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	<title>les-yeux-verts &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "les-yeux-verts"</description>
	<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 04:44:49 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Paris liegt nicht im Saarland. Part I]]></title>
<link>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/07/paris-liegt-nicht-im-saarland/</link>
<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 21:13:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Anna Nuehm</dc:creator>
<guid>http://annanuehm.wordpress.com/2007/10/07/paris-liegt-nicht-im-saarland/</guid>
<description><![CDATA[Ich bin wieder da!
Kaum aus dem Urlaub zurück, schon bin ich wieder in treuen und unermüdlichen Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin wieder da!<br />
Kaum aus dem Urlaub zurück, schon bin ich wieder in treuen und unermüdlichen Diensten für meine Leser tätig, ist das nicht toll!? Keine Angst, das war eine rein rhetorische Frage.</p>
<p>Kurz eine Zusammenfassung der ungeheuer spannenden Abläufe meiner Fahrt ins strom- und internetlose, aber vielleicht gerade deshalb so idyllische Saarland:<br />
Alles lief wie am Schnürchen, die Koffer gepackt, den Hund ein und los ging’s. Kaum war ich aber 50 km gefahren, plagte mich die bohrende Frage:<br />
"Habe ich eigentlich die Kaffeemaschine ausgeschaltet?"<br />
Ich versuchte die Geschehnisse der letzten Stunden zu Hause zu rekonstruieren: Packen, Kaffee trinken, alles lag klar wie Schnee auf der Zugspitze vor meinem inneren Auge, nur als ich zu der Stelle mit der Kaffeemaschine kam, setzte es aus!<br />
Diese mentale und konzentrationsmäßige Überfixierung meiner beiden Gehirnhälften führte leider flugs zu einem Totalausfall meines ansonsten<em> blendenden</em> Ortsgedächtnisses und meines überdurchschnittlichen Orientierungssinns, der nicht allein durch Tausende von Fahrten ins Saarland gestählter ist, als meine blankpolierten Autofelgen es jemals sein könnten, denn sie sind aus Aluminium.<br />
Ich beherrsche die Strecke Aachen-Saarland praktisch im Schlaf und durchfuhr auch an Weihnachten letzten Jahres blindlings die haushohen, belgischen Schneeverwehungen, da ich auf's Saarland pawlowtrainiert bin wie ein Hund auf 'nen Keks und von jedem Ort der Welt aus dorthin zurückfinden würde, wie ein Zugvogel nach Afrika, also automatisch.<br />
Nur an diesem Tag nicht. Und auch nur, weil ich abgelenkt war! Sonst wäre das alles nie passiert.</p>
<p>Urplötzlich, kaum nach fünf Stunden des kurzweiligen Nachdenkens „Habe ich die Maschine ausgeschaltet? Habe ich den Knopf betätigt? War da ein rotes Leuchten an der Maschine oder nicht? Könnte es nach einer Woche des Vorsichhinschmorens eines winzigen Kaffeerestes zu einem Brand der Maschine oder der Küche kommen? Beziehungsweise der Wohnung, beziehungsweise des ganzen Hauses? Beziehungsweise von ganz Aachen? Wäre das ein Grund zurückzufahren? Oder eher nicht?“ war ich auf einmal kurz vor Paris! Unglaublich!</p>
<p>Ich trat bei Tempo 180 schwungvoll und abrupt auf die Bremse, was meinen Hintermann, der wahrscheinlich am Steuer eingeschlafen war, <del dateTime="2007-10-07T19:53:24+00:00">der blöde Penner,</del> zu einem völlig unmotivierten und hysterischen Hupkonzert bewegte. "Toll, pass doch auf, wo du hinfährst, ich kann nicht immer noch auf euch alle aufpassen“, dachte ich leicht erzürnt, während ich ihm eine unmissverständliche Handbewegung zudachte und gleichzeitig das schlingernde Auto zu bändigen versuchte, was mir auch fast komplett gelang.<br />
Auf dem Grasstreifen angelangt, der sich zum Glück als Rastplatz entpuppte und unter den misstrauischen Blicken der Passanten, steuerte ich zielstrebig einen gutaussehenden Herren an, der mir gleichzeitig kompetent erschien, griff tief in das reichhaltige Schatzkästlein meiner Fremdsprachenkenntnisse diverser Länder der Welt und sagte fließend und wohlklingend:<br />
„Hello. Who ist the rott to Saarland?“<br />
Er schaut mich fragend an und sagte „Pardon?“.<br />
Ich insistierte „Who are i?", doch anstatt mir diese wirklich sehr einfache Frage zu beantworten, lächelte er, zugegebenermaßen sehr charmant, und wiederholte nur ”Pardon?”.<br />
Leicht genervt, aber immer noch ein Ausbund an Höflichkeit, wiederholte ich:<br />
“Who the fuck is Germany? Germany, you know, douze points!” Er schaute ratlos und da ich ein weiches Herz habe und er mir angesichts seiner Unwissenheit sehr Leid tat, nahm ich ihm das Wort aus dem Mund und sagte in scherzendem Tonfall “Pardon?”.<br />
Er strahlte mich an und murmelte etwas wie "Vos yeux sont un peu bleu comme le ciel et un peu vert comme l'eau dans un lac profond."<br />
Keine Ahnung, welche seltene Sprache er da in seiner Not hervorkramte, wahrscheinlich ein osthindukuschisterner Dialekt kurz vor dem Aussterben oder zumindest von diesem bedroht, was sich zum Glück ja bald ändern wird.<br />
Ich wiederholte höflichst und abschließend nur "Fuck, ei äm lost", was soviel heißt wie "Vergelts Gott, ich mache mich dann mal auf den Weg und irgendwie komme ich schon nach Hause, aber schön, dass wir darüber gesprochen haben, vielen Dank auch, tschüss!" Aber das wissen Sie vermutlich selber.<br />
Nach kurzem Nachdenken beschloss ich dann einfach auf der Stelle zu wenden, denn logischerweise musste ich dahin, wo ich hergekommen war! Von den entgegenkommenden Autos ließ ich mich nicht irritieren, wäre ja noch schöner. Außerdem war es schon dunkel und mich kennt da sowieso keiner.</p>
<p>In Aachen wieder angelangt, hab ich dann auch gleich die Kaffeemaschine ausgeschaltet. Sie war zwar aus, aber in einem symbolischen Akt schaltete ich sie zuerst feierlich wieder an, dann wieder aus.<br />
Das sollte schließlich nicht alles umsonst gewesen sein!<br />
Den zweiten Anlauf meiner Saarlandfahrt startete ich wegen nervlicher Zerrüttung erst am folgenden Tag, außerdem weigerte sich der Hund ins Auto einzusteigen, weshalb ich ihn erst etwas <del dateTime="2007-10-07T19:53:24+00:00">betäuben</del> überreden musste.<br />
Aber insgesamt sind solch spannende Ereignisse doch erst das Salz in der Suppe eines noch viel spannenderen Urlaubs, wie ich ihn erleben durfte.</p>
<p>Bleiben Sie dran und erfahren Sie mehr, wenn es morgen oder so wieder heißt:<br />
Frau Nuehm und ihr Urlaub. Abenteuer ohne Sinn und Ziel?<br />
Untertitel: Das Saarland und ich. Eine Liebe auf sehr verschlungenen Wegen.<br />
Unteruntertitel: Die Ankunft. Ja oder Nein.<br />
Bis bald!</p>
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