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	<title>misstrauen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/misstrauen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "misstrauen"</description>
	<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 20:23:25 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Mein Gummibärchen-Orakel]]></title>
<link>http://sommerschwester.wordpress.com/?p=528</link>
<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 11:28:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>sommerschwester</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gesehen bei Jana und Gustav und hier gleich selbst gemacht!
Und das kam dabei raus:
MISSTRAUEN, EMPF]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://janasworld.wordpress.com/">Gesehen bei Jana und Gustav</a> und <a href="http://www.gummibaerchen-orakel.ch/home.html">hier gleich selbst gemacht</a>!</p>
<p>Und das kam dabei raus:<br />
<strong>MISSTRAUEN, EMPFINDLICHKEIT, KREATIVITÄT</strong><br />
Als vor hundert Jahren das Märchen von der Prinzessin auf der Erbse erschien, entwarf der Autor Hans Christian Andersen einen farbigen Schutzumschlag: Grün und Weiss dominierten darauf. Das seien die Farben des Märchens. Diese Farben haben Sie nun gezogen. Was bedeutet das? Dass Sie eine Prinzessin sind? Nein. Das bestimmt nicht. Eine Erbse? Schon eher. Aber auch nicht richtig. Nein: Dass Sie empfindlich sind. Denn davon handelt das Märchen. Und dass Sie die jungfräulichen Farben Weiss und Grün gleich doppelt gezogen haben, weist sogar auf eine verletzbare Überempfindlichkeit hin. Freundlich gesagt: Sie sind eine sensible, vom Gewissen geplagte Seele. Unfreundlich gesagt: Sie sind jemand, der keine Öko-Klorollen benutzt, weil er fürchtet, die seien aus dem Altpapier seiner greulichen Nachbarin gemacht. Jemand, dem der Gedanke unerträglich ist, im Altglascontainer für Grünglas könnte versehentlich eine Flasche aus Braunglas landen. Und der sich, wenn ihm das passiert, wochenlang mit Schuldgefühlen plagt. Erkennen Sie sich da wieder? Nein? Dann wird es ja Zeit, dass wir Ihnen das mal sagen. Okay, mit sich selbst sind Sie grosszügig. Sogar unordentlich bis zur Verwahrlosung. Aber wenn jemand mit Strassenschuhen Ihre Wohnung betritt, kriegen Sie Sodbrennen. Stimmts? Na, Sie sind auf jeden Fall sehr empfindlich. Aber nun haben Sie ja ein orangenes Bärchen gezogen. Was bedeutet: Sie haben zugleich sehr viel Humor. Nur deshalb haben wir uns auch erlaubt, Ihnen diese Unverschämtheiten an den Kopf zu werfen. Sie sind nämlich witzig. Sind spielerisch. Kreativ. Und genau jetzt ist die Zeit gekommen, dass Sie Ihre seismographische Sensibilität kreativ nutzen. Als Maler, Musiker, Therapeut. Oder schreiben Sie Gedichte? Prima! Klasse! Toll! Nur schicken Sie die bitte nicht an uns.</p>
<p>Orakel vom Mittwoch, 23. Juli 2008, 13:20 Uhr</p>
<p> </p>
<p>Am Ende fragen die einen dann, ob man zufrieden ist!? Nein, bin ich nicht.... ;) Denn das (wie im Text beschrieben) bin ich NICHT. NIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEMAAAAAAAAAAAAAAAAAAALS...</p>
<p> </p>
<p>So, ich habs nochmal gemacht... ;) Gefällt mir schon viel besser :) :) :) :)</p>
<div>Ein rotes, ein gelbes, ein weisses, zwei grüne Bärchen</div>
<h3>NACHGIEBIGKEIT, MUT, DEUTLICHKEIT</h3>
<p>Zweimal Grün - das ist eine Schwäche, die nicht schlimm ist, aber die Ihnen langsam lästig wird. Sie kennen doch mindestens einen Freund, wenn der anruft, wissen Sie: Der will was. Dass man ihn zum Flughafen fährt. Dass man seine Schrottkarre kauft. Dass man ihm Freunde vermittelt, die seine Karriere fördern. Er will die Ski-Ausrüstung leihen. Oder gleich Geld. Und Sie, mit Ihren zwei grünen Bärchen, Sie wissen nicht genau, wie Sie ablehnen sollen. Oder da ist diese Freundin, die hat keinen, mit dem sie ausgehen kann, die will immer mit Ihnen mitkommen auf die Parties. Die will sich anhängen. Am besten auch noch bei der Reise, die Sie planen. Und Sie geben sich grösste Mühe, verschrobene Ausreden zu erfinden, angeblich, weil Sie sie nicht vor den Kopf stossen wollen. In Wirklichkeit, weil Sie ein ganz kleines winziges bisschen feige sind. Denn dieser Freundin ist mehr damit geholfen, wenn Sie klar und ehrlich sind. Aber Sie haben nicht gelernt, deutlich zu sein und Ihre Grenzen zu zeigen. Doch das ist Vergangenheit. Denn Sie haben eine wunderbare Kombination gezogen, mit der Sie diese ärgerliche Schwäche zurücklassen werden. Rot bedeutet: Sie kriegen einen kräftigen Kick Mut und Zivilcourage. Sie entdecken Ihre Stärke und können es auch akzeptieren, wenn Sie abgelehnt werden. Gelb heisst: Sie sind in der Lage, klare Entscheidungen zu fällen. Und zu diesen Entscheidungen zu stehen. Grenzen zu setzen, wo Sie Grenzen brauchen. Weiss schliesslich heisst: Sie werden sich bei alledem auf Ihre Intuition verlassen können. Ihre innere Stimme war noch nie so deutlich zu vernehmen. Wollen Sie unser altes Auto kaufen?</p>
<p>Orakel vom Mittwoch, 23. Juli 2008, 13:24 Uhr</p>
<p>So und nun höre ich auf - bevor es wieder schlechter wird. ;)</p>
<p> </p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>von der Gummibärchenorakelnden Sommerschwester</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Typisch Skorpion #44 – Misstrauisch? –]]></title>
<link>http://steffen030.wordpress.com/?p=1361</link>
<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 09:53:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>steffen030</dc:creator>
<guid>http://steffen030.wordpress.com/?p=1361</guid>
<description><![CDATA[Leichtgläubigkeit oder gewinnende Zutraulichkeit werden Sie beim Skorpion praktisch nie finden. Sko]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><img class="size-thumbnail wp-image-1135 alignleft" style="float:left;" src="http://steffen030.wordpress.com/files/2008/04/skorpion.jpg?w=126" alt="" width="126" height="96" /><span style="font-size:11pt;font-family:Corbel;">Leichtgläubigkeit oder gewinnende Zutraulichkeit werden Sie beim Skorpion praktisch nie finden. Skorpion-Menschen sind überaus misstrauische Zeitgenossen. Es erfordert einen immensen Einsatz, um einen Skorpion für sich zu gewinnen. Die beste Chance dazu haben Sie durch klare Aussagen, Fairness und ein nachvollziehbares und einsichtig formuliertes Verständnis ihrer Person.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><span style="font-size:11pt;font-family:Corbel;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;"><em><span style="font-size:11pt;font-family:Corbel;color:black;">Sternzeichen Skorpion 24.10.-22.11. (ich auch am 06.11. *grins*)</span></em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[überwacher überwachen!]]></title>
<link>http://pillenknick.wordpress.com/?p=12</link>
<pubDate>Sat, 17 May 2008 00:25:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>pillenknick</dc:creator>
<guid>http://pillenknick.wordpress.com/?p=12</guid>
<description><![CDATA[sed quis custodiet ipsos custodes? - wer aber wird die wächter überwachen?
(juvenal, satiren VI, 3]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><span style="color:#000000;"><strong>sed quis custodiet ipsos custodes? - wer aber wird die wächter überwachen?</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;"><em>(juvenal, satiren VI, 347)</em></span></p></blockquote>
<p>was immer ich hier schreibe, auf welchen seiten auch immer ich mich gerade bewege, mit wem ich gerade chatte, der herr schäuble weiß es. er selbst vielleicht eher weniger und selbst polizisten und bundesnachrichtendienst (bnd) müssen nicht unbedingt gerade mitlesen, wie ich diese zeilen tippe - aber allein der umstand, dass es von allem, was ich im internet tue, rein provisorisch eine blaupause in den rechenzentren der internetanbieter für das nächste halbe jahr gibt, macht mich ein wenig paranoid.</p>
<p>wer sind eigentlich die überwacher? wen sollen wir denn überwachen? und wie?</p>
<p><!--more-->die erste frage ist einfach zu beantworten. zu den überwachern gehören - je nach ausprägung des konsumverhaltens - als überwachung verordnende instanz der gesetzgeber und als ausführende instanzen der bnd, die internetprovider, homepageanbieter (ja, ich bin im studiVZ!), handyprovider, telefontarifanbieter, kreditkartenunternehmen, kundenkartenunternehmen (payback und andere tauschen minimale vergünstigungen gegen umfangreiche kundenprofile; geiz ist echt geil!) und, und, und, nur um mal die prominenteren beispiele zu nennen.</p>
<p>danach wird es schwierig. den bnd zu überwachen, ist scheinbar kaum noch möglich, die mitglieder des parlamentarischen kontrollgremiums (pkg) fordern ja selbst mehr kompetenzen, denn sie brauchen für eine umfassende kontrolle eben alle fakten auf dem tisch. wie genau das aussehen kann unter wahrung aller grundrechte, ist eine andere frage. was die medienzugangsanbieter betrifft (hier: internet, telefon, handy), lässt sich gerade die kontrolle noch schwerer verwirklichen, denn es gibt sie bisher nicht in dem sinne. der verkauf unserer nutzerdaten (wer hat wann, wo und wie lange mit mir telefoniert, wen habe ich wann, wo und wie lange angerufen, auf welchen seiten habe ich welche angebote wahrgenommen?) lässt sich erst feststellen, wenn unsere profile (die wir selbst erstellen zur "besseren anpassung" an uns und unsere gewohnheiten) mit all den schönen informationen über familie, vorlieben vermögenssituation, wohnsituation und dergleichen plötzlich auf dem markt der werbung auftauchen. und auch wenn spam-mails mittlerweile maschinell verschickt werden - woher, wenn nicht von irgendwelchen abgesuchten seiten, haben sie unsere e-mail-adressen und wieso schicken sie gerade mir werbung für brustvergrößerungen oder viagra (gut, das problem habe ich jetzt nicht)? ... was machen google und all die suchmaschinen eigentlich mit all meinen suchanfragen? ... wir können es den internetanbietern nur so schwer wie möglich machen, wenngleich wir dafür verzichten müssen, verzichten auf einen teil der geschwindigkeit unserer flotten dsl-anschlüsse, indem wir all unsere seitenanfragen über proxies leiten (sende anfrage an server in aachen, der sendet nach amsterdam, von dort nach new york, von wo es über canberra und wellington nach rom zu einem server geht, der dann als anfragender bei unserer gesuchten seite erscheint und übert diverse andere server das ergebnis zu uns zurück schickt) und andere wegen nutzen, um keine rückschlüsse auf uns zu geben. dafür gibt es mittlerweile programme, privoxy, tor und wie sie alle heißen, hier sind computerzeitschriften echt mal zu was gut, auch für techniklaien. es ist - wenn auch nicht ganz so einfach - möglich, anonym zu surfen. sucht doch mal spaßeshalber nach euch bei www.yasni.de oder eben einfach bei google - entsetzt?</p>
<p>ihr denkt: ich hab mir nichts vorzuwerfen, das stört mich nicht, und personalisierte werbung statt flächendeckender bonzenkarrenwerbung finde ich gut. ey, nur weil ich statt hiphop lieber metal höre und nunmal weiblich bin, will ich nicht in die schublade frau (=kleine, niedliche autos in bunten farben) gesteckt werden, mal ganz abgesehen davon, dass der anlass für überwachung bzw. kontrolle immer gehöriges misstrauen oder gar ein vermutetes oder festgestelltes fehlverhalten ist.</p>
<p>ihr schreibt keine privaten mails auf der arbeit? schön, löblich. trotzdem hat euer chef ein programm installiert, mit dem eure computernutzung aufgezeichnet wird. WOZU? ihr habt nichts angestellt, und doch geht er von schlimmsten aus, schließlich ist jeder mensch prinzipiell zu kriminellen handlungen fähig, er misstraut euch, und da kann er noch so oft das gegenteil behaupten. vertraute er euch, würde er euch nicht überwachen. allein der satz "man weiß ja nie ..." in diesem zusammenhang zeugt doch nicht gerade von vertrauen, oder? so stellt er euch alle unter einen generalverdacht, anstatt erst bei einem begründeten verdacht nachzuforschen.</p>
<p>letztlich werden doch bloß so viele - alle - daten gesammelt, weil wir alle terroristen sind. du ebenso wie ich. du bist kein terrorist? ich auch nicht. trotzdem werden wir wie welche überwacht. einzig beruhigend (beruhigend?): bis der bnd direkt auf unsere rechner zugreift (hallo, bundestrojaner!), müssen noch ein paar indizien mehr gefunden werden, als dass ich regelmäßig auf al-jazeera verweile und mich von dort auf arabischsprachigen webseiten umschaue. dass ich da journalistisch (ähem, ich bin ja nur bloggerin) tätig bin, weiß der bnd ja nicht. insofern gilt das versprechen des bnd-präsidenten hier auch nicht, journalisten nicht zu überwachen. ... aber man kann sich ja immer noch für den bedauerlichen fehler entschuldigen.</p>
<p>dogMA</p>
<p>ps: wären es gute ingenieure gewesen, wären die kofferbomben im re1 hochgegangen. immerhin hätte es fotos von den tätern gegeben, wie sie mit den koffern am gleis auf den zug warteten, man hätte sie schnappen können. und dann hinrichten. oder brauchen terroristen wirklich grundrechte?</p>
<p>pps: mal sehen, ob ich mit der schlagwortwahl ein wenig aufmerksamkeit im innenministerium wecken konnte ^^</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Blog fertig, aber ich zeig ihn euch nicht]]></title>
<link>http://michaelthurm.wordpress.com/2008/05/05/blog-fertig-aber-ich-zeig-ihn-euch-nicht/</link>
<pubDate>Mon, 05 May 2008 07:14:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>farbfilmvergesser</dc:creator>
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<description><![CDATA[In einem Anflug von Sentimentalität hab ich nicht nur viel zu viel geschrieben, sondern auch viel z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Anflug von Sentimentalität hab ich nicht nur viel zu viel geschrieben, sondern auch viel zu persönlich, deshalb nur meine "Leseerfahrungen vom langen Wochenende:</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><a href="http://www.single-generation.de/oesterreich/georg_franck.htm">Georg Franck</a> lese ich viel zu selten, aber jedes Kapitel aus seiner <a href="http://hrachovec.philo.at/?q=node/44">Ökonmie der Aufmerksamkeit</a> (ein lustiges Interview, was für ein Sound) ist so voller Richtigkeit. Ähnlich wie <a title="Die wunderbarste aller Heldengeschichten, nach dem kleinen Prinzen" href="http://www.eric-emmanuel-schmitt.com/en/work_details_en.php?oesec_id=4&#38;oeit_id=7&#38;section_id=1&#38;table=oeuvre_item&#38;oecat_id=2">Eric-Emmanuel-Schmitt</a> erklärt er das menschliche Verhalten auf das Einfachste und alles was er schreibt kommt einem ständig so vor, als hätte man es schon immer gewusst: 	„aber auch dann, wenn ein stabiles Selbstwertgefühl einmal aufgebaut 	ist, bleibt es auf laufende bestätigung angewiesen- Die 	Selbstwertschätzung wird dann nur nicht so leicht einklicken, wenn die 	äußere Anerkennung zurück bleibt. Eine gewisse Robustheit ist hier 	entscheidend...“</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wie persönlich die Wissenschaft doch sein kann. Zum Glück studier ich keine Psychologie;-)</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Wirklich neues gab es in <a href="http://www.ulfkotte.de/3.html">Udo Ulfkottes</a>: „So lügen Journalisten“. Er führt eine Ungeheuerlichkeit nach der nächsten an und erzählt von soviel Betrug, dass man allem misstraut, sogar seinen „Wahrheiteiten“. Wenn man sich die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=b3yoKVDn4WE">Partei Ulfkottes</a> anschaut, bewahrheitet sich mal wieder: "Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche". Aber ich lerne eh am liebsten vom politischen G.egner</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Mindestens genau so prägend: der wesentlich schätzenswertere <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Leif">Thomas Leif</a>: „Mehr Leidenschaft Recherche“ Noch spannender macht es so richtig Lust in dicken staubigen Aktenwälzern nach politischen Sauereien zu suchen. obwohl es wahrscheinlich die erste Pflicht wäre, all die Geschichten nachzurecherchieren, die in den beiden Büchern auftauchen, aber dann wäre ich wohl bis ans ende meiner tage damit beschäftigt die Vergangenheit ins rechte oder linke Licht zu rücken und das ist wohl fad.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Eine Story trotzdem für alle geschichtslehrer, besonders natürlich meine sehr geschätzten;</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Knopp">Guido Knopp</a> macht nicht nur schlechte Filme, über die man diskutieren kann, seine ganze Persönlichkeit ist zu hinterfragen. Denn, der promovierte Historikus lehrt laut dem Artikel von Thomas Schuler an der Gustav Siewerth Akademie. Der leitende Senat dieser  Schule stehe den „ultrarechten, gehimbündlerischen Organisationen wie dem Opus Dei, dem Engelswerk und der Psychosekte VPM nahe.“ Davon steht nicht im Wiki-Artikel. <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0408/leserbriefe/0001/index.html">Hier die Gegendarstellung Knopps</a></p>
<p>Wenn Knopp also ein kleiner Rechter ist, der sich kritisch mit der NS Vergangenheit auseinander setzt, erklärt das zumindest vieles in seinen Filmen. Soviel zum Ernst des Lebens, es hat sich mal wieder bestätigt, das es kein Wissen geben kann, von vertrauen will ich gar nicht reden...</p>
<p>und zum Abschluss das Montagsvideo für die Frau mit den schönen Augen und zu wenig Zeit:</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/O1gzPrqY2PM'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/O1gzPrqY2PM&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Nein, es ist nicht lustig.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/b0_U44QBbz8'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/b0_U44QBbz8&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Moslems = Terrors?]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/03/06/moslems-terrors/</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 11:37:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/03/06/moslems-terrors/</guid>
<description><![CDATA[Sensibilisiert durch diverse Medienberichte - u.a. auch im sog. &#8220;evangelikalen Lager&#8221; - ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sensibilisiert durch diverse Medienberichte - u.a. auch im sog. "evangelikalen Lager" - kommen manchen Nicht-Moslems solche Gedanken, wenn sie einen "echten" Moslem sehen:<br />
<i>"Hat der jetzt 'ne Bombe unter'm Bart?"</i></p>
<p>Allerdings ist die Welt nicht so deutlich in "Counter-Terrorists" und "Terrors" unterteilt.<br />
Besonders deutlich wird das durch diesen Bericht (via <a href="http://vineyard-filstal.de/" target="_blank">Marcus</a>):<br />
<!--more--><br />
Nach dem Forschungsergebniss einer <a href="http://www.gallup.com/poll/104629/Who-Muslims.aspx" target="_blank">Gallup-Umfrage</a> halten <b>93% aller Moslems</b> die Anschläge vom 11.September scheinbar für falsch. Allah lehne solchen Mord ab.<br />
Und was würde am Westen besonders geschätzt?<br />
Die Technologie, die Freiheit und die Demokratie (s.a. <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/islamumfrage2.html" target="_blank">tagesschau.de</a>).<br />
Hätte ich ähnlich beantwortet.</p>
<p>Es gibt natürlich Leute, die solche Antworten als bewusste Täuschung durch die Antwortenden sehen (mancher nennt das "<font size="-1"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taqiya" target="_blank">Taqyyia</a>")</font>.<br />
Damit wird selbst bei sympathischen Antworten von Moslems das Misstrauen höher als das Vertrauen bewertet. Es gibt dann faktisch keine Chance, sich irgendwie anzunähern.<br />
Der Moslem bleibt damit immer der "Terror".</p>
<p>Das kenne ich aus dem Gemeindeleben auch: tragfähige Beziehungen werden unmöglich gemacht, weil selbst das gute Bemühen des anderen letztlich als Machtspiel oder Täuschungsmanöver interpretiert wird.<br />
Hilfreiche Beziehungen können so nie entstehen.</p>
<p>Vielleicht sollten wir Christen unser Misstrauen ablegen.<br />
Und immer, wenn wir einen "echten" Moslem sehen, ein kleines Gebet zu Gott sprechen:<br />
<i>"Vater im Himmel, ich segne diesen Menschen im Namen Jesu Christi!"</p>
<p></i>P.S. Natürlich gibt es im Koran und der Scharia krasse Passagen (in der Bibel auch). Natürlich gibt es zwischen christlicher Lehre und islamischer Lehre grundsätzliche Unterschiede! Aber hier geht es um unsere Einstellung anderen Menschen gegenüber. Und die hat Jesus klar geregelt: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!"</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Journalisten Aufstand]]></title>
<link>http://secondlitart.wordpress.com/?p=57</link>
<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 18:41:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>regulaerni</dc:creator>
<guid>http://secondlitart.wordpress.com/?p=57</guid>
<description><![CDATA[Die Krise im Berliner Verlag ist eskaliert, und zwar zu einem richtigen Aufstand: Die Redaktion der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krise im Berliner Verlag ist eskaliert, und zwar zu einem richtigen Aufstand: Die Redaktion der „Berliner Zeitung“ hat dem Chefredakteur und Geschäftsführer sowie dem Eigentümer des Verlags das Misstrauen ausgesprochen. Es mutet seltsam an, wenn dem Eigentümer eines Verlages von Journalisten befohlen wird, er solle sich einen Käufer für den Verlag suchen und verschwinden.<br />
Michael Hanfeld <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E546779C1FC694593987A3E7C29198F27~ATpl~Ecommon~Scontent.html">beschreibt</a> die Situation.</p>
<blockquote><p>"Die Redaktion der „Berliner Zeitung“ fordert Montgomery nun in ihrem offenen Brief auf, seine „aktuelle Geschäftspolitik zu überdenken“. Sollte seine Mecom außer Stande sein, eine langfristige und publizistisch kohärente Geschäftsstrategie vorzulegen, „fordern wir, im Interesse der Zeitung und ihrer Leser, nach einem neuen, geeigneten Eigentümer“ zu suchen. Dem Chefredakteur Depenbrock erklären die Redakteure, dass sich nach zwei Jahren seiner Amtsführung sämtliche Befürchtungen bestätigt hätten."</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wo verstecken Sie Ihren Sprengstoff?]]></title>
<link>http://deutsche.wordpress.com/2007/10/16/wo-verstecken-sie-ihren-sprengstoff/</link>
<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 06:37:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>deutsche</dc:creator>
<guid>http://deutsche.wordpress.com/2007/10/16/wo-verstecken-sie-ihren-sprengstoff/</guid>
<description><![CDATA[&nbsp;
Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Islamrats, ist einer der umstrittensten Teilnehmer der Islamk]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="content">&#160;</p>
<p class="smallblackfont"><strong><img src="http://deutsche.wordpress.com/files/2007/10/ali-kizilkaya.jpg" alt="Ali Kızılkaya" align="right" />Ali Kizilkaya, Vorsitzender des </strong><strong>Islamrats</strong><strong>, ist einer der umstrittensten Teilnehmer der Islamkonferenz. Warum er zwar zum Dialog bereit ist, sich aber nicht auf eine deutsche Werteordnung einigen will.</strong></p>
<p class="smallblackfont"><strong>INTERVIEW: <span class="autor">CIGDEM AKYOL</span></strong></p>
<p class="artikeltext"><strong>taz: Herr Kizilkaya, wo verstecken Sie Ihren Sprengstoff?</strong></p>
<p class="artikeltext"><strong>Ali Kizilkaya</strong>: Um Gottes willen, so etwas besitzt ein aufrichtiger Muslim nicht.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Haben Sie eigentlich mehrere Nebenfrauen?</strong></p>
<p class="artikeltext">Nein, ich habe nur eine Frau, mit der ich sehr glücklich bin.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Aber diese eine Frau verprügeln Sie täglich?</strong></p>
<p class="artikeltext">Nein, ich verprügele sie nicht. Wir führen eine harmonische Ehe, absolut gewaltfrei.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Aber beim 11. September haben Sie sich doch insgeheim gefreut?</strong></p>
<p class="artikeltext">Nein, um Gottes willen - das war ein Schock. Es sind unschuldige Menschen gestorben. Ich konnte am Anfang gar nicht glauben, dass so etwas Unmenschliches überhaupt möglich ist.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Wie oft werden Sie eigentlich mit Klischees konfrontiert? </strong></p>
<p class="artikeltext">Leider passiert mir das täglich. Ständig wird uns Muslimen vorgeworfen, dass der Islam nicht zeitgemäß sei, unsere Religion wird oft in Frage gestellt. Es ist eine komische Erwartungshaltung, die uns entgegengebracht wird. Muslime sollen bitte so sein wie Nichtmuslime - aber dann wären sie keine Muslime mehr.</p>
<p><!--more--></p>
<p><!-- Start of Ad'LINK ADJ Tag - Javascript Format , size : 300x250 --><!-- End of Ad'LINK ADJ Tag - Javascript Format, size : 300x250  --></p>
<p class="artikeltext"><strong>Also können Muslime in Deutschland nichts richtig machen? </strong></p>
<p class="artikeltext">Genau, wir können nur Fehler machen. Distanzieren sie sich von Gewalt, reicht es nicht. Demonstrieren sie gegen Gewalt, ist es auch nicht genug. Wenn wir uns integrieren, wird direkt eine Assimilation erwartet. Aber eine Assimilation widerspricht dem Grundgesetz. Denn dieses sieht Vielfalt vor. Bei den Muslimen aber bitte will man keine Vielfalt sehen.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Übertreiben Sie nicht etwas? Das hört sich nach einer mittelalterlichen Hexenjagd an.</strong></p>
<p class="artikeltext">Ich kann es anhand unzähliger Beispiele weiter zeigen. Man hat doch teilweise das Gefühl, dass es heute einfacher ist, ein Atomkraftwerk in Deutschland zu bauen, als eine Moschee. Die Protestaktionen haben bedenkliche Formen angenommen. Das jüngste Beispiel ist die Diskussion über den Moscheebau in Köln. Obwohl Moscheen auch Orte der Begegnung und der Integration sind.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Die Menschen sind verunsichert. Sobald jemand öffentlich den Islam kritisiert - jüngstes Beispiel ist Ralph Giordano - bekommt er Morddrohungen.</strong></p>
<p class="artikeltext">Nicht jede Drohung ist islamisch motiviert. Außerdem widerspricht Gewalt dem Koran und ist damit ein Hineinpfuschen in das Handwerk des Herrn. Man darf für vereinzelte Drohungen - die ich verurteile- nicht alle Muslime in Haftung nehmen. Auch wir bekommen Drohungen, aber das interessiert die Gesellschaft kaum. Dafür legt sie jedes Wort auf die Goldwaage, ständig lesen Kritiker zwischen den Zeilen der Verlautbarungen. Was ist das für ein Leben? Das ständige Misstrauen führt ja zu einer Verhaltensstörung.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Woher kommt dieses Misstrauen?</strong></p>
<p class="artikeltext">Eine Erklärung ist sicherlich, dass man sich offensichtlich noch nicht richtig kennt.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Nach 50 Jahren Einwanderung?</strong></p>
<p class="artikeltext">Schauen Sie sich doch die Islamkonferenz an. Seit knapp 50 Jahren leben wir in Deutschland, und erst jetzt wird ein Dialog begonnen. Die Gesellschaft und die Politik haben sich bisher nicht für uns interessiert.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Vielleicht interessieren sich die Muslime nicht für die Gesellschaft? Menschen leben seit Jahrzehnten hier, sprechen aber kaum die Sprache und halten sich in ihrer Parallelwelt auf. </strong></p>
<p class="artikeltext">Die Ursachen sind soziologischer und nicht religiöser Natur. Die Generation der Gastarbeiter war keine Gruppe Intellektueller. Es waren einfache Leute, die nicht hierbleiben wollten und sich deswegen zunächst nicht für die Dauer eingerichtet haben. Den Migranten wurde erst Ende der Achtziger bewusst, dass sie bleiben würden. Und versäumtes kann man nicht so schnell nachholen. Da muss sich auch die Politik fragen, was sie den Migranten angeboten hat. Die Angebote waren wohl eher spärlich. Ich weiß von nichts. Erst in letzter Zeit höre ich nur Forderungen, bekomme aber keine Förderung.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Ist es nicht zu einfach, der Politik die Schuld zuzuschieben?</strong></p>
<p class="artikeltext">Wir sind doch als Arbeitsemigranten nach Deutschland gekommen, nicht als Studenten. Die Menschen waren körperlich hier, aber geistig in ihrer Heimat. Das war der Fehler, aber so war die damalige Wahrnehmung. Es war keine bewusste Abschottung, es war die Hilflosigkeit. Es war die Sehnsucht nach der Heimat.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Wo ist Ihre Heimat?</strong></p>
<p class="artikeltext">Meine Heimat ist Deutschland, aber ich habe nicht immer das Gefühl, dass meine Heimat mich liebt.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Sie sind 1972 gemeinsam mit Ihren Eltern nach Deutschland gekommen. Zur selben Zeit kamen auch meine Eltern hier am Frankfurter Flughafen an. Das Erste, was meine Mutter in Deutschland beeindruckte, war Nussschokolade. Was hat Sie beeindruckt? </strong></p>
<p class="artikeltext">Meine Sprachlosigkeit hat mich negativ beeindruckt. Denn es war das erste Mal, dass ich nichts verstanden habe und mich auch nicht mitteilen konnte.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Waren Ihre Eltern religiös?</strong></p>
<p class="artikeltext">Meine Eltern waren gläubige Muslime, aber nicht praktizierend. Wir gingen manchmal in die Moschee, haben aber nicht fünfmal am Tag gebetet.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Hat der Glaube Sie gefunden, oder haben Sie diesen entdeckt?</strong></p>
<p class="artikeltext">Durch die gelegentlichen Moscheebesuche mit meinen Eltern habe ich die Moschee lieben gelernt. Je mehr ich über den Islam lernte, desto überzeugter wurde ich, desto konsequenter habe ich geglaubt. Irgendwann habe ich angefangen, fünfmal am Tag zu beten, so wie es der Islam vorschreibt.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Woran denken Sie, wenn Sie beten?</strong></p>
<p class="artikeltext">Ich denke daran, dass ich vor meinem Schöpfer stehe und ihm über meine guten und schlechten Taten Rechenschaft ablegen muss. Dabei werde ich immer wieder daran erinnert, gutes für die Schöpfung zu tun.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Fünfmal am Tag Rechenschaft ablegen - das hört sich anstrengend an.</strong></p>
<p class="artikeltext">Wenn man kein schlechtes Gewissen hat, wenn man sich bemüht, ein guter Mensch zu sein, warum soll es dann anstrengend sein?</p>
<p class="artikeltext"><strong>Sie waren Generalsekretär bei Milli Görüs, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Deswegen wird Ihnen auch ein gewisser Fundamentalismus unterstellt. Zu Recht?</strong></p>
<p class="artikeltext">Die Beobachtung von Milli Görüs schadet der Integration. Milli Görüs ist weder verfassungsfeindlich noch gewaltbefürwortend. Im Gegenteil, sie ist eine Religionsgemeinschaft, die sehr viel für die Integration tut. Das Einstellen der Beobachtung würde die Integration fördern.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Aber es wurden antisemitische Schriften bei Milli-Görüs-nahen Moscheen gefunden?</strong></p>
<p class="artikeltext">Es haben sich in der Vergangenheit leider sporadisch Schriften eingeschlichen, die die IGMG nicht billigt. Diese wurden aber sofort rausgenommen. Milli Görüs lehnt Antisemitismus ab, denn Antisemitismus ist Rassismus. Und ist mit dem Islam nicht vereinbar.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Sie sind ein gläubiger Mensch. Wo setzen Sie Ihre Grenzen zum Fundamentalismus?</strong></p>
<p class="artikeltext">Mit diesem Begriff kann ich nicht viel anfangen.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Ihr Stellvertreter Abu Bakr Rieger ist zurückgetreten, weil ein Video mit antisemitischen Aussagen erschienen ist. Wussten Sie von Riegers Meinung? </strong></p>
<p class="artikeltext">Nein, davon wusste ich nichts. Er hat sich für die Äußerungen von 1993 entschuldigt. Und vertritt diese Meinung nicht.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Ist Herr Rieger aus freien Stücken gegangen?</strong></p>
<p class="artikeltext">Wir haben gemeinsam diskutiert. Herr Rieger hat verantwortungsbewusst gehandelt und seinen Rücktritt erklärt. Ich habe Respekt vor seiner Entscheidung.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Die Islamkritikerin Necla Kelek wirft Ihnen vor, einen Glauben zu leben, den der Prophet Mohammed im siebten Jahrhundert gelebt hat.</strong></p>
<p class="artikeltext">Frau Kelek unterstellt mir, dass ich irgendwo und irgendwann verlangt hätte, dass alle Muslime nach Gottes Gesetzen leben sollen. Das habe ich nirgends gesagt. Ich bin ein gläubiger Mensch und setzte mich dafür ein, dass Menschen sich im Rahmen des Grundgesetzes zu ihrem Glauben bekennen können.</p>
<p class="artikeltext"><strong>"Grundgesetz" ist ein gutes Stichwort. Immerhin gelang es dem Koordinierungsrat nicht, sich bei der Islamkonferenz auf die deutsche Werteordnung zu einigen.</strong></p>
<p class="artikeltext">Wir haben bei der Islamkonferenz immer betont, dass das Grundgesetz für uns alle in diesem Land lebende Bürger der Maßstab ist. Auch die sogenannte deutsche Werteordnung muss sich an diesem Maßstab messen lassen. Zudem konnte uns niemand die Frage beantworten, was unter dem Begriff "deutsche Werteordnung" zu verstehen ist und warum man zusätzlich zu den Verfassungswerten weitere Kriterien benötigt.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Ali Toprak, Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde, wirft Ihnen vor, Sie hätten ihn unmittelbar nach der Islamkonferenz verbal angegriffen? Was ist an den Vorwürfen dran?</strong></p>
<p class="artikeltext">So etwas liegt mir fern, ist beleidigend und rufschädigend. Im Gegenteil: Ich behandle jeden respektvoll. Ich habe ihn in der Islamkonferenz nach seiner Selbstdefinition gefragt, und ihn darum gebeten, nicht so zu tun, als wenn er für alle Muslime sprechen würde.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Aber das können Sie ja auch nicht für sich in Anspruch nehmen.</strong></p>
<p class="artikeltext">Das mache ich auch nicht. Aber als Islamratsvorsitzender vertrete ich schon eine große Anzahl von Muslimen. Außerdem gehe ich davon aus, dass ich viele Sympathisanten habe. Fremde, nichtorganisierte Muslime auf der Straße sprechen mich an und möchten, dass ich mich für ihre Belange einsetze. Dass zeigt mir, dass diese Menschen in mir einen Vertreter sehen, der sich für sie einsetzt.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Um noch mal auf Herrn Toprak zurückzukommen. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen Sie, lügt er?</strong></p>
<p class="artikeltext">Es stimmt einfach nicht. Außerdem habe ich so etwas nicht nötig. Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens.</p>
<p class="artikeltext"><strong>Lügt Herr Toprak?</strong></p>
<p class="artikeltext">Es ist nicht wahr. Für manche Teilnehmer und Frau Kelek ist es einfacher, mit dem Strom zu schwimmen, damit können sie nichts falsch machen. Und ganz einfach jede Forderung (ob berechtigt oder nicht) akzeptieren. So einfach könnten wir es uns auch machen, das wäre aber Assimilation. Dann wären wir nicht mehr wir.</p>
<p><span class="autor"></span></p>
<p class="shorty_info_typ2_text"><strong>Ali Kizilkaya </strong>wurde 1963 im türkischen Kayseri geboren und lebt seit 1972 in Deutschland. Nach Jahren der Dialogarbeit in Moscheegemeinden begann er Mitte der Neunzigerjahre in der deutschen Zentrale der Milli Görüs (IGMG) in Köln zu arbeiten, die von mehreren Verfassungsschutzämtern als extremistisch eingestuft wird. Milli Görüs wird vorgeworfen, gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu sein. Seit 2002 sitzt Kizilkaya dem Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Köln vor, dem größten muslimischen Dachverband mit etwa 140.000 Mitgliedern. Der Islamrat ist einer der umstrittensten Teilnehmer an Innenminister Wolfgang Schäubles (CDU) Islamkonferenz, weil Milli Görüs Mitglied des Islamrats ist.    Foto: dpa</p>
<p>taz</p>
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<title><![CDATA[Ringelpietz mit Anfassen]]></title>
<link>http://ostblog.wordpress.com/2007/09/28/ringelpietz-mit-anfassen/</link>
<pubDate>Fri, 28 Sep 2007 18:26:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Bardamu</dc:creator>
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<description><![CDATA[Für einen introvertierten Menschen mit geringem Interesse an sozialem Kontakt, der sich schnell dur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Für einen introvertierten Menschen mit geringem Interesse an sozialem Kontakt, der sich schnell durch andere Menschen belästigt und bedrängt fühlt und dann mit kühlem Hochmut und Sarkasmus reagiert, wenn das nicht reicht auch mit Aggression, ist es eine Herausforderung sich einem Feld zuzuwenden, bei dem er gezwungen ist aus seiner Burg herauskommen zu müssen.</p>
<p>Genaugenommen ist es ja nicht mal die Angst vor der Emotionalität der anderen oder der eigenen Gefühlswelt, es ist die Angst vor dem Kontrollverlust. Für einen Kontrollfreak das Schlimmste, was er sich vorstellen kann. Er muss immer wenigstens ein Auge offen und eine Hand am Colt liegen haben - im übertragenen Sinne. Er ist misstrauisch, immer. Sich emotional ausliefern, das ist ihm unvorstellbar.</p>
<p>Die Welt da draußen ist böse und voller Gefahren, ist er überzeugt. Er muss permanent abwehrbereit sein, darf niemals eine Schwäche zeigen. Sein Fluchtinstinkt ist sehr ausgeprägt, fühlt er sich bedrängt und kann nicht flüchten (auch nicht mit Worten), wird er böse.</p>
<p>Nun macht er eine merkwürdige Erfahrung, die nicht in sein Weltbild zu passen scheint. Er kommt aus seiner Burg heraus, ohne Colt, nur einfach so. Er kommt heraus und nichts passiert, keiner greift ihn an. Wie kann das sein? Zaghaft schöpft er Hoffnung (er traut sich gar nicht es sich einzugestehen, das klingt so positiv). Etwas später glaubt er wieder fest an die Ausnahme, die nur die Regel bestätigt. Aber für einen Moment war er unsicher geworden. Vielleicht ist ja doch alles ganz anders als so lange geglaubt.</p>
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