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	<title>naturwissenschaft &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/naturwissenschaft/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "naturwissenschaft"</description>
	<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 19:58:45 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Der "Fundamentalismus" in der Naturwissenschaft]]></title>
<link>http://adhsinfo.wordpress.com/?p=313</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 19:48:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Achter</dc:creator>
<guid>http://adhsinfo.wordpress.com/?p=313</guid>
<description><![CDATA[Folgende Diskussion wurde in einem andern Thread angeleiert. Ich habe dieselbe dort extrahiert und e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><span style="color:#993300;">Folgende Diskussion wurde in einem andern Thread angeleiert. Ich habe dieselbe <a href="http://adhsinfo.wordpress.com/2008/07/18/aberglaube-homoopathie/" target="_blank">dort</a> extrahiert und einen neuen Post draus gemacht, da er OT war:</span></p>
<ol class="commentlist snap_preview">
<li>Nur als ganz kurze Anmerkung: Die Naturwissenschaften stellen ihre Fundamente auch niemals in Frage.
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="http://parallaxe.wordpress.com/">sebastian</a> - Juli 18, 2008 at 11:15 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=579">e</a></div>
</li>
<li class="alt"> Unsinn.
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="../">Achter</a> - Juli 18, 2008 at 11:24 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=580">e</a></div>
</li>
<li> Wäre das so, würde sich die Sonne immer noch um die Erde drehen und Einstein wäre unbekannt geblieben. Es sind nicht nur die Erkenntnisse die sich erneuern, auch die Methodik unterliegt einer der NW innewohnenden Skepsis.BTW: Das ist ein Thread über Homöopathie und Aberglauben, lass es nicht offtopic werden…
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="../">Achter</a> - Juli 18, 2008 at 11:49 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=581">e</a></div>
</li>
<li class="alt"> Der Erfolg der Naturwissenschaften besteht (wie bei jeder menschlichen Praxis die Probleme lösen soll) im Nichtstellen gewisser Fragen. Eben die Fundamente. Sons müsste die NW ihre Methoden verleugnen und damit sich selbst. “Unsinn” ist also ein reichlich unüberlegter Kommentar.
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="http://parallaxe.wordpress.com/">sebastian</a> - Juli 19, 2008 at 10:46 Uhr vormittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=588">e</a></div>
</li>
<li> Unsinn. Welche Fragen werden denn “nicht gestellt”?
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="http://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/">UB</a> - Juli 19, 2008 at 11:46 Uhr vormittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=589">e</a></div>
</li>
<li class="alt"> Allgemein Fragen die Subjektbezogen sind. Historische Abhängigkeiten, etc. Es wird zb so getan, als sei das Einsteinische Weltbild wesenhaft eine genauere Abbildung der “objektiven Welt” als das Aristotelische oder Newtonische Weltbild. Oder es wird so getan, als könnte man die Kultur einteilen in einen “harten Bereich” wo der mensch mit einer nichmenschlichen objektiven Welt korrespondieren würde und einen “weichen Bereich” wo es nur um historisch Bedingte zwisschenmenschliche Beziehung ginge. Diese Trennung hilft meiner Meinung nach (und mit der bin ich nicht alleine) nicht, das Leben angenehmer zu machen. Es hat einen Glauben mit absolutheitsanspruch durch einen anderen ersetzt. Ein Naturwissenschaftler sollte sich selbst als jemanden sehen, der wichtige probleme für Menschen löst und nicht als jemand, der heute etwas genauer abbildet, was man zu Zeiten von Galileo noch nicht so genau abbilden konnte.
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="http://parallaxe.wordpress.com/">sebastian</a> - Juli 19, 2008 at 12:26 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=590">e</a></div>
</li>
<li> @sebastian,ich verstehe kein Wort. Könntest du an einem <em>konkreten</em> Beispiel vielleicht erklären, wie man deiner Meinung nach vorgehen sollte, “wichtige probleme für Menschen” zu lösen? Und auch bitte konkret, wo sich ein Naturwissenschaftler der Lösung dieser Probleme angeblich verweigert? Etwas weniger neblig, vielleicht anhand eines Beispiels wäre schön. Du scheinst es zu wissen, also los…
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="../">Achter</a> - Juli 19, 2008 at 1:01 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=591">e</a></div>
</li>
<li class="alt"> Ich denke zum Beispiel an den Fundamentalen Umstand, dass sich die Naturwissenschaft nicht gegen die Religion durchgesetzt hat, weil sie vernünftiger ist, sondern weil die Gesamtentwicklung der Menschen die Option die Welt so zu Beschreiben hilfreich fand. Man kann ein schönes Beispiel nachlesen bei Paul Feyerabend in seinem Buch “Wider dem Methodenzwang”, in dem er zeigt, dass sich Galileos Idee nicht durchsetzte, weil sie für vernünftiger gehalten wurde sondern weil er die glücklicheren Umstände hatte, vor allem hatte er eine größere Gruppe Menschen, die ihm glaubte.<br />
Auch könnte man sagen, dass die Naturwissenschaftler über große Strecken (natürlich gibt es Ausnahmen, aber diese Forscher nennt man meistens anders) “ihr” Fundament eine “weiche Beschreibung” zu sein vergessen und sich für einen “harten Bereich” halten, der mit einer unveränderlichen objektiven Welt in Verbindung steht. Der Pathos ist hier also eher “die Forscher: auf der Suche nach der heheren Wahrheit” (wie religiös!) als “die Forscher: wichtige Probleme neu lösen und den Menschen helfen” (was meiner Meinung nach besser wäre).<br />
Alles in allem sind die Methoden ja genial (sonst hätten sie sich durchgesetzt) aber man sollte ihre Grenzen als menschliche Praxis nie vergessen. Und entschuldige für den off topic ; )</p>
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="http://parallaxe.wordpress.com/">sebastian</a> - Juli 19, 2008 at 5:00 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=594">e</a></div>
</li>
<li> Mir fällt dazu einiges ein was ich darauf erwidern könnte, aber ich laß das jetzt mal so stehen in der Hoffnung das “offtopic” geht hier nicht weiter. Allerdings gibt es sicher ein paar Threads in diesem Blog, wo sowas hin passen könnte. Sei´s drum und Schwamm drüber…<br />
————————–</p>
<blockquote><p>Und entschuldige für den off topic ; )</p></blockquote>
<p>genehmigt</p>
<p>mfg,<br />
Achter</p>
<div class="cmntmeta"><a rel="external nofollow" href="../">Achter</a> - Juli 19, 2008 at 7:01 Uhr nachmittags <a title="Kommentar bearbeiten" href="comment.php?action=editcomment&#38;c=595">e</a></div>
</li>
</ol>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kulturkämpfchen]]></title>
<link>http://2ndphilolog.wordpress.com/?p=1122</link>
<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 19:27:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>zuppi</dc:creator>
<guid>http://2ndphilolog.wordpress.com/?p=1122</guid>
<description><![CDATA[Kulturkriege
Neues und Bekanntes plagt sich mit der Frage herum,was in liberaler Denke gesellschaftl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kulturkriege</strong></p>
<p><a href="http://neuesundbekanntes.wordpress.com/">Neues und Bekanntes</a> plagt sich mit der Frage herum,was in liberaler Denke gesellschaftlich lebbare Toleranz bedeuten könnte. Dazu arbeitet er sich ausgerechnet an den <a href="http://neuesundbekanntes.wordpress.com/2008/07/08/culture-wars/">letzten Texten von GayWest</a> ab.Das erinnert mich nur im Ansatz an die Kampagne der unsäglichen PI gegen die "Krawallschwestern" von GayWest vor ein paar Monaten - sie meldeten berechtigte Zweifel an der Homosoli von Herre &#38; Co an (in diesem Zusammenhang habe ich GayWest erstmalig virtuell wahrgenommen). NuB will aber hoffentlich wohl auf etwas ganz anderes hinaus und Damien hat auch eine <a href="http://gaywest.wordpress.com/2008/07/13/pladoyer-fur-die-liberale-volksgemeinschaft/">Antwort</a> auf NuB's Fragen und Hypothesen.Noch wird mit harten Bandagen gekämpft und ich bin etwas ratlos,worüber hier  eigentlich genau so erbittert gehadert wird.</p>
<p><strong>Hostienentführung</strong></p>
<p><strong></strong>Die katholische Kirche in den USA erholt sich noch von den Kinderschändungsskandalen ihrer Angestellten,ihre Lobbyarmee ist aber noch vollständig handlungsfähig. Der Biologe und Uni-Prof  <a title="wiki.en" href="http://en.wikipedia.org/wiki/PZ_Myers" target="_blank">Paul Zachary "PZ" Myers</a> hat während einer Messe  die ihm gereichte Hostie nicht gemäss der Lithurgie zu sich genommen,sondern mitgehen lassen - quasi eine Entführung des Leib Christi. Aber nicht genug damit,er hat seine <a title="Pharyngula Blog" href="http://scienceblogs.com/pharyngula/" target="_blank">Blog</a>leser dazu aufgefordert,es ihm gleich zu tun und die eroberten,geweihten Oblaten an ihn zu senden,damit er damit kirchenverächtliche Sachen machen kann.Im Blog von <a title="Misanthrop Blog" href="http://burnttongue.net/wordpress/hostienkrise-todesdrohungen-wegen-keksentfuehrung/" target="_blank">Der Misanthrop</a> sind die heftigen Reaktionen von z.B.  Bill Donohue der Chef der Catholic League,genauer niedergelegt.</p>
<p>Prof <a title="wiki.en" href="http://en.wikipedia.org/wiki/PZ_Myers" target="_blank">Myers</a> gehen die Einmischungen  der christlichen  Rackets in den Wissenschaftsapparat  schon lange auf die Nerven. Die creationistischen Ansätze haben für einen Naturwissenschaftler etwa den Stellenwert eines Furunkels am Gesäss. Ob die öffentliche Malträtierung einer Hostie ein geeignetes Mittel zur Abwehr der gottesgläubigen,aufklärungsresistenten Papstbanden ist,bleibt noch offen. Der Hostienmisbrauch war nur eine Marginalie.</p>
<p>Ich kann diese spektakuläre Aktion des Biologen aus Minnesota verstehen,klappern gehört zum Geschäft, um eine kirchenkritische Meinung öffentlich wirksam machen zu können.Und die Reaktionen der getroffenen Katholiken reichen von der berechtigten Empörung bis zum handwerklichen Spektrum der chronisch beleidigten Muslime,die gerne über ihre Tötungswünsche und Fatwas den inhaltichen Frieden ihrer Religion  in die Weltöffentlichkeit transportieren.Ich bleibe Atheist und die religiösen Ideologien gehören zu den Privatsachen freier Bürger und in die Tempel, bestimmt für diejjenigen, die an ein verehrungswürdiges, höheres Wesen glauben mögen. Erkenntnis ist immer begrenzt - gerade Naturwissenschaftler wissen das. Daraus einen Auftrag für Kirchenagenten abzuleiten,ist mir seit Jahren schon viel zu übergriffig.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wissenschaft oder Theologie?]]></title>
<link>http://greyowl.wordpress.com/?p=89</link>
<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 21:00:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>greyowl</dc:creator>
<guid>http://greyowl.wordpress.com/?p=89</guid>
<description><![CDATA[Ich habe wieder einmal die alten Schriften von C.S. Lewis hervorgeholt - und bin total davon begeist]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-91" src="http://greyowl.wordpress.com/files/2008/07/herrlichkeit1.jpg?w=155" alt="" width="155" height="240" />Ich habe wieder einmal die alten Schriften von C.S. Lewis hervorgeholt - und bin total davon begeistert:</p>
<p class="MsoNormal">
<p><strong>«</strong> <em>Unter allgemeiner Evolutionslehre verstehe ich die Auffassung, dass alle Entwicklung vom Unvollkommenen zum Vollkommenen, von kleinen Anfängen zu grossartigen Ergebnissen, vom Rudimentären zum Komplexen geht. Es ist der Glaube des Menschen, dass unsere Moral aus primitiven Tabus herrührt, dass die Gefühle des Erwachsenen in den sexuellen Störungen seiner Kindheit ihren Ursprung haben, dass das Denken aus dem Instinkt, der Verstand aus der Materie, das Organische aus dem Anorganischen und der Kosmos aus dem Chaos entsteht.</em><!--more--></p>
<p class="MsoNormal"><em>Diese heute wohl am weitesten verbreitete Auffassung erscheint mir im höchsten Masse unlogisch, da der natürliche Ablauf, wie er hier geschildert wird, so gar nicht mit dem übereinstimmt, was wir in der Natur beobachten können. Sicher erinnern Sie sich an die alte Frage. was zuerst da war: die Henne oder das Ei. Die modernen Erkenntnisse beziehungsweise die allgemeine Evolutionslehre beruhen auf einer optischen Täuschung, weil sie ausschliesslich davon ausgehen, dass die Henne aus dem Ei kommt. Von Kindesbeinen an lehrt man uns zu beachten, dass die vollkommene Eiche aus einer kleinen Eichel wächst, und zu vergessen, dass die Eichel selbst von einer vollkommenen Eiche herabfiel. Man erinnert uns ständig daran, dass das erwachsene Wesen zunächst ein Embryo war, nie daran, dass der Embryo von zwei erwachsenen Wesen gezeugt wurde. Wir weisen gern darauf hin, dass die elektrische Lokomotive ein Nachkömmling der «Rocket» ist; aber ungleich seltener erinnern wir daran, dass die Dampflok nicht von einer einfacheren Maschine abstammt. sondern dass sie ihren Ursprung in etwas hat, das viel perfekter und komplizierter ist als sie selbst – dem genialen Hirn eines Menschen. Aus diesem Blickwinkel erweist sich die Logik und Eindeutigkeit, die die Lehre von der Evolution in den Augen der meisten Menschen zu haben scheint, als pure Halluzination.</em></p>
<p class="MsoNormal"><em>Aufgrund dieser und ähnlicher Beobachtungen kommt man zwangsläufig zu der Erkenntnis, dass alles andere wahrscheinlicher ist als die landläufige wissenschaftliche Kosmologie. Ich habe dieses Schiff nicht verlassen, weil die Poesie mich lockte, sondern weil ich erkannte, dass es untergehen wird. Jeder philosophische Idealismus oder Theismus musste zumindest etwas weniger falsch sein. Und es zeigte sich, dass der Idealismus, wenn man ihn ernst nahm, verkappter Theismus war. Und wenn man den Theismus annahm, musste man sich auch dem Anspruch Christi stellen, demgegenüber man – so empfand ich es jedenfalls – keine neutrale Position beziehen kann. Entweder er war ein Schwachsinniger, oder er war Gott. Und er war kein Schwachsinniger.</em></p>
<p class="MsoNormal"><em>In der Schule habe ich gelernt, dass man nach einer Rechenoperation «die Probe machen» soll. Die Probe oder die Bestätigung meiner christlichen Antwort auf das kosmische Ergebnis sieht folgendermassen aus: Wenn ich die Theologie als wahr akzeptiere, habe ich sicher hier und da Schwierigkeiten, sie mit einzelnen Wahrheiten in Einklang zu bringen, die aus der wissenschaftlich abgeleiteten mythischen Kosmologie entstammen. Aber als Ganzes lässt sich die Wissenschaft bestens in die Theologie einordnen. Gehe ich davon aus, dass der Verstand vor der Materie existierte und das Licht dieses Ur-Verstandes unseren begrenzten Verstand erleuchtet, so kann ich einsehen, dass die Menschen durch Beobachtungen und Rückschlüsse zu einer Vielzahl von Erkenntnissen über ihr Universum kommen können. Wenn ich aber die wissenschaftliche Kosmologie für bare Münze nehme, kann ich weder den christlichen Glauben noch die Wissenschaft selbst irgendwo einordnen.</em></p>
<p class="MsoNormal"><em>Wenn unser Verstand völlig von unseren Gehirnzellen abhängt und diese von biochemischen Vorgängen und die biochemischen Vorgänge (auf lange Sicht) vom ziellosen Fluss der Atome, dann kann ich nicht verstehen, warum die Gedanken eines solchen Verstandes mehr Bedeutung haben sollten als das Rauschen des Windes in den Bäumen. Und das ist für mich die entscheidende Frage. So unterscheide ich zwischen Wachen und Träumen. Wenn ich wach bin, kann ich, bis zu einem gewissen Grade, meine Träume erklären und erforschen. Der Drache, der mich letzte Nacht verfolgte, lässt sich in meine wache Welt einordnen. Ich weiss, dass es Träume gibt; ich weiss, dass ich gestern abend etwas Schwerverdauliches gegessen habe; ich weiss, dass ein Mensch, der so viel liest wie ich, unter Umständen auch von Drachen träumen kann. Aber während des Alptraums war ich nicht in der Lage, die Erfahrungen aus meiner wachen Welt einzuordnen. Die Welt, die ich wachend erlebe, ist deshalb realer, weil in ihr auch unsere Traumwelt Platz hat; die Traumwelt ist weniger wirklich, weil unsere wache Welt in ihr keinen Platz hat.</em></p>
<p class="MsoNormal"><em>Aus diesem Grund bin ich sicher, dass ich vom Träumen zum Wachsein übergewechselt bin, als ich vom wissenschaftlichen Standpunkt zum theologischen überwechselte. In die christliche Theologie lassen sich sowohl die Wissenschaft als auch Kunst, Moral und primitivere Religionen einordnen. Die wissenschaftliche Sicht kann nicht eines dieser Themen einordnen, noch nicht einmal die Wissenschaft selbst. </em>Ich glaube an Christus, so wie ich glaube, dass die Sonne aufgegangen ist, nicht nur, weil ich sie sehe, sondern weil ich durch sie alles andere sehen kann. <strong>»</strong></p>
<p><em><strong>C.S. Lewis aus "Ist Theologie Dichtung", 1944, Brunnen Verlag</strong></em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zukunftsprobleme noch und nöcher]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=71</link>
<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 12:06:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=71</guid>
<description><![CDATA[Man muss Josef Reichholf für seine „Kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends“ loben: Sein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss Josef Reichholf für seine „Kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends“ loben: Sein Ansatz, große geschichtliche Ereignisse, Volksdichtungen und andere menschliche Lebensäußerungen mit klimatischen Veränderungen in Relation zu setzen, ist originell. Mit seinem Buch zeigt er, dass der Mensch mit allen seinen Regungen nicht völlig autonom ist, sondern Bestandteile eines größeren Zusammenhangs, auf den er keinen Einfluss hat. In einer Zeit, in der viele glauben, der Klimawandel sei menschengemacht, kommt Reichholf mit seinen Ausführungen gerade zur rechten Zeit. Kurzum: Das Buch ist einer Lektüre wert.</p>
<ul>
<li>Jetzt und immerdar</li>
</ul>
<p>Allerdings weist das Buch einen gravierenden Mangel auf, der das Lesevergnügen entscheidend mindert. Reichholf stellt immerfort entweder explizit Zusammenhänge her oder deutet Zusammenhänge an, die auch in einer populärwissenschaftlichen Darstellung nichts zu suchen haben, weil es sich um bloße Meinung handelt. Oder, schlimmer noch, weil sie einfach falsch sind. Der Leser stutzt nicht selten und fragt sich, was diese oder jene Wertung oder Behauptung denn da verloren habe oder ob sie überhaupt zutreffe.</p>
<p>So interessant etwa das Kapitel über das Mittelalter sein mag, so befremdlich sind Reichholfs eingestreuten Ansichten über Kirche, Herrschaft und Gesellschaft dieser Zeit. Sie machen deutlich, wie fremd, wie unverstanden ihm sein Thema letztlich geblieben ist. So offenbart beispielsweise seine Rede von „Staat und Kirche“ (S. 34), wie unbeleckt er von historischer Forschung ist. Leider lässt er trotzdem (oder gerade deshalb?) ungehemmt seinen Vorurteilen über die Inquisition freien Lauf (vgl. S. 67) und fragt in Bezug auf die Kreuzzüge:</p>
<blockquote><p>„Hätte christliche Gesinnung, die auf der reinen Lehre Christi aufbaut, überhaupt zu den Waffen rufen dürfen?“ (S. 35)</p></blockquote>
<p>Mit solchen Formulierungen, die mit dem Thema seines Buches nichts zu tun haben, offenbart er lediglich, dass er u.a. von „der reinen Lehre Christi“ keinen blassen Schimmer hat.</p>
<p>Dass man Begriffe und Maßstäbe, die heute gültig sind, nicht umstandslos auf das Mittelalter anwenden darf, ist dem Naturwissenschaftler Reichholf zwar durchaus nicht entgangen. Doch er tut es, und dadurch wird seine Interpretation deutlich entwertet: Reichholf scheitert an seinem sehr interessanten interdisziplinären Ansatz, indem er seine Unkenntnis historischer Methoden (die ihm verziehen seien) durch Meinung füllt.</p>
<p>Wenn Reichholf seine Leser mit seiner unerheblichen Meinung zu einem unverstandenen Phänomen belästigt, ist das ärgerlich. Doch richtiggehend dramatisch wird es bei seinen „Schlussbemerkungen“, mit denen er sicherlich etwas sagen möchte. Bloß: Das gelingt ihm nicht besonders gut. Man ahnt, dass seine Botschaft auf einer speziesistischen Prämisse aufbaut, und hätte durchaus gerne erfahren, auf was er hinaus will. Doch er verheddert sich derart, dass er überproportional viele Nullsätze wie diese herausbringt:</p>
<blockquote><p>„Zukunftsprobleme gab es immer. Sie sind nicht neu, auch wenn die Dimension in unserer Zeit über alle Horizonte hinausgewachsen ist. Das Leben selbst hat uns mit seinem Erfolg in der Evolution die Vorgehensweise vorgemacht.“ (S. 315)</p></blockquote>
<p>Dieses unverständliche Geschwurbel mündet – wie könnte es anders sein? – in ein Lob der Wissenschaft und in der Verdammung des „Irrationalen“ (S. 317). Dabei fordert Reichholf eine Erweiterung der – wie er es nennt – „Aufklärung“; die „bloße Vermittlung von Fakten“ reiche nicht mehr aus. Vielmehr müsse man nun</p>
<blockquote><p>„Vertrauen [aufbauen], um vom Wissen zur Gewissheit zu kommen. Nachprüfbarkeit allein vermittelt dieses Vertrauen.“ (S. 318)</p></blockquote>
<p>Auch wenn Reichholf hier – auch wenn man sie an dieser Stelle durchaus erwartet hätte – auf eine ausdrückliche Diffamierung von Religion und Glauben verzichtet, so trieft das atheistische Bekenntnis aus jeder Zeile. Gleichzeitig wird das Märchen vom Gegensatz zwischen</p>
<blockquote><p>„Fortschritt mit Hilfe von Wissenschaft und Technik“ und „fundamentalistischen Rückschritt“ (S. 73)</p></blockquote>
<p>wiederbelebt.</p>
<ul>
<li>Gar nicht lustig</li>
</ul>
<p>Doch als wäre das nicht schon befremdlich genug, scheint sich der Autor am Ende sogar noch beim Kabarett andienen zu wollen, wenn er etwa ausruft:</p>
<blockquote><p>„Zukunft muss sich lohnen!“ (S. 320)</p></blockquote>
<p>Wer wollte da widersprechen? Aber eigentlich ist das alles nicht lustig, denn eine andere Bemerkung verleiht diesem Sketch einen üblen Sinn. Reichholf fragt nämlich:</p>
<blockquote><p>„Gibt es überhaupt ‚das Richtige’ oder ‚das Falsche’? Bewähren sich nicht so gut wie immer die goldenen, weil wohlabgewogenen Mittelwege? Die Politik sieht das gerne so in demokratischen Gesellschaften. Weniger demokratische und diktatorische Systeme entscheiden her in Richtung eines Extrems.“ (S. 314)</p></blockquote>
<p>Und antwortet:</p>
<blockquote><p>„Das Streben zum Gleichgewicht ist ein Weg in die Falle. Was wir, was die Menschheit brauchen würde, sind im evolutionären Sinn überlebensfähige Ungleichgewichte. Wir müssen die Spannung(en) haben, um Aktivitäten entfalten zu können. Aus dem ‚hier mehr’ und dem ‚dort weniger’ ergibt sich der Fluss. Alles andere stagniert.“ (S. 324)</p></blockquote>
<p>Doch was, um Himmels willen, möchte uns der Autor damit eigentlich sagen? Ist es völlig unangemessen, aus diesen beiden Zitaten ein Plädoyer für eine Diktatur herauszulesen? Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken.</p>
<p>Am Ende entpuppt sich das Buch also nicht nur als ein interessante Anregung für die aktuelle Klimadebatte, sondern darüber hinaus als ein Symptom. Es demonstriert, wie ein Naturwissenschaftler, ein Evolutionsbiologe – was gar nicht so selten vorkommt – das Feld verlässt, auf dem er sich auskennt, und seine Meinungen über Gott und die Welt für Wissenschaft ausgibt. Hinzu kommt die Unfähigkeit des Autors, seine Gedanken so auszudrücken, dass man sie nachvollziehen kann. Insofern mag Reichholf  ein guter Zoologe sein, aber er ist kein guter Historiker – und wäre, nach allem, was man nach der Lektüre weiß, ein gefährlicher Politiker.</p>
<p><em>Josef H. Reichholf: Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-10-06294-5. 336 Seiten. Preis: 19,90 Euro. Auch als Taschenbuch erhältlich.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Begeisterte Theologen beten um Bestätigung...?]]></title>
<link>http://stefan888.wordpress.com/?p=568</link>
<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 09:50:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>kroski.meint</dc:creator>
<guid>http://stefan888.wordpress.com/?p=568</guid>
<description><![CDATA[Bloggen wird erst dann gut, wenn es wenigstens den Hauch von Selbstironie oder Widerspruch zulässt.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><img class="size-thumbnail wp-image-569 alignleft" style="float:left;" src="http://stefan888.wordpress.com/files/2008/06/leuchte-a-2.jpg?w=96" alt="" width="96" height="96" /><strong>Bloggen wird erst dann gut, wenn es wenigstens den Hauch von Selbstironie oder Widerspruch zulässt.</strong> <em>Kamenins</em> Artikel <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/06/25/verzweifelte-theoretiker-bitten-um-widerlegung/" target="_self">"Verzweifelte Theoretiker bitten um Widerlegung"</a> (ein kurzer Verweis auf einen Artikel von <em>Lawrence Krauss</em> auf der Seite von <em>Edge: The Third Culture</em>) hatte etwas Anregendes für mich, allerdings nicht in Richtung <em>lesen</em>, wohl eher in Richtung <span style="color:#ff00ff;"><em>beleuchten</em></span>...</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more--></p>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#ffffff;">-</span><br />
So formuliert der <strong>Theoretiker </strong>und Naturwissenschaftler:<br />
<img class="alignleft size-full wp-image-570" src="http://stefan888.wordpress.com/files/2008/06/leuchte-science-2b.jpg" alt="" width="210" height="162" />
</p>
<p style="text-align:justify;padding-left:30px;">"...maybe, maybe there’s something wrong with our theories on the larger scales. And of course as a theorist I’m certainly hoping it’s the latter, because I want theory to be wrong, not right, because if it’s wrong there’s still <strong>work left for the rest of us</strong>." (<em>Lawrence Krauss</em>)</p>
<p style="text-align:justify;padding-left:30px;">
<p style="text-align:justify;padding-left:30px;">
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#ffffff;">-</span><br />
Und der <strong>Theologe</strong> kontert unausweichlich:<br />
<img class="alignleft size-full wp-image-571" src="http://stefan888.wordpress.com/files/2008/06/leuchte-kerze-2.jpg" alt="" width="210" height="162" />
</p>
<p style="text-align:justify;">"... definitely, definitely there's something right with our theories on the larger scales. And of course as a theologist I'm certainly hoping it's the latter, because I want theology to be right, not wrong, because if it's right there's a lot of <strong>work left for the rest of us.</strong>" (<em>anonymous</em> ;-) )</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#ffffff;">-</span><br />
Beide Fraktionen knabbern an ihrem jeweiligen Dilemma, jedenfalls im <em>arbeitsbegründendem</em> Sinn. Schliessen wir  an dieser Stelle mit den kryptischen Worten: <em>Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schwarze Löcher aus eigener Produktion?]]></title>
<link>http://wesenderdinge.wordpress.com/?p=22</link>
<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 19:47:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>wesenderdinge</dc:creator>
<guid>http://wesenderdinge.wordpress.com/?p=22</guid>
<description><![CDATA[In der Nähe von Genf wird in wenigen Wochen das bisher größte naturwissenschaftliche Experiment d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In der Nähe von Genf wird in wenigen Wochen das bisher größte naturwissenschaftliche Experiment der Menschheit starten. Es handelt sich um einen Teilchenbeschleuniger, also um ein Gerät, dass Elementarteilchen mit extrem viel Bewegungsenergie versieht und dann aufeinander schießt. Der neue Beschleuniger wird in der Lage sein, Protonen auf 14 TeV zu beschleunigen.</p>
<p>14 TeV? Bahnhof? Da wohl nicht jeder eine anschauliche Vorstellung von der Energieeinheit Elektronvolt (Abkürzung eV) haben dürfte, muss ich hier etwas ausholen. Protonen und andere Elementarteilchen sind ja bekanntlich recht winzig. Deshalb muss man, wenn man mit Protonen arbeiten will, auch mit sehr geringen Energiemengen rechnen können. Dafür ist die gesetzliche Energieeinheit Joule einfach zu groß und zu unpraktisch. Der Elementarteilchenphysiker rechnet in eV und ist glücklich damit.</p>
<p>Der Nichtphysiker braucht erst mal einen Größenvergleich. 14 TeV, also 14 Teraelektronvolt oder 14 Billionen Elektronvolt entspricht etwa 2,2 µJ, also 2,2 millionstel Joule. Damit ließe sich eine Armbanduhr etwa 2 Sekunden lang betreiben. Das klingt nach nicht viel, was daran liegt, dass wir uns nicht vorstellen können, wie winzig ein Proton ist.</p>
<p>So hat z. B. ein einzelnes Stickstoffmolekül bei Raumtemperatur eine Wärmeenergie von gerade mal 0,03 eV. Ein Photon des sichtbaren Lichtes liegt bei etwa 2 eV. Chemische Reaktionen liefern ähnlich große Energien.</p>
<p>Wesentlich größer sind die Werte bei der Kernenergie. Bei einer einzelnen Kernspaltung, wie sie z. B. in Kernkraftwerken auftritt, werden insgesamt 200 MeV, also 200 Millionen Elektronvolt frei. Weil der gespaltene Uran- oder Plutoniumkern aber sehr schwer ist, verteilt sich diese Energie auf weit über 200 einzelne Elementarteilchen. Die größte Einzelenergie finden wir bei der Kernfusion, wie sie ständig in der Sonne stattfindet und mittlerweile auch unter kontrollierten Bedingungen auf der Erde möglich ist. Hier bekommt ein einzelnes Neutron, das etwa genau so groß und schwer wie ein Proton ist, eine Energie von 14 MeV.</p>
<p>Zur Erinnerung: Der neue Teilchenbeschleuniger wird 14 TeV erreichen. Das ist eine Million mal die Energie, die bei einer Kernfusion frei wird. Vielleicht wird jetzt etwas anschaulicher, was diese Energie für ein einzelnes Proton bedeutet.</p>
<p>Der Aufwand der dafür betrieben wird, ist enorm. Die Protonen laufen in einem Ring mit 27 Kilometern Umfang. Extrem kräftige, supraleitende Elektromagnete zwingen sie, auf der Kreisbahn zu bleiben. Damit das funktioniert, muss die ganze Apparatur auf &#8211;271 °C abgekühlt werden. Für den Beschleunigerring und die zugehörigen Messapparaturen wurden und werden insgesamt mehr als drei Milliarden Euro investiert.</p>
<p>Da fragt man sich doch: Wozu das Ganze?</p>
<p>Nun, im Grunde ist die ganze Elementarteilchenphysik zur Zeit in einer recht unangenehmen Lage. Man hat in den vergangenen Jahrzehnten an vielen Experimenten unglaublich viel über die Elementarteilchen, und damit über die Struktur der Materie an sich gelernt. Zuerst sah die Sache ja recht übersichtlich aus. Es gab die Elektronen, die Protonen und die Neutronen, dazu noch die Photonen als Vermittler elektromagnetischer Kräfte. Die Forschung ging aber weiter, und im Laufe der Zeit kamen Neutrinos dazu, verschiedene Myonen und Mesonen und noch einige Teilchen mehr. Später konnte man in den Protonen und Neutronen eine Substruktur aus Quarks entdecken. Diese ließen sich wiederum zu neuen, noch unbekannten Teilchen zusammensetzen. Je genauer man hinschaute, desto unübersichtlicher wurde die Situation. Ein Fass ohne Boden. Man brauchte eine neue Vorstellung der Materie an sich.</p>
<p>Um wirklich zu verstehen, was die modernen Elementarteilchenphyiker so treiben, bräuchte man ein solides Verständnis einiger recht skurriler Bereiche der modernen Mathematik. Da ist viel von irgendwelchen Gruppen und Eichgruppen die Rede, und von Symmetrie und Symmetriebrechung. Diese Kenntisse habe ich nicht. Aber aus einer Reihe von populärwischenchaftlichen Büchern und Artikeln ist ein gewisser Eindruck bei mir hängen geblieben, den ich im Folgenden mal skizzieren möchte &#8212; auch auf die Gefahr hin, dass ich falsch liege:</p>
<p>Die Materie ist, so wird angenommen, vergleichbar einem großen See. Wenn viel Wasser da wäre, will sagen, wenn überall viel Energie wäre, hätten wir einen schönen, großen und zusammenhängenden See, also eine schöne gleichmäßige Struktur der Materie vor uns. Allerdings ist das Energieniveau im Universum so niedrig, dass wir einen fast ausgetrockneten See vor uns haben. Es sind nur einzelne Pfützen übrig, will sagen, die Materie besteht fast ausschließlich aus ein paar wenigen Typen von Elementarteilchen. Der niedrige „Wasserstand“ hat auch zur Folge, dass der „See“ an Materie nicht schön gleichmäßig verteilt ist, sondern sich an wenigen Stellen sammelt. Die Materieverteilung im Universum ist recht ungleichmäßig und „klumpig“</p>
<p>Wenn sich bei einem fast ausgetrockneten See bestimmte Pfützen bilden, dann nicht deshalb, weil es bevorzugte Formen von Pfützen gibt, sondern weil der See eine bestimmte Struktur hat und die Form und Größe der letzten übrig gebliebenen Pfützen vorgibt. Und wenn unser Universum in weiten Teilen aus Protonen, Neutronen und Elektronen besteht, dann nicht deshalb, weil diese Teilchen etwas besonderes sind, sondern weil die Materie als Ganzes eine Struktur hat, die bei geringer Energie zu solchen Ausprägungen führt.</p>
<p>Über den Materie-See bei niedrigem Wasserstand (also bei niedrigem Energieniveau) wissen die Naturwissenschaftler schon sehr viel. Und natürlich machen sie sich seit Jahrzehnten Gedanken darüber, wie der See denn als Ganzes aussehen könnte, so dass er bei Niedrigwasser genau die bekannten Strukturen hervorbringt. Dummerweise sind sie auf zahlreiche verschiedene Theorien gekommen, die sich teilweise widersprechen. Und dummerweise kann man nur unterscheiden, welche von diesen Theorien richtig ist, wenn der Wasserstand hoch ist. Das ist die (unangenehme) Lage der Elementarteilchenphysik zur Zeit.</p>
<p>Das ist aber genau das, worum es bei dem neuen Teilchenbeschleuniger gehen wird. Der Teil des Materie-Sees, den man darin beobachtet, wird winzig sein. Aber für diesen winzigen Teil wird der Wasserstand so extrem hoch sein, dass man endlich mal wieder etwas Neues erkennen kann. </p>
<p>Mit einer dieser möglichen neuen Erkenntnisse ist das Projekt in letzter Zeit besonders populär geworden. Manche der beteiligten Wissenschaftler glauben nämlich, dass die Energie ausreicht, um winzige Schwarze Löcher zu erzeugen. </p>
<p>Ein Schwarzes Loch entsteht, wenn Materie so sehr zusammengepresst wird, dass sie sich hinter ihrer eigenen Schwerkraft verstecken kann. Die innere Struktur &#8212; falls noch eine existiert &#8212; ist dann von außen vollkommen unsichtbar. Das Schwarze Loch ist nur über seine Wirkung auf andere Objekte in der Nähe zu erkennen. </p>
<p>Im Grunde sind Schwarze Löcher die langweiligsten Objekte des Universums. Sie haben eine Masse, eine Ladung und einen Drehimpuls. Damit sind sie vollständig beschrieben. Keine weiteren Eigenschaften. Interessant sind sie für die Wissenschaftler nur, weil durch die extreme Schwerkraft Effekte sichtbar werden, die man sonst nicht beobachten kann. In der unmittelbaren Umgebung des Schwarzen Loches kann sehr viel Energie frei werden. Hoher Wasserstand sozusagen. Nur um die Größenordnung zu verdeutlichen: Um aus der Erde ein Schwarzes Loch zu machen, müsste man sie auf 18 mm Durchmesser verdichten.</p>
<p>Das Schwarze Loch im Teilchenbeschleuniger wäre noch viel, viel kleiner. Und das ist das Spannende: Eigentlich wäre es zu klein. Nach den herkömmlichen Regeln gibt es eine Mindestgröße für Schwarze Löcher. Und um die zu erreichen, müsste der Teilchenbeschleuniger noch mal eine Billion mal mehr Energie auf die Protonen packen können. So ein Gerät wäre vermutlich so groß wie unser Sonnensystem.</p>
<p>Die herkömmlichen Regeln sind die der allgemeinen Relativitätstheorie und der Quantenmechanik, nach denen es fünf schön glatte und weiträumige Dimensionen gibt. Aber warum sollte mit fünf Dimensionen Schluss sein? Viele Naturwissenschaftler gehen davon aus, dass es noch ein paar Dimensionen mehr gibt, die aber ganz eng zusammengefaltet sein müssen. Das Schwarze Loch könnte sich dann sozusagen in diese Falten einwickeln und durch einen wundersamen mathematischen Trick doch größer erscheinen, als es ist. Dadurch könnte die Mindestgröße für Schwarze Löcher wesentlich kleiner sein als bisher gedacht. Klein genug für den neuen Teilchenbeschleuniger.</p>
<p>Um im Bild zu sprechen: Man möchte wissen, ob die Oberfläche des Materie-Sees schön glatt oder ein wenig gekräuselt ist. Dass kein großer Wellengang möglich ist, wissen wir schon auf Grund der Beobachtungen bei den Pfützen. Die zusätzlichen Dimensionen können nicht weiträumig ausgebreitet sein. Aber kleine Unebenheiten sind nach den bisherigen Erkenntnissen möglich. Winzig kleine Wellen sozusagen, die dennoch die Oberfläche des Sees entscheidend vergrößern könnten. Und wenn im Teilchenbeschleuniger Schwarze Löcher nachgewiesen werden können, muss es diese Kräuselungen, diese zusätzlichen Dimensionen geben.</p>
<p>Manche Wissenschaftler behaupten nun, so ein schwarzes Loch auf der Erde könne gefährlich werden. Es könne anfangen, weitere Materie in sich aufzunehmen, und schließlich die ganze Erde zerstören. Dieser Einwand verdient natürlich, ernst genommen zu werden. Und er wird auch ernst genommen. Das Problem ist, dass man schon einen sehr tiefen Einblick in die modernen Physik braucht, um die verschiedenen Argumente und Berechnungen verstehen, geschweige denn nachprüfen zu können. Denn es wird auf der einen Seite immer Wissenschaftler geben, die ihr eigenes Lieblingsprojekt schön rechnen. Und auf der anderen Seite wird es immer Wissenschaftler geben, die bereitwillig Katastrophenszenarien entwerfen, wenn sie damit in die Zeitung und ins Fernsehen kommen. Eine wirkliche Meinung kann man sich als Laie eigentlich nicht bilden.</p>
<p>Aus meiner laienhaften Sicht nur so viel: Zuerst muss es mal zu einem Schwarzen Loch kommen. Selbst wenn es diese zusätzlichen Dimensionen gibt, heißt das nicht automatisch, dass sie die Existenz von so kleinen Schwarzen Löchern ermöglicht. Wenn es nun zum Schwarzen Loch kommt, geht man davon aus, dass es instabil ist und augenblicklich zu Strahlung zerfällt. Die Wissenschaftler erwarten, dass sie nur an der speziellen Verteilung dieser Strahlung erkennen können, dass es für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde ein Schwarzes Loch gegeben hat. Wenn sich jetzt diese Wissenschaftler alle irren und das Schwarze Loch stabil bleibt, dann wird es die Erde sofort verlassen. Die Bewegungsenergie, die es dazu braucht, ist absolut winzig gegenüber dem Energieniveau im Teilchenbeschleuniger. Dass das Schwarze Loch nach seiner Entstehung so langsam ist, dass es im Schwerefeld der Erde gefangen bleibt, ist so extrem unwahrscheinlich, dass man den Fall vernachlässigen kann. Und selbst wenn es wider alle Erwartungen doch entsteht, stabil ist und hier bleibt, gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass es immer noch viele hunderte Millionen oder gar Milliarden Jahre dauern wird, bis es genügend Schaden angerichtet hätte, dass wir das spüren würden. Bis dahin hätte die wachsende Sonne längst alles Leben auf der Erde unmöglich gemacht. Mit anderen Worten: Wenn uns so ein Schwarzes Loch gefährlich würde, hätten die Mehrheit der beteiligten Physiker gleich in mehreren wichtigen Punkten grundlegend daneben gelegen. Bei aller Fehlbarkeit der Wissenschaft scheint mir das dann doch etwas zu weit her geholt.</p>
<p>Ich persönlich würde mir über die Schwarzen Löcher in einem Labor in der Nähe von Genf keine Sorgen machen. Es gibt so viele andere Ereignisse, die alles menschliches Leben auf diesem Planeten vernichten könnte. Nicht zuletzt haben wir es vor etwa einem halben Jahrhundert erreicht, dass wir so ein Ereignis auf Knopfdruck selbst erzeugen können. Laut Wikipedia gab es im Kalten Krieg mindestens 20 sehr gefährliche Ereignisse, die einen Atomkrieg hätten auslösen können. Und das Arsenal an Kernwaffen hat immer noch &#8212; umgerechnet auf die komplette Menschheit &#8212; eine Sprenkraft von mehr als einer Tonne TNT pro Person. Angst vor einem Schwarzen Loch mit weniger als einem Millijoule Energie? Wenn wir sonst keine Sorgen haben …</p>
<p>Bleibt die Frage nach dem Aufwand: Warum investiert man Milliarden, nur um ein paar zusätzliche, eng zusammengefaltete Dimensionen zu entdecken? Nun, dazu fallen mir schon ein paar Gründe ein.</p>
<p>Als erstes fällt bei ambitionierter Grundlagenforschung immer etwas für den technischen Alltag ab. Ohne die Erfahrungen mit den Teilchenbeschleunigern wären manche moderne diagnostische Verfahren in der Medizin wohl nicht entstanden. Und die alten Teilchenbeschleuniger, die für die Grundlagenforschung nicht mehr benötigt werden, sind alle noch im Betrieb. Man hat nämlich festgestellt, dass dabei eine besonders reine Form von Strahlung entsteht. Für die Elementarteilchenphysiker eher ein Abfallprodukt, für die Entwicklung neuer, hochbelastbarer Werkstoffe eine große Hilfe.</p>
<p>Außerdem wurde schon des öfteren selbst die abgehobenste Grundlagenforschung wenige Jahrzehnte später zum technischen Alltag. Ohne Einsteins allgemeine Relativitätstheorie wäre eine genaue Positionsbestimmung per GPS heute nicht möglich. Und wer seine Daten auf einem USB-Stick speichert, vertraut sie einem quantenmechanischen Effekt an. Das war alles in den zwanziger Jahren, als diese Theorien im naturwissenschaftlichen Elfenbeinturm entstanden, nicht absehbar.</p>
<p>Und schließlich: Sind die Geheimnisse der Natur nicht dazu da, erforscht zu werden? Gott hat uns Menschen mit einem unbändigen Forscherdrang und die Natur mit einer selbst in kleinstem Maßstab höchst komplexen und immer wieder überraschenden Struktur ausgestattet. Warum sonst, als dass wir mit dem einen das andere entdecken sollten? Wer in bisher unbekannte Strukturen der Materie vordringt, enthüllt zugleich bisher unbekannte Gedanken Gottes. Wir sollten nicht den Fehler machen, in der Struktur der Materie nach theologischer Relevanz zu suchen, oder sogar nach einem Gottesbeweis oder ähnlichem Blödsinn. Aber bisher hat fast jede Erkenntnis der Naturwissenschaft das Staunen der Wissenschaftler vergrößert. Das sagt doch auch etwas über Gott aus, oder?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Verlinkt: Begrenzte Wissenschaft]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=79</link>
<pubDate>Sat, 21 Jun 2008 19:28:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
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<description><![CDATA[ In dieser Rubrik meines Blogs, “Verlinkt”, werde ich mich nun darum bemühen, die von mir verli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.smiliegifs.de/SMILIES/Sonstige/78.gif" alt="" /> <em>In dieser Rubrik meines Blogs, “Verlinkt”, werde ich mich nun darum bemühen, die von mir verlinkten Seiten ein wenig vorzustellen. Ich gehe dabei in alphabetischer Reihenfolge vor, eine Wertung der Seiten ist also nicht auszumachen und auch garnicht erwünscht.</em><br />
<strong><a href="http://kamenin.wordpress.com"><br />
<span style="color:#ff00ff;"><strong>Begrenzte Wissenschaft</strong></span></a></strong></p>
<p>Während mein Blog seit etwa 4 Monaten die Internetgemeinschaft bereichert, tut Kamenins Blog dies schon seit über einem Jahr, wie er es selbst vor kurzem erstaunt feststellte.</p>
<p>In seinem Blog, über den ich mehr oder minder zufällig gestolpert bin, Kamenin hatte einen Artikel der <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/03/20/die-frau-in-der-wissenschaft/"><span style="color:#ff00ff;">Ungleichstellung der Frau in der Wissenschaft</span></a> gewidmet, schreibt der Autor hauptsächlich über naturwissenschaftliches, aber auch über Religion, Esoterik und mit diesen Themen einhergehender Verblendung, sowie er sich auch gesellschaftlichen Themen und Schalke 04 widmet.</p>
<p>Lesen lohnt sich auch für Leihen auf dem naturwissenschaftlichen Gebiet, so wie ich es bin, die aber auch gerne mal über den eigenen Tellerrand hinweg schauen und sich mit naturwissenschaftlichen Themen sowie Kuriositäten aus dem Alltag eines Naturwissenschaftlers befassen möchten.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anmerkungen Lützens zum Verhältnis von Glauben und Wissenschaft]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=70</link>
<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 06:57:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=70</guid>
<description><![CDATA[Manfred Lützens neues Buch ist als Antwort auf die Bücher von Dawkins &amp; Co. zu verstehen. Es i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Manfred Lützens neues Buch ist als Antwort auf die Bücher von Dawkins &#38; Co. zu verstehen. Es ist aber besser als die zum Teil unsäglichen Ergüsse dieser neuen Glaubenskrieger, denn es besteht nicht nur aus Meinung, sondern ihm liegt ein tiefes Verständnis des Glaubens an Gott (gemeint ist vor allem der christliche) nebst allen Zweifeln zugrunde, die man bei diesem Glauben haben kann. Es ist sehr einfach geschrieben, es kommt plaudernd und mit einer persönlichen Note daher und verzichtet auf Fußnoten und leider auch auf Literaturangaben. Wer sich bequem für die gegenwärtige Offensive der neu-alten Atheisten ein wenig aufmunitionieren möchte, ist mit dem Buch gut bedient.</p>
<p>Das Kapitel „Der Gott der Wissenschaftler – Galilei, Darwin, Einstein und die Wahrheit“ (S. 107-146) behandelt das Verhältnis von Wissenschaft und Religion und ist so relevant, dass ich es im Folgenden mit meinen eigenen Worten wiedergebe. Die Zitate sind allesamt von Lütz:</p>
<ul>
<li>Die Grundlage jeder Wissenschaft: Monotheismus</li>
</ul>
<p>Die Behauptung, dass der Glaube, insbesondere der christliche, der Vernunft widerspreche und dass Religion und Wissenschaft nicht miteinander zu vereinbaren seien, ist falsch. Das Gegenteil ist richtig, denn recht besehen hat erst die christliche Religion, die auf jüdischen Fundamenten aufbaut, die systematische Erforschung der Natur ermöglicht. In Naturreligionen oder der griechischen Religion bevölkerten Götter oder Geister die Welt. Die Menschen mussten sie irgendwie besänftigen und versuchen, sich vor ihren Launen zu schützen. Dagegen schuf der jüdisch-christlich Gott die Welt aus dem Nichts: Gott und Welt sind seitdem getrennt zu denken, und der Mensch erhält den Auftrag, für diese Welt zu sorgen. Gegenüber Gott ist der Mensch zwar nichts, doch gegenüber der Welt wird der Mensch aufgewertet. Der Auftrag, sie sich untertan zu machen, heißt übrigens nicht – und hat es nie geheißen –, sie auszubeuten.</p>
<p>Erst diese Konstellation ermöglicht die systematische Aneignung von Wissen, das systematische Erforschen der Natur, also das zu tun, was man Wissenschaft nennt. Vor allem im viel geschmähten, aber doch eigentlich „vernunftversessenen Mittelalter“ befanden sich Kirche und Wissenschaft, Glaube und Vernunft im vollen Einklang miteinander. Die Klöster waren Zentren der Wissensmehrung und –vermittlung, die Päpste wichtige Wegbereiter neuer Ideen; man denke an die Etablierung des heliozentrischen Weltbildes oder der Einführung des gregorianischen Kalenders.</p>
<blockquote><p>Sie war „kein Sieg der Wissenschaft über die Religion, er war vielmehr Ausdruck der völligen Einmütigkeit zwischen Kirche und Wissenschaft.“</p></blockquote>
<ul>
<li>Galilei, der erste Wissenschaftsjournalist</li>
</ul>
<p>Im „Fall Galilei“ ging es nicht um die Unterdrückung wissenschaftlicher Gedanken, sondern es handelte sich um den „größten Mediencoup aller Zeiten“. Papst Gregor XIII. hatte auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse den Kalender reformiert; das heliozentrische Weltbild wurde nicht angezweifelt. Galilei indes war ein eitler und aufbrausender Mensch, der in der spannungsgeladenen Weltlage zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg glaubte provozieren zu müssen. Was ihm zunächst misslang, denn der Papst wollte mit ihm gar nicht streiten; auch die Inquisition behandelte ihn nachsichtig.</p>
<blockquote><p>„Der feinsinnige hochgebildete Kardinal Robert Bellarmin riet ihm, das kopernikanische Weltbild als Hypothese und nicht als unverrückbare Wahrheit zu vertreten – und war mit diesem Rat auf dem heutigen wissenschaftstheoretischen Stand.“</p></blockquote>
<p>Galilei aber wollte Streit. Er verspottete den Papst, der ihn daraufhin wegen des gebrochenen Versprechens, Zurückhaltung zu üben, zu Publikationsverbot und Hausarrest verurteilte. Im Verlauf der Zeit entstanden zahlreiche Mythen über Galilei und seinen Kampf, die kaum mehr auszurotten sind: zum Beispiel dass er das Teleskop erfunden hätte, dass er vom christlichen Glauben abgefallen wäre, dass er von der Inquisition gefoltert oder ungerecht behandelt worden wäre und dergleichen mehr. Nichts davon ist wahr. Galilei hat keine wissenschaftliche Erkenntnisse gegen die Kirche durchgesetzt, er war kein Märtyrer der Wissenschaft und schlecht erging es ihm auch nicht.</p>
<ul>
<li>Nichts, worüber sich zu streiten lohnte: die Evolutionstheorie</li>
</ul>
<p>Darwins Evolutionstheorie eignet sich nicht als Beweis der Nichtexistenz Gottes. Die Zeit Darwins, also das 19. Jahrhundert, war der Theorie indes hold. Es schien vielen Wissenschaftlern, als sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Wissenslücken gestopft seien und die „Hypothese Gott“ (Laplace) endgültig ad acta gelegt werden könne. Gott, das war für viele Wissenschaftler bloß ein Lückenfüller, und die Evolutionstheorie schien geeignet, der Religion und dem alttestamentarischen Schöpfungsmythos den entscheidenden Stoß zu versetzen. Dass die Kirche nie behauptet hatte, dass man ihn wörtlich zu nehmen habe und insofern gar nicht im Widerspruch zur Wissenschaft stehen konnte, nahmen sie allerdings nicht zur Kenntnis.</p>
<p>Der bis heute andauernde Streit um die Evolutionstheorie entstand, weil manche Wissenschaftler die Religion – bzw. ein Zerrbild derselben – angriffen und sich Gläubige zu ebenso scharfen Gegenschlägen hinreißen ließen. Damit ging der Streit von Beginn an an der Sache vorbei; über die Frage, warum die Welt existiert oder Ordnung herrscht, macht die Theorie ja keine Aussage. Und im Gegensatz zu seinen Anhängern blieb Darwin der bescheidene Wissenschaftler, der die Grenzüberschreitung der Heutigen niemals begangen hätte. Auch für die Kirche gab es durch Darwins Publikationen keinen Grund zur Beunruhigung.</p>
<blockquote><p>„Für wache Christen stellt die Evolutionstheorie eigentlich einen erfreulichen Fortschritt dar. Die katholische Kirche jedenfalls hat sie lehramtlich nie verurteilt.“</p></blockquote>
<ul>
<li>Das feste Bündnis zwischen katholischer Kirche und Vernunft</li>
</ul>
<p>Auf dem ersten Vatikanischen Konzil von 1870 bekräftigte die katholische Kirche, dass zwischen Glauben und – recht verstandener – Vernunft kein Widerspruch bestehen kann. Sie erneuerte damit ihre – zugegeben: manchmal verschüttete – Grundhaltung, die Wissenschaftler zu weiteren Anstrengungen zu ermutigen, die Gesetze der Natur zu erforschen. Sie hat sich auch für Atheisten als eine Instanz etabliert, deren Meinung in schwierigen ethischen Fragen großes Gewicht hat. Bestätigt fühlen kann sie sich durch die Quantentheorie, Relativitätstheorie und Urknalltheorie, die die vermeintliche Identität von Wissenschaft und Atheismus gründlich destruierten.</p>
<ul>
<li>Wunder gibt es immer wieder</li>
</ul>
<p>Wunder sind keine Durchbrechung von Naturgesetzen, denn es gibt keine Naturgesetze im traditionellen Sinn. Die Theologen haben unter dem Paradigma des 19. Jahrhunderts, das von Quantenphysik nichts wusste, gelernt, dass Wunder als zeichenhaftes Handeln Gottes zu verstehen sind. Diese Haltung wurde befördert durch die atheistischen Naturwissenschaftler, die meinten, dass alles in der Natur nach festgelegten Regeln abläuft, die nicht gebrochen werden könnten. Gott wurde damit gleichsam weggesperrt, und es wurde ihm untersagt, in den Gang der Dinge einzugreifen. Dumm nur, dass andere Naturwissenschaftler inzwischen herausfanden, dass die Naturgesetze nicht absolut gelten, sondern nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden können. Es ist deshalb, wissenschaftlich gesehen, nicht ausgeschlossen, dass die Himmelfahrt Christi stattgefunden hat, auch wenn sie unwahrscheinlich ist. Ähnliches gilt für die Schöpfung, die die Evolutionstheorie, recht verstanden, nicht erklären kann und will.</p>
<ul>
<li>Die ewige Wiederkehr des Gleichen</li>
</ul>
<p>Die alten – falschen – Frontstellungen kehren heute wieder, weil sie von den atheistischen Wissenschaftlern, die vom Mythos der Feindschaft zwischen Religion und Wissenschaft nicht lassen wollen, gepflegt werden, wie das Beispiel Stephen Hawkings lehrt. Dabei zeigt sich im wissenschaftlichen Alltag immer wieder, dass vernünftige atheistische Wissenschaftler vernünftige christliche Wissenschaftler schätzen (und umgekehrt) und sogar reges Interesse an der Frage nach Gott haben. Nur die schlechten Wissenschaftler halten an der Konfrontation fest und behaupten, dass die Evolutionstheorie nicht mit einem Schöpfergott vereinbar sei; diese Auffassung jedoch „hatte schon im 19. Jahrhundert nicht das Kriterium der Wissenschaftlichkeit erfüllt.“ Natürlich treten im Gegenzug auch wieder die Kreationisten auf den Plan,</p>
<blockquote><p>„die die Bibel so wörtlich nehmen, wie das selbst die hebräischen Nomaden vor über 3000 Jahren nicht getan hätten. In den Vereinigten Staaten versuchen nun beide Auffassungen, den Schulunterricht für sich zu erobern. Dabei haben sie im Grunde alle beide zumindest im Biologieunterricht nichts zu suchen.“</p></blockquote>
<p>Auch das, was heute in der Hirnforschung daherkommt, ist aus dem 19. Jahrhundert nur zu bekannt, bloß die Präsentationstechnik ist besser geworden. Bei dem Glauben, materielle Prozesse korrelierten eins zu eins mit geistigen, handelt es sich um einen Kategorienfehler, ähnlich dem des sowjetischen Kosmonauten Gagarin, der aus dem Weltraum mitteilte, er habe Gott nicht gefunden. Hier droht Gefahr für die Wissenschaft, und sie geht von den Atheisten aus: dass das Wegdiskutieren Gottes ein Einfallstor für Plastikreligionen öffnet, die im besten Fall die Glaubwürdigkeit des betreffenden Wissenschaftlers mindert.</p>
<blockquote><p>„Wissenschaftler jedenfalls betreiben nur dann seriöse Wissenschaft, wenn sie nicht behaupten, Wahrheiten erkennen zu können, sondern bloß stets falsifizierbare Wahrscheinlichkeiten.“</p></blockquote>
<p><em>Manfred Lütz: Gott. Eine kleine Geschichte des Größten, Pattloch Verlag, München 2007. ISBN 978-3-629-02158-8. 297 Seiten. Preis: 19,95 Euro.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Naturalismus IV - Der nichtreduktive Physikalismus]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=37</link>
<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 18:36:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=37</guid>
<description><![CDATA[Position:
Eine nichtreduktive physikalistische Position wird von vielen vertreten, wenn es darum geh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Position:</p>
<p>Eine nichtreduktive physikalistische Position wird von vielen vertreten, wenn es darum geht, höherstufige Phänomene, z.B. psychische Eigenschaften (Bewußtsein, Rationalität,etc.) zu erklären.</p>
<p>Der Kern der Position ist folgender:<br />
Alles besteht aus physischen Teilchen. Wenn diese physischen Teilchen jedoch hinreichend komplex angeordnet sind, entstehen neue Eigenschaften, z.B. die eben erwähnten, als Systemeigenschaften dieser Anordnung. <br />
Man spricht dann von Emergenz. * </p>
<p>Kritik:<br />
Nun fragt Brüntrup** in seinem <a href="http://www.forum-grenzfragen.de/grenzfragen/open/webtodate/aktuelles/news/53204298720b78836.html">Vortrag</a>, wie es denn sein könne, daß ein physisches System etwas nichtphysisches wie Geist und Bewußtsein hervorbringt. Damit zeigt er eine Schwäche dieser Position auf, der das höherstufige Phänomen als unerklärliches Faktum, wie ein Kaninchen aus dem Hut hervorgezaubert, erscheint.  </p>
<p>Starke Emergenz besteht darin, daß das System das höherstufige Phänomen nicht logisch erzwingt - täte es das, so läge ein auf die physische Ebene reduzierbares Phänomen vor.<br />
Wenn also das physische System eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung zur Erzeugung des höherstufigen Phänomens ist, dann sollte es, so Brüntrup, zusätzlich psychophysische Gesetze (aus dem Breich der Psyche) geben, die mit den physischen Phänomenen (neurologische Daten) korreliert sind, um die Emergenz zu erklären. <br />
Führen solche Korrelationen zur Entdeckung  psychophysischer Gesetze, so wäre die Position  keine physikalistische mehr. Wenn es aber höherstufige mentale Eigenschaften gibt, so sollten sie auch etwas bewirken, denn "was es gibt ist auch kausal wirksam". *** <br />
Die Emergenztheorie ist letztlich keine nichtreduktiv-physikalistische mehr.</p>
<p> </p>
<p>* Genauer von starker Emergenz im Gegensatz zu schwacher Emergenz. Bei der letzteren erzwingt die Anordnung physischer Teilchen logisch eine neue Eigenschaft, so z.B. die Eigenschaft des Wassermöleküls nach der Bindung von Wasserstoff und Sauerstoff. <br />
** Professor für Philosophie; München</p>
<p>***dazu auch die Kritik Jonas´in Naturalismus III </p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/22/naturalismus-i-ohne-zorn-und-eifer/">Naturalismus I</a></p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/26/naturalismus-ii-der-reduktive-physikalismus/">Naturalismus II</a></p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/05/01/naturalismus-iii-kritik-des-reduktiven-physikalismus/">Naturalismus III</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Suhrkamp und die "dritte Kultur"]]></title>
<link>http://stefan888.wordpress.com/?p=520</link>
<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 00:04:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>kroski.meint</dc:creator>
<guid>http://stefan888.wordpress.com/?p=520</guid>
<description><![CDATA[Kann denn Lernen, kann denn Wissen unschuldig sein? Spätestens seit Michel Foucault wissen wir: Nei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-522" src="http://stefan888.wordpress.com/files/2008/06/hirnforschung-3.jpg" alt="" width="133" height="173" /><strong>Kann denn Lernen, kann denn Wissen unschuldig sein? </strong>Spätestens seit Michel Foucault wissen wir: Nein.</p>
<p style="text-align:justify;">2008 kommt nun der <strong>Suhrkamp Verlag</strong> ins Spiel und legt mit der "edition unseld" eine neue Verlagsreihe vor, die für eine "<strong>dritte Kultur</strong>" werben möchte. Auch hier soll nach Wegen aus den "Sackgassen des 19. Jahrhunderts" gesucht werden...</p>
<p style="text-align:justify;"><!--more--></p>
<p style="text-align:justify;">Irgendwann im dem 19. Jahrhundert teilte sich das Wissen in viele, alsbald unübersichtlich viele Bereiche. Natur- und Geisteswissenschaften traten einander gegenüber und entfremdeten sich zunehmend. Ein Kampf um die Deutungshoheit entbrannte.</p>
<p style="text-align:justify;">Zurück ins 21. Jahrhundert. Anders als Brockman und seine Edge Foundation, deren Vermittlungsarbeit sich auf naturwissenschaftliche Abhandlungen in allgemeinverständlicher Sprache beschränken, verspricht Suhrkamp jedoch, den verlorenen Gesprächsfaden zwischen den "zwei Kulturen" wieder aufnehmen. Doch sind die Geisteswissenschaften nach dem weltweiten Siegeszug naturalistischer Welterklärungsmodelle überhaupt noch ernstzunehmende Gesprächspartner?</p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Rolf Landua</strong> vom Europäischen Kernforschungszentrum CERN hat es sich da etwas leichter gemacht: In seinem Buch "Am Rand der Dimensionen" unterhält sich der Physiker kurzerhand mit sich selbst und hat dabei sogar die eine oder andere Meinung zu philosophischen Themen. Er kennt das Nichts, die dunkle Seite der Materie, er weiß von unserer Herkunft, dem Urknall, zu berichten, er hatte auch schon mit Geistern zu tun, den Vakuumfluktuationen, und verfügt über einige hegelianische Grandezza: "Die Materie scheint den Drang zu haben, sich zu immer komplexeren Gebilden zu organisieren, um Information über sich selbst und die beste Überlebensstrategie in der jeweiligen Umgebung speichern zu können." Substanz und Subjekt, dialektisch einander zugetan - schöner geht es kaum.</p>
<p style="text-align:justify;">Es sei denn, es kommt zu mehr als nur einem Selbstgespräch, wie etwa in dem Band "Hirnforschung und Meditation": Dort unterhält sich <strong>Wolf Singer</strong> mit dem einstmaligen Molekularbiologen und seit 35 Jahren als buddhistischer Mönch in Katmandu lebenden Matthieu Ricard. Hier stoßen tatsächlich "zwei Kulturen" aufeinander und finden sogar, was der naturwissenschaftlichen Ausbildung des Mönchs geschuldet sein dürfte, zu einer Sprache, die einander Verstehen, aber auch die Grenzen der Verständigung deutlich werden lässt. Was Singer, der Hirnforscher, und der Buddhist Ricard hier unternehmen, könnte ein Vorbild für das ehrgeizige Suhrkamp-Projekt sein.</p>
<p style="text-align:justify;">Denn selbstverständlich ist es schön und gut, wenn der französischen Sozialphilosoph Bernard Stiegler die Versäumnisse von Laughlin ausgleicht und mit dem Buch "Die Logik der Sorge" eine Medien- und Kapitalismuskritik vorlegt, die Ansätze für eine diskussionswürdige Gesellschaftstheorie enthält. Ganz bestimmt ist auch der Band "Stabile Ungleichgewichte" zu empfehlen, in dem uns der Ökologe Josef H. Reichholf davon überzeugen will, komplexe Naturprozesse wie etwa den Klimawandel nicht zu dramatisieren, nur weil wir uns die Natur so gerne als ausbalanciertes Gleichgewicht vorstellen und jede Abweichung von diesem Ideal als bedrohlich empfinden. Und angeregt folgen wir dem Dichter Durs Grünbein und seinen "Drei Meditationen" über René Descartes, den Begründer des neuzeitlich-wissenschaftlichen Denkens.</p>
<p style="text-align:justify;">Doch gibt es für solche Bücher längst schon die bewährten Rubriken, sei es die "edition suhrkamp" oder das "suhrkamp taschenbuch wissenschaft". Für eine neue, dem Dialog zwischen den verschiedenen Wissenskulturen verpflichtete Reihe, deren Ambitionen auch der Name des legendären Verlagsleiters Siegfried Unseld unterstreichen soll, ist das - noch - zu wenig. Man hätte die Reihe auch "naturwissenschaft aktuell" nennen können, gewissermaßen aus gegebenen Anlass, weil in letzter Zeit mit den Diskussionen über die Gen- oder Biotechnologie, über den Klimawandel, über den Welthunger, über die Menschheitsgeißel Aids oder über das globale Artensterben die immense Bedeutung der Naturwissenschaften ins öffentliche Bewusstsein rückte. Und tatsächlich hat Suhrkamp bereits einer anderen Weltdeutungsmacht, den <strong>Religionen</strong>, ein eigenes Verlagssegment gewidmet.</p>
<p style="text-align:justify;">Von einer "dritten Kultur" sind wir also noch weit entfernt. Doch abwarten, vielleicht werden wir eines Tages ein Buch zu lesen bekommen, in dem sich ein Biologe von einem Soziologen nachhaltig beeindrucken lässt und sogar seine Ansichten ändert - et vice versa. Vielleicht aber wird man auch merken, dass es <strong>eine strikte Trennung zwischen den verschiedenen Wissenschaftsidiomen nie wirklich gegeben hat, sondern die gegenseitige Sprachverweigerung nur die veränderten gesellschaftlichen Bedürfnisse widerspiegelt:</strong> Einen philosophischen Traktat zu verstehen, kostet nicht mehr und nicht weniger Mühe als das Verständnis einer physikalischen Formel, doch mit Hilfe der letzteren fliegt die Menschheit zum Mond, ersteres soll hingegen nur der inneren Erbauung dienen...</p>
<p style="text-align:justify;">Und so könnte es sein, dass es eine "dritte Kultur" längst gibt, in der Geist und Natur nicht versöhnt, aber einträchtig und vor allem einträglich nebeneinander existieren. <strong>Kapitalismus</strong> heißt sie, jene überaus gefräßige und, wenn es denn Gewinner verspricht, nach allen Seiten offene Veranstaltung, deren Verwissenschaftlichung in der Ökonomie, sei es als betriebs- oder volkwirtschaftlicher Disziplin, eigentlich nach einer neuen Kritik der politische Ökonomie verlangt. Danach zu fragen, legt uns immerhin Dietmar Dath in dem letzten Band "Maschinenwinter" nahe. Warten wir also gespannt auf die Fortsetzung der "edition unseld".</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Gut jedenfalls, einen Hauch Geisteswissenschaften in einer derzeit vom Naturalismus geplagten Medienlandschaft erfahren zu dürfen,</em> meint <strong>kroski</strong>.</p>
<p>Der vollständige Artikel in der <strong>FR</strong> findet sich <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=1344142&#38;em_cnt_page=1" target="_self">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dialektik des naturalistischen Programms]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=53</link>
<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 06:55:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Versuch, den Menschen naturwissenschaftlich zu erklären, ist zum Scheitern verurteilt, schreibt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Versuch, den Menschen naturwissenschaftlich zu erklären, ist zum Scheitern verurteilt, <a href="http://www.forum-grenzfragen.de/grenzfragen/open/webtodate/aktuelles/news/archiv/5024939585135f603.html">schreibt Hans-Dieter Mutschler</a> in der <a href="http://www.herder-korrespondenz.de/">traditionsreichen Zeitschrift <em>Herder-Korrespondenz</em></a> (10/2004). Nach der Lektüre neuerer Publikationen von naturalistisch gesonnenen Forschern – unter ihnen ein Computerwissenschaftler, ein Primatenforscher, ein Philosoph, ein Hirnphysiologe und ein KI-Experte – folgert er, „dass das naturalistische Programm (dabei) ist, sich zu überschlagen und in sein Gegenteil umzukippen.“ Ursprünglich sei es darum gegangen, der Naturwissenschaft die Teleologie auszutreiben. Inzwischen kämen dieselben Leute jedoch nicht mehr umhin, ihre Kernkompetenzen zu verlassen und die erhofften, aber nicht erzielten Ergebnisse in die Voraussetzungen ihrer Forschungen aufzunehmen.</p>
<blockquote><p>„Solche neueren Versuche einer ‚Naturalisierung’ des Menschen beruhen also darauf, die Natur ontologisch und metaphysisch anzureichern, den Menschen aber normativ auszudünnen. Nur um diesen doppelten Preis scheint er rückstandsfrei im Naturzusammenhang aufzugehen.“</p></blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Programmieren mit Schülern in authentischen Problemkontexten]]></title>
<link>http://highwaystar42.wordpress.com/?p=86</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 18:44:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>highwaystar42</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Frage, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann (authentischer Problemkontext). Beim Programmieren im Unterricht ergibt sich meiner Einschätzung nach schnell das Problem, dass konkrete Bedürfnisse, die ein Computerprogramm erfordern, fehlen. Ich selbst habe damals einen Taschenrechner (also einen, wie er in jedem Betriebssystem vorinstalliert ist) programmiert und andere unnütze Dinge.</p>
<p>Da Informatik bzw. ITG in Baden-Württemberg eh in die anderen Fächer integriert ist, bietet sich eine Kooperation mit dem Fach Technik an. Im Bereich der Informationstechnik gibt es den Aspekt "Steuern und Regeln". Der Computer kann hierbei als Hilfsmittel dienen.</p>
<p>Man könnte z.B. mit den Schülern ein Projekt mit einem Gewächshaus durchführen (vielleicht sogar fächerübergreifend mit Biologie/ NWA). Also erst anhand irgendwelcher biologischer Gesichtspunkte planen, dann bauen, usw.<br />
Der Punkt, an dem die Informatik und die Informationstechnik ansetzt ist das Problem, dass im Gewächshaus eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchte gehalten werden muss. Mit Temperaturfühlern, etc. kann man diese Werte messen und über ein Interface (das die Schüler vielleicht sogar selbst herstellen) an den Computer weitergeben. Diese müssen dort mit einem Programm ausgewertet werden welches wiederum Befehle an Befeuchter etc weitergibt (EVA-Prinzip).</p>
<p>Mögliche Algorithmen wären z.B.:</p>
<ul>
<li>Wenn die Luftfeuchtigkeit unter 70% fällt, schalte den Befeuchter ein, ansonsten mache nichts.</li>
<li>Wenn der Bestäuber eingeschaltet ist und Luftfeuchtigkeit über 80%, schalte den Befeuchter aus.</li>
<li>Direkte Steuerung: Öffne Lüftungsklappen, etc.</li>
<li>Zeitgesteuert: Setze t (Timer) auf 100. Ziehe pro Sekunde 1 ab. Solange der Timer &#62;0 ist schalte Gießsystem alle 7sek 3sek lang ein.</li>
<li>...</li>
</ul>
<p>Ich denke bis auf das letzte Beispiel, welches eher was für Experten ist, sollten diese Algorithmen für alle Schüler machbar sein. Die Schüler lernen dabei ein zentrales Konzept der Informatik den Algorithmus, mit wesentlichen Konzepten wie Folge, Schleife und Verzweigung kennen. Die Schüler schreiben also ein Programm, das eine Vorschrift für die Lösung eines Problems enthält (vgl. Def. Algorithmus in Schneider/ Werner (2007). <em>Taschenbuch der Informatik</em>).</p>
<p>Wer hat weitere Ideen, wie man mit Schülern problemorientiert programmieren kann?</p>
<p>Weiterführender Link:<br />
<a href="http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/technik/rs/steuern/">http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/technik/rs/steuern/</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[„Peterchens Mondfahrt“]]></title>
<link>http://soulfood4u.wordpress.com/?p=103</link>
<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 09:39:03 +0000</pubDate>
<dc:creator>Gaby</dc:creator>
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<description><![CDATA[In der vergangenen Woche landete die NASA-Sonde „Phoenix“ auf dem Mars. Damit ist sie die vierte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">In der vergangenen Woche landete die NASA-Sonde „Phoenix“ auf dem Mars. Damit ist sie die vierte Raumsonde auf dem Mars, nächstes Jahr soll eine weitere folgen, die umfassendere Untersuchungen vornehmen kann. Allein das Phoenix-Projekt hat gemäß NASA 420 Millionen Dollar gekostet. Ziel ist, unter anderem festzustellen, ob auf dem Mars Lebensraum für Mikroorganismen vorhanden ist.</p>
<p class="MsoNormal">Natürlich ist es aufregend, Bilder von einem Planeten zu sehen, der in einer Entfernung von 680 Millionen Kilometer zu uns seine Bahnen zieht. Ich finde es toll, Neues über Gottes Schöpfung zu erfahren. Naturwissenschaften finde ich spannend, und ich glaube auch, dass Gott es gut findet, dass seine Menschen ihr Lebensumfeld entdecken (wenngleich sie ihm auch noch nicht die Ehre für diese Schöpfung geben). Aber mal ganz ehrlich – nützt es uns im Moment tatsächlich etwas, zu erfahren, ob es auf dem Mars Mikroorganismen gibt oder gab? Und ich meine damit nicht die Wirtschaft, die in diesem Feld neue Chancen für sich entdecken will bzw. entdeckt hat.</p>
<p class="MsoNormal">Wäre es nicht viel sinnvoller, erstmal die unbeantworteten Fragen und ungelösten Probleme auf unserem Planeten anzugehen? Und wer seinen Forscherdrang ausleben will, bitte – die Tiefsee bietet ausreichend unbekanntes Terrain. Täglich werden neue Lebewesen entdeckt, und zwar hier auf dieser Erde. Was hat eigentlich die „Eroberung“ des Mondes dazu beigetragen, einem menschenwürdigeren Leben in den Ländern der Dritten Welt einen Schritt näher zu kommen? Oder hat es uns in der westlichen Zivilisation zu besseren Menschen gemacht? „… ein großer Schritt für die Menschheit“, hieß es 1969. Hat dieser vermeintliche Sieg der USA über die damalige UdSSR in Zeiten des „Kalten Krieges“ wirklich nachhaltig Positives bewirkt?</p>
<p class="MsoNormal">Werden die, die diese ganzen Marsprojekte indirekt finanzieren, auch jene sein, die den Nutzen daraus ziehen (sollte es denn je einen geben)? Ich wage es zu bezweifeln. Solange wir in einer Welt leben, in der z. B. wichtige Forschungsansätze nicht weiterverfolgt werden, weil sie für die Pharmaindustrie „unrentabel“ sind, in der das Ausmaß des Leidens eines Kranken den Preis der benötigten Medikamente bestimmt, in der Pläne zur Entwicklung neuer reproduzierbarer Energiequellen in Schubladen schmoren, weil unser Hauptgott „Mammon“ heißt und seine Hohepriester „Investoren“, ja, solange wird nicht Barmherzigkeit und Nächstenliebe Antriebsfeder sein, das Leben vieler zu verbessern, sondern die Gier nach Kontrolle, um das Leben einiger weniger über alle Maßen zu sättigen.</p>
<p class="MsoNormal">Worte der Bitterkeit? Nein, ganz und gar nicht. Auch keine des Zorns. Denn Zorn macht blind, unüberlegt und hilflos. Aber es ist wichtig – und ganz besonders für Gotteskinder – den Dingen ins Auge zu sehen und sich geistlich/geistig nicht auf Noahs Arche zurückzuziehen. <em>Jeder</em> trägt Verantwortung und <em>jeder</em> ist aus einem ganz bestimmten Grund auf dieser Erde. Aber <em>niemand</em> ist auf diese Erde geboren worden, um stumm, blind und taub seine Zeit hier abzureißen und möglichst ungeschoren wieder von dannen zu gehen. Rufe ich auf zur Rebellion? Auch das kann ich mit einem Nein beantworten. Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, hier geht es ausschließlich um Handeln, das aus geistlicher Autorität geboren ist.</p>
<p class="MsoNormal">Jesus hat etwas gesagt, über das wir wirklich mal in größeren Zusammenhängen nachdenken sollten: <em>„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, dass ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf dass, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er es euch gebe.“</em> (Joh. 15,16)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kunstmuseum Garachico]]></title>
<link>http://lavictoriadeutsch.wordpress.com/?p=24</link>
<pubDate>Wed, 28 May 2008 08:40:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>lavictoria</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Naturwissenschaftliches Museum, mit einer bedeutenden Sammlung von Meeresfauna, sowie das Museum f]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.la-victoria.eu/picture_library/museogarachico.jpg" alt="" /></p>
<p>Naturwissenschaftliches Museum, mit einer bedeutenden Sammlung von Meeresfauna, sowie das Museum für Lokalgeschichte, mit einer Sammlung von Gravierungen aus dem Garachico des 17. und 18. Jahrhunderts.</p>
<p>Kunstmuseum Garachico<br />
Plaza de Santa Domingo<br />
Garachico<br />
Tel.: 922 830 000</p>
<p>Öffnungszeiten:<br />
Montags bis samstags von 10 bis 13 Uhr &#38; 15 bis 18 Uhr<br />
Sonntags von 10 bis 13 Uhr</p>
<p>--</p>
<p>Nicht einfach nur Urlaub: <a href="http://www.la-victoria.eu/de_start.html" target="_blank">www.la-victoria.eu</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[[ Kreation vs. Evolution!]: Darwins Irrtum. Vorsintflutliche Funde beweisen: Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam! - von Hans-Joachim Zillmer ]]></title>
<link>http://missioncontrol.wordpress.com/?p=420</link>
<pubDate>Sat, 24 May 2008 17:20:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>Germanicus / Mission Control!</dc:creator>
<guid>http://missioncontrol.wordpress.com/?p=420</guid>
<description><![CDATA[
~
[ german | deutsch ]

(1/4) Triumph des Lebens - Das Geheimnis der Evolution
Darwins Irrtum.
Vors]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div id="e37" class="entry">
<p style="text-align:right;">~</p>
<p>[ german &#124; deutsch ]</p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/372DWFd85Jw'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/372DWFd85Jw&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span><br />
<em>(1/4) Triumph des Lebens - Das Geheimnis der Evolution</em></p>
<p><span><strong><span style="font-size:small;"><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=3784430708&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="font-size:x-small;color:#66ccff;">Darwins Irrtum.<br />
Vorsintflutliche Funde beweisen:<br />
Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam!<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></a></span></strong></span></p>
<p>von <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=Hans-Joachim%20Zillmer&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="color:#003399;">Hans-Joachim Zillmer</span><img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></a></p>
<p> </p>
<p> </p>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td class="bucket"><span style="font-size:small;"><span style="color:#cc6600;"><strong><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=3784430708&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><img class="alignleft" style="float:left;border-width:0;" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51n5pRFJhvL._SL500_BO2,204,203,200_PIsitb-dp-500-arrow,TopRight,45,-64_OU03_AA240_SH20_.jpg" border="0" alt="Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam" width="240" height="240" /></a><span style="font-size:x-small;">Produktinformation</span></strong><br />
</span></span> </p>
<div class="content">
<ul>
<li><strong>Gebundene Ausgabe:</strong> 303 Seiten</li>
<li><strong>Verlag:</strong> Langen/Müller; Auflage: 8., überarb. u. erw. A. (August 2006)</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch</li>
<li><strong>ISBN-10:</strong> 3784430708</li>
<li><strong>ISBN-13:</strong> 978-3784430706</li>
<li><strong>Größe und/oder Gewicht: </strong>21,6 x 14,4 x 3,4 cm</li>
<li><strong>Durchschnittliche Kundenbewertung:</strong> <span style="white-space:nowrap;"><img src="http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/x-locale/common/customer-reviews/ratings/stars-3-5._V7080944_.gif" border="0" alt="3.3 von 5 Sternen" width="55" height="12" align="absBottom" /> (54 Kundenrezensionen)</span></li>
</ul>
</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p> </p>
<div id="productDescription" class="bucket"><span style="font-size:small;"><span style="color:#cc6600;"><span style="font-size:x-small;"><strong>Produktbeschreibungen</strong><br />
</span></span></span></div>
<div class="content"><strong>Aus der Amazon.de-Redaktion</strong><br />
Impakt nennen die Erdwissenschaftler den Vorgang, wenn ein großer kosmischer Gesteinsbrocken mit übergroßer Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringt und auf der Oberfläche zerschellt.Genau so geht es jedem, der <em>Darwins Irrtum</em> von Hans-Joachim Zillmer liest: Wie ein großer Meteorit fräßt sich das Weltbild des H.-J. Zillmer in die Gehirnwindungen und zerstört die bislang so logisch erklärte und begründete Welt eines Darwin und Lyell so nachhaltig und gründlich, daß man sich nach der Lektüre allen Ernstes fragt, wieso man all die Jahre <em>diese</em> naturwissenschaftlichen Erklärungen unserer Welt für bare Münze genommen hat.</div>
<p style="text-align:center;">…</p>
<p><a title="doc-germanicus.net/  kreation-vs-evolution-darwins-irrtum-vorsintflutliche-funde-beweisen-dinosaurier-und-menschen-lebten-gemeinsam-von-hans-joachim-zillmer-buch-buchtipp/" href="http://www.doc-germanicus.net/blog/2008/05/24/kreation-vs-evolution-darwins-irrtum-vorsintflutliche-funde-beweisen-dinosaurier-und-menschen-lebten-gemeinsam-von-hans-joachim-zillmer-buch-buchtipp/" target="_blank"><strong><span style="color:#ff0000;">Vollständigen Artikel lesen »<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></strong></a></p>
<p style="text-align:center;">---</p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p><span><strong><span style="font-size:small;"><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=3784430708&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="font-size:x-small;color:#ff0000;">Darwins Irrtum.<br />
Vorsintflutliche Funde beweisen:<br />
Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam!<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></a></span></strong></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;">von </span><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=Hans-Joachim%20Zillmer&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="color:#ff0000;"><span>Hans-Joachim Zillmer</span><img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></a></p>
<p style="text-align:center;"><a title="doc-germanicus.net/  kreation-vs-evolution-darwins-irrtum-vorsintflutliche-funde-beweisen-dinosaurier-und-menschen-lebten-gemeinsam-von-hans-joachim-zillmer-buch-buchtipp/" href="http://www.doc-germanicus.net/blog/2008/05/24/kreation-vs-evolution-darwins-irrtum-vorsintflutliche-funde-beweisen-dinosaurier-und-menschen-lebten-gemeinsam-von-hans-joachim-zillmer-buch-buchtipp/" target="_blank"><strong><span style="color:#ff0000;">Vollständigen Artikel lesen »<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></strong></a></p>
<p style="text-align:center;">---</p>
<p style="text-align:center;">...<!--more--></p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/bNrYrZeJtRI'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/bNrYrZeJtRI&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span><br />
(2/4) Triumph des Lebens - Das Geheimnis der Evolution</p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p><span><strong><span style="font-size:small;"><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=3784430708&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="font-size:x-small;color:#66ccff;">Darwins Irrtum.<br />
Vorsintflutliche Funde beweisen:<br />
Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam!<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></a></span></strong></span></p>
<p>von <a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=Hans-Joachim%20Zillmer&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="color:#003399;">Hans-Joachim Zillmer</span><img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></a></p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;"><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/5OWYl0LTpHw'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/5OWYl0LTpHw&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span><br />
(3/4) Triumph des Lebens - Das Geheimnis der Evolution</p>
<p style="text-align:center;"> </p>
<p style="text-align:center;">[youtubehttp://de.youtube.com/watch?v=8BsJAtogSDk&#38;NR=1]<br />
(4/4) Triumph des Lebens - Das Geheimnis der Evolution</p>
<div class="watch-video-desc" style="text-align:center;"><span>Woher kommt der Mensch? Warum gibt es ihn? Fragen, die seit jeher die Menschheit beschäftigen.</span> </p>
<p> </p>
<p><span><strong><span style="font-size:small;"><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=3784430708&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="font-size:x-small;color:#ff0000;">Darwins Irrtum.<br />
Vorsintflutliche Funde beweisen:<br />
Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam!<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></a></span></strong></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;">von </span><a href="http://www.amazon.de/gp/search?ie=UTF8&#38;keywords=Hans-Joachim%20Zillmer&#38;tag=germanicusdig-21&#38;index=blended&#38;linkCode=ur2&#38;camp=1638&#38;creative=6742" target="_blank"><span style="color:#ff0000;"><span>Hans-Joachim Zillmer</span><img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></a></p>
<p style="text-align:center;"><a title="doc-germanicus.net/  kreation-vs-evolution-darwins-irrtum-vorsintflutliche-funde-beweisen-dinosaurier-und-menschen-lebten-gemeinsam-von-hans-joachim-zillmer-buch-buchtipp/" href="http://www.doc-germanicus.net/blog/2008/05/24/kreation-vs-evolution-darwins-irrtum-vorsintflutliche-funde-beweisen-dinosaurier-und-menschen-lebten-gemeinsam-von-hans-joachim-zillmer-buch-buchtipp/" target="_blank"><strong><span style="color:#ff0000;">Vollständigen Artikel lesen »<img class="snap_preview_icon" style="background-position:-1001px 0;min-width:0;display:inline;font-weight:normal;min-height:0;left:auto;float:none;background-image:url('http://i.ixnp.com/images/v3.31/theme/asphalt/palette.gif');visibility:visible;max-width:2000px;vertical-align:top;width:14px;max-height:2000px;line-height:normal;background-repeat:no-repeat;font-style:normal;font-family:'trebuchet ms', arial, helvetica, sans-serif;position:static;top:auto;height:12px;background-color:transparent;text-decoration:none;border-width:0;margin:0;padding:1px 0 0;" src="http://i.ixnp.com/images/v3.31/t.gif" alt="" /></span></strong></a></p>
<p style="text-align:center;">---</p>
</div>
<p>Antworten liefert ihr die Religion. Aber auch Wissenschaftler versuchten zu allen Zeiten, dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu kommen. Ein entscheidender Impuls ging von Charles Darwin und seiner Evolutionstheorie aus. Der Film schildert anschaulich die vielen Facetten und Erklärungsmodelle des britischen Wissenschafters.</p>
<p>1831 brach Darwin zu einer fünfjährigen Weltumsegelung auf. Als der englische Naturforscher die geografisch isolierten Galapagos-Inseln betrat, erlebte er eine Überraschung. Nur eine der weit entlegenen Vulkaninseln war bewohnt. Die Fauna beschränkte sich auf relativ wenige Spezies, die sich auf dem Archipel stark differenzierten. Die Tierarten unterschieden sich deutlich von ihren Verwandten in anderen Gebieten der Erde. Der Wissenschaftler beobachtete auf jedem Eiland eine andere Rasse der Riesenschildkröte, die jeweils eine eigene Form des Rückenpanzers entwickelt hatte.</p>
<p>Die Finken, die vor Jahrtausenden aus Südamerika gekommen waren, haben 13 verschiedene Arten heraus gebildet. Die "Darwin-Finken" haben sich im Laufe der Zeit verschiedenen Lebensweisen und unterschiedlicher Umgebung optimal angepasst. Nach dem Studienaufenthalt auf den Galapagos-Inseln sollte es aber noch 20 Jahre dauern, bis Charles Darwin seine bahnbrechende Theorie in seinem berühmten Werk "On the Origin of Species by Means of Natural Selection" vorstellte. Nach Darwin stammen alle Lebewesen von wenigen Urwesen ab. Entgegen biblischen Schöpfungsvorstellungen proklamierte er eine langsame Entwicklung des Lebens.</p>
<p>Der Mensch, ein Produkt der natürlichen Evolution, stammt von tierischen Vorfahren ab. Als Motor der Evolution sahen Darwin und seine Anhänger den ständigen Konkurrenzkampf aller Individuen innerhalb einer Art und die Auseinandersetzung zwischen den Arten um die bestmögliche ökologische Anpassung.</p>
<p>Dokumentation von Peter Brown (2003)</p>
</div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Als Rekonstruktion der Wirklichkeit sehr nützlich]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=54</link>
<pubDate>Thu, 22 May 2008 13:02:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
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<description><![CDATA[In Ausgabe 4/2008 der Zeitschrift PM äußert sich der Philosoph Robert Spaemann in einem Interview ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In Ausgabe 4/2008 der Zeitschrift <em>PM</em> <a href="http://www.pm-magazin.de/de/">äußert sich der Philosoph Robert Spaemann</a> in einem Interview unter anderem zu den Möglichkeiten naturwissenschaftlicher Erkenntnis.</p>
<p>Die Naturwissenschaften könnten nichts erklären, sondern sie schüfen lediglich Modelle der Wirklichkeit, die sich ihr mehr oder weniger annäherten. Naturgesetze beschrieben keine Kausalitäten, mit ihnen könne man also keine Aussage über das Warum machen. „Aber der Sinn dessen, was geschieht, gehört einer anderen Dimension an. Sie können also die Welt vollständig beschreiben, ohne je auf den Sinn zu sprechen kommen.“</p>
<p>Die Heutigen allerdings hätten das Bewusstsein dafür verloren, dass das Leben von zielgerichteten Prozessen geprägt sei. Sie dächten stattdessen kausal und würden dadurch zu falschen Schlussfolgerungen gelangen. Wenn man nach einer Ursache forsche, könne man durchaus auch zu dem Ergebnis kommen, dass der Sonnenaufgang die Folge des Hahnenschreis sei. Deshalb beschränke sich Naturwissenschaft darauf, das Nacheinander des Sonnenaufgang und des Hahnenschreis festzustellen. „Die Wirklichkeit besteht aus lauter Interferenzen, aus Überlagerungen von Kausalprozessen. Und die reinen Naturgesetze sind als Rekonstruktionen der Wirklichkeit sehr nützlich, aber sie erklären uns nicht, was ist.“</p>
<p>Der Frage nach Gott indes müsse man sich anders nähern. Das Bedürfnis nach ihm sei ein deutliches Indiz für seine Existenz, so, wie der Durst ein Argument für die Existenz von Wasser sei. Unvernünftig sei es jedenfalls nicht, an Gott zu glauben, und Glaube und Vernunft schlössen einander auch nicht aus, „weil die Vernunft selbst auf einem Glauben beruht.“</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zwei Kulturen (2): Liebe und Menschlichkeit gegen Naturwissenschafts-Unterkühlung]]></title>
<link>http://kamenin.wordpress.com/?p=280</link>
<pubDate>Fri, 02 May 2008 22:04:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>kamenin</dc:creator>
<guid>http://kamenin.wordpress.com/?p=280</guid>
<description><![CDATA[Eigentlich ein Bloghinweis. Aber gleichsam wieder ein Indiz, dass es immer hilft, etwas zumindest hi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong>Eigentlich ein Bloghinweis.</strong> Aber gleichsam wieder ein Indiz, dass es immer hilft, etwas zumindest hinterfragbares, wenn nicht gar fragwürdiges, zu schreiben, um von hier verlinkt zu werden. Ich entschuldige mich ausdrücklich dafür und kann nur noch mal darauf hinweisen, dass ich nicht aus naturwissenschaftlichem Stolz versuche, mir eine eine Pose sozialen Ungelenks zuzulegen. Das wäre schäbig.</p>
<p style="text-align:justify;">Auf dem noch neuen <strong>Brainlog <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/sichtweisen">Sichtweisen</a></strong> strebt Christian Wolf einen Brückenschlag zwischen Natur- und Geisteswissenschaften an. Das klingt als <em>Mission Statement</em> erst mal begrüßenswert gut. Und ich nutze die Gelegenheit auch noch mal, um auch aus der Sicht des Radikal-Hardcore-Naturalisten festzustellen, dass nirgendwo im Manifest der naturalistischen Weltverschwörung irgendwas davon steht, dass Geistes- und Kulturwissenschaften entwertet, überflüssig gemacht oder gar abgeschafft werden sollen. Verschiedenerseits scheint dieses Missverständnis immer noch verbreitet oder wird zumindest so propagiert. Knochentrockenster physikalistischer Reduktionismus hat nicht mal Chemie oder Biologie abgeschafft, im Gegenteil: beide Disziplinen florieren in ihrer Anbindung an die Physik und Vernetzung untereinander. [1] Schlimmstenfalls wird die Chemie heute nicht mehr wirklich als Königin der Wissenschaft aufgefasst. So what? Das bezahlt sowieso keine einzige Rechnung. Und es gilt für den Großteil der physikalischer Forschung ebenso.</p>
<p style="text-align:justify;">Aber zum Thema. In seinem ersten richtigen Blogeintrag versucht Wolf den <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/sichtweisen/2008-05-02/alles-eine-sache-der-einstellung">unterschiedlichen Ansatz</a> beider Wissenschaftsarten zu bestimmen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;">Ich betrachte die Augen eines geliebten Menschen. Diese Augen bedeuten mir etwas, sie scheinen etwas auszudrücken. Ich kann in diesen Augen lesen. Lese darin Liebe, Zuneigung, Verständnis. Die Augen als Spiegel der Seele zu betrachten, hat eine lange kulturgeschichtliche Tradition. Mit einem Mal beginnen sich die Augen aber zu verändern. Ihre Körperlichkeit wird sichtbar: die Pupille, die Iris, die feinen Äderchen. Nun sind die Augen kein Spiegel des Inneren mehr, sondern Bestandteil eines physischen Organismus.</p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Das ist wunderschön, sehr poetisch und leider nicht besonders erhellend. Und ein wenig ärgerlich, wenn ein mit dem oben geschilderten Anspruch angetretener Blog so beginnt. Wolf unterscheidet zwischen der personalen und der naturalen Betrachtung des Menschen, was natürlich legitim ist. Es ist aber nicht die Unterscheidung zwischen Kultur- und Naturwissenschaft. Selbst wenn wir zugestehen, dass der naturale Ansatz, Menschen als "psychophysische Objekte" zu betrachten, eine ziemliche Abstraktion der Person Mensch darstellt (und das den naturwissenschaftlichen Ansatz schon voll umschriebe, was ich nicht teile); der personale Ansatz, Menschen als wunderhübsche, einzigartige Schneeflöckchen zu begegnen, ist nicht der kultur- oder geisteswissenschaftliche. Er ist im Grunde überhaupt kein wissenschaftlicher Ansatz.</p>
<p style="text-align:justify;">Jede Wissenschaft lebt von Abstrahierung (und eben Objektivierung) der Objekte, die sie untersucht. Auch wenn das in den Sozial- und Geisteswissenschaften nicht ähnlich radikal aufscheint, wird der Mensch da nicht als geliebt liebendes Individuum besungen, sondern ist mal Ausüber sozialer Funktion, mal Vetreter einer Zivilisation, Kultur, Sprache, Klasse oder (Bildungs-)Schicht. Selbst in ganz personaler Literaturwissenschaft mag man unzählige Bücher über die Person Franz Kafka schreiben; wenn das mehr sein soll als ihrerseits nur akademisch inszenierte Literaturproduktion, in dem Sinne, dass damit über die Person Kafka hinausreichende Erkenntnis gewonnen werden will, muss irgendwann der Abstraktionsschritt folgen, selbst wenn der nur daraus bestehen will, am Einzelbeispiel gesellschaftliche Strömungen oder Veränderungen festzumachen. Leistet eine Wissenschaft das nicht, bestätigt sie damit nur die Vorbehalte, die gegen ihre Wissenschaftlichkeit und damit ihre Legitimation als Wissenschaft bestehen.</p>
<p style="text-align:justify;">Darum ärgert es mich, wenn sich Geisteswissenschaft als Hüterin eines poetischen Menschenbildes gegen naturwissenschaftliche Nüchternheit geriert. Wenn man Wissenschaft sein will, kommt man um dieselbe Nüchternheit nicht herum, wenn man auch näher am menschlichen Eigenbild operiert. Solange man sich in den liebenden Augen des Geliebten verliert, ist man zwar ganz Mensch, aber auch geisteswissenschaftlich blind. Den gesellschaftswissenschaftlichen Ansatz daher als oder mittels Poesie vorzustellen, ist nette PR, geht aber an der Sache vorbei, die doch eigentlich Erkenntnisgewinn sein will. Oder man glaubt selbst an die PR und die Poesie, hört dann aber auch bitte mit dem Fäusteballen auf, wenn die DFG das nur widerwillig und pfennigweise fördern will.</p>
<p style="text-align:justify;">Womit ich der Poesie nicht ihre Wichtigkeit und Existenzberechtigung absprechen will, was schon in der Vorstellung absurd wäre. Nur wissenschaftlich wird sie damit nicht, und das ist ja unser Thema. Poesie verschwindet im naturalistischen Ansatz nicht, wie auch Aminosäuren und Proteinkomplexe nicht verschwunden sind, da sie nun aus Atomen bestehen. Gleichsam gewinnen Poesie und Menschlichkeit wenig durch eine Gesellschaftswissenschaft, die sie als Legitimation heranziehen will.</p>
<p style="text-align:justify;">Derweil ist der Ansatz der Geisteswissenschaft hoffentlich etwas differenzierter, als sich für Motive zu interessieren und Handschläge als Begrüßung zu verstehen. Das machen ganz naturwissenschaftlich arbeitende Biologen jeden Tag an nur geringfügig weniger komplexen Lebewesen und mit ziemlichen Erfolg, was Herkunft und Erklärung des Verhaltens und der damit mit aller Sicherheit auch einhergehenden Gefühlszustände angeht. Nicht, dass die Vernaturalisierung der Geisteswissenschaft am Ende nur ein ziemlich kleiner Schritt wäre. Wäre schade um die befruchtende Kontroverse und die so oft beschworenen Differenzen.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">[1] <span style="color:#808080;">Ja, Geisteswissenschaftler, wir sind die Borg. Ja, wir werden euch assimilieren. Ja, euer Widerstand ist zwecklos. Er wird aber in einer Mischung aus Amüsement und Genervtsein zur Kenntnis genommen, solange wir euch noch nicht endgültig am Wickel haben.</span></p>
<p style="text-align:justify;"><strong>Add:</strong> Wie schon dargestellt, Kritk erscheint mir für gewöhnlich interessanter und fruchtbarer, um Differenzen abzustecken und Positionen darzustellen, als Zustimmung. Das mag in sich auch etwas unfair erscheinen, da Christian Wolf erst einen inhaltlichen Beitrag geschrieben und den in Zukunft weiter ausdifferenzieren will. So dass ich hier noch mal festhalten will, dass ich den Blog mit lebhaften Interesse verfolgen werde -- ganz unironisch.</p>
<p style="text-align:justify;">
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Naturalismus III - Kritik des reduktiven Physikalismus -]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Thu, 01 May 2008 20:58:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=36</guid>
<description><![CDATA[1. Der bisherige Erfolg des red. Physikalismus ist überaus dürftig. Es werden Beispiele sogenannte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>1. Der bisherige Erfolg des red. Physikalismus ist überaus dürftig. Es werden Beispiele sogenannter schwacher Emergenz angeführt und auf eine tiefere Ebene reduziert (z.B. die Aggregatzustände, die Salzbildung, und ähnliches)<br />
In der Philosophie des Geistes ist z.B. die Reduktion normativer Fakten (moralische Gebote) und phänomenaler Fakten auf die physikalische Ebene bisher nicht gelungen. Die meisten Vertreter eines reduktiven Physikalismus geben heute zu, daß eine Reduktion phänomenaler Fakten (z.B. der Qualia: Ich sehe die Farbe Grün. Ich empfinde einen Zahnschmerz.) auf neurologische Fakten zur Zeit nicht zu leisten ist.<br />
In Summe kann man sagen, daß das Programm des red. Physikalismus eher ein versprechendes ist.<!--more--><br />
Das  sind natürlich keine Argumente gegen den reduktiven Physikalismus.<br />
Doch sollte betont werden, daß es keineswegs ausgemacht ist, daß die Übertragung des in den Naturwissenschaften sehr erfolgreichen methodischen Prinzips, die Phänomene auf eine tiefere Ebene zu reduzieren, auch ein ontologisches,d.h. ein Seinsprinzip ist (Bela Weissmahr).<br />
2. Das Epiphänomenproblem<br />
Die reduktive physikalistische Position  vertritt die Überzeugung, alle geistigen Phänomene seien Begleiterscheinungen der physischen Vorgänge im Gehirn und als solche auf diese reduzierbar. Die Welt der Physik - in diesem Fall die physiologischen Prozesse - ist nun eine kausal geschlossene Welt. Für das Schmerzbeispiel also: Reiz =&#62; Schmerzrezeptoren =&#62; afferente Nerven =&#62; Hirnprozesse =&#62; efferente Nerven =&#62; Reaktion (z.B. Schreien o.ä.) - Die geistige Phänomene (z.B. die Erfahrung von Freiheit oder Schmerzempfindung, Bewußtsein), die ja keine physikalischen sind, sind als wirkungslose Epiphänomene (Überphänomene) dem kausal geschlossenen physikalischen Prozeß aufgesattelt.<br />
Dazu Hans Jonas:<br />
"Das mit Bewußtsein Begabte verhält sich nicht, wie es sich verhält, weil es Bewußtsein hat, sondern es hat Bewußtsein, weil es sich verhält, wie es sich verhält, d.h. wie sich zu verhalten ihm seine physische Verfassung vorschreibt. Diese ihrerseits läßt sich nichts vorschreiben"<br />
Aber was sollen diese wirkungslosen geistigen Phänomene? Nichts geschieht durch sie? Warum sind sie denn überhaupt da?<br />
Ein letztes Mal Hans Jonas:<br />
"Alle Theorie, auch die falscheste ist ein Tribut an die Macht des Denkens,...daß es sich über die Macht geistfremder Determination erheben und ... frei nach Normen der Einsicht beurteilen kann, ja daß es überhaupt der Wahrheit fähig ist. Der Epiphänomenalismus behauptet aber die Ohnmacht des Denkens und damit die Unfähigkeit seiner selbst, unabhängige Theorie zu sein."</p>
<p>Die Jonaszitate sind dem Buch:<br />
Hans Jonas; Macht oder Ohnmacht der Subjektivität? Suhrkamp Taschenbuch entnommen</p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/22/naturalismus-i-ohne-zorn-und-eifer/">Naturalismus I</a><br />
<a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/26/naturalismus-ii-der-reduktive-physikalismus/">Naturalismus II</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine Art Glaubensakt mit vielfältigen Voraussetzungen]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=56</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 16:09:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
<guid>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=56</guid>
<description><![CDATA[Ein hochinteressanter Artikel ist letzte Woche in der Deutschen Tagespost über die Tagung „Weiß ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein hochinteressanter Artikel ist letzte Woche <a href="http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=39789">in der Deutschen Tagespost</a> über die Tagung „Weiß der Glaube? - Glaubt das Wissen?“ in der Katholischen Akademie Mainz erschienen.</p>
<blockquote><p>„Die Tagung diente einer Art interdisziplinärer, wechselseitiger Ideologiekritik von Evolutionsbiologie, Theologie und Philosophie. Was erhellend war. Zu dieser Kritik scheinen nämlich Theologie und Philosophie eher bereit und fähig als die Evolutionsbiologie. Es fällt gerade religionskritischen Naturwissenschaftlern schwerer als Theologen und Philosophen, sich und anderen Rechenschaft abzulegen über die eigenen Voraussetzungen, Methoden und die wirklichkeitserschließende Reichweite der Interpretation ihrer Forschungsergebnisse. Zudem geraten religionskritische Naturwissenschaftler eher in Versuchung, allein die eigene Wissenschaftssprache als letztgültig sinnvolle Wissenschaftssprache anzuerkennen, wenn sich Theologen und Philosophen mit ihnen verständigen wollen."</p></blockquote>
<p>Unbedingt lesen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Naturalismus II. - Der reduktive Physikalismus -]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=35</link>
<pubDate>Sat, 26 Apr 2008 13:44:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=35</guid>
<description><![CDATA[Der Physikalismus ist die aktuelle Ausprägung des Materialismus, der seine Wurzeln bei den griechis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Physikalismus ist die aktuelle Ausprägung des Materialismus, der seine Wurzeln bei den griechischen Atomisten  hat, nach denen es letzten Endes nur Atome und die Leere gibt.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Der reduktive Pysikalismus</span></p>
<p>Der Bielefelder Philosoph Ansgar Beckermann, ein Vertreter des Physikalismus, beschreibt es so (*):</p>
<ul>
<li>Alles, was es gibt, ist physischer Natur.</li>
<li>Alle Dinge, die es gibt, sind Elementarteilchen oder Dinge, die vollständig aus Elementarteilchen aufgebaut sind.</li>
<li>Alle Eigenschaften sind physische Eigenschaften.</li>
<li>Elementarteilchen haben physische Eigenschaften.</li>
</ul>
<p>Physische Dinge sind also Atome, Moleküle, Tische, Planeten, etc.</p>
<p>Nichtphysische "Dinge" wären Engel, Gott, Mengen, Zahlen, Cartesische Seelen,etc.</p>
<p>Als Unterscheidungskriterium für physische und nichtphysische Dinge gibt Beckermann folgendes Verfahren an:</p>
<ul>
<li>"Zu physischen Eigenschaften gehören die Basiseigenschaften raum-zeitlicher Ort, Masse, elektrische Ladung und alle Eigenschaften, die aus diesen abgeleitet werden können (Geschwindigkeit, Beschleunigung,etc.)</li>
<li><strong>Die Eigenschaften komplexer Dinge sind physische Eigenschaften, wenn sie auf die physischen Eigenschaften ihrer Teile und auf deren räumliche Anordnung reduziert werden können."<!--more--><br />
</strong></li>
</ul>
<p>Nun ist es die Besonderheit komplexer Dinge, daß sich deren Eigenschaften von den Basiseigenschaften der sie zusammensetzenden Teile unterscheiden, ein Phänomen, das Emergenz genannt wird, mit den Unterscheidungen von schwacher und starker Emergenz. Beckermann erläutert das am Beispiel der Aggregatzustände und des Magnetismus.<br />
Um es kurz zu skizzieren:</p>
<ul>
<li>Der feste, flüssige, gasförmige Zustand eines Stoffes   ist eine neue Eigenschaft, die den  Bausteinen des Stoffes nicht zukommt. Jedoch lassen sich die Eigenschaften des Feststoffes aus den Eigenschaften der Atome (Größe, Bewegung, Art der zwischenatomaren Bindung,etc.) vollständig erklären. Es liegt also keine echte Emergenz vor</li>
</ul>
<ul>
<li>Läge, so erläutert er am Beispiel des Magnetismus, eine echte Emergenz vor, so wären unsere Kenntnisse der Naturgesetze unvollständig. Oder anders gewendet: Wenn wir die vollständige Kenntnis der Naturgesetze haben, so lassen sich alle sogenannte emergenten Eigenschaften aus den Eigenschaften der Bausteine ableiten.</li>
</ul>
<blockquote><p>Zusammenfassend noch einmal Beckermann:<br />
"Das heißt, man hat nur die Wahl zwischen der Annahme der Existenz emergenter Eigenschaften und der Annahme, daß es sich bei der Elementarteilchenphysik um eine ›homogene‹ Wissenschaft handelt, daß auf der Ebene der Elementarteilchen sozusagen alles mit rechten Dingen zugeht. Mir scheint die zweite Annahme plausibler. Das heißt, ich gehe hier davon aus, daß die folgenden beiden Prinzipien zutreffen.<br />
1. Es gibt ein System von allgemeinen grundlegenden Naturgesetzen, das ausreicht, das gesamte Verhalten aller Elementarteilchen zu erklären (soweit es überhaupt erklärbar ist).<br />
2. Dieses System enthält keine Ausnahmegesetze, in denen festgestellt wird, daß sich die Elementarteilchen, wenn sie in ganz bestimmte räumliche Konstellationen kommen, anders verhalten, als dies aufgrund der allgemeinen grundlegenden Naturgesetze zu erwarten wäre.<br />
Wenn diese Prinzipien zutreffen, kann es aber keine emergenten Eigenschaften geben."</p></blockquote>
<p>(*) Ansgar Beckermann: Ein Argument für den Physikalismus; aus: G. Keil und H. Schnädelbach (Hg.) Naturalismus. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000, 128-143.</p>
<p>Kurzer Anriß einige exotischer Formen des reduktiven Naturalismus:</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Der eliminative Physikalismus</span><br />
In dieser Form des Naturalismus werden geistige Zustände geleugnet. Es gibt keine geistigen Zustände, sondern nur physikalische. Geistige Zustände sind lediglich bestimmte Verhaltensdispositionen, die sich behavioristisch beschreiben lassen. Die Aussage "Ich freue mich" wird durch eine entsprechende Verhaltensweise z.B. lachen, springen, tanzen ersetzt. - Diese Position soll nicht in einem gesonderten Beitrag kritisiert werden. Die Unzulänglichkeit der Position wird schon daran deutlich, daß ein Schauspieler die Symptome von z.B. Freude simulieren kann, ohne Freude zu empfinden.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Die physikalistische Identitätshyopthese</span><br />
Nach dieser Position sind mentale und physikalische Zustände des Gehirns eigentlich identisch. Wir benutzen nur verschiedene sprachliche Ausdrucksformen für die gleiche Sache, so wie man Wasser als Wasser und als H2O bezeichnen kann. Analog dazu ist das Feuern bestimmter Nervenzellen im Gehirn  und ein bestimmter Hormonspiegel lediglich eine andere Bezeichnung für das, was man physikalistisch gesehen unter Liebe versteht. - Keine gesonderte Kritik dieser Position.</p>
<p><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/22/naturalismus-i-ohne-zorn-und-eifer/">Naturalismus I</a><br />
 </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Naturalismus I. - Ohne Zorn und Eifer - ]]></title>
<link>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=34</link>
<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 18:21:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Leuchtspur</dc:creator>
<guid>http://leuchtspur.wordpress.com/?p=34</guid>
<description><![CDATA[Vor der Beschreibung der verschiedenen Formen des Naturalismus sollen zuerst die unterschiedlichen T]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vor der Beschreibung der verschiedenen Formen des Naturalismus sollen zuerst die unterschiedlichen Terrains abgesteckt werden, die dem Naturbegriff zugebilligt werden können. Die folgende Einteilung ist dem Artikel von H.D. Mutschler "Was ist Naturphilosophie?" entnommen.</p>
<p>Mutschler unterscheidet folgende Positionen:</p>
<ul>
<li>a) Natur ist die Totalität des Existierenden. Natur ist alles! <br />
 Erste Philosophie bei diesem Standpunkt ist die Naturphilosophie.</li>
<li>b) Natur ist eine abgeleitete Entität. Der Naturbegriff hat nach dieser Vorstellung nur   regionale        Geltung.<br />
Erste Philosophie wäre bei diesem Standpunkt z.B. die Metaphysik.</li>
</ul>
<p>Mutschler rechnet zur ersten Position z.B. Metaphysiker wie Peirce, Whitehead, Jonas, aber auch Positivisten wie Carnap und Kanitscheider.<br />
Für zweiten Position (b) werden  Aristoteles, Kant, Habermas u.a. als Vertreter angegeben. Die Abgrenzungen der Natur von Nichtnaturhaftem in der Gruppe b) sind nicht einheitlich. Beispiele wären Natur und Kultur; Natur und Geschichte, Natur und Ethik, etc.</p>
<p>Die Positionen a) und b) lassen sich mit folgenden kombinieren:</p>
<ul>
<li>c) Die Naturwissenschaften enthalten das Wesentliche über die Natur.<br />
"Natur [ist] nichts anderes als das Korrelat szientifischer Verfahrensweisen." </li>
<li>d) Natur erschließt sich nur durch weitere Aspekte.<br />
" Natur [erschließt] sich nur einer Pluralität von Zugangsweisen." </li>
</ul>
<p>Die unterschiedlichen Positionen und ihre Kombinationen zeigen ihre je eigene Problematik. Es sollte auch erinnert werden, daß die Antwort auf die problematische Frage, was denn unter Natur zu verstehen sei, recht unterschiedliche Stellungnahmen  zu Naturalismus hervorbringen wird. Im Hinblick auf den hier betrachteten Naturalismus soll die Kombination aus a) und c) näher untersucht werden, die wohl auch den Mainstream bildet.<!--more--></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>1. Der umfassende metaphysische Naturalismus</strong></span><br />
(Die Darstellung orientiert sich an einem Vortrag von G. Bruentrup: Die Herausforderung des Naturalismus) </p>
<p>Metaphysisch ist diese Position, weil sie Aussagen macht zu der Welt als ganzer, also Aussagen, die nicht empirische überprüfbar sind, etwa von der Art: Es gibt den Kosmos und das ist alles!<br />
In  abgeschwächter Form wird dieser Naturalismus  wie folgt bestimmt: Es kann Transzendens, weitere Universen, Gott, Platonische Ideen geben. Darüber wird keine Aussage gemacht. Jedoch bestimmen in diesem Kosmos die natürlichen Fakten alles. </p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://leuchtspur.wordpress.com/2008/04/26/naturalismus-ii-der-reduktive-physikalismus/">Naturalismus II</a></span><br />
 </p>
<p>Sowohl der Text von H.D. Mutschler als auch der Vortrag von G. Brüntrup ist im "Forum Grenzfragen" zu finden!</p>
<p>H.D.Mutschler; Prof. für  Naturphilosophie</p>
<p>G.Brüntrup; Prof. für Metaphysik und Geschichte der Philosophie</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der den Mond anheult]]></title>
<link>http://naturalismuskritik.wordpress.com/?p=47</link>
<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 10:54:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>BK</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Jüngst hat die EKD eine Stellungnahme zum Streit zwischen Darwinisten und Kreationisten (PDF) ver]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class="snap_preview">
<p>Jüngst hat die EKD <a href="http://www.ekd.de/download/ekd_texte_94.pdf">eine Stellungnahme zum Streit zwischen Darwinisten und Kreationisten (PDF)</a> veröffentlicht, in der sie beiden Parteien ihre Fehler vorhält. Von wenigen Details abgesehen handelt es sich um ein wichtiges Papier, in dem sehr differenziert und konstruktiv argumentiert wird.</p>
<p>An die Adresse der Kreationisten gerichtet schreiben die Autoren: „Gerade aus theologischen Gründen ist der Kreationismus abzulehnen. Er setzt sich über die bibelwissenschaftlichen und systematisch-theologischen Einsichten in die Entstehung, Ausformung und Bedeutung des biblischen Schöpfungszeugnisses hinweg und missachtet die geschichtlichen Kontexte seiner Entstehung. Damit bringt er sich um die Möglichkeit einer angemessenen Erschließung des biblischen Schöpfungszeugnisses. Und er ignoriert die Unterscheidung der Erkenntnisebenen. Der entscheidende Denkfehler besteht darin, mit Hilfe naturwissenschaftlicher Methoden das Eingreifen Gottes in die Evolution von Kosmos und Biosphäre beweisbar und insofern darstellbar machen zu wollen. Auf diese Weise gerät Gott in die zweifelhafte Rolle eines Lückenbüßers.“</p>
<p>Und an die Adresse der Darwinisten: „Diesem Missverständnis und Missbrauch des christlichen Schöpfungsglaubens entspricht spiegelbildlich der Irrweg, der aus den Einsichten der modernen Naturwissenschaften zwingend eine Leugnung Gottes und die Verpflichtung auf einen kämpferischen Atheismus meint ableiten zu können. (…) Auch hier wird die Auseinandersetzung mit dem Gottesbegriff ganz und gar auf dem Missverständnis eines ‚Lückenbüßergottes’ aufgebaut. Dafür sind Kreationismus und ‚intelligent design’ willkommene Gegner, die zu den maßgeblichen Repräsentanten des Christentums, ja der Religion überhaupt, überhöht werden. Die Entwicklungen der wissenschaftlichen Theologie, die Leistungen der historisch-kritischen Exegese biblischer Texte und die ethische Kraft des Christentums hingegen werden in keiner Weise zur Kenntnis genommen.“</p>
<p>Für Martin Urban ist das alles nicht genug. Er kann nicht verstehen, dass sich die EKD dem Anspruch der Darwinisten nicht einfach beugen will. Warum nur, fragt er sich <a href="http://archiv.sueddeutsche.apa.at/sueddz/index.php?id=A41994129_OGTPOGWPPHPRPSGETOWWGOEAGROTTROWT">in der <em>Süddeutschen Zeitung</em> vom Wochenende</a>, akzeptiert die EKD nicht endlich, dass ihr Weltbild auf falschen Annahmen beruht? Und dann erdreistet sie sich sogar, „einen Unterschied zur naturwissenschaftlichen Perspektive herauszuarbeiten“! Der – Achtung, jetzt kommt’s!! – „den modernen Naturwissenschaften nicht gerecht wird“!!! Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach zu verstehen, wer im Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft Koch ist und wer Kellner: „Tatsächlich verstehen die Naturwissenschaften neuerdings, wie Glaube entsteht. Sie geben sogar – vorläufige – Antworten, wo die Theologen seit 2000 Jahren (sic! – BK) nur Fragen stellen oder bloß ‚Geheimnis’ und ‚Mysterium’ als Erklärung anbieten.“</p>
<p>In Urbans Augen schließen Religion und Naturwissenschaft einander kategorisch aus – oder etwa doch nicht? Urban deutet an, dass noch nicht alle Brücken eingerissen sein könnten, dass es noch die Möglichkeit zur Verständigung gibt. Doch dazu dürfen die Protestanten „nicht unreflektiert“ über Gott sprechen, die theologischen Klassiker nicht „unbedacht zitieren“, „nicht mehr so schlicht (vom Handeln Gottes) reden“, die Botschaft der Genesis nicht mehr „fromm übernehmen“. Doch was meint Urban eigentlich, wenn er reflektierte und komplexe Rede einfordert, bedachtes Zitieren und unfromme Übernahme eines Gedankens? Wenn Religion – so Urbans gebetsmühlenhaft wiederholter Vorwurf – sowieso Humbug ist, weil sie sich wissenschaftlichen Erkenntnissen widersetzt, ergeben seine Einschränkungen keinen Sinn.</p>
<p>Letztlich laufen seine Forderungen auf die Aufgabe der Kernaussagen der christlichen Religion hinaus: dass Gott der Schöpfer der Welt und dass Jesus Christus sein Sohn ist, der die Menschen erlöst hat. Selbstverständlich <em>kann</em> man das fordern. Aber die Forderung ist unsinnig, weil sie am Gegenstand der Kritik vollkommen vorbeigeht. Ohne die zentralen Glaubenssätze, die Urban so unerträglich findet, handelte es sich nicht mehr um Christentum, sondern um irgendwas anderes. Wenn Urban vorschlägt, dass die Christen Gott einen guten Mann sein lassen sollten, der irgendwo da oben auf einen Wolke sitzt und seinen Rauschebart streichelt, aber nichts mit der Erde und den Menschen zu tun hat, fordert er nichts weniger als die Abschaffung des Christentums und seine Unterwerfung unter die Priesterschaft der Naturwissenschaftler. Man darf vermuten, dass das so aussichtslos ist wie das Anheulen des Mondes durch den Hund.</p>
<p>Urban neuester Erguss zeigt, wie sehr das naturalistische Denkschema seine Jünger verblendet. Er ist gar nicht mehr in der Lage, eine nicht-naturalistische Weltsicht für möglich zu halten. Wer kein Naturalist ist, der muss – <a href="http://naturalismuskritik.wordpress.com/2008/03/14/geisterfahrer-mit-selektiver-wahrnehmung">in Urbans Kosmos</a> – entweder ein Spinner oder ein ganz böswilliger Gegenaufklärer sein. Auf den Gedanken, dass nicht <em>er</em> Recht haben könnte, sondern die Millionen von Christen und andere Theisten, kommt er gar nicht mehr. Das ist kein Schade, denn so ärgerlich ist es ist, dass ihm die <em>SZ</em> immer noch ein Podium bietet, so beruhigend ist die Gewissheit, dass es schon viele Urbans gegeben hat, die sich vergeblich an den Kirchen abgearbeitet haben.</p>
</div>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Wissenschaft, Ethik und religiöse Wissensphobie]]></title>
<link>http://anstalt.wordpress.com/?p=118</link>
<pubDate>Sat, 05 Apr 2008 12:31:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>califax</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Im Jahr 1786 erfand die Wissenschaft den modernen Spaten. Praktisch zeitgleich wurde den Menschen k]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><em>Im Jahr 1786 erfand die Wissenschaft den modernen Spaten. Praktisch zeitgleich wurde den Menschen klar, dass die neue Erfindung es viel einfacher und effektiver machen würde, Löcher zu graben. Doch bereits 7 Jahre später nutzte der Bischof von Holstein einen solchen Spaten, um damit die ihm untreu gewordene Haushälterin zu erschlagen. Die Kirchen heute sind sich allgemein einig, dass ohne die atheistisch-naturalistische Erfindung des Spatens den Menschen sehr viel Unheil erspart geblieben wäre.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">Kamenin schlägt wieder zu und widmet sich diesmal dem Thema Eugenik. Absolut lesenswert - <a href="http://kamenin.wordpress.com/?p=250">Eugenik: Geschichtsklitterung und -vergessenheit.</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wissenswertes über Unwissen]]></title>
<link>http://bedeutungswirbel.wordpress.com/?p=66</link>
<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 19:36:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Benni</dc:creator>
<guid>http://bedeutungswirbel.wordpress.com/?p=66</guid>
<description><![CDATA[Kürzlich las ich zwei Bücher, die ich euch ans Herzen legen möchte. Beide sind zwar komplett ande]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich las ich zwei Bücher, die ich euch ans Herzen legen möchte. Beide sind zwar komplett anders aber kreisen eigentlich um das selbe Thema: Nicht-Wissen. Beide sind eher populärwissenschaftlich, das eine dabei mehr geisteswissenschaftlich, das andere mehr naturwissenschaftlich. Beide haben eine amüsante Schreibweise gemein und sind auch sehr unterhaltsam und trotzdem ziemlich tiefschürfend auf ihre Weise.</p>
<p>"<a href="http://www.amazon.de/%C3%BCber-B%C3%BCcher-spricht-nicht-gelesen/dp/3888974860/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&#38;s=books&#38;qid=1207337415&#38;sr=8-1">Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat</a>" von Pierre Bayard ist ein Buch, dass nicht nur eine Handlungsanweisung für Prüflinge geisteswissenschaftlicher Fächer gibt, wie der Titel vermuten lassen könnte, sondern vor allem die wichtige Erkenntnis vermittelt: Nicht-Lesen ist eine mindestens so wichtige Kulturtechnik wie Lesen. Oder noch prägnanter: Wissen entsteht aus Nicht-Wissen! Manche Leser-Rezension bei Amazon zeigt auch sehr schön wie sehr doch mancher auf seinem schwer erarbeiteten kulturellen Kapital beharrt. Mein Gott, der meint das ja Ernst! Frechheit!</p>
<p>Das Buch "<a href="http://bookzilla.org/shop/action/productDetails/6240937/kathrin_passig_aleks_scholz_lexikon_des_unwissens_3871345695.html?aUrl=90006951">Lexikon des Unwissens</a>" von Kathrin Passig und Aleks Scholz widerum geht den umgekehrten Weg: Es zeigt wie aus Wissen Unwissen wird. Anhand von ca. 40 Beispielen werden Wissenslücken der modernen Wissenschaft gezeigt mit einem Schwerpunkt auf Naturwissenschaft. Das reicht von so grundlegenden Fragen wie der nach den Elementarteilchen bis hin zu lustigem Unwissen a la "Wie schnurren Katzen?" (He, mein erster Katzencontent!). Der Schwerpunkt liegt auf der Naturwissenschaft aber es kommen auch Fragen wie "Geld? Was ist das eigentlich genau?" vor. Dabei werden alle Fragen immer Wissenschaftshistorisch erklärt. Was dachte man früher darüber? Oft sind ein für alle mal geklärte Fragen dann plötzlich doch wieder völlig offen an Hand neuer Erkenntnisse. Das hat dann durchaus wissenschaftskritische Einsprengsel ohne deswegen ein wissenschaftliches Weltbild ganz über Bord zu werfen. So heisst es denn auch am Schluß im letzten Artikel zu "Wasser": "Aufgeben jedenfalls kommt nicht in Frage.", was man durchaus als Motto verstehen könnte.</p>
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