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	<title>magersucht &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/magersucht/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "magersucht"</description>
	<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 19:59:36 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Ein heikles Thema von unterwegs]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=268</link>
<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 08:54:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/10/07/ein-heikles-thema-von-unterwegs/</guid>
<description><![CDATA[Hin und wieder sehe ich, dass jemand &#8220;Suizid&#8221; als Suchbegriff verwendet hat, und bei mei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hin und wieder sehe ich, dass jemand "Suizid" als Suchbegriff verwendet hat, und bei meinem Blog gelandet ist. Es reißt mich jedes Mal, wenn ich das Wort lese. Es war oft so, während meiner Krankheit (Magersuchtsbulimie), dass ich schrieb und mich fühlte, als würde ich ein Suizid in Zeitlupe leben. Ich war langsam dabei, mich umzubringen, aber ich hielt mich fest an einen Faden Hoffnung, für den Fall, dass es doch besser wird. Doch wollte ich nicht allzu offensichtlich hoffen, aus Augst vor erneuter Enttäuschung.</p>
<p>Wenn jemand über Suizid nachdenkt, dann erlebt(e) er viel Leid, Schmerz, Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit im Leben. Es erscheint alles total sinnlos. Einst sang Janis Joplin: "Freedom's just another word for nothin' left to lose." (Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, nichts mehr verlieren zu können.) Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft mir das im Kopf herumkreiste. Wie oft dachte ich mir: Tja, ich habe nichts (mehr) zu verlieren.</p>
<p>Aber genau das brachte mich auf den Weg zur Gesundheit. Ich dachte: Warum nicht? Ich habe nichts zu verlieren und alles zu gewinnen -- was Lebensqualität betrifft. Das größte Risiko war, an mich und an das Leben zu glauben. Damals glaubte ich eher an das Leben. Ich war noch nicht so weit, an mich zu glauben.</p>
<p>Falls du darüber nachdenkst und gerade schaust, was andere über Suizid schreiben, deute ich das eher positiv. Es besteht immer ein Funken Hoffnung. Manchmal muss man nur den Blick etwas schärfen und den Geist dafür öffnen. Positive Zeichen sind überall. Wir müssen sie nur suchen und bereit sein, sie zu erkennen.</p>
<p>Das Leben erfolgt in Wellen. Es gibt eindeutig Hochs und Tiefs. Auch in meinem gesunden Leben scheint nicht immer die Sonne. Depressive Stimmung macht sich immer wieder breit. Mit den Jahren habe ich gelernt, damit umzugehen und zu vertrauen, dass auch die schlimmste depressive Stimmung wieder vorbei geht. Für mich ist es der Preis dafür, die Freude und das Wunder des Lebens wahrnehmen zu dürfen. Ich spüre beide Extreme und bin dankbar für diese breitgefächerte Wahrnehmung. Wenn jeder Tag genau gleich wäre, die selben Gefühlen, alles normal, regelmäßig, unverändert -- das wäre für mich unerträglich.</p>
<p>Das Auf und Ab ist mühsam. Momentan geht es mir gut und ich habe einen sehr optimistischen Überblick. Es ist nicht so lange her, da dachte ich über Suizid nach. (Ich dachte nur nach, aber NICHT daran, es auch zu tun.) Selbstmord ist für mich keine Option, aber ich war wieder mal so tief gesunken, dass ich mich auf dieser Wellenlänge befand und viel Verständnis für andere empfand. Ich erinnerte mich, wie es sich anfühlt, so verzweifelt zu sein. Das Leben ist manchmal wirklich schwer, und manchmal scheint diese Zeit endlos zu sein. Aber sie geht vorüber.</p>
<p>Ich verabschiede mich mit einem Zitat von Immanuel Kant, Philosoph, 1724-1804. Ich habe ihn aus der Zeitung ausgeschnitten und an meinem Bildschirm geklebt. "Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu ertragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen." Das lese ich jeden Tag. Es stimmt auch. Gib nicht auf! Es lohnt sich, weiter zu machen.</p>
<p>Und das Lied dazu...</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/WISX2oSExIA'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/WISX2oSExIA&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Busted flat in Baton Rouge, waiting for a train<br />
And I's feelin' nearly as faded as my jeans.<br />
Bobby thumbed a diesel down just before it rained,<br />
It rode us all the way in to New Orleans.</p>
<p>I pulled my harpoon out of my dirty red bandana,<br />
I was playin' soft while Bobby sang the blues, yeah.<br />
Windshield wipers slapping time, I was holding Bobby's hand in mine,<br />
We sang every song that driver knew.</p>
<p>Freedom's just another word for nothing left to lose,<br />
Nothing don't mean nothing honey if it ain't free.<br />
Feeling good was easy, Lord, when he sang the blues,<br />
You know feeling good was good enough for me, hmm mm,<br />
Good enough for me and my Bobby McGee.</p>
<p>From the Kentucky coal mines to the California sun,<br />
Bobby shared the secrets of my soul.<br />
Through all kinds of weather, through everything we done,<br />
Yeah, Bobby baby, he kept me from the cold.</p>
<p>One day up near Salinas, Lord, I let him slip away,<br />
He's lookin' for that home and I hope he finds it.<br />
But I'd trade all of my tomorrows for one single yesterday<br />
To be holdin' Bobby's body next to mine.</p>
<p>Freedom's just another word for nothing left to lose,<br />
Nothing, that's all that Bobby left me, yeah.<br />
Feelin' good was easy, Lord, when he sang the blues,<br />
Feeling good was good enough for me, hmm mm,<br />
It's good enough for me and my Bobby McGee.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Magersucht bei Kinder]]></title>
<link>http://krankheiten.wordpress.com/?p=628</link>
<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 12:52:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ivonne</dc:creator>
<guid>http://krankheiten.wordpress.com/2008/09/29/magersucht-bei-kinder/</guid>
<description><![CDATA[
Abnehmen und Diäten sind Ende des zwanzigsten Jahrhundert und besonders heute, im einundzwanzigste]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Times New Roman;"><a href="http://krankheiten.files.wordpress.com/2008/09/female_woman_lady_312702_l.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-629" title="female_woman_lady_312702_l" src="http://krankheiten.wordpress.com/files/2008/09/female_woman_lady_312702_l.jpg" alt="" width="345" height="500" /></a></span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Times New Roman;">Abnehmen und Diäten sind Ende des zwanzigsten Jahrhundert und besonders heute, im einundzwanzigsten Jahrhundert, schon zum obsessiven Thema für junge Mädchen und Frauen geworden. Schönheit wird heute anders betrachtet als vor beispielsweise hundert Jahren. In den letzten 30 Jahren haben sich die Idealmaße radikal verändert, von schlank bis auf krankhaft dünn, Size Zero war der Trend in 2007-2008, viele Persönlichkeiten aus dem Show-Geschäft haben tüchitg mitgemacht, wie zum Beispiel Victoria Beckham, oder Nicole Richie, die Magersucht zum Trend gemacht haben. Doch man kann nicht prominente Leute dafür schuldig machen das junge Mädchen alles nachmachen, wenn man bedenkt das auch viele erwachsene Frauen, es genauso machen, von denen man eigentlich glauben könnte, dass sie selbstständig denken können, nicht mehr so leicht beeinflusst werden können, und ihre Gesundheit für einen verrückten Trend ruinieren. </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span lang="DE"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Times New Roman;">Vor nicht so langer Zeit habe ich eine BBC Reportage aus England im Fernsehn gesehen, über magersüchtige Kinder. Zuerst habe ich gedacht, ich höre nicht richtig, doch dann habe ich 10, 11, 12 – jährige Mädchen gesehen die<span>  </span>mit ihrem Gewicht und ihrem Aussehen so stark beschäftigt waren, dass sie in einer Klinik für magersüchtige Kinder gelandet sind. Alle waren stark untergewichtig, manche sogar, leideten unter Bulimie, was für ein 11 jähriges Mädchen schon ungewönlich ist, sie waren in psychologischer Behandlung, depressiv, ich glaube ich habe noch nie ein depressives Kind gesehen. Doch diese Mädchen sind die Ergebnisse der heutigen Zeit, der heutigen Trends, des Einflusses der Medien. Vielleicht klingt das wie die Moralpredigt einer alten Dame, aber als ich in dem Alter war, haben mich Modezeischriften oder Trends überhaupt nicht interessiert, umso weniger Ernährungsprobleme oder sonstiges, deshalb kann ich es nicht verstehen, und es scheint völlig absurd, doch es ist die Realität, leider. Man sollte etwas ändern, doch ich kann auch nicht genau sagen was, man kann Kindern nicht so einfach den Zugang zum Internet oder zu den sonstigen Medien verbieten,<span>  </span>das würde sie dann vielleicht noch mehr belasten, und es wäre ein weiterer Grund sein von ihren Mitschülern oder allgemein der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Man kann also nur hoffen das dieser Trend irgendwann mal vorbeigeht, und es wider normal sein wird, normal auszusehen.</span></span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich, Twiggy]]></title>
<link>http://zoebeck.wordpress.com/?p=162</link>
<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:40:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>zoebeck</dc:creator>
<guid>http://zoebeck.wordpress.com/2008/09/20/ich-twiggy/</guid>
<description><![CDATA[(für Level47)
Dauerirrtum vieler ansonsten gesunder und voll zurechnungsfähiger Frauen ist die Üb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span>(für Level47)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Dauerirrtum vieler ansonsten gesunder und voll zurechnungsfähiger Frauen ist die Überzeugung, dass sie erst richtig glücklich sind, wenn sie richtig dünn sind: Dünne können sich die tollsten Klamotten kaufen und ziehen sabbernde Männertrauben hinter sich her. Die Chancen auf Traummann und Traumjob steigen mit dem Fallen der Pfunde. Die magische Größe 34, das X vor dem S, ist die Fahrkarte in die Glückseligkeit. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ich bin ja schon immer sehr dünn, meiner Meinung nach zu dünn, aber die Glückseligkeit lässt auf sich warten. Im Leben von <em>ungeplant</em> dünnen Menschen gibt es nämlich einen Haufen Fallstricke. Zum Beispiel:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration:underline;"><span>Restaurants</span></span><span>: Die Bedienungen verwechseln immer die Bestellungen und wollen das Steak jemand anderem geben. Ich bekomme dann den übersichtlichen Salatteller. Wer sieht, wie viel ich in Wirklichkeit esse, behauptet sofort, ich sei bulimisch, obwohl ich zuletzt auf einer kurvenreichen Bustour vor über zehn Jahren durch die Dolomiten gekotzt habe. Wann immer es ums Essen geht, erzeugen Dünne feindliches Klima. Das macht wenig Spaß.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration:underline;"><span>Klamottenläden</span></span><span>: Viele denken, dass sie in irgendeinen modernen Fummel nicht reinpassen, weil sie zu dick für den Schnitt sind. Stimmt nicht. Ich kann die Sachen auch nicht anziehen und sehe in den meisten Trends völlig blöd und fehlproportioniert aus. Hosen kaufen ist sowieso eine Katastrophe. Und die Verkäuferinnen hassen einen, weil man zwar dünn ist, aber trotzdem zwanzig Sachen anprobiert und doch am Ende nichts kauft. Sie denken, man macht es, um sie zu ärgern.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration:underline;"><span>Sporthallen</span></span><span>: Früher im Sportunterricht haben sie mich ausgelacht, weil ich so dünn war. Das sitzt tief. Seitdem sind öffentliche Umkleiden mein Albtraum und ich meide Schwimmbäder und solche Sachen, um nicht wieder „Storch“ oder „Bachstelze“ gerufen zu werden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration:underline;"><span>Clubs und Partys</span></span><span>: Dünne Menschen werden schlecht behandelt. Man macht ihnen keinen Platz, rennt sie um, rutscht nicht zur Seite, wenn sie sich setzen wollen, drängt sie von der Bar weg. Kaum ist man weg, wird hintenrum über einen getuschelt und darüber spekuliert, warum man wohl so dünn ist. Gerne unterstellt man Dünnen, sie seien absichtlich so dünn, um es den anderen mal so richtig reinzudrücken.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration:underline;"><span>Männer</span></span><span>: Hat man Größe 34, rennen sie einem <em>nicht</em> scharenweise die Bude ein, weil: Sie denken, man sei zickig, eingebildet und – Achtung! – unsinnlich. Welcher Mann hat schon Lust darauf, mit einer Frau zusammen zu sein, die dauernd Kalorien zählt? Und ich kann mich schlecht hinstellen und jedem erklären: Neinnein, ich esse normal, es ist der <em>Stoffwechsel</em>! Glaubt einem nämlich keiner. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-decoration:underline;"><span>Job</span></span><span>: Dünne sind dünn, weil sie sich gesund ernähren und Sport treiben? Ha! Angeblich sind Dünne anfälliger für Krankheiten, leichter reizbar, weniger stressbelastbar. Der Albtraum der Personalabteilungen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Und es geht noch weiter: Dünne Menschen darf man offenbar einfach mal so anfassen. Am Knie, an der Schulter, am Handgelenk, am Ellenbogen. Manchmal wird man in den Bauch gepiekt, fremde Leute legen einem ihre Hände auf die Rippen oder noch ganz woanders hin. Nicht aus einem unwiderstehlichen Lustgefühl heraus, sondern mit dem Hinweis: Du musst mal mehr essen, du bist ja so dünn. Geht irgendjemand zu einem dicken Menschen, fummelt rum und sagt: Boa ey, bist du fett, iss doch mal weniger!? Nein. Eben. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ich muss mir auch dauernd anhören: Sag mal hast du abgenommen? Du darfst aber nicht noch mehr abnehmen, hörst du? Das ist bestimmt nicht gesund!!! Dabei wiege ich, seit ich vierzehn bin, genau dasselbe. Obwohl, stimmt nicht ganz. Zwei Kilo mehr sind es, und es sind zwei Kilo, auf die ich sehr stolz bin. Durch diese zwei Kilo hab ich so etwas Ähnliches wie Hüften und Hintern bekommen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Ich habe eine Umfrage gemacht, warum man dauernd auf das Dünnsein angesprochen wird: Frauen tun es, weil sie selbst davon träumen, ohne zu wissen, wie blöd es in echt ist. Männer, weil sie es dann doch gerne lieber etwas kurviger hätten. „Zum Ankucken“, sagen die meisten Männer, „sind dünne Frauen ja manchmal ok, aber im Bett hätte man gerne auch was zum Anfassen.“ Das haben jetzt hoffentlich alle Frauen mit eingebildeten Gewichtsproblemen gelesen und verstanden. <em>Unsinnlich </em>war das Stichwort, ich wiederhole es gerne nochmal.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Um es kurz zu machen: Es macht nicht halb soviel Spaß, wie alle denken, wenn man dünn ist. Es gehört so viel mehr dazu, sich schön zu fühlen, als ein paar Kilo in die eine oder andere Richtung. Aber das zu verstehen, das gelingt den wenigsten Frauen. Mir auch nicht. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span>Anekdote zum Schluss: Meine Freundin Moira achtet sklavisch darauf, niemals mehr als 49 Kilo zu wiegen. Finde ich bei ihrer Größe von 1,70 m viel zu wenig. Einmal sprach mich ein Mann in einem Club auf sie an und fragte mitleidig: Sag mal, deine Freundin, ist sie magersüchtig? Ich erzählte es ihr in der Hoffnung, sie würde es sich anders überlegen und ein paar Kilo mehr zulassen. Aber nein, sie freute sich. Freute sich wie blöd darüber, dass man sie für magersüchtig hält. </span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Essen &amp; Trinken]]></title>
<link>http://verliebterjunge.wordpress.com/?p=138</link>
<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 14:12:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Verliebter Junge</dc:creator>
<guid>http://verliebterjunge.wordpress.com/2008/08/13/essen-trinken/</guid>
<description><![CDATA[Männer neigen eher zur Fettsucht als zur Magersucht. Ich neige zum Fressen und Saufen, wenn es mir ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Männer neigen eher zur Fettsucht als zur Magersucht. Ich neige zum Fressen und Saufen, wenn es mir schlecht geht. Die Nacht musste ich durcharbeiten und habe den Tag geschlafen, bis auf zwei lichte Momente, die ich zum Bloggen genutzt habe.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Jetzt würde ich gerne die freie Zeit zum Biken nutzen, aber ich nutze sie zum Fressen. Wäre ich eine Frau, dann würde ich statistisch gesehen eher versuchen, die verlorene Kontrolle über die "Gesamtsituation" zu Kompensieren, indem ich Kontrolle über meinen Körper ausübe und ihm verbiete, hungrig zu sein.</p>
<p>Ich bin aber nunmal ein Mann. Die Joghurts sind schon weg. Toast hab ich noch, Butter und Salz drauf und auch weg damit. Gorgonzola.</p>
<p>Ich laufe in meinem Haus herum wie Rilkes Panther, nur, dass die Stäbe eine Erfindung meines Geistes sind und den Raum abgrenzen, den ich mir selber zugestehen kann. Überschritte ich die Grenzen des Raumes, müsste ich mir eingestehen, dass ich unzulänglich war und sie verloren habe.</p>
<p>Unzulänglich bin.</p>
<p>Unzulänglich sein werde.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hannah isst mehr.]]></title>
<link>http://zoebeck.wordpress.com/?p=89</link>
<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 18:39:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>zoebeck</dc:creator>
<guid>http://zoebeck.wordpress.com/2008/08/06/hannah-isst-mehr/</guid>
<description><![CDATA[Außer auf internationalen Laufstegen sieht man vermutlich nirgendwo so viele essgestörte Mädchen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Außer auf internationalen Laufstegen sieht man vermutlich nirgendwo so viele essgestörte Mädchen zwischen zwölf und siebzehn wie in einem englischen Mädcheninternat. Ich weiß nicht zuverlässig, wie viele es in meinem Jahrgang waren, aber mindestens die Hälfte. Bei vielen ging es nur temporär um ein paar Pfunde, und sie fingen sich irgendwann wieder. Die meisten, die richtige Probleme mit dem Essen hatten, versteckten diese auf die übliche Art. Kate versuchte, offensiv damit umzugehen, allerdings hatte sie zu dem Zeitpunkt schon vier Jahre gehungert. Als sie sechzehn war, konnte man mit einer Hand ihren Oberschenkel umfassen. Ungefähr da kamen ihre Eltern auf die Idee, sie in ein Therapiezentrum zu stecken, wo man sie eine Weile zwangsernährte. Als sie zurück ins Internat kam, glaubte sie, völlig in Ordnung zu sein und ein normales Verhältnis zu Lebensmitteln zu haben. Das normale Verhältnis bestand aus einem Teller Suppe am Tag, den sie mit Pfeffer zuschüttete.<br />
Hannah machte sich über Kate lustig und nannte sie immer nur „die Dürre“. Als Hannah herausfand, dass Kate bei ihrer Mutter im Bett schlief, wenn sie in den Ferien zu Hause war, machte sie Kate zur Lachnummer der gesamten Schule. Kurz darauf verschwand Kate. Hannah behauptete, Kate sei nun endgültig in der Geschlossenen.<br />
Keiner von uns wusste, dass Hannah gerade zu der Zeit, als sie am heftigsten über die dürre Kate herzog, schon bulimisch war. Hannah war immer schlank gewesen, irgendwann vielleicht etwas dünner als vorher, aber nicht so, dass es auffiel. Nie so dürr wie Kate. Niemand dachte sich deshalb etwas dabei. Vielleicht dachten auch alle, es läge am Prüfungsstress. Vielleicht ließ man sich aber auch von ihrer Art abschrecken, die sie begann, an den Tag zu legen: Lästerte über alles und jeden, beleidigte selbst ihre besten Freundinnen.<br />
Es war diese Zeit, in der sich alle auseinanderentwickelten. Universitätsbewerbungen oder Gap Year, jede hatte mit sich selbst zu tun, die dürre Kate war nur noch Stoff für Schauermärchen. Ich war sowieso die Außenseiterin und hielt mich von den anderen fern, während Hannah dazugehörte. Hannah war ein richtiges Vorzeigemädchen mit unzähligen Freundinnen und noch unzähligeren Verehrern außerhalb der Internatsmauern. Die Welt wartete auf Hannah, das gab sie jedem ganz klar zu verstehen. Eines Tages ging mich Hannah so harsch an, dass ich danach keine Nerven mehr hatte, sie auch nur anzusehen.<br />
Dreizehn Jahre vergingen, bis ich Hannah wiedersah: Sie konnte nur mit Mühe sprechen, bewegte sich wie ein Roboter in Schieflage und erinnerte sich nicht mehr daran, dass sie gerade noch mit mir gesprochen hatte, nachdem ich kurz auf der Toilette verschwunden war. Ein Medizinball hat sie unglücklich getroffen, behauptete die allgegenwärtige Mutter, die sie pflegte. Aber ich hörte auch andere Versionen, die meine Eltern aufgeschnappt hatten: ein Herzklappenfehler sei schuld, eine Entzündung, eine verschleppte Infektion.<br />
Ich besuchte Hannah von da an, was ihrer Mutter nicht passte. Hannahs Mutter hatte schon immer sehr über ihr einziges Kind gewacht, hatte bestimmt, was sie anziehen sollte, welches Instrument sie zu spielen hatte, welche Kurse sie belegen musste. Oh, und wer guter Umgang war und wer nicht. Ich war keiner. Ich besuchte sie schließlich nicht mehr. Niemand, so erfuhr ich, besuchte Hannah mehr.<br />
Ein paar Jahre später fand ich heraus, was mit Hannah wirklich passiert war. Ich erfuhr es von Lindsay, die ich zufällig auf der Straße traf. Lindsay, einst eine Freundin von Hannah, arbeitete nun in einem Londoner Krankenhaus. Hannah war eingeliefert worden, weil sie als Folge ihrer unbehandelten und therapeutisch nicht betreuten Bulimie Herzprobleme bekommen hatte. In der Notaufnahme noch bekam sie einen Herzinfarkt, und die Wiederbelebungsmaßnahmen dauerten fast eine Stunde. Eine Stunde, in der das Gehirn weitgehend ohne Sauerstoff war. Lindsay schlich sich fortan an Hannahs Mutter vorbei ins Krankenzimmer, um nach ihr zu sehen. Sie erlebte, wie Hannah kurz nach ihrer Rückkehr ins Leben, ohne Erinnerung an das, was gerade geschehen war und getrieben von Ritualen, die ihr über Jahre in Fleisch und Blut übergegangen waren, wie Hannah also die Tabletts der anderen Patienten regelmäßig leer aß. Wie sie sich in die Krankenhausküche schlich, um dort an Essen zu kommen. Wie sie anschließend alles wieder rauskotzte, so wie andere sich nach dem Essen die Hände waschen gehen. Hannah kannte nur noch essen und kotzen. Ihre Mutter sah nicht hin. Sagte dem behandelnden Arzt: Meiner Tochter geht es gut, sie isst mehr als vorher, das ist ein gutes Zeichen.<br />
Das also war vor sieben Jahren. Es folgten die Geschichten über Volleybälle und verschleppte Infektionen. Meinen Eltern erzählte ich, was mir Lindsay über Hannah gesagt hatte, und mit einem Mal fügte sich alles ganz logisch: Warum sie so über die magersüchtige Kate hergefallen war. Warum sie kurz vor den Prüfungen so seltsam geworden war. Über die Rolle ihrer Mutter kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.<br />
Es ist nun gerade erst ein paar Wochen her, als mein Vater mich anrief und sagte: Hannahs Mutter hat uns besucht. Sie wollte uns sagen, dass Hannah wegen ihrer Bulimie so krank geworden ist. Ich fragte ihn: Warum erzählt sie es erst jetzt?<br />
Weil ihr Therapeut ihr geraten hat, sich der Wahrheit zu stellen, antwortete mein Vater. Wir reden hier nicht von Hannahs Therapeut. Sie hat bis heute keinen. Wir reden vom Therapeuten von Hannahs Mutter.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kampagne: Anorexia Bulimia]]></title>
<link>http://inmove.wordpress.com/?p=103</link>
<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 12:26:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>bodohl</dc:creator>
<guid>http://inmove.wordpress.com/2008/08/05/kampagne-anorexia-bulimia/</guid>
<description><![CDATA[
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/qFbYW6bNViw'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/qFbYW6bNViw&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Modebranche gegen Schlankheitswahn]]></title>
<link>http://direkteingabe.wordpress.com/?p=698</link>
<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 19:09:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>direkteingabe</dc:creator>
<guid>http://direkteingabe.wordpress.com/2008/07/14/modebranche-gegen-schlankheitswahn/</guid>
<description><![CDATA[Na endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung: Die Textil- und Modebranche will endlich was ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Na endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung:<a href="http://afp.google.com/article/ALeqM5ghtDCc4M1HRjJ11NV5k_86oIYacg" target="_blank"> Die Textil- und Modebranche will endlich was gegen diesen ganzen Schlankheitswahn tun. </a>Zusammen mit der Bundesgesundheitsministerin Schmidt haben Vertreter der Modeverbandes "GermanFashion", des "Deutschen Modeinstituts", des "Verbandes lizensierter Modelagenturen" und eines Modemessen Veranstalters eine Charta gegen das in den letzten Jahren oft vermittelte "gesundheitsschädigende Körperbild".</p>
<p>Eigentlich ein positives Zeichen...Andererseits sind die Inhalte der Charta ziemlich lachhaft: Models müssen für Shootings und Modeschauen ein Mindetalter von 16 Jahren und einen BMI (Body Mass Index) von 18,5 haben. Dabei bedeutet ein <a title="BMI Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index" target="_blank">BMI </a>von weniger als 18,5 schon Untergewicht. Außerdem werden sich wahrscheinlich nur ausgewählte Agenturen und Fotografen daran halten. Denn dieser Schlankheitswahn ist doch schon viel zu sehr in den Kopfen ALLER Menschen drin! Das merkt man ja daran, dass Models (z.B. die in der <a href="http://www.unilever.at/ourbrands/advertising/InitiativefuerwahreSchoenheit.asp" target="_blank">Dove-Werbung</a>), die eigentlich die Figur einer normal gebauten Frau widerspiegeln als dick und unförmig angesehen werden....</p>
<p>Trotzdem, ein Versuch ist es allemal...wenn mehr solcher Aktionen zukünftig ins Leben gerufen werden, nimmt viel. der Zahl der Essgestörten in Deutschland wieder ab.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[gehts noch gut?]]></title>
<link>http://bonafilia.wordpress.com/?p=317</link>
<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 13:11:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>bonafilia</dc:creator>
<guid>http://bonafilia.wordpress.com/2008/07/03/gehts-noch-gut/</guid>
<description><![CDATA[Wie bescheuert muss Frau sein um hipp zu sein? Beim Kofferpacken schau ich so meine Klamotten an und]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Wie bescheuert muss Frau sein um hipp zu sein? Beim Kofferpacken schau ich so meine Klamotten an und sehe das ich Größe 6 trage, die Amerikanische Größe entspricht einer 38 in Deutsch. Ganz OK wie ich meine doch was die da so machen hält niemand im Kopf aus.....</p>
<blockquote><p><span class="sujet">Größe 0"</span><br />
<span class="infopost">Gesendet von <span style="text-decoration:line-through;">xyz</span> am 25 Dezember  um  22:51</span></p>
<blockquote class="post"><p>hej ihr,<br />
wollt ma gern wissen was ihr von der größe o haltet, sprich gr.23 oder xs????</p>
<p>also ich arbeite grade drauf hin, weil ich es absolut sexy finde</p>
<p>und was mit euch???<br />
danke schonmal<br />
lg...</p></blockquote>
</blockquote>
<p style="text-align:justify;">......Größe 0 ist total angesagt und hipp, das ist doch der totale Schwachsinn.............</p>
<blockquote>
<p style="text-align:justify;"><span style="color:#8b0000;">Größe: </span>1,69 m<br />
<span style="color:#8b0000;">Alter:</span> 24 Jahre<br />
<span style="color:#8b0000;">derzeitiges Gewicht lt. neuer Waage:</span> 57,2 kg <img class="inlineimg" src="http://www.abnehmen.com/images/smilies/mad.gif" border="0" alt="" /> <br />
<span style="color:#8b0000;"><a href="http://www.abnehmen.com/abnehmen-in-den-medien/48841-traummasse-80-55-80-kleidergroesse-0-a-5.html">Wunschgewicht</a>: </span>52 kg</p>
<p><span style="color:#8b0000;">1. Ziel 56 kg erreicht am:</span> 20.04.06 <img class="inlineimg" src="http://www.abnehmen.com/images/smilies/anniefreu2.gif" border="0" alt="" /> <br />
<span style="color:#8b0000;">2. Ziel 55 kg erreicht am:</span> 05.10.06 <img class="inlineimg" src="http://www.abnehmen.com/images/smilies/lachen.gif" border="0" alt="" /> <br />
<span style="color:#8b0000;">3. Ziel 54 kg erreicht am:</span> 18.10.06 <img class="inlineimg" src="http://www.abnehmen.com/images/smilies/winke.gif" border="0" alt="" /> <br />
<span style="color:#8b0000;">4. Ziel 53 kg erreicht am:</span> 07.11.06 <img class="inlineimg" src="http://www.abnehmen.com/images/smilies/biggrin.gif" border="0" alt="" /> <br />
<span style="color:#8b0000;">5. Ziel 52 kg erreicht am:</span> 18.07.0</p></blockquote>
<p>Ihr seht mich total entsetzt, dieses Mädchen ist genauso groß wie ich und ich wiege 13 kg mehr --&#62; oh je die muss mich für stark übergewichtig halten....</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schnutingers Tagebuch]]></title>
<link>http://blogtourismus.wordpress.com/?p=84</link>
<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 14:53:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>artwork</dc:creator>
<guid>http://blogtourismus.wordpress.com/2008/06/20/pia%e2%80%99s-toon-tagebuch/</guid>
<description><![CDATA[Wenn kleine Mädchen zu malen beginnen, machen sie sich ganz viele Gedanken über die Farbe der Sonn]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Wenn kleine Mädchen zu malen beginnen, machen sie sich ganz viele Gedanken über die Farbe der Sonne und des Grases, ob der Schornstein auf dem Dach des windschiefen Häuschens raucht oder hübsche blaue Wolken bildet, solange der entsprechende Buntstift nicht gerade kaputt ist, sonst sind die Wolken eben rosa. Papa, Mama und der blöde kleine Bruder stehen in ungefährer Hausgröße herum und ähneln einem schweren Verkehrsunfall oder dem Versuch, außerirdisches Leben zu zeichnen. Sprechblasen fehlen meist noch und die Geschichte dahinter ist die Geschichte davor, die das kleine Mädchen in einer rote Flecken auf die Wangen zaubernden Geschwindigkeit hervorsprudelt, sich nicht um Syntax und Satzbau scherend. Wenn die kleinen Mädchen etwas älter werden, werden auch Strichführung und Sprechblase sorgfältiger und nach noch mal 5 cm Körperwuchs entdeckt der wache Betrachter erste Ansätze von Humor und verstecktem Schalk hinter den Kinderkritzeleien. Die Geschichten werden kompakter und setzen sich meist mit all dem täglichen Elend auseinander, das kleine Mädchen um Mittagschlaf und Schulspeisung bringen, denn wer isst, kann sich nicht so gut mit der besten Freundin unterhalten. Wer weniger Zeit in eine vorpubertäre Magersucht investiert oder keine beste Freundin hat, blogt seine bunte Welt und all die blau-rosa Wolken des Alltags. Große Mädchen machen das genauso und malen dazu muntere kleine Bildchen, die an die außerirdische Familie aus Kindertagen anknüpfen. Die Geschichten werden erwachsener und der Winkel der persönlichen Auseinandersetzung mit der Welt im Kleinen und Großen verbreitert sich. Doch auch wenn Taxifahrten zum Statussymbol und morgendliches Frühstück zur Existenzfrage werden, bleibt Pia, unsere heutige Blog-Gewinnerin, ihren kleinen Alter Egos aus der Krabbelgruppe und Kindergeburtstag treu, malt sie und haucht ihnen ein Leben ein, das ich manchen Kindern wünsche. <span> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"><a href="http://blogtourismus.wordpress.com/files/2008/06/schnutinger-cartoon-cherchez-la-femme.gif"><img class="alignnone size-medium wp-image-86" src="http://blogtourismus.wordpress.com/files/2008/06/schnutinger-cartoon-cherchez-la-femme.gif?w=208" alt="" width="208" height="300" /></a>   <a title="Pia's Blog" href="http://toonblog.de/">Cartoon Blog</a></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">artwork</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[verDÜNNisiert]]></title>
<link>http://ratzfatz.wordpress.com/?p=10</link>
<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 13:42:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>anatolhartmann</dc:creator>
<guid>http://ratzfatz.wordpress.com/2008/06/18/verdunnisiert/</guid>
<description><![CDATA[
verDÜNNisiert - ein Stück des Totaltheaterduos &#8220;die tonabnehmer&#8221; zum Thema bulimie un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-11" src="http://ratzfatz.wordpress.com/files/2008/06/verde280b9nnisiert20-20premier3.jpg?w=300" alt="verDÜNNisiert" width="270" height="184" /></p>
<p><a title="verduennisiert.de" href="http://www.verduennisiert.de">verDÜNNisiert</a> - ein Stück des Totaltheaterduos "<a title="die tonabnehmer bei blogspot" href="http://dietonabnehmer.blogspot.com">die tonabnehmer</a>" zum Thema bulimie und schönheitswahn.</p>
<p>sehenswert.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Angst vor dem Gesundwerden]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=51</link>
<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 12:09:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/06/08/angst-vor-dem-gesundwerden/</guid>
<description><![CDATA[Warum hatte ich so lange Angst davor bzw. war ich nicht bereit, gesund zu werden? Klar, die Magersü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Warum hatte ich so lange Angst davor bzw. war ich nicht bereit, gesund zu werden? Klar, die Magersüchtige in mir wollte nicht dick werden. Die Bulimiekranke auch nicht. Aber um das ging es nicht wirklich. Sicher, es gab auch Ängste, dass meine Leute sich nicht mehr um mich kümmern würden, sobald ich stark und gesund bin. Doch waren das nicht die Faktoren, die meine Krankheit über so viele Jahre hinauszögerten.</p>
<p>Nein, das Hauptanliegen war die Angst davor, an mich und an das Leben zu glauben. Ich wollte nicht riskieren, dass ich schon wieder den Boden unter meinen Füßen verliere. Ich wollte nicht reingelegt oder verraten werden, wollte nicht über den Tisch gezogen werden – nur um danach darauf zu kommen, dass ich mich geirrt hatte.</p>
<p>Meine Hoffnung und das Versprechen des Lebens waren verblüht, sie wurden stets mit Ängsten statt Tränen berieselt, und diese hatten die Außenschichten meines Selbst weggetragen. Sie hatten schon das innerste Wesen in meinem Kern erreicht und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Diese Verletzungen und Kränkungen waren so tief, dass sie bis heute noch immer auftauchen, eine nach der anderen, und nach Wiedergutmachung und Heilung verlangen.</p>
<p>Ich lasse bewusst Details aus, denn jede von uns hat ihren Kreuz zu tragen, ihre einzigartige Geschichte und die Faktoren, die sie bis hierher gebracht haben, samt all ihrer gegenwärtigen Herausforderungen und Problemen. Es erfordert Mut, sich diesen Schwierigkeiten zu stellen, sich auf diesen Wagnis der Gesundung einzulassen, samt der Verletzlichkeit, der wieder ans Tageslicht kommt. Es ist wahr, dass Genesung das Risiko mit sich trägt, dass wir wieder verletzt werden, aber sie birgt auch die Möglichkeit, unserem Schicksal zu erfüllen. Jede von uns hat ihre wohlverdiente Bestimmung, die ihr zusteht.</p>
<p>Im Gesundungsprozess müssen wir manchmal einfach ruhig sitzen, uns fest halten und warten, bis die verrückten Gefühle verebben. Manchmal müssen wir weinen um etwas los zu werden. Manchmal brauchen wir eine Hand, die unsere festhält, während die Stimme dazu uns sagt, wie ein Mantra: “Es wird alles gut. Du bist in Ordnung. Du wirst es schaffen.” Vielleicht ist eine Hand zu wenig, manchmal brauchen wir Umarmungen auch.</p>
<p>Für diejenigen im Prozess, verschicke ich unterstützende Umarmungen und wünsche euch die Bereitschaft, diese von den lieben Leuten in der Nähe anzunehmen. Viele Menschen wollen Mut machen und die Gesundung unterstützen, aber sie wissen nicht wie. Ihre wohlgemeinten Ratschläge fallen auf tauben Ohren bzw. wir finden zahlreiche Erklärungen, warum diese Empfehlungen nicht zu uns passen. Aber eine nonverbale Demonstration der Unterstützung und Zuneigung kann viel bewirken. Ich bete dafür, dass ihr euch erlaubt, diese grundlegenden Notwendigkeiten einzufordern. Es sind wichtige Bestandteile des Lebens, nur haben wir das irgendwann verlernt und sie als Luxushandlungen eingestuft.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Geschenke der Gesundung]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=50</link>
<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 13:00:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/06/07/geschenke-der-gesundung/</guid>
<description><![CDATA[Gesundung ermöglicht uns, das Leben mit mehr Energie und Enthusiasmus auszukosten. Sie erlaubt uns,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gesundung ermöglicht uns, das Leben mit mehr Energie und Enthusiasmus auszukosten. Sie erlaubt uns, unser Bestes zu geben, anstatt unsere Lebensenergie durch eine Essstörung oder einen anderen Substanzmissbrauch zu beeinträchtigen. Zusätzlich zu diesem persönlichen Geschenk, Gesundung gibt uns die Gelegenheit, für Andere da zu sein. Ob sie in tiefer Trauer sind, eine schlimme Vergangenheit hinter sich haben, Probleme mit der Arbeit haben, verzweifelt in der falschen Person verliebt sind (oder vielleicht die Richtige, aber die kapiert es nicht?), Schwierigkeiten mit ihren Kindern oder ihrem Lebenspartner haben, oder sonst was. Es gibt unzählige fordernde Situationen im Leben. Welche Situation auch immer, ich bin dankbar dafür, dass ich für Andere da sein kann, um zu trösten, Rat zu geben, sie zu umarmen, gemeinsam zu weinen, oder nur zuzuhören.</p>
<p>Gesundung erlaubt mir zu spüren. Egal ob ich Lebensmittel, Alkohol oder Drogen verwendete, keine von diesen schaffte es, die Gefühle vollständig zu betäuben. Sie wurden nur etwas verschwommen und unklar wahrgenommen. Heute, egal was es für Gefühle sind, egal ob es um mich oder jemand anderen geht, ich kann sie spüren: Freude, Trauer, Verlust, Aufregung, Vorfreude, Frustration, Verwirrung, Wut, usw. Ich habe Mitgefühl, Mitleid und Liebe für die Menschen um mich und für die, über die ich nur etwas berichtet bekomme.</p>
<p>Nachdem ich mich über den mühsamen Weg der Genesung schleppte, wurde mir das Leben wieder geschenkt. Ich bekam eine zweite Chance. Man sagt, Gesundung bedeutet an sich zu denken, egoistisch zu sein, sich in den Mittelpunkt zu stellen. Das Erstaunliche dabei ist, mit der Gesundung konnte ich mich viel besser auf andere konzentrieren. Als ich jünger war, schämte ich mich und wollte nicht eingebildet oder übertrieben selbstsicher wirken. Leider sah ich damals nur die Extreme: totale Beschäftigung mit sich selbst vs. Altruismus. Heute gehe ich auf dem goldenen Mittelweg, dem beides einschließt. Ich kümmere mich um mich und um andere. Wie das alte Sprichwort sagt: Man kann erst dann andere lieben, wenn man sich selbst liebt! Und denke daran...</p>
<p><strong>Du lebst nur einmal</strong> (Die Toten Hosen)</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/nKJUOXFFUbM'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/nKJUOXFFUbM&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Unterwegs auf der Straße, die dich nach morgen führt.<br />
Im Rückspiegel siehst du all die Jahre hinter dir.<br />
Keine Zeit, groß zu bereuen; niemand gibt dir was zurück.<br />
Dreh dich nicht zu lange um - es ist dafür zu spät. </p>
<p>Weil du nur einmal lebst!<br />
Weil du nur einmal lebst,<br />
und es dich nicht ewig gibt! </p>
<p>Keine weiße Fahne, kein fauler Kompromiss,<br />
es gibt nur eine Regel, sie heißt: alles oder nichts!<br />
Jedes GUTEN TAG heißt irgendwann AUF WIEDERSEHN.<br />
Pack deine Sachen und mach dich auf den Weg! </p>
<p>Weil du nur einmal lebst!<br />
Weil du nur einmal lebst,<br />
und es uns nicht ewig gibt! </p>
<p>Es wird keiner kommen, um dich einmal zu holen,<br />
geh alleine los! </p>
<p>Weil du nur einmal lebst!<br />
Weil du nur einmal lebst!<br />
Weil du nur einmal lebst,<br />
und weil es uns nicht ewig gibt! </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sehnsucht nach Gesundheit]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=49</link>
<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 13:31:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/06/06/sehnsucht-nach-gesundheit/</guid>
<description><![CDATA[Schon damals in 1981, wollte ich gesund werden. Ich war 19 Jahre alt und hatte auf der 57. Strasse i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Schon damals in 1981, wollte ich gesund werden. Ich war 19 Jahre alt und hatte auf der 57. Strasse in Manhattan eine Kellerwohnung für 3 Monate in Untermiete bekommen. Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich ein gutes Einkommen, und das meiste Geld gab ich für Essen aus. Das Wohnhaus war mit einer Rezeption ausgestattet. Ich fand ziemlich bald heraus wann Schichtwechsel war, damit mich keiner zweimal am Tag mit vollen Einkaufstaschen erwischt. Es war eine nette Wohnung, eine große Garconniere mit einem Fenster zur Strasse, das mir ermöglichte, Füße im Vorbeigehen zu sehen.</p>
<p>Heute kam dieses lang vergessene Bild aus einem komischen Grund zurück. Mein Sohn lernte für einen Musiktest und ein Kapitel ist: Die Beatles! Unter anderem lernten sie, dass John zuerste mit Cynthia verheiratet war und dann später eben mit Yoko. Da kam ich mir alt vor bei der Vorstellung, dass meine Erinnerungen zur Musikgeschichte gehören! Egal. Ich holte meine Beatles und John Lennon CDs um sein Wissen mit akustischen Impulsen zu vertiefen. Und da sah ich "Instant Karma" auf der John Lennon CD und wurde in die obige Wohnung zurück transportiert. Ich erinnerte mich, wie ich dieses Lied unzählige Male anhörte, dazu tanzte, schwörend, dass ich eines Tages gesund sein werde. Der Text ist einfach genial: “Better get yourself together darlin’, join the human race.” Und die Warnung, dass ich bald tot sein würde, traf auch ins Schwarze.</p>
<p>Also, heute kein langer, reflektiver Text! Ich will einfach dieses Lied mit euch teilen, in der Hoffnung, dass es die gleiche kräftige Inspiration aussendet, die ich damals empfunden habe. Es lohnt sich, sich mit dem Text auseinander zu setzen! Damals war John Lennon so etwas wie meine Höhere Macht (im Sinne der 12 Schritten Programmen). Viel Spaß! Wir alle leuchten weiter!</p>
<p><strong>Instant Karma</strong></p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/EqP3wT5lpa4'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/EqP3wT5lpa4&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p><strong>Instant Karma’s gonna get you         </strong>(instant Karma wird dich erwischen)<br />
<strong>Gonna knock you right on the head    </strong>(haut dir auf dem Kopf)<br />
<strong>You better get yourself together        </strong>(reiß dich lieber zusammen)<br />
<strong>Pretty soon you’re gonna be dead</strong>      (bald wirst du tot sein)<br />
<strong>What in the world you thinking of </strong>      (was in aller Welt denkst du)<br />
<strong>Laughing in the face of love  </strong>            (du lachst nur über die Liebe)<br />
<strong>What on earth you tryin’ to do </strong>         (was in aller Welt willst du machen)<br />
<strong>It’s up to you, yeah you </strong>                 (es liegt in deiner Hand)</p>
<p><strong>Instant Karma’s gonna get you </strong>         (instant Karma wird dich erwischen)<br />
<strong>Gonna look you right in the face</strong>        (wird dir ins Gesicht sehen)<br />
<strong>Better get yourself together darlin’</strong>     (reiß dich doch zusammen)<br />
<strong>Join the human race </strong>                        (geselle dich zu den Menschen)<br />
<strong>How in the world you gonna see </strong>        (wie in aller Welt willst du sehen)<br />
<strong>Laughin’ at fools like me </strong>                  (wenn du Narren wie mich auslachst)<br />
<strong>Who in the hell d’you think you are </strong>    (wer zum Teufel glaubst du, wer du bist)<br />
<strong>A super star </strong>                                  (ein Superstar?)<br />
<strong>Well, right you are</strong>                          (Na ja, das stimmt! Das bist du!)</p>
<p><strong>Well we all shine on </strong>                        (wir leuchten alle)<br />
<strong>Like the moon and the stars and the sun</strong>   (wie der Mond, die Sterne und die Sonne)<br />
<strong>Well we all shine on</strong><br />
<strong>Ev’ryone come on</strong> </p>
<p><strong>Instant Karma’s gonna get you </strong>          (instant Karma wird dich erwischen)<br />
<strong>Gonna knock you off your feet</strong>           (wird dich umhauen)<br />
<strong>Better recognize your brothers</strong>           (du solltest deine Brüder erkennen)<br />
<strong>Ev’ryone you meet </strong>                          (sie sind jeder, dem du begegnest)<br />
<strong>Why in the world are we here</strong>            (warum in aller Welt sind wir hier)<br />
<strong>Surely not to live in pain and fear </strong>      (bestimmt nicht, um in Schmerz und Angst zu leben)<br />
<strong>Why on earth are you there </strong>              (warum bist du überhaupt da)<br />
<strong>When you’re ev’rywhere</strong>                    (denn du bist überall)<br />
<strong>Come and get your share</strong>                  (komm und hol deinen Anteil)</p>
<p><strong>Well we all shine on  </strong>                        (wir leuchten alle ganz hell)<br />
<strong>Like the moon and the stars and the sun</strong>  (wie der Mond, die Sterne und die Sonne<br />
<strong>Yeah we all shine on</strong><br />
<strong>Come on and on and on on on<br />
Yeah yeah, alright, uh huh, ah </p>
<p>Well we all shine on<br />
Like the moon and the stars and the sun<br />
Yeah we all shine on<br />
On and on and on on and on </p>
<p>Well we all shine on<br />
Like the moon and the stars and the sun<br />
Well we all shine on<br />
Like the moon and the stars and the sun<br />
Well we all shine on<br />
Like the moon and the stars and the sun<br />
Yeah we all shine on<br />
Like the moon and the stars and the sun</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Und was macht Barbara Meier?]]></title>
<link>http://direkteingabe.wordpress.com/?p=606</link>
<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 19:36:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>direkteingabe</dc:creator>
<guid>http://direkteingabe.wordpress.com/2008/06/05/und-was-macht-barbara-meier/</guid>
<description><![CDATA[Wo wir gerade beim Thema sind&#8230;.was machen den eigentlich die Damen die die erste und zweite St]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wo wir gerade beim Thema sind....was machen den eigentlich die Damen die die erste und zweite Staffel von Germany's Next Topmodel gewonnen haben: Lena Gercke und Barbara Meier?! Es scheint ja, als zumindest <a href="http://www.barbarameier.com/default.aspx" target="_blank">Barbara</a> (für mehr Recherche reicht meine Neugier dann doch nicht... ;) ) ganz gut beschäftigt ist....Da war das ganze anschreien und runtermachen lassen doch nicht ganz umsonst... ;)</p>
<p>Wobei ich ja auch sagen muss, dass ich mich ja gerade wieder über die Magersucht-Anblicke - gerade bei der Finalistin Janina - aufregen könnte...Nichts mit "Schmusehenkeln"... :0</p>
<p>Na ja, egal...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Übung macht ... immer besser!]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=39</link>
<pubDate>Sun, 25 May 2008 08:32:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/25/ubung-macht-immer-besser/</guid>
<description><![CDATA[Um etwas Vorweg zu nehmen: Ich bin ein sehr bequemer Mensch. Andere würden es gar als Faulheit beze]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Um etwas Vorweg zu nehmen: Ich bin ein sehr bequemer Mensch. Andere würden es gar als Faulheit bezeichnen. Aber das trifft nicht immer zu. Wenn mich etwas brennend interessiert, wenn ich etwas gerne tue, wenn ich etwas können will, dann bleibe ich dran, bis es klappt.</p>
<p>Konkrete Beispiele: Ich schreibe schon mein ganzes Leben, ich singe und spiele Gitarre so oft ich Zeit habe (auch wenn ich eigentlich keine Zeit habe), und ich lese sehr gerne. Putzen, kochen und körperliche Tätigkeit sind ein anderes Kapitel. Da ist der innere Schweinehund eher präsent. Putzen ist eine üble Notwendigkeit, das mit zwei Kindern und zwei Katzen oft rückgängig gemacht wird. Deshalb bin ich bemüht, diese Anstrengungen auf ein Minimum zu halten. Also, nur das Nötigste! (Ich zehre jetzt noch von dem <a href="http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/09/bulimie-und-hausarbeit-teil-i/">großen Fensterputz</a>!) Ich koche und esse schon gerne, aber ich will nicht viel Zeit in das Kochen investieren. Es gibt einfach andere Dinge, die ich lieber tue. Und dann ist der Sport. Ich möchte wirklich fit sein, und genieße es sehr, wenn ich etwas tue, aber es ist manchmal so eine Überwindung!!! Jedoch merke ich: je öfter ich etwas mache, umso leichter fällt es mir, wieder etwas zu machen. Zwei bis dreimal in der Woche etwas Fitness zu betreiben wäre Ideal. Manchmal schaffe ich es auch.</p>
<p>Warum schreibe ich über Übung? Gestern sagte ich, essen sei eine Übungssache. Das ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist für Gesundwerden ganz wichtig. Essen lernen erfordert wirklich viel Übung. Nicht nur das Kauen, sondern alles, was damit zu tun hat: Sättigung und Hunger wahrnehmen, regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen, sich die Zeit dafür nehmen und das Essen einplanen. Nach reichlicher Übung, wird das alles zur Routine. Ich habe es mir selbst beigebracht: Essen und Gitarre spielen. Wie? Ich habe einfach angefangen. Ein paar Speisen, ein paar Akkorde. Diese habe ich so lange geübt, bis ich sie problemlos essen bzw. spielen konnte. Das Repertoire wurde immer weiter ausgedehnt. Jetzt klappt es ganz gut. Ich bin nicht die weltbeste Köchin oder Gitarristin, aber es geht. Gut genug, würde ich sagen. Ich bin noch dran. In fünf Jahren bin ich sicher noch besser!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Rückmeldung und eine Bitte]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=38</link>
<pubDate>Sat, 24 May 2008 15:02:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/24/ruckmeldung-und-eine-bitte/</guid>
<description><![CDATA[Ich freue mich sehr über Rückmeldungen, denn sie geben mir Auskunft, ob der Blog eine Hilfe ist. W]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich freue mich sehr über Rückmeldungen, denn sie geben mir Auskunft, ob der Blog eine Hilfe ist. Während den vergangenen vier Jahren, habe ich meine alten Tagebücher überarbeitet und übersetzt, um sie in Buchform herauszugeben. Dadurch ist mir sehr viel von der Geschichte -- von dem Leiden, von den Qualen und den unzähligen Hochs und Tiefs -- wieder vertraut. Dennoch mache ich mir manchmal Sorgen, dass ich schon zu weit weg bin von der Krankheit, um mich wirklich noch hineinversetzen zu können. Ich sage euch das nur um Hoffnung zu wecken: Ich kann mir dieses Verhalten gar nicht mehr vorstellen!</p>
<p>Es war ein sehr langer weg dorthin. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich verzweifelt dachte: "Ich kann nicht essen. Ich weiß gar nicht wie!" Und als ich so abgemagert war, wusste ich, dass ich mein altes, normales Gewicht gerne wieder hätte. Ich wünschte mir, dass ich es magisch wieder zunehmen könnte, denn die Vorstellung, zuzunehmen, war mir einfach unerträglich. Essen war sowieso unmöglich. Sobald ich nur einen Bissen zu viel erwischte, war es vorbei. Dann konnte ich nicht mehr aufhören. Ich wusste aber nicht mal, was genug oder zu viel war. Ich hatte überhaupt keine Ahnung mehr. Und ich wollte dünn sein. Dünn wie Luft. Durchlässig und leicht. Ich wollte von Wasser und Luft leben.</p>
<p>Heute ist es wirklich ganz anders. Auch wenn ich etwas noch so gerne esse, die Vorstellung, zu viel davon zu essen ist mir fremd. Es klingt vielleicht komisch, aber ich denke mir: "Was würde mir das bringen?" Ich meine, ich habe eine Portion gegessen, es hat mir geschmeckt, und fertig. Und so blöd es klingt, es ist einfach eine Übungssache. Das habe ich schon beschrieben, <a href="http://bulimievorbei.wordpress.com/category/essen/page/8/">wie ich essen lernte</a>. Essen ist eine angenehme Notwendigkeit, und es ist etwas, das ich für mich tue.</p>
<p>Kotzen ist auch so eine Sache. Es ist so unangenehm, dass ich es kaum schaffe, wenn ich krank bin! Während andere mit einer Bauchgrippe schon längst brechen müssen, kann ich nur schwer loslassen. Also wirklich nur dann, wenn ich es nicht zurückhalten kann. Kotzen ist äußerst unangenehm.</p>
<p>Die aufgefrischten Erinnerungen stärken meinen Wunsch, anderen zu helfen, aus diesem schrecklichen, tödlichen Teufelskreis auszubrechen. Ich schreibe weiterhin, was mir intuitiv einfällt, aber ich bitte euch, wenn ihr etwas genauer wissen wollt, dann fragt ruhig. Ich gebe gerne Auskunft, bin aber keine Therapeutin. Mein praktisches Wissen und meine Erfahrungen kann ich weiter geben, aber eine Therapie bzw. Selbsthilfegruppe kann ich nicht ersetzen.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich niemanden "zu Vernunft" bringen kann. Die meisten Ratschläge sind nutzlos. Ich weiß, dass jede für sich ihren Weg finden muss. Jede muss bereit sein, dass ihr spezieller Knopf aufgeht. Die passende Aha-Erlebnis/Erkenntnis ist eine persönliche Erfahrung. Ich kann nur erzählen, wie es bei mir war und was ich dadurch gelernt habe.</p>
<p>Gesund zu werden ist etwas, dass ein Mensch nur für sich macht. Dennoch finde ich es immer wieder hilfreich (auch in anderen Bereichen), von anderen zu erfahren, was sie erlebten, wie sie eine schwierige Situation meisterten, wie sie zu einer Entscheidung kamen. Sie sind eine Art Vorbild und geben mir das Gefühl, nicht allein zu sein. Wir können sehr viel voneinander lernen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Meine Absichten, Essen und Gesundung]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Wed, 21 May 2008 20:21:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/21/meine-absichten-essen-und-gesundung/</guid>
<description><![CDATA[Ich wollte nur klarstellen, dass ich nicht unbedingt vorhabe, Ratschläge zu erteilen. Andererseits,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte nur klarstellen, dass ich nicht unbedingt vorhabe, Ratschläge zu erteilen. Andererseits, wenn ein Bedarf danach ist, habe ich kein Problem damit. Eigentlich dachte ich, wenn ich in Situationen komme, die mich an früher erinnern, im Sinne von: "Oh, damals hätte ich gleich zu fressen begonnen!", wäre es vielleicht hilfreich, diese zu beschreiben, und mögliche Alternativverhaltensweisen zu beschreiben.</p>
<p>Es ist ganz klar, dass Bulimie, Magersucht &#38; Co. nicht wirklich mit dem Essen zu tun haben. Das Essverhalten ist ein Symptom. Doch, durch das gestörte Verhalten, muss richtiges Essen gelernt werden. Für die emotionalen, psychologischen Themen, ist eine Therapie sehr zu empfehlen. Jede hat ihre ganz persönliche Geschichte, die sie zu ihrem Problem geführt hat, und es tut gut, diese aufzuarbeiten.</p>
<p>Ich lasse meine Gedanken freien Lauf. Wenn mir etwas einfällt, und ich meine, es könnte jemandem helfen, dann teile ich es mit. So war ich schon immer. So mache ich es auch hier.</p>
<p>Da Essstörungen recht facettenreich und kompliziert sind, ergibt sich dadurch einen Vorteil: Man kann irgendwo anfangen, wo es einem gerade passt. Gesundung erfolgt nach dem eigenen inneren Zeitplan und der Bereitschaft. Jeder noch so kleiner Schritt zählt. Erwarte nicht zu viel von dir selbst. Offen, geduldig und aufmerksam sein -- dann kommen Impulse von überall.</p>
<p>Einst sagte jemand: "So lange deine Krankheit dauerte, so lange brauchst du für das Gesundwerden. Ungefähr." Hmm... das könnte von mir sein! Vielleicht war ich diejenige?! Möglich wäre es! Denn so habe ich es erlebt. :)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bulimie, Harmonie und Bewältigungsstrategien]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=32</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 16:05:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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<description><![CDATA[Genauso wie es keinen einzigen richtigen Weg zu leben gibt, gibt es auch keinen perfekten Weg zur Ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Genauso wie es keinen einzigen richtigen Weg zu leben gibt, gibt es auch keinen perfekten Weg zur Gesundheit. Eltern können nicht verhindern, dass ihre Kinder Fehler machen (obwohl ich es schon versuchte!!!), und als ehemalige Bulimiekranke kann ich nicht erklären, wie es geht, gesund zu werden. Im Einklang mit den anonymen, 12-Schritten Programmen, möchte ich einfach meine Erfahrungen und Einsichten mitteilen. Vielleicht lösen sie in der Leserin etwas aus und bewegen sie dazu, ihren eigenen Weg zur Gesundheit zu entdecken. Manchmal ist es schwierig, unseren eigenen Weg zu finden, doch ist das ein Geschenk des Universums: Jeder von uns hat einen Recht auf seinen eigenen Weg! Mein einziger Rat: Suche Hilfe! Therapie lohnt sich und kann Lebensjahre retten!</p>
<p>Da ich von Natur aus stur bin, sobald mir jemand etwas erklärt, bin ich skeptisch. Ich ersticke bei zu vielen Regeln – egal ob echte oder nur eingebildete – und will meinen eigenen Weg finden. Zugegeben, ein gewisser Stolz lässt sich nicht verleugnen.</p>
<p>Vor Kurzem erkannte ich das Problem mit manchen meiner Lieder. Sie wiederholen sich und sind sehr vorhersehbar. (Das hat mir ein Experte auch schon gesagt, aber ich musste selbst darauf kommen!) Die Lieder brauchen mehr Abwechslung. Bei einem Spaziergang fiel mir ein, dass es manchmal die unerwarteten Wendungen sind, die ein Lied interessant machen, nicht ihre harmonischen Aspekte.</p>
<p>Da ich von Natur aus die Dinge gleich auf mehreren Ebenen betrachte, dachte ich mir: Es ist wie mit einer Beziehung. Perfekte Harmonie wird mit der Zeit langweilig und vielleicht sogar unauthentisch. Die weniger harmonischen Situationen sind eher diejenige, die uns wachen lassen und näher zusammen bringen. Oder es ist wie bei den Essgewohnheiten. Als ich anfangs gesund wurde, aß ich Monate lang immer das gleiche Frühstück und Mittagessen, da ich sonst überfordert gewesen wäre. Nach einer Weile, konnte ich mehr Abwechslung einbringen, und ich fühlte mich viel wohler!</p>
<p>Das findet man in vielen Aspekten des Lebens – auch bei der Arbeit oder in der Freizeit. Ich denke an die Studien, die Arbeiterproduktivität und -zufriedenheit untersuchten, im Hinblick auf Abwechslung bei den Aufgaben. Die Arbeiter, die verschiedene Tätigkeiten hatten, und mehr in der Gesamtproduktion eingegliedert waren, hatten höhere Zufriedenheit mit ihrer Arbeit. Wenn ich mich richtig erinnere, war die Qualität ihrer geleisteten Arbeit auch besser! Also lieber nicht nur eine sich wiederholende Aufgabe bei der Arbeit!</p>
<p>Das bringt mich zu den Bewältigungsstrategien. Da ist auch Vielfalt gefragt, da die Lebenssituationen und Herausforderungen unterschiedlich sind. Nach vielen Jahren mit der Bulimie, erkannte ich, dass diese Krankheit eigentlich eine Strategie für Stressbewältigung war! Sie half mir, mit einer sonst unmöglichen Situation fertig zu werden – der schrecklichen Scheidung meiner Eltern und der Zeit danach. Das sind Dinge, über die ein Kind keine Kontrolle hat.</p>
<p>Mein Therapeut sagte einmal, dass er verblüfft war, wie ich das alles so gut überlebt hatte. Das Problem war nur, als ich erwachsen wurde und endlich die Kontrolle übernehmen hätte können, mangelte es an Strategien! Ich hatte nur eine einzige in meinem Repertoire: Fressen und Kotzen! Neue musste ich nach und nach entwickeln.</p>
<p>Was tue ich mit Freizeit? Wie soll ich essen? Was tun mit Gefühlen wie Schmerz, Traurigkeit, Glückseligkeit, Aufregung, Enttäuschung, Freude, Nervosität, Hunger, Angst, Wut, Vorfreude…? Die Liste geht weiter. Ich fing an, einfach da zu sitzen. Oder ich aß immer die gleiche Mahlzeit, oder schrieb Tagebuch. Dann wurde das Repertoire erweitert. Ich lernte, spazieren zu gehen, ein Entspannungsbad zu nehmen, ins Kino zu gehen, Musik zu hören, und zu telefonieren. Viel später begann ich, Lieder zu schreiben. Die Möglichkeiten sind endlos. </p>
<p>Während dieses Prozesses, war es mir nicht wirklich bewusst, was ich tat. Mein Hauptziel war einfach: Nicht fressen, nicht kotzen. Daran wurde lange Zeit mein Erfolg gemessen. Als Studentin konzentrierte ich mich darauf, mich ohne Fressanfall auf eine Prüfung vorzubereiten. Die Prüfung zu bestehen hatte nur sekundäre Bedeutung. Es war ein Entwicklungsprozess in dem ich lernte, mein Leben zu strukturieren. Es half mir, Perfektionserwartungen und Versagensängste abzubauen. Mir wurde klar: Das Leben besteht aus viel mehr als nur eine Prüfung positiv zu bestehen.</p>
<p>In letzter Zeit, ging es mir nicht besonders gut. Ich war nicht rückfällig, sondern es ist einfach mühsam. Meine Gedanken driften zurück zu den anonymen Treffen, bei denen ich bald 25 Jahre nicht mehr anwesend war. Sie hinterließen dennoch einen bleibenden Eindruck. Ich erinnere mich an die Sprüche: Den Schmerz durchstehen, die Gefühle fühlen, akzeptieren und weiter gehen. Darum geht es noch immer! Es ist normal, schwierige Zeiten zu durchleben! Vor ein paar Tagen, ging ich in mein Zimmer, warf mich aufs Bett und weinte. Danach schaute ich einen Film an. Irgendwann kam mein Mann ins Zimmer. Ein Blick auf meine roten Augen und mein abweisender Wink genügten. Er strich mir übers Haar, ging hinaus, schickte die Kinder ins Bett und drehte alle Lichter aus. Nach dem Film ging ich ins Bett. Am nächsten Tag war ich friedlich, fast optimistisch! Und ich konnte mit ihm darüber reden – was am Vortag nicht möglich war.</p>
<p>Ich glaube, die schwierigen Situationen sind Geschenke vom Himmel. Sie geben uns Gelegenheiten, uns weiter zu entwickeln, zu erforschen und neue Strategien auszuprobieren. Wenn ich in einem Tief bin, bedanke ich mich beim Universum für noch so ein tolles Geschenk! Es baut mich nicht sonderlich auf, aber ein Lächeln bringe ich meistens zustande!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dankbarkeitswelle]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=30</link>
<pubDate>Sun, 18 May 2008 12:08:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern sollte ein normaler wichtiger Tag werden: Mein Sohn hatte Firmung. Nach monatelanger Vorbere]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern sollte ein normaler wichtiger Tag werden: Mein Sohn hatte Firmung. Nach monatelanger Vorbereitung, war es endlich so weit. Mein Mann war besorgt, dass wir zu spät zur Kirche kommen und dann keinen Sitzplatz haben. (So war es letztes Jahr bei der Firmung meiner Tochter!) Er war genervt -- schrie herum und jammerte, weil wir noch nicht fertig waren. Das war mir zuwider. Ich sagte ihm, dass ich beim Mittagessen schon sagte, wann wir losgehen sollten, und genau zu der Zeit waren die Kinder und ich startbereit.</p>
<p>Als wir bei der Kirche ankamen, war kaum jemand dort. Bevor wir hineingingen, sagte ich meinem Mann -- vor den Kindern -- dass ich genug hatte von seinem Benehmen und er möge damit aufhören. Es ist ein besonderer Tag, und so will ich ihn in Erinnerung halten. Es war offensichtlich, dass diese Rede beiden Kindern gefiel, besonders meinem Sohn. Bis dahin hatten sie meinem Mann ignoriert und sich geweigert, von ihm fotografieren zu lassen. So brachten sie ihren Unmut zum Ausdruck. Wir gingen in die Kirche, fanden ausreichend Platz, und es passte wieder.</p>
<p>Da ich schon ausreichend sentimentale Tränen geweint habe, weil meine Kinder groß werden, blieben meine Augen trocken während der Zeremonie. Das Gefühl des Stolzes war viel stärker. Da ich eher nicht in die Kirche gehe, und mehr hinduistisch-buddhistisch veranlagt bin, überließ ich den Kindern die Entscheidung, ob sie gefirmt werden wollen. Beide entschieden sich dafür, und nahmen die ganze Verantwortung auf sich. Ohne zu jammern gingen sie auf allen Ausflügen mit, gingen in die Kirche, standen sogar zweimal früh genug auf, damit sie um 6 Uhr morgens in der Kirche sein konnten. Ohne Beschwerden. Ich lehnte mich zurück und dachte: "Gut gemacht, meine Lieben!"</p>
<p>Da ich nur für Begräbnisse, Hochzeiten und Kindermeilensteinen (Taufe, Erstkommunion, Firmung) in die Kirche gehe, sind Tränen oft unvermeidbar. Aber diesmal war es anders. Ohne Sentimentalität saß ich dort und spürte eine innere Ruhe und Zufriedenheit.</p>
<p>Und dann passierte etwas. Gegen Ende der Zeremonie sang das Mädchenchor: "Top of the World" -- einer der vielen Hits von den Carpenters. Für diejenige, die es nicht wissen, Karen Carpenter starb in Februar vor 25 Jahren während der Genesung von ihrer Magersuchtsbulimie. Das Lied riss mich komplett aus der Ruhe. Eine Welle der Dankbarkeit breitete sich in mir aus und hinterließ feuchte Spuren in meinen Augen, als es mir klar wurde -- ich hätte auch sterben können.</p>
<p>Ich bin so dankbar dafür, dass ich diese Tage als leidende junge Frau in New York City überlebt habe -- als beweglicher Zahnstöcher, der so oft wie möglich aß und kotzte, manchmal auch Blut kotzte, deprimiert, alleine, paranoid und ängstlich war, öfters Ohnmachtsanfälle hatte, und Stimmen hörte auf dem Weg in die Arbeit. Ich wollte leben, aber ich hatte die Hoffnung aufgegeben und wartete nur noch auf den Tod. Stattdessen, wurde ich gesund. Und trotz all der Irritationen, die mit Ehe und Kindern einher gehen, bin ich ewig dankbar für dieses Kapitel meines Lebens, für die Gelegenheit, zwei gesunde Kinder großziehen und sie genießen zu können. Vielen Dank an meiner Höheren Macht!   </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Organisationstalent einer Bulimiekranke]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=25</link>
<pubDate>Thu, 15 May 2008 08:23:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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<description><![CDATA[Vor einigen Tagen bekam ich einen Kommentar von einer Frau, die anonym bleiben will. Sie erwähnte w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen bekam ich einen Kommentar von einer Frau, die anonym bleiben will. Sie erwähnte wie viel Zeit sie für ihre Essstörung aufbringt – um die Situation zu ermöglichen, Essensbeschaffung, wie sie ihren Tagesablauf um die Fressorgien (und das anschließende Kotzen) plant, auf wie viel sie wegen dem Essen verzichtet. Das löste einige Gedanken bei mir aus. Irgendwann bereute ich auch all die Energie und Zeit, die ich in meine Magersuchtsbulimie investiert hatte und dachte nach, was ich alles hätte schaffen können, wenn ich diese Energie für etwas Sinnvolleres eingesetzt hätte.</p>
<p>Aber ich will weder mich noch andere fertig machen mit solchen „du solltest… du hättest…“ Bemerkungen. Nein, stattdessen will ich von unseren bemerkenswerten Talenten sprechen. Ja, denk einmal nach, wozu wir fähig sind. Es gelingt uns über viele Jahre, Unmengen von Speisen heimlich zu beschaffen, die wir in unser Nest schmuggeln, verschlingen, und dann wieder loswerden. Dabei verwischen wir alle Spuren. Und ganz nebenbei sind wir fleißige Hausfrauen, aufmerksame Schülerinnen bzw. Studentinnen, zuverlässige Arbeitnehmerinnen, und liebevolle Mütter. Wir sind unglaublich geschickt und kreativ, und es gelingt uns, unsere Krankheit von den meisten Menschen zu verstecken. Natürlich, manche Menschen merken, wie dünn wir sind, aber die meisten sind so sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt, dass sie sich nicht wirklich um andere kümmern oder Gedanken machen.</p>
<p>Als ich noch alleine in Manhattan wohnte, hatte ich einige Rituale herausgearbeitet. Ich wusste, wann die Türsteher Schichtwechsel hatten, und kaufte dementsprechend ein, damit keiner mitbekommt, dass ich öfter an einem Tag 4 Einkaufstaschen voll Lebensmittel nach Hause schleppte. Damals stellten wir unseren Müll vor der Wohnungstür. Meinen Müll habe ich immer ganz klein zusammen gefaltet, damit die Menge nicht auffällt. Wenn ich an den eigentlichen Essensablauf denke, bin ich auch beeindruckt. Die Lebensmittel suchte ich gezielt aus, geordnet nach Zubereitungszeit, damit ich gleichzeitig essen und kochen konnte, und ein weiterfolgendes Essen im Rohr hatte. Natürlich war die Beschaffenheit der Speisen ebenfalls von Bedeutung. Das war eine kleine Wissenschaft – ich wusste, welche Speisen sich am besten erbrechen ließen, und in welcher Kombination.</p>
<p>So, lobe Deine Talente! Du bist intelligent, kreativ und erfindungsreich! Du leidest auch sehr und hast es verdient, Hilfe zu bekommen. Nur weil Du so begabt bist, musst Du nicht alles alleine schaffen. Wenn Du Dir Hilfe organisierst, kannst Du lernen, Deine Begabungen zu Deinem Vorteil und Deiner Befriedigung einzusetzen! Viel Glück!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der unsinnige Zusammenhang zwischen Zahlen und Selbstwert]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=24</link>
<pubDate>Wed, 14 May 2008 09:36:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Überlegungen bezüglich Gewicht haben weitere Gedanken ausgelöst. Wenn man die Macht der Zahle]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Überlegungen bezüglich <a href="http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/10/das-gewicht/">Gewicht</a> haben weitere Gedanken ausgelöst. Wenn man die Macht der Zahlen betrachtet, ist es eigentlich verrückt. Wie viele Jahre stieg ich mehrmals täglich auf die Waage, um mein Gewicht zu kontrollieren? Jene Zahlen haben über meinen Selbstwert entschieden! Früher zählte ich auch Kalorien -- jene merkwürdige Zahlen die bestimmten, ob das Essen gut sei oder nicht, und ob ich brav war oder auch nicht. </p>
<p>Es gibt noch andere Zahlen, die anscheinend über unseren Wert richten: das Einkommen, der Wert des Hauses oder des Autos... Wir versuchen, unseren geringen Selbstwert mit symbolischen Zahlen aufzupeppeln. Dadurch übertragen wir diesen Zahlen eine unglaubliche Macht über uns selbst. Wir mühen uns täglich ab um bestimmte Ideale zu erreichen. Doch bleiben sie unerreichbar, denn sobald wir in ihre Nähe kommen, werden die Zahlen nach oben (bzw. nach unten, je nach Situation) geschraubt. Es kann sich in eine Sucht ausarten. Da passt schon wieder das Lied von den Toten Hosen hierher! (siehe: <a href="http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/09/bulimie-und-hausarbeit-teil-i/">Bulimie und Hausarbeit: Teil I</a> Sie wissen wirklich, worum es geht!</p>
<p>Konfektionsgrößen sind auch nur Zahlen. Denk einmal nach. Wozu sind sie gut? Ihr Zweck ist es, uns behilflich zu sein, damit wir nicht jedes Stück an der Stange anprobieren müssen. Ob 34, 36, 38, 40, 42, 44... ist egal. Diese Zahlen sind nur eine Orientierungshilfe. Sie bestimmen doch nicht meinen Wert als Mensch! In der Zeit als ich das erste Mal stark abnahm, schweifte mein gieriger Blick zu den "Small" Größen. Ich hoffte, dass sie mir eines Tages passen würden. Jetzt weiß ich, dass meine Größe von 173 cm niemals "klein" entsprechen wird!</p>
<p>In meinen spindeldürren, zahnstöcher Tagen, traute ich mich nicht mehr, Gewand einzukaufen. Ich wusste meine Größe nicht, und wollte vermeiden, dass andere das merken. (Nicht, dass ich viel Geld für Gewand übrig hatte. Das meiste Geld gab ich für das Fressen aus!) Doch bin ich genauso schuldig, mit meiner Kleidergröße anzugeben, als eine kräftige Frau neben mir stand. Welche krankhafte Genugtuung hatte ich damals! Als wäre ich besser als sie! Jetzt akzeptiere ich mich selbst, so wie ich bin, und habe es nicht mehr nötig, mich mit anderen Frauen zu vergleichen. Im Gegenteil, ich genieße die Gesellschaft anderer Frauen und schätze jede einfach so, wie sie ist, ohne zu beurteilen.</p>
<p>Ich gebe anderen Menschen nur ungern Macht über mich. Die Vorstellung, dass Zahlen diese Macht über mich hatten, ist noch schlimmer. Als Jugendliche und auch noch als junge Frau, las ich meinen Selbstwert aus den Augen anderer ab. Er war eine Variable, die nichts mit mir zu tun hatte. Das war eine erbärmliche Existenz, und die Zahlen waren keine große Hilfe. Ich habe immer das Schlimmste angenommen. Genau dieser Wunsch, zu gefallen, verursachte eine immens übertriebene Bereitschaft, mich zugunsten eines vorherbestimmten Bildes, einer Größe oder einer Zahl in einen Menschen zu verwandeln, der nichts mit mir gemeinsam hatte.</p>
<p>Da ich für Verschwörungstheorien anfällig bin, meine ich hier auch eine zu erkennen. Die Wichtigkeit der Zahlen bezüglich Gewicht und Kleidergröße wird den Frauen eingetrichtert, um sie unter Kontrolle zu halten. Kannst du dir vorstellen, die Wucht der Energie, Kreativität und Macht die freigesetzt würde, wenn Frauen damit aufhören, so viel Zeit und Energie für diesen Zahlen aufzuopfern? Wow!</p>
<p>Ich habe noch viel Wut in mir: Wut auf mich selbst, weil ich so lange mit der Selbstzerstörung mitmachte. Wut auf meine Umgebung, die diese künstlichen, oberflächlichen Ziele förderten. Dadurch habe ich jede Menge Mist in diesem Leben gebaut. Ich schädigte meinen Körper, verriet mich selbst, erinnere mich kaum an meine Jugend oder mein Leben als junge Frau. (Gott sei Dank habe ich die Tagebücher geschrieben! Sie schenken mir viele Erinnerungen.)</p>
<p>Es stimmt, ich vertraue dem Universum, und ich bin verdammt fleißig dabei, das Beste aus dem Rest, was mir übrig geblieben ist, zu machen. Aber manchmal könnte ich brüllen und heulen. Doch, lasst uns das Gesamtbild nicht vergessen. Alles passiert aus einem bestimmten Grund und am Ende wird es einen Sinn ergeben. Denke daran: Das Leben findet jetzt statt. Wir können es jetzt für uns beanspruchen und genießen. Und ich will endlich etwas Spaß haben! </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Gewicht]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=23</link>
<pubDate>Sat, 10 May 2008 16:54:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/10/das-gewicht/</guid>
<description><![CDATA[Ich wollte gerade zu Abend essen, da schriebe ich aber jemandem über das Gewicht und jetzt möchte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte gerade zu Abend essen, da schriebe ich aber jemandem über das Gewicht und jetzt möchte ich gerne noch etwas darüber schreiben. Die hintergründigen Probleme der Bulimiekranken bzw. Magersüchtigen drehen sich um etwas anderes als das Gewicht. Ich weiß noch, ich wollte dünn und gewichtlos sein, weil das kindlich war, und das Kindsein mir fehlte. Das Leben als Kind war viel leichter -- zumindest im Nachhinein. Und doch ist das Gewicht ein wichtiges Thema, neben anderen Themen wie lieben lernen, vertrauen aufbauen, vergeben können, nachtrauern können, ... und leben lernen. Du kannst Deine eigenen Themen dazu denken. Das waren meine Hauptthemen.</p>
<p>Ich hatte lange nicht daran gedacht, aber eben, jetzt doch wieder. Normalerweise meide ich es, Gewichtszahlen zu erwähnen, da wir alle miteinander konkurrieren. Aber ich wage es heute, harte Zahlen hinzuschreiben. Doch bevor ich das tue, sage ich ganz ehrlich, dass ich noch immer schlank bin und mir mein Äußeres nicht egal ist. Ich bin sogar (fast) eitel! Ich glaube nicht, dass ich es ertragen könnte, übergewichtig zu sein. Gesund zu werden bedeutet nicht, sich gehen zu lassen oder dass Dir Dein Aussehen egal wird. Nur kümmerst Du Dich anders. Für mich bedeutet das, mein Normalgewicht zu akzeptieren -- ein Gewicht, das ich mir nicht aussuchen durfte. Mein Körper hat es selber ausgesucht.</p>
<p>So, jetzt die Zahlen. Ich schreibe kein Gewicht hin, sondern nur vergleichende Zahlen. Während meiner letzten schweren rückfällig-aber-gesund-werden-wollend Phase, hatte ich circa 3 kg mehr als zu meiner schlimmsten Haut-und-Knochen Phase. Damals meinte ich, mein Idealgewicht zu haben. Ich wollte gesund werden und dieses Gewicht beibehalten. Da es zu wenig war, war ich noch am Verhungern, so waren die Fressanfälle unvermeidbar. Ich hatte auch Schlafstörungen. Jetzt -- stellt Euch das vor --  habe ich fast 10 kg mehr als das damalige Idealgewicht. Und ich bin noch immer schlank!!! (Aber nicht übertrieben schlank.) Diese Zahlen hauen mich einfach um!</p>
<p>Ich will nicht damit angeben, dass ich jetzt so viel mehr Gewicht habe, sondern es als Notwendigkeit hinstellen. Wie oft, als ich noch krank war, wünschte ich mir, mein altes Gewicht wieder herbei zaubern zu können. Die Realität des Zunehmens war einfach unerträglich. Es war schrecklich. Zuzunehmen bedeutete, die Kontrolle aufzugeben, und damals wollte ich alles unter Kontrolle halten. Doch damals genügte nur ein Blick in den Spiegel, schon hatte ich 5 kg zugenommen! Beim ersten Blick dachte ich, "Ach, ich bin schlank." Dann schaute ich genauer hin und "erkannte" mein ekelhaftes Übergewicht. Ich ließ keine Gelegenheit aus, mein Spiegelbild anzusehen -- ob im Spiegel oder in einer Auslage reflektiert. Ich hoffte immer, dass ich sehen würde, wie ich "wirklich" aussehe, aber es gelang mir nie, mich zu sehen. Nicht, bis ich in mich hineinschaute, und mein Inneres herausließ. </p>
<p>Wahrscheinlich war mein Aussehen so wichtig, weil ich das Gefühl hatte, mein inneres Ich war so häßlich und deformiert, dass es keiner ertragen könnte. So versuchte ich, das furchtbare Innenwesen durch das Dünnsein zu kompensieren. Ich weiß, das ist eine merkwürdige Logik, aber so dachte ich damals.</p>
<p>Erst als ich mich ergab und beschloss, zu essen, alles zu tun was für das Gesundwerden nötig war, und auf die Kontrolle zu verzichten, konnte ich das Gewicht wieder zunehmen. Was auch immer mein Körper wollte, das würde ich akzeptieren. Auf ein Mal wollte ich unbedingt leben, so wurde mein Körper in ein anderes Licht gerückt. Anstatt mich zu definieren, sollte er stark sein und mich herumtragen. Jetzt mag ich meinen Körper. Ich schaue in den Spiegel und es gefällt mir, was ich vor mir sehe. Ich fühle mich wohl. Ich bin ich, und das fühlt sich genau richtig an. Und jetzt will ich endlich mein Abendessen machen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Neue Herausforderung]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=20</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 17:28:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/2008/05/04/neue-herausforderung/</guid>
<description><![CDATA[Heute denke ich wieder über das Leben nach. Wie das Gesundwerden, auch das Leben ist ein nie-enden]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute denke ich wieder über das Leben nach. Wie das Gesundwerden, auch das Leben ist ein nie-endender Prozess. Immer gibt es etwas zu erleben, erfahren, lernen, verstehen, erforschen, entdecken. So geht es mir auch. Es ist fast unheimlich. Als ich 25 war, dachte ich mir: "Ich werde bald 26. Die Bulimie fing ich mit 13 an. Wenn ich weiter mache, dauert diese Krankheit mehr als mein halbes Leben." Das hat gesessen, und ich fand die Kraft, Offenheit und Entschlossenheit, meine Magersuchtsbulimie ein für alle Mal zu beenden. Und ich betone es wieder, denn man kann es nicht oft genug sagen: Nicht von heute auf morgen. Das für sich war auch ein Prozess.</p>
<p>Was hat das mit heute zu tun? Tja, heuer werde ich 46. Ich bin mit 23 zu meinem Freund (jetzt Ehemann) gezogen, sogar seinetwegen von meiner Heimat ausgewandert. Ab 40 bin ich immer stärker und selbstbewusster geworden. Ich merke, das Leben ist wirklich kurz und ich werde älter. Ich überlege jetzt mehr, was ich mit meiner Zeit anfangen will, mit wem ich zusammen sein will. Und ich merke zunehmend, dass ich mit der Beziehung einfach nicht zufrieden bin. Nein, ich bin sogar unglücklich und will nicht mehr.</p>
<p>Schön langsam wird mir klar, dass es wieder ein Entscheidungspunkt wird. Ab 46 verbringe ich mehr als mein halbes Leben mit ihm. Will ich das? In dieser Form sicher nicht. Momentan bin ich enttäuscht, widerwillig, wütend und manchmal einfach überfordert. Als würde er meine innere Entschlossenheit spüren, die Dinge in Ordnung zu bringen und zu gehen, ist er jetzt besonders nett und aufmerksam geworden. Jetzt benimmt er sich, wie ich es mir schon immer gewünscht habe. Doch jetzt ist es zu spät. Ich will nicht! Ich mag nicht! Das ist mir viel zu mühsam.</p>
<p>Heute frage ich mich: Ist er jetzt nur nett, weil er mich behalten will? Wird er sich dann wieder zurück ändern, wenn er wieder sicher ist, dass ich bleibe? Gelingt es mir jetzt zum ersten Mal in meinem Leben authentisch zu sein, weil er mir einfach egal ist? Beginne ich jetzt, in der Beziehung eine tragende Rolle zu spielen, und benimmt er sich deswegen so? Weil ich jetzt Respekt einfordere? (Und zwar, nicht nur verbal sondern mit meiner Körpersprache.) Was will ich? Wo will ich in 5 Jahren sein? Soll ich ihn (und mir) einfach verzeihen, für alle unseren Dummheiten der vergangenen 23 Jahren - samt Wut, Enttäuschung, Beleidigung usw. - und neu beginnen? Einfach heute neu anfangen?</p>
<p>Danach kamen mir einige Gedanken: Ich muss nicht gleich Schluss machen, sondern kann auch sagen: "Im Moment liebe ich dich nicht. Ich will eine Auszeit." Ohne zu wissen, was nachher sein wird. Das kleine Kind in mir sagt noch immer: "Aber ich will nicht! Ich mag nicht mehr!" Doch, als Erwachsene sage ich mir, dass ich noch etwas Geduld haben muss. Okay, in 5 Jahren will ich alleine Wohnen und selbständig sein, das gebe ich zu. Aber im Moment bin ich bemüht, weiter zu kommunizieren und die Situation für alle Beteiligten bestmöglich zu lösen. Und heute kann ich nicht wissen, was am Ende sein wird.</p>
<p>Heute betrachte ich das als Herausforderung, wie damals die Bulimie. Das war auch ein Symptom, das mein Leben beeinträchtigte und mich unglücklich machte. Heute spielt die Beziehung diese Rolle. Nur diesmal wird es etwas anders sein, denn ich rauche nicht, saufe nicht, und suche keine Zuflucht beim Essen. Momentan schlafe ich viel. Das könnte eine Flucht sein. Doch im Großen und Ganzen bin ich zunehmend bereit, mich dieser Aufgabe zu stellen. Die Aufgabe lautet: Bringe dein Leben in Ordnung!</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sehr verschieden: Magersucht und Appetitlosigkeit.]]></title>
<link>http://vianesse.wordpress.com/?p=129</link>
<pubDate>Thu, 01 May 2008 17:39:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Petra Schröder</dc:creator>
<guid>http://vianesse.wordpress.com/2008/05/01/sehr-verschieden-magersucht-und-appetitlosigkeit/</guid>
<description><![CDATA[
Vielleicht erinnern Sie sich: Der für seine Schockwerbung bekannte, italienische Fotograf Oliviero]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vianesse.files.wordpress.com/2008/05/magersucht.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-130" src="http://vianesse.wordpress.com/files/2008/05/magersucht.png?w=300" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p><strong>Vielleicht erinnern Sie sich:</strong> Der für seine Schockwerbung bekannte, italienische Fotograf Oliviero Toscani (Benetton-Werbekampagnen) sorgte zuletzt im September 2007 für Aufsehen, als er in einer Kampagne für ein Mode-Label den ausgemergelten nackten Körper einer jungen Magersüchtigen zeigte. «No. Anoressia» hieß es da kurz ( «Nein. Magersucht»). Die abgelichtete Frau leidet seit 15 Jahren an der Krankheit und wog nur noch 31 Kilogramm...</p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Das italienische Gesundheitsministerium</strong> unterstützte Toscanis Kampagne. Nach dem Hungertod eines Models hatten Regierung, Modeverbände und die Organisatoren der italienischen Modenschauen Ende vergangenen Jahres ein Manifest gegen Magersucht verfasst. Es verbietet unter anderem die Teilnahme von Models unter 16 Jahren an italienischen Modeschauen und verlangt von allen Teilnehmerinnen ein ärztliches Attest, dass sie unter keiner Essstörung leiden.</p>
<p><strong>Das Kennzeichen </strong>der Anorexia Nervosa ist die selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme, die in der Regel durch vermindertes Essen erreicht wird, wobei besonders Nahrungsmittel, die als „fett machend" angesehen werden, weggelassen werden. Manchmal wird die Gewichtsabnahme unterstützt durch Missbrauch von Appetitzüglern, Verwendung von Einläufen, Abführmitteln oder Wassertabletten, durch selbst ausgelöstes Erbrechen oder exzessive sportliche Betätigung. Die Erkrankung beginnt am häufigsten im Teenager-Alter, wobei eine Diät, die anschließend außer Kontrolle gerät, ein Einstieg sein kann. Die Krankheit kann jedoch auch bei Erwachsenen oder bereits vor Eintritt der Pubertät auftreten. Nur einer von zwölf Erkrankten ist männlich.</p>
<p>Über die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magersucht" target="_blank"><strong>Anorexie Nervosa</strong></a> wurde schon viel geschrieben. Es wurden Schuldige gesucht und auch gefunden. Die Mode-Industrie gab und gibt immer noch Konfektionsgrössen-Masstäbe vor, welche einfach nur abenteuerlich sind. Wer soll das tragen? «Magersucht ist ein Tabuthema für die Modewelt, wie früher Aids», sagte Toscani einer Nachrichtenagentur. Er glaube, dass die Mode stark zur Verbreitung der Anorexie Nervosa beigetragen habe: «Die Medien führen Mädchen Erfolgsbeispiele vor, die unerreichbar sind», sagte er weiter. «Und das Fernsehen hat eine Gesellschaft geschaffen, die sich nicht liebt und nicht akzeptiert. Das System ist degeneriert.» Aber sind nur die Mode-Labels schuld?</p>
<p>Dies wäre sehr einfach für den Rest der Menschheit! Ich glaube, dass hier auch oft fehlendes Einfühlungsvermögen, Liebe und Verständnis der begleitenden Umwelt (Eltern, Schule, Freunde) eine wichtige Rolle spielen und erste Merkmale deshalb häufig übersehen werden.</p>
<p><strong>Übrigens, Magersucht</strong> (Anorexie Nervosa) wird sehr oft mit einfacher Appetitlosigkeit (Anorexie) verschiedenster Ursachen verwechselt. Magersucht ist eine psychische Störung aus dem Bereich der <em>seelisch bedingten Essstörungen</em> und muß unbedingt ärztlich behandelt werden. Bullemie gehört ebenfalls dazu. Appetitlosigkeit hingegen, kennt jeder von uns ab und an. Wer aber dauerhaft an Appetitlosigkeit leidet, hat mit Sicherheit auch Darmstörungen. Bei <strong>Untergewichtigen</strong> kann eine Umstellung auf das VIANESSE Ernährungskonzept in vielen Fällen helfen. Sprechen Sie mich bitte vertrauensvoll dazu an...:::</p>
<p>PS.: Auch eine gute Informationsquelle "Selbsthilfe bei Essstörungen", <a href="http://magersucht.de/index.php" target="_blank"><strong>hier</strong></a> &#60;&#60;&#60;</p>
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