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	<title>lebensreise &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "lebensreise"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 05:50:52 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Islamische Lebenspraxis]]></title>
<link>http://glaube.wordpress.com/2007/12/07/islamische-lebenspraxis/</link>
<pubDate>Fri, 07 Dec 2007 22:37:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>milanonigle</dc:creator>
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<description><![CDATA[Erziehung des Selbst (Nafs)
Wollen wir den Islam als Ganzes verstehen, so macht eine rein äußerlic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<h2>Erziehung des Selbst (Nafs)</h2>
<p><span class="maintext"><img src="http://glaube.files.wordpress.com/2007/12/nefs2.jpg" align="left" height="232" hspace="3" vspace="3" width="157" />Wollen wir den Islam als Ganzes verstehen, so macht eine rein äußerliche Perspektive keinen Sinn und ist schädlich. Um zu verstehen, wie praktizierende Muslime „ticken“, müssen wir verstehen, dass der Antrieb des einzelnen aus seiner inneren Glaubenslandschaft des Herzens und seiner persönlichen Beziehung zu Allah bezogen wird. Zu den Elementen dieser bis zum Tode und darüber hinaus reichenden Lebensreise gehört die individuelle wie gemeinschaftliche Erziehung der Nafs (der Triebseele) hin zum Ruh (die Nafs in ihrer gereinigten Form).<!--more--></span></p>
<p>Die Nafs ist ein essenzieller Bestandteil des Menschen, die - in ihrer ordinären Form - oft auf ihre Leidenschaften ausgerichtet ist und sich in diesem Zustand den Geboten Allahs widersetzt. Sie „schlecht“ - im moralischen Sinne - zu nennen, wäre insofern falsch, da Allah die Menschen - mit Ausnahme der Propheten, Gesandten und Seiner Freunde (Aulija) - unausweichlich mit ihr versehen hat.</p>
<p>Diese im Herzen verortete Fähigkeit wird dann Arabisch „An-Nafs Mutma’inna“ (beruhigte Nafs) genannt, wenn sich der Mensch von seiner Bindung an die Welt löst und sich auf Allah hin bewegt. Die muslimischen Fachleute haben die Nafs auf Grundlage qur’anischer Verse, die über die Nafs und ihre verschiedenen Aggregatzustände handeln, in verschiedene Kategorien eingeteilt: • Nafs Ammara: Jenes Selbst, welches Allah Gehorsam verweigert, ohne Bedenken Seine Verbote übertritt und ausschließlich seinen Leidenschaften folgt.</p>
<p>• Nafs Lawwama: Jenes Selbst, in dem das richtige Verhaltensmuster manchmal befolgt und manchmal missachtet wird. Sie bedauert ihre falschen Taten und freut sich über ihr richtiges Handeln.</p>
<p>• Nafs Mulhima: Diese Form des menschlichen Selbst bemüht sich nach Kräfte, die von Allah eingesetzten Grenzen nicht zu überschreiten und den Verpflichtungen nachzukommen.</p>
<p>• Nafs Mutma’inna: Dies ist das Selbst, dass an der inneren Landschaft des Herzen (Imam) festhält, der Rechtlichkeit des Dins folgt, keinen Zweifel dabei hat und sich folglich auf dem Weg zu Allah macht.</p>
<p>• Nafs Radija: Dieses Selbst wendet sich in jeder Hinsicht dem Gerechten zu, es ist sich bewusst, Allahs stets zu gedenken (Dhikr) und es ist mit Ihm zufrieden.</p>
<p>• Nafs Mardija: Der Mensch, der sich in diesem Maqam befindet, hat sich mit seinem gesamten Wesen Allah ergeben, weshalb Er mit ihm zufrieden ist.</p>
<p>• Nafs Kamila: Diese Nafs hat sich von allem Üblen befreit und geistige Reife erreicht. Alle Eigenschaften der entsprechenden Person sind schön und ihre Handlungen werden als Akte der Anbetung (‘Ibada) angesehen.</p>
<p>Die beste Beschreibung der Nafs und ihrer Wirkungsweise offenbarte Allah dem Propheten Jusuf. Im Qur’an findet sich dazu: „Doch ich will mich nicht selber reinwaschen. Seht, der Mensch ist zum Schlechten geneigt, es sei denn, dass mein Herr Sich seiner erbarmt. Mein Herr ist fürwahr verzeihend und barmherzig.“ (Jusuf, 53)</p>
<p>Gleichzeitig findet sich im Qur’an der Hinweis, dass die Nafs, wie die anderen Glieder des Menschen, erzogen werden kann. Dies ist einer der Beweise für die Möglichkeit der menschlichen Situation: „Wohl ergeht es dem, der sie läutert. Und verloren geht der, der sie verdirbt.“ (Asch-Schams, 9-10).</p>
<p>Ohne Zweifel ist der Gesandte Allahs und sein lebendiges Vorbild demnach der Anfang jeder Selbsterziehung und Reinigung der Nafs. Der Anfang jedes spirituellen Aufstiegs liegt allerdings - anders, als es die zeitgenössische Esoterik glauben machen will - zuerst in der Annahme und im Festhalten an der religiösen Praxis. Der inneren Reinigung geht immer die äußere voraus. Maulana Rumi wird sinngemäß zitiert, dass man nicht über den Duft der Rose philosophieren könne, wenn man in einem Misthaufen steht. Es gibt eine Vielzahl an qur’anischen Versen und prophetischen Aussagen, die uns daher in diesem Zusammenhang nahelegen, an den Akten der Anbetung festzuhalten, uns dem Erlaubten zuzuneigen, achtsam gegenüber dem Verbotenen zu sein, uns an Allah zu erinnern (die Handlung des Dhikr) und dem Nützlichen viel Platz in unserem Alltag einzuräumen. (SW)</p>
<p>Quellen: Unter Verwendung einer Khutba auf www.igmg.de</p>
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