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	<title>scheuermann &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/scheuermann/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "scheuermann"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 03:52:33 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Bordeaux-Krieg: Weinblogger vs. Weinjournalisten]]></title>
<link>http://hausmannskost.wordpress.com/?p=20</link>
<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 09:19:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>wolfhos</dc:creator>
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<description><![CDATA[Derzeit tobt auf den Seiten von Planet Bordeaux ein Streit um einen Artikel in der Welt, der scheinb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit <a href="http://bordeaux.blogg.de/eintrag.php?id=654">tobt</a> auf den Seiten von Planet Bordeaux ein Streit um einen <a href="http://www.welt.de/wams_print/article1626855/Bordeaux-Winzer_kmpfen_ums_berleben.html">Artikel</a> in der Welt, der scheinbar ein paar Recherchemängel aufweist. Schnell ist wieder das Kriegsbeil ausgegraben und Blogger fallen pauschal über Journalisten her, während diese nichts besseres zu tun haben, als ihre alte Arroganz auszuspielen. Das ist eigentlich schade, denn beide haben viel gemeinsam. Ein paar Überlegungen von mir als "echtem" Journalist und begeistertem Blogger:</p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2268/2245517223_b9261a47d0.jpg?v=0" /><br />
<img src="http://farm3.static.flickr.com/2341/2246314684_e079eccf9f.jpg?v=0" /></p>
<p>- <b>Schlechte Recherche</b> ist eine Frage der Persönlichkeit und nicht der Medienform. Wie genau der einzelne Schreiber hinschaut, ist meist in seinem persönlichen Ethos begründet. Da auch die Redakteure nicht alles wissen, rutsch ein schlecht recherchierter Artikel oft durch die Endkontrolle, sofern es die in Zeiten der Sparsamkeit überhaupt noch gibt. Man merkt sich im Laufe der Zeit die Namen der Journalisten oder Blogger, denen man vertraut.</p>
<p>- <b>Beide Medienformen sind nicht unabhängig</b>, man sollte wie immer  die Struktur des einzelnen Mediums kennen. Kaum ein Medium wagte es noch, einem großen Anzeigenkunden einen Skandal reinzuwürgen. Noch schlimmer: offene Schleichwerbung ist im Bereich der Fach- und Publikumszeitschriften Gang und Gäbe. Auch bei Blogs gibt es viel mehr Schleichwerbung, als allgemein vermutet, so dass es schon einen Fachbegriff dafür gibt: Virales Marketing. Ein Blogger sollte bei Produktbeschreibungen immer eine kritische, satirische oder ironische Note mit hineinbringen, um diesem Verdacht zuvorzukommen. Selbst wenn der Wein noch so gut geschmeckt hat.</p>
<p>- <b>Beide Gruppen sind auf einander angewiesen. </b>Alle Journalisten, die ich kenne, verwenden Blogs inzwischen als Quelle der Recherche. Umgekehrt verwenden sie immer öfters selbst dieses Medium, um sich jenseits der Interessen ihrer Verleger austoben zu können. Unbedarftere Kollegen fühlen sich vielleicht in ihrer Existenz bedroht, wenn plötzlich alle schreiben können. Das sehe ich aber als unbegründet, denn eine gewisse persönliche Qualität schafft immer einen Vorsprung egal in welchem Medium. Man sollte dann eher Wert auf eine gute Recherche legen.</p>
<p>- <b>Die Trennung zwischen professionellen und Bürgerschreibern wird immer weiter verwischen</b>. Z.B. plant ein großer Verlag unter dem Namen Zoomer (nicht Zoomr) eine kommerzielle Newsseite, auf der sich Beiträge "echter" und Laienjournalisten mischen.</p>
<p>- <b>Die Unterschiede werden instrumentalisiert.</b> Wer sich selbst zu sehr vom "Blogger" oder "Journalisten" scheiden will, zeigt damit, dass er entweder zu viel Respekt vor dem anderen hat, etwa weil er in dem anderen einen Mangel seiner eigenen Fähigkeiten erkennt, oder weil er ein Interesse damit verfolgt (lest mich!) Beides finde ich falsch. Von einem Winzer erwarte ich nicht, dass er schreibt wie ein junger Gott, und von einem professionellen Schreiber nicht, dass er den latinischen Namen jeder Reblaus kennt. Aber der Winzer sollte lesbar sein und der Schreiber so gut recherchieren, dass er keine groben Patzer macht. Den Journalist könnte beim Winzer seines Vertrauens nachfragen, welche Mistreblaus das nun schon wieder ist, und dieser könnte sich bei der Gelegenheit  gleich erkundigen, wie man ein Interview strafft und zuspitzt.</p>
<p>- In eigener Sache: Hausmannskost bleibt <b>reichhaltig, trinkfest,  stilsicher</b> und insbesondere nach wie vor <b>nichtkommerziell</b>.</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Wein und Mathematik]]></title>
<link>http://pivu.wordpress.com/2007/08/29/wein-und-mathematik/</link>
<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 17:01:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>pivu</dc:creator>
<guid>http://pivu.wordpress.com/2007/08/29/wein-und-mathematik/</guid>
<description><![CDATA[&#8220;Für  eine andere  Mathematik des Weins&#8221;, u.a. dafür kämpft der Weinjournalist Mario ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>"Für  eine andere  Mathematik des Weins"</em>, <img WIDTH="175" HEIGHT="238" BORDER="0" ALIGN="left" ALT="schneller, höher, weiter" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/08/schnellerhoherweiter.jpg" />u.a. dafür kämpft der Weinjournalist <a HREF="http://drinktank.blogg.de/impressum.php">Mario Scheuermann</a> in seinem neuen Buch <a HREF="http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=2042">"Wein und Zeit"</a>. Das ist   Wasser auf die Mühlen  meiner Gedanken zum Thema <a HREF="http://pivu.wordpress.com/?s=punktewahnsinn">Punktewahnsinn</a>, die sportliche Maxime des "schneller, höher, weiter", getrieben von einer stetig wachsenden Parkerisierung unserer globalen Weinwelt, wurde ja in diesem Blog schon öfter in Frage gestellt. Mario Scheuermann bedient sich gar der Worte Hegels, der von einem <em>"gedankenlosen Bewusstsein"</em>, das <em>"das Beobachten und Erfahren als die Quelle der Wahrheit ausspricht [...], als ob es allein um ein Schmecken, Riechen, Fühlen, Hören und Sehen zu tun sein"</em> spricht. All das hat wenig mit Genuss zu tun, der ja im Kopf entsteht und  sich so von trügerischen Sinneseindrücken beeinflussen lässt.</p>
<p>Wie aber kann sie aussehen, die neue Mathematik des Weins?</p>
<p><!--more-->Der Autor fordert eine Abkehr von dem antiken “COS”-System - color, odor, sapor, der banalen Reduktion der Weinansprache auf 3 Sinnesorgane - hin zu einem System, das zwar ebenfalls aus 3 Buchstaben besteht,<em> c</em>, <em>p</em> und <em>v</em>, die aber nicht für Sinneswahrnehmungen, sondern für Konstante (<em>c</em>), Parameter (<em>p</em>) und Variable (<em>v</em>) stehen. Damit beschreiben Mathematiker und Physiker Zuasammenhänge, für die der Satz von Heraklit gilt: <em>"Alles fließt"</em>. Auf den Wein gemünzt ist die Konstante der konkrete <img WIDTH="161" HEIGHT="252" BORDER="0" ALIGN="right" ALT="Wein und Zeit" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/08/wein-und-zeit.jpg" />Wein mit genauer Definition von Herkunft oder des Lesematerials, Parameter, also menschlich beeinflussbar, sind demgemäß Inhaltsstoffe wie vor allem Zucker, Säuren, Gerb- und Farbstoffe, allesamt Ergebnis von Weinbergsmanagement und Kellerwirtschaft, die Variablen, (noch) ungeordnete Interaktionen, sind z.B. die Aromastoffe, von denen heute mehr als 600 nachweisbar sind.</p>
<p>Doch Vorsicht, dieses Konstrukt entpuppt sich auf den ersten Blick als zerbrechlich, haben wir es beim Wein nicht ausschließlich mit <em>Parametern</em>, von uns beeinflussbaren Faktoren, zu tun? Bestimmte Aromastoffe können  durch Einsatz von Enzymen bei der Vergärung gezielt manipuliert werden. Auch das Ausgangsmaterial, Art und Qualität der Trauben,  ist bestimmbar. Der Wein selbst ändert sich im Laufe seiner Entwicklung. Was ist mit externen Einflussfaktoren wie Lagerbedingungen, Verschlussart, Wetter und Klima (Tief-/Hochdruck, Mondphasen, etc.) und schließlich uns selbst, in welcher Stimmung befinden wir uns, wie sieht das ganz persönliche Wertesystem aus? <em>"Alles fließt"</em>, auch die Grenzen zwischen Konstanten, Parametern und Variablen. Wir sprechen vielmehr von einer "Hierarchie der Variabilität", alles ändert sich, manches nur schneller und häufiger.</p>
<p>Für eine analytische Weinbeschreibung und einhergehende Bewertung sollten möglichst viele Informationen erforscht und bekannt sein. <img WIDTH="184" HEIGHT="161" BORDER="0" ALIGN="left" SRC="http://pivu.files.wordpress.com/2007/08/einstein.gif" />Eben nicht nur die Teilmenge vordergründiger Parameter sondern  die Gesamtheit aller Daten, egal ob wir diese dann als c, p  oder v einordnen wollen. All das hat wenig gemein mit dem Parker'schen Grundschulrechnen à la 3 Birnen +  2 Orangen +  12 Sekunden Geschmack = 91 Punkte. Ein lebendiges Produkt wie Wein lässt sich eben anders als z.B. Musik nicht in mathematische Strukturen zerlegen. Schon andere Kulturen scheiterten beim Versuch, alles durch Zahlen erklären zu wollen, das Irrationale dominiert weiterhin das Rationale. Wein aber kann als eine Art Universum wahrgenommen werden, eine mehrdimensionale Verschachtelung unterschiedlichster Prozesse, die nur schwer in Zahlen zu fassen sind. Oder doch?</p>
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