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	<title>neue-atheisten &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/neue-atheisten/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "neue-atheisten"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:21:30 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Internationale Assoziation der Freidenker]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1221</link>
<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 13:11:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
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<description><![CDATA[WASHINGTON. (CILALP)(hpd) Erklärung über die Arbeit des Internationalen Verbindungskomitees der At]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><img class="alignleft" style="float:left;border:1px solid black;margin:2px 10px;" src="http://hpd.de/files/CILALP_0.jpg" alt="" width="168" height="239" /><strong>WASHINGTON. (CILALP)(<a href="http://hpd.de/node/4814">hpd</a>) Erklärung über die Arbeit des Internationalen Verbindungskomitees der Atheisten und Freidenker an alle Organisationen von Atheisten und Freidenkern in der Welt</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><strong></strong><br />
In enger Zusammenarbeit mit der „Internationalen Humanistischen und Ethischen Union" (IHEU) am 4. Juli 2005 auf dem Weltkongress der Freidenker und Atheisten in Paris gegründet, legt das in Washington D.C. am 4. Juni 2008 versammelte „Internationale Verbindungskomitee der Atheisten und Freidenker", auf Initiative von American Atheists (USA), National Secular Society (Großbritannien), und La libre Pensée (Frankreich), allen Assoziationen von Atheisten und Freidenkern der Welt einige Überlegungen vor.<br />
<!--more--></p>
<ul>
<li>Kann sich der Kampf für die Trennung von Religion und Staat auf einen Kampf der Atheisten und der Freidenker für das Erreichen derselben undemokratischen Privilegien wie die Kirchen reduzieren oder dient er - in der Forderung nach gleichen Rechten und Pflichten -, für die Abschaffung jeder religiösen Herrschaft?</li>
<li>Die religiöse Unterdrückung ist die logische Folge wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und politischer Unterdrückungen und sie rechtfertigt die intellektuelle Erniedrigung, den sozialen Zwang und die politische Abhängigkeit.</li>
<li>Infolgedessen muss die integrale Emanzipation der Menschheit die Zielsetzung sein, die durch die Organisationen von Atheisten und Freidenker anzustreben ist, denn sie lehnen ein dreifaches Joch ab: „die missbräuchliche Macht einer Autorität im religiösen Bereich, des Privilegs im politischen Bereich und des Kapitals im wirtschaftlichen Bereich" (Weltkongress der Freidenker von Rom im Jahre 1904).</li>
<li>Muss man, um diese Zielsetzung zu erreichen, sich nicht für eine echte internationale Zusammenarbeit zwischen Gruppen, Organisationen und Individuen einsetzen, die sich in diesen Forderungen wiederfinden? Denn die Trennung von Religion und Staat ist nicht nur eine nationale Frage, sondern hat internationale Auswirkungen in allen Bereichen.</li>
</ul>
<p style="text-align:justify;">Das CILALP/ILCAF ist gegründet worden, um einen Raum für das Zusammentreffen, die Kommunikation und die Zusammenarbeit der atheistischen und freidenkerischen Assoziationen in den verschiedenen Ländern herzustellen, die nach demselben Ziel streben. Zahlreich sind jene, die diese Ansicht teilen, aber ihre Zahl wiegt nur dann, wenn sie durch Zusammenarbeit verbunden und durch Wissen geführt wird.</p>
<h4 style="text-align:justify;">Die internationale Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel</h4>
<p style="text-align:justify;">Das Internationale Verbindungskomitee der Atheisten und Freidenker spricht sich für einen von Dogmen und von Religionen befreiten Humanismus in weltweitem Maßstab aus. Er ist das unentbehrliche Mittel, um die menschliche Freiheit und Würde und die strikte Trennung von Staat und Kirche, um die absolute Gewissensfreiheit in allen Ländern zu erobern.</p>
<p style="text-align:justify;">Das CILALP wirkt ergänzend - ohne Konkurrenz - zu allen anderen nationalen und internationalen Organisationen, die sich für den Atheismus, das freie Denken, den Humanismus, die Säkularisierung und den Rationalismus einsetzen. Das Ziel des CILALP besteht darin, die für unsere gemeinsamen Zielsetzungen unentbehrliche internationale Zusammenarbeit zwischen den Atheisten und den Freidenkern zu vereinfachen.</p>
<p>Deshalb unterbreiten die unterzeichnenden Bürger, die Organisationen und individuellen Mitglieder des Internationalen Verbindungskomitees der Atheisten und Freidenker:</p>
<p>-	Christopher Arntzen (USA)<br />
-	Zelda Bailey (Queensland, Australien)<br />
-	Philippe Besson (Libre Pensée, Frankreich)<br />
-	Remus Cernea (Rumänien)<br />
-	Ralph Dumain (Washington DC, USA)<br />
-	Conrad Goeringer (American Atheists, USA)<br />
-	Bobbie Kirkhart (Kalifornien, USA)<br />
-	Josh Kutchinsky (UK)<br />
-	Jacques Lafouge (Libre Pensée, Frankreich)<br />
-	Roger Lepeix (Libre Pensée, Frankreich)<br />
-	Swami Manavatavadi (Indien)<br />
-	Shirley Moll (Minnesota, USA)<br />
-	Karen Owens (Georgie, USA)<br />
-	Steve Petersen (Minnesota, USA)<br />
-	David Rand (Québec, Kanada)<br />
-	Terry Sanderson (NSS, UK)<br />
-	Max Wallace (New South Wales, Australien)<br />
-	Fred Whitehead (Kansas, USA)<br />
-	Keith Porteous Wood (NSS, UK)</p>
<p style="text-align:justify;">versammelt in Washington D.C., am 4. Juni 2008, den Vorschlag einer freien Diskussion über die Organisation einer vorbereitenden Debatte zur Gründung einer internationalen Assoziation der Freidenker im Jahre 2011 in Norwegen, mit freundlicher Unterstützung der IHEU.</p>
<p style="text-align:justify;">Sie schlagen vor, dass die Website des CILALP/ILCAF, erweitert durch den internationalen Austausch von Informationen und von Vorschlägen, eines der Mittel sein soll, damit zwecks dieser Gründung eine internationale Diskussion geführt werden kann.</p>
<p><a href="http://www.americanhumanist.org/conference/schedule08.php" target="_blank">Washington D.C. am 4. Juni 2008</a><br />
<em>(Übersetzung: hpd / Rudy Mondelaers)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neuer Humanismus]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1216</link>
<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 09:53:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1216</guid>
<description><![CDATA[„Der neue Humanismus“ in Nürnberg Tagung im &#8220;Turm der Sinne&#8221;
GWUP: Das Verhältnis ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:2px 10px;" src="http://www.neuer-humanismus.de/Images/250px-Vitruvian.jpeg.jpg" alt="" width="213" height="255" /><strong>„Der neue Humanismus“ in Nürnberg</strong> Tagung im "Turm der Sinne"</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://www.gwup.org/aktuell/news.php?aktion=detail&#38;id=463">GWUP</a>: Das Verhältnis von Wissenschaft und Religion ist und bleibt umstritten. Seit etwa einem Jahr ist der „neue Atheismus“, eine vor allem aus den USA und Großbritannien stammende fundamentale und kompromisslose Welle der Religionskritik, auch in Deutschland wirksam. Ihr bekanntester Vertreter ist der Oxforder Evolutionsbiologe und Naturalist Richard Dawkins. Die Übertragung dieses „neuen Atheismus“ auf deutsche Verhältnisse bedarf jedoch einiger wichtiger Ergänzungen. Darüber soll auf der Tagung „Der neue Humanismus. Wissenschaftliches Menschenbild und säkulare Ethik“ in Nürnberg am 21./22. Juni 2008 diskutiert werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Atheismus ist zunächst ein Negativkonzept. Doch auch Atheisten, Agnostiker, Skeptiker und Naturalisten haben bekanntlich Werte, Ethik und Kultur. Es bietet sich an, als Positivkonzept an die Tradition des Humanismus anzuknüpfen, der schon immer weltliche Argumente und menschliche Interessen in den Mittelpunkt gestellt hat. Die Tagung bleibt daher nicht bei der Analyse und Entlarvung des Religiösen stehen, sondern stellt humanistische Alternativen vor.<br />
<!--more-->Naturalismus und Humanismus greifen fruchtbar ineinander und können zu einem naturalistischen Humanismus verschmelzen, wenn man den Naturalismus nicht allzu reduktionistisch und den Humanismus nicht allzu idealistisch versteht. Das Ergebnis ist eine säkulare Sicht auf Welt und Mensch, die vielen Skeptikern sympathisch sein dürfte.<br />
Doch auch diese säkulare Sicht muss sich die Frage nach ihrem Verhältnis zur Wissenschaft gefallen lassen. Von Interesse ist etwa, welche Rolle weltanschauliche Hintergrundüberzeugungen für ein evolutions- und soziobiologisch informiertes, also „wissenschaftliches“ Menschenbild spielen: Werden naturalistische Überzeugungen als methodische Vorannahmen in die Wissenschaft hineingesteckt oder als gute Erklärungen aus der Wissenschaft herausgelesen? Ist der Naturalismus Forschungsmaxime oder Forschungsergebnis? Gibt es (eine) wissenschaftliche Weltanschauung(en)? Ein Podium zum Abschluss der Tagung wird sich diesen Fragen widmen.<br />
Einige der Referenten, wie etwa der Philosoph Bernulf Kanitscheider, sind in Skeptikerkreisen bereits wohlbekannt. Andere sollten es bald werden. Das Programmfaltblatt liegt diesem Heft bei. Anmeldung zur Tagung beim turmdersinne in Nürnberg, Tel. 0911-94432-81, Fax -69, info@turmdersinne.de</p>
<p><a href="http://www.turmdersinne.de/welthumanistentag/" target="_blank">Der neue Humanismus: Wissenschaftliches Menschenbild und säkulare Ethik </a>Tagung des  "Turms der Sinne " in Nürnberg, Eppeleinsaal der Nürnberger Burg</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Neuen Atheisten: dümmer als Marx und Feuerbach]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1137</link>
<pubDate>Sat, 31 May 2008 06:23:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1137</guid>
<description><![CDATA[





Prof. Dr. Holger Zaborowski sprach über die Wiederkehr der Religionskritik



„Die Provokat]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table class="bildBox" border="0" cellspacing="3" cellpadding="3" width="200" align="left">
<tbody>
<tr>
<td class="bildBox"><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:right;margin:2px 10px;" src="http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?MODULE=Frontend.Media&#38;ACTION=ViewMediaObject&#38;Media.PK=7807&#38;Media.Object.ObjectType=full" border="0" alt="" hspace="1" vspace="2" width="235" height="174" align="right" /></td>
</tr>
<tr>
<td class="bildBox" style="text-align:left;" bgcolor="#c0c0c0"><span style="font-size:xx-small;">Prof. Dr. Holger Zaborowski sprach über die Wiederkehr der Religionskritik</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>„Die Provokation der neuen Atheisten“</strong><br />
Philosoph spricht über Wiederkehr der Religionskritik</p>
<p><a href="http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?SID=CRAWLER&#38;MODULE=Frontend&#38;ACTION=ViewPageView&#38;PageView.PK=7&#38;Document.PK=52149">Bistum Trier - Pressedienst</a></p>
<p style="text-align:justify;">Trier – „Mit einer sehr großen Schlagkraft gibt es eine Wiederkehr der Religionskritik". Das hat der der in den USA lehrende deutsche Philosoph Prof. Dr. Holger Zaborowski während seines Vortrags „Die Provokation der neuen Atheisten" am Mittwoch, 28. Mai an der Katholischen Akademie in Trier betont.</p>
<p style="text-align:justify;">Es sei eine Herausforderung, sich mit den Argumenten der Atheisten auseinanderzusetzen. In die Reihen klassischer Kritiker wie Feuerbach, Marx, Freud und Nietzsche, die einst den „Tod Gottes" feststellten, reihten sich heute Literaten ein wie Richard Dawkins, Edward O. Wilson, Christopher Hitchens oder auch Michael Schmidt-Salomon ein.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more--> Zaborowski forderte, sich mit den Religionskritikern auseinanderzusetzen. Nach seiner Ansicht haben die meisten Kritiker ein falsches Religionsverständnis. „Das Verständnis dieser Kritiker von Religion ist oft sehr simplifizierend, sie gehen von Religion als extrem naiven, kindlichen Glauben aus". Zwar gäbe es Formen von Religion, die kritikwürdig seien, doch könne man damit nicht jede Religion gleichsetzen. Dass vor allem in den USA Religion oft als wissenschaftsfeindlich angesehen werde, hänge mit der starken Präsenz kreationistischen Gedankengutes zusammen, das die Evolutionslehre als Widerspruch zur wörtlich verstandenen biblischen Schöpfungsgeschichte sehe.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach Ansicht Zaborowskis ist das Niveau der „neuen Atheisten" oft wesentlich niedriger als bei den Klassikern wie Marx oder Feuerbach. „Es gibt eigentlich keine neuen Argumente", stellte Zaborowski mit Blick auf deren Schriften fest. Zudem stießen viele der neuen Kritiker, die sich selbst als Wissenschaftler sähen, auf Widerstand bei Naturwissenschaftlern, da sie eine sehr polemische und unwissenschaftliche Darstellungsweise pflegten. „Der neue Atheismus stellt ein sehr einfaches Weltbild auf", sagte Zaborowski. Abschließend forderte er nebe n der Auseinandersetzung mit den Kritikern von Christen auch, sich mit dem eigenen Glauben auseinsanderzusetzen. Der Glaube müsse die Freiheit Gottes und des Menschen gewährleisten und dürfe nicht funktionalisiert werden, um politische oder gesellschaftliche Ziele zu erreichen. Trotz des Elends in der Welt sei es gut und vernünftig, an Gott zu Glauben.</p>
<div class="float-aufheben">
</div>
<div class="float-aufheben">
</div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die neue Lust der Atheisten]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1097</link>
<pubDate>Sat, 24 May 2008 11:44:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1097</guid>
<description><![CDATA[ Von Alexander Kissler - Die Tagespost
Ob es die britische Erlaubnis zur Chimärenzucht ist, oder di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brightsblog.wordpress.com/files/2007/06/vormarsch.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-248" style="border:1px solid black;float:right;margin:2px 10px;" src="http://brightsblog.wordpress.com/files/2007/06/vormarsch.jpeg?w=193" alt="" width="193" height="107" /></a> Von Alexander Kissler -<a href="http://http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=40387"> Die Tagespost</a><br />
Ob es die britische Erlaubnis zur Chimärenzucht ist, oder die deutsche Form des hedonistischen Atheismus – gemeinsam ist dieser neuen Phase des Kulturkampfes die völlige Aufgabe ethischer Normen. Auch der Boden ziviler Humanität weicht auf.</p>
<p>[...]</p>
<p style="text-align:justify;">Jüngstes Flaggschiff im Feldzug der Naturalisten ist ein unscheinbares Bändchen, klassisch gelb gewandet, wie es „Reclams Universal Bibliothek“ seit jeher zukommt. Stolz weist die Giordano-Bruno-Stiftung auf das Bändchen hin: „In der gelben Reihe des Reclam-Verlags ist soeben der erste Band des ,Kolleg Praktische Philosophie (Ethik zwischen Kultur- und Naturwissenschaft)‘ erschienen. Die Mehrzahl der Beiträge dieses Bandes wurde von GBS-Autoren verfasst.“ Es folgen fünf Namen. Schlägt man das Bändchen auf, so entdeckt man acht Beiträge, von denen genau die Hälfte auf das Konto der Bruno-Stiftung geht. Dass die Hälfte aber die Mehrzahl sei, ist eine Aussage, die nicht so recht in das zahlenbegeisterte Denken der Neoatheisten passen will.</p>
<p><span style="font-family:Arial,Arial,Helvetica;"></span></p>
<p class="grund" style="text-align:justify;"><!--more--><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 10px;" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/31ohhUKZ7PL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="240" height="240" />Das Autorenverzeichnis hält die nächste Überraschung parat. Einzig bei dem „freischaffenden Schriftsteller und Philosophen“ Michael Schmidt-Salomon („Wo bitte gehts zu Gott?“) ist dessen Vorstandstätigkeit innerhalb der Bruno-Stiftung angegeben. Die vier übrigen Autoren haben sich jeden Hinweises auf ihr weltanschauliches Sendungsbewusstsein enthalten. Warum? Soll hier nicht nur mit schlaffen Segeln, sondern auch unter falscher Flagge das Meer des Vorurteils durchpflügt werden? Eine solche Zurückhaltung ist schwer verständlich, wollen die Autoren doch laut Umschlagtext Antworten geben „auf die Frage, wie wir leben und handeln sollen“ – es sei denn, es ist ihnen sehr darum zu tun, eben diese Antworten nicht durch einen Hinweis auf das propagandistische Wirken der Bruno-Stiftung unter erhöhten Rechtfertigungsdruck zu setzen.</p>
<p class="grund" style="text-align:justify;">Welche Antworten erhält der Orientierung suchende Leser, der ohne Kenntnis der Kontexte nach dem Büchlein greift, weil er genau das wissen will, wie er leben und handeln soll? Schmidt-Salomon liefert zuverlässig, wie es zu erwarten war, eine verwissenschaftlichte Fassung seiner These aus dem „Manifest des Evolutionären Humanismus“ (2006) und der „Enzyklopädie für freie Geister und solche, die es werden wollen“ (2007): Das Böse gebe es nicht, es sei eine aus religiöser Indoktrinationslust erfundene, „in der Regel schädliche Hypothese“. Legitimatorischer Glanz soll von den Berggorillas ausstrahlen. Bei diesen „fallen mehr als ein Drittel des Nachwuchses bis zum Alter von drei Jahren Kindstötungen zum Opfer“. Niemand käme nun auf die Idee, einen kindstötenden Gorilla böse zu nennen, „während diese moralische Kategorie auf menschliche Kindermörder in der Regel unhinterfragt angewandt wird. Wie erklären wir uns diese Unterschiede?“</p>
<p class="grund" style="text-align:justify;">Die Antwort, Tiere seien kategorial verschieden von den mit einer Würde ausgezeichneten und mit Vernunft begabten Menschen, mag Schmidt-Salomon ebenso wenig geben wie irgendeine andere Antwort. Er schlägt stattdessen vor, hinter jeder Handlung, auch der verwerflichsten, absurdesten, brutalsten, „schlichte Gesetzmäßigkeiten“ zu sehen, „biologische Prozesse“ und Interessenkonflikte. Auch diese Aussage kann man seltsam finden: Entdeckt gerade der materialistische Blick, dem alles Geistige suspekt ist, die Natur wieder als Gesetzgeberin? Sind die Gene und die Ganglien und nichts und niemand sonst die Souveräne allen Lebens? So ist es wohl gemeint.</p>
<p style="text-align:justify;">Ähnlich reduktionistisch fasst „GBS-Autor“ Gerhard Vollmer, Philosoph in Braunschweig und Changsha/China, die vermisste naturalistische Ethik in dem Satz zusammen, „überall in der Welt gehe es mit rechten Dingen zu“ – wobei notabene religiöse Praxen und unmaterialistische Phänomene nicht zu den „rechten Dingen“ rechnen. Auch Vollmer singt das Hohelied auf das „Prinzip der natürlichen Auslese“ und den „naturalistischen Erklärungsrahmen“ Darwins, der „die gesamte Biologie“ umfasse, und auch Vollmer lehnt „absolute Normen, Letztbegründungen, kategorische Imperative und Dogmen ab“.</p>
<p class="grund">[...]</p>
<p style="text-align:justify;">Der Dritte aus der Giordano-Bruno-Gilde ist Philosoph Bernulf Kanitscheider aus dem mittelhessischen Gießen. Seine Aversion gilt der Vernunftphilosophie, seine Zuneigung der Lust. Hedonist, der er sein will, preist Kanitscheider die beiden Sätze „Wir wollen das, nach dem die Menschen spontan streben, als obersten Wert, als das Gute setzen“, und „Die Lust ist gut“. Nur wo diese Sätze beherzigt werden, entwickele sich alles zum Besten: „In einer Gesellschaft, die auf die Wünsche der Menschen, ihre Lust zu verwirklichen, Rücksicht nimmt, werden alle, wie man an den Sitten des Sexualverhaltens der griechisch-römischen Antike sieht, glücklicher leben.“ Da das 21. Jahrhundert durch ein „Wiedererstarken der auf [...] Repression angelegten monotheistischen Religionen“ gekennzeichnet sei, empfehle sich mehr denn je „ein zeitgemäßer Hedonismus“ gemäß der Maxime: „Den Hedonisten interessieren die Folgen seiner Handlungen nur insofern, als sie ihm Hindernisse bei der Erreichung seiner Fernziele bereiten könnten.“</p>
<p style="text-align:justify;">Schweigen wir vom Vierten im atheistischen Bunde, einem Philosophen aus Schwäbisch Gmünd, und halten wir fest: Nicht dass Neoatheisten so reden, wie sie eben reden, nicht dass sie alles Nicht-Atheistische, Nicht-Relative, Nicht-Diskursivierbare verbannen wollen, ist das Brandneue dieser Tage – sondern dass sie es tun im geborgten Gewand klassischer normativer Philosophie und doch gerade diese und damit den Boden des gesamten abendländischen Denkens, den Boden auch der zivilen Humanität hinwegräumen wollen. Das ist nicht nur Camouflage, das ist auch Chuzpe und eine Prise Unlauterkeit. An einem aber herrscht nun kein Zweifel mehr: Der Kulturkampf tritt in eine neue Phase. Nicht die Gläubigen sind für diese Verschärfung verantwortlich. Sie wären aber dafür verantwortlich, wenn der Abschied von der bisherigen Welt so ganz geräuschlos gelänge.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Google als Killer]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1080</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 09:23:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1080</guid>
<description><![CDATA[
oder wie Scientology ihre Gegner finanziert. Letzte Woche war es soweit. Google hat die WebSite ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><a href="http://brightsblog.wordpress.com/files/2008/05/pic_0140.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1081" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 10px;" src="http://brightsblog.wordpress.com/files/2008/05/pic_0140.jpg?w=300" alt="" width="300" height="225" /></a><br />
oder wie Scientology ihre <a href="http://www.theregister.co.uk/2008/05/14/google_kills_enturbulation_adsense_account/">Gegner finanziert.</a> Letzte Woche war es soweit. Google hat die WebSite einer der einflussreichsten Scientology Gegner aus der AdSense-Liste entfernt. <a href="http://www.enturbulation.org/">Enturbulation.org</a> hatte ein anonymes AdSense account, die Werbung wurde von Scientology bezahlt. Die Art und Weise, wie das account betrieben wurde, sei ein Risiko für andere AdSense Nutzer, also Kunden von Google. Der Fehler lag aber eindeutig nicht bei Enturbulation, sondern bei Google. Wir sehen das hier an diesem Blog, obwohl eindeutig naturalistisch ausgerichtet werden wir zugemüllt mit religiöser Werbung, Überall da, wo AdSense Werbung von Google eingebracht wird, geht es religiös zu.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Das fängt an bei christlich-religiöser Partnervermittlung, es folgen der Atheismus - Wahn, Christliche Politik - Stoppt Gotteslästerung, Gott liebt Sie, Geisterunterscheidunden, Die befreiende Botschaft, Wer ist Gott?, Glaube und Wellness und historische Kirche. Diese Aufzählung ist natürlich nicht vollständig. Die hartnäckigste Werbung, wie eine dicke, blauschillernde Fliege in gewissen Örtlichkeiten, betrifft eine Medaille, mit dem Abbild von Maria. Die Eigenschaften sind enorm, es fragt sich, warum der, der die Werbung bezahlt eigentlich noch das Internet braucht, jedes Neugeborene müsste sie um den Hals haben. Diese Werbung jedenfalls ist der Gipfel religiöser Dummheit gepaart mit Aberglauben.</p>
<p style="text-align:justify;">Wir haben diese Werbung nicht bestellt und wir haben auch kein AdSense account, ist vielleicht ein Fehler. "Der Herr ist kein Hirte" würde sich bestimmt gut machen auf einer  religiösen Website, oder beworbene Evolutions-Literatur auf den Seiten der kreationistischen und Intelligent Design Spinner. Die irrationalen Typen dieser Welt scheuen sich jedenfalls nicht Geld für erwiesene Dummheit auszugeben.</p>
<p style="text-align:justify;">Google hat mit seinen Algorithmen die Spuren menschlicher Einflussnahme im Internet entfernt, so konnte der Eindruck entstehen, als ob die Inhalte im Internet entstehen. Das Material, die Werbung, wird aber von keiner Person ausgewählt, es sind Algorithmen, Kontent-Webfilter, die das erledigen. Einige nennen das den "Schwarmgeist" (Hive Mind), dieser ist jedoch dumm und langweilig. Solche Algorithmen reduzieren uns bis hin zur Wertlosigkeit und machen uns selbst zu Idioten. Dank Google.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jeder Mensch ist religiös - auch die Brights?]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1066</link>
<pubDate>Sun, 11 May 2008 01:04:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1066</guid>
<description><![CDATA[
 von Peter Strasser, Autor, veröffentlicht in der Welt-online
R ichard Dawkins, dessen Buch „Der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:2px 10px;" src="http://apps.ultravioletconsulting.com/blogimages/ARunDownofAtlantasFreethoughtandHumanist_F855/image_6.png" alt="" width="293" height="240" /></p>
<p><a href="http://debatte.welt.de/mitglieder/4930/Peter%2BStrasser"> von <span class="name">Peter Strasser</span></a>, Autor, veröffentlicht in der <a href="http://debatte.welt.de/kommentare/72177/jeder+mensch+ist+religioes?req=RSS">Welt-online</a></p>
<p style="text-align:justify;">R ichard Dawkins, dessen Buch „Der Gotteswahn“ zu den Eckpfeilern des Neuen Atheismus zählt, nennt sich und jene, die denken wie er, „The Brights“. Helle Köpfe also, außerdem Demokraten. Für sie lautet die beste Antwort auf die Frage: „Warum überhaupt Religion?“, Ja, warum nur? Würden im Wettbewerbsernstfall nicht durchgehend säkularisierte Demokratien liberalen Zuschnitts als die besten aller möglichen Massengesellschaften aus der Reihe ihrer historischen Alternativen hervorstechen?</p>
<p style="text-align:justify;">Was man den Brights gewiss nicht entgegenhalten darf, das sind die bisherigen Gesellschaften atheistischen Typs, die Diktaturen Stalins und Maos oder der Steinzeitkommunismus im heutigen Nordkorea. Atheismus und Totalitarismus sind nicht wesensverwandt. Freilich, für viele Menschen, und zwar auch solche, die gar nicht gläubig sind, ist die Vorstellung einer Gesellschaft ohne Religion an sich trostlos.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Denn zweifellos sind viele Institutionen, Erfahrungsweisen und Gefühle unseres Alltags ohne religiösen Hintergrund nicht denkbar. Wer schon einmal Trauergast beim Begräbnis eines Menschen war, der sich auf seinem letzten Weg jede Einmischung der Religion verbeten hatte, kennt das peinsame Vor-sich-Hinschauen, das Von-einem-Fuß-auf-den-anderen-Treten.</p>
<p style="text-align:justify;">Doch ist das ein Argument? Würden wir uns in einer „Brights-Gesellschaft“ befinden: Müssten wir dann religiösen Denkmälern jene Anerkennung verweigern, die wir Traditionen allgemein entgegenbringen? Keineswegs. Aber wir hätten aufgehört, uns als Teilnehmer einer religiösen Tradition zu fühlen. Folglich würden wir uns unserer eigenen christlichen Tradition gegenüber etwa so verhalten, wie man sich fühlt, wenn man – sagen wir – als Sizilientourist zwischen den riesigen Säulen des einst herrlichen Tempels der Göttin Hera in Selinunt über dem Meer steht.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf die Frage des Atheisten: „Warum überhaupt Religion?“, wird sich also nicht einfach antworten lassen: „Weil uns sonst eine Form des Zusammenlebens abhandenkäme, für die wir keinen geeigneten Ersatz haben!“ Hier und jetzt haben wir keinen Ersatz. Aber hier und jetzt haben wir auch keine Bekanntschaft mit der möglichen Alternativtradition einer Brights-Gesellschaft gemacht. Die konkreten Freuden einer „neuheidnischen“ Innerweltlichkeit bleiben uns, von unserer eingeübten christlichen Warte aus, verborgen.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://debatte.welt.de/kommentare/72177/jeder+mensch+ist+religioes?req=RSS">weiterlesen</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Konferenzvideos: Brights und Neue Atheisten]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1068</link>
<pubDate>Sat, 10 May 2008 19:16:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>derautor</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1068</guid>
<description><![CDATA[Die Humanistische Akademie hat nun vier Videos von der Konferenz &#8220;Neuer Atheismus und moderner]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone alignleft" style="border:2px solid black;float:left;margin:10px;" src="http://hpd.de/files/AndreasMueller.jpg" alt="Andreas Müller, Die Brights" width="160" height="107" />Die Humanistische Akademie hat nun vier Videos von der Konferenz "Neuer Atheismus und moderner Humanismus" veröffentlicht, die im April diesen Jahres stattfand.</p>
<p>Diese sind:</p>
<p><span style="font-family:Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span class="ds25">Dr. Horst  Groschopp:<br />
Begrüßung und Einführung ins Programm</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span class="ds25">Prof. Dr.  Frieder Otto Wolf: Was war der „alte Atheismus“?</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span class="ds25">Andreas  Müller: Wer sind die „Brights“ und was wollen sie?</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span class="ds25">Dr. Fiona  Lorenz: Wozu brauche ich Gott? Gespräche mit Ungläubigen und Abtrünnigen</span></span></p>
<p>Man findet sie hier:<span style="font-family:Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span class="ds25"> </span></span></p>
<p><a href="http://humanistische-akademie.de/archiv.html" target="_blank"><span style="font-family:Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif;"><span class="ds25">http://humanistische-akademie.de/archiv.html</span></span></a></p>
<p>Für 10 Euro kann man sich eine CD mit allen Vorträgen besorgen, darunter der Vortrag über den "Neuen Humanismus" von Michael Schmidt-Salomon.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Mythos des Mozart-Effekts]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1067</link>
<pubDate>Sat, 10 May 2008 18:39:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Will Dowd über die Frage, ob Mozart hören wirklich intelligent macht, oder ob das alles nur ein M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 10px;" src="http://hpd.de/files/Mozart_Grabmal_Wien_StMarx.jpg" alt="" width="187" height="280" /></p>
<p><strong>Will Dowd über die Frage, ob Mozart hören wirklich intelligent macht, oder ob das alles nur ein Mythos ist?</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://hpd.de/node/4539">hpd</a></p>
<p style="text-align:justify;">Wann immer er vor einem hartnäckigen Problem stand, griff Einstein, so heißt es, zu seiner Geige. Er spielte, um sein Gehirn zu entwirren und um sich das aktuelle Problem zu verdeutlichen. Vor allem Mozart gelang dieses Kunststück. Einstein liebte Mozarts durchorganisierte, intensiv gestaltete Sonaten. Er fühlte, wie viele vor ihm, dass Musik und ein denkender Intellekt verbunden waren. Musik und seine wissenschaftliche Arbeit, so meinte er, „entstammten der selben Quelle“.</p>
<p style="text-align:justify;">Mit dem selben Glauben versammelte Dr. Gordon Shaw, ein Psychologe der kalifornischen Universität Irvine, 36 Studenten im Februar 1993 für ein Forschungsexperiment. Man gab den Studenten drei Aufgaben zum räumlichen Denken aus den Stanford-Binet Intelligenztests. Vor jeder Aufgabe hörten sie zehn Minuten entweder Stille, ein Entspannungsband, oder Mozarts Sonate für zwei Klaviere in D-Dur. Einer Arbeit zufolge, die später in diesem Jahr in <em>Nature</em> veröffentlicht wurde, steigerte das Hören von Mozart den IQ der Studenten durchschnittlich um acht bis neun Punkte. Die Verbesserung hielt zwischen zehn und fünfzehn Minuten an, so die Forscher. Die Ergebnisse wurden weithin als Belege für das dargestellt, was die Presse den „Mozart Effekt“ nannte. Die International Herald Tribune behauptete zum Beispiel, „Mozarts Noten sind gutes Gehirnfutter“.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Don Campbell, ein Musiker, der klassische Musik spielte und früherer Musikkritiker, erkannte als Erster den kommerziellen Erfolg der Forschung. Campbell erweiterte die Definition des Mozart-Effekts um den Einfluss sämtlicher Musik auf Intelligenz, Gesundheit, Emotionen und Kreativität. 1996 ließ er sich den Begriff markenrechtlich schützen. Heute kann der Mozart Effekt (TM) die tödliche Ausbreitung jeder erfolgreichen Marke vorweisen. Campbell war der Urheber von 18 Büchern, einer Reihe besprochener Bänder und von 16 Alben mit Mozarts Musik. Das kleine kommerzielle Imperium enthält das jüngste <em>Mozart Effekt für Kinder</em>, welches in einem Kapitel namens „Glitzer, Glitzer, Kleines Neuron“ erklärt, dass Mozarts Musik das neurale Netz erweitert, das sich im Gehirn eines Kleinkinds bildet. Seine Aufnahmen, darunter <em>Don Giovanni für den sich entwickelnden Fötus</em>, haben sich über zwei Millionen Mal verkauft.</p>
<p style="text-align:justify;">Seit der Studie von U.C. Irvine hat sich der Mozart-Effekt im Bewusstsein der Öffentlichkeit festgesetzt. Zell Miller, der Präsident von Georgia, nutzte 105 000 US-Dollar des jährlichen Budgets des Bundesstaats dafür, jedes Neugeborene mit einer Kassette oder CD mit klassischer Musik auszustatten. „Niemand bezweifelt, dass Musik hören, vor allem in einem jungen Alter, das raumzeitliche Denken beeinflusst, welches der Mathematik, der Technik und dem Schach zugrunde liegt“, erklärte er der Legislative von Georgia. In Florida wurde ein Gesetz verabschiedet, das von allen staatlichen Bildungsprogrammen und von allen Kinderbetreuungs-Anbietern verlangte, Kindern unter fünf eine tägliche Dosis klassischer Musik zu verabreichen. Vor kurzem fing Eric Mangini, der Trainer der New York Jets an, für seine Football-Spieler klassische Musik zu spielen, damit sie sich bei Übungen im Trainingslager besser konzentrieren konnten. Noch ist nicht klar, ob Mozarts Melodien die Ergebnisse dieser Saison beeinflussen werden.</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Was die Wissenschaft wirklich sagt</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Während der Mozart-Effekt kommerzielle Erfolge feierte, wurde die Studie von U.C. Irvine vielerorts kritisiert. Die beeindruckenden Ergebnisse der ursprünglichen Arbeit waren irreführend. Zunächst einmal behaupteten die Forscher, dass sich die Studenten in allen drei Tests im räumlichen Denken gebessert hatten. Wie Shaw später klarstellte, gab es nur eine Verbesserung bei einer Aufgabe: Dem Falten und Schneiden von Papier. Außerdem präsentierten die Forscher ihre Daten in Form der Stanford-Binet IQ-Ergebnisse; allerdings maß die Studie das räumliche Denken, ein Drittel eines ganzen IQ-Tests. Um die gesamten Ergebnisse zu erreichen, wurden die Teilergebnisse der Studenten um den Faktor drei aufgepumpt.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Methodologie der Studie ist ebenfalls unter Beschuss geraten. Einigen Kritikern zufolge könnte die Testgruppe von 36 Psychologiestudenten nicht groß oder verschiedenartig genug gewesen sein, um glaubhafte Ergebnisse zu erzielen. Sogar Don Campbell hat den Mangel an Kontrollen bei dem Experiment angegriffen. In den Fußnoten seines Bestsellers von 1997, <em>Der Mozart-Effekt</em>, weist Campbell darauf hin, dass die Forscher von U.C. Irvine „keine Hörtests vor der Studie durchführten, wie es viele Forscher in dem Gebiet empfehlen. Noch überprüften sie, wie Körperhaltung, Nahrungsaufnahme oder die Tageszeit ihr Hören beeinflussten.“ Natürlich glaubte Campbell, dass der Mozart-Effekt noch viel deutlicher geworden wäre, hätte man diese Kontrollen angewandt.</p>
<p style="text-align:justify;">Viele Wissenschaftler haben alternative Erklärungen für die Ergebnisse der Studie vorgeschlagen. Wer sagt denn, dass Mozarts Sonate die Unterschiede in den Ergebnissen hervorrief? Vielleicht verringerte stattdessen das Hören eines nervtötenden Entspannungsbands oder von zehn Minuten tödlicher Stille die Leistungen der Studenten. Vielleicht spürten die Studenten auch eine Veränderung in ihrer Laune und Erregung statt einer Schwankung in ihrer Intelligenz. Eine Studie fand heraus, dass das Hören einer Kurzgeschichte von Stephen King einen vergleichbaren Effekt auf die Ergebnisse beim räumlichen Denken hat, aber nur für diejenigen, die mochten, was sie hörten. Ist es möglich, dass das Hören von Mozarts Sonate die Subjekte der U.C. Irvine Studie einfach stimulierte oder aufheiterte? Schließlich wählte Shaw diese bestimmte Sonate nicht nur aufgrund ihrer organisierten, zelebralen Qualität aus, sondern weil sie „fesselnd“ und „nie langweilig“ ist.</p>
<p style="text-align:justify;">Der größte Schaden wurde dem Mozart-Effekt jedoch zugefügt, weil andere Forscher die Ergebnisse der Irvine Studie nicht reproduzieren konnten. Der Psychologe Kenneth Steele und seine Kollegen kopierten das Experiment im Jahre 1999 und entdeckten keine Spur des Mozart-Effekts. „Ein Requiem wäre darum angemessen“, schrieb Steele in <em>Nature</em>. Dr. Frances Rauscher, die Co-Autorin der Irvine Studie, antwortete, dass der Mozart-Effekt nicht unter allen Laborbedingungen gefunden werden kann. „Nur weil nicht alle Menschen Brot zum aufschäumen bringen können“, schrieb sie, „negiert das nicht die Existenz eines 'Hefe-Effekts'“.</p>
<p style="text-align:justify;">
Allerdings analysierte im selben Jahr ein Harvard-Psychologe 16 Studien rund um den Mozart Effekt, darunter das Originalexperiment, und folgerte, dass jede kognitive Verbesserung gering war und sich innerhalb der durchschnittlichen Schwankung der IQ-Testergebnisse einer Einzelperson bewegten. 2007 führte das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung eine ähnliche Metaanalyse durch. Seine Ergebnisse waren eindeutig: Das passive Hören irgendeiner Art von Musik, sei es Mozart oder Madonna, erhöht die Intelligenz nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Der deutsche Bericht verwies allerdings auf eine Verbindung zwischen musikalischer Übung und der Entwicklung des IQs. Jüngsten Studien zufolge könnten die motorischen und auditorischen Fähigkeiten, die man bei der Einübung von Musik erlernt, einen Langzeiteffekt auf die Intelligenz haben. Tatsächlich haben Gehirnaufnahmen gezeigt, dass professionelle Musiker mehr graue Substanz in ihrem rechten auditiven Kortex haben als Nichtmusiker, als würde das Üben eines Instruments einen Gehirnmuskel trainieren. Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass die Langzeit-Einübung von Musik spielen, statt nur Musik hören, die Art von Wirkung haben kann, die man vom Mozart-Effekt annahm. Einstein ordnete seine Gedanken schließlich, indem er Geige spielte, und nicht, indem er einer Aufnahme zuhörte.</p>
<p style="text-align:justify;">Ironischerweise wollten die Forscher der U.C. Irvine ursprünglich testen, ob die Einübung von Musik bei jungen Kindern ihre höheren Gehirnfunktionen steigern würde. Als Shaw, ein Teilchenphysiker, später in seiner Karriere ein Interesse an Neurowissenschaft entwickelte, gab ihm U.C. Irvine die Möglichkeit, das zu untersuchen, was er wollte. Jedoch musste er laut seinem Buch <em>Mozart im Gedächtnis behalten</em> mit „äußerst begrenzten Mitteln“ zurecht kommen. Also verringerte Shaw seinen Ehrgeiz. Er dachte, „wenn die Einübung von Musik eine Langzeitverbesserung des räumlichen und zeitlichen Denkens einbringen könnte, vielleicht könnte sogar das Hören von Musik einen Kurzzeiteffekt hervorrufen!“ 14 Jahre und Dutzende von Studien später ist klar, dass diese Analogie ihr Ziel verfehlte.</p>
<p><strong>Magischer Mozart</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Was erklärt die beständige Anwesenheit des Mozart Effekts im öffentlichen Bewusstsein, obwohl es an soliden wissenschaftlichen Belegen mangelt? Kein Kunstliebhaber erwartet ein besseres Erinnerungsvermögen, wenn er ein Gemälde aus der Renaissance anglotzt. Kein Leser erwartet, einem klassischen Roman IQ-Punkte zu entsaugen. Warum werden also Mozart-Effekt (TM) Produkte von Millionen gekauft?</p>
<p style="text-align:justify;">Vielleicht ist es nicht überraschend, dass Mozart, eine in Mythen gehüllte historische Figur, im Zentrum eines weiteren stehen sollte. Der aktuellen Flut von Biographien zufolge, war der echte Mozart ein unablässiger Verbesserer, der von seiner Arbeit besessen war. Die Details der Mozart-Legende jedoch – sein erstaunliches Talent als Wunderkind, seine fehlerlosen ersten Entwürfe – haben den populären Glauben genährt, er sei eine fein abgestimmte Antenne gewesen, die Teile des himmlischen Gesangs empfängt. Einstein hat die Lage nicht verbessert. Er beschrieb Mozarts Musik als „so rein, dass sie schon immer im Universum vorhanden gewesen schien und nur darauf wartete, vom Meister entdeckt zu werden.“</p>
<p style="text-align:justify;">Die Schöpfer des Mozart-Effekts haben die bestehende Mystik um den Komponisten eifrig ausgenutzt. Campbell führt die Quelle von Mozarts Talent auf seine Zeit im Mutterleib zurück: Das Geigespiel seines Vaters „beschleunigte fast mit Gewissheit seine neurologische Entwicklung und erweckte die kosmischen Rhythmen vor der Geburt“. Shaw stellt Mozart auch als übernatürlich begabt dar. <em>Mozart im Gedächtnis behalten</em> wird mit einer CD der Sonate für zwei Pianos in D-Dur ausgeliefert. „Bevor Sie weiterlesen“, schreibt Shaw im Vorwort, „schlage ich vor, dass Sie die CD aus dem Buch nehmen, es sich bequem machen und dem magischen Genius von Wolfgang Amadeus Mozart lauschen.“ Für Shaw ist Mozart kein musikalisches Genie, er ist ein magisches Genie, von dessen Musik kurze Momente erweiterter mentaler Kräfte herab regnen.</p>
<p style="text-align:justify;">Doch Mozart ist nicht das einzige magische Genie. Die Umwandlung einer fragwürdigen psychologischen Studie in eine Multi-Millionen-Dollar-Industrie hat auch einen Hauch von Magie. In <em>Der Mozart Effekt</em> fasst Campbell die Schlussfolgerungen von Shaw und Rauscher zusammen – das wissenschaftliche Rückrat seiner Marke – wenn er schreibt: „Musik hören, folgern sie, wirkt wie 'eine Übung' um symmetrische Operationen zu vereinfachen, die mit höheren Gehirnfunktionen in Verbindung stehen. In einfacher Sprache: Es kann Ihre Konzentration verbessern, Ihre Fähigkeit zu intuitiven Denksprüngen erweitern, und nicht zuletzt ihrem Golfspiel den letzten Schliff verpassen!“</p>
<p style="text-align:justify;">Campbells Übersetzung der U.C. Irvine Studie in „einfache Sprache“ ist ungenau und unehrlich, ein Abrakadabra, das zweifelhafte Forschung durch Fantasie ersetzt. Der Mozart-Effekt (TM) hat lange fortbestanden, als die Originalstudie schon widerlegt war, weil es niemals wirklich um Wissenschaft ging. Wenn uns der Mozart-Effekt irgendetwas lehrt, dann ist es der Umstand, dass eine elegante Metapher immer ein geläufiger Ausdruck werden kann, ein urheberrechtlich geschütztes Produkt, ein populärer, mit Magie angereicherter Glaube, den man nur schwer wieder verbannen kann.</p>
<p>Übersetzung: <em>Andreas Müller</em><br />
Quelle: Will Dowd. <em>The Myth of the Mozart Effect</em>. <a href="http://www.skeptic.com/eskeptic/08-02-06.html#feature">Skeptic.com</a>. 8. Februar 2008</p>
<p><strong>Die Brights</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Macht Wissenschaft den Gottesglauben überflüssig?]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1052</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 08:48:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
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<description><![CDATA[
hpd - Ja, sagt der Physiker Victor Stenger und beruft sich auf neueste Forschungsergebnisse. Ist di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 10px;" src="http://hpd.de/files/GTFHcover.jpg" alt="" width="185" height="280" /></p>
<p style="text-align:justify;">hpd<strong> - Ja, sagt der Physiker Victor Stenger und beruft sich auf neueste Forschungsergebnisse. Ist die Nichtexistenz Gottes wissenschaftlich erwiesen?</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Es war einmal vor langer Zeit, da gab es starke wissenschaftliche Argumente für die Existenz Gottes. Eines der ältesten und langlebigsten ist das Design-Argument. Die meisten Menschen schauen sich die Komplexität der Welt an und können sich nicht vorstellen, wie sie entstanden sein mag, wenn nicht durch den Eingriff eines Wesens oder einer Kraft von großer Macht und Intelligenz.</p>
<p style="text-align:justify;">Das Design-Argument wurde auf die vielleicht genialste Weise im Werk des anglikanischen Erzdiakons William Paley zum Ausdruck gebracht. In seiner <em>Natural Theology, or Evidences of the Existence and Attributes of the Deity Collected from the Appearance of Nature </em>(„Natürliche Theologie oder Belege von Existenz und Eigenschaften der Gottheit. Gesammelt aus dem Erscheinungsbild der Natur“), das zum ersten Mal 1802 veröffentlicht wurde, schreibt Paley davon, wie er beim Überqueren einer Heidelandschaft sowohl einen Stein wie eine Uhr findet.</p>
<p style="text-align:justify;">
<!--more-->Obwohl man den Stein einfach als einen Teil der Natur ansehen würde, so würde niemand daran zweifeln, dass es sich bei der Uhr um einen Gegenstand handelt, der zu dem Zwecke gefertigt wurde, uns die Zeit mitzuteilen. Paley behauptet nun, dass natürliche Objekte wie das menschliche Auge allem Anschein nach ebensolche Erfindungen sind.</p>
<p style="text-align:justify;">
Als Charles Darwin 1827 Cambridge betrat, wurde er den selben Räumen in Christ's College zugeordnet wie William Paley siebzig Jahre früher. Zu dieser Zeit beinhalteten die Lehrpläne ein Studium von Paleys Arbeiten und Darwin war tief beeindruckt. Er bemerkte, dass ihm Paleys Arbeit „so viel Vergnügen bereitete wie Euklid“. Allerdings entdeckte Darwin letzten Endes die Antwort auf Paley und er zeigte, wie sich komplexe Systeme auf natürliche Weise ohne Design oder Plan von einfacheren weiterentwickeln können. Der Mechanismus, den er 1859 in Die Entstehung der Arten vorschlug (und der unabhängig von ihm von Alfred Russel Wallace angenommen wurde) war die natürliche Selektion, mit der Organismen Veränderungen ansammeln, die es ihnen ermöglichen, zu überleben und Nachkommen zu zeugen, welche diese Eigenschaften behalten.</p>
<p style="text-align:justify;">
Jedoch erkannte Darwin, dass es laut der damals aktuellen Physik einen ernsthaften Einwand gegen die Evolution gab. Berechnungen des großen Physikers William Thomson (Lord Kelvin) zeigten ein viel zu kurzes Sonnenalter für die natürliche Selektion.</p>
<p style="text-align:justify;">
Zu jener Zeit war Kernenergie jedoch unbekannt. Als man diese neue Energieform am Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckte, vermuteten Physiker, dass die Energie aus Kernreaktionen der Sonne und anderen Sternen ein Alter von mehreren Milliarden Jahren als stabile Energiequellen ermöglichen würden.</p>
<p style="text-align:justify;">
Vor dem 20. Jahrhundert war der bloße Umstand, dass das Universum Materie enthält, ebenso ein starker Beleg für eine Schöpfung. Zu jener Zeit ging man davon aus, dass Materie konserviert wurde, also musste die Materie des Universums von irgendwoher kommen. 1905 zeigte Einstein, dass Materie aus Energie gewonnen werden kann. Aber woher kommt diese Energie?</p>
<p style="text-align:justify;">
Diese Frage blieb für fast ein weiteres Jahrhundert unbeantwortet, bis genaue Beobachtungen mit Teleskopen aufzeigten, dass zwischen der positiven Energie der Materie und der negativen Energie der Gravitation ein exaktes Gleichgewicht vorherrscht. Also war keine Energie nötig, um das Universum hervorzubringen. Das Universum hätte aus dem Nichts entstehen können.</p>
<p style="text-align:justify;">
Eine Schöpfung wurde auch durch unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt, die sich auf ein Grundprinzip der Physik bezogen, nämlich das Zweite Thermodynamische Gesetz, laut dem die Gesamtunordnung oder Entropie des Universums mit der Zeit zunehmen muss. Das Universum wird immer unordentlicher. Da es nun Ordnung hat, würde daraus folgen, dass irgendwann in der Vergangenheit noch mehr Ordnung von außen zugeführt werden musste.</p>
<p style="text-align:justify;">
Aber im Jahre 1929 berichtete der Astronom Edwin Hubble, dass sich die Galaxien mit Geschwindigkeiten voneinander weg bewegen, die dem Verhältnis ihrer Abstände entsprachen, was darauf hinweist, dass sich das Universum ausdehnt. Dies bedeutete den ersten Beleg für den Urknall. Ein sich ausbreitendes Universums könnte mit geringer Entropie angefangen haben und würde dennoch lokale Ordnung entwickeln können, die mit dem Zweiten Gesetz übereinstimmt.</p>
<p style="text-align:justify;">
Wenn wir von dem, was wir von moderner Kosmologie wissen, auf den frühsten definierbaren Augenblick zurückschließen, so stellen wir fest, dass das Universum in einem Zustand maximaler Unordnung begann. Es enthielt die maximale Entropie für einen Bereich im Raum, der Null Information entsprach. Selbst wenn das Universum erschaffen wurde, so bewahrt es keine Erinnerung von dieser Schöpfung oder von den Intentionen irgendeines möglichen Schöpfers. Der einzig mögliche Schöpfer ist jener, den Einstein verabscheute – der Gott, der mit dem Universum Würfel spielt.</p>
<p style="text-align:justify;">
Nun könnte ein solcher Gott noch existieren und eine Rolle im Universum spielen, seit das Universum aus dem Chaos explodierte. Wir haben zwar keine vollkommene Unordnung mehr, aber Unordnung dominiert noch immer das Universum. Der größte Anteil der Materie des Universums bewegt sich zufällig in der Gegend herum. Nur 0,1% – der Teil, der in sichbaren Bereichen der Galaxien enthalten ist, hat irgendeine bedeutsame Struktur. Sollte er irgendeine Kontrolle über Ereignisse haben, so dass irgendein ultimativer Plan verwirklicht wird, dann muss Gott seine Finger in dieses ganze Chaos stecken. Allerdings gibt es keine Belege dafür, dass Gott seine Finger irgendwo hinein steckt. Das Universum und das Leben sehen für die Wissenschaft genau so aus, wie sie aussehen sollten, wenn sie nicht erschaffen oder designt wurden.</p>
<p style="text-align:justify;">
Und die Menschheit, die ein kleines Staubkorn in einem ungeheuer großen Kosmos bewohnt und einen winzigen Bestandteil des Lebens in diesem Staubkorn darstellt, sieht kaum nach etwas Besonderem aus. Das für uns sichtbare Universum enthält 100 Milliarden Galaxien, jede davon mit 100 Milliarden Sternen. Aber der bei weitem größte Anteil des Universums, der sich vom ursprünglichen Chaos expotenziell ausdehnt und mindestens 50 Größenordnungen mehr umfasst, liegt fern von unserem Horizont.</p>
<p style="text-align:justify;">
Das Universum, das wir mit unseren stärksten Teleskopen sehen können, ist nur ein Sandkorn in der Sahara. Und dennoch sollen wir glauben, dass ein erhabenes Wesen existiert, das den Pfad jedes Partikels verfolgt, während es den Gedanken eines jeden Menschen lauscht und seinen Lieblingsfußballmannschaften zum Sieg verhilft. Die Wissenschaft hat den Glauben an Gott nicht nur überflüssig gemacht. Sie hat ihn zusammenhanglos gemacht.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
Victor J. Stenger ist emeritierter Professor für Physik und Astronomie an der Universität von Hawaii, Assistenzprofessor für Philosophie an der Universität von Colorado und der Autor von sieben Büchern, darunter: "Gott: Die gescheiterte Hypothese – wie die Wissenschaft zeigt, dass Gott nicht existiert" (Bislang nur auf Englisch erschienen).</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Quelle: <a href="http://www.templeton.org/belief/">Templeton Foundation</a>. April 2008.<br />
<em>Übersetzung: </em><em>Andreas Müller</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[„Neuer Atheismus" und moderner Humanismus]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1037</link>
<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 01:25:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1037</guid>
<description><![CDATA[
BERLIN. (hpd) Die zweitägige Konferenz im „Haus Deutscher Stiftungen&#8221; und im &#8220;Kultur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:2px 10px;" src="http://hpd.de/files/AndreasMueller.jpg" alt="Andreas Müller" width="280" height="187" /></p>
<p style="text-align:justify;">BERLIN. (hpd) <strong>Die zweitägige Konferenz im „Haus Deutscher Stiftungen" und im</strong><strong> "Kulturzentrum Danziger 50" beleuchtete die Ursprünge</strong><strong> und neueren Entwicklungen des Atheismus zum Humanismus bis hin zu aktuellen Debatten zur Wirksamkeit atheistisch/humanistischer Positionen in den Printmedien. Ein weiterer Diskussionspunkt war die mentale Wirksamkeit des Atheismus und welche Bilder der Humanismus für seine geistige Übermittlung verwendet.</strong></p>
<h4><!--more--><em>Freitag, 25. April 2008 - erster Tag</em></h4>
<p style="text-align:justify;">Gegen 15.00 Uhr hatte sich eine dicke Menschentraube vor dem Eingang des „Haus Deutscher Stiftungen" auf der Mauerstrasse gebildet, die Einlass begehrten. Ein erfreulicher Anblick! Mit so viel Interesse hatte wohl der Veranstalter, die Humanistische Akademie Berlin (HAB) in Kooperation mit der Giordano-Bruno-Stiftung (Mastershausen), nicht gerechnet. Das zeigte wohl auch die Brisanz und Aktualität einzelner Vortragsthemen.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Begrüßung und Eröffnung der Konferenz erfolgte durch Dr. Horst Groschopp (Direktor der HAB). Über den „alten Atheismus" referierte Prof. Dr. Frieder Wolf (Berlin) und gab damit einen kurzen Überblick über die geschichtlichen Ursprünge und Entwicklungen des Atheismus, die bis in die Antike zurückreichen. Die jeweils sich an die Referate anschließenden kurzen oder längeren Diskussionen gaben den Hörern Gelegenheit für Fragen bzw. Anmerkungen, Ergänzungen und Kritiken.</p>
<p style="text-align:justify;">Dr. Michael Schmidt-Salomon (Trier) erläuterte die Grenzen des „neuen Atheismus" und entwickelte anschaulich den Übergang zu einem „neuen Humanismus". Er arbeitet ganz besonders den Unterschied zwischen Akzeptanz und Toleranz heraus und machte klar, dass zuviel Akzeptanz zu Ignoranz führt.</p>
<p style="text-align:justify;">„Wer sind die Brights?"-dieser Frage ging Andreas Müller (Würzburg) auf den Grund. Er gab einen Einblick in die Ursprünge der Entstehung in den USA mit seinen traditionell-gesellschaftlichen Wurzeln. Die antike Mythologie der Aufklärung (Stichwort Prometheus, der den Göttern das Feuer entriss) dient sinnbildlich den „Brights" für ihre basisdemokratische Arbeit. Die „Brights" haben ein naturalistisches Weltbild frei von übernatürlichen und mystischen Elementen. Die „Erleuchteten" benutzen das Internet als Plattform, sich in Europa auszubreiten, öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen und in der Gesellschaft akzeptiert zu werden.</p>
<p style="text-align:justify;">Nach einer Verschnaufpause mit belegten Brötchen und Getränken ging es zur zweiten Runde über. Den Blick immer über den „großen Ozean" zu richten, zweifelte Dr. Rudolf Mondelaers (Berlin) an. In seinem Beitrag richtete er sein Augenmerk auf Westeuropa, welches uns ja territorial und geschichtlich viel näher steht. Ausgehend von der Laizität in Frankreich bereits im 19.Jhd und der Festschreibung der Trennung von Staat und Kirche per Gesetz von 1905 gibt es auch in den angrenzenden Ländern Holland, Belgien und Luxemburg gewisse Unterschiede in der geschichtlichen Entwicklung und dem historischen Einfluss der jeweiligen Kirchen (katholisch oder evangelisch) auf die Politik.</p>
<p style="text-align:justify;">Der letzte Beitrag beschäftigte sich mit der aktuellen Debatte über die Unterdrückung von atheistischen Veröffentlichungen. Der Verleger Gunnar Schedel (Aschaffenburg) berichtete über die Erfahrungen bei der Veröffentlichung des Kinderbuches „Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" mit dem Versuch dieses von Seiten des Familienministeriums auf den Index für jugendgefährdende Schriften zu setzen. Nachdem der Vorwurf des Antisemitismus sehr schnell vom Tisch war, wurde der wahre Grund für die Bestrebungen des „de facto Verbots" des Buches klar: die Kritik, das Hinterfragen und das Nachdenken über sämtliche Religionen ist vom Staat nicht erwünscht- damit vielleicht auch das generelle Nachdenken und die Aufklärung? Das Thema löste auch zum späten Abend noch heftige Diskussionen aus, die wohl auch noch nach Beendigung des Konferenztages auf der Strasse fortgesetzt wurden.</p>
<h4><em>Samstag, 26. April 2008 - zweiter Tag</em></h4>
<p style="text-align:justify;">Der nächste Tag fing relativ früh an. Tagungsort war das "Kulturzentrum Danziger 50". Dr. Michael Schmidt-Salomon moderierte diesen Teil der Konferenz und gab nach jedem Beitrag wieder die Möglichkeit für Fragen und Diskussionen, die intensiv genutzt wurden. Zuerst ging es um ein weiteres Buch, welches demnächst das Licht der Öffentlichkeit beim Rowohlt-Verlag erblicken wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Dr. Fiona Lorenz (Trier) berichte über ihre Erfahrungen zur Vorbereitung ihres Buches „Wozu brauche ich Gott? Gespräche mit Ungläubigen und Abtrünnigen". Sie möchte mit der Veröffentlichung dieser Interviews Hilfe anbieten, den Zweifelnden und Suchenden neue Wege zeigen. Sie präsentiert, dass es viele Menschen gibt, die noch nie etwas mit Religion zu tun hatten und auch viele, die den leichten oder schweren Weg aus der Religion gefunden haben. Ihre Interview-Partner kamen dabei aus dem breiten Spektrum aller Altersgruppen, Geschlechter, Herkünfte und Berufe.</p>
<p style="text-align:justify;">Ein sehr wissenschaftliches Thema beleuchtet Anna Ignatius (Freiburg) mit dem Thema „Ist Atheismus gegenüber dem Glauben eine kalte Weltanschauung?" Sie wies theoretisch nach, dass dies durchaus nicht so ist und Wissenschaftliche Erkenntnisse durchaus positive mentale Wirkungen ausüben. Der Glaube an einen Gott muss keineswegs tröstlicher sein als das Wissen um die Gesetzmäßigkeiten der Natur und sich in der Natur aufgehoben fühlen kann zudem größere existentielle Sicherheit bieten.</p>
<p style="text-align:justify;">Evelin Frerk (Hamburg) erläuterte die aktuelle Ikonographie des Humanismus am Beispiel des Humanistischen Pressedienstes (hpd). Ausgehend von der ursprünglichen religiösen Ikonographie spannte sie den Bogen über die Ikonen der Werbung bis hin zu den Text/Bild-Logos der humanistischen Verbände. Bei diesen sind es jedoch kaum Bilder, die zum Wiedererkennen führen, sondern fast ausschließlich Buchstaben. Für den hpd bedeutet dies auch eine neue Herausforderung an die Redakteure. Sie erläuterte die Schwierigkeiten, die sich bei der Beschaffung oder Herstellung von qualitativ guten Bilder ergeben und welche Möglichkeiten die Redakteure nutzen können.</p>
<p style="text-align:justify;">In der Schlussdebatte hatten Dr. Horst Groschopp und Dr. Michael Schmidt-Salomon noch einmal Gelegenheit ihre Positionen zur Arbeit der humanistischen Verbände und den Aufgaben des neuen Humanismus zusammenzufassen. Dr. Schmidt-Salomon versäumte nicht, darin noch einmal zu betonen, dass die Humanisten nicht wegsehen dürfen, bei Menschenrechtsverletzungen und Unrecht aus religiösen Motiven. Und nicht nur dies, sondern aktiv werde, ihre Stimme dagegen erheben und kämpfen müssen.</p>
<p style="text-align:justify;">Als Präsident der Humanistischen Akademie Berlin erhielt Dr. Frieder Otto Wolf noch einmal das Schlusswort. Da er aber mit seinem Schlusswort eine erneute Debatte auslöste, musste diese dann aus Zeitgründen abgebrochen werden.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Elke Schäfer</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nützliche Idioten am Potsdamer Platz]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=55</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 15:31:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=55</guid>
<description><![CDATA[Zugegeben: Die Skulptur von Alexander Polzin macht sich gut im Zugangsbauwerk des Bahnhofs Potsdamer]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben: Die Skulptur von <a href="http://www.alexanderpolzin.de/">Alexander Polzin</a> macht sich gut im Zugangsbauwerk des Bahnhofs Potsdamer Platz in Berlin. Sie ist ein echter Blickfang im lichtdurchfluteten Abgang zu den unterirdischen Anlagen, der durch die verwendeten Materialien Stahl, Glas und Beton sehr kühl wirkt. Und dennoch fragt man sich nach wie vor, warum ausgerechnet hier in Berlin <a href="http://bruno-denkmal.de/">ein Denkmal für Giordano Bruno</a> errichtet wurde, und das auch noch in Zusammenarbeit mit der – gelinde gesagt – umstrittenen <a href="http://giordano-bruno-stiftung.de/">Giordano-Bruno-Stiftung</a> (GBS)?</p>
<p>Die Bahn gab sich im Vorfeld ahnungslos; <a href="http://naturalismuskritik.wordpress.com/2008/02/27/giordano-bruno-in-berlin/">in der Pressestelle war die GBS nicht bekannt</a>. Auch hinterher bekundete man lediglich, das Denkmal sei anlässlich einer wissenschaftlichen Tagung über Giordano Bruno aufgestellt worden. Doch diese Begründung war mir nicht genug. Ich hielt es für geradezu skandalös, dass ein öffentliches Unternehmen wie die Bahn – Aktiengesellschaft hin oder – ein Denkmal für Naturalismus und Atheismus aufstellt und sich damit weltanschaulich positioniert. So war zumindest meine Interpretation. Um mich allerdings zu vergewissern, was die Bahn zu der Aktion veranlasst haben konnte, fragte ich lieber noch einmal nach.</p>
<ul>
<li>Brief an Mehdorn</li>
</ul>
<p>Ich schrieb Bahnchef Hartmut Mehdorn einen Brief, in dem ich um Aufklärung über die Motive für das Engagements der Bahn bat. Bezugnehmend auf die offizielle Begründung wollte ich wissen, warum nicht auch anlässlich anderer Kolloquien Denkmäler errichtet werden. Außerdem interessierte mich, ob sich die Bahn nun die von der GBS propagierte Ethik des „evolutionären Humanismus“ zu eigen macht, für die ein ausgewachsenes Schwein prinzipiell ein höheres Lebensrecht hat als ein menschliches Neugeborenes.</p>
<p>Ich schrieb:</p>
<blockquote><p>„Bereits der Umstand, dass diese Veranstaltung stattgefunden hat, gibt mir zu denken. Die Deutsche Bahn AG ist ansonsten traditionell darauf bedacht, weltanschaulich neutral zu bleiben. Das ist (war?) sicherlich nicht die schlechteste Unternehmensstrategie. Doch die Existenz des Denkmals auf Bahn-Gelände stellt religiöse Menschen nun vor eine gewichtige Frage, die Ihnen nicht gleichgültig sein dürfte. Sollen sie nun, da Sie so offen Partei für den Naturalismus und gegen jede Form von Gottglauben ergriffen haben, den Bahnhof Potsdamer Platz meiden? Sollen sie vielleicht überhaupt nicht mehr mit der Deutschen Bahn AG fahren? Da Sie sich weltanschaulich positioniert haben, werden Sie es den Kunden wohl nicht verübeln, wenn sie dasselbe tun.“</p></blockquote>
<p>Mein Brief ging zunächst einmal in den Mühlen der Bahn-Bürokratie unter, aber als ich ihn noch einmal gefaxt hatte, kam bald eine Reaktion. Die war allerdings etwas ungewöhnlich: Ein Herr Klewe meldete sich telefonisch und schlug vor, sich einmal persönlich zu treffen. Er wolle mich dann über den Sachverhalt aufklären, was in einem Brief nicht so gut möglich wäre. Als Treffpunkt schlug er den Bahn-Tower am Potsdamer Platz vor, und da mir ein solches Treffen keine Umstände machen würde, willigte ich ein. Neugierig war ich allemal über diese ungewöhnliche Art, einen Brief zu beantworten – eine Pressekonferenz ganz für mich alleine!</p>
<ul>
<li>Eine ungewöhnliche Pressekonferenz</li>
</ul>
<p>Zu meiner Überraschung nahm an dem Gespräch nicht nur Herr Klewe teil, der sich als Leiter der Abteilung „Länderbeziehungen Bereich Politik (MSL)“ entpuppte, sondern auch der Beauftragte des Vorstandes, Bundesverkehrsminister a.D. Reinhard Klimmt. Es stellte sich heraus, dass beide die Koordination zwischen der Bahn und den an der Errichtung des Kunstwerks Beteiligten übernommen hatten.</p>
<p>Was Klewe und Klimmt zu sagen hatten, war nicht viel. Die Bahn habe lediglich den Grund zur Verfügung gestellt und dafür gesorgt, dass die Skulptur nun nicht umfällt. An dieser Stelle sei ohnehin die Errichtung eines Kunstwerks vorgesehen gewesen, so dass der Vorschlag des Künstlers gerade recht gekommen sei. Und da er respektable Fürsprecher wie die Botschafter Italiens und Ungarns und den Präsidenten der Akademie der Künste, Klaus Staeck, gehabt habe, habe man nicht im Traum daran gedacht, es könne inhaltlich etwas dagegen einzuwenden sein. Überhaupt sei es ihnen vor allem um die künstlerische Qualität gegangen. Und die könne jeder Kritik standhalten. Mit der GBS hätten sie keinen Kontakt gehabt, und dass ein Vertreter der Bahn bei der Enthüllungszeremonie ein Grußwort gesprochen, sei als Akt der Höflichkeit durchaus angemessen gewesen.</p>
<p>Klewes und Klimmts Erläuterungen erschienen mir plausibel und nachvollziehbar. Für sie ist die Figur nicht mit einem atheistischen Bekenntnis verbunden, sondern eine gelungene Verschönerung des Bahnhofs Potsdamer Platz. Das Kunstwerk gefällt, und mehr interessiert sie nicht. Bloß: Reicht das aus? Hat nicht jedes Denkmal auch eine Botschaft, die genauso wichtig ist wie die äußere Anmutung?</p>
<ul>
<li>Der atheistische Kontext</li>
</ul>
<p>Es war ausgerechnet der gelernte Historiker Klimmt, der im Verlauf unseres Gesprächs die Frage nach dem Kontext aufbrachte, in dem ein historisches Ereignis stattfindet. Und der Hinweis auf den Kontext ist wichtig, ja, er ist entscheidend. Im vorliegenden Fall ist nämlich zu fragen, wer welchen Zweck mit der Errichtung eines Bruno-Denkmals verfolgte: die beiden Botschafter, der Künstler, Staeck. Honorige Leute allesamt, mit denen Klewe und Klimmt zu tun hatten. Doch das waren offensichtlich nicht alle Beteiligten; im Hintergrund gab es weitere, von deren Existenz man im Bahn-Tower nichts wusste. Und da trifft man eben unter anderen „alte Bekannte“ wieder: die GBS, die Humanismus-Stiftung, Ernst Salcher, dazu Wera und Norbert Noetzel und die UniCredt Group. Den Namen Staeck sucht man dort vergeblich, er gehört nicht zu den Stiftern.</p>
<p>Die Stifter wussten glasklar, worum es inhaltlich geht. Polzins Skulptur „will polarisieren“, erklärte zum Beispiel Salcher <a href="http://bruno-denkmal.de/de/inhalt_dm4.html">in seiner Eröffnungsansprache</a>. Seine Stoßrichtung ist eindeutig:</p>
<blockquote><p>„Während Philosophie und Wissenschaft das geistige Erbe Giordano Brunos zu würdigen gelernt haben, blieb ihm eine Institution bis heute die Anerkennung schuldig: die katholische Kirche. Sie verfolgte ihn, verurteilte ihn zum Tode auf dem Scheiterhaufen und setzte seine Schriften fast 400 Jahre lang auf den Index. Sie wollte ihn auch dann nicht rehabilitieren, als im Jahr 1889 ein internationales Ehrenkomitee, gegen den heftigen Widerstand der römischen Kurie, die Aufstellung einer Giordano Bruno-Statue erzwang.“</p></blockquote>
<p>Da haben wir es mal wieder: Die katholische Kirche hat Bruno verbrannt, die katholische Kirche ist dogmatisch, die katholische Kirche ist intolerant etc. pp. Systematisch löst Salcher das historische Ereignis aus dem Kontext heraus und konstruiert sich damit seine eigene Wahrheit. Und dann vollbringt Salcher auch noch das Kunststück, die katholische Kirche auch für heutige Missstände verantwortlich zu machen. Welche Aussage das Bruno-Denkmal haben soll?</p>
<blockquote><p>„Die Antwort ist einfach: Der Blick auf den Zustand unserer Welt und auf die unsäglich deprimierenden Nachrichten, die uns täglich erreichen, gibt uns die Antwort: wir brauchen heute nötiger denn je Menschen, die das Recht auf Geistesfreiheit verteidigen und den Gebrauch der menschlichen Vernunft als den einzig richtigen Weg ansehen, um eine friedlichere, bessere und gerechtere Welt zu erreichen.“</p></blockquote>
<p>Salcher – der Stifter und Stiftungsvorstand zugleich ist – sagte weiter:</p>
<blockquote><p>„Die Giordano Bruno Stiftung, die ich hier vertrete, folgt der Tradition ihres Namensgebers in der klaren Absage an jeglichen Fundamentalismus, gleichgültig ob religiöser oder ideologischer Art, und geht über ihn hinaus, indem sie das Gedankenguts eines modernen ‚evolutionären Humanismus’ verbreitet, der ein von Vernunft geleitetes, friedliches und gleichberechtigtes Mit- und Nebeneinander der Menschen im 21. Jahrhundert anstrebt.“</p></blockquote>
<p>Auch Salchers Vorstandskollege, GBS-Sprecher Michael Schmidt-Salomon, haute in dieselbe Kerbe und charakterisierte die Skulptur als ein</p>
<blockquote><p>„‚Mahnmal für die Opfer religiöser Gewalt’ schlechthin. Der Begriff ‚religiöse Gewalt’ bezieht sich dabei nicht allein auf die traditionellen theistischen Glaubenssysteme, sondern auch auf die sog. ‚politischen Religionen’. Schließlich ist es gleich, ob ‚heilige’, ‚unantastbare’ Schriften von vermeintlichen Propheten Gottes oder von politischen Führern diktiert werden.“</p></blockquote>
<p>Auf telefonische Nachfrage bestätigte im übrigen auch Norbert Noetzel, dass er die Ziele der GBS und die verlautbarte Aussage des Denkmals unterstütze.</p>
<ul>
<li>Mitgefangen – mitgehangen</li>
</ul>
<p>Folgendes ist nun festzuhalten:</p>
<p>Erstens: Formal und von niemandem bestritten ist die Skulptur wohlgeraten. Sie hat einen Standort gefunden, an dem sie hervorragend zur Geltung kommt. Damit hat niemand ein Problem.</p>
<p>Zweitens: Inhaltlich handelt es sich bei der Skulptur um eine Absage an jede Form von Religion, die von den Stiftern als dogmatisch, gewalttätig und freiheitsbeschränkend charakterisiert wird. Diese und keine andere Botschaft transportiert sie. Dass diese Botschaft nicht neu, wenig originell und wird auch dann nicht wahrer, wenn man sie permanent wiederholt oder – das allerdings ist neu – in Skulpturen gießt, sei nur am Rande erwähnt.</p>
<p>Drittens: Die Bahn war vor allem daran interessiert, eine Leerstelle in einem ihrer Bahnhöfe kostengünstig zu füllen. Sie verhandelte mit Partnern, die nicht die Stifter waren. Die Mehrzahl der Stifter und ihre Absichten waren ihr unbekannt. Über inhaltliche Aussagen hat man sich wenige oder gar keine Gedanken gemacht, wollte aber keinesfalls ein atheistisches Statement abgeben.</p>
<p>Ist die Bahn also getäuscht worden? Dieser Verdacht liegt nahe. Aber damit kann sie sich nicht herausreden. Eigentlich hätte sie fragen müssen, wer die Aktion finanziert. Dann hätte sie erfahren, wer die Stifter sind, hätte Erkundigungen über sie einholen können und dann erfahren, wes Geistes Kind sie sind. Dann wäre man beispielsweise auf Schmidt-Salomons skandalöses „Manifest des evolutionären Humanismus“ gestoßen, das er im Auftrag der GBS geschrieben hat. Man hätte weiterhin erfahren, dass <a href="http://naturalismuskritik.wordpress.com/2008/02/18/kampa/">die GBS mit einer Ausfallbürgschaft</a> Schmidt-Salomons „Ferkel-Buch“ unterstützt hat. Und schließlich hätte man zur Kenntnis genommen, dass die GBS als religionsfeindliche Organisation einschlägig bekannt ist, woraufhin man sicher auf den Gedanken gekommen wäre, dass die GBS mit dem Bruno-Denkmal ganz gewiss nicht nur eines armen Menschen gedenken wollte, der vor rund 400 Jahren einen qualvollen Tod erlitten hat.</p>
<p>Nein, die Bahn kann sich nicht herausreden. Sie ist zwar einerseits Opfer, weil sie von den atheistischen Aktivisten als „nützlicher Idiot“ (Lenin) missbraucht wurde. Aber sie hat sich auch fahrlässig missbrauchen lassen. Es besteht kein Zweifel: Mit der Unterstützung der Denkmalserrichtung hat sie sich mit der GBS und ihren Zielen gemein gemacht und sich in der aktuellen Debatte weltanschaulich positioniert.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[„Wissenschaftstheoretisch auf dem Stand des 19. Jahrhunderts geblieben“]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=52</link>
<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 18:45:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=52</guid>
<description><![CDATA[Von welchem Format sind eigentlich die sogenannten neuen Atheisten, also Richard Dawkins, ihre Licht]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Von welchem Format sind eigentlich die sogenannten neuen Atheisten, also Richard Dawkins, ihre Lichtgestalt, und seine Adepten? Eine geradezu vernichtende Antwort hat vor kurzem Manfred Lütz <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/757387/">in einem Gespräch mit Deutschlandradio Kultur</a> gegeben. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_L%C3%BCtz">Lütz ist Psychotherapeut</a> und findet Zeit und Muße, sehr geistreiche Bücher zu lebenspraktischen und Glaubensfragen zu schreiben und als Laie aktiv in und für die katholische Kirche tätig zu sein.</p>
<p>Für Dawkins findet Lütz keine schmeichelhaften Worte. Er halte ihn für einen „Ideologen“ und Fundamentalisten“, der sich – was für diese Leute typisch sei – weigere, mit Andersdenkenden zu diskutieren. Auf der Basis sorgfältiger Lektüre von dessen aktuellen Buch könne er, Lütz, allerdings auch sagen, dass es ohnehin nicht satisfaktionsfähig sei. Dawkins halte jeden Gläubigen entweder für „lächerlich, böswillig oder geistesgestört“. Er vertrete einen Ansatz, der wissenschaftstheoretisch auf dem Stand des 19. Jahrhunderts geblieben und damit „nicht diskursfähig" sei.</p>
<p>Ähnlich platt und uninformiert gehe es an der atheistischen Basis zu, zum Beispiel wenn in Comedysendungen im Fernsehen das Christentum veralbert werde. In den fünfziger Jahren hätte derartige Kirchenkritik eine gewisse Berechtigung gehabt, weil der Einfluss der Kirche groß gewesen sei. Aber heutzutage habe sich die Kritik von ihrem Gegenstand gelöst. Es werde</p>
<blockquote><p>„im Christentum das Fremde veralbert. Man weiß gar nicht mehr, was das ist. Man weiß gar nicht mehr, was Kirche ist. Man veralbert es einfach ... Das ist natürlich nicht gleich Gotteslästerung, wenn man sich über einen Bischof lustig macht, aber ich finde, das Niveau des Diskurses in einer Gesellschaft hängt auch ein bisschen damit zusammen, wie man die eigenen Wurzeln kennt.“</p></blockquote>
<p>Lütz beklagt, dass der Mainstream nur noch Zerrbilder des Christentums kenne, aber nicht das Christentum selbst. Das Gerede über Zölibat, Frauenpriestertum und Pille verdecke jedoch, dass „das katholische Christentum vielleicht die sinnlichste Form von Religion überhaupt ist. Das wissen die Leute aber überhaupt nicht. Die halten die Kirche für eine Institution zur Verhinderung sexueller Freude.“ Unter anderem deshalb habe er auch sein Buch <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/27922.html">„Gott. Eine kleine Geschichte des Größten“</a> geschrieben.</p>
<p>Wer sich nicht mit den Mythen abfinden wolle, die insbesondere über die katholische Kirche im Umlauf seien, dem legt Lütz die Lektüre von Arnold Angenendts <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/26045.html">„Toleranz und Gewalt – das Christentum zwischen Bibel und Schwert“</a> ans Herz:</p>
<blockquote><p>„Da sind all die Fragen, die sonst in Talk-Shows diskutiert werden, die ganzen Klischees über Inquisition, Galileo Galilei, Kreuzzüge, also die ganzen Klischees über Christentum mal auf dem heutigen Stand der Wissenschaft reduziert und richtig gestellt, dass die Römische Inquisition so viele Todesurteile hatte, wie Mao Tse-tung in 39 Minuten hat über die Klinge springen lassen, und das in 317 Jahren.“</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bloß nicht alles glauben!]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1017</link>
<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 01:28:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1017</guid>
<description><![CDATA[
Mona Sarkis -Telepolis
Die Mode mit der Religionskritik
Wer sich der Religion unter dem Motto annä]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 10px;" src="http://www.lehrer-online.de/dyn/pics/235153-576564-1-religionskritiker.jpg" alt="" width="200" height="132" /></p>
<p><em>Mona Sarkis</em> -<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27674/1.html" target="_blank">Telepolis</a></p>
<h2>Die Mode mit der Religionskritik</h2>
<p style="text-align:justify;"><strong>Wer sich der Religion unter dem Motto annähert: "Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, Hauptsache sein Nachbar muss es ihm nicht gleich tun", der ist dieser Tage zumindest verwirrt. Zunächst poppt da ein "Kampf" zwischen Religionen und Zivilisationen auf, der wie ein schlechter Scherz beginnt, um zum Monsterdiskurs anzuschwellen. Nun rollt scheinbar eine Gegenwelle in Gestalt "neuer Atheisten" an. Doch wer ihre Argumente betrachtet, findet sich auch nicht besser zurecht.</strong></p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Die Verwirrung beginnt bereits damit, dass man den Deutschen ein religiöses Bewusstsein weitgehend abspricht und sich diese Vorstellung eingebürgert hat. Das setzt voraus, dass die Religion je aus der breiten Bevölkerungsschicht "weg" war. Ob das in der Vergangenheit zutraf, wäre zu klären. Für den <a class="link" href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten_84470.htm"> Religionsmonitor</a> von Bertelsmann steht jedenfalls fest, dass die Religion gegenwärtig wieder "da" ist. Nur 28 Prozent der Deutschen seien als religionslos, hingegen 70 Prozent als religiös einzustufen.</p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#00ff00;">[Anm: Eine kritische Analyse über den Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung findet sich <a href="http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/17/die-terminologische-trickkiste-von-berteslmann/">hier</a>]</span></p>
<p class="fliess" style="text-align:justify;">Wenngleich zwischen den Generationen und den Bundesländern zu unterscheiden ist (Ältere und Bürger aus den alten Bundesländern sind religiöser), bleibt festzuhalten: Religion ist keineswegs "out". Das zeigt auch der Streit, den das Bundesfamilienministerium jüngst mit dem Versuch auslöste, das religionskritische Kinderbuch "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" zu verbieten. Es mache alle drei Weltreligionen lächerlich und unterstelle dem Judentum obendrein Vernichtungsabsichten, hieß es.</p>
<p class="fliess" style="text-align:justify;">Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften sah das letztlich anders, symptomatisch aber bleibt, dass Religion und Religionskritik nach wie vor nicht langweilen. Vielmehr fand die seit dem vergangenen Jahr hereinrollende Welle religionskritischer Bücher reißenden Absatz, allen voran "Der Gotteswahn" des in Oxford lehrenden Biologen Richard Dawkins und Christopher Hitchens Polemik "Gott ist nicht groß", die die Befreiung von der "geistigen Sklaverei der Religion" fordert. Etwas liegt also in der Luft. Doch was?</p>
<h2>Neuer Wein in alten Schläuchen</h2>
<p style="text-align:justify;">Vorweg gesagt: Wirklich neu ist die von Dawkins, Hitchens oder Philipp Pullmann geübte Religionskritik, die in der Religion ein Unfreiheit und Rückschritt verbreitendes Gift sieht, nicht. Bereits der vorsokratische Philosoph Xenophanes zog im sechsten Jahrhundert gegen die Menschenförmigkeit der Gottheit zu Felde. Zu den wohl bekanntesten Aussprüchen des "Sturmvogels der griechischen Aufklärung" gehört: "Wenn die Kühe Hände hätten, würden sie Gott in Kuhform malen". Stattdessen erachtete er Gott als Wesen ohne Körper, selbst unbewegt, aber alles durch seine Vernunft erschütternd. Das Festhalten an der Vernunft treibt auch die "neuen Atheisten" um. Religion raubt ihres Erachtens dem Menschen die Fähigkeit, ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Doch was treibt ihr Bangen um den Verlust von Selbstbestimmung und Vernunft aktuell an?</p>
<p style="text-align:justify;">Für Robert Misik, den österreichischen Publizist und vehementen Religionskritiker, ist es zu einem Gutteil "der islamische Fundamentalismus". Dieser würde das geläuterte Christentum seinerseits refundamentalisieren. Abgesehen davon, dass jegliche Rede vom und über "den islamischen Fundamentalismus" ohne Einbettung in einen politischen und soziokulturellen Kontext am besten gleich wieder aus dem Protokoll zu streichen ist: Wenn Misik Recht hat, dann fragt man sich nicht nur, wie tief die "Läuterung" dieses Christentums war, sondern man fragt sich vor allem nach den Beweisen dafür. In seinem jüngst erschienenen Buch "Gott behüte! Warum wir die Religion aus der Politik heraushalten müssen" findet man sie jedenfalls nicht. Entsprechend neurotisch wirkt es stellenweise.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf einen [extern] anderen Grund für die neue Panik legt der britische Philosoph und Atheisten-Kritiker John Gray den Finger: die Säkularisierung befände sich auf dem Rückzug. Das Ergebnis sei "ein missionarischer Atheismus, wie es ihn seit viktorianischen Zeiten nicht mehr gegeben hat".</p>
<p style="text-align:justify;">Einen faden Geschmack hinterlässt auch diese These, zumal sie als Fakt ohne Erläuterungen in den Raum gestellt wird. Es mag zwar sein, dass eine religiöse Revitalisierung im Gange ist – doch wo steht sie in Verbindung mit der Kirche und deren Institutionen? Zudem lässt sich mit Grays Postulat zwar erklären, weshalb so viele Atheisten derzeit Bücher schreiben, nicht aber, weshalb diese in den Bestseller-Listen landen. In Zeiten eines Säkularisierungsabbaus könnte man eher vom Gegenteil ausgehen. Für Gray scheint dies jedoch kein Widerspruch - im Gegenteil: gerade aus dem atheistischen Boom leitet er die verebbende Säkularisierung ab. Finden die Abhandlungen demnach ihren Absatz, weil die Käufer nach einer Bestätigung unter verkehrten Vorzeichen suchen?</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27674/1.html" target="_blank">weiterlesen</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Neuen Atheisten in den Medien]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1016</link>
<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 09:07:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1016</guid>
<description><![CDATA[
Brüderkrieg, Weltuntergang, Elvis und die Storch-Theorie: Neue Videos von den Neuen Atheisten - hp]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 10px;" src="http://hpd.de/files/sexpelled.jpg" alt="" width="280" height="187" /></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Brüderkrieg, Weltuntergang, Elvis und die Storch-Theorie: Neue Videos von den Neuen Atheisten - <a href="http://hpd.de/node/4388">hpd</a><br />
</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.bigthink.com/features/284" target="_blank">Den Glauben verlassen</a></strong></p>
<p>Ayaan Hirsi Ali über ihre veränderte Haltung zum Islam.<br />
<a href="http://www.pbs.org/wgbh/nova/id/program.html" target="_blank"><strong>Der Tag des Jüngsten Gerichts</strong></a></p>
<p>Die amerikanische Wissenschaftssendung PBS Nova berichtet ausführlich über den Dover-Prozess von 2005: Evolution gegen Intelligent Design. Raten Sie mal, wer gewonnen hat...<br />
<a href="http://richarddawkins.net/article,2025,THE-FOUR-HORSEMEN,Discussions-With-Richard-Dawkins-Episode-1-RDFRS" target="_blank"><!--more--><strong>Die Vier Reiter der Apokalypse</strong></a></p>
<p>Die Neuen Atheisten im Gespräch. Richard Dawkins, Christopher Hitchens, Sam Harris und Daniel Dennett sprechen über ihre Auseinandersetzung mit der Religion.<br />
<a href="http://www.buildupthatwall.com/nv166.html" target="_blank"><strong>Christopher Hitchens versus Peter Hitchens</strong></a></p>
<p style="text-align:justify;">Der eine ist ein wütender Gegner der Religion und der andere ein glühender Verfechter des Christentums. In ihrem ersten, einzigen und letzten öffentlichen Streitgespräch zu diesem Thema schenken sich die Brüder Hitchens nichts. Die Debatte findet in einer voll besetzten, britischen Kirche statt. Ein fast schon historisches Ereignis.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=7jkBCEN1Igg" target="_blank"><strong>Sam Harris gegen David Wolpe</strong></a></p>
<p style="text-align:justify;">Sam Harris diskutiert mit Rabbi David Wolpe im American Jewish University's Whizin Center. Sehr spannend und witzig, vor allem Harris Kommentare zur Moral des Alten Testaments, zum Erweckungserlebnis von Craig Venter und zu Elvis.</p>
<p><a href="http://richarddawkins.net/article,2478,Sexpelled-No-Intercourse-Allowed,RichardDawkinsnet" target="_blank"><strong>Storch-Theorie gegen Sex-Theorie</strong></a></p>
<p style="text-align:justify;">Nach ihrem Film Expelled: No Intelligence Allowed, ein Propagandastreifen für Intelligent Design, ist jetzt ein Trailer für den Nachfolger aufgetaucht. Darin wird die Storch-Theorie vertreten, laut der Babies nicht durch Sex gemacht werden, sondern sie werden von Störchen gebracht. Richard Dawkins bezweifelt das: „Wenn die Störche die Babies bringen, wer bringt dann die Störche?"</p>
<p style="text-align:justify;">
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gott ist ein Nichtsnutz]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1013</link>
<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 01:35:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1013</guid>
<description><![CDATA[





Neuheidentum bei Stonehenge: Ist der &#8220;neue Atheismus&#8221; nur die Kehrseite eines ande]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table class="bildBox" border="0" cellspacing="3" cellpadding="3" width="200" align="right">
<tbody>
<tr>
<td class="bildBox"><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:2px 10px;" src="http://www.faz.net/m/%7B13775B63-12B2-4A02-A559-30BDA308A666%7DPicture.jpg" border="0" alt="" hspace="1" vspace="2" width="288" height="204" align="right" /></td>
</tr>
<tr>
<td class="bildBox" bgcolor="#c0c0c0"><span style="font-size:xx-small;">Neuheidentum bei Stonehenge: Ist der "neue Atheismus" nur die Kehrseite eines anderen Wahns? Foto:©AFP</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><em>Von Bernhard Dressler</em> <a href="http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~EDC16D3B8713648D296ED59AFDBE3E9C4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ.Net - Atheismusdebatte</a></p>
<p style="text-align:justify;">Woher kommt der stupende Erfolg von Richard Dawkins' Bestseller „Gotteswahn“? Angesichts der über weite Strecken zugleich platten und eifernden Argumentation dieses Buches könnte man einen elementaren Mangel an religiöser Bildung bei großen Teilen des Lesepublikums vermuten. Das würde der Qualität des zugleich immer wieder behaupteten neuen Interesses an Religion kein gutes Zeugnis ausstellen. Vielleicht ist aber der von Wittgenstein beobachtete „moderne Aberglaube“ - der naturalistische Szientismus, den Dawkins in einer besonders schlichten Version predigt - doch so tief in die Mentalitätsmuster der Moderne eingelagert, dass aufklärende Belehrung dagegen wenig ausrichtet?</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Der Gottesglaube, den Dawkins widerlegen will, ist jener fundamentalistische Kreationismus, der selbst wieder nur ein seitenverkehrter Naturalismus ist. Wie kann man gegen jemanden argumentieren, der gegen Windmühlen kämpft? Der Grazer Philosoph Peter Strasser ist in seinem Anti-Dawkins, einem Büchlein, mit dem er wohl auch an Dawkins' Erfolg teilzuhaben versucht, merkwürdig unentschieden. Großer argumentativer Aufwand scheint ihm gegen die neuen „Brachialatheisten“ und deren „dumm machende Arroganz“ und „lachhaft siegessichere Ignoranz“ nicht geboten zu sein. Man hat ähnliche wie die von Strasser vorgetragenen Gründe schon im gleichen populärwissenschaftlichen Duktus, aber präziser und systematischer gelesen, etwa in Robert Spaemanns fulminanter Abhandlung über die „Frage nach Gott“ als dem „unsterblichen Gerücht“. Auch zeitdiagnostisch bescheidet sich Strasser mit der unbefriedigenden Auskunft, Dawkins' Buch sei „Teil einer weltweiten Atmosphäre: Es herrschen Immanenzverblendung und Transzendenzwahnsinn.“</p>
<p><strong>Arbeit an der mystischen Front</strong></p>
<p style="text-align:justify;">Damit klingt aber immerhin schon an, dass sich Strasser zu einer Auseinandersetzung an zwei Fronten genötigt sieht: „Neotheismus“, „Neoeschatologie“, „Neopaganimus“ und „Neomystizismus“ werden als die Gegner auf der anderen Seite ausgemacht, die Dawkins gleichsam den Stoffnachschub sichern. Die Sache ist vertrackt, weil es die Selbstkultivierung der „Großkirchen“ sei, die dem Obskurantismus die Schleusen öffnen.</p>
<p style="text-align:justify;">Ganz richtig erkennt Strasser bei Dawkins das grundlegende (sozusagen evolutionsbiologisch nahegelegte) Missverständnis, religiöser Glaube rechtfertige sich aus seinem Nutzen. Von der Glaubensillusion, ist sie erst einmal als Illusion durchschaut, falle ihr Nutzen ab, so dass sie schließlich erlischt. Diese Denkfigur ist nicht neu und auch empirisch strittig. Sie gilt und verfängt aber immer noch, wo der religiöse Glaube sich als Sachverhaltsspekulation missversteht und aus seinen moralischen Folgen rechtfertigt. Gründe indes, die für sich erkenntnistheoretisch den Rang von Sachverhalten beanspruchen, streichen sich als religiöse Motive selbst durch. Zu Recht hat Gott in naturwissenschaftlichen Befunden nichts zu suchen. „Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht“, lautete der lapidare Befund bei Dietrich Bonhoeffer.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~EDC16D3B8713648D296ED59AFDBE3E9C4~ATpl~Ecommon~Scontent.html">weiterlesen</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Michael Behe: Ein Freund der Evolution]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1001</link>
<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 01:56:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=1001</guid>
<description><![CDATA[via PZ Myers Pharyngula






Skeptic Friends Network - Halfmooner



Eine Reihe von Artikeln über ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>via <a href="http://scienceblogs.com/pharyngula/2008/04/mike_behe_friend_to_evolution.php">PZ Myers Pharyngula</a></p>
<table class="bildBox" border="0" cellspacing="2" cellpadding="3" width="185" align="right">
<tbody>
<tr>
<td class="bildBox"><img src="http://brightsblog.files.wordpress.com/2008/04/cqbeheed1.jpg" border="10" alt="" hspace="10" vspace="2" width="201" height="312" align="right" /></td>
</tr>
<tr>
<td class="bildBox" bgcolor="#c0c0c0"><span style="font-size:xx-small;">Skeptic Friends Network - Halfmooner</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align:justify;">Eine <a href="http://scienceblogs.com/authority/2008/04/summary_judgment_in_california.php">Reihe </a>von <a href="http://scienceblogs.com/authority/2008/04/summary_judgment_in_the_califo.php">Artikeln</a> über einen Gerichtsbeschluss, der jüngst in Kalifornien getroffen wurde, findet man bei <a href="http://scienceblogs.com/authority/2008/04/summary_judgment_in_california_1.php">Mike Dunford</a>.</p>
<p style="text-align:justify;">In aller Kürze, christliche Schüler, die zu Hause unterrichtet werden, haben versucht die Universitäten des Landes Kalifornien zu verklagen. Sie wollten diese zwingen Kurse zu akzeptieren, in denen Bibel-wörtliche, christliche, kreationistische Lehrbücher anerkannt gelehrt werden.  Sie haben verloren und zwar hart.</p>
<p style="text-align:justify;">Der wirklich spaßige Teil daran war, dass sie <a href="http://scienceblogs.com/authority/2008/04/summary_judgment_in_the_califo.php">Mike Behe als freundlichen Zeugen </a>in den Verhandlungsprozeß einbezogen haben. Behe wurde gebeten, kreationistische Lehrbücher, welche sie benutzen, zu überprüfen. <a href="http://scienceblogs.com/authority/2007/08/more_on_the_california_creatio.php">Schlechte Bücher</a>, wie jeder sehen kann, sie sind <a href="http://scienceblogs.com/authority/2007/09/viewpoint_discrimination_and_t.php">irreführend</a>, <a href="http://scienceblogs.com/authority/2007/09/todays_bob_jones_biology_for_c.php">untypisch</a> und <a href="http://scienceblogs.com/authority/2007/09/more_bob_jones_biology_for_chr.php">lächerlich</a> und er hieß sie gut.</p>
<p style="text-align:justify;">Dieser Mann hat keine Standards und keine Glaubwürdigkeit. Es ist entsetzlich mit anzusehen, dass er eine derartige männliche Hure des Kreationismus ist, die sogar Junge-Erde-Kreationisten und deren fundamentalistischen Büchern als glaubhafte Texte für einen wissenschaftlichen Kursus zustimmte .</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Aber das war durch den Richter, in diesem Falle, noch nicht einmal zu entscheiden. Es war ziemlich beleidigend, Studenten über die Evolution zu befragen, wissend, dass diese der Evolution nicht zustimmen.</p>
<p style="text-align:justify;">Den offensichtlichen Punkt beiseite lassend, nämlich dass Studenten ein breites Wissensspektrum vermitteltet bekommen, egal ob die Studenten diesen Ideen nun zustimmen oder nicht, betonte der Richter, dass in den Büchern, denen Behe zustimmte, konstatiert wird, dass Christen die kreationistischen Schlüsse akzeptieren müssten - im Gegensatz zu unseren Biologiebüchern, die keine religiöse Nagelprobe von ihren Lesern fordern - die daher perfekte Beispiele zu exakt dem Problem darstellen, über das Behe sich beschwerte.</p>
<p style="text-align:justify;">So, noch einmal, Behe geht, vor Gericht, brennend unter, und bezieht den ganzen Fall in sein eigenes Verderben mit ein. Er ist wie das Flaggschiff der Kreationisten-Flotte, welches immer in den Gegenwind gedreht wird.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber, um fair zu bleiben,  man kann Behe nicht alles anlasten: das Problem ist, die gesamte kreationistische Position ist so schlecht und idiotisch, dass wer auch immer sich in die Position des Front-Mannes begibt, auch wie ein Idiot aussieht. Armer Dummkopf.</p>
<p style="text-align:justify;">
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Glaube an den Glauben]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=854</link>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 10:33:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=854</guid>
<description><![CDATA[Christopher Hitchens über die Frage, ob Gläubige wirklich glauben und ob wahrer Glaube schlimmer i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://hpd-online.de/files/Teresa_Arme.png" align="right" border="10" height="280" hspace="10" vspace="2" width="224" /><b>Christopher Hitchens über die Frage, ob Gläubige wirklich glauben und ob wahrer Glaube schlimmer ist als geheuchelter? (<a href="http://hpd-online.de/node/3804">hpd</a>)<br />
</b></p>
<p style="text-align:justify;">Eine Frage, die mich sehr interessiert (und schon immer interessiert hat) ist diese: Ich weiß, dass ich weder an irgendeinen Gott, noch an irgendeine Religion glaube, und ich kann meine Gründe dafür auf eine Art und Weise darlegen, dass sie die andere Seite zumindest verstehen kann. Ist es jedoch möglich, dasselbe von jenen zu sagen, die behaupten, dass sie glauben? Kurz gefasst: Meinen unsere Widersacher in diesem uralten Streit wirklich das, was sie scheinbar sagen wollen?</p>
<p style="text-align:justify;">Die jüngste Enthüllung, dass Mutter Teresa beinahe ein halbes Jahrhundert lang bei der Eucharistie die Gegenwart Christus nicht spüren konnte, noch wie das Ohr Gottes ihren Gebeten lauscht, ist hier von großer Wichtigkeit (Lesen Sie das aktuelle Buch mit ihren verzweifelten Briefen, Mutter Teresa: Komm, sei du mein Licht!). Nicht einmal ihre eifrigsten Anhänger betrachteten diese Frau in irgendeiner Weise als Intellektuelle und sie bemühte sich offensichtlich darum, ihre Zweifel auch höchst traditionelle Weise zu bekämpfen – nämlich, indem sie sich immer mehr außergewöhnliche und sogar masochistische „Glaubens“-Bekundungen aufbürdete. Dies wäre eine hervorragende Bestätigung von Daniel Dennett's Hypothese über den „Glauben an den Glauben“ – die seltsame Idee, dass, obwohl der Glaube selbst zusammenhangslos und haarsträubend sein mag, die bloße Bekundung davon bereits einen Wert für sich selbst darstellen könnte.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Obwohl ich sie manchmal eine Hochstaplerin genannt hatte (für ihre geheime Absprache mit reichen Unterdrückern der Armen wie der Duvalier Familie in Haiti und wegen ihren anderen kriminellen Machenschaften), würde ich nun zögern, Mutter Teresa in die selbe Kategorie zu stecken wie einen Falwell, einen Haggard, einen Sharpton oder einen Robertson. Diese Männer haben noch nie in ihrem Leben auch nur einen Tag gearbeitet und sie sind oder waren primitive Parasiten, die sich jeden Morgen wegen ihres Glückes kniffen, das einfache Leben führen zu können, das ihnen die Ausbeutung der Leichtgläubigen ermöglicht. Für sie ist Religion nichts anderes als ein Gewerbe oder eine Gaunerei.</p>
<p style="text-align:justify;">Dasselbe kann man, denke ich, von den unzähligen Klerikern sagen, die man der Kindesvergewaltigung bezichtigt (warum zum Teufel erlauben wir uns den albernen Euphemismus „Missbrauch“?). Ihr widerliches Verbrechen ist nicht die Heuchelei. Kein Priester, der auch nur für zehn Sekunden ernsthaft an göttliche Gerechtigkeit glaubt, würde seine unsterbliche Seele auf diese Weise aufs Spiel setzen, und diejenigen in der Hierarchie, die dabei halfen, solche Männer vor Strafe in dieser Welt zu beschützen, sind gleichermaßen und offensichtlich eines abgebrühten und obszönen Zynismus schuldig.</p>
<p style="text-align:justify;"> Das Gangstertum und die ausbeutende Seite der Religion, wie auch ihre nicht weniger klare Neigung, Kriege, Kräueltaten und Verdrängungen auszulösen, beschreiben jedoch nicht das gesamte Phänomen. Was ist mit denen, die ihr Bestes tun, anderen zu helfen und ein anständiges Leben zu führen und dabei diese Haltung mit dem Glauben an eine Jungfrau verbinden, oder an einen Propheten, mit der Geschichte des Auszugs aus Ägypten oder mit irgeneiner anderen Erfindung? Ich frage mich jedes Mal bei Gesprächen mit solchen Leuten, ob sie wirklich sagen, was sie meinen oder meinen, was sie sagen.</p>
<p style="text-align:justify;">Es ist jedem Humanisten zum Beispiel vollkommen klar, dass Kalkutta von zureisenden freiwilligen Krankenschwestern, Ärzten, Arzthelfern, Abwasserexperten und anderen profitieren würde, genau wie es von der Aufmerksamkeit von Leuten nicht profitieren würde, die Armut und Tod für ein Nebenprodukt des „Mysteriums“ der Kreuzigung halten. Es gibt eigentlich eine ganze Menge Aktivisten des ersten Typs (Ich habe dort einmal einige Zeit damit verbracht, dem Fotographen Sebastiao Salgado bei seiner Arbeit für UNICEF zuzusehen; eine Dokumentation der Großkampagne für die Schutzimpfung gegen Kinderlähmung), aber aus irgendeinem verrückten Grund ist der einzige Name, den die Leute nennen können, der einer Frau, die ihr ganzes Leben einer Kampagne gegen Geburtenkontrolle widmete – einer dämlichen Kampagne, die die Bengalen ganz bestimmt niemals brauchten, noch heute brauchen.</p>
<p style="text-align:justify;">Ist es möglich, dass die Missionare des „Glaubens“ die Objekte ihrer Mildtätigkeit als bloße Rohstoffe ansehen – menschliche Subjekte für ein krankes Experiment ihrer eigenen Psyche? Es scheint so, als ob Mutter Teresa ihre Zweifel immer eifriger ruhig stellte, je stärker sie das Vertrauen an die Lehre ihrer Religion verlor; und das tat sie mit Hilfe von protzigen Kreuzzügen gegen Scheidung, Abtreibung und Verhütung, indem sie die Ärmsten der Armen als ihre Kulisse und ihre Entschuldigung benutzte. Und wertet das nicht den Beitrag ab, den sie tatsächlich leistete? Für sie war der hilflose Bettler nur das – hilflos, und genau aus diesem Grund leicht zu haben für ihre eigene strapaziöse Propaganda. Die Bemühung um verhungernde Bengalen ist als solche schon hinreichend, jedoch kam der überwiegende Teil des Geldes für die „Missionarinnen der Nächstenliebe“ – wie Mutter Teresa selbst zufrieden einräumte – dem Bau von Klostern zugute, von dem ihr eigener Ehrgeiz und ihre eigene sehr extreme Lehre des katholischen Dogmas profitierten. Diese Predigten wandten sich entschieden gegen das einzige sichere Mittel gegen Armut, das die Menschheit kennt – die Emanzipation der Frauen aus dem Status und dem Zustand von Geburtsmaschinen.</p>
<p style="text-align:justify;">Mit anderen Worten: Der „Glaube“ ist nicht am giftigsten und gefährlichsten, wenn er unehrlich und heuchlerisch und korrupt ist, sondern wenn er ehrlich ist. In diesem Zustand kann seine Sicherheit und Selbstgerechtigkeit nicht nur benutzt werden, um die Kirche zu stärken, sondern (wie es Mutter Teresa nach wie vor beweist) sogar um die Säkularen zu beeindrucken. Es sieht ganz so aus, als wäre das die Art und Weise gewesen, mit der sie und ihre Anhänger den Kreis quadratierten. Unterdrücke deine Bedenken, überwinde deine Verzweiflung, verdopple deine Bemühungen und wir werden einen Heiligen aus dir machen und später behaupten, dass du sogar noch nach deinem Tod die Kranken geheilt hast. An dieser Stelle glätten sich die zynischen Wogen, um die Leichtgläubigen zu treffen und zu sagen, dass am Ende alles erlaubt ist, solange es die Illusion am Leben erhält. Abermals steht man fassungslos vor einer Geistlichkeit, die es fertigbringt, eine jämmerliche alte Dame als Rekrutierungsoffizier zu missbrauchen, eine Dame deren Glaube, wie sie genau wussten, nur noch aus einer Hülle bestand.</p>
<p align="justify">Übersetzung Text und Karikatur: <i>Andreas Müller</i></p>
<p align="justify">Quelle: Christopher Hitchens: Belief in Belief, <a href="http://www.secularhumanism.org/index.php?section=library&#38;page=hitchens_28_1" target="_blank">secularhumanism.org</a>, 6. Februar 2008</p>
<p align="justify">Karikatur: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Don_Addis" target="_blank">Don Addis</a></p>
<p align="justify">&#160;</p>
<p style="text-align:justify;">&#160;</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich habe meine Meinung geändert]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/?p=821</link>
<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 01:19:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/?p=821</guid>
<description><![CDATA[
hpd-online
Der Ethnologe Sir Patrick Bateson schließt sich den Neuen Atheisten an. 
Gegen Ende sei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://hpd-online.de/files/design_for_a_life.jpg" align="right" border="10" height="190" hspace="10" vspace="2" width="128" /></p>
<p align="justify"><a href="http://hpd-online.de/node/3696">hpd-online</a></p>
<p align="justify"><b>Der Ethnologe Sir Patrick Bateson schließt sich den Neuen Atheisten an. </b></p>
<p style="text-align:justify;">Gegen Ende seines Lebens lud Charles Darwin Dr. Ludwig Büchner, Präsident des Kongresses der Internationalen Freidenkervereinigung und Edward Aveling, ein selbstbezeichneter und aktiver Atheist, ins Down House zum Essen ein. Die Einladung erfolgte auf deren Anfrage. Emma Darwin, wie immer streng religiös, widerte der Gedanke an, solche Gäste an ihrem Tisch zu empfangen und sie isolierte sich von den Atheisten mit einem alten Familienfreund, dem Prediger Brodie Innes, zu ihrer Rechten und ihrem Enkel und dessen Freunden zu ihrer Linken. Nach dem Essen rauchten Darwin und sein Sohn Frank mit den beiden Besuchern in Darwins altem Studierzimmer Zigaretten. Darwin fragte sie mit überraschender Direktheit: „Warum nennen Sie sich Atheisten?“ Er meinte, er bevorzuge den Begriff Agnostiker. Obwohl Darwin die Ansicht teilte, dass das Christentum den Belegen nicht standhält, meinte er, dass Atheist ein zu aggressiver Begriff ist, um seine eigene Position zu beschreiben.</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->Viele Jahre lang war das, was für Darwin gut genug war, auch gut genug für mich. Ich nannte mich auch einen Agnostiker. Man hatte mich in einer christlichen Kultur aufgezogen und einige der vernünftigsten Humanisten, die ich kannte, waren Gläubige. Ich liebte die Musik und die Kunst, die durch einen Gottesglauben inspiriert wurden und ich sah keine Heuchelei dabei, an den großen Gesangsandachten teilzunehmen, die in der Kapelle des King's College in Cambridge stattfanden. Ich akzeptierte die Meinung einiger meiner wissenschaftlichen Kollegen nicht, dass die Erfolgsgeschichte der Wissenschaft zur Beseitigung der Religion geführt hatte. Mein Wunsch und der vieler Biologen, die biologische Evolution zu verstehen, war nicht der selbe Wunsch wie derjenige, der tief religiöse Menschen leitete, wenn sie die Frage nach der Bedeutung des Lebens stellten.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich hatte allerdings ein behütetes Leben geführt und war niemals jemandem begegnet, der aggressiv religiös war. Ich war natürlich angewidert über das, was ich über den grausamen Fanatismus aller Formen des religiösen Fundamentalismus gelesen hatte, oder von dem, was ich darüber im Fernsehen gesehen hatte. Eine solche Bösartigkeit schien mir aber nicht einfach mit religiösem Glauben zusammenzuhängen, weil viele Nicht-Gläubige ein genauso totalitäres Verhalten an den Tag legten wie diese Gläubigen. Mein Widerwille, an religiösen Debatten teilzunehmen, wurde auf einer großen Dinnerparty erschüttert. Die Dame, die neben mir saß, fragte mich, was ich tat, und ich sagte ihr, dass ich ein Biologe sei. „Ach sowas“, sagte sie, „dann haben wir viel zu bereden, weil ich nämlich glaube, dass jedes Wort in der Bibel im wörtlichen Sinne wahr ist.“ Ich war zutiefst erschüttert.</p>
<p style="text-align:justify;">Wie sich herausstellte, gab es doch nicht viel zu bereden, denn sie ließ sich durch kein einziges der Argumente überzeugen, die ich ihr nennen konnte. Sie schien sich nicht über die Widersprüche zwischen den Evangelien des Neuen Testaments zu wundern oder über die zwischen dem ersten und zweiten Kapitel der Genesis. Sie stellte sich auch nicht die Frage, wo Kains Frau herkam? Die Viktorianer waren sehr zurückhaltend, was solche Dinge betraf, und sie belasteten sich nicht mit dem Gedanken, ob Kain vielleicht eine ungenannte Schwester geheiratet hatte, oder, Schreck lass nach, dass seine eigene Mutter seine Kinder geboren hatte, wie auch seine Enkelkinder und so weiter in der Geschlechterabfolge, bis andere Frauen zur Verfügung standen. Die Viktorianer machten sich trotzdem große Sorgen wegen dieser Frage und sie spekulierten über die Existenz vor-adamitischer Wesen, wahrscheinlich Engel, die Kain mit seiner Frau ausgestattet haben würden.</p>
<p style="text-align:justify;">Meine kreationistische Dinnergefährtin machte sich über solche Trivialitäten keine Sorgen und winkte meine mangelnde Höflichkeit als das Problem eines Wissenschaftlers ab, der alles zu wörtlich nimmt. Es war jedoch nicht mein Problem, dass ich etwas zu wörtlich genommen hätte, sondern ihres und das ihrer kreationistischen Kollegen. Sie hatte sich in ihrer eigenen Schlinge gefangen. Es war auf jeden Fall einfach nur dämlich, es mit der Wissenschaft mit ihren eigenen Worten aufzunehmen, indem sie auf die Intelligenz verwieß, die im natürlichen Design eingeschlossen sein soll. Die Wissenschaft bietet ordentliche Methoden, mit denen man die natürliche Welt untersuchen kann. Eine der Methoden besteht darin, Theorien aufzustellen, die so viel wie möglich von dem, was wir über ein Phänomen wissen, in die Theorie integrieren, die das Phänomen umschließt. Die Theorien bieten Bezugssysteme, mit denen man die Eigenschaften der Welt überprüfen kann – und auch wenn es einige Theoretiker nicht glauben wollen, so sind ihre Theorien doch vollkommen überflüssig. Fakten sind weit verbreitete Meinungen und gelegentlich bricht der Konsens zusammen – und Meinungen ändern sich. Auf jeden Fall ist die Vorstellung, dass die enormen Gedankensysteme, die sich um Kosmologie, Geologie und die biologische Evolution gebildet haben, alle zusammenbrechen müssen, nichts anderes, als den Mond anzubellen. Kein ernsthafter Theoretiker würde seine Ansichten auf so einer Hoffnung gründen. Wenn religiöser Glaube auf der angeblichen Unwahrscheinlichkeit einer wissenschaftlichen Erklärung basiert, dann ist er anfällig für das Aufkommen einer wahrscheinlichen Erklärung. Es ist ein grober Fehler, seine Luftschlösser auf solchem Sand zu bauen.</p>
<p style="text-align:justify;">Nicht lange nach diesem furchtbaren Dinner schrieb mir Richard Dawkins und fragte mich, ob ich meinen Atheismus öffentlich bestätigen würde. Ich konnte keinen Grund erkennen, warum ich das nicht tun sollte. Eine klare Definition des Atheismus ist der fehlende Glaube an Gott. Das trifft mit Gewissheit auf meine Position zu, auch wenn ich nicht dazu neige, den Glauben der ernsthaften und nachdenklichen Menschen mit starken religiösen Vorstellungen anzugreifen, die ich weiterhin treffe. Ich füllte den Fragebogen aus, den mir Richard geschickt hatte. Ich hatte meine Meinung geändert. Ein guter Freund von mir, Peter Lipton, der im November 2007 plötzlich verstarb, war eifrig daran interessiert, jüdische Traditionen in seinem Zuhause zu erhalten und seine öffentliche Verteidigung Israels entsprechend zu formulieren. Nach seinem Tod erfuhr ich überrascht, dass er sich als religiöser Atheist<a href="http://hpd-online.de/node/3696#sdfootnote1sym" name="sdfootnote1anc" title="sdfootnote1anc">1</a> verstanden hatte. Ich hätte nicht überrascht sein sollen.</p>
<p style="text-align:justify;"><a href="http://hpd-online.de/node/3696#sdfootnote1anc" name="sdfootnote1sym" title="sdfootnote1sym">1</a>Religiösen Atheismus gibt es auch unter der Bezeichnung „kulturelle Religiosität“, ein Phänomen, das vor allem im Judentum weit verbreitet ist. Über 50% der amerikanischen Juden glauben nicht an Gott, bezeichnen sich aber trotzdem als Juden und halten oftmals die entsprechenden Traditionen am Leben. (Anm. des Übers.)</p>
<p>Übersetzung: <i>Andreas Müller</i><br />
Quelle: <a href="http://www.edge.org/q2008/q08_index.html">www.edge.org</a></p>
<p><b>Der Autor</b> Sir Patrick Bateson ist Professor für Ethnologie an der Cambridge Universität und Autor von <a href="http://www.amazon.de/Design-Life-How-Behaviour-Develops/dp/0099267624/">Design for a Life</a>, ein Buch über die Entwicklung menschlichen Verhaltens.</p>
<p style="text-align:justify;">&#160;</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Evangelische Zentralstelle mahnt atheistische Toleranz an]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/2008/01/05/evangelische-zentralstelle-mahnt-atheistische-toleranz-an/</link>
<pubDate>Sat, 05 Jan 2008 01:24:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/2008/01/05/evangelische-zentralstelle-mahnt-atheistische-toleranz-an/</guid>
<description><![CDATA[
EZW-Leiter Pfarrer Reinhard Hempelmann: Manche blicken respektlos auf Gläubige herab
B e r l i n (]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.idea.de/typo3temp/pics/9a00311784.jpg" align="right" border="10" height="150" hspace="10" vspace="2" width="200" /></p>
<p style="text-align:justify;">EZW-Leiter Pfarrer Reinhard Hempelmann: Manche blicken respektlos auf Gläubige herab</p>
<h3>B e r l i n (<a href="http://www.idea.de/index.php?id=355&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=60563&#38;tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&#38;cHash=563dfadd01">idea</a>) – Kritik an einem „intoleranten Atheismus“ hat die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin geübt. Neue Atheisten forderten für sich Sonderrechte und wähnten sich im Status des Aufgeklärtseins.</h3>
<p>Manche blickten respektlos auf das gläubige Bewusstsein herab, schreibt der EZW-Leiter, Pfarrer Reinhard Hempelmann, im neuesten Materialdienst. Als Beispiele nennt er die Bestsellerautoren Richard Dawkins („Der Gotteswahn“) und Christopher Hitchens („Der Herr ist kein Hirte“). Aus dem Wissenschaftler Dawkins sei inzwischen ein „aggressiver Missionar des Atheismus geworden, der aus Gläubigen Atheisten machen möchte – und dies mithilfe seines Buches“. Dawkins führe einen „vermeintlich naturwissenschaftlich orientierten Generalangriff auf die Religionen, die allesamt auf die Anklagebank gesetzt und als Wahnvorstellung pathologisiert werden“.</p>
<p><!--more--><b>Auch Religionslosigkeit kann krankmachen</b></p>
<p style="text-align:justify;">Hempelmann räumt ein, dass es krankmachende Religiosität und den Missbrauch von Religion gibt: „Aber es gibt auch krankmachende Religionslosigkeit und einen ‚evolutionären Humanismus’, der die Würde des Menschen nicht achtet und seine Freiheit und Verantwortlichkeit leugnet. Auch der Atheismus kann intolerant werden, vor allem, wenn er sich mit dem Mantel der Wissenschaftlichkeit umgibt.“ Manche Atheisten bemühten sich darum, ihre vermeintlich wissenschaftliche Weltdeutung politisch zu verallgemeinern. Eine solche Tendenz zeige sich auch in atheistischen Verbänden. „Obwohl ihre Mitgliederzahlen äußerst begrenzt sind, beanspruchen sie dennoch für sich einen exklusivistischen Gestaltungsauftrag und erheben im Namen der Wissenschaft eine naturalistische und atheistische Weltanschauung zur Norm.“</p>
<p><a href="http://www.idea.de/index.php?id=355&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=60563&#38;tx_ttnews%5BbackPid%5D=18&#38;cHash=563dfadd01">weiterlesen</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gott und das Spaghetti-Monster]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/13/gott-und-das-spaghetti-monster/</link>
<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 09:15:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/13/gott-und-das-spaghetti-monster/</guid>
<description><![CDATA[21:00 Uhr |  3sat   heute Abend via Bildung und Neue Medien
In Amerika fand vor wenigen Wochen ein K]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.reticon.de/db/medientipps/fernsehen.jpg" align="right" border="10" height="70" hspace="10" vspace="2" width="47" /><strong>21:00 Uhr &#124;  <a href="http://www.3sat.de/">3sat </a></strong>  heute Abend via <a href="http://www.reticon.de/medientipp/4118.html">Bildung und Neue Medien</a></p>
<p style="text-align:justify;">In Amerika fand vor wenigen Wochen ein Kongress statt, der große internationale Beachtung fand, weil er inmitten eines weltweit religiös aufgeheizten Klimas für einen "kristallklaren Atheismus" Front machte. Mit dabei: die Hauptvertreter des sogenannten "Neuen Atheismus", darunter neben dem Literaturwissenschaftler und Publizisten Christopher Hitchens auch die Philosophen Sam Harris und Daniel Dennett sowie der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, der mit seinem Buch "Der Gotteswahn" derzeit die Bestellerlisten auch in Deutschland anführt. Um die Positionen und die Probleme ihrer Diskussion verständlich zu machen, hatte Physiker Bobby Henderson 2005 im Kontext der Diskussion um das fundamental-religiöse "Intelligent Design" und das Verbot der Evolutionslehre an amerikanischen Schulen die Religion vom "Fliegenden Spaghetti-Monster" erfunden: eine Pseudo-Religion, die sich jedoch aller Argumente herkömmlicher Theologie bedient, um auf diese Weise parodistisch auf die zugrunde liegenden logischen, erkenntnistheoretischen und gesellschaftlichen Probleme aufmerksam zu machen. Doch wie hilfreich beziehungsweise zutreffend sind derartige Argumente gegen den Theismus?</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more-->"delta: Gott und das Spaghetti-Monster" beleuchtet die Argumentationslinien des "Neuen Atheismus" kritisch und fragt, was eigentlich neu am Anti-Theismus ist - und wie die Theologen mit den Herausforderungen umgehen, vor denen sie stehen. Gibt es eine Position jenseits der "Intelligent Design"-Argumente? Und welche Auswirkungen hätte der neue Anti-Theismus auf die heutige Gesellschaft?" (Quelle: 3sat)</p>
<p style="text-align:justify;">Die Gäste der Sendung:</p>
<p style="text-align:justify;">Willigis Jäger, Benediktushof - Zentrum für spirituelle Wege<br />
Bernulf Kanitscheider, Philosophie der Naturwissenschaften,<br />
Universität Gießen<br />
Hans-Dieter Mutschler, Theologe und Physiker, Hochschule Ignatianum/<br />
Krakau</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Waffen von R. Dawkins und Ch.Hitchens]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/12/die-waffen-von-r-dawkins-und-chhitchens/</link>
<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 01:17:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>nickpol</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/12/die-waffen-von-r-dawkins-und-chhitchens/</guid>
<description><![CDATA[ 					Von Hannes Stein - Welt Online
Jeder erwachsene US-Amerikaner hat das Recht Waffen zu tragen. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.welt.de/multimedia/archive/00456/colorado_8_DW_Vermi_456497g.jpg" align="right" border="10" height="156" hspace="10" vspace="2" width="234" /><a href="http://www.welt.de/meinung/article1449109/Strengere_Waffengesetze_verhindern_keinen_Amok.html"> 					Von Hannes Stein - Welt Online</a></p>
<p style="text-align:justify;">Jeder erwachsene US-Amerikaner hat das Recht Waffen zu tragen. Dieses Prinzip macht es irrsinnigen Amokläufern wie jetzt in Colorado leichter zu morden. Strengere Gesetze – oder gar ein Waffenverbot – für die USA rechtfertigen diese jüngsten Bluttaten jedoch nicht.</p>
<p>Soweit kann man dem Herrn Hannes Stein ja noch folgen.  Dann gibt er Gas. Ganz Amerikanisch, "put the pedal to the metal". Was jetzt kommt liest sich wie Kriegsberichterstattung:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Am zweiten Advent sind im US-Bundesstaat Colorado mindestens fünf Menschen getötet worden. Zuerst erschoss ein Amokläufer in Denver zwei angehende Missionare. Dann eröffnete hundert Kilometer weiter weg in Colorado Springs ein Irrer das Feuer auf einem kirchlichen Parkplatz. Zwei Menschen fielen den Kugeln zum Opfer, eine Wachfrau erschoss den Attentäter.</p>
</blockquote>
<p><!--more-->Und jetzt läßt er die Katze aus dem Sack:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">In den USA haben ein paar Bücher in den vergangenen Monaten die Bestsellerlisten erobert, in denen ein aggressiver Atheismus gepredigt wird. Christopher Hitchens vertritt in „Der Herr ist kein Hirte" die These, dass die Religion an allen Übeln der Welt die Schuld trägt, vom Masturbationsverbot bis zum Völkermord. Richard Dawkins erklärt in „Der Gotteswahn" die Religion zu einer Geisteskrankheit und bescheinigt sich und allen anderen Ungläubigen, sie seien ganz besonders klug. Mussten die zwei Todesschützen von Colorado sich durch atheistische Propaganda dieses Kalibers zu ihren blutigen Taten nicht geradezu angestachelt fühlen? Müssten also Bücher wie jene Pamphlete von Hitchens und Dawkins nicht verboten werden, um Schlimmeres zu verhüten?</p>
</blockquote>
<p>Das Buch wird zur Waffe, in einer völlig neuen Dimension, vielleicht ist dem Herrn Stein, beim schreiben dieses Artikels Dawkins "Gotteswahn" auf den Kopf gefallen. Diese Argumentation lässt auf Schlimmes schließen.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/meinung/article1449109/Strengere_Waffengesetze_verhindern_keinen_Amok.html">weiterlesen</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Neuen Atheisten: Videos]]></title>
<link>http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/08/die-neuen-atheisten-videos/</link>
<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 15:08:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>offray</dc:creator>
<guid>http://brightsblog.wordpress.com/2007/12/08/die-neuen-atheisten-videos/</guid>
<description><![CDATA[Beim hpd gibt es eine Videosammlung rund um die Neuen Atheisten:
Darunter finden Sie Dokumentationen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://brightsblog.wordpress.com/files/2007/12/aaiposter.jpg" title="AAI Poster"><img src="http://brightsblog.wordpress.com/files/2007/12/aaiposter.jpg" alt="AAI Poster" align="left" border="10" hspace="10" vspace="2" /></a>Beim hpd gibt es eine Videosammlung rund um die Neuen Atheisten:</p>
<p><strong>Darunter find</strong><strong>en</strong><strong> Sie Dokumentationen, Interviews, Vorträge, Debatten und Comedy.</strong></p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Ayaan Hirsi Ali</strong><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=2606255929315924267" target="_blank">Rede bei der AAI 2007</a></p>
<p><strong>Christopher Hitchens</strong><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-6851159367044940771&#38;hl=en" target="_blank">Debatte mit Alister McGrath</a><br />
<a href="http://www.seattlechannel.org/videos/video.asp?ID=5070718" target="_blank">Vortrag im Rathaus von Seattle</a></p>
<p><strong>Colbert Report/Daily Show</strong><br />
<a href="http://onegoodmove.org/1gm/1gmarchive/2007/09/a_table_for_one.html" target="_blank">Einen Tisch für eine Person</a><br />
<a href="http://onegoodmove.org/1gm/1gmarchive/2007/08/behe.html" target="_blank">Interview mit Michael Behe</a></p>
<p><strong>Daniel Dennett </strong><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-808547712754338659" target="_blank">Rede bei der AAI 2007</a><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=5640093862168820605" target="_blank">Interview über Religion als natürliches Phänomen</a></p>
<p><strong>Jonathan Miller</strong><br />
<a href="http://www.veoh.com/videos/v290167nBNFCMmq" target="_blank">Eine kurze Geschichte des Unglaubens</a></p>
<p><strong>Monty Python</strong><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZDCAJTrF1gg" target="_blank">Das geheime Leben des Brian</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZDCAJTrF1gg"></a><strong>Noam Chomsky</strong><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-5854018606313608966" target="_blank">Über den Glauben</a></p>
<p><strong>Penn &#38; Teller</strong><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=8RV46fsmx6E" target="_blank">Die Bibel ist Schwachsinn</a></p>
<p><strong>Pat Condell</strong><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=I5cXWElb-GE" target="_blank">An meine atheistischen Kritiker</a></p>
<p><strong>Richard Dawkins</strong><br />
<a href="http://www.unpronounceable.com/dawkins/" target="_blank">Die Wurzel allen Übels?</a><br />
<a href="http://blip.tv/file/425979" target="_blank">Deschner Preis – Preisrede</a><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-2293483151556804649" target="_blank">Feinde der Vernunft 1: Sklaven des Aberglaubens</a><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-2293483151556804649"><br />
</a><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6004927014381716642" target="_blank">Feinde der Vernunft<strong> </strong>2: Das irrationale Gesundheitswesen</a><br />
<a href="http://video.google.com/videoplay?docid=6004927014381716642"></a><br />
<strong>Sam Harris</strong><br />
<a href="http://www.truthdig.com/avbooth/item/20070617_religion_politics_and_the_end_of_the_world/" target="_blank">Debatte mit Chris Hedges</a></p>
<p><strong>Stephen Fry</strong><br />
<a href="http://onegoodmove.org/1gm/1gmarchive/2006/12/merry_mithras.html" target="_blank">Einen fröhlichen Mithras</a></p>
<p><strong>Die Neuen Atheisten</strong><br />
<a href="https://hpd-online.de/node/1211" target="_blank">Zur Übersicht</a></p>
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