) bewunderten sie. Einer der Besucher - der einzige, der kein Student in Ungarn, sondern eine Art Bauarbeiter irgendwo im Staat New York ist - fand außerdem unsere Türklinken und -scharniere toll (in Amerika scheint es hauptsächlich runde Türknäufe zu geben und man muss eine Tür abschrauben, wenn man sie aushängen will) und machte Bemerkungen darüber, dass die Rohre unsere Toiletten in der Wand und nicht im Boden verschwinden, was Wartung und Umbau erleichtert. Schöne neue Alte Welt! Die halten uns Deutsche jetzt jedenfalls für Liebhaber von Gadgets (=technische Spielereien). Wer weiß, ob ich die Türklinke meiner Zimmertür jemals wieder mit denselben Augen werde ansehen können? Naja, egal.Den Abend verbrachten wir dann übrigens in Elenas neuer WG, wo ihr erster Hauskreis stattfand. Wir aßen Spaghetti, hatten eine kurze Andacht und sangen dann Lobpreislieder, wobei besonders bemerkenswert ist, dass wir Deutschen - auf Bitte der Besucher - wohl an die 10 Minuten brauchten, um ein rein deutsches Lied zu finden, das wir ihnen vorsingen konnten. Es hätte weniger lange gedauert, wenn einige von uns kompromissbereiter gewesen wären... ;-)</p>
<p>Tja, seit gestern morgen können wir stolz aufatmen, einander zunicken und Dinge wie "Die wär'n wir los!" sagen. Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen lieben Komilitonen eine gelungene Zeit in Deutschland gewährleisten und sie obendrein in die Wunder des Landes einführen konnte. Whitney und ich haben unsere Zeit seitdem jedenfalls hauptsächlich mit der Nase in unseren Büchern verbracht und bitten jeden um Verständnis, der gerne noch was mit uns ausgemacht hätte - hat leider nicht geklappt. Ich muss sagen, ich freue mich schon sehr darauf, manche von meinen Freunden einmal wiederzusehen, die ich weder in den Weihnachts-, noch in den Osterferien treffen konnte. Tut mir leid für euch alle - ich hoffe, es klappt ein andermal. Bitte seht das nicht als ein Zeichen, dass ihr mir nicht wichtig seid!</p>
<p>Ach, und wisst ihr was? Ich habe jetzt tatsächlich konkrete Pläne für meinen nächsten Rundbrief!<br />
Ha, da könnt ihr mal sehen! ;-)</p>
<p>EDIT: Bilder davon gibt es <a href="http://my.opera.com/Alvanx/albums/show.dml?id=504806">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie aus Saurons Ring "Sir Rons Bling" wurde]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/?p=251</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 22:05:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/?p=251</guid>
<description><![CDATA[29.01.08, gegen 22:00 - Warte gerade darauf, meinen Part in unserer Handpuppengruppe aufzunehmen. Ic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><i>29.01.08, gegen 22:00</i> - Warte gerade darauf, meinen Part in unserer Handpuppengruppe aufzunehmen. Ich bin "Sir Ron" (Sauron) in unserem bisher namenlosen Stück - einer LotR-Hommage. Abgesehen von ein paar ähnlichen Persönlichkeitsmerkmalen und Sir Ron, der sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bling">Bling</a> verliert (das der Held Freddy O'Baggins ihm als guter Christ natürlich wieder zurückgeben möchte) ist davon allerdings nicht viel zu merken. Für die Rolle des Sir Ron wurde ich übrigens dank meiner außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgewählt, wenn es darum geht, in einem arroganten Tonfall zu sprechen. Vielleicht kann ich die aufgenommenen Stimmen bei Gelegenheit online stellen.</p>
<p>Wie komme ich dazu, in einem Handpuppenstück mitzuspielen? War ich vor einem Monat nicht noch Bibelschüler in Ungarn?<!--more--><br />
Letzte Woche hatten wir das Fach <i>Children's Ministry</i> (Kinderevangelisation/Kinderarbeit), unterrichtet von der leidenschaftlichen Kinderevangelistin Linda Summer. Eine sehr beeindruckende Frau! Reist um die ganze Welt und erreicht Kinder mit selbstgemalten Bildergeschichten und Luftballon- und Zaubertricks. Unsere Hausaufgaben waren: Bildergeschichte aus der Bibel entwerfen und vorführen, in einer Gruppe ein Handpuppenscript entwerfen. Und weil unser Konzept Linda so gut gefallen hat, hat sie uns gebeten, das Stück aufzuführen.<br />
<i><br />
30.01.08, gegen 23:00</i> - Haben das Stück vor ein paar Stunden, etwa gegen 20:00 Uhr, vor etwa 50 Anwesenden (meist Studenten) aufgeführt. Lief sehr gut - wenn man berücksichtigt, dass wir zum ersten Mal mit den Handpuppen arbeiteten (wir hatten vorher nicht einmal Gelegenheit zum Proben gehabt). Das Stück gefällt mir sehr gut und ich hoffe, dass wir das ganze noch verbessern und vielleicht irgendwann einmal zweckentsprechend aufführen können. Kinderevangelisation hat es mir jedenfalls sehr angetan. Whitney und ich haben uns in die Interessentenliste als mögliche Tourmitarbeiter eingetragen. Da Lindas Team noch nie in Deutschland war, bietet sich da vielleicht sogar einmal eine Gelegenheit!</p>
<p>Sowohl die Audiospur als auch die Videoaufnahme unserer Aufführung werde ich hoffentlich so bald wie möglich online stellen können.</p>
<p>Bis bald (so bald wie möglich, ich versprechs!)!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Whitney]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/11/19/whitney/</link>
<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 22:13:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/11/19/whitney/</guid>
<description><![CDATA[Mütter, Tanten und sonstige feinfühlige weibliche Leser (jedoch bestimmt nicht die männlichen, ni]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mütter, Tanten und sonstige feinfühlige weibliche Leser (jedoch bestimmt nicht die männlichen, nicht wahr? ;-) ) haben sicherlich aufgehorcht, als ich den Namen "Whitney" in meinem Geburtstagesbuch gleich viermal wie beiläufig erwähnte, ohne eine Erklärung zu liefern. Das geschah ziemlich bewusst - ich mag es, die Leserschaft zu testen, zu fordern oder zu verwirren. Das führt zu einem aufmerksameren Leseverhalten. Außerdem bin ich bekanntermaßen ein Schelm, nicht wahr?</p>
<p><img src="http://toalmas.wordpress.com/files/2007/11/030.jpg" alt="Whitney" height="300" width="400" /></p>
<p>Whitney ist meine Freundin, und zwar seit Freitag vor zwei Wochen (das war der 02. November; an meinem Geburtstag war sie das also noch nicht). Bekannt wurde das allerdings erst am Sonntagabend danach, weil wir vorher nicht mit unseren Eltern telefonieren konnten, und ohne wollten wir es nicht öffentlich machen.</p>
<p>Whitney ist 19 und aus Florida. Den ersten Kontakt <!--more-->hatten wir Anfang des Jahres, als sie auf <a href="www.myspace.com/WhitneyDenham19">myspace.com</a> nach Leuten suchte, die auch nach Ungarn auf die Bibelschule gehen, und dort zufällig meinen Freund Tom fand, der sogar wie sie in Naples an der Südspitze Floridas aufwuchs. Wir schrieben ein bisschen, hatten aber kaum Kontakt, bis sicher war, dass ich auch auf die Bibelschule gehen würde, und ihr davon erzählte.<br />
Dann kamen wir am selben Tag, am 11. September, hier in Ungarn an, zusammen mit Jason aus Maine. Keiner von uns beiden hatte geplant, sich während der Bibelschulzeit für das andere Geschlecht zu interessieren. Doch laut eigener Aussage entsprach ich überhaupt nicht ihren Erwartungen, und unter anderem deshalb fühlte sie sich zu mir hingezogen, während ich sie erst einmal als x-beliebiges Mädel einstufte. Praktisch vom selben Abend an lernten wir uns ein bisschen kennen und irgendwie merkte ich, dass sie mich interessant fand, und begann sie genauso interessant zu finden. Das wurde allerdings bald zu einem Nerven kostenden Versteckspiel, dass mich mehr beschäftigte, als ich wollte, sodass ich mich Jason (der mit uns zusammen angekommen war * ) anvertraute - der hatte mir nämlich schon von seiner glücklichen Beziehung erzählt, sodass ich dachte, er könne mir sicherlich ein paar Tipps geben.<br />
Irgendwann hatte ich das ganze satt. Ich wollte nicht irgendwelchen Mädels hinterherjagen, sondern die Bibel studieren. Also beschloss ich eines Abends, das Versteckspiel zu beenden. In jedem Fall wäre das ehrlicher und liebevoller im christlichen Sinn, und falls es nichts würde, könnte ich mich dem Studium widmen. Am 22. September, nur elf Tage nach unserem ersten Treffen, am Samstag nach der ersten Schulwoche und der Straßenevangelisation, zog ich sie mit wirklich weichen Knien nach nebenan und erzählte ihr, dass ich sehr an ihr interessiert sei. Zu meiner großen Überraschung (doch meinen vorsichtig gehegten Optimismus rechtfertigend) kümmerte sie sich kein bisschen um meine während eines stundenlangen Meetings (an das ich kaum eine Erinnerung habe) sorgfältig zusammengeklaubten und dann doch so tolpatschig klingenden Worte, sondern sagte mir, dass sie ebenfalls sehr an mir interessiert sei. Wir hatten nicht viel Zeit, beschlossen aber, Freundschaft zu schließen, um zu sehen, ob eine Beziehung für uns überhaupt in Frage käme. Schließlich kannten wir einander überhaupt nicht.<br />
In den nächsten Tagen lud ich sie immer wieder auf abendliche Spaziergänge ein. Wir begannen uns immer häufiger zu treffen, sodass jeder uns nach nur ein oder zwei Wochen für ein Paar hielt.<br />
Dann reisten wir zusammen mit einer Studentengruppe nach Wien. Einen kurzen Bericht darüber gibt's auf <a href="http://whitneysthoughtforthemoment.blogspot.com/2007/10/fall-break-in-vienna.html">ihrem Blog</a>. Ich war als einziger Deutscher Gruppenführer und mit der Suche nach einer Unterkunft beauftragt, und alles klappte wunderbar - vor allem, weil Mitchristen uns, sehr spontan und ohne uns vorher zu kennen, Unterkünfte in einer Gemeinde zur Verfügung stellten. Schließlich gab ein Pastor uns sogar eine Stadtführung und lud uns anschließend zum Essen und Duschen ein. Das war eine ziemlich tolle Fahrt. Dort haben Whitney und ich auch ein paar Fotos gemacht und George eine herrliche Fotomontage von einem dieser Fotos mit Herzen und allem drum und dran.<br />
Ich weiß noch immer nicht, wie mir geschieht. Dieses Mädel übertrifft meine kühnsten Erwartungen. Ich bin auf Wolke 7!</p>
<p>Wer sie gerne persönlich kennen lernen möchte, wird dazu gegen Jahresende Gelegenheit haben, wenn sie mich für eine knappe Woche zuhause besuchen kommt.<br />
Weil wir unsere Freunde in die Beziehung mit einbeziehen wollen, freuen wir uns sehr über eure Gebete und Ratschläge. Seid nicht zu feige, uns auch herausfordernde Fragen zu stellen. Wir versuchen, eine offene und vorbildliche Beziehung zu führen, und haben nichts zu verbergen.</p>
<p><img src="http://toalmas.wordpress.com/files/2007/11/whitney-ich-brunnen.jpg" alt="Whitney Brunnen" height="300" width="400" /></p>
<p>* Ich habe schon im letzten Jahr festgestellt, dass man als Student hier zu denjenigen, mit denen man gemeinsam am Flughafen ankommt, später eine besondere Beziehung haben wird - und jetzt ist Jason mein bester Freund und Whitney meine Freundin.</p>
<p><img src="http://toalmas.wordpress.com/files/2007/11/029.jpg" alt="Whitney 2" height="300" width="400" /></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rundbrief November]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/11/08/rundbrief-november/</link>
<pubDate>Thu, 08 Nov 2007 12:21:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/11/08/rundbrief-november/</guid>
<description><![CDATA[Hallo Leserschaft,
nach langem Schweigen mal wieder ein Rundbrief von mir!
Er enthält sicherlich ei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Leserschaft,<br />
nach langem Schweigen mal wieder ein <a href="http://toalmas.wordpress.com/files/2007/11/rundbrief-november-2007.pdf">Rundbrief</a> von mir!<br />
Er enthält sicherlich einige interessante Details, die hier zu vermelden mir vorher die Zeit gefehlt hat. Wer also nur mein Blog, aber meine Rundbriefe normalerweise nicht liest, dem empfehle ich diesmal die Lektüre des Rundbriefs.</p>
<p>Wie ich schon früher erwähnt habe, hat sich meine Situation in Ungarn geändert: Ich bin kein Praktikant mehr, sondern jetzt ein Bibelschüler. Ich muss ca. 4000€ Schulgeld aufbringen, das ich mir nicht aus den Ärmeln saugen kann. Meine Eltern helfen, mein Lohn von der Post hilft was, aber ansonsten muss Gott aushelfen. Ich weiß immer noch nicht, ob ich Kindergeld bekommen werde.</p>
<p>Bitte schreibt mir an die im Rundbrief angegebene Adresse, wenn ihr etwas überwiesen habt. Das läuft nämlich ansonsten komplett ohne mein Wissen ab...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Tagesbuch am 20. Oktober 2007]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/10/21/tagesbuch-am-20-oktober-2007/</link>
<pubDate>Sat, 20 Oct 2007 23:11:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/10/21/tagesbuch-am-20-oktober-2007/</guid>
<description><![CDATA[16:11	Liebes Tagesbuch,
eigentlich sollte ich meine Hausaufgabe über den 1. Johannesbrief machen, a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>16:11	Liebes Tagesbuch,<br />
eigentlich sollte ich meine Hausaufgabe über den 1. Johannesbrief machen, aber ich habe mich entschlossen, eine kurze Pause einzulegen, um meine Gedanken festzuhalten. Von meinen sieben Zimmergenossen ist niemand da, und ich frage mich, ob die Entrückung stattgefunden hat. Unheimlich! Soll ich in Panik ausbrechen und das ganze Gelände nach Leben absuchen - oder meine Hausaufgabe weitermachen? Die Wahl fällt nicht schwer...</p>
<p>16:12	Nach der Rückkehr von meiner erfolglosen Suche muss ich mich erstmal setzen und die Geschehnisse verarbeiten. Ach was, nur Spaß, ich hab mich für die Hausaufgabe entschieden. Eine Minute, nachdem ich mit Schreiben angefangen hatte, kam sowieso Sam herein und machte meine ganzen schönen Verschwörungstheorien zunichte, als er mich zu pieksen begann. Hab ich verscheuchen können.<br />
Noch knapp zwei Stunden, um meine Hausaufgabe fertig zu machen, bevor die von den Kollegen organisierte Party beginnt.<!--more--></p>
<p>16:18	Mir wird gerade bewusst, dass Sam meine Frage nach dem Aufenthaltsort der anderen bewusst unbeantwortet gelassen hat.</p>
<p>16:21	Jemand anderes, vermutlich Dan oder Tyler, ist hereingekommen und kramt in seinem Schrank. So langsam beginne ich an mir selbst zu zweifeln.</p>
<p>16:25	Ich glaube nicht, dass ich das rechtzeitig schaffe. Derweil erklingt in meinen Kopfhörern Kamelots genialer Herzwurm "Forever".</p>
<p>16:32	Tyler ist jetzt auch da. Alle (außer Sam) bleiben aber nur ziemlich kurz.</p>
<p>16:33	Der Grund, warum ich bis kurz nach sechs fertig sein muss, ist die Feier heute abend und die Tatsache, dass ich noch packen und morgen früh raus muss. Wir fahren nämlich bis Dienstag für einen Kurzurlaub nach Wien. Freu mich schon und hoffe wider alle Vernunft, dass mein Magen bis in zwei - oh, anderthalb - Stunden das Kriegsbeil begraben hat. Ansonsten werde ich wohl den anderen beim Mexikanisch Essen zuschauen müssen...</p>
<p>16:38	Ha! Tyler hat mir ein Magenmittel vorbeigebracht. Verdauungstrakt, dies is eine förmliche Kriegserklärung! Wir werden ja sehen, wie lange du noch auf deinem Standpunkt beharrst!</p>
<p>16:41	Ausgezeichnet! Trip kommt rein und verkündet, der Beginn sei um eine halbe Stunde auf Sieben verschoben worden. "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!", sagt Hannibal Smith so gerne...</p>
<p>16:44	Nach dieser guten Nachricht und der Fertigstellung der Kapiteltitel des 1. Johannesbriefs habe ich beschlossen, erstmal für zwei Minuten Pause zu machen und etwas ausführlicher zu werden. Gestern beschloss Whitney spontan, dass sie mein Haar "trimmen" müsse - das ist der dritte Versuch in etwa vier Wochen, doch diesmal mit einer ganz neuen Herangehensweise. Mein Haar ist jetzt - nach Trips Vorbild - hinten und an den Seiten wirklich kurz und oben vielleicht vier oder fünf Zentimeter lang. Sie meinten, ich müsse von jetzt an "glue" (Kleber, Leim) verwenden (was eine stärkere Version von Gel ist. Für mich Laien eine völlig neue Welt!). Ich will meine Haare auf jeden Fall wieder wachsen lassen, finde das Experiment aber nicht soo schlecht, wie ich sie habe spüren lassen. Ich sollte nicht immer so kritisch sein.</p>
<p>16:58	Die Schlacht scheint verloren, doch der Krieg ist es noch lange nicht. Mein Magen hat die ersten Angriffswellen mit Leichtigkeit zurückgeschlagen und sich anschließend in seine Höhle zurückgezogen, um auszuruhen. Ich bin neugierig, wie lange er das noch durchhält.</p>
<p>17:12	Whitney verwirrt mich sehr mit ihren Widersprüchen. Plaudert sie da gerade Sachen aus, die ich nicht wissen soll? Warum sagt sie, sie braucht eine Stunde, um sich auf das Abendessen vorzubereiten? Warum will sie zum Abendessen gehen, wenn wir eine Stunde später mexikanisch essen werden?<br />
Sie sagt, dass sie vorher noch putzen muss. Dabei hat sie das den ganzen Tag gemacht. Sie sagt, dass es diesmal ihr Zimmer ist. Sie beginnt mich zu überzeugen.</p>
<p>17:20	Den ganzen Tag lang haben mich eMails und Kommentare auf diversen Myspace-Klonen beschäftigt gehalten, genervt und gerührt. Ich hätte nie gedacht, dass einige von den Leuten an mich denken, die mir schon heute morgen ab Mitternacht Geburtstagsglückwünsche geschickt haben. Und genervt deshalb, weil sie mich so beschäftigt hielten...<br />
Die erste Welle scheint jedoch abgeklungen zu sein. Was mir mehr Luft für meine Hausaufgaben und etwas Blödsinn zwischendurch lässt.</p>
<p>18.03	Jetzt sind die drei verbliebenen Zimmergenossen mit irgendwelchen hanebüchenen Entschuldigungen abgerauscht, um am Abendessen teilzunehmen. Langsam keimen meine Verdachtsmomente wieder auf. Whitney hat mir in der Zwischenzeit erklärt, dass sie doch nicht zum Abendessen gehen wird, woraus ich schließe, dass sie einem Missverständnis aufgesessen war.<br />
Mein Magen fühlt sich jetzt besser an. Ich hab allerdings festgestellt, dass ich heute Abend am besten noch packen sollte. Ich hab das Gefühl, dass die Party ziemlich kurz wird.<br />
Im Hintergrund: Paul Gilberts atemberaubendes und emotionales Solo on Neal Morse's (ja, ich setze hier einen Apostroph!) "The Door". Jetzt: Paul Gilberts zweites atemberaubendes Solo auf der Scheibe, diesmal in dem Hard-Rock-Stück "Do you know my name?" Dieser Gitarrist ist einfach atemberaubend.</p>
<p>18:13	Dan (der gerade hereinkam und keiner der drei vorherigen Akteure war) sagt mir gerade, dass wir vermutlich so gegen 22.30 mit allem fertig sein wollen, einschließlich Essen und dem Film. Das bedeutet, dass ich danach noch Zeit habe, meine Hausaufgaben fortzusetzen und zu packen, sowie mein Tagesbuch fortzusetzen.</p>
<p>18:15	Jetzt ist Dan auch wieder weg. Ich frag mich, wo die alle stecken und was die so treiben. Bereiten die was vor, oder sind das nur meine Paranoia? Ich bin so aufgeregt! Noch nie in meinem Leben hat jemand eine Party für mich organisiert.</p>
<p>0:51	Die Party war toll. Mein Magen hat Ruhe gegeben. Whitney hat mir zwei Krawatten geschenkt und Amanda drei kleine Schoko-Pralinen. Trip hat Tortillas gemacht. Aber es war ziemlich verrückt, dass mir keiner die Hand schütteln und "Happy Birthday" wünschen wollte. Amerikaner sind so langweilig. Die meisten Leute musste ich dazu überreden, mir zu gratulieren und vielleicht sogar eine Umarmung zu spendieren. In Deutschland undenkbar. In Amerika scheinbar unter "Kerlen" unüblich. Das lässt meine Verdachtsmomente wieder aufleben...<br />
Die beiden Pastoren, die ich in Wien kontaktiert habe, haben mir endlich zurückgeschrieben, sodass wir jetzt sogar eine Unterkunft haben (wenn auch ohne Dusche)! Das ist eine tolle Gebetserhörung. Seit unserer Rückkehr gegen halb zehn war ich nur mit Packen, eMailen, organisieren und (ich gebs zu) Videos und Fotos von der Party kucken beschäftigt (die tollsten werde ich so bald wie möglich online stellen!).<br />
Vielleicht ist jetzt noch etwas Zeit für Hausaufgaben, bevor morgen um 7.15 mein Weckerlein zirpt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Allgemeine Mattigkeit]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/10/07/allgemeine-mattigkeit/</link>
<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 16:47:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/10/07/allgemeine-mattigkeit/</guid>
<description><![CDATA[Hallo Leute.
Bin vor ein paar Stunden aus Budapest wiedergekommen. War toll dort, mit der Einschrän]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Leute.<br />
Bin vor ein paar Stunden aus Budapest wiedergekommen. War toll dort, mit der Einschränkung, dass ich keines der Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, erledigen konnte. Die Banken haben seltsamerweise allesamt ab 14.00 Uhr zu, während alle anderen Geschäfte den ganzen Tag über offen haben, und natürlich fand ich das etwa gegen 14.17 Uhr heraus.<br />
Seit Freitag plagt mich ein elender Schnupfen, der mich ziemlich auslaugt. Fühl mich miserabel, hoffe aber bald von einer Studentin ein paar Mittelchen zugesteckt zu bekommen. Ich bin bloß froh, dass mein Freund Jason eine Woche vor mir eine schlimme Erkältung hatte und hoffentlich noch Taschentücher übrig hat. Morgen ist zum Glück frei - die Kehrseite der Medaille ist, dass der Montag eigentlich dem Lernen gewidmet sein sollte, was ich mir gerade schlecht vorstellen kann. Ich müsste sogar eigentlich jetzt lernen, aber meine Nebenhöhlen widersprechen mir äußerst energisch.<br />
Wenigstens hab ich Nachricht bekommen, dass mein Laptop soweit fertig ist und bald ankommt, sodass ich Jasons Geduld nicht mehr auf die Probe stellen muss. Ich musste mir gerade fünf weitere Minuten erbitten...<br />
Ich kann nicht fassen, dass ich hier jemanden gefunden habe, der meinen Musikgeschmack zumindest grob teilt! Ich meine, er mag Progressive Metal, und ich hab bisher noch niemanden getroffen, dem es genauso geht - und er spielt seit 20 Jahren Gitarre. Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen, ein bisschen Musik auszutauschen. Ich werd ihm ein bisschen Neal Morse geben, während ich etwas Liquid Tension Experiment bekommen werde. *freu*<br />
Tja, soviel für heute. Ihr könnt für mich beten, dass ich meinen Schnupfen überwinden und morgen die Kraft zum Hausaufgaben machen finde, besonders weil es so dreckig viel ist. Ich kann euch sagen, ist ein mieses Gefühl, wieder lernen zu müssen (ja, eigentlich zu wollen), nachdem ich in der achten Klasse damit aufgehört und mich seitdem nur noch durchgemogelt habe...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wieder in Ungarn]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/09/30/wieder-in-ungarn/</link>
<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 13:05:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/09/30/wieder-in-ungarn/</guid>
<description><![CDATA[Halloho!
Bin wieder in Ungarn, seit dem 11. September! Ich hab wirklich lange nichts geschrieben, wi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Halloho!<br />
Bin wieder in Ungarn, seit dem 11. September! Ich hab wirklich lange nichts geschrieben, wie sicher jedem aufgefallen ist - tja, zuerst gab es nichts zu schreiben und dann gab es keine Zeit und keinen Computer. Jetzt, wo Tyler in Budapest ist, hab ich eine gute halbe Stunde an seinem PC, um mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben, bevor wir um drei Volleyball spielen gehen.<!--more--></p>
<p>Am 09.09. gab ich ja eine kleine Abschiedsparty in meinem Garten. Die war insofern ziemlich cool, als viele Leute kamen und wir ne schoene Gemeinschaft mit leckerem Essen und Trampolinspringen hatten. Und jetzt sitze ich hier hemdsaermelig an einem amerikanischen Laptop und versuche, die Bruecke zur Gegenwart zu schlagen.<br />
Am 11. September morgens um acht brachte ich meinen letzten Gast, Hanna, zum Zug und bemerkte eine Sekunde, nachdem ich die Haustuer hinter mir ins Schloss hatte fallen lassen, dass mir der Hausschluessel aus der Tasche gefallen war. Ungewaschen, -rasiert und mit nur vier Stunden Schlaf irrte ich durch den Ort, kam zeitweise bei Freunden unter und kam erst gegen 14.00 Uhr, als meine Mutter zurueckgekehrt war, wieder ins Haus. Das wirkte sich aeusserst nachteilig auf meine Zuverlaessigkeit beim anschliessenden Kofferpacken aus...</p>
<p>Abends ging der Flug und ich kam sicher in Ungarn an. Hier lebe ich mit zusammen mit sieben anderen internationalen Studenten (5 Amis, 1 Albaner, 1 Kanadier) in einem Schlafsaal und hatte schon ne Menge Spass mit ihnen. In den ersten Tagen vor der Immatrikulation am Freitag hatten wir nichts zu tun, und so verbrachten wir unsere Zeit mit Gitarren-Jamsessions und stundenlangen Volleyballspielen.<br />
Insgesamt gibt es 40 Studenten im ersten Jahr und 11 im zweiten. Ich komme eigentlich mit allen gut aus, aber besonders in meiner Baracke, dem Schlafsaal Nemetorszag ("Deutschland"; Akzente fehlen wg. der Tastatur), ist es fantastisch. Wir sind wie Brueder. Dave James, der Direktor der Bibelschule, sagte neulich, er habe eine so grosse Studentengruppe noch nie so schnell zusammenwachsen sehen.<br />
In den letzten Wochen waren wir mehrere Nachmittage lang bei Axel (dem deutschen Missionar), der sein Dach renovierte und dabei Hilfe brauchte. Wir beide waren ueberrascht, wie viele Studenten bereitwillig meinem Aufruf folgten und fleissig arbeiteten. Das tollste dabei war dann, auf dem Dachstuhl rumzuklettern und Ziegel weiterzureichen: Besser als jeder Kinderspielplatz und ein Heidenspass! Mein neuer Kumpel Steve und ich haben uns schon oben auf den Schornstein gestellt und Umschau gehalten...</p>
<p>In der ersten Woche hatten wir Unterricht in Personal Evangelism (Persoenliche Evangelisation). Mittwoch und Donnerstag hiess es dann, auf den Strasse von Ja'szbere'ny und Budapest das Gelernte in die Tat umzusetzen. Ich war in der kleinen Gruppe, die nach Ja'szbere'ny ging, was ein bisschen doof war, weil ich unbedingt nach Budapest zum einkaufen musste. Ich hatte mir naemlich ein paar Tage beim American Football meine Schuhe ruiniert und musste, weil ich auch noch meine Anzugschuhe zuhause vergessen hatte, dann tagelang in Schlappen rumlaufen. Sonst haette ich nur noch die Wahl zwischen Turnschuhen und Winterstiefeln gehabt... Erst gestern in Budapest (auf einer Kennenlerntour fuer Erstklaessler) konnte ich mir neue kaufen, die sich erst noch bewaehren muessen.<br />
Anders als <a href="http://toalmas.wordpress.com/2006/09/22/straseneinsatz/">im vergangenen Jahr</a> um dieselbe Zeit fuehlte ich mich diesmal sehr gut vorbereitet. Ich muss wohl in der Zwischenzeit auch viel selbstbewusster geworden sein, denn meine Angst, Fremde auf etwas anzusprechen, das sie laecherlich finden koennten, war verschwunden. Und so lief - nach dem ziemlich frustrierenden Erfahrungen im letzten Jahr - diesmal alles ziemlich gut. Ich konnte mit vielleicht ungefaehr 25 Menschen ueber das Evangelium sprechen, entweder auf Englisch oder mit Uebersetzer. Gleich einer der ersten hatte die Botschaft verstanden und nahm Jesus als den einzigen Weg in den Himmel an, doch wir konnten nicht mehr zusammen beten, weil er ziemlich ploetzlich zum Bus musste. Am naechsten Tag traf ich noch zwei langhaarige, schuechterne Rollenspieler-Typen (mit denen ich mich irgendwie identifizieren konnte), die beide zwar eine Entscheidung treffen, aber nicht gleich darueber beten wollten. Vermutlich war es ein bisschen viel, um es alles auf einmal zu verdauen.<br />
Ich bin jetzt jedenfalls hochmotiviert, halte Strassenevangelisation fuer eine relativ simple Sache und will das vermutlich noch oefter machen. Gott hat meine Einstellung einfach komplett umgekrempelt!</p>
<p>Irgendwann in den vergangenen Zwei Wochen ist mir mein Gitarrengurt zerrissen oder besser: die Plastikschnalle irreparabel aufgeplatzt, und zwar als ich sie gerade in flottem Schritttempo verkehrt herum ueber die Schulter trug. Zum Glueck hat das gute Stueck den Sturz auf die Nase - wie schon etliche andere Blessuren zuvor - unbeschadet ueberstanden (vielleicht abgesehen von einigen weiteren Kerben). Mein einziges Problem ist jetzt, dass ich nicht mehr im Stehen und Laufen Gitarre spielen kann!</p>
<p>Letzten Montag fing der regulaere Unterricht an. Die beiden Faecher fuer jene und die kommende Woche (weiter hab ich den Stundenplan noch nicht durchgeschaut) sind Bible Study Methods (Methoden des Bibelstudiums) und Systematic Theology (Systematische Theologie), beides ziemliche Brocken und von ortsansaessigen Lehrern unterrichtet (anders als die meisten anderen Faecher, die von Gastdozenten in einer Woche durchgenommen werden). Ist bisher aeusserst interessant und ich bereue es nicht, hierhergekommen zu sein.<br />
Tja, und gestern waren wir in Budapest. Aber von Budapest hab ich schon frueher erzaehlt, und so ungewoehnlich wars nicht, also werd ich darueber jetzt nicht noch mehr Worte verlieren.<br />
Ich muss weg, die Jungs nerven mich schon, wann ich endlich zum Volleyball komme!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stellungnahme]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/16/stellungnahme/</link>
<pubDate>Mon, 16 Jul 2007 19:12:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer mein, hm, vorletztes Posting aufmerksam gelesen hat, dem wird schon etwas aufgefallen sein. Für]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mein, hm, vorletztes Posting aufmerksam gelesen hat, dem wird schon etwas aufgefallen sein. Für alle, die's noch nicht wissen, hier endlich die Klarstellung:</p>
<p>Jetzt, da mein FSJ in Ungarn zu Ende ist, werde ich erstmal zwei Monate in Deutschland verbringen und währenddessen einige Dinge tun, die ich schon lange vermisst habe. Danach werde ich zur Bibelschule nach Ungarn zurückkehren. Das wird etwa Mitte September geschehen. Dort werde ich mindestens ein Jahr bleiben und vielleicht ein zweites anhängen. Danach will ich, so der aktuelle Plan, nach Amerika gehen und am Moody Bible Institute studieren. <!--more-->Dieses Blog wird vorerst auf jeden Fall erhalten bleiben, selbst wenn der Bezug zu Tóalmás nicht mehr direkt besteht.<br />
Manche mag dieser Schritt vielleicht verwundern, nachdem ich mich vorher so leidenschaftlich über das scheußliche Essen, die doofen Unterkünfte und die Mentalität der Leute beschwert habe. Hier sei erstens gesagt, dass man häufig die schlimmen Seiten viel eher erwähnt als die guten. So scheußlich und doof ich mein Jahr in Ungarn manchmal fand, so schön waren einige seiner anderen Aspekte, die das Leben dort durchaus erträglich und sogar schön machen können.<br />
Zweitens ist zu bemerken, dass ich erstens überzeugt bin, dass jeder dort ernsthaft versucht, Gottes Willen zu tun. Wäre ich das nicht, würde ich auf keinen Fall zurückkehren, doch wo Gottes Wille getan wird, da lasse ich mich gerne einsetzen. Zweitens weiß ich, dass man ebenso ernsthaft versucht, Missstände zu beheben und manche Verhältnisse zu verbessen. Guter Wille ist also auch vorhanden.<br />
Drittens glaube ich, dass das Jahr mit etwa 60 Studenten (im Vergleich zu &#60;25 im vergangenen Jahr), einem Jahr vorher Zeit zum Einleben (das ich hatte) und der entsprechenden Vorbereitungen, die ich treffen kann, eigentlich nur besser werden kann als das letzte - oder sogar ziemlich gut. Natürlich werden lange nicht alle Kritikpunkte aus der Welt geschafft sein, aber ich kenne nun alle Schwächen und kann auf sie eingehen.</p>
<p>Trotzdem habe ich eine ziemliche Angst. Man wird mich dazu bringen wollen, im Gottesdienst tatsächlich feine Kleidung zu tragen (was ich auch gerne tun werde, sobald man mir die entsprechende Bibelstelle zeigt - das birgt halt schon Konfliktpotenzial). Nicht genug damit - die soll auch noch während des Unterrichts getragen werden!<br />
Dann werde ich wesentlich weniger Rechte haben als zuvor. Damit umzugehen, wird sehr schwer werden.<br />
Die theologische Doktrin ist sehr viel konservativer als meine. Verboten sind unter anderem Kino, Alkohol und Tanz, einige Punkte, die mich wirklich zum Kopfschütteln bringen. Andererseits ist das nichts, was man wirklich zum leben braucht...<br />
Weiterhin gibt es da die Lernerei. Ich war nie ein sehr disziplinierter Lerner. Unglücklicherweise habe ich in der siebten Klasse festgestellt, dass ich so intelligent bin, dass ich die Schule auch ohne Lernen schaffe. Das wird jetzt zum echten Problem, weil es dort wöchentlich Tests gibt, auf die man lernen muss.<br />
Und dann gibt es da noch das erste Fach: Persönliche Evangelisation. Eine tolle und nützliche Sache, wäre es nicht Usus, die Studenten im Anschluss nach Budapest auf die Straße zu schleifen und evangelisieren zu lassen. Abgesehen davon, dass ich eine Evangelisation, zu der eingeladen wird, einer vorziehe, wo wahllos Leute verwickelt werden (der Unterschied: im ersten Fall kommen nur die, die auch wollen), habe ich noch andere Bedenken. Ich bin Ausländer. Die meisten Ungarn können weder Deutsch noch Englisch und mein Ungarisch ist viel zu schlecht. Und mit Übersetzer...? Dazu kommt, dass Straßenevangelisation grundsätzlich wenig Erfolg hat. Natürlich kann es vorkommen, dass Gott einem genau die Leute über den Weg schickt, die eh schon seit langer Zeit auf der Suche sind, aber bei den meisten anderen wird man doch eher einen neutralen bis unseriösen Eindruck hinterlassen. Man kann einfach nicht mehr wie zu Paulus' Zeiten auf der Straße predigen und es klappt. Ja, ich weiß, dass meine Einstellung nicht ganz richtig ist...<br />
Diese beiden Punkte zusammen lassen mich das empfinden, was man im Englischen mit "It's a pain in the neck" umschreibt. Ich habe, um ehrlich zu sein, am meisten Angst davor.</p>
<p>Wer sich nach Beten fühlt, darf das gerne tun. Ich kanns gebrauchen.</p>
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<title><![CDATA[Alles ganz schön schwul. ]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/14/alles-ganz-schon-schwul/</link>
<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 14:42:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Frisch zurück vom FSJ-Rückkehrseminar, das viel zu kurz war. Traf alle Leute wieder, unter anderem]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch zurück vom FSJ-Rückkehrseminar, das viel zu kurz war. Traf alle Leute wieder, unter anderem meine Freunde Maike und <a href="http://www.steffen-russland.de.vu/">Steffen</a>, von denen letzterer mein Gebetspartner war und sich zu einem guten Freund entwickelt hat. Das Seminar mit ihm zu verbringen, hat mir gezeigt, was mir lange Zeit gefehlt hat: Ein guter Freund, mit dem man einen großen Teil seiner Zeit verbringt und mit dem man super blödeln und alle Arten von Quatsch machen, aber jederzeit auch sehr gut und tiefgängig reden kann. Kompliment, Steffen, oder sollte ich besser sagen: <a href="http://toalmas.wordpress.com/2006/12/13/erinnerungen/">"Mörder-Steffen"</a> - die Frage ist nur, ob rechts oder links, nicht wahr?<!--more--><br />
Wer's sich nicht denken kann: Das war ein Insiderwitz. Ausgerechnet Elias, ein vollendeter Quatschkopf, Kartenspieler und fanatischer Weltverbesserer (oder auch: -beherrscher), mein Zimmergenosse vom letzten Seminar, mit dem ich auch die legendären Kissenschlachten initiiert und ausgeführt habe, sowie ein paar Krücken gebaut habe, war nicht da. Hatte sein FSJ aus verschiedenen Gründen frühzeitig abgebrochen und konnte auch nicht zum Seminar kommen. Das war ganz schön schwul.<br />
Elias ist übrigens auch derjenige, der mich lehrte, das Wort "schwul" als vollwertigen Ersatz für das schöne englische Wort <a href="http://dict.leo.org/ende?sourceid=captaincaveman&#38;lp=ende&#38;search=awkward">"awkward"</a> und somit salonfähig zu machen*. Ganz schön schwul, dass er nicht da war. Ganz schön schwul, dass das Seminar nur fünf Tage lang war.<br />
Dann kam ich gestern nach Hause und zum ersten Mal wieder in den Jugendkreis. Keiner von meinen guten Freunden (außer einer) war da. Das war auch ganz schön schwul und ich auch noch müde.<br />
Und jetzt starte ich meinen Laptop - und der Bildschirm fängt schon wieder an zu flimmern und mir Streifen zu liefern wie an Weihnachten, als ich wegen der atemberaubenden Geschwindigkeit des Medion-Kundendienstes zwei Monate und mehr auf einen eigenen Computer verzichten musste. Das Ding ist eine wahre Schrottmühle und der Support erbärmlich. <strong>Ich kann jedem nur vom Kauf eines Medion-Computers abraten!</strong><br />
Montag wird das blöde Ding also eingeschickt. Ich rechne nicht damit, es vor Ende September zurückzubekommen. Wenn das mal nicht oberschwul ist! Meine Eltern werden es mir schon wieder nach Ungarn schicken müssen und auf eine Linux-Installation muss ich wohl erstmal wegen mangelnder Verfügbarkeit verzichten. Schwul.</p>
<p>*zumindest in meinem Weltverständnis. Abweichende Meinungen interessieren nicht.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zurück/"Stau am Horizont"]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/09/zuruckstau-am-horizont/</link>
<pubDate>Sun, 08 Jul 2007 22:39:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nach dem Passieren von Stau-Warnschildern:
&#8220;Komisch, ich habe keinen Stau gesehen.&#8221;
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Passieren von Stau-Warnschildern:<br />
"Komisch, ich habe keinen Stau gesehen."<br />
"Ich auch nicht."<br />
"Vorhin dachte ich, da drüben wäre einer, aber dann war es doch bloß ein Heuballen. Hey, das da drüben am Horizont zwischen den Bergen, das sieht aus wie einer. Ist das vielleicht ein Stau?"<!--more--></p>
<p>So oder so ähnlich liefen einige unserer Gespräche auf der ziemlich langen Autofahrt ab, die wir heute hinter uns brachten. Wir, das sind Markus - mein Jugendleiter - und ich. Markus war am Montag auf Besuch nach Tóalmás gekommen, erlebte einen Teil meiner letzten Woche mit und veranstaltete ansonsten allerlei undurchsichtige touristische Umtriebe. Am Samstagmorgen fuhren wir los nach Südungarn, verbrachten den Mittag in Kecskemét, wo wir einige herrliche Jugendstil-Gebäude besichtigten und für knapp vier Euro pro Person sehr gut Pizza plus Pepsi mittagaßen. Von da aus ging es weiter nach Villány - die dortigen Ereignisse sind bereits <a href="http://toalmas.wordpress.com/2007/07/08/symposion/">an anderer Stelle</a> geschildert.<br />
Heute morgen ging es von dort aus (übrigens ein beträchtlicher Umweg, aber das war es wert) weiter über Győr, Wien, Linz, Passau, Regensburg, Nürnberg, zuhause. </p>
<p>Jetzt bin ich also wieder da. Morgen muss ich wieder weg.<br />
Ich muss nämlich auf das letzte FSJ-Seminar, das fünf Tage lang ist und mir offiziell bei der Rückkehr aus dem Gastland helfen soll. Für mich überwiegen allerdings eher die sozialen Aspekte. <em>Danach</em> stehe ich zur Verfügung. </p>
<p>Demnächst folgt eine Stellungnahme zu meiner Zukunftsplanung, die ich hier bisher absichtlich nicht erwähnt habe. </p>
<p>Übrigens bin ich für Vermittlung dankbar, falls meine geschätzten Leser jemanden kennen, der Nachhilfeunterricht in Englisch braucht...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Weiß und Blau]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/08/weis-und-blau/</link>
<pubDate>Sun, 08 Jul 2007 21:59:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/08/weis-und-blau/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Gott mit Dir, Du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland!
Über Deinen weiten Gauen ruhe Se]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote>"Gott mit Dir, Du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland!<br />
Über Deinen weiten Gauen ruhe Seine Segenshand!<br />
Er behüte Deine Fluren, schirme Deiner Städte Bau<br />
und erhalte Dir die Farben Deines Himmels: Weiß und Blau!"</p></blockquote>
<p>So lautet, wie hoffentlich jeder gute Bayer weiß*, die bayerische Nationalhymne, welche mir heute auf einer langen Autofahrt durch den Kopf ging. Der bayerische Himmel - Weiß und Blau, ganz richtig. Majestätische Wolken, fantastische Formen - ein anständiger Himmel, wie er sein sollte.<!--more--><br />
In Ungarn gibt es einen recht robusten, weiß-blauen Himmel. Die Wolken haben aber ganz einfach keinen Charakter, sie sind nicht riesig und ausgedehnt, machten auf Gemählden eine schlechte Figur und taugen allgemein schlecht, um epische Schlachten zwischen kühn vorpreschenden Reiterheeren in ihre Formationen zu interpretieren. Einziger Vorzug: Es gibt mit schöner Regelmäßigkeit wunderschöne malerische Sonnenuntergänge zu bewundern, die mich ergriffen an mein Herz fassen lassen.<br />
Dann kamen wir nach Österreich. Österreichische Wolken sind im Vergleich sehr viel verspielter, würden sich hervorragend auf klassizistischen und romantischen Gemälden machen, sind sozusagen die Make-up tragenden Fotomodels unter den Wolken. Sie passen hervorragend zu den immer wieder auszumachenden Jugendstil-Bauten. Auch sie zeigen jedoch nicht den herrlichen Gigantismus, die erhabene Pracht der heimatlichen Himmelsgefilde. Und, was noch schlimmer ist: Der österreichische Himmel ist nur mit viel Fantasie "blau" zu nennen. Ich glaube, die Österreicher müssen ganz depressiv sein vor lauter Charakterlosigkeit. Wäre ich jedenfalls bei einem derart ausgewaschen-babyblauen Opportunistenhimmelblau.<br />
Wie freute ich mich da auf meine deutsche Heimat - bereit, beim Grenzübertritt die Hymne zu schmettern, sowie bei der nächsten Gelegenheit per Volksbegehren durchzusetzen, dass anderen Staaten sowie den übrigen Bundesländern künftig per Gesetz verboten wird, einen weißen und blauen Himmel zu führen, der doch von den Bayern als Erstes erfunden und geführt wurde. Es sollte überhaupt ein Patent darauf geben. Andere Orte der Welt sollten gezwungen werden, riesige Sonnenbrillenglas-Kuppeln über ihre Ländereien zu spannen, denn der weiß-blaue Himmel, der gehört immer noch einzig und allein uns Bayern und die anderen Hanseln haben uns gefälligst Miete zu zahlen, wenn sie den mitbenutzen wollen. Sind schließlich ein Wirtschaftsland und bekannt für unsere Qualitätsarbeit, nicht wahr? - Die Bayernhymne blieb mir allerdings im Halse stecken, denn bei unserem Grenzübertritt zeigte sich der Himmel in einem schmutzigen Hellgrau und begrüßte uns durch einige übellaunige Regenschauer. Ist wohl verstimmt, der Gute. Kein Wunder bei so vielen lizenzlosen Piraten-Himmelsnutzern.</p>
<p>*Ich bin mir bewusst, dass das schöne Hobby des Patriotismus in den letzten Jahrzehnten sehr verkommen ist und nur zu häufig falsch verstanden wird. Ich bedauere das und erkenne darum auch die Tatsache, dass kaum ein Bayer überhaupt weiß, dass wir so eine schöne Hymne haben. Banausentum und methodisches Unwissen - typische plebejische Merkmale. Der heutige Durchschnittsbürger ist zufrieden, wenn die Regierung ihm sein Brot und seine Spiele gibt - mit genügend Bier und nicht zu viel Stress, dann wird nicht hinterfragt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Symposion]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/08/symposion/</link>
<pubDate>Sun, 08 Jul 2007 21:47:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das Symposion ist eine Erfindung der &#8220;alten Griechen&#8221; - eine abendfüllende Veranstaltun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symposion">Symposion</a> ist eine Erfindung der "alten Griechen" - eine abendfüllende Veranstaltung für Männer, die dem Genuss von Wein und der (auch philosophischen) Diskussion gewidmet war. "Dialog ist der Schlüssel zur Weisheit", sagte schon Sokrates, und Sokrates war schließlich Grieche. Und weil die gebildeten Griechen das Debattieren, Philosophieren und Diskutieren so liebten, mochten sie ihre Symposien so sehr, dass man selbst heute noch davon weiß und sie als typisch griechisch empfindet.*<!--more--></p>
<p>Gerade so ein rechtes, schönes Symposion** hatte ich gestern mit Markus im Süden Ungarns in der bekannten Rotweingegend von Villány.<br />
Es fing mit einem köstlichen, köstlichen Rumpsteak mit Wedges, Knoblauchsauce und etwas Gemüse an. Die erste Kartoffelschnitte schmeckte so köstlich wie noch nie eine Kartoffel zuvor das geschafft hat. Das Rumpsteak ruhte auf einer Scheibe Toast, was mich zunächst sehr irritierte - bis ich es probierte, da verstand ich nämlich, dass die beiden die schönste Symbiose eingehen. Oder besser: Der Geschmack des Rumpsteaks und der Geschmack des darunter liegenden Toastbrots gehen eine perfekte Symbiose ein. Untrennbar! - Die Kartoffeln waren genial. Ich kann Zucchini normalerweise nicht ausstehen, aber hier aß ich sie mit Vergnügen, denn alles passte geschmacklich so perfekt zusammen, dass ich mich eines wiederholten Seufzens der Entzückung nicht erwehren konnte. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst probiert hat. Keine zusammengesetzten Geschmacksrichtungen, sondern verschiedene Aspekte desselben, herrlichen Geschmacks. Ich habe in meinem Leben noch nichts besseres gegessen. Zusammen mit dem empfohlenen teuren Wein, der an sich schmeckte, wie ich mir immer vorstellte, das Wein schmecken soll (er war wirklich sehr gut), war das sogar noch besser, aber nicht viel, denn vor dem urgewaltigen Geschmack des Rumpsteaks verblasste selbst der Wein zum bloßen Geschmackselement. Er passte so gut dazu, dass man den Unterschied zwischen Essen und Getränk kaum noch schmeckte. Perfekt.</p>
<p>Nach dieser Sinnesorgie probierten wir schließlich je fünf nicht gerade billige Weine und diskutierten, was man auf einem Symposion eben so diskutiert. Wir begannen beim Geschmack der verschiedenen Weine (und kehrten immer wieder dorthin zurück), streiften zwischenzeitlich aber auch so anspruchsvolle Themen wie die Politik.<br />
Ein herrlicher Abend. Männerabend. </p>
<p>*Frauen waren dabei übrigens nur für zwischendurch zum Bedienen zugelassen.<br />
**Gänzlich ohne Frauen, nicht einmal zum Bedienen</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Morgen gehts los! ]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/06/morgen-gehts-los/</link>
<pubDate>Fri, 06 Jul 2007 15:38:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Markus kam am Montag. Markus ist mein Jugendkreisleiter, macht in Ungarn Urlaub und kam letztendlich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Markus kam am Montag. Markus ist mein Jugendkreisleiter, macht in Ungarn Urlaub und kam letztendlich hierher, um mich abzuholen. Mit dem ganzen Material, das ich hier habe, ist das auch bitter nötig, denn es ist bestimmt doppelt so viel, als ich bei der ersten Reise hierher dabei hatte.<br />
Morgen geht es dann nach Südungarn in eine Rotweingegend. Wir steigen dort in einer Pension ab, haben eine Weinprobe und eine Suite mit ziemlich viel drum und dran. Ich freue mich jedenfalls schonmal auf Whirlpool und Sauna... :-D<br />
Mein einziger Horror <!--more-->ist es, dass ich für die ganze Fahrt nichts wirklich Hochkarätiges zu lesen habe. Ich werde wahrscheinlich sterben oder einschlafen. Macht nichts.<br />
Am Sonntag kommen wir zurück. Am Montag gehts gleich wieder weiter nach BaWü zum FSJ-Seminar, von dem ich am Freitag zurückkehren werde. </p>
<p>A propos sterben: Habe heute die Nachricht bekommen, dass vor einer Woche und ein bisschen was mein Cousin aus mir nicht genannten Gründen verstorben ist. Er war kein Christ und nur wenig älter als ich. Ist wirklich schade um ein weiteres kurzes Leben, das vorbei ist...<br />
Berührt mich aber - abgesehen von einem angemessenen Bedauern für alle Betroffenen - nicht sonderlich - ich hab ihn vielleicht alle drei Jahre einmal gesehen (oder seltener). Ich weiß nicht einmal mehr, wie er aussah. Ist nur schade und irgendwie seltsam, dass es zurzeit in meiner Familie so viele Todesfälle gibt. Jahrelang konnte ich strahlend vier quietschlebendige Großeltern aufweisen - dann starb im April oder Mai meine Oma (väterlicherseits) und vor ungefähr zwei Wochen unerwartet mein Großvater (mütterlicherseits). Auf den werde ich, wenn ich mal dazu komme, noch einen Nachruf schreiben. </p>
<p>Hiermit berufe ich für unmittelbar nach meiner Rückkehr aus Mosbach eine Stabssitzung ein.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schon wieder der Osteopath!]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/07/06/schon-wieder-der-osteopath/</link>
<pubDate>Fri, 06 Jul 2007 13:07:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Tut mir leid, dass ich mich tagelang nicht gemeldet habe. Hatte ein echt schmerzhaftes Problem mit d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Tut mir leid, dass ich mich tagelang nicht gemeldet habe. Hatte ein echt schmerzhaftes Problem mit dem rechten Handgelenk, das mich quasi einarmig gemacht hat. Habe es wohl am Sonntag irgendwie überlastet, und zwar so schlimm, dass ich es bis gestern gar nicht benutzen konnte. So schlimm, dass ich in den ersten beiden Tagen nicht tippen konnte und die Maus seitdem mit Links bediene. Die linke Schulter war das nicht gewohnt und streikte...<br />
Ich hab ein Sauglück, dass mein geschätzter Osteopath Eric es in dieser Woche als Englischlehrer hierher geschafft hat. Ich dachte eigentlich, ich wäre in Ordnung, aber dann fragte ich ihn, ob er sich das gar so schlimmer Handgelenk ansehen könnte, und, ach ja, die Schultermuskulatur. Heraus kam eine fast anderthalb Stunden lange Sitzung, bei der er daran gearbeitet hat, meinen gesamten Körper zusammenzuflicken. Unglaublich, wie viel da nicht so war, wie es sein sollte. Und unglaublich, wie gut ich mich jetzt fühle! :-D</p>
<p>Yeeeeha!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fahrrad]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/30/fahrrad/</link>
<pubDate>Sat, 30 Jun 2007 15:18:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[In der vergangenen Woche hat Gott wie als Antwort auf meine Bedürfnisse einen ehemaligen deutschen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In der vergangenen Woche hat Gott wie als Antwort auf meine Bedürfnisse einen ehemaligen deutschen Zivi von hier hierher zurück auf Urlaub gesandt. Von Beruf ist er Schlosser und kennt sich bestens mit Metallarbeiten aus. Wir verstanden uns sofort recht gut und er hat sich, ohne dass ich ihn dazu aufgefordert hätte, erboten, sich mein Fahrrad anzusehen.<br />
Wir stellten rasch fest, dass der ganze Rahmen vergeigt ist, weil die Halterungen für die Kugellager der Pedale teilweise ausgebrochen waren (entsprechen traten sich die Pedale auch). </p>
<p>Wir schnappten uns also Werkzeug, stiegen auf den gewaltigen Dachboden des Sommerspeisesaals und suchten einem passenden Rahmen in einem wahren Fahrradfriedhof dort oben. Dem schlossen sich stundenlange Bastelarbeiten an. Jetzt nenne ich ein fast tadellos funktionierendes Fahrrad mein eigen, das ein Hybride aus mehreren anderen ist. Die Räder und der Ständer sind von meinem ersten Fahrrad. Der Sattel ist von einem alten BMX (hatte ich auch schon beim alten Fahrrad verwendet). Das Ventil des Vorderreifens ist von einem weiteren Fahrrad, genau wie die Pedale und die Kette von verschiedenen Fahrrädern zusammengeklaut sind. Der Rest hing noch an dem Rahmen, den wir jetzt verwenden.<br />
Bin ziemlich zufrieden und Gott dankbar, dass er mal wieder Präzisionsarbeit geleistet und mir Fabian geschickt hat. Jetzt brauche ich nicht mehr zum Sommerhaus zu laufen...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Mückensterben]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/29/muckensterben/</link>
<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 20:41:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute abend sollte es eigentlich eine Abschiedsparty für alle Praktikanten bei Axel geben - sie wur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend sollte es eigentlich eine Abschiedsparty für alle Praktikanten bei Axel geben - sie wurde allerdings in den Gold Room im Schloss verlegt, weil draußen "Mücken gesprayt" werden. Zuerst dachte ich, dass möglicherweise ein Kammerjäger Axels Haus belegt. Als dann jedoch bald mehrere große Hubschrauber in niedriger Flughöhe hin- und herzufliegen begannen - ich hielt das zuerst für eine Manöverübung des Militärs -, war ich bald in der Lage, den Zusammenhang herzustellen.<!--more--> Ich ließ mir erklären, dass die Hubschrauber Insektizide versprühten, um gegen die zahlreichen Mücken vorzugehen (so viele sind das gar nicht, eigentlich ^-). Das scheint ein bezahlbarer Service des Staats zu sein, den Tóalmás sich offensichtlich geleistet hat. Es war nicht angeraten, sich draußen aufzuhalten; später begann auch noch jemand, im Park einen dichten (und allem Vernehmen nach ebenfalls toxischen) weißen Nebel zu erzeugen, um die Bäume nicht nur von oben, sondern auch von unten abzudampfen.<br />
Auf Nachfrage erfuhr ich, dass die eingesetzten Insektizide "ziemlich genau nur die Mücken" treffen. Als ich meine Zweifel daran äußerte, sagte Axel mir nur: Die Ungarn haben das nicht so in ihrem Bewusstsein wie wir, das umweltfreundliche Verhalten.<br />
Verrückter Ex-Ostblock. </p>
<p>Die Party war jedenfalls ein Erfolg und bestand für mich hauptsächlich aus einer Entdeckungsreise durch die verschiedenen angebotenen Kuchen und sonstigen Leckereien. Ich fand nicht einmal die Zeit, mich hinzusetzen oder mich zu unterhalten. Erst später, als der Magen voll war, gabs noch ein paar Plaudereien. Jetzt bin ich unsicher, ob der Nebel draußen sich schon so weit gelichtet hat, dass ich ohne bleibende Lungenschäden den (weiten!) Weg nach Hause antreten kann. Frühstück morgen fällt für mich jedenfalls schonmal ganz sicher aus!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Resümee: Woche 1]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/24/resumee-woche-1/</link>
<pubDate>Sun, 24 Jun 2007 20:16:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/24/resumee-woche-1/</guid>
<description><![CDATA[Abgesehen von dem Umzug und, äh, viel Arbeit und dem Unterricht war Woche 1 pretty cool. Der Unterr]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Abgesehen von dem Umzug und, äh, viel Arbeit und dem Unterricht war Woche 1 pretty cool. Der Unterricht war deshalb doof, weil meine drei Schüler verschiedene Leistungsgrade hatten und wir nicht immer das Richtige für alle hatten plus: ein Mädchen war zum fünften Mal in Folge hier und war eigentlich nur noch durch komplett neu Erfundenes zu begeistern.<!--more--></p>
<p style="text-align:center;"><img src="http://toalmas.wordpress.com/files/2007/06/deutschgruppe12.jpg" alt="D-Unterricht" /></p>
<p>Dazu kam, dass ich manchmal nicht die richtigen Ideen hatte (die kamen dann zum Glück von Petra - siehe das Bild unten) und mich erst daran gewöhnen musste, Stoff zu behandeln, der den Kindern komplett neu war.</p>
<p style="text-align:center;"><img src="http://toalmas.wordpress.com/files/2007/06/deutschgruppe11.jpg" alt="Deutsch-Gruppe" /></p>
<p>Die beiden Linken sind zum Glauben gekommen, wobei Betti vor Rührung wiederholt geheult hat*. Csaba, der aus dem Dorf ist, hat versprochen, zur Kinderstunde zu kommen... Anni, das Mädchen rechts, ist diejenige mit der vielen Freizeiterfahrung. Ob sie sich schon früher mal entschieden hat oder nur wegen des Deutschunterrichts kommt, weiß ich nicht. Für sie kann immerhin auch gebetet werden! :-)</p>
<p>Der Umzug war das letzte, was ich mir leisten konnte. Er hat aus anstrengenden Tagen mit wenig Freizeit eine absolut kräftezehrende Woche voller Strapazen und Unannehmlichkeiten gemacht. Wie ich schon schilderte, hat sich niemand darum gekümmert, ob ein Umzug unter der Woche überhaupt machbar ist und ob die Situation das überhaupt zulässt. So war ich wegen der Arbeit sowieso schon mehr eingespannt als sonst - und trotzdem wurde von mir erwartet, bis Donnerstag, dann bis Freitag und letztlich bis Samstag (die Frist wurde immer verschoben, immerhin) auszuziehen und mit den Kameraden die Baracke tipptopp zu putzen. Die Hauswirtschaft hat sich nicht darum gekümmert (was okay war), irgendjemand hat jedoch entschieden, dass sie sich auch nicht um den Zustand des neuen Hauses kümmern müssten (was ganz und gar nicht okay war!).<br />
Der Haupteindruck, den diese Woche 1 hinterlässt, ist dass Wort des Lebens Ungarn scheinbar von allen verlangt, möglichst nach ihrem Plan zu funktionieren - egal wie schwer dies für sie wird, und ohne diese Pläne vorher gründlich zu durchdenken. Dabei wird ständig improvisiert und es werden spontane Entscheidungen getroffen, die aber nicht genauso spontan zurückgenommen oder abgeändert werden können. Aufgrund der in Ungarn verwurzelten Sicht von Hierarchie denkt niemand selbst, sondern alle rennen zu ihren Vorgesetzten, um sich Anweisungen geben zu lassen - denn diese würden jeden Versuch von Eigeninitiative sofort als Konkurrenz betrachten und abwürgen (nicht speziell hier, aber so funktioniert das halt in Ungarn). Hier sieht man einige schmerzliche Spätfolgen der undemokratischen und unfreien Republik, die Ungarn noch in den 80ern war.</p>
<p>Den Zustand des Hauses habe ich bereits <a href="http://toalmas.wordpress.com/2007/06/23/das-sommerhaus/">anderweitig beschrieben</a>. Zum Glück konnte ich ihn - hauptsächlich in Eigenregie - noch etwas verbessern.<br />
Dem langen Weg zum Schloss, den ich immer noch nicht leiden kann, habe ich jetzt immerhin Paroli geboten, indem ich mir ein Fahrrad besorgte - es gibt nämlich sowohl einen Fahrradschuppen als auch einen geräumigen Dachboden mit mehr als 20 Fahrradwracks. Aus dem Fahrradschuppen bekam ich jemandes altes Fahrrad, dem nur der Sattel und das vordere Reifenventil fehlten. Das (und eine Fehleichung des Hinterrads) hab ich inzwischen repariert gekriegt (mit tatkräftiger Hilfe von Zweien unserer Arbeiter, bei denen ich mich ganz herzlich bedanken möchte). Jetzt brauche ich noch ein neues Lager für die Pedale und eine Lösung, um den Sattel endgültig zu fixieren, dann kann man schon fast von einem tatsächlich funktionierenden Fahrrad sprechen. Béla hat mir immerhin erneut seine Hilfe angeboten und will sich morgen das anschauen, was ich allein nicht hingekriegt habe.</p>
<p>Ansonsten war die erste Woche eben wegen der anderen Sprach- und Sportlehrer toll, mit denen man was machen konnte. Inzwischen hat die zweite Woche begonnen, aber die einzigen neuen Lehrer sind mindestens in den Sechzigern, während die alten fort sind - ein Jammer.<br />
Bin gespannt, ob mir diese Woche besser gefällt als die letzte!</p>
<p>*(sie hatte also keine schwere Zeit, wie vorher vermutet)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Sommerhaus]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/23/das-sommerhaus/</link>
<pubDate>Sat, 23 Jun 2007 14:53:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/23/das-sommerhaus/</guid>
<description><![CDATA[Am Donnerstag musste ich ins so genannte Sommerhaus umziehen. Romantischer Name, was? Ich sag euch, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag musste ich ins so genannte Sommerhaus umziehen. Romantischer Name, was? Ich sag euch, das Haus ist der absolute Abschuss!<br />
So genannt wird es, weil es wegen der schlechten Isolierung nur im Sommer nutzbar ist. Es liegt vielleicht vier- oder fünfhundert Meter vom Schloss entfernt an der Ostseite unseres Geländes direkt über die Straße. Das Haus ist an sich eine wahre Bruchbude und steht zum Verkauf - bloß wird niemand es kaufen, weil man für eine rationelle Nutzung das Haus erst abreißen müsste - da wird jedermann lieber ein größeres, unbebautes Grundstück in der Nähe kaufen und ein anständiges Haus draufsetzen.<br />
Mit mir wohnt dort im oberen Stockwerk der andere Deutsche, Philipp, und im Erdgeschoss die Jungs aus dem audiovisuellen Department, Owen, Sam und Tim (die allerdings schon früher eingezogen waren). Im Grunde wurde mein ganzer Schlafsaal einfach ausgelagert, weil man ihn für die Teilnehmer der Sommerfreizeiten brauchte.<!--more--></p>
<p>Die verschiedenen Abteilungen des Operations Department (etwa: Abteilung für praktische Arbeiten), so etwa die Hauswirtschaft oder die Maintenance (etwa: Das Hausmeisterbüro, zuständig für alle möglichen Bau-, Landschafts- und Instandhaltungsarbeiten) wussten natürlich nichts davon, dass sie dieses Haus auf Vordermann bringen oder uns beim Umzug helfen sollten. Die drei anderen Jungs hatten ihre Sachen - inklusiv Feldbetten - schon vorher mit Handkarren hinübergeschafft. Zum Glück bekamen Philipp und ich dann doch noch einen LKW, dessen Fahrer uns die Betten, Schrank und Stuhl für mich und einen Großteil unserer Besitztümer hinüberschaffte.</p>
<p>Owen war der einzige, der sich darauf freute. Er ist schon seit drei Jahren hier (zuerst als Bibelschüler) und hob vor allem die Abgeschiedenheit und die Ruhe vor dem WoL-Alltag hervor. Sam und ich meckerten als erstes schonmal darüber, dass es dort kein Internet gibt. Aber das war nur die Spitze des Eisbergs: Das Wasser dort schmeckt sehr nach Eisen - oder vielleicht wäre das Wort "Rost" treffender. Unsere Theorie ist inzwischen, dass die Wasserrohre unter der Straße ganz einfach verrostet sind, weil auch die Englischlehrerin Peg im Haus nebenan ähnliches Wasser hat. Das Wasser ist also schon fast als ungenießbar zu werten.<br />
Weiterhin nicht oder kaum nutzbar sind die Toilette (Spülung hört nicht auf) und die Dusche (Kopf durch Kalk fast gänzlich versiegelt, Kabinenwände kaputt), das ganze Badezimmer starrt vor Dreck und als wir gestern ankamen, musste ich erst einmal einen Berg Sand von der Veranda und etliches an Erde aus dem Haus selbst kehren - die Familie aus dem Ort, die vorher darin wohnte, weil ihr Haus abgebrannt war, haben eigentlich nur ihren Kram rausgeschafft und den Rest uns überlassen. Meine Zimmertür klemmt auf den Boden, der Wasserhahn im Bad ist richtig schwer zu öffnen und vom Tor der Einfahrt lässt sich nur der eine Flügel etwa sechzig Zentimeter weit öffnen - und lässt so bestimmt kein Auto herein. Ach ja, erwähnte ich den Schimmel, den ich an verschiedenen Stellen gefunden habe?<br />
Und weil das Haus (ohne Hoffnung auf Erfolg) zum Verkauf steht, kann ich höchstens darauf hoffen, dass jemand kommt, um mir vielleicht am Montag die Toilette zu reparieren. </p>
<p>Das schönste an dem Sommerhaus ist jedoch die Tatsache, dass es so weit vom Schloss entfernt ist. Ich bin selbstredend der einzige der darin wohnenden Jungs, der kein Fahrrad hat oder ausleihen konnte. In der wirklich geschäftigen ersten Campwoche (dazu später mehr) fand ich aber nicht die Zeit, mich mal eben für eine halbe Stunde zu verabschieden, um etwas zu holen. Das hat mich echt genervt und den letzten Rest Energie gekostet. </p>
<p>Lichtblicke: Wenn ich das alles erstmal etwas ein- und hergerichtet habe, lässt sich darin hoffentlich ganz gut leben. Bis dahin sind es aber noch ein paar Arbeitsstunden. Endlich hab ich mal ein eigenes Zimmer, ein eigenes Bad (na lustig) und ein eigenes Haus, das ich gestalten könnte und würde, lebte ich länger als zwei Wochen darin. Wir sind abgeschieden vom üblichen WoL-Betrieb und -über-die-Schulter-kucken.<br />
Ich werde so bald wie möglich Mineralwasser kaufen (erfahre allerdinge gerade von Damaris, dass mir das aufgrund der Ladenöffnungszeiten heute oder morgen schlecht möglich sein wird), außerdem werde ich heute wohl das Bad putzen und, so gut es geht, instandsetzen, nochmal fegen, mein Zimmer einrichten und endlich mal wieder Gitarre spielen. Weg vom Freizeitrummel!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schokoladenwerwolf 2]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/22/schokoladenwerwolf-2/</link>
<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 20:09:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wer kann mir sagen, was das tolle an Frauen ist? Sie verstehen subtile Andeutungen und sind so liebe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kann mir sagen, was das tolle an Frauen ist? <!--more-->Sie verstehen subtile Andeutungen und sind so liebevoll, dass sie auch noch darauf reagieren!<br />
Und so habe ich auf meinen <a href="http://toalmas.wordpress.com/2007/05/01/schokoladenwerwolf/">Schokoladenwerwolf-Vergleich</a> vom 1. Mai schon etwa zwei Wochen später von meiner lieeben, lieben Lieblingstante Mech ein Päckchen mit sage und schreibe elf Tafeln Schokolade (darunter viel Milka) sowie diversen Ostereiern erhalten!<br />
Nun endlich kam vor zwei Tagen auch das lange erwartete "Gemüsepaket"* meiner Mutter mit - ach, ich hab noch gar nicht gezählt - mindestens sieben oder acht Tafeln, Wattestäbchen** und zwei Tuben Streichschokolade! Bwui!<br />
Jaja, meine Mama und ihre verrückte Schwester (eine "lieb gemeint" verrückte Schwester allerdings), die sind schon zwei! Ich hab euch lieb! :-D</p>
<p>Ach ja, und, äh, Freunde, ich rate euch dringend, mir unbedingt, äh, mehr Schokolade zu schicken, denn, äh, ihr wisst schon - wenn man ihn, äh, nicht füttert, dann wachsen dem Benni Haare und, äh, riesige Muskeln und er wird ein wildes Monster und wird ganz wild und, ähm, jedenfalls, wenn man ihm nicht ständig genügend braunes Gold in den Rachen schiebt, wird das ganz grausig! Hütet euch, ähm, davor, den, äh, Schokoladenwerwolf aufzuwecken! </p>
<p>*Herleitung: Kakaobohnen sind schließlich Bohnen und als solche Gemüse und als solches durchaus im Arsenal einer aufmerksamen Mutter zufinden<br />
**Die waren mir ausgegangen</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Die Freizeiten haben begonnen!]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/20/die-freizeiten-haben-begonnen/</link>
<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 19:10:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[[Anm. d. Autors: Das Internet war wegen eines Router-Defekts für zwei Tage offline, darum habe ich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>[Anm. d. Autors: Das Internet war wegen eines Router-Defekts für zwei Tage offline, darum habe ich die Zeitmarke bearbeitet. Geschrieben um diese Zeit, veröffentlich jedoch erst 22.06., 14:06]</p>
<p>Heute wurde ich von drei feindlichen Infanteristen im Wald gestellt und mit automatischen Waffen und Granaten massiv unter Feuer genommen. Zum Glück konnte ich mich gerade noch hinter einen Baum retten und begann das Feuer zu erwidern, als es ihnen gelang, meine Stellung zu umgehen und mich aus der ungedeckten Flanke mit Kreuzfeuer zu belegen. So erlag ich leider ihrem Geschosshagel und fiel nach mehreren gut gezielten Salven tödlich getroffen zu Boden.<!--more--></p>
<p>Der neuste Egoshooter? Nää! Drei elfjährige Rookies, die zum Glück noch wissen, wie man anständig Soldaten spielt.</p>
<p>Die Sommerfreizeiten haben begonnen! Seit Montag unterrichte ich nun eine Gruppe von drei Fünftklässlern zwei Stunden am Tag in der deutschen Sprache. Meine Co-Lehrerin ist Petra, die gerade die elfte Klasse hier abgeschlossen hat. Ich habe noch nie eine ungarische Elftklässlerin getroffen, die besser Deutsch konnte als sie. Es ist unglaublich!<br />
Zwei Stunden am Tag - klingt nach wenig, findet ihr? Klingt es, ist es aber nicht. Meine Arbeits- und Pflichtanwesenheitsstunden schossen hoch auf ungefähr 12 pro Tag, was, ähm, ganz schön viel ist.<br />
Etwas einfacher wird das durch die zusätzlichen Deutschlehrer, mit denen sich gut essen und plaudern lässt.</p>
<p>Es gibt für die Kinder nicht nur Deutschstunden, sondern diese Woche auch Englisch-, Fußball- und Baseballunterricht. Dadurch haben wir einen Schwarm Amerikaner/Schotten, die gekommen sind, um das zu unterrichten, und die am Abend immer für ein Volleyballspiel bereit sind - wenn ich nicht gerade mit Matthew Gitarren entführe und wir zusammen jammen. Der Bursche spielt seit mehr als neun Jahren und ist ein absolutes Ass, sehr inspirierend und sehr viel Spaß. Heute verglichen wir einander mit Brüdern im Geiste. Er ist Gitarrist, Schöngeist, Linkshänder und mag Sprachen und Volleyball, genau wie ich. Bloß dass er in einer Woche schon wieder zuhause in Texas ist. Ach ja, und noch ein Gutes hat er: Er ist der erste Amerikaner, den ich je getroffen habe, mit dem man anständig über Politik diskutieren kann. Er meinte, das käme daher, dass er eine kanadische Freundin hat...</p>
<p>Für die Kinder gibt es hier neben dem Spezialangebot tagsüber jede Menge Spaß und Spiel und abends einstündige Versammlungen, in denen das Evangelium Stück für Stück und kindgerecht weitergegeben wird. Am Dienstag wurde zu Entscheidungen aufgerufen und zwei von meinen drei Kids gingen nach vorne! Ich bin so stolz auf sie! Es muss sich erst noch zeigen, ob diese Entscheidungen ernsthaft oder aus der Stimmung des Augenblicks heraus kamen. Ich werde für sie beten - und das könnt ihr auch! Ihre Namen sind Csaba (der einzige Junge) und Betti (die letzthin etwas mitgenommen aussah).</p>
<p>Die tapferen Recken von heute morgen haben mir übrigens erst vorhin schon wieder aufgelauert. Diesmal waren sie zu zehnt und mit Tannenzapfen und Spritzpistolen bewaffnet, während ich mich gegen meine hölzerne Zimmertür stemmte, immer in der Hoffnung, sie würde von dem Druck nicht gleich auseinanderplatzen. Ich konnte mit aufgesammelten Tannenzapfen ein paar gute Headshots und Torsotreffer setzen und habe den Rabauken in jedem Fall eine gute Lektion zu lernen gegeben!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Freizeiten]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/16/freizeiten/</link>
<pubDate>Sat, 16 Jun 2007 20:38:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Da bin ich mal wieder. Die Zeit vergeht. Doch wenn ich Zeit habe, gibt es nichts zu schreiben - und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da bin ich mal wieder. Die Zeit vergeht. Doch wenn ich Zeit habe, gibt es nichts zu schreiben - und wenn es was zu schreiben gibt, hab ich keine Zeit. Teufelsmühle das.</p>
<p>Heute hat offiziell die Freizeitsaison angefangen. Acht Wochen lang wird hier der Bär steppen, von denen ich allerdings zum Glück nur drei Wochen miterlebe muss. Richtig gehört, in drei Wochen gehts ab nach Hause!<br />
Bis dahin werde ich hier Deutsch unterrichten und vermutlich noch die eine oder andere Partie Siedler oder Volleyball spielen, zwischendurch Filme kucken, noch mehr verrückte Ideen haben - und vielleicht ne Bewerbung schreiben.<br />
In den letzten Tagen sind schon fleißig ausländische Gäste angekommen, vor allem Sport- und Sprachlehrer für die Freizeiten. Die Teilnehmer der ersten Woche kommen dann morgen - mit ihr wird eine Zeit der Entbehrungen, des Schlafmangels und des Lärms beginnen. Hoffentlich, denn immerhin wollen wir den Kindern auch was Missionarisches rüberbringen, das ist schließlich der eigentliche Zweck der Sache.<br />
Für die erste Freizeitwoche werden etwa 90+ Camper erwartet, danach nach meiner Information stetig immer mehr.</p>
<p>Gerade habe ich mit Máté gesprochen. Er ist einer unserer ungarischen Bibelschüler, spricht einigermaßen Englisch und muss noch Geld für seine Bibelschule auftreiben. Deshalb sucht er für Mitte August bis Mitte September eine Arbeit, auch in Deutschland, vorzusweise bei einem gläubigen Arbeitgeber. Er hat keine Vorkenntnisse, verspricht aber, für sein Geld auch anzupacken. Falls also irgendeiner meiner Leser zufällig eine geeignete Arbeit in Deutschland vermitteln kann - bitte mich kontaktieren!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sekundenschlaf]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/07/sekundenschlaf/</link>
<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 10:30:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Feind schlich sich von hinten an und überfiel mich aus dem Hinterhalt. Er verriet sich durch ke]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Feind schlich sich von hinten an und überfiel mich aus dem Hinterhalt. Er verriet sich durch keinerlei verräterische Zeichen. Dann fiel er über mich her - gleich sein erster Schlag verwundete mich schwer. Ich leistete jedoch lange Widerstand. Ich focht wie ein Held und kämpfte wie ein Tiger, doch der Feind blieb ungreifbar und unverwundbar. Ich hielt lange stand, doch je länger der Kampf währte, desto mehr erschöpfte er mich. Der Feind indes, sobald er dies bemerkte, triumphierte und attackierte mich mit neuem Eifer.<!--more--><br />
Der Kampf hatte uns mehrere Kilometer weiter geführt, mal ich ihn, mal er mich zurücktreibend. Obgleich ich wütete wie ein Berserker, war er am Ende doch stärker. Gerade als meine Parade einmal für eine Sekunde schwach war, holte er zum entscheidenden Schlag aus. Ich gab mir nur eine Sekunde lang eine Schwäche, und doch besiegte seine Attacke mich vollständig. Und doch, mit meiner Niederlage, kam der endgültige Triumph und für mich vielleicht die einzige Möglichkeit, ihn zu besiegen, und so vertrieb ich ihn für immer.<br />
Und so fuhr ich hinter dem Bahnübergang bei Gyömrö, nachdem der Schlaf mich für eine Sekunde übermannt und ich das Lenkrad verrissen hatte, mit etwa 30 oder 40 in die Signalleuchte am rechten Straßenrand, oder besser: ich streifte sie, denn ich schreckte nach einem Moment wieder hoch und riss das Lenkrad zur Straße. Jetzt fehlen der rechte Außenspiegel und ein Teil der Fensterscheibe des alten Ford Transits und im Dach ist eine große Delle. Danach war ich endgültig wieder wach.<br />
Laci und Zsuzsi, der Autowart und seine Frau, die Rezeptionistin, behandelten mich allerdings ganz wunderbar und sagten mir, das mache nichts und komme schon vor. Die restlichen Fahrten des Tages und auch die um sechs Uhr heute morgen übernahm dann Laci mit dem neuen Ford Transit, den ich zu fahren keine Erlaubnis habe. Eieieieieieiei...<br />
Und ich sag euch noch was: Nur Gott hat mich vor noch schlimmerem bewahrt. Ich war ja sofort wieder wach und konnte geistesgegenwärtig das Lenkrad wieder rumreißen. Bin also durch seine Gnade nochmal glimpflich davongekommen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bitte nicht lesen!]]></title>
<link>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/06/bitte-nicht-lesen/</link>
<pubDate>Wed, 06 Jun 2007 13:52:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>alvanx</dc:creator>
<guid>http://toalmas.wordpress.com/2007/06/06/bitte-nicht-lesen/</guid>
<description><![CDATA[Sonst noch ein paar Dinge!
Seit meinem Opera-Test besitze ich einen Accout bei my.opera.com. Dort ha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sonst noch ein paar Dinge!<br />
Seit meinem <a href="http://toalmas.wordpress.com/2007/05/07/ich-kucke-mir-opera-an/">Opera-Test</a> besitze ich einen Accout bei <a href="http://my.opera.com/Alvanx">my.opera.com</a>. Dort hab ich ein paar Fotos hochgeladen und werde das, so Gott will, auch in Zukunft noch manchmal tun. Unter anderem gibt es dort bisher zwei Alben über das Schloss bzw. die Diplomverleihung. Die Seite ist in der Kolumne rechts verlinkt.<br />
Sodann gibt es die neue Seite <a href="http://toalmas.wordpress.com/bilder/">Bilder</a>, die genau diese Links zusammenfasst. Irgendwann will ich auch die bisher direkt hier zu findenden Bilder dort als Fotoalben einstellen, das sieht schicker aus und bereitet mir keine Speicherplatzprobleme. </p>
<p>In der bisherigen <a href="http://toalmas.wordpress.com/u-galerie/">Ungarn-Galerie</a> sind zwei neue Bilder hinzugekommen. </p>
<p>Am Sonntag war Gábor mit uns Praktikanten in einem Hochseilgarten in einem Gebirgswald. War sehr lustig! Hab leider nicht daran gedacht, dass ich schmutzig werden könnte, und ein weißes T-Shirt angehabt. Megan wäre einmal fast in Panik ausgebrochen, weil sie nicht weiterkam, aber Gábor hat so lange auf sie eingeredet, bis sie sich beruhigte und sich von ihm anleiten ließ. </p>
<p>Tja, und ich muss jetzt gleich los, um eine mir unbekannte Freundin von einer anderen Praktikantin - Helen (GB) - vom Flughafen abzuholen. Dabei muss ich - abhängig von ihr - entweder mit ihr vier Stunden am Flughafen warten, bis Helen selbst ankommt - oder zurück- und zwei Stunden später wieder hinfahren.<br />
So schlimm ist es nicht, habe ich doch in den letzten Tagen durchaus ein wenig gefaulenzt...</p>
]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
