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	<title>krimigenre &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/krimigenre/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "krimigenre"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:53:24 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Ultimative Informationen zum australischen Krimi]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=869</link>
<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 07:12:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zum australischen Krimi dürften den meisten von uns eher wenig einfallen, vielleicht Garry Disher, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zum australischen Krimi dürften den meisten von uns eher wenig einfallen, vielleicht <em>Garry Disher</em>, der zweifache Gewinner des DKP oder <em>Peter Temple</em>, der Gewinner des Duncan Lawrie DaggerS oder vielleicht noch <em>Michael Robotham</em> oder ... viel mehr dürfte es nicht sein. Deshalb ist es sehr schön, dass gleich zweimal das Fühlhorn australischer Krimis über uns ausgeschüttet wird.</p>
<p><a href="http://paradise-mysteries.blogspot.com/2008/07/carnival-of-criminal-minds-no-18.html">Seriously addicted Kerrie</a> richtet den neuesten Crime Fiction Carneval aus und berichtet von Autoren antipodischer Provenience.</p>
<p>Da ist erst einmal eine Liste von Büchern mit besonderer Empfehlung von Kerrie, von Autoren mit bekannteren Namen wie <em>Brian Kavanagh</em> oder eben den oben genannten Namen und weniger bekannte Namen wie <em>Adrian Hyland, Marshall Browne</em> oder <em>Angela Savage</em>.</p>
<p>Dann sind da alle wichtigen Informationen zu den <em>Ned Kelly Awards</em>, den australischen Krimipreisen, zum Beispiel über <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ned_Kelly">Ned Kelly</a> selber, der kompletten Long List des Jahres 2008 (die noch durch eine Short List ersetzt wird) und den <a href="http://nedkellyawards.com/winner.html">Gewinnern der letzten Jahre</a> - u.A. viermal <em>Peter Temple</em>.</p>
<p>Und zum Schluss eine umfangreiche Liste von Links zu Autorenseiten und anderen  wichtigen Bloggern von Downunder.</p>
<p>Und für alle, die über die aktuellen Neuerscheinungen auf dem australischen Markt Bescheid wissen möchten, gibt es den <a href="http://www.austcrimefiction.org/files/genre-flash2.pdf">Genre Flash 2</a>, in dem nicht nur über Krimis, sondern auch über andere Genre wie SciFi und Horror informiert wird - dieser Link ist ein pdf und deshalb <a href="http://giorgione.twoday.net/">Georg</a> gewidmet.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wahrheit und fast: What the Dead Know von Laura Lippman]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=805</link>
<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 04:52:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Jedes Jahr im Januar wenn die Bekanntgabe der Kandidaten für den Edgar Award erfolgt, vernimmt man]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/06/what-the-dead-know.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-806" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/06/what-the-dead-know.jpg?w=184" alt="" hspace="30" vspace="30" width="130" height="200" /></a><br />
Jedes Jahr im Januar wenn die Bekanntgabe der Kandidaten für den Edgar Award erfolgt, vernimmt man die Klage derjenigen, die wieder einmal das zu der Zeit aktuelle Buch <em>Laura Lippmans</em> auf der Liste der nominierten Bücher vermissen. Dieses Jahr war es nicht anders, das Heer der Fordernden war sogar laut wie nie, <em>What the Dead Know</em> müsse der „Abräumer“ des Jahres werden, war da zu lesen. Eine Vorhersage, die, auch wenn das Buch nicht für den Edgar nominiert war, durchaus noch eintreffen kann, denn das Buch ist tatsächlich für alle noch offenen großen Preise, einschließlich des britischen <em>Dagger Awards</em> nominiert.</p>
<p>In schöner Regelmäßigkeit wechselt <em>Lippman</em> zwischen ihre Serie um <em>Tess Monaghan</em> und Einzelbüchern, in deren Zentrum üblicherweise pubertierende Mädchen und adoleszente Frauen stehen. <em>What the Dead Know</em> ist wieder ein Einzelbuch, sogar ein besonderes, greift es doch scheinbar ein in Baltimore stadtbekanntes Geschehen auf.</p>
<p>1975: zwei Schwestern 11 und 15 Jahre, verschwinden in einer Einkaufpassage und tauchen nie wieder auf. 30 Jahre später, nach einem Verkehrsunfall behauptet eine Frau die jüngere der beiden Schwestern zu sein. Es könnte wahr sein, muss aber nicht, sie scheint die damalige Geschichte gut zu kennen, aber irgendwie sind die Polizisten nicht ganz überzeugt.</p>
<p>Die Geschichte wird über Raum und Zeit erzählt. Eine Vielzahl von Perspektivwechseln prägen diese Erzählung. Aus der Sicht der beiden Mädchen wird der Nachmittag ihres Verschwindens rekonstruiert, der damals zuständige Polizist, der Polizist der in der Gegenwart den Fall aufklären soll, die Sozialarbeiterin usw, alle erzählen ihre Sicht der Dinge. Den Eltern folgen wir durch die Zeit, und sehen was die Erlebnisse aus ihnen macht.</p>
<p>Manchmal, wie das im Leben so ist, passen die verschiedenen Sichtweise nicht zusammen, doch in aller Regel ergänzen sie sich und es bildet ein immer dichter werdendes Netz an Eindrücken und Wahrnehmungen. Die Geschichte ist auch und immer spannend, ohne das viel passierte. Kaum eine Actionszene, kaum verdichtete Dramatik findet sich und doch: Der ganz große Spannungsbogen tut sich hier auf. Unter all den Darstellungen simmert immer die Frage, ob denn die Geschichte, die die Frau erzählt, wahr ist oder ob sie nur eine schnöde Lügnerin ist. Irgendwie, so denkt der Leser, müssen doch diese vielen Eindrücke die da angehäuft werden, zusammengefügt werden können und auf ein großes Ganzes verweisen.</p>
<p><em>Lippman</em> schreibt so wundervoll unprätentiös. Dass man fast übersehen könnte, wie viele kluge Beobachtungen und Anspielungen sie in den Text einbringt und die Personen, das sind wir bei Lippman gewöhnt, stehen plastisch im Raum. Am Ende bleibt die Feststellung, dass das ganze Gespinst trägt und Lippman die ganze Zeit aufrecht und richtig die Fakten unter unsere Nase gehalten hatte.</p>
<p>Es gibt da kein Vertun: <em>Lippman</em> ist derzeit in den Staaten die Referenzautoren, die, ohne mit den Füßen aufzustampfen und zu sagen „Ich bin so literarisch“ genau dieses ist. Auch diejenigen, die nach Botschaften in Büchern suchen, werden hier mit Leichtigkeit fündig. Diesem Buch wäre auch eine umfangreiche Leserschaft in Deutschland zu wünschen, in den USA hat es <em>Lippman</em> das erste Mal in den „Olymp“ der NYT-Bestsellerliste geführt.</p>
<p>Tatsächlich sind 1975 in Baltimore zwei Schwestern verschwunden und noch immer weiß man nicht, wo sie abgeblieben sind, aber wie <em>Lippman</em> im Nachwort betont, ist dieses schon fast die einzige Übereinstimmung zwischen Realität und Imagination.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Innere Verbindungen: Serientitel]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=704</link>
<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 05:07:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Im Beitrag letzten Montag über Serien, die immer wieder den gleichen Helden präsentieren, hatte ic]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Im Beitrag letzten Montag über <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/06/23/serien-und-der-grose-innere-zusammenhalt/">Serien</a>, die immer wieder den gleichen Helden präsentieren, hatte ich einen Aspekt außen vorgelassen, der für die literarische Wahrnehmung zwar unwichtig ist, der aber dennoch eine große Rolle spielt. Serien sind eine Art Marke, zumindest wenn die Serie erfolgreich läuft. Dem hat sich auch die Präsentation des Buches, also die grafische Gestaltung und der Buchtitel unterzuordnen. Alles setzt auf ein rasches Erkennen. The Telegraph  hatte passend dazu <a href="http://www.telegraph.co.uk/arts/main.jhtml?xml=/arts/2008/06/01/bolists101.xml">einen Beitrag</a> über Buchtitel.</p>
<p>"Signature Title" nennt <em>John Sutherland</em> das und behauptet, dass diese außerhalb des Genres kaum anzutreffen seien. Schon <em>Erle Stanley Gardner</em> hatte die Bücher seiner Perry Mason Serie "The Case of ... " bezeichnet. Ein anderes Beispiel seien die <em>Easy Rawlings</em>-Bücher von <em>Walter Mosley</em>, die da <em>Devil in a Blue Dress, A Red Death, White Butterfly, Black Betty, A Little Yellow Dog </em>usw lauten.</p>
<blockquote><p>Easy to see the signature theme. But why the palette-play? Because Easy Rawlins is the genre's most famous African American PI, and Mosley's the genre's pre-eminent author of colour. QED</p></blockquote>
<p>Tatsächlich hat <em>Mosley</em> die Idee von <em>John D. MacDonald</em>, die Titel der <em>Travis McGee</em> Bücher waren genau nach dem gleichen Muster aufgebaut.</p>
<p>Interessant ist da natürlich die Frage ob die Übersetzung solche Signaturen wahrt. Bei <a href="http://www.krimi-couch.de/krimis/john-d-macdonald.html">John D. MacDonald</a> ist das der Fall, bei <a href="http://www.krimi-couch.de/krimis/walter-mosley.html">Walter Mosley</a> nicht durchgängig. Manchmal wie bei <a href="http://www.krimi-couch.de/krimis/stieg-larsson.html">Stieg Larsson</a> entsteht in der Übersetzung erst ein alliteratives Titeltrio.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Besten im Juli]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=786</link>
<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 10:42:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Bei -&gt; Arte gibt es (demnächst) die Krimiwelt-Bestenliste des Monats Juli 2008:
1. Matti Rönkä]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <a href="http://www.arte.tv/krimiwelt">-&#62; Arte</a> gibt es (demnächst) die Krimiwelt-Bestenliste des Monats Juli 2008:</p>
<p><strong>1</strong><span class="ArticleTexte"><strong>. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Matti Rönkä: <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/06/17/eiskalte-verbrecher-bruderland-von-matti-ronka/">Bruderland</a></strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>2. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Allan Guthrie: <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2006/11/allan-guthrie-kiss-her-goodbye.php">Abschied ohne Küsse</a></strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>3. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Magdalen Nabb: Vita Nuova</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong> </strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>4. Jenny Siler</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: Portugiesische Eröffnung<br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>5. Colin Cotterill</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: Dr. Siri und seine Toten<br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>6. John Harvey</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: Schlaf nicht zu lange<br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>7. Matt Beynon Rees</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/06/10/getrieben-vom-guten-willen-the-collaborator-of-bethlehem-von-matt-beynon-rees/">Der Verräter von Bethlehem</a><br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>8. Stuart McBride</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: Der erste Tropfen Blut</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>9. Michael Chabon</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/03/michael-chabon-the-yiddish-policemens-union.php">Die Vereinigung jiddischer Polizisten</a><br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>9. Rex Miller: Fettsack</strong></span></p>
<p>Tobias Gohlis <a href="http://blogs.arte.tv/Krimitagebuch/frontUser.do;jsessionid=4F7332121D70913754AE22ACF1178769?method=getPost&#38;postId=42691&#38;blogName=Krimitagebuch">scheint</a> auf die aktuelle Liste recht stolz zu sein und in der Tat sind einige gelungene Überraschungen zu verzeichnen.</p>
<p>Neun der gelisteten Autoren sind englischsprachig. Zu den "bad boys" <em>McBride</em> und <em>Guthrie</em> hat sich <em>Rex Millers Fettsack</em> (engl. <em>Slob</em>) gesellt. Eine andere Klientel bedient <em>Michael Chabon</em>, dessen Buch "<em>Die Vereinigung jiddischer Polizisten</em>" hatte ich schon letzten Monat erwartet. Es hat den <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/05/07/auch-michael-chabon-kann-gewinnen/">Nebula Award</a> (Fantasy und Science Fiction) gewonnen. <em>Colin Cotterill</em>s Serie um Dr. Siri spielt in Laos, <em>Dr. Siri und seine Toten</em> (engl. <em>The Coroner's Lunch</em>) ist sein Erstling aus dem Jahr 2004 und dieses Jahr für den <em>Duncan Lawrie Dagger </em>nominiert. <em>Cotterill</em> selber ist Brite und Australier und arbeitet auch als Zeichner.</p>
<p>Bei dem raschen Turnover sind <em>Nabb, Guthrie</em> und <em>Rönkä</em> nun schon fast alte Bekannte. <em>Jenny Siler</em> wird im eigenen Lande nicht so recht wahrgenommen, sie klagte auch schon darüber, dass Leser von ihr als Frau etwas anders erwarten würden und so ist dann ihr jüngstes Buch auch unter einem "männlichen" Pseudonym erschienen.</p>
<p>Fünf der zehn Bücher sind Tb-Ausgaben. Kein Buch ist von einem deutschen Autoren, zwei Bücher sind von Frauen geschrieben.</p>
<p>bernd</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Dirty Martini vom J.A. Konrath]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=722</link>
<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 04:54:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=722</guid>
<description><![CDATA[Ab und zu, des Ausgleichs wegen, überkommt es mich und ich lese ein Humorkrimi, ein Buch also das e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/06/dirty-martini.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-745" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/06/dirty-martini.jpg?w=198" alt="" width="132" height="200" vspace="30" hspace="30" /></a>Ab und zu, des Ausgleichs wegen, überkommt es mich und ich lese ein Humorkrimi, ein Buch also das eher nur lose dem Genre verpflichtet ist und häufig dieses als Vorwand verwendet um witzig zu sein. Häufig bin ich enttäuscht: Diese Bücher sind höchstens vordergründig spannend, suhlen sich im Blut der Leichen und treten wenig subtil auf. Eine Ausnahme ist sicher <em>Christopher Brookmyre</em>, eine zweite kann <em>Carl Hiaasen</em> sein und eine dritte Ausnahme ist möglicherweise <em>J.A. Konrath</em>; dessen Buch <em>Dirty Martini</em> illustriert recht schön seine Vorgehensweise.</p>
<p>Man nehme überdrehte Beschreibungen, voll mit witzigen überbordernden Darstellungen, die ein wenig an genannten <em>Hiaasen </em>erinnern, mit Personen, die nicht unbedingt plastisch aber plakativ dargestellt sind und sich zur Illustration von Sachverhalten unseres Lebens eignen. Man spanne diese Darstellung um einen knackigen Thrillerplot, der vor Spannung nur so knistert.</p>
<p><em>Konrath</em> schafft tatsächlich etwas was in diesem Subgenre selten ist: <em>Dirty Martini</em> ist spannend, ausgesprochen spannend sogar.</p>
<p>Das liegt gar nicht so sehr an der Handlung, die, wie bei Thrillern so üblich, einer gewissen Zwangsläufigkeit folgt, sondern an den kleinen einzelnen Szenen und das was <em>Konrath</em> aus ihnen macht. Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt. Ein Killer ist unterwegs, erst macht er sich mit Botulinustoxin auf und vergiftet Nahrungsmittel. Es dauert Tage bis die Polizei versteht was da passiert und als sie es begreift, trifft auch schon das Schreiben des Killers ein, in dem er von der Stadt Chicago 2 Millionen Dollar fordert.</p>
<p>Der Mann baut das geschickt auf, die nächste Giftwelle rast über die Stadt, nun werden diverse Pflanzengifte eingesetzt. Leiterin der Sonderkommision ist <em>Jack Daniels</em>, Leutnant bei der Polizei und aufgrund ihrer früheren Erfolge bei schlagzeilenträchtigen Fällen ausgewählt worden. Für den Killer ist das eine 	Herausforderung und es entwickelt sich ein Zweikampf zwischen den beiden Protagonisten.</p>
<p>Um die Geschichte am Laufen zu halten (und sie läuft mit hohem Tempo), wechselt <em>Konrath</em> häufig die Perspektive und so witzig die zum Teil unbeholfenen Personen um Jack sind und ihr Leben mit den üblichen Schwierigkeiten gespickt ist, so 	humorlos und trocken sind die Darstellungen aus der Sicht des Killers. Schluss ist mit dem Humor natürlich auch, und deshalb funktioniert das Buch auch so gut, wenn ausgewählte Spezialeinsätze dargestellt werden.</p>
<p><em>Dirty Martini</em> ist ein ordentlich recherchierter Thriller, der spannend ist und sich doch nicht ganz ernst nimmt und deshalb auch für Leser geeignet, die auf Weltuntergangsszenarien üblicherweise genervt reagieren.</p>
<p>Konraths Homepage findet sich <a href="http://www.jakonrath.com/index.html">-&#62; hier</a>.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nero Award 2008 - die Nominierten]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=700</link>
<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 14:13:33 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Das Wolfe Pack, eine Gruppierung die sich mit Rex Stouts Bücher beschäftigt (gibt schlimmeres, sie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.nerowolfe.org/htm/aboutus/aboutus.htm">Wolfe Pack</a>, eine Gruppierung die sich mit <em>Rex Stouts</em> Bücher beschäftigt (gibt schlimmeres, <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/11/fragebogen/">siehe Punkt 11</a>), vergibt einmal im Jahr den <em>Nero Award</em> “for literary excellence in the mystery genre.”. Dieses Jahr sind folgende Bücher nominiert.</p>
<p>• <em>Glass Houses</em>, von <strong>Jane Haddam</strong><br />
• <em>The Burnt House</em>, von <strong>Faye Kellerman</strong><br />
• <em>In This Rain</em>, von <strong>S.J. Rozan</strong><br />
• <em>Anatomy of Fear</em>, von <strong>Jonathan Santlofer</strong><br />
• <em>In Secret Service</em>, von <strong>Mitch Silver</strong></p>
<p>Das ist das erste Mal dieses Jahr, dass ich <em>In This Rain</em> von S.J. Rozan erwähnt finde, ein Buch das ich folglich gar nicht einkaufen mag (der Vorgänger, <em>Absent Friend</em> war eine Katastophe; das einzige Buch in den letzten fünf Jahren, das ich nicht zu Ende gelesen habe).</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Splitter]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=680</link>
<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 05:02:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Eingeführt wurde die Möglichkeit, dass Buchgeschäfte nicht verkaufte Bücher wieder an die Verla]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Eingeführt wurde die Möglichkeit, dass Buchgeschäfte nicht verkaufte Bücher wieder an die Verlage zurückgeben können, während der Rezession. Was eins dazu diente, Anreize für die Geschäfte zu schaffen, möglichste viele Bücher anbieten, droht heutzutage missbräuchlich von den Giganten des Buchhandels verwendet zu werden.</li>
<p><a href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=91461568">npr</a> berichtet vom Lagern der Bücher und dem Versand zu den Buchgeschäften und zurück (manchmal durchlaufen Bücher diesen Zyklus mehr als einmal). Der Leiter eines der Lagerhäuser sagt, dass circa 25% der Bücher die 'rausgehen wieder zurückkommen, nicht jedes dieser Bücher ist in einem guten Zustand, manches wird sofort vernichtet.</p>
<p>Einerseits haben die Verlage die Sorge, dass ohne diese Praxis Händler und Leser konservativer kaufen würden, andererseits beschädigen die Benzinpreise die Renditen und, so scheint es, die Ersten (auf Seiten von Händlern und Verlagen) denken über eine Änderung nach. Die Folge ? Möglicherweise weniger publizierte Autoren, schlechte Nachrichten also für "midlist"  Autoren.</ul>
<ul>
<li>"<em>Richard and Judy book club</em>" ist im Fernsehen in UK eine Institution, Bücher (10 pro Jahr) die dort besprochen werden, verkaufen sich wie warme Semmeln. <a href="http://blog.susan-hill.com/blog/_archives/2008/6/16/3747192.html">Susan Hill</a> analysiert die Bedeutung dieses Buchclubs und die Folgen für einen Autor, wenn ein Buch von ihm dort gelistet war.</li>
<p>Anfangs hatten Agenten für neue Bücher gelisteter Autoren  einen größeren Vorschuss vom Verlag verlangt und diesen erhalten, da auch die Verlage davon ausgingen, dass die Bücher des Autors sich besser verkaufen. Pustekuchen, das Ehepaar Richard und Judy hat sich nämlich vorgenommen, einen Autor nur einmal zu listen. Und die Leser kaufen die gelisteten Bücher, weil sie gelistet sind, der Autor interessiert nicht, andere Bücher der Autoren ziehen keinen Nutzen.</p>
<p>Ganz anders sei das Verhalten bei Lesern die treu dem Autor folgen (im Krimimilieu häufiger). Diese interessieren die einzelnen Bücher nicht, einen (oder zwei) Fehltritt(e) verzeihen sie sowieso, Hauptsache es ist ein Buch ihres Autors.</ul>
<ul>
<li>Sie sind populär und finden zunehmend Verbreitung. Ultrakurze Kurzgeschichten der Kategorie "<em>Flash Fiction</em>", mit max 750 Wörtern. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, für den hat <a href="http://pattinase.blogspot.com/2008/06/shifting-gears.html">Patti Abbott</a> (die Mutter von <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/04/17/kurzrezension-queenpin-von-abbott/">Megan Abbott</a>), die selber schon Preise mit ihren kurzen Geschichten gewonnen hat, einen Contest über das Thema "Der Anstieg der Benzinpreise und der Wandel der Träume/Pläne" ausgerufen. Und einige Autoren sind ihr gefolgt, zum Beispiel <a href="http://johnmcfetridge.blogspot.com/2008/06/shifting-gears.html">John McFetridge</a>, <a href="http://sandrascoppettone.blogspot.com/2008/06/flash-fiction.html">Sandra Scoppettone</a> oder <a href="http://geraldso.blogspot.com/2008/06/shifting-gears-flash-fiction-event.html">Gerald So</a>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Eine sehr schöne Besprechung zu <em>Duane Swierczynskis</em> Buch <em>Severance Package</em> (deutsch: <em>Duane Louis</em>' <em>Letzte Order</em>) hat <a href="http://leegoldberg.typepad.com/a_writers_life/2008/06/read-the-movie.html#comments">Lee Goldberg</a> geschrieben. Ihm hat das Buch nämlich nicht gefallen. Rambazamba ohne Ende, aber keine Substanz. Eine Einschätzung, die ich aufgrund früherer Bücher <em>Swierczynskis </em> für plausibel halte. Eine Einschätzung, die aber nicht populär ist. <em>Goldberg</em> mildert sein Urteil durch die Aussage, dass  er <em>Swierczynski</em> für außergewöhnlich begabt halte und sein Talent mit solchen Büchern verschleudere.</li>
</ul>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Dieb und die Hunde von Nagib Machfus]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=686</link>
<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 05:00:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=686</guid>
<description><![CDATA[Als Thomas Wörtche, der einstige Herausgeber von metro beim Union-Verlag, die den deutschen Krimile]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/06/dieb-und-hund.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-697" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/06/dieb-und-hund.jpg?w=187" alt="" hspace="30" vspace="30" width="130" height="200" /></a>Als <em>Thomas Wörtche</em>, der einstige Herausgeber von metro beim Union-Verlag, die den deutschen Krimileser mit ganz neuen Einsichten in fremde Länder und Kulturen vertraut machte, die Abende noch unter der Decke mit <em>Tom Sawyer und Huckleberry Finn</em> verbrachte und sich wohl in fremde Welten flüchtete, erschien im fernen Ägypten ein Buch des damals mehr als 20 Jahre veröffentlichenden, schon erfolgreichen und im eigenen Lande umstrittenen <em>Nagib Machfus</em> - kein Wunder also, dass einige der Bücher Machfus <a href="http://www.unionsverlag.com/info/searchresult.asp?text=Machfus&#38;GoSearch=Suche">bei Union</a> erscheinen.</p>
<p>Auf dieses Buch, <em>Der Dieb und die Hunde</em> bin ich durch <a href="http://crimealwayspays.blogspot.com/2008/04/mi-casa-su-casa-adrian-mckinty.html">Adrian McKinty</a> aufmerksam geworden und so gesehen, müsste man dessen Rezension wenig hinzufügen. <em>Mckinty</em> hebt hervor, dass man als Leser mit diesem Buch mehr authentisches Ägypten und mehr echte arabische Welt bekommt als sonst üblich.</p>
<p>Zweifelsohne ist <em>Machfus</em> so etwas wie der Kairoer Stadtliterat, der uns hier eine Welt präsentiert, wie sie uns üblicherweise vorenthalten wird.  <em>Said Muhran</em> ist frisch aus dem Gefängnis gekommen und sinnt auf Rache. Seine Frau hatte ihn verraten, sein ihn Freund hintergangen und sein einstiges Idol die gemeinsamen Ideale aufgegeben. Einige wenige Vertraute sind ihm noch geblieben und so findet er Unterschlupf bei Nur, der Hure, die, so scheint es, schon immer in ihn verliebt war und bei einem Sufi Meister, der versucht ihn mit Sinnsprüchen auf den Pfad der Tugend zu halten.</p>
<p><em>Der Dieb und die Hunde</em> ist nicht nur ein Buch über Nutten und Gauner, Schmutz und Unrat in Kairo, sondern auch ein Buch über die Vereinnahmung der Intelligenzia  durch das Establishment (in diesen/solchen Ländern) und über die Sinnlosigkeit des bewaffneten Kampf, der doch nur die Unschuldigen trifft.</p>
<p>Was mich an dem Buch jedoch am meisten beeindruckt, ist seine Qualität als Noir. Said wird von genau dem Strudel abwärts gezogen, der diese Gattung auszeichnet. Er kämpft gegen die Übermacht und das Unvermeidliche, mag aber das, was er für wahr und richtig erkannt zu haben meint, nicht aufgeben. Erzählt wird die Geschichte in Sätzen, die gelegentlich üppig ausfallen und einen dann an die wuchtige Geschmacksvielfalt orientalischer Speisen erinnert.</p>
<p>Nebenbei gesagt, ist <em>Machfus</em> der einzige Autor von Kriminalromanen (zugegeben, so viele hat er in seinem umfangreichen Werk nicht vorzuweisen), der den Nobelpreis bekommen hat.</p>
<p>Übersetzt von Doris Erpenbeck, C.H. Beck Verlag (gibt es antiquarisch auch bei Union)</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wer "darf" und wer will nicht rezensieren ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=688</link>
<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 04:56:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=688</guid>
<description><![CDATA[ Lonnie Cruse macht sich Gedanken über Rezensionen. Die Vorstellungen darüber wer denn Rezensionen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span class="post-author vcard"> <span class="fn"><em>Lonnie Cruse</em> macht sich <a href="http://poesdeadlydaughters.blogspot.com/2008/06/reviews-good-bad-and-downright-ugly.html">Gedanken</a> über Rezensionen. Die Vorstellungen darüber wer denn Rezensionen schreiben solle, reiche von "</span></span>nur Autoren", weil nur sie wüssten wie ein Text aufgebaut sei und wo seine schreibtechnischen Schwächen seien (<em>Tess Gerritsen</em> ist eine bekannte Vertreterin dieser Richtung) , bis zu "nur Leser", weil nur sie wüssten, was Leser bewegt.</p>
<p>Das eine wie das andere ist natürlich zweifelhaft, schon alleine weil unabhängig davon welcher Teilmenge ich angehöre, meine Präferenzen entscheidend sind und zwar nicht nur die Subgenres sondern auch Sprachstile betreffend.</p>
<p><span class="post-author vcard"><span class="fn"><em>Lonnie Cruse</em> hebt hervor, dass sie (wie viele Autorin) schon immer eine eifrige Leserin war, ihre Wahrnehmung hat sich jedoch verändert: </span></span>"<em>Once you learn the, ahem, "Rules of Writing" it is VERY difficult to read a book by another author and not find things that most readers would simply overlook in the enjoyment of the story. Repeat words, weed words (as Darlene posted about recently) shifting POV's, LY words, ING words, you name it and there is most likely a rule against it</em>"</p>
<p><span class="post-author vcard"><span class="fn">Als sie noch kein Buch veröffentlicht hatte, sparte sie auch nicht mit Rezensionen, jetzt jedoch täte sie sich ausgesprochen schwer negative Kritiken zu schreiben, denn sie könne ja niemals wissen, wann sie auf einer Konferenz einen, von ihr abgewatschten  Kollegen treffe. Aber sie liest Rezensionen sehr gerne und das auch mit der Erwartung vor unpassenden Büchern bewart zu werden und so also Zeit und Geld zu sparen.<br />
</span></span></p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Splitter]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=674</link>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 05:00:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=674</guid>
<description><![CDATA[
Die Polizei in UK geht Wege, die selbst Ronald Barnabas Schill in Hamburg wohl nicht beschritten h]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Die Polizei in UK geht Wege, die selbst <em>Ronald Barnabas Schill</em> in Hamburg wohl nicht beschritten hätte. Bei <a href="http://eurocrime.blogspot.com/2008/06/peter-james-sponsors-police-car.html">Eurocrime </a>zeigen sie einen neuen Streifenwagen, das besondere an dem Wagen ... er wird gesponsert und zwar von Krimiautor <a href="http://www.peterjames.com/">Peter</a> <a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=11601">James</a> und dessen Verleger <em><span style="font-family:verdana;">Pan Macmillan</span></em> und weil er gesponsert ist, kann man den Namen des Sponsoren auch auf den Wagen lesen.<br />
<img src="http://bp0.blogger.com/_J18zCOm3i1c/SE41zIDY2LI/AAAAAAAAAZM/HeCVdiarYJ0/s320/PJamescar.jpg" alt="" width="320" height="195" /></li>
</ul>
<ul>
<li><em>Ian Fleming</em>, der Autor der <em>James Bond</em> Bücher (durchaus lesbare Teile nebenbei gesagt) hatte ja nun letzthin <a href="http://therapsheet.blogspot.com/2008/05/bang-bang-bang-kiss-kiss.html">seinen 100. Geburtstag</a>. Ein derartiges Ereignis weckt natürlich auch das Bedürfnis, wirtschaftlich am guten Namen des Autoren zu partizipieren. <em>Sebastian Faulks</em> schrieb deshalb ein neues <em>James Bond</em> Buch mit dem Titel <em>Devil may Care</em> in Stile <em>Ian Flemings</em>. Alleine, so findet <a href="http://leegoldberg.typepad.com/a_writers_life/2008/06/devil-may-care.html#comments">Lee Goldberg</a>, es ist eben nicht im Stile <em>Flemings</em>, sondern "<em>He's writing as Richard Maibaum, the Bond screenwriter, only not as well. This feels like a limp effort to rip-off GOLDFINGER...the movie, not the book...and it fails on just about every level.</em>", klingt nicht so als müsste ich <em>Goldbergs </em>Urteil überprüfen. Dennoch, wer mag findet <a href="http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/books/book_extracts/article3963143.ece?token=null&#38;offset=12">-&#62; hier</a> und <a href="http://entertainment.timesonline.co.uk/tol/arts_and_entertainment/books/book_extracts/article3993640.ece">-&#62; hier</a> und <a href="http://www.vanityfair.com/culture/features/2008/07/bond_excerpt200807">-&#62; hier</a> Auszüge.</li>
</ul>
<ul>
<li>Bei murderati entspannte sich eine interessante Diskussion an dem Beitrag <a href="http://murderati.typepad.com/murderati/2008/06/do-publishers-m.html#comments">Do publisher matter ?</a> Also über die Frage ob Leser bei gewissen Verlagshäusern eine höhere Qualität erwarten als bei anderen. Denn wenn nicht, wo ist dann der Sinn in der Abgrenzung zum Selbstpublishing ? Tatsächlich ist die Qualität der selbstpublizierten Bücher bisher durchschnittlich und statistisch gesehen schlechter, aber es gibt ja kein prinzipiellen  Grund daran zu zweifeln, dass mit zunehmender Zahl solcher Bücher, sich nicht auch freiberufliche Editoren etablieren werden, die ein gewisses Mindestqualitätsniveau herstellen. Und der <a href="http://giorgione.twoday.net/">ein</a> oder <a href="http://www.hinternet.de/weblog/">andere</a> hat sich ja in der Vergangenheit auch schon bitterlich über die mitunter unzureichende Qualität so manchen Buches beschwert, welches in professionellen Verlagen erschien ist.</li>
</ul>
<ul>
<li>"<em>His writing is spare to the point of anorexia.  Flourishes, such as there are, come delivered with a dryness that withers the lips.  Tossed off with no more care or polish than an empty beer bottle would garner.</em>"  schreibt <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2006/08/charlie-huston-six-bad-things.php">Charlie Huston</a> <a href="http://pulpnoir.com/?p=414">über</a> <em>Charles Bukowski</em>. Und den eifrigen Leser warnt er: "<em>This fucker is fucking dead, man.  He ain’t writing no more.</em>", mit anderen Worten, mit jedem Buch das man von Bukowski liest, gibt es eines weniger, dass noch zu lesen bleibt, aber: "<em>Make sure you read them all before you walk in front of a car one day.</em>". Mit Dank an <a href="http://secretdead.blogspot.com/2008/06/charlie-on-charles.html">Duane Swierczinski</a>.</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://charliewilliams.blogspot.com/2008/06/platform-games.html">Charlie Williams</a> ist nicht zufrieden mit dem Verlauf seiner Karriere, zwar wäre er für die beiden ersten Bücher mit einem guten Vorschuss versehen worden, die Verkaufszahlen haben dem jedoch nicht entsprochen. Aber man kommt ja nicht los vom Schreiben.</li>
</ul>
<blockquote><p>Writing is a bitch, no matter what the platform.</p>
<p>But still we pursue her, running after her with flowers and fine perfumes and rhyming couplets. Because she's captivating and beautiful. And we're tough motherfuckers. Or saps.</p></blockquote>
<p>Eigentlich ein schönes Schlusswort zum Wochenende.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine kleine nette Geschichte erzählt Kevin Wignall]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=677</link>
<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 05:47:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Kevin Wignall dessen Buch Wo is Conrad Hirst ? für den Edgar nominiert war, erzählt von seinem zwe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kevin Wignall</em> dessen Buch <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/04/03/kurzrezension-who-is-conrad-hirst-von-kevin-wignall/"><em>Wo is Conrad Hirst ?</em></a> für den Edgar nominiert war, erzählt von seinem zweiten Buch, <a href="http://www.contemporary-nomad.com/?p=719">Among the Dead</a>, das 2001 erschien und wohl eigenwillig endet. Vom Verlag in UK wurde das Buch damals eher lustlos vertrieben und in den USA war es gar nicht erst publiziert. Leser zeigen anscheinend auch eine sehr gemischte Reaktion, einigen aber gefällt es.</p>
<p>Seit 2004 ist das Buch vom Verlag nicht mehr verfügbar und seit 2006 ruhen die Rechte wieder bei <em>Wignall</em>. Dennoch war das Buch damals und ist es seit einer geraumen Zeit bei Amazon.Uk direkt verfügbar. <em>Wignall</em> wundert sich natürlich, wo das Buch herkommt, ärgert sich ein wenig keinen Autorenanteil zu bekommen und freut sich, dass es offensichtlich auch gekauft wird, denn es belegt einen Amazonverkaufsrang von 12.000.</p>
<p>Es sieht fast so aus, als wenn Amazon irgendwo das Buch lagert. Auch in Deutschland, allerdings nur über den "Amazon Marketplace" ist das Buch <a href="http://www.amazon.de/Among-Dead-Kevin-Wignall/dp/0340793686/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#38;s=books-intl-de&#38;qid=1213248385&#38;sr=8-1">verfügbar</a>.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ist das nicht eine seltsame Formulierung ?]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=676</link>
<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 05:42:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Auf der bloßen Haut kristallisierten sich die Wassertropfen zu Eis.
(Bruderland von Matti Rönkä, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Auf der bloßen Haut kristallisierten sich die Wassertropfen zu Eis.</p></blockquote>
<p>(<em>Bruderland</em> von <em>Matti Rönkä</em>, in der Übersetzung von <em>Gabriele Schrey-Vasara</em>, grafit 2008 )</p>
<p>Natürlich bildet gefrorenes Wasser eine kristalline Struktur, aber der Satz klingt in meinen Ohren ungeschickt. Physikalisch gesehen, ist der Eiskristall nur eine Folge der Temperatur (bei Salzkristallen ist das anders). Es gefriert der Wassertropfen und es bildet dabei ein Kristall.</p>
<p>Aber vor allem. Wenn man "Kristallisieren" als Metapher verwendet, schreibt man gerne "<em>kristallisiert sich</em>", bei der Bildung eines physikalischen Kristalls scheint mir das "sich" nicht gebräuchlich, da kristallisiert etwas.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Getrieben vom guten Willen: The Collaborator of Bethlehem von Matt Beynon Rees]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=671</link>
<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 04:52:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[(Deutsch der Verräter von Bethlehem)
Man kann das Buch auf zweierlei Arten und Weisen lesen:
Ein Ak]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>(Deutsch der Verräter von Bethlehem)</p>
<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/06/collaborator.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-672" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/06/collaborator.jpg?w=200" alt="" hspace="30" vspace="30" width="130" height="200" /></a>Man kann das Buch auf zweierlei Arten und Weisen lesen:</p>
<p>Ein Aktivist des bewaffneten Widerstands der Palästinenser wird im Hinterhalt, auf dem Weg zu seiner Frau erschossen und sehr schnell wird ein christlicher Araber als Kollaborateur und Helfer der Israelis, die die Tat begangen haben sollen, verhaftet. <em>Omar Yussuf</em>, sein alter Lehrer, ein Muslim, mag's nicht glauben und findet sich plötzlich als "Privatdetektiv" auf den Spuren der Männer die faktisch die Macht in Bethlehem in den Händen halten.</p>
<p>Es ist natürlich ein gefährliches Unterfangen, <em>Omar Yussuf</em> ist ein alternder Herr, der seit Jahrzehnten eine Jugend ausbildet, die zunehmend den Einflüsterungen der Hassprediger unterliegt. Er ist nicht nur dessen müde sondern auch seiner selbst ein wenig und weiß nicht recht ob er dem Wunsch seines Chefs und der Schulaufsicht folgen und den Job aufgeben soll.</p>
<p>Leider hat das Vorgehen von <em>Omar Yussuf</em> mit detektivischer Arbeit wenig zu tun, wie auch, da ja schließlich jemand „hingehängt“ werden soll. Es gibt kaum verwertbare Spuren, keine Akten und wenig  tiefschürfende Gespräche ... 	natürlich <em>Omar Yussuf</em> redet und beobachtet und hat dann und wann einen Gedankenblitz. Die Beweise jedoch, die er von seinen Schülern einfordert, wenn sie etwas nachplappern, diese Beweise bleibt er sich und dem Leser schuldig.</p>
<p>Andererseits ist <em>The Collaborator of Bethlehem</em> eines der Bücher, bei denen einem der Kamm schwillt und man zornig wird. Die ganze Schlechtigkeit in Palästina sie wird vor uns ausgebreitet und dabei wird gezeigt, dass der Wahn zwar keine Methode hat, aber konsequent ist. Es ist fast die Welt, die wir auch schon in <em>Robert Littells </em><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/robert-littell-die-soehne-abrahams-kritikerstammtisch-teil-2.php">Vicious Circle</a> (deutsch: <em>Die Söhne Abrahams</em>) dargestellt bekommen haben, nur ohne Israelis. Diese, so erfahren wir am Ende sind zwar die Bösen, aber im Zweifel taugen sie doch dazu, benutzt zu werden, wenn Palästinenser sich gegenseitig ausspielen wollen.</p>
<p>Als Mystery überzeugt <em>The Collaborator of Bethlehem</em> nicht und ansonsten überrascht es nicht: Die Bösen sind böse, die Guten gut und die Israelis scheren sich um nichts. Das wird zum Schluss hin durchaus spannend dargeboten, man fühlt ja mit <em>Omar Yussuf</em> und es ist ordentlich aufgebaut und erzählt, wenn auch manche Versuche der „literarischen Darstellung“ ein wenig lästig wirken. Die Hype um das Buch überrascht mich ein wenig, ich schreibe sie dem Sympathiebonus zu, den das Thema zweifelsohne 	besitzt.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize vergeben]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=667</link>
<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 05:33:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=667</guid>
<description><![CDATA[Gumshoe Site war die erste die berichtete, dass der Hammett Prize vergeben ist.
Der Gewinner eines s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nsknet.or.jp/%7Ejkimura/">Gumshoe Site</a> war die erste die berichtete, dass der Hammett Prize vergeben ist.</p>
<p>Der Gewinner eines <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/06/04/hammett-prize-2007-eine-beurteilung-der-kandidaten/">starken Feldes</a>:</p>
<p><em>The Outlander</em> von <strong>Gil Adamson</strong></p>
<p>Ein gutes Buch, ob ein Krimi sei dahingestellt.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wie man ein Interview lenkt]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=668</link>
<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 05:02:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[wollte letztens Ludger Menke wissen. Ich verstehe natürlich seinen Wunsch noch besser werden zu wol]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>wollte <a href="http://www.krimiblog.de/1003/wie-lenkt-man-ein-interview.html">letztens</a> <em>Ludger Menke</em> wissen. Ich verstehe natürlich seinen Wunsch noch besser werden zu wollen, aber ich kann ihm die Frage nicht beantworten. Ich weiß nur eins: <a href="http://zauberspiegel-online.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=1278&#38;Itemid=15">-&#62; So </a>bzw.<a href="http://www.zauberspiegel-online.de/index.php?option=com_content&#38;task=view&#38;id=1282&#38;Itemid=1">-&#62; so</a> sehen besser gelenkte Interviews auf jeden Fall nicht aus.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Otto_Penzler">Otto Penzler</a> ist eine Legende, schon fast eine eigene Marke und in diesem Interview beim Zauberspiegel nahe  am Vorgeführtwerden. <em>Penzler</em> ist Eigentümer eines der ältesten Spezialbuchgeschäfte für Krimis, Gründer von <em>Mysterious Press</em> (mittlerweile an Time/Warner verkauft), Herausgeber von jährlichen Anthologien und anderen Büchern und eine kundige Stimme die gehört wird. Zuletzt hat er 2003 den <a href="http://www.cozy-mystery.com/Edgar-Award-Raven-Award.html">Raven Award</a> der MWA (Mystery Writers of America) bekommen, der für "<em>outstanding achievement in the mystery field outside the realm of creative writing</em>" verliehen wird. Auch heute gibt er noch Bücher heraus, so ist meine Ausgabe von <em>Thomas Cooks</em> <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2006/09/thomas-h-cook-red-leaves.php">Red Leaves</a> ein <em>Otto Penzler</em> Book, ohne ihn hätte es womöglich dieses Buch nicht zur Veröffentlichung geschafft.</p>
<p>Der etwas schräge Stil des Interviews verdeckt etwas, dass Penzler kundig ist - das Interview liest sich, als Sie hätten sie nicht gewusst, wer <em>Otto Penzler</em> oder was ein Hardboiled oder ... ist.</p>
<p><em>Penzler</em> ist Amerikaner und Amerikaner sind meistens sehr auf sich fokusiert, gerade im Krimibereich. Dass auch andere Länder neben UK noch Krimis verfassen, ist den meisten US-Amerikanern fremd. Deshalb finde ich es eigentümlich, dass etwas zum deutschen Krimi sagen soll, wenn doch der Deutsche Krimi in der englischen Übersetzung <a href="http://www.eurocrime.co.uk/books/books_bib_Germany.html">nicht stattfindet</a>.  Kein Wunder dass <em>Penzler</em> "überheblich rüberkommt".</p>
<p>Dass Detektivgeschichten mit Demokratie korrelieren sollen, nun das ist eine These, die man plausibel findet oder nicht, ebenso verhält es sich mit der Gegenargumentation <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/06/braungebrannt-und-gutgelaunt.php">Richard Alewyns</a> (im Kommentar von Luju), das stört mich gar nicht, aber dieses Pseudogeduzte, wenn doch das Interview in Englisch geführt wurde, nervt - und <a href="http://giorgione.twoday.net/">Georg</a> hätte noch ganz andere Dinge angemerkt.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arthur Ellis Preis vergeben]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=665</link>
<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 12:07:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die Gewinner des kanadischen Krimipreises wurden gestern Abend bekanntgegeben.
Bestes Buch: Trumpets]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gewinner des kanadischen Krimipreises wurden gestern Abend bekanntgegeben.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Buch:</span> <span style="font-style:italic;">Trumpets Sound No More</span>, von <strong>Jon Redfern</strong></p>
<p>Ebenfalls im Rennen waren:<br />
<span style="font-style:italic;">No Time for Goodbye</span>, von Linwood Barclay<br />
<span style="font-style:italic;">Snow Candy</span>, von Terry Carroll<br />
<span style="font-style:italic;">A Journeyman to Grief</span>, von Maureen Jennings<br />
<span style="font-style:italic;">The Cruellest Month</span>, von Louise Penny</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Erstes Buch:</span> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/05/15/kurzrezension-garcias-heart-von-liam-durcan/"><span style="font-style:italic;">García’s Heart</span></a>, von <strong>Liam Durcan</strong></p>
<p>Ebenfalls im Rennen waren:<br />
<span style="font-style:italic;">The Line Painter</span>, von Claire Cameron<br />
<span style="font-style:italic;">Big City, Bad Blood</span>, von Sean Chercover<br />
<span style="font-style:italic;">Blood of Dreams</span>, von Susan Parisi<br />
<span style="font-style:italic;">The Silk Train Murder</span>, von Sharon Rowse<br />
<span style="font-style:italic;">Sucker Punch</span>, von Marc Strange</p>
<p>Mutige Entscheidung, dürfte <a href="http://sandrablabber.blogspot.com/search?q=Arthur+Ellis">nicht überall</a> Zustimmung finden.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Beste Non-Fiktion:</span> <span style="font-style:italic;">One Child at a Time: The Global Fight to Rescue Children from Online Predators</span>, von <strong>Julian Sher</strong></p>
<p><span style="font-weight:bold;">Beste Kurzgeschichte:</span> “<em>Turners,</em>” von <strong>Leslie Watts</strong></p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Jugendbuch:</span> <span style="font-style:italic;">Eye of the Crow</span>, von <strong>Shane Peacock</strong></p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Buch in Französisch:</span> <span style="font-style:italic;">Tsiganes</span>, von <strong>Mario Bolduc</strong></p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize 2007: Eine Beurteilung der Kandidaten ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=649</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 05:10:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=649</guid>
<description><![CDATA[










Nächstes Wochenende steht die Vergabe des Hammetts Prizes 2007 durch die „Internationa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-643" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/outlander.jpg?w=198" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-613" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/end-games.jpg?w=196" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-577" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/04/dahlia.jpg?w=199" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-486" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/the-yiddish.jpg?w=206" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-478" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/stalin.jpg?w=197" alt="" width="80" height="120" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Nächstes Wochenende steht die Vergabe des <strong>Hammetts Prizes</strong> 2007 durch die „<em>International Association of Crime Writers</em>“ (IACW/NA ) an.</p>
<p>Dieses Jahr sich die folgenden Werke nominiert:</p>
<p><span style="font-weight:bold;">• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/gil-adamson-the-outlander.php"><span style="font-style:italic;">The Outlander</span></a>, von <strong>Gil Adamson</strong><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/03/michael-chabon-the-yiddish-policemens-union.php"><span style="font-style:italic;">The Yiddish Policemen’s Union</span></a>, von <strong>Michael Chabon</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/michael-dibdin-end-games.php"><span style="font-style:italic;">End Games</span></a>, von <strong>Michael Dibdin</strong><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/katie-estill-dahlias-gone.php"><span style="font-style:italic;">Dahlia’s Gone</span></a>, von <strong>Katie Estill</strong><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/20/kurzrezension-stalins-ghost-von-martin-cruz-smith/"><span style="font-style:italic;">Stalin’s Ghost</span></a>, von <strong>Martin Cruz Smith</strong></p>
<p>Hier sind fünf Bücher versammelt, die allesamt gute Unterhaltung darstellen und die alle eine gute Figur auf dem Siegertreppchen machen würden.</p>
<p>Mehr oder weniger genügen sie höheren literarischen Ansprüchen, aber <em>The Outlander,  Dahlia's Gone</em> und <em>The Yiddish Policemen's Union</em> ragen in diesem Aspekt heraus.</p>
<p><em>The Outlander</em> spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts in den kanadischen Weiten am Rande der Berge und erzählt die Geschichte einer Frau, die, nachdem sie ihren Mann ermordet hat, vor seinen Brüdern flüchtet. Es ist eines der wenigen Bücher, bei denen es vollkommen müssig ist, darüber zu diskutieren, ob es ein Krimi ist. Im Zentrum des Buches steht die Sprache <em>Adamsons</em>. Diese wird in Rezensionen (kein Scherz) mal als schlank mal als üppig beschrieben. In der Tat lassen sich im Text Belege für beides finden. Es ist das Buch einer Dichterin, durchdrungen von Atmosphäre, mit tiefer Empathie für eine Frau auf der Fluch und auf den Weg in eine andere Welt. So etwas kann man gerne auszeichnen, aber nicht unbedingt mit einem Krimipreis.</p>
<p>Auch <em>Dahlia's Gone</em> dürfte literarische Aficionados zufrieden stellen. Es ist ein Buch über Frauen in einer bibelfesten Region. Jede liefert eine unterschiedliche Position zum Umgang mit der Lebenssituation, die eine versucht sich zu integrieren, die andere sondert sich ab und die dritte versucht zu verändern – unglücklich sind sie alle. <em>Dahlia's Gone</em> ist ein gutes Buch,  mit vielen kleinen Szenen, stilistisch gelungen (wenn man mag auch schlichtweg: schön) erzählt es in einer souveränen Art eine kleine innige Geschichte, die den Leser unterhalten mag, wenn er denn die Spannung sucht, die von den Menschen, die Gesellschaft partikularistisch betrachten wollen, als Frauenbuch eingeordnet werden kann und das eine Kultur und eine Haltung zeigt, die nicht so weiter weg sind, wie wir gemeinhin glauben. Mein Geheimfavorit, alleine ich weiß nicht, ob die Juroren den nötigen Mut aufbieten dieses Buch zu wählen.</p>
<p><em>The Yiddish Policemen's Union</em> ist eine üppige, zuweilen witzige Erzählung, die ihre Figuren in Wolken von Anekdoten kristallisiert und von der Annahme ausgeht, dass der jüdische Staat in Alaska gegründet worden sei. Anders als der Stil ist die Sprache, gerade am Anfang, genregerecht knapp und kurz, Dialoge und szenische Darstellungen kommen ohne Extravaganz daher und doch baut sich eine eigene Welt auf.  <em>The Yiddish Policemen's Union </em>wirkt nicht als Panache, sondern authentisch und so als wäre es in <em>Chabons</em> üblichem Stil geschrieben: Wer so schreibt, mag auch Bücher schreiben, die den Pulitzer gewinnen. Aber, die üppige Ausstattung, voll mit Bildern und Anspielungen auf's jüdische Leben, lässt nur ein gewisses Spannungsniveau zu. Es ist ein Buch das viele Lobesbezeugungen erhalten hat, so dass  an mit ihm immer rechnen muss.</p>
<p>Dem klassischen Genre verpflichtet sind <em>End Games</em> und <em>Stalin's Ghost</em>.</p>
<p><em>End Games</em> erzählt eine Geschichte um Ehre und Rache und der Konfrontation der Welten im kalabrischen Hinterland. Es ist eine Geschichte, die vollgestopft ist mit Finten, aber erst zum Schluss hin merkliche Spannung entwickelt. Prunkstück des Buches ist für mich sein Humor, der zumeist die nötige Suplesse besitzt. Es führt gerne seine Protagonisten vor, die mit großen deutlichen Pinselstrichen gezeichnet sind, aber dennoch nicht plump wirken, nur eben (fast zu) mühelos zu verstehen sind. Andere mögen auch die Italianismen preisen und in der Tat sind da auch einige interessante Darstellungen, in der Summe sind diese mir aber zu vertraut und dem typischen Klischee verpflichtet. Ich würde dem Buch eher nur Außenseiterchancen einräumen.</p>
<p><em>Stalin’s Ghost</em> berichtet aus der russischen Gegenwart, aus einem Land, welches seine Ordnung noch nicht wieder gefunden hat und in dem mancher sich in die frühere Zeit zurücksehnt. Die Reichen werden Reicher, die Armen … stören die Geschäfte und sind Stimmvieh bei den Wahlen. Was da als gesellschaftlicher Kit dient, ist nicht so ganz klar, aber die Sehnsüchte nach Stalin wirken so nachvollziehbar wie die tschetschenische Situation undurchsichtig. Es lässt sich als Fortsetzung von <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2005/09/martin-cruz-smith-gorky-park.php">Gorky Park</a>, dem Buch mit dem Cruz Smiths bekannt geworden ist, lesen. Dieses so abwechslungsreich geschriebenes Buch, voll mit Handlungen und Anspielungen und Lektionen über Geschichte arbeitet sich an seinem Ende zu einer Ausgrabung von Opfern des zweiten Weltkrieges vor, die in ihrer übersteigerten Darstellung so prächtig ist, wie in ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn">Inhalt</a> von hintersinniger “Bösartigkeit” ist. Es ist eine Buch, welches nicht nur spannend und sich profund mit Russland auseinander setzt, sondern auch gelungen hintergründig ist. Letztendlich für mich der Favorit, wenn ich auch nicht weiß,  ob sich die zwei früheren Gewinne <em>Cruz Smiths </em>negativ auf seine Gewinnchancen auswirken.</p>
<p>Also <em>Stalin's Ghost</em> vor dem Geheimtipp <em>Dahlia's Gone</em>, im Hintergrund lauert <em>The Yiddish Policemen's Union </em>auf seine Chance, <em>End Games</em> and <em>The Outlander</em> dürften eher Aussenseiter sein.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Nominees for the Hammett Prize]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=659</link>
<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 13:01:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=659</guid>
<description><![CDATA[










Next weekend this year&#8217;s winner of the Hammett Prize will be announced. The nominee]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-643" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/outlander.jpg?w=198" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-613" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/end-games.jpg?w=196" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-577" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/04/dahlia.jpg?w=199" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-486" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/the-yiddish.jpg?w=206" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-478" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/stalin.jpg?w=197" alt="" width="80" height="120" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Next weekend this year's winner of the Hammett Prize will be announced. The nominees are:</p>
<p>•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/gil-adamson-the-outlander.php"><span style="font-style:italic;">The Outlander</span></a>, by Gil Adamson<br />
•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/03/michael-chabon-the-yiddish-policemens-union.php"><span style="font-style:italic;">The Yiddish Policemen’s Union</span></a>, by Michael Chabon<br />
•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/michael-dibdin-end-games.php"><span style="font-style:italic;">End Games</span></a>, by Michael Dibdin<br />
•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/katie-estill-dahlias-gone.php"><span style="font-style:italic;">Dahlia’s Gone</span></a>, by Katie Estill<br />
•<a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/20/kurzrezension-stalins-ghost-von-martin-cruz-smith/"><span style="font-style:italic;">Stalin’s Ghost</span></a>, by Martin Cruz Smith</p>
<p>This is a very strong competition and every single book would deserve to win. All the books reach a high level of literary quality. But clearly <em>The Outlander</em>, <em>Dahlia's Gone</em>, and <em>The Yiddish Policemen's Union</em> are truly outstanding in this aspect.</p>
<p><em>The Outlander</em> takes the reader back to the beginning of the 20th century, somewhere in Canada, in the woods of a mountainous region. It tells the story of a widow, widowed by her own hand, hunted by the brothers of her deceased husband. It is one of this very rare books where the discussion whether it is a part of the crime fiction genre would be absolutely pointless. The main and dominant and overwhelming feature of the book is the language of Adamson. It was in reviews either characterized as lean or opulent (sic !). In the book examples for both denotations can be found but most of all the book shows that it is written by a poet, with an intense sense of atmosphere and deep empathy for a women on the flight and on her way into another world. It is a book that deserves to win a book prize but not especially a crime fiction prize.</p>
<p><em>Dahlia's Gone</em> is another book that will satisfy literary aficionados. It is about women in a pious landscape, each of them reacting differently to circumstances. One tries to integrate, one to withdraw herself, and one to change the world – but all of them are unhappy. It is a small dearly story, full of beautiful scenes; it might be called suspenseful or, by those who subdivide society it might be called a female's book. It describes a culture and an attitude that are less far away than we would think. My insider tip, but I don't know if the jury is bold enough to vote for this book.</p>
<p><em>The Yiddish Policemen's Union</em> is an exuberant and sometimes funny book. Yiddish in Alaska: The book constructs a world of its own and tells about it with a volley of anecdotes, it is entertaining and exploring. The language is not as lush as the style but rather lean, especially at the beginning. <em>The Yiddish Policemen's Union</em> is authentic: If you read this book you get a real <em>Chabon</em>. That there are authors who write more suspenseful is not the point. The book seems a likely candidate.</p>
<p><em>End Games</em> and <em>Stalin's Ghost</em> follow more the classical genre rules.</p>
<p><em>End Games</em> is a story about honor and revenge and the confrontation of cultures somewhere in the Calabria mountains. Is is full of tricks and red herrings but it developed real suspense only in the last chapters. The show-piece of the book is the humor that is mostly elegant and really funny, it ridicules most of the persons who appear in it and draws them with a broad brush. Something which makes it sometimes too easy for the reader. Many readers will most likely praise the description of Italian culture, politics, and idiosyncrasies but I don't find these really new or inventive. I would assume that <em>End Games</em> has only a small chance to win.</p>
<p><em>Stalin’s Ghost</em> describes Russia in the present, a country that has lost the old order and not found a new one. Many people long for the good old times, the rich become richer and the poor ... interfere with business and are nothing more than a means of getting to power. By what this country is held together is not clear, but the longing for Stalin is as understandable as the situation in Chechenya is obscure. <em>Stalin’s Ghost</em> could be read as a sequel to <em>Gorky Park</em>, the book that made <em>Cruz Smith</em> famous. It is a complex book, full of action, allusions and historical lessons. At its end it describes an excavation of victims of the second world war. It is an exaggerated presentation demonstration literary skills and a subtle mind. It would be a worthy winner but I don't know if two former victories by Cruz Smith reduce its odds.</p>
<p>There are three outstanding books in this field of worthy nominees. <em>Stalin's Ghost</em> and <em>Dahlia's Gone</em> are up front but you never know with <em>The Yiddish Policemen's Union</em>. In my opinion <em>End Games</em> and <em>The Outlander</em> would be a surprise.</p>
<p>bernd</p>
<p>This is also posted on Mystery <a href="http://www.fantasybookspot.com/node/2697">BookSpot</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Barry Awards 2008 - Die Nominierten]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=652</link>
<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 04:53:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=652</guid>
<description><![CDATA[Es wird unübersichtlich, meine Damen und Herren: Die Saison der Nominierungen für die großen Krim]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird unübersichtlich, meine Damen und Herren: Die Saison der Nominierungen für die großen Krimipreise geht los.</p>
<p>Erster im Reigen der <em>Barry Award</em> von <a href="http://www.deadlypleasures.com/">Deadly Pleasures Mystery Magazine</a>:</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Buch </span>(erschienen 2007 in den USA):</p>
<p><span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/03/reed-farrel-coleman-soul-patch.php"><span style="font-style:italic;">Soul Patch</span></a>, von <strong>Reed Farrel Coleman</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/john-connolly-the-unquiet.php"><span style="font-style:italic;">The Unquiet</span></a>, von <strong>John Connolly</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/13/kurzrezension-down-river-von-john-hart/"><span style="font-style:italic;">Down River</span></a>, von <strong>John Hart</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Dirty Martini</span>, von <strong>J.A. Konrath</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">What the Dead Know</span>, von <strong>Laura Lippman</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Red Cat</span>, von <strong>Peter Spiegelman</strong></p>
<p>Hier sind einige Bücher versammelt, die schon bekannt sind, u.A. der Edgar Gewinner <em>Down River</em>. Zum ersten Mal taucht auch ein Buch auf, das Anfang des Jahres schon als sicherer Saisongewinner bezeichnet wurde: <em>Laura Lippman's What the Dead Know.</em></p>
<p><em></em><span style="font-weight:bold;">Bestes Erstes Buch</span> (erschienen 2007 in den USA):</p>
<p><span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/27/kurzrezension-missing-witness-von-gordon-campbell/"><span style="font-style:italic;">Missing Witness</span></a>, von <strong>Gordon Campbell</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Big City, Bad Blood</span>, von <strong>Sean Chercover</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://hinternet.de/weblog/2008/02/tana-french-in-the-woods.php"><span style="font-style:italic;">In the Woods</span></a>, von <strong>Tana French</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Spellman Files</span>, by <strong>Lisa Lutz</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Collaborator of Bethlehem</span>, von <strong>Matt Beynon Rees</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Blade Itself</span>, von <strong>Marcus Sakey<br />
</strong></p>
<p>Auch hier tauchen zwei Bücher aus der Edgar Konkurrenz auf, zudem <em>Big City Bad Blood</em> welches <em>In the Woods</em> über die Saison ernste Konkurrenz als "Gesamtsieger aller Preise" machen könnte.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Britisches Buch</span> (erschienen 2007 in UK):</p>
<p><span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">A Quiet Belief in Angels</span>, von <strong>R.J. Ellory</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Pig Island</span>, von <strong>Mo Hayder</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">One Under</span>, von <strong>Graham Hurley<br />
</strong><span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Death List</span>, von <strong>Paul Johnston</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The 50/50 Killer</span>, von <strong>Steve Mosby</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Damnation Falls</span>, von <strong>Edward Wright</strong></p>
<p>Mit <em>The 50/50 Killer</em> und <span style="font-style:italic;">A Quiet Belief in Angels </span>sind zwei Bücher dabei, die schon viel Lob erhalten haben.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bestes Taschenbuch:</span></p>
<p><span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/04/17/kurzrezension-queenpin-von-abbott/"><span style="font-style:italic;">Queenpin</span></a>, von <strong>Megan Abbott</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Black Widow Agency</span>, von <strong>Felicia Donovan</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Choke Point</span>, von <strong>Jay MacLarty</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Mark</span>, von <strong>Jason Pinter </strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Wash This Blood Clean from My Hand</span>, (deutsch: <em>Der vierzehnte Stein</em>) von <strong>Fred Vargas</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/04/03/kurzrezension-who-is-conrad-hirst-von-kevin-wignall/"><span style="font-style:italic;">Who Is Conrad Hirst ?</span></a>, von <strong>Kevin Wignall</strong></p>
<p>Auch hier wiederum zwei Bücher aus der Edgar Konkurrenz (es scheint doch so, als wenn die Edgar Juroren einen guten Job gemacht hätten) und <em>Der vierzehnte Stein</em> von <em>Fred Vargas, </em>welches letztes Jahr schon den Internationalen Dagger gewonnen hatte.</p>
<p><span style="font-weight:bold;">Bester Thriller:</span></p>
<p><span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">No Time for Goodbye</span>, von <strong>Linwood Barclay</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Cleaner</span>, von <strong>Brett Battles</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">The Watchman</span><span style="font-style:italic;">,</span> von <strong>Robert Crais</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Volk’s Game</span>, von <strong>Brent Ghelfi</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Silence</span>, von <strong>Thomas Perry</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">•</span> <span style="font-style:italic;">Midnight Rambler</span>, von <strong>Jim Swain</strong></p>
<p>Zu den Büchern dieser Kategorie kann ich wenig sagen, das bekannteste Buch ist sicher <em>The Watchman</em> von <em>Robert Crais</em>.</p>
<p>Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt während des <a href="http://www.charmedtodeath.com/">Bouchercon in Baltimore</a>, zwischen den 9 - 12 Oktober.</p>
<p>Mit Dank an <a href="http://therapsheet.blogspot.com/2008/05/only-barry-best.html">Rap Sheet</a>.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Besten im Juni]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=651</link>
<pubDate>Sat, 31 May 2008 07:41:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=651</guid>
<description><![CDATA[Bei -&gt; Arte gibt es die Krimiwelt-Bestenliste des Monats Juni 2008:
1. Matti Rönkä: Bruderland
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Bei <a href="http://www.arte.tv/krimiwelt">-&#62; Arte</a> gibt es die Krimiwelt-Bestenliste des Monats Juni 2008:</p>
<p><strong>1</strong><span class="ArticleTexte"><strong>. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Matti Rönkä: Bruderland</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong></strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>2. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Robert Littell: Die Söhne Abrahams</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>3. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Allan Guthrie: Abschied ohne Küsse</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong></strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>4. Matt Beynon Rees</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: Der Verräter von Bethlehem<br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>5. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>David Peace: 1983</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>6. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Lawrence Block: Verluste</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>7. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Lee Child: Sniper<br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>8. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Marek Krajewski: Festung Breslau<br />
</strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>9. </strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>Magdalen Nabb: Vita Nuova</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong></strong></span><span class="ArticleTexte"><strong> </strong></span></p>
<p><span class="ArticleTexte"><strong>10. Stuart McBride</strong></span><span class="ArticleTexte"><strong>: Der erste Tropfen Blut</strong></span></p>
<p>Sieben der gelisteten Autoren sind englischsprachig, fünf stammen aus Großbritannien. Aber was für Autoren: <em>McBride</em> und <em>Guthrie</em> sind "bad Boys", <em>Lee</em> lebt in den USA, <em>Peace</em> in Japan, <em>Rees</em> derzeit in Palästina und die letztes Jahr verstorbene <em>Nabb</em> lebte in Italien.</p>
<p><em>Guthrie</em> scheint derzeit (wenig überraschend) die interne Wertung der <em>Hard Case Crime</em> Bücher deutlich anzuführen. Mit <em>Matti Rönkä</em> hat sich eine "deutsche Spezialität" sofort an die Spitze der Liste gearbeitet, ins Englische scheinen seine Bücher noch nicht übersetzt zu sein. Die <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/robert-littell-die-soehne-abrahams-kritikerstammtisch-teil-2.php"><em>Söhne Abrahams</em></a> (engl. <em>Vicious Circle</em>) finden immer noch zahlreiche begeisterte Juroren (eigentümlich, dass dagegen die Blogleser allesamt diesem Buch mit Zurückhaltung begegnen).</p>
<p>Vier der zehn Bücher sind Tb-Ausgaben. Kein Buch ist von einem deutschen Autoren, ein Buch ist von einer Frau geschrieben.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Einige internationale Splitter]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=647</link>
<pubDate>Thu, 29 May 2008 04:16:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=647</guid>
<description><![CDATA[
Über den Charm und den Reiz von Literaturfestivals schreibt der Independent; um genau zu sein übe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>Über den Charm und den Reiz von Literaturfestivals <a href="http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/books/features/the-big-question-whats-behind-the-rise-in-literary-festivals-and-whats-their-purpose-834609.html">schreibt</a> der Independent; um genau zu sein über das <em>21. Hay Literary Festival,</em> welches rund 80.000 zahlende Besucher versammelt und gute Unterhaltung für Leser, Autoren und Verlagsmenschen bietet soll.</li>
</ul>
<ul>
<li>Von selbigen Festival <a href="http://itsacrime.typepad.com/its_a_crime_or_a_mystery/2008/05/hay-festival-interruptions.html">berichtet</a> übrigens Crimeficreader.</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.nybooks.com/articles/21514">Einen sehr schönen Beitrag</a> über Büchereien im 21, Jahrhundert gibt es im <em>New York Review of Books</em>. Der Beitrag strotz mit klugen Bemerkungen und Ansichten und, wenn er auch die faktische Dominanz des Internets zur Wissensbeschaffung in den heutigen Zeiten anerkennt, plädiert für's Buch.</li>
</ul>
<ul>
<li>Martin Edwards <a href="http://doyouwriteunderyourownname.blogspot.com/2008/05/anthology-tradition.html">erzählt</a> von den Sammelbänden mit Kurzgeschichten, die die CWA jährlich herausgibt (deren Herausgeber er schon seit Jahren ist) und  seiner Einschätzung des damals jungen Ian Rankins angesichts dessen Kurzgeschichte ‘Herbert in Motion’.</li>
</ul>
<ul>
<li>Bei <em>Publishing News online</em> ist <a href="http://www.publishingnews.co.uk/pn/pno-news-display.asp?K=e2008052210362578&#38;TAG=&#38;CID=&#38;PGE=&#38;sg9t=5c2e574acc806541700d45f8d10dc36b">eine Zusammenfassung</a> eines Buchmarketingreport aus UK zu lesen. Quintessenz: Ein Drittel der Buchkäufer sind empfänglich für die Gestaltung von Buchcover, insbesondere junge, sozial gut gestellte Frauen. Ältere Menschen, die größere Mengen an Bücher kaufen, sprechen weniger auf die Cover an.</li>
</ul>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Letzte Informationen]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=639</link>
<pubDate>Mon, 26 May 2008 05:14:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=639</guid>
<description><![CDATA[Lynn Emery denkt sich, dass die USA ein &#8220;Melting Pot&#8221; seien und wundert sich warum viele]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a title="photo_2006-01-03_123444_resize_resize.jpg" href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/photo_2006-01-03_123444_resize_resize.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/photo_2006-01-03_123444_resize_resize.thumbnail.jpg" alt="photo_2006-01-03_123444_resize_resize.jpg" hspace="50" vspace="30" align="left" /></a><em>Lynn Emery</em> denkt sich, dass die USA ein "Melting Pot" seien und <a href="http://blogginginblack.com/?p=876">wundert sich</a> warum viele der publizierten Bücher (und die Art wie sie verkauft werden), dieses nicht widerspiegeln. Nicht nur, dass  in den meisten Buchgeschäften Bücher afroamerikanischer Autoren segregiert sind, auch Bücher vieler weißer Autoren seien rassisch gesehen steril (enthieöten kaum afroamerikanische, hispanische oder asiatische Personen) - was ich aus meiner Sicht nicht ganz bestätigen kann.</p>
<p>Sarah Weinman <a href="http://www.sarahweinman.com/confessions/2008/05/carlotto-goes-h.html">weist</a> auf ein interessantes Interview <a href="http://www.resetdoc.org/EN/Carlotto-interview.php">mit Massimo Charlotto</a> hin, der hat nämlich einen "Mediterranean Noir",<span style="font-style:italic;"> Cristiani di Allah</span> (etwa Allahs Christen) geschrieben, der in Algier 1542 spielt und von den zum Islam konvertierten armen Christen handelt, die so "einer hoffnungslosen Zukunft" zu entfliehen  versuchten. <em>“I see the Mediterranean as a closed sea where one civilisation was born which then divided into two cultures” </em>Na<em>, </em>dann schauen wir 'mal wer schneller ist, die deutsche oder die englische Übersetzung.<em><br />
</em></p>
<p>Ein neuer <em>Indiana Jones Film</em> ist angelaufen, <em>Declan Burke</em> hat ihn gesehen und eine <a href="http://crimealwayspays.blogspot.com/2008/05/nobody-move-this-is-review-indiana.html">ausführliche Rezension</a> geschrieben - er verdient auch sein Geld mit theaterrezensionen. Seine Zusammenfassung: "<em>I guess if all you're looking for from a movie is big, dumb fun, the Crystal Skull will do it in spades ... But if you're bringing back Indiana Jones after all these years, it really should aspire to more than big, dumb fun.</em>" - klingt logisch. <em>Bill Crider</em> dagegen ist (nur)  Fan und schämt sich fast <a href="http://billcrider.blogspot.com/2008/05/indiana-jones-and-kingdom-of-crystal.html">einzugestehen</a>, dass ihm der Kinofilm ("<em>This is a movie, not a film</em>") saugut gefallen hat.</p>
<p><em>Patti Abbott</em> die Mutter der diesjährigen Edgar-Gewinnerin<em></em> in der Kategorie Bestes  Taschenbuch, <em>Megan Abbott </em>fordert seit Wochen die Leute auf, über vergessene Klassiker zu schreiben. <em>J.T. Ellison</em> hat <a href="http://murderati.typepad.com/murderati/2008/05/lost-book-frida.html">die Gelegenheit genutzt,</a> um über ein sehr junges Buch zu schreiben, nämlich über Richard Aleas <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/11/richard-aleas-songs-of-innocence.php">Songs of Innocense</a>. Grund für <em>Ellison</em> an dieses Buch zu erinnern, ist die Tatsache, dass Aleas <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/11/29/charles-ardai-und-der-edgar-award/">die Teilnahme am Edgar verwehrt war</a>.</p>
<p><em>Martin Edwards</em>, der (kluge) Kopf hinter <em>Do You Write Under Your own Name</em> <a href="http://doyouwriteunderyourownname.blogspot.com/2008/05/test-time.html">schreibt</a> über Cricket, der für uns wohl unbekanntesten der britischen Sportarten, und Krimis die  Bezug auf diese Sportart nehmen oder gar um ein Match herum gruppiert sind. So erinnert er daran, dass <em>Sherlock Holmes</em> Bruder <em>Mycroft</em> nach dem bekannten Spieler aus Derbyshire <em>William Mycroft </em>benannt war.</p>
<p>Maxine Clark (aka <a href="http://petrona.typepad.com/petrona/">Petrona</a>) <a href="http://www.eurocrime.co.uk/reviews/White_Nights.html">bespricht</a> <em>White Nights</em>, den zweiten Band der Shetland Serie von <em>Ann Clevees</em>, die mit <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/01/ann-cleeves-raven-black.php">Raven Black</a> ihren Anfang nahm. Klingt, wenn auch nicht begeistert, so doch positiv.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[John Connolly: The Unquiet]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=630</link>
<pubDate>Tue, 20 May 2008 05:00:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[John Connolly ist ein Erfolgsautor und das, wie es scheint aus gutem Grund. The Unquiet, das derzeit]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/05/the-unqiet.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-631" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/the-unqiet.jpg?w=186" alt="" hspace="30" vspace="30" width="150" height="225" /></a><em>John Connolly</em> ist ein Erfolgsautor und das, wie es scheint aus gutem Grund. <em>The Unquiet</em>, das derzeit letzte Buch der Serie um <em>Charlie Parker</em> findet auch die Zustimmung der Kritiker in den USA. Das Buch gewann den <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/27/crimespree-awards-vergeben/">Crimespree</a> und war für den <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/12/gumshoe-award/">Gumshoe</a> nominiert. Meine Meinung zu dem Buch gibt es bei <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/john-connolly-the-unquiet.php">-&#62; wtd</a>.</p>
<p><em>Connolly</em> bezieht sich im Buch immer wieder auf Musik, eine Zusammenstellung dieser Musik gibt es <a href="http://www.johnconnollybooks.com/unquiet_cd.php">-&#62; hier</a> (diese wurde laut Homepage auch gelegentlich mit Ausgaben des Buchs ausgeliefert).</p>
<p><em>Connollys </em>Homepage gibt es <a href="http://www.johnconnollybooks.com/">-&#62; hier</a>. <em>Connolly </em>ist Ire, seine Bücher spielen in den USA und er teilt seine Zeit zwischen beiden Ländern. Ein Interview, in der er darauf ein wenig eingeht, gibt es bei <a href="http://www.crimetime.co.uk/interviews/johnconnolly.html">Crime Time.</a></p>
<blockquote><p>More importantly I very consciously did not want to be part of the 'Irish literary tradition', I didn't want to be bound by the strictures applied to Irish writers, to be, like Colm Toibin says, "engaged in the Irish situation", all sexual repression, famine and how it always rains in bloody Limerick. But there is really no tradition of crime writing in Ireland. Chesterton once described crime writing as expressing the poetry of city living, and that's been what most Irish crime stories have been about. There is a tradition of violence: landlord v tenant, English v Irish, Catholic v Protestant. Eoim MacNamee's <strong>Resurrection Man</strong>, which deals with the Shankill Butcher, is a detective novel in all but name. Being Irish you're always tempted to use the form to write about Northern Ireland where thousands are dying two hours up the road. But if you were to do Northern Ireland as crime writing, you'd be accused of exploiting the situation.</p></blockquote>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
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<title><![CDATA[Wambaughs Hollywood Station und seine unterschiedlichen Wahrnehmungen ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=627</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 05:04:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Joseph Wambaugh kann wohl als lebende Legende bezeichnet werden. In den frühen 70er Jahren verände]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Joseph Wambaugh</em> kann wohl als lebende Legende bezeichnet werden. In den frühen 70er Jahren veränderten Bücher wie sein  Tatsachenroman <em>The Onion Field</em> (deutsch: <em>Tod im Zwiebelfeld</em>) oder sein  Krimi <em>The Choir Boys</em> (deutsch: <em>Die Chorknaben</em>) den Roman des <em>Police Procedurals</em> und die Wahrnehmung von Polizisten als solches. Seine Bücher waren immer von seiner eigenen Arbeit als Polizist und der tiefen Sympathie für Polizisten geprägt.</p>
<p>Nach mehreren Jahren Pause als Autor von <em>Fiction</em> erschien 2006 sein Buch <em>Hollywood Station</em>, ein Buch im alten Stil, nichts aufregend Neues und doch mit der Darstellung einer veränderten Realität.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-629" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/hs-deutsch.jpg?w=202" alt="" hspace="30" vspace="30" width="132" height="200" />Kacey Kowars hatte im April <a href="http://www.kaceykowarsshow.com/audio/wambaugh/WM_Broadband.wma">ein Interview</a> mit <em>Joseph Wambaugh</em> geführt. Sehr gut kommt dabei die Arbeitsweise <em>Wambaughs</em> und seine Einstellung zur Polizei 'rüber. Er erzählt, dass er häufiger Polizisten zum Essen einlädt, nie mehr als vier auf einmal und immer nach Geschlechtern getrennt und ihnen bei den Gesprächen zuhört und Anekdoten entlockt - "<em>feeding the force</em>" nennt er das. Mittlerweile sei er so auf fast 250 Einladungen gekommen.  Die Informationen und Geschichten verarbeitet er dann in seinen Bücher - er selber sei viel zu fantasielos, um sich solche Episoden wie sie in den Buch vorkommen auszudenken. Dabei freut er sich beinahe wie ein kleines Kind als er erzählt, dass ihn die Polizisten immer noch als einen der ihren akzeptieren würden.</p>
<p>Das sollte man wissen, wenn man <em>Hollywood Station</em> liest und beurteilt. Bei uns hat es bisher recht wenig Aufmerksamkeit erfahren. Ohne größeren Aufwand zu betreiben, finde ich lediglich drei Rezensionen des Buches. Eine von <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/01/joseph-wambaugh-hollywood-station.php">mir</a>, in der das Buch gelobt wird, eine von <a href="http://www.krimi-couch.de/krimis/joseph-wambaugh-hollywood-station.html">Michael Drewniok</a>, der das Buch mit Abstrichen lobt und eine von <a href="http://www.titel-forum.de/modules.php?op=modload&#38;name=News&#38;file=article&#38;sid=6793&#38;mode=thread&#38;order=0&#38;thold=0&#38;POSTNUKESID=65b74c614f690f05b7da2f499883e676">Thomas Wörtche</a>, der das Buch abwatscht.</p>
<p>Interessant finde ich, was <em>Thomas Wörtche</em> schreibt. Erst einmal, dass die Übersetzung "schauderhaft" sei, was ich schlichtweg nicht beurteilen kann und dass "bedenkliche Psychopathen" fehlten, was richtig ist, der Leser findet "lediglich" gut gezeichnete <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/01/04/methamphetamin/">Methamphetaminsüchtige</a> vor. <em>Wambaugh</em> sagt dazu im Interview, das Methamphetamin unterschätztes Teufelszeugs sei, einer Aussage der ich zustimme.</p>
<p>Hauptpunkt der Kritik Wörtches ist jedoch etwas anderes.</p>
<blockquote><p>Weniger günstig formuliert: Wambaughs andauernde rassistische, sexistische und rundherum reaktionäre Sottisen, die er – natürlich – in die Figurenrede seines Personals einbaut, fügen sich zu einem massiven Stimmungscluster, der durchaus auch die Intention des Autors spürbar werden lässt. [...] Bleibt die fahle Erkenntnis, dass der späte Wambaugh heute das geworden ist, was man dem frühen und mittleren Wambaugh damals zu Unrecht vorgeworfen hat: <em>A right wing creep</em>.</p></blockquote>
<p>Das klingt jetzt erst einmal so, als wenn das Buch schlecht ist, weil es nicht die richtige Gesinnung verbreitet. Nun,  lassen wir mal die "rassistische, sexistische und rundherum reaktionäre Sottisen" stehen und tun so, als wenn sich das Buch darauf zurückführen ließe, dennoch scheint mir ein wesentlicher Punkt zu fehlen, den Wörtche nur am Rande nennt: Die Überlastung der Polizeiarbeit mit administrativen Formalismus, etwas das ich nur zu gut verstehe, denn auch ich könnte mich den lieben langen Tag im Beruf mit Qualitätsmanagement beschäftigen, ohne auch nur eine Sekunde Arbeit zu machen, die meiner eigentlichen Fachkompetenz entspricht. <em>Michael Drewniok</em> hat das auch angesprochen: "<em>Konkret gemeint und immer wieder angesprochen ist der 'consent decree', jene staatliche Vereinbarung, durch die das LAPD seit 2001 der direkten Aufsicht des US-Justizministeriums und der Stadt Los Angeles – repräsentiert durch die 'Consent Decree Task Force' – untersteht. Anlass war eine Welle von Polizeibrutalität, Korruption und Drogensucht, die innerhalb des Departments bis in die höchsten Ränge schwappte.</em>" Und dass das ein wichtiges Thema für Wambaugh ist, zeigt ein Interview aus dem <a href="http://www.bookreporter.com/authors/au-wambaugh-joseph.asp">Bookreporter.</a></p>
<p>Nun argumentiert Wörtche natürlich, dass das LAPD (Los Angeles Police Department) nicht den besten Ruf hatte und die Vorfälle um <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Los_Angeles_1992">Rodney King</a>, eine entsprechende Administration notwendig machten. Mag tatsächlich sein, aber <em>Hollywood Station</em> weist auf die Schattenseiten hin und nicht bei jedem von uns ist die drohende Vision einer totale Administration unser kompletten Berufswelt schon angekommen. So gesehen könnte <em>Wambaughs</em> Buch mehr als "<em>right wing crap</em>" sein.</p>
<p><img class="alignright size-medium wp-image-350" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/01/hollywood-station.jpg?w=198" alt="" hspace="30" vspace="30" width="132" height="200" />In den USA hat das Buch deutlich mehr Aufmerksamkeit gefunden als bei uns und auch die Bewertungen sind deutlich positiver. <a href="http://www.metacritic.com/books/authors/wambaughjoseph/hollywoodstation?q=Joseph%20Wambaugh">Metacritics</a> listet insgesamt 16 Rezensionen aus großen englischsprachigen Medien zu dem Buch auf, eine einzige ist direkt negativ (ich finde diese leider nicht im Netz), von den verbleibenden 15 sind mindestes fünf von Frauen geschrieben, so auch eine von <em>Paula L. Woods</em>, zu deren Bücher ich in meiner Besprechung von <em>Hollywood Station</em> einen Bezug hergestellt hatte. Die schwarze Autorin ist wie kaum eine zweite befähigt, über das Buch zu urteilen, da die  Geschlecht- und Rassenfrage  in der Polizei Los Angeles ein wesentlichen Punkt in ihren Büchern (zum Beispiel <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/06/paula-l-woods-dirty-laundry.php">-&#62; hier</a>) ist (leider ist auch ihre Rezension nicht ohne weiteres verfügbar, eine Zusammenfassung gibt es <a href="http://pqasb.pqarchiver.com/latimes/access/1168505351.html?dids=1168505351:1168505351&#38;FMT=ABS&#38;FMTS=ABS:FT&#38;type=current&#38;date=Nov+27%2C+2006&#38;author=Paula+L.+Woods&#38;pub=Los+Angeles+Times&#38;edition=&#38;startpage=E.1&#38;desc=BOOK+REVIEW%3B+Wambaugh+still+a+force+with+fiction%3B+%27Hollywood+Station%27+A+Novel+Joseph+Wambaugh+Little%2C+Brown%3A+344+pp.%2C+%2424.99">-&#62; hier</a>). Nun bei <em>Metacritics</em> haben sie die Rezension Woods gelesen und als deutliches Lob des Buches gewertet.</p>
<p>bernd</p>
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<title><![CDATA[Eiskalte Verbrecher: Bruderland von Matti Rönkä]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=684</link>
<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 05:00:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Offensichtlich ist der &#8220;Pisagewinner&#8221; Finnland mit seiner (scheinbar) geringen Zahl an ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/06/bruderland.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-685" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/06/bruderland.jpg?w=186" alt="" hspace="30" vspace="30" width="130" height="200" /></a><br />
Offensichtlich ist der "Pisagewinner" Finnland mit seiner (scheinbar) geringen Zahl an Einwanderern doch komplexer als wir vermuten. Zumindest schreibt <em>Matti Rönkä</em> von 	Rückwanderern, ehemalige Russen die vormals Finnen waren, also 	woanders als Spätaussiedler durchgingen und die eine Kultur mit sich bringen, die man doch sonst eher in Süditalien vermuten würde.</p>
<p><em>Viktor Kärppä</em> ist so einer, gestählt in der russischen Armee, als zweitklassiger Skilangläufer international einst ein wenig aktiv und nun in Helsinki lebend und sich dort als Tausendsassa durchschlagend. Irgendwie betreibt er Handel mit allerlei undurchsichtigen Waren, gerne auch über die Grenze der beiden schwierigen Nachbarn und gern auch ist er mit seinem Bauunternehmen unter Umgehung so mancher gesetzlicher Auflage in Finnland aktiv und so gesehen, auch mit Menschen handelnd. Als 	Zweisprachler arbeitet er auch als Dolmetscher und kennt irgendwie Gott und die Welt, oberhalb und unterhalb der Gürtellinie, die legales und nicht-legales Verhalten trennt.</p>
<p>Deshalb wenden sich auch alle an ihn, wenn's darum geht Schindluder aufzuklären und Konkurrenten zu identifizieren. Da wollen die einen Polizisten einen Dopingsumpf trockenlegen, ein anderer Polizist macht sich Sorgen um Stoff, der ins Land kommt und auch Gauner beschäftigt diese Ware und alle kommen sie zu ihm, um von ihm mehr oder wenig freundlich zu erfahren, wer da wohl verantwortlich sein könne.</p>
<p>Und so will dann Viktor nicht nur sein Leben in einem halb-fremden Lande organisieren, während seine Freundin, von ihm schmerzlich vermisst, in den USA zum Studieren weilt, seine Firmen in Gang und seine Angst unter Kontrolle zu halten, sondern er versucht zu helfen, wo er helfen kann.</p>
<p>Das ist schon alles gut gemacht, unangestrengt und vielschichtig. Noch besser ist allerdings die Schreibe, nichts ist hier mit scheinbar typischer larmoyanter skandinavischer Erzählweise. Stattdessen typisch hardboiliger Stil, lakonisch, dann und wann schnoddrig, dass man aufpassen muss, nicht den geschickten Aufbau oder die gelungenen Beobachtungen zu übersehen.</p>
<p>Nicht jedes Buch der Arte-Bestenliste überzeugt mich, dieses jedoch tut es vehement. Ein dramatischer Thriller oder ein komplexer Whodunit schaut so zwar nicht aus, aber ein gutes und unterhaltsames Buch, welches uns in eine Region führt, die doch ein wenig anders dargestellt wirkt, als in anderen Büchern, die von ihr berichten.</p>
<p>bernd</p>
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