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	<title>kiwi-experience &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
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	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "kiwi-experience"</description>
	<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 04:57:49 +0000</pubDate>

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<title><![CDATA[Kiwi Experience: The Movie]]></title>
<link>http://bluetruedream.wordpress.com/?p=46</link>
<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 09:04:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>leslientreece</dc:creator>
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<description><![CDATA[
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<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/Q4Pngy3LENo'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/Q4Pngy3LENo&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
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<title><![CDATA[Jetzt aber: Akaroa - und der heutige Ausflug]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=160</link>
<pubDate>Sat, 08 Mar 2008 11:28:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Dabei fragt Ihr Euch vermutlich, was es mit diesem Akaroa so auf sich hat, wo es hier seit Tagen nur]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Dabei fragt Ihr Euch vermutlich, was es mit diesem Akaroa so auf sich hat, wo es hier seit Tagen nur Akaroa hier und da heisst.</p>
<p>Dafuer springe ich wieder einmal Millionen von Jahren zurueck - das hatten wir doch schon lange nicht mehr, oder? Ich mache es aber kurz und mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Banks_Peninsula_from_space.jpg">Bild,</a> das mehr als 1000 Worte sagt. Das ist die Banks Halbinsel, vor Millionen von Jahren eine Vulkaninsel, bis es einmal zu oft kawumm ging und der Krater entstand, der jetzt diese tolle, grosse Bucht namens Akaroa Harbour formte. Die Fluesse aus den Southern Alps schwemmten Material an, und so wurde aus der Insel eine Halbinsel. Selbige liegt sued-oestlich von Christchurch, und ihre groesste Siedlung ist besagtes Akaroa.</p>
<p>Akaroa selbst hat eine ganz "huebsche" Gruendungsgeschichte: 1840 kam ein Schiff mit rund 50 Franzosen geschippert, die auf der Halbinsel eine Kolonie fuer die franzoesische Krone gruenden wollten. Doch die Briten hatten mittlerweile den Vertrag von Waitangi mit den Maori geschlossen, der ganz Neuseeland zur britischen Kolonie machte, und als sie hoerten, dass das Schiff unterwegs war, schickten sie kurzerhand die HMS Britomart los und hissten die englische Flagge zur "Begruessung" der neuen Siedler.</p>
<p>Nun, selbige blieben trotzdem und gruendeten die franzoesische Siedlung Akaroa, ein bisschen weiter siedelten die Briten, und irgendwie lebten sie doch ziemlich friedlich nebeneinander her. Was blieb, sind ein Haufen franzoesischer Strassennamen (Rue Lavaud, Rue Jolie, Rue Benoit) und die Tatsache, dass die Halbinsulaner jetzt gross auf "Riviera Neuseelands" machen. Unser Backpacker z.B. nannte sich "Chez la Mer", gespeist haben wir z.B. im Maison Deli usw. Alles Theater, franzoesisch spricht dort kein Mensch, zumindest waere es mir nicht aufgefallen, aber es wirkt ja doch: Auf einmal kommt Riviera-Stimmung auf.</p>
<p>Und das, obwohl, wie ich bereits erwaehnte, das Wetter zunaechst nicht passte. Als wir ankamen sowieso nicht, und auch am naechsten Morgen war es bedeckt und ueberzeugte uns nicht. Also pfiffen wir auf Bootstour und 2 1/2 Stunden-Walk, gingen stattdessen bummeln, gut essen, einkaufen, aehm. Tja. Akaroa hat einige nette Shops, und es wurde doch ein bisschen, was ich so kaufte. Vielleicht auch ein bisschen mehr. Peu importe, veut dire: egal!</p>
<p>Aber am naechsten Tag, da passte das Wetter, da war der Himmel strahlendblau, und die Sonne schien, und so fuhren wir mit dem Segelschiff Fox II auf eine Wildlife Cruise. Wildlife? werdet Ihr vielleicht jetzt fragen, ja, Wildlife! Denn: In Akaroa leben Hector's Dolphins, und da faellt mir ein, das habe ich, glaube ich, sogar schon einmal erwaehnt, die kleinsten Delphine der Welt, und Dolphin Cruises oder auch Swimming with the Dolphins ist dort die Nummer 1 Touristen-Aktivitaet. Auf das Schwimmen habe ich verzichtet, Karin wollte ohnehin nicht, es haette mehr als 2 x so viel gekostet, dafuer, dass mir u.U. einfach nur kalt ist und die Delphine mir moeglicherweise etwas pfeifen, da schaute ich sie mir lieber vom Schiff an.</p>
<p>Und was soll ich sagen: Wir waren wieder einmal Gluecksschweine sondergleichen. Kaum aus der Bucht draussen, wurden wir auch schon auf Delphine aufmerksam gemacht. Gut, ich sah zunaechst einmal gar nichts, dachte mir nach verzweifeltem Schauen schon: Super, wieder einmal eine Cruise, bei der alle die Viecher sehen, nur ich nicht, die sind einfach zu klein fuer meine Augen. Aber dann waren es so viele - zwischen 10 und 20 - und so nahe, dass sogar ich sie gesehen habe, und dann sind auch gleich 2 x hintereinander zwei Delphine richtig weit aus dem Wasser gesprungen, das war ueberhaupt ganz toll.</p>
<p>Sie sind dann ewig um unser Boot rumgeschwommen: So lange wir gefahren sind (uebrigens mit Motor, Wind war kaum), sind sie vor dem Bug hergeschwommen, keine Ahnung, warum sie das tun: Koennen sie dann schneller schwimmen, oder ist es eine Art Sport, der Versuch, selbst schneller zu sein als das Boot (was sie sind!): Es schaut auf jeden Fall aus, als ob es ihnen richtig viel Spass macht.</p>
<p>Und als wir den Motor abgedreht haben und uns einfach treiben liessen, da waren sie vorne, hinten, an der Seite, immer und immer wieder kamen sie ran, tauchten auf, man hoerte und sah ihr Ausatmen durch das Blasloch oben, richtig hautnah. Ich sass eine Zeitlang am Heck und liess meine Hand Richtung Wasser haengen, mangels Armlaenge, ich bin halt kein Orang Utan, hing meine Hand etwa 30 cm ueber dem Wasser, aber haette ich die Armlaenge gehabt, ich haette sie beruehren koennen, sie waren da!</p>
<p>Soll ich noch erwaehnen, dass mir wieder einmal die Traenen in die Augen gestiegen sind? Verdammt, ich habe wirklich ziemlich nah am Wasser gebaut, wenn ich etwas schoen finde, absolut keine Ahnung, von wem ich das habe (... hier die Ouverture von Les Miserables spielen, der, dem die Traenen in die Augen steigen, ist mit mir verwandt und koennte etwas damit zu tun haben ;-) )</p>
<p>Nach der Bootsfahrt machten wir uns dann langsam ueber den Summit-Drive, das ist die lange Strasse ueber alle Gipfel statt der kuerzeren ueber einen Pass, auf den Weg nach Christchurch.</p>
<p>Und, wie soll ich sagen: Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Bucht_in_Neuseeland.jpg">Blick auf den Akaroa Harbour</a> (so heisst uebrigens die ganze Bucht, nicht nur der tatsaechliche Hafen von Akaroa) ist wirklich ziemlich schoen, und beim Losfahren wollten wir auch ununterbrochen stehenbleiben, um ihn zu geniessen, aber irgendwie sieht man sich auch relativ bald satt daran. Es ist erstaunlich, wie ein Blick gleichzeitig so plastisch und flach wirken kann. Ueberhaupt ist es mit der Landschaft der Banks Halbinsel so eine Sache: Es ist einfach eine ziemlich ausgeraeumte Landschaft, weil die Siedler im 19. Jh. so ziemlich alles gerodet haben, um ihre Viecher weiden zu lassen (und damit es so aussieht wie zu Hause); haben aus England ihren Stechginster mitgebracht und ausgewildert, und das ist ueber weite Strecken das Einzige, was auf den Weiden waechst - und das gibt auf Dauer nicht viel her. So richtig zum Wandern laedt die Landschaft also nicht ein, es gibt auch nicht allzuviele Walks, weil fast alles Land in privater Hand ist, und sogesehen hat das Durchfahren dann auch ganz gut gereicht.</p>
<p>Und das waer's dann mit Natur gewesen, aber wir wollten dann doch nicht 3 volle Tage in Christchurch verbringen, und der heutige Ausflug ergab sich eigentlich zufaellig: Irgendwann wartete ich auf Karin und schaute nur so auf ihre grosse Neuseeland-Karte, was denn so halbwegs in Tagesauflugsnaehe von Christchurch liegen koennte. Und da stach mir ein "Rakaia Gorge Walkway" ins Auge. Gorge heisst Schlucht, und da werde ich grundsaetzlich einmal hellhoerig. Also haben wir versucht, etwas ueber diesen Walk rauszubekommen, haben im Visitor Centre von Akaroa gelesen, dass der Weg 3-4 Stunden dauert und schoene Ausblicke verspricht. Und zufaellig sah ich dann noch eine Ansichtskarte, die mich ansprach, drehte sie um, und da stand "Rakaia Gorge" drauf. Und so haben wir beschlossen, da heute hinzufahren.</p>
<p>Und was soll ich sagen: Der Weg war's wirklich wert! Insgesamt waren wir 4 Stunden wandernd unterwegs, der Weg war nur maessig anstrengend, aber doch so, dass wir nachher merkten, dass wir hinauf- und hinuntergegangen sind. Wir wanderten an einem Bergruecken ziemlich weit oben am Rakaia River mit Blick auf selbigen entlang. Dazu sollte ich noch erwaehnen, dass Fluesse auf der Suedinsel Neuseelands wirklich sehr, sehr viel Platz zugestanden bekommen. Ein breites Bett aus weisem Kies, mittendrin maeandert tuerkis-blau der Fluss, am Rand des Flussbetts entweder steile Klippen, oder mehr oder weniger bewachsener Hang, und zusaetzlich thronte in der Ferne der Mount Hutt, und die Landschaft dorthin wellte sich in verschiedenen Gruens.</p>
<p>Und diese Ausblicke hatten wir quasi die ganze Zeit vor uns: Heute mussten wir nicht Hauptstaedte der afrikanischen oder asiatischen Laender wiederholen um uns davon abzulenken, dass wir gehen (habt Ihr geglaubt, Singen waere das Schlimmste, was wir uns bei unseren Wanderungen so geben?), das Gehen passierte voellig von selbst, waehrend wir in die grandiose Aussicht versunken waren. Ich erwaehne gar nicht, dass der Tag so strahlend war wie vorhergesagt: Ein wirklich wuerdiger letzter Walk in Neuseeland, und wildlife-technisch haben sich heute Faecherschwaenze (Faintails), das sind natuerlich auch Voegel, hautnah eingestellt; auf Ulva Island hatten wir die nur 1 oder 2 x von der Ferne gesehen.</p>
<p>Und um auszunutzen, dass wir heute noch unseren Querci zur Verfuegung hatten, haben wir am Abend noch die Gondelfahrt auf ... irgendeinen Huegel ... bei Christchurch angehaengt, genau bei Sonnenuntergang, und sind so auch endlich noch zu einem schoenen neuseelaendischen Sonnenuntergang gekommen: sozusagen auf feuchter Spur, an unserem vorletzten Abend.</p>
<p>Tja, was soll ich sagen: Das war's dann schon so ziemlich. Morgen wollen wir schon unsere grossen Rucksaecke zum Flughafen bringen! Es wird wirklich ziemlich endlich, und jetzt braucht uns auch niemand mehr zu erzaehlen, dass wir uns das nur einreden. Wir sind definitiv im Anrollen!</p>
<p>Hier hingegen ist's noch nicht aus: Karin bereitet noch ein oder zwei Fotoschauen vor, und ich schulde Euch ja auch noch einen Beitrag ueber unsere bemerkenswertesten und besten Unterkuenfte. Also: Stay tuned!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Akaroa folgt ein andernmal]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=158</link>
<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 12:18:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute moechte ich noch eine Info nachreichen: Unseren Kea! Karin hat mich darauf gebracht, dass ich ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute moechte ich noch eine Info nachreichen: Unseren Kea! Karin hat mich darauf gebracht, dass ich gar nicht erzaehlt habe, dass wir genau einen Kea in the Wild gesehen haben. Es war auf einem Aussichtspunkt vor Arthur's Pass, als auf einmal ein Vogel vor mir im extrem starken Wind auftauchte, und genau vor unseren Fuessen landete.</p>
<p>Was er genau suchte, wissen wir nicht: Er hockte den Grossteil der Zeit im Schatten eines Campervans und liess sich geduldig fotografieren. Vielleicht ging es ihm nur darum, aus dem Wind zu sein. Denn wir hatten auch gerade wieder einsteigen wollen, weil zwar die Sonne schien, aber der Wind eisig blies. Umso mehr hat es uns gewundert, dass der Vogel die ganze Zeit im Schatten sitzen blieb.</p>
<p>Auf jeden Fall blieb es bei diesem einen Exemplar: Ueberall waren die Hinweise auf Keas, auch beim Telefon in unserem Backpacker, aber nicht einmal bei dem Parkplatz, von dem der Kiwi-Ian gemeint hatte, dort seien IMMER Keas, haben wir einen gesehen.</p>
<p>Nur diesen einen ... aber immerhin. Und es hat etwas Gutes: So gibt es immer noch etwas, was ich in Neuseeland noch nicht ausreichend gesehen habe. Ein weiterer Grund, wieder einmal herzukommen. Als ob ich noch einen braeuchte ... ;-)</p>
<p>Warum es heute uebrigens nichts mehr wird mit dem Beitrag ist, weil wir um 22 Uhr noch im Theater waren: Improvisationstheater mit den Court Jesters. Und wir haben Traenen gelacht, obwohl wir vorher unsicher gewesen waren, ob wir genug verstehen wuerden. Es hat gereicht, war ein herrlicher Abend. Aber wir kamen eben erst gegen Mitternacht nach Hause, und jetzt, um 1:15, schmeisse auch ich Nachteule mich ins Bett.</p>
<p>Morgen laeutet um 8 Uhr der Wecker - nur noch 3 Tage, da muessen wir dazuschauen und sie noch vollstopfen. Nein, nicht wirklich, aber morgen haben wir noch einen Tagesausflug vor, und davor den Besuch eines Marktes. Und weil morgen noch ein letzter perfekter Sonnentag sein soll - Sonntag und Montag sollen bewoelkt bis heiter werden -, wir ausserdem nur noch morgen den ganzen Tag das Auto haben, wollen wir ihn noch so richtig ausnutzen. Gute Nacht!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arthur's Pass - Akaroa]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=157</link>
<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 01:47:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[So, dies wird wohl einer der letzten Erlebnis-Berichte werden, denn allzuviele Erlebnisse wird es wo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>So, dies wird wohl einer der letzten Erlebnis-Berichte werden, denn allzuviele Erlebnisse wird es wohl in Christchurch nicht mehr geben.</p>
<p>Nach meinem letzten Eintrag waren wir wirklich noch fleissig, sind nicht nur 1/2 Stunde in die Hoehe gestiegen sondern sogar eine ganze. Wurden nicht nur mit einem schoenen Ausblick in zwei Richtungen belohnt (fuer die 3. Richtung sind wir dann doch nicht weit genug hinaufgestiegen, aber als wir umdrehten war's auch schon 17 Uhr, und wenn die Sonne einmal weg ist wird's in Arthur's Pass ja - siehe letzten Eintrag - rasch eher frisch), sondern auch mit mehrmaligem Ausblick auf einen Wasserfall. Der Weg hatte es ordentlich in sich, steil hinauf ueber Stock und primaer Stein; als wir wieder unten ankamen, war vor allem Karin schon ziemlich fertig, trotzdem schleppte ich sie dann noch zu einem weiteren Aussichtspunkt zum Wasserfall. Ich hatte gerade einen Aktivitaets-Schub der besonderen Sorte ;-)</p>
<p>Diesmal wartete in der Huette schon ein Feuerchen, und am naechsten Morgen waren die Scheiben unseres Querci vereist. Und Karin musste in den Ort hinein zum telefonieren gehen, denn unser Telefon, das ja, wie bereits erwaehnt, draussen war, aufbewahrt in einer Stahlbox, auf deren Deckel ein Stein lag mit dem Hinweis "Please replace stone after using the phone because of the Keas", war eingefroren!</p>
<p>Aber: Der Himmel strahlendblau, nicht einmal eine Spur von einem Woelkchen, und so fuhren wir gerade einmal 14 Kilometer und brachen zu einem weiteren Walk in die Berge hinauf. Der Weg haette in zwei Stunden zur Bealy's Hut, einer historischen Huette gefuehrt, wir hatten wieder beschlossen, nur so weit zu gehen, bis der spectacular View eintrifft, und diesen Plan hatte auch unsere Hausherrin als gut bestaetigt. Und das war wieder nach ein bisschen ueber einer Stunde so weit.</p>
<p>Da hatten wir eine Kuppe erklommen und einen wirklich fantastischen 360 Grad Rundumblick, und in diesem Moment verstand ich wieder einmal, wie Jodeln entstanden ist. Karin bedauerte dann, dass wir nicht jodeln koennten, was natuerlich Bloedsinn ist, jeder kann jodeln, und das fuehrte ich ihr auch sogleich vor. Sie hat dieses Erlebnis der besonderen Art sogar auf Video fuer Euch festgehalten, spaeter aber entschieden, dass Ihr diesen Genuss nicht verdient habt: ein paar Stunden spaeter war ihre Speicherkarte voll, und sie hatte keine Reservekarte mitgenommen (was sie sonst IMMER tut), und da glaubte sie, durch Loeschen dieses Videos wieder zu deutlich mehr freien Bildern zu kommen - stimmte aber gar nicht, nach 3en oder 4en war schon wieder Schluss, aber da war es schon zu spaet: Mein Jodler ist fuer die Nachwelt verloren.</p>
<p>Beim Hinuntersteigen waren wir dafuer dann inspiriert und sangen saemtliche Wander- und Volkslieder, die wir kennen, und, ich kann Euch verraten: Es sind leidergottes verdammt wenige! Und von denen, die wir kennen, ist nach einer Strophe Schluss. Immerhin kreierten wir unsere eigene Version von "Ein Vogel wollte Hochzeit machen", allerdings endete das Lied dann:</p>
<p>Die Spatzen, die Spatzen waren so frech und brachten die Katzen! Fideralala, fideralala, fideralalala.</p>
<p>Dann war die Vogelhochzeit aus, die Katzen hatten einen Schmaus! Fideralala, fideralala, fideralalala.</p>
<p>Tja, sorry an alle Vogelliebhaber, wenn wir gewusst haetten, wohin uns das Lied treibt, haetten wir frueher aufgehoert zu singen.</p>
<p>Ja, und dann fuhren wir weiter, das Wetter immer noch sensationell gut, die Ausblicke, die wir von unterwegs hatten, wurden immer besser, wir stoppten ununterbrochen, dabei hatten wir 220 km zu machen!</p>
<p>Um 1/2 4 oder so machten wir, nach 54 gefahrenen km, unseren letzten Stop in einer faszinierenden Karstlandschaft: unmringt von fantastischem Berg-Panorama, inmitten idyllischer Farm-Landschaft standen riesige Karst-Felsbrocken rum, die meisten ziemlich abgeschmirgelt und eher rund, auf denen ich natuerlich munter herumklettern musste. Ich haette ewig dort verbringen koennen, aber es begann - irgendwie gottseidank - zuzuziehen, und kaum sassen wir im Auto, begann es auch zu regnen, und dabei blieb es dann bis Akaroa.</p>
<p>Wir haetten gegen Ende der Reise fantastische Views auf Akaroa haben sollen, aber es hingen dichte Wolken bei 100 % Luftfeuchtigkeit in den Taelern und ueber den Gipfeln, wir sahen ueberhaupt nichts.</p>
<p>Ueber Akaroa berichte ich separat, in 1 Minute ist meine Zeit aus. Und wir brechen jetzt unsere Zelte in Akaroa ab und fahren langsam Richtung Christchurch. So viel sei vorweggenommen: Heute strahlt die Sonne, der Himmel ist herrlich blau, und wir werden alle Views haben, die wir vorgestern nicht hatten.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Arthur's Pass]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=156</link>
<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 02:26:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
<guid>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=156</guid>
<description><![CDATA[Maedels, Burschen, Zwetschkenroester, Ihr koennt aufhoeren, uns zu beneiden - wir sitzen hier in Art]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Maedels, Burschen, Zwetschkenroester, Ihr koennt aufhoeren, uns zu beneiden - wir sitzen hier in Arthur's Pass, auf 1000 m Seehoehe und frieren uns unsere Allerwertesten ab. Wir sind also nicht nur in Gedanken bei Euch sondern frieren gerade solidarisch mit Euch ;-)</p>
<p>Ich uebertreibe natuerlich, tue ich bekanntlich gerne. Aber nur ein wenig, Tatsache ist, meine Finger sind eisig kalt. Was jetzt, genaugenommen, nicht viel besagt, denn meine Finger sind bald einmal kalt.</p>
<p>Also, zur Sache: Wir sitzen hier in Arthur's Pass in einem Interet-Cafe der ganz besonderen Art. Wir waren auf dem Rueckweg von unseren ersten zwei Wanderungen des heutigen Tages (dazu spaeter), da sahen wir ein Schild: The Sanctuary Accomodation and Internet Cafe, open 24 hours. Nur, damit Euch klar ist, wovon wir bei Arthur's Pass sprechen: Wir sprechen hier von einem, tut mir leid, ich muss wieder einmal das Wort Kaff verwenden, also: Kaff von 54 Einwohnern, das aus ziemlich genau einer Strasse besteht. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:NZ_arthurs_pass_SI.jpg">Dieses Bild</a> zeigt so ziemlich das komplette Dorf. Also nicht wirklich die Metropole, in der Frau mit einer Lokalitaet rechnet, die rund um die Uhr geoeffnet ist.</p>
<p> Neugierig haben wir also diesen Holzschuppen umrundet, und unter einem Wellblech-Vordach fanden wir zwei Tueren: Eine geradeaus in einen Schlafsaal mit Bunk-Betten um 15 $, und eine nach links in einen vielleicht 5 x 2m grossen Raum, in dem die Laengswand entlang 6 Flachbildschirme stehen. Die Computer selbst sind oebendrueber in einem Einbaukasten versteckt. An der Wand ein Schild mit der Info, dass das Internet 5 $/Stunde oder 2 $ fuer 20 Minuten kostet und nach dem, und jetzt kommt's!, Honesty-Prinzip abgerechnet wird. Sprich: An der Wand haengt eine Box, die Honesty-Box, und man wirft einfach, wenn man fertig ist, das Geld ein. Zitat von dem Zettel: "The Honesty Box system must work. The alternative is having coin meters and the automated credit card system. I do want to avoid installing such a system here. Goodwill is important. I prefer this more friendly und trusting approach."</p>
<p>Eigentlich wollten wir nur kurz nachschauen, ob Ihr schon kreativ wart, was die Jafas und die Loopies sein koennten - way to go, Kassandra, Karin und ich haben Traenen gelacht! Und Ihr anderen - wirklich keine Ideen? Wir loesen noch nicht auf, wir warten noch auf weitere Ideen. Und wir freuen uns zu hoeren, dass unsere Ansichtskarten doch eintreffen, obwohl wir sie am Anfang definitiv regelmaessig in falsche Postkaesten geworfen haben.</p>
<p>Auf jeden Fall hat Karin auch noch in ihre Notfall-Email-Adresse fuer die Firma geschaut, und da war bloederweise tatsaechlich ein Hilferuf drin - jetzt sitzen wir doch schon laenger als die geplanten 10 Minuten hier. Aber egal, es ist ja erst 15 Uhr, und wir haben nur noch einen Walk vor: 30 Minuten einen der Berge hier rauf; eigentlich waere das ein 8 Stunden-Weg hin und zurueck, aber im Visitor-Center steht, wenn man 30 Minuten hinaufsteigt, hat man auch schon einen sensationellen Ausblick, und so haben wir beschlossen, das noch zu tun: Wir steigen einfach so lange hinauf, bis das Schwitz-Stoehn / Belohnungs=Aussichts-Verhaeltnis in einem vernuenftigen Verhaeltnis zueinander steht.</p>
<p>Genaugenommen wollten wir das ja schon gestern tun, aber als wir gestern hier in Arthur's Pass eingetroffen und unser Quartier bezogen hatten, dabei entdeckt hatten, dass es einen gemuetlichen Holz-Ofen, zwei Luemmel-Sofas davor und Reader's Digest-Auswahlbuecher gibt, beschlossen wir nach einem kurzen Bummel durch den Ort, dass wir eigentlich lieber vor dem Ofen luemmeln wollten. Es war gestern auch ziemlich windig und wir von unseren kleineren Spaziergaengen unterwegs schon eher durchfroren, zog ausserdem oben doch schon ein wenig zu, und die Wettervorhersage fuer heute war praechtig. Also haben wir uns gestern ein Feuerchen im Ofen gemacht; wenn man Maenner braucht, sind ja nie welche da, vor unserem Spaziergang in den Ort hatten wir gehofft, dass schon ein Feuer brennen wird, wenn wir wiederkommen, aber schmecks. Spaeter am Abend, als es schon kuschelig warm war, tauchten dann 3 Singaporesen auf, die am Samstag auf der Nordinsel den Ironman absolviert hatten. Wirklich sehr beeindruckend, dass sie 3 km schwimmen, 120 km Radfahren und dann noch einen Marathon laufen koennen, aber, hier jetzt ein Hinweis fuer alle hier mitlesenden Mannsbilder: Darum kann sich frau nichts kaufen. Ein gut geheizter Raum, damit kann man ein Frauenherz gewinnen. Diese drei hatten also Pech bei uns, auch ihre Kochkuenste haben uns nicht ueberzeugt (sie standen eine Viertelstunde lang ziemlich lautstark in der Kueche 'rum, nachher roch es eher verbrannt, auch sie selbst blickten eher angeekelt auf ihre Teller, und saemtliche Geschirrtuecher waren waschelnass).</p>
<p>Ja, und also heute: Wir sind eher spaeter aus dem Haus gegangen, weil es draussen ziemlich frisch war. Karin, die treue Seele, hatte in der Frueh ausgiebig mit Zuhause telefoniert, obwohl das Telefon draussen war, und war zitternd und halb erfroren zureck in die warme Stube gekommen, also haben wir ausgiebig gefruestueckt und noch einmal dem Feuer beim Waermen zugesehen. Sind dann einen Wanderweg zu den Bridal Veil Falls gegangen, und der Weg war eher enttaueschend. Ein Lookout-Point auf die Wasserfaelle, ziemlich weit weg, und dann stand da nicht einmal, dass das schon alles war, wir dachten, wir kaemen noch naeher ran, gingen den eher uninteressanten Weg weiter - und ploetzlich waren wir bei der Strasse. Nun, die Vorstellung, diese 3/4 Stunde wieder zurueckzumarschieren, fanden wir nicht so berauschend, also beschlossen wir, in Reminiszenz an alte Zeiten, sprich, unsere jeweiligen frueheren Neuseelandreisen, den Daumen rauszustrecken. 15 Autos wollten wir uns Zeit geben, was wir aber, als erst 5 gekommen waren und wir schon ueber 20 Minuten da standen, auf noch 3 abkuerzten. Diese drei nahmen uns auch nicht mit, also gaben wir auf, marschierten wieder zum Ausgang des Tracks, da kam uns ein Auto entgegen und wurde langsamer: Es handelte sich um einen Australier, der vorher schon an uns vorbeigefahren war und uns nicht mitgenommen hatte, der sich aber danach ueberlegt hatte: "If these girls were my daughters, I would wish somebody picked them up" - und deswegen hatte er umgedreht und fragte uns, wo wir hinwollten. Und so kamen wir doch noch zu einem erfolgreichen Autostopp, und ich meinte nachher erfreut zu Karin: Ist es nicht schoen, wir sind noch in einem Alter, wo es Autofahrer gibt, die bei unserem Anblick an ihre Toechter denken. Worauf Karin meinte, dass er ja aber auch schon ein wenig aelter gewesen sein, tatsaechlich im Alter unserer Vaeter. Darauf ich: Ja, ruhig, das will jetzt keiner hoeren. Aber es GIBT immerhin noch Autofahrer, die unsere Vaeter sein koennten. In ein paar Jahren bleibt maximal jemand stehen, weil er sich fragt, ob es die zwei Omis zu Fuss noch bis in ihr Altersheim schaffen  ;-)</p>
<p>Und so sind wir danach noch den Weg zu den Devil's Punchbowl Wasserfaellen gegangen, und die waren wirklich sensationell, haben uns fuer die enttaeuschende Wanderung davor mehr als entschaedigt.</p>
<p>So, und jetzt geht's wirklich noch die 30 Minuten in die Hoehe, ob wir am Abend noch einmal online kommen oder nicht, wird sich weisen - denn das Internet unserer Unterkunft ist im Haupthaus, und ob wir unser kuscheliges Wohnzimmer noch einmal verlassen, wenn wir einmal dort sind, das weiss ich noch nicht.</p>
<p>Aber Ihr seid wieder einmal up to date, und nicht vergessen: Die Jafas und Loopies warten auf Eure Loesungen!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[See Fiji (Free!) When You Book New Zealand]]></title>
<link>http://travelcuts.wordpress.com/?p=126</link>
<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 17:03:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>travelcuts</dc:creator>
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<description><![CDATA[I haven&#8217;t been to Fiji, but then I didn&#8217;t have a deal like this when I booked my trip to]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>I haven't been to Fiji, but then I didn't have a deal like this when I booked my trip to New Zealand:</p>
<p>"See New Zealand with Kiwi Experience and we'll throw in a free Fiji trip with Feejee Experience. Just purchase any Kiwi pass that takes you to both islands (which you're going to do anyway), and you'll get a free 'Hula Loop' tour pass for Fiji. It's a $300 value and well worth it."</p>
<p><img border="1" align="right" src="http://travelcuts.wordpress.com/files/2008/03/big_kiwi.thumbnail.jpg" hspace="6" alt="Big Kiwi" />This deal comes from our friends at <a target="_blank" href="http://www.travelcuts.com/us/08%20Hot%20Specials/FREE%20FIJI.asp" title="TravelCUTS">Travel CUTS</a> and is one you should take full advantage of. I was lucky enough to win a free Kiwi Experience pass in an essay contest when I was a student in Australia. It allowed me to see most of the South Island, hike Franz Josef glacier, cruise the breathtaking Milford Sound, do a Lord of the Rings day trip from Queenstown (to feed the geek in me), and take all the pictures you see here.</p>
<p>If you aren't familiar with them, the "Experience" buses area  great way to travel. They are hop-on, hop-off tours, meaning that you get to decide which days you get on the bus, and which days you stay right where you are. If you want to do a whole tour in a week or so, then get on every day and head for the next town. If you have weeks, or months to spend, then you can hop off when someplace looks good to you and stay as long as you like. Just call up and let the bus know when you're ready to get back on again.</p>
<p><img border="1" align="right" src="http://travelcuts.wordpress.com/files/2008/03/elbow_trick.thumbnail.jpg" hspace="6" alt="Matt and Dan" />I toured most of Australia on the Oz Experience bus and loved it. I met people from all over the world and still keep in touch with many of them, years later. If you start out traveling alone, you won't be for long. For me, it was nice to get to a strange town, but have people to share a hostel room with, go to dinner with, and hit the pubs and bars with. And if you don't like those people, you can let them get on the bus without you and wait for the next one to come through with a whole new load of backpackers to meet. (I did that once and was much happier with the second load of people I met. Fewer drunk, English rugby fans, more cheery Canadians and Swedes.)</p>
<p><img border="1" align="right" src="http://travelcuts.wordpress.com/files/2008/03/sunset1.thumbnail.jpg" hspace="6" alt="Queenstown" />The bus drivers can also help plan activities like bungee jumping, scuba, snorkelling, surfing lessons, and other experiences. You can participate in as much or as little as you like, which means your itinerary and your budget are in your hands.</p>
<p>If you know you're headed to New Zealand, book the extra stop in Fiji and <a target="_blank" href="http://www.travelcuts.com/us/08%20Hot%20Specials/FREE%20FIJI.asp" title="Feejee Experience">get the full Feejee Experience</a>. The spelling is lousy, but the adventure is sure to be incredible.</p>
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<title><![CDATA[Neuseeland - was hier anders ist]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=127</link>
<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 05:09:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>kiwi2008</dc:creator>
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<description><![CDATA[Strasse und Verkehr 
Nun was als erstes auffaellt und was eh alle wissen ist, dass hier alle auf de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Strasse und Verkehr</strong> </p>
<p>Nun was als erstes auffaellt und was eh alle wissen ist, dass hier alle auf der fuer uns verkehrten Seite fahren. Mit der Zeit gewoehnt man sich daran zuerst nach rechts und dann erst nach links zu schauen. Auch Gabi betaetigt mittlerweile nur noch sehr selten den Scheibenwischer wenn sie blinken moechte. Auf den Strassen Neuseelands faellt noch etwas auf. Hier gibt es ja sehr viele Fluesse und daher auch zwangsweise sehr viele Bruecken. Man stelle sich also vor: man faehrt die Strasse entlang und ploetzlich steht in weisser Schrift auf der Fahrbahn "One-Lane-Bridge". Dann heisst es hoffen, dass die Richtung in die wir gerade unterwegs sind, Vorrang hat, ansonsten heisst es warten, bis von der anderen Seite keine Autos mehr kommen. Sogar auf einigen Hauptstrassen des Landes gibt es diese Bruecken. Ueber die laengste (700m!) sind wir bereits gefahren. Und dann kam ueberhaupt die unglaublichste Bruecke. Man stelle sich vor: man kommt an eine One-Lane-Bridge und auf dieser verlaufen auch noch Schienen. Erst mal feststellen ob wir Vorrang haben. Mist wir haben Nachrang und da kommt auch schon eine Autokolonne - also warten. Ok, die Autos sind weg, aber da hinten kommt ein Zug. Fahren wir noch schnell vor dem Zug oder warten wir lieber bis er vorbei ist. Nein, schnell noch vor dem Zug rueber. Auf der anderen Seite standen dann die Autos des Gegenverkehrs, so halb auf den Schienen. Da hiess es dann rueckwaertsschieben. Der Zug ist aber in einem Schneckentempo ueber die Bruecke gekrochen. So was waere bei uns vollkommen unvorstellbar. Wir hatten dann kurz danach noch einen Kreisverkehr wo mittendurch die Schienen gingen. Mittlerweile ist Gabi durch nichts mehr zu erschuettern.</p>
<p>Wie ihr von Gabi ja schon gehoert habt, suchen wir manchmal einfach nach den braunen Taferln am Strassenrand wenn Strassenkarten und Reisefuehrer sich nicht ausgiebig genug ueber eine Gegend auslassen, die wir gerade durchfahren. Die fuehren einen dann zu mehr oder weniger interessanten Dingen. Bisher hatten wir mit unserer Taferlwahl aber eigentlich ziemliches Glueck. Grundsaetzlich sind die Neuseelaender aber eher sparsamer mit ihrem Schilderwald als die Oesterreicher. Doch wenn sie ein Schild aufstellen, dann kann es schon vorkommen, dass dann ein halber Roman draufsteht. Und teilweise haben sie auch Schilder wo man sich im ersten Moment fragt, was das bedeuten soll. Heute zum Beispiel hatten wir ein Schild das lautete "Caution, debris on street at high tide". Wir haben uns schon gefragt was das soll, doch dann sahen wir es. Es war gerade Flut und die Strasse war voller Schotter und zwar nicht ueberall durchgehend, sondern so wie die Wellen ihn halt anspuelen und da kam auch schon die naechste Welle und das Wasser ist direkt vor uns auf die Strasse gespuelt. Ich moechte bei einem Unwetter, oder auch nur bei einer hoeheren Flut nicht unbedingt auf dieser Strasse unterwegs sein. Die Wellen waren aber echt toll. Hin und wieder gibt es auch einfach "crazy signs". Am Bahnhof von Wellington steht zum Beispiel ein Schild, das lautet "bumps next 5 km" - mit bumps sind in dem Fall "liegende Polizisten" (Gabi hat mir gerade gesagt dass die so heissen) gemeint. Der Busbahnsteig auf dem das steht ist aber nicht mal 100m lang. Gestern haben wir ein weiteres "crazy sign" gesehen, das sich wohl ueber Schilder dieser Art lustig machen wollte es lautete naemlich: "caution next ? km" und darauf war eine Schnecke abgebildet.</p>
<p>Zum Thema Strasse ist noch zu erwaehnen, dass Gravel Roads, also unasphaltierte Strassen, einfach zum Strassennetz dazugehoeren. Wie ich gerade in Wikipedia nachgelesen habe umfasst das gesamte Netzwerk 92.200 Kilometer, von denen etwa 54.000 asphaltiert sind. Autobahnen gibt es nur in der naehe der drei grossen Staedte (Auckland, Wellington, Christchurch). Ansonsten ist alles nur zweispurig (in jede Richtung eine Spur), im besten Fall gibt es sogenannte "Passing Lanes", wo die Strasse dann kurzfristig in eine Richtung zweispurig wird. Das macht das Nachfahren auf den teilweise doch recht kurvigen Hauptstrassen nicht immer einfach, wenn vor dir ein Wohnwagen im Schneckentempo dahinkriecht. Ok, bergauf ist unser Querci auch nicht der Schnellste, aber bergab und geradeaus faehrt er sehr brav.</p>
<p>Was ist noch zum Verkehr zu sagen: der Personentransport erfolgt nur mit Bus, Flugzeug und natuerlich PKW. Zuege verkehren in Neuseeland nur als Touristenattraktion. Obwohl es ein ausgebautes Schienennetz gibt, fahren im Normalfall pro Strecke nur zwei Zuege pro Tag - einer in jede Richtung. Auch wir sind mit dem Zug gefahren (Gabi hat darueber berichtet). Der Zug hatte ja sogar eine offene Plattform, auf der einem der Wind um die Ohren geblasen ist und man mehr oder weniger gut fotografieren konnte. Ich denke, bei uns waere sowas aus sicherheitstechnischen Gruenden schon nicht moeglich. Bei uns werden ja sogar die Fenster der Strassenbahn immer kleiner, sodass man sich nicht rausbeugen kann.</p>
<p><strong>Neuseelaender</strong> </p>
<p>Neuseelaender sind ein sehr freundliches Volk. Das erste was man hoert wenn man in ein Geschaeft hineinspaziert ist ein "How are you", manchmal noch mit einem "dear" hintendran. Am Anfang waren wir uns etwas unschluessig wie man darauf reagiert. Fragt man zurueck? Nach ausgiebiger Beobachtung der Kiwis wissen wir nun dass man einfach "fine, thanks" sagt. In kleinen Orten (und derer gibt es hier wirklich sehr viele) wird man auf der Strasse auch von allen begruesst und manchmal gleich mit einer Frage zu einer ausfuehrlicheren Reaktion, als nur einem einfachen "Hello" oder "Hi" herausgefordert.</p>
<p><strong>Natur</strong> </p>
<p>Nun die Natur und deren Bewohner. Wir haben ja schon von melodisch singenen Voeglen und tollen Waeldern mit vielen Farnen berichtet. Nun noch ein anderes Erlebnis. Man stelle sich vor: wir gehen durch den Wald oder eine Strasse entlang. Ueber uns zirpen melodisch die Grillen (und zwar zu jeder Tageszeit nicht nur abends und nachts). Das Zirpen steigert sich mit einem fulminaten Crescondo zu einem ... Grillenterror. Ihr glaubt gar nicht wie ohrenbetaeubend laut Grillen sein koennen.</p>
<p><strong>Stadte und Geschaefte</strong> </p>
<p>In den Staedten faellt auf, dass teilweise sehr frueh Geschaeftsschluss ist. In Auckland, der groessten Stadt waren um 18:00 alle Gehsteige hochgeklappt. Da war auf der Hauptstrasse kein offenes Geschaeft mehr zu finden. In Invercargill wollten wir noch einen Abendspaziergang durch das Stadtzentrum machen - das war eine ausgestorbene Stadt, keine Leute unterwegs (ausser ein paar Touristen). Und noch etwas zu den Geschaeften. Es gibt Unmengen an Outdoorshops aber wir haben bisher keine einzige richtige Buchhandlung gesehen. Bookshops gibt es hier nur a la "Libro". Auf der anderen Seite sind die Neuseelaender auch sehr fortschrittlich. Heute haben wir erstmals eine Selfcheckout-Kasse probiert. Wir brauchten zwar zweimal Hilfe, aber wir haben es schlussendlich doch geschafft uns selber aus dem Supermarkt zu entlassen.</p>
<p><strong>Backpacker</strong> </p>
<p>Dann das Backpackerwesen. Das ist echt toll hier. Hier gibt es ca. 330 eingetragene Backpacker (ueber das tolle Heft hat euch Gabi ja schon berichtet). Man ruft einfach ein paar Tage vorher an und schon hat man ein Bett. Man kann sich entscheiden ob man im Double (Zimmer mit einem Doppelbett), Twin (Zimmer mit zwei Einzelbetten), Share (Zimmer mit hoechstens 4 Betten) oder Dorm (Zimmer mit mehr als 4 Betten, oft Stockbetten) uebernachten will. In der Nebensaison (also im kalten Winter) taucht man auch einfach auf und bekommt sicher ein Bett. Hier kann man auch als alleinreisende Person guenstig zu einem Zimmer kommen (allerdings nur wenn man bereit ist in einem Mehrbettzimmer mit fremden Leuten zu uebernachten). So ein System gibt es bei uns nur im Rahmen der Jugendherbergen und davon gibt es ja nicht wirklich viele. Hier findet sich in jedem "Kaff" zumindest ein Backpacker. Der Ort kann gar nicht klein genug sein. Wir waren beispielsweise in Okarito. Der Backpacker dort hat 18 Betten und eine Jugendherberge und einen Campingplatz gibt es dort auch noch. Der Ort selber hat sagenhafte 36 Einwohner (vor 10 Jahren warens gar nur 16). Neben den EinwohnerInnen gibt es dort natuerlich viel Natur sonst wuerden keine Leute dort hin kommen.</p>
<p><strong>Essen und Trinken</strong> </p>
<p>Die Lokale sind zumeist Selbstbedienungslokale. Anders als bei uns gibt es hier aber nicht nur Speisen, die man sofort mitnehmen kann, sondern auch Speisen die frisch zubereitet werden. An der Kassa erhaelt man daher eine Nummer - zumeist an einem langen Stab befestigt - die man auf den Tisch stellt. Nach gegebener Zeit kommt dann die Kellnerin mit deinem Essen. Man wuerde meinen, dass sie jetzt die Nummer mitnimmt - tut sie aber zumeist nicht. Die Nummer bleibt bis zum Sanktnimmerleinstag stehen. Oft trifft man noch auf die Nummern der Leute die vorher an dem Tisch gesessen haben. Wir haben bisher nur wenige Orte gesehen, wo das System wirklich gut funktioniert hat. Heute beispielsweise. Die haben das System ueberhaupt weiter perfektioniert. Es gab auch noch rote und schwarze Taferln. Die roten waren fuer die Getraenke, die schwarzen fuer die Speisen.</p>
<p>In Bedienlokalen stehen auf jedem Tisch Glaeser und bei der Bestellung bekommt man automatisch eine volle Wasserflasch serviert. Die Diskussion ob man "nur" ein Leitungswasser trinken kann (oder gar dafuer bezahlen muss) gibt es hier einfach nicht. Was mir gerade noch zum Thema Wasser einfaellt: hier werden Unmengen an Wasserflaschen verkauft, obwohl das Leitungswasser genau so gut schmeckt wie bei uns.</p>
<p>Das leidige Thema "Brot". Neuseelaender ernaehren sich leider von labrigem Toastbrot. Davon gibt es zwar 100 verschiedenste Varienten mit diesem Koerndl oder mit jenem Koerndl drin oder ganz ohne Koerndln, aber nichts desto trotz, wenn man kraeftig draufdrueckt, gibt es nach wie Schwamm. Grundsaetzlich sind sie nur essbar, wenn man sie vorher in den Toaster schmeisst, ansonsten schmecken sie wie Gummi. Wir haben mittlerweile eines entdeckt, das sich halbwegs essen laesst. In Wanaka haben wir gar einen Bioladen entdeckt, der richtiges (also so ein richtiges festes Koerndlbrot) hat. Das mussten wir natuerlich sofort kaufen und ernaehren uns gerade davon - was fuer eine willkommene Abwechslung.</p>
<p><strong>Medizinische Versorgung</strong> </p>
<p>Praktische Aerzte und teilweise auch diverse Fachaerzte findet man hier grundsaetzlich in Medical Centers - wir wuerden das wohl das als Gruppenpraxen bezeichnen. Spitaeler gibt es hier natuerlich auch, wobei man die Spitaeler in den kleinen Staedten sich nicht mit unseren vergleichen kann. Die schauen oft eher aus wie normale Wohnhaeuser (und zwar neuseelaendische Wohnhaeuser): ebenerdig, vielleicht 5 Zimmer oder so. Bisher haben wir zum Glueck keines gebraucht. Sollte man Medizin brauchen, sucht man vergeblich nach einer Apotheke. Die Geschaefte in die man geht heissen zwar "pharmacy", doch drinnen vermutet man eher, dass man sich in einer Drogerie befindet. Es gibt einen Schalter, der nennt sich "prescriptions" und dorthin wendet man sich mit seinem Rezept.</p>
<p><strong>Sicherheitswahn</strong> </p>
<p>Die Neuseelaender haben auch einen ausgepragten Sicherheitswahn. Ok, dass hier alle mit Fahrradhelm fahren, finden wir nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil. Aber dass in allen Backpackern Feuermelderanlagen sind, die beim Kochen am Abend losgehen ist schon etwas uebertrieben. Folgende Geschichte dazu: Jugendherberge Lake Tekapo, 11:00 abends. Wir liegen schon im Bett und sind gerade am Einschlafen. Ploetzlich geht ein ohrenbetaeubender Laerm los - der Rauchalarm. Wir also raus aus den Betten und raus aus unserem Schlafraum (der in den Aufenthaltsraum mit Kueche fuehrte). Aus allen Zimmern kommen verschlafene, mehr oder weniger angezogene Leute. Dazwischen stehen ein paar angezogene, etwas verdutzt dreinschauende Menschen mit einer Pfanne in der Hand. Das gebratene Fleisch hatte wohl zu viel Rauch entwickelt (es sah auch etwas schwarz aus) und ab einer bestimmten Zeit am Abend duerfte das das Warnsystem nicht mehr so vertragen. Das war gluecklicherweise unsere einzige Begegnung mit Sirenen. Auch im Backpackerheft wird immer wieder auf Warnsysteme nach neuesten Richtlinien hingewiesen. Mag sein, dass die Neuseelaender aufgrund der vielen Holzbauten, da etwas sensibler sind als wir.</p>
<p><strong>"Benamsung"</strong> </p>
<p>Neuseelaender sind sehr kreativ darin fuer alle moeglichen Dinge besondere Abkuerzungen und besondere Namen zu finden. Die Abkuerzung "jafa" zum Beispiel liesse sich auch fuer Gabi und mich anwenden. Was koennte das nur heissen? Und dann noch eine Ratefrage: was sind "loopies"? Die Loesungen gibts dann spaeter in den Kommentaren - natuerlich erst, wenn ihr eurer Kreativitaet freien Lauf gelassen habt ;-)</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Okarito]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=155</link>
<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 04:08:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wir sind zurueck aus der tiefsten Pampa, aus Okarito, und Okarito gehoert nun zu den absoluten Highl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind zurueck aus der tiefsten Pampa, aus Okarito, und Okarito gehoert nun zu den absoluten Highlights dieser Reise.</p>
<p>Okarito liegt etwa 25 km von Franz Josef entfernt; durch Franz Josef, rund 350 Einwohner, werden taeglich ueber 3.000 Touristen geschleust, dort herrscht also unheimlicher Betrieb. Da reiht sich Hotel an Motel an B&#38;B an Backpacker, Gefuehrte Gletscher-Wanderungen an Gletscher-Rundfluege an Heli-Skiing - ich glaube, Ihr versteht, was ich meine. Davon merkt man in Okarito ueberhaupt nichts mehr. 25 km, und es scheint eine gaenzlich andere Welt.</p>
<p>Wie im letzten Beitrag schon erwaehnt ist der Ort eher klein; wie wir jetzt wissen, sind es mittlerweile 36 Einwohner. Ende des 19. Jahrhunderts waren es einmal ueber 1.000, das war die Zeit des Goldrausches, doch davon merkt man quasi nichts mehr. Zwei "historische" Gebaeude, ein paar Informationstafeln. Doch man hat nicht das Gefuehl, in einer "gestorbenen" Stadt zu sein, in der versehentlich noch ein paar Kaeuze leben, die halt dort geboren wurden, weil es ihre Familien nicht mit allen anderen geschafft haben, diesen Ort wieder zu verlassen, sondern in einem schmucken Kaff mit schmucken Haeusern, in dem Menschen leben, die sich dort wohl fuehlen.</p>
<p>Und obwohl dort durchaus Tourismus herrscht - es gibt einen Backpacker, die Jugendherberge, eine Lodge und einen Campingplatz, ausserdem Kayaks auszuborgen und zwei gefuehrte Natur-Wanderungen - wirkt das Dorf nicht touristisch. Wo die Touristen alle waren, ich weiss es nicht. Wir kamen gegen 14 Uhr  bei strahlendem Sonnenschein an, und das Dorf lag voellig ruhig, menschenleer strahlend vor uns.</p>
<p>Die Jugendherberge befindet sich in einem der zwei historischen Gebaeude, im <a href="http://www.okarito.net/page/schoolhouse.html">alten Schulhaus</a> von 1901, in dem bis 1946 unterrichtet wurde. Das Haeuschen, mehr ist es nicht, ist entzueckend: Zwei Raeume, eine Wohnkueche mit 9 in drei Stockwerken uebereinander angeordneten Betten, und ein Schlafraum mit weiteren 6 Betten, in dem auch ein Waschbecken ist. Wir kamen rein, kein Mensch da, man muss sich drei Haeuser weiter, im Backpacker, selbst "einchecken", und bis 19:40 dachten wir, wir haetten das Haus fuer uns alleine, dann kam doch noch ein Franzose.</p>
<p>Ein paar Schritte von der Jugendherberge entfernt der Strand - breit und schoen. Das Meer selbst ist dort zum Baden wegen Stroemungen zu gefaehrlich, doch der Strand steigt zunaechst an, faellt dann wieder ab, und in der Senke dahinter ist ein Becken, das sich bei Flut fuellt und in dem man auch Baden koennte. Ich habe sogar kurz darueber nachgedacht, doch dann sind wir doch einfach am Strand entlanggebummelt, der diesmal mehr einer fuer mich war: Eher keine Muscheln, dafuer viele schoene Steine. Ich sag' Euch, ich werde wirklich kiloweise Steine heimschleppen (weiss der Geier, was ich damit mache, aber manche sind einfach so schoen ...)</p>
<p>Zu kayaken haben wir nicht geschafft, weil man nur bis 14:30 Kayaks ausgibt. Aber die Enttaeuschung darueber hielt sich in Grenzen, denn wir waren deswegen erst so spaet beim Verleih eingetroffen, weil wir am Weg dahin noch im Nebenhaus der YHA eine Kiwispotting-Tour gebucht hatten - eine der zwei gefuehrten Naturwanderungen, die man in Okarito anbietet. Und dort hatten wir Riesen-Glueck gehabt: Ian nimmt maximal 8 Personen mit auf eine Tour, und er hatte gerade, als wir bei der Tuer hereinkamen, das Telefon aufgelegt und die Absage von 2 Personen entgegengenommen, und so war Platz fuer uns.</p>
<p>Um 19:40 stellten wir uns wieder bei ihm ein und erhielten eine kurze Einweisung. Er hatte eine Skizze an der Wand haengen, aus der wir ersehen konnten, welche 8 Voegel in dem Gebiet, in das wir fahren wuerden lebten, welches Maennchen mit welchem Weibchen, wie der Weg verlief, den wir gehen wuerden, und wie die Territorien aussahen. Ausserdem machte er uns darauf aufmerksam, dass es von uns, dem Team abhinge, ob wir Kiwis sehen wuerden; im Februar sei er bis zu diesem Zeitpunkt 20 x draussen gewesen, 17 x davon haetten sie Kiwis gesehen, und er schilderte den Abend davor, an dem sie nach einer Stunde Wartens die ersten Kiwis gehoert und weitere 20 Minuten spaeter einen Kiwi gesehen haetten, eine weitere Stunde spaeter sogar noch zwei Voegel auf einmal. Aber: Darauf koennten wir nicht bauen, jede Tour sei anders.</p>
<p>Dann bekamen wir jeder eine gelbe Warnweste (wegen der Jaeger, die auch um diese Zeit unterwegs waeren - da wurde mir einmal anders!), einen Hut mit Moskitonetz, eine Taschenlampe und ein Walkie Talkie, und los ging's.</p>
<p>Am Weg zu unserem Ausgangspunkt spielte er uns eine Kassette mit Kiwi-Geschrei vor, damit wir wuessten, worauf wir zu hoeren hatten, beim Marsch ins Kiwi-Territorium erzaehlte er uns noch mehr darueber, wie Kiwis leben, welche Geraeusche sie machen. Z.B. das Rascheln im Busch: ein stetiges Rascheln sei ein Possum. Hoerten wir jedoch Rascheln, Rascheln, Pause, wieder Rascheln, Pause, dann sei das ein Kiwi, das kaeme von ihrer Art, ein, zwei Schritte zu gehen, und dann mit ihrem Schnabel im Laub nach Futter zu suchen.</p>
<p>Ja, und dann ging's los. Einweisung in die Funktion der Walkie Talkies, und eine Hollaenderin, Ciska, war die erste, der er mitteilte, dass sie sich einen gewissen Baumstamm merken solle, denn hier ende ihre Zustaendigkeit. Ein paar zig Meter weiter liess er Ciska und mich stehenbleiben, teilte mir mit, dass ich schauen solle, wo er Karin hinstellen wuerde, denn dort wuerde meine Zustaendigkeit enden, und Ciska und ich standen alleine da. Dann meldete sich Ian noch einmal ueber Funk, liess jeden von uns bestaetigen, dass wir ihn hoerten, und dann war Stille. Wir lauschten, und schliesslich gingen wir langsam los. Schritt, Lauschen. Schritt, Schritt. Lauschen. Lauschen. Ein Blick zurueck, ob ich Ciska noch sehe, mittlerweile war es schon ziemlich dunkel, sie verschwand gerade hinter der Kurve. Schritt, Schritt. Lauschen. Lauschen. Ploetzlich sprang das Walkie Talkie an, "It's Rachel, I hear walking in the bush." Ian: "Ok, I'll come and check that out. Over." Zu diesem Zeitpunkt waren wir vielleicht 5-10 Minuten lauschend unterwegs. Wieder einen Schritt, Lauschen. Schritt, Schritt, Lauschen. Dann stellte ich fest, dass ich eigentlich schon dort war, wo Karin angefangen hatte, drehte um, Schritt, Schritt, Lauschen. Schritt, Lauschen. Ploetzlich das Walkie Talkie, Ian: "I want you all down here with me, NOW!".</p>
<p>Ich drehte um und ging, moeglichst leise, aber doch so rasch, wie es ging, den Weg weiter hinunter. Ploetzlich wieder Ian: "Ciska, don't answer to this one, I want you to RUN here as fast as possible, just RUN!"</p>
<p>Nachdem ich ja unmittelbar vor Ciska war, begann nun auch ich zu laufen, und die Anspannung war so gross, und das Gefuehl, jetzt wirklich gleich einen Kiwi IN THE WILD zu sehen so grossartig, dass mir Traenen der Freude kamen. Ich dachte nur immer "Ein Kiwi! Ein Kiwi!" und lief, bis ich Karin einholte, die unertraeglich langsam den Weg entlangging, "warum schlaeft die ein", dachte ich, "ein Kiwi, verdammt, ich will zum Kiwi!"</p>
<p>Und dann hatten wir die Gruppe erreicht. Ian leuchtete immer wieder mit seiner Rotlichtlampe (unsere weissen Taschenlampen waren nur fuer den Rueckweg gedacht) in den Busch, lies sie wandern, und wir standen alle mucksmaeuschenstill. Und dann hoerten wir: Rascheln. Rascheln. Pause. Rascheln. Und dann ein ohrenbetaeubend lautes Schreien, das genauso klang, wie es uns Ian im Auto vorgefuehrt hatte. Rascheln, Rascheln, das naeher kam.</p>
<p>Und schliesslich tat Ian das, was er angekuendigt hatte: Er leuchtete staendig auf eine Stelle am Rand des Busches, und er hatte vorher gesagt, wenn er das taete, dann sollten wir diese Stelle fixieren, denn er sei recht gut darin zu erkennen, wo der Kiwi rauskommen wuerde. Und dann ging es ganz schnell:</p>
<p>Rascheln, Rascheln - und dann ein Schnabel, ein Kopf, und dann lief dieser Kiwi - erstaunlich gross uebrigens - mit seltsam federnden Schritten und erstaunlich schnell, vor uns ueber den Weg und verschwand wieder im Busch. Ian leuchtete noch ein wenig, doch er war nicht mehr zu sehen, wohl aber noch zu hoeren.</p>
<p>Er liess uns Plaetze tauschen, so dass Karin und ich vorne bei ihm standen, und wir warteten wieder, hoerten auf das Rascheln. Und schliesslich tauchte wieder der Schnabel auf - und ich konnte mir nicht helfen, mir entkam ein doch hoerbares "Ja!", was aber gottseidank den Kiwi nicht zu erschrecken schien, und noch einmal lief der Kiwi, vielleicht 3 Meter von uns entfernt, ueber den Weg.</p>
<p>Dieses Laufen ist schwer zu beschreiben: Ich kann es ganz gut vorfuehren ;-) Es hat ein wenig etwas von einer Comicfigur. Stellt euch vor, Ihr drueckt Euch auf die Zehen, und lauft dann, indem Ihr die Knie extrem hoch zieht, und beim Landen federt Ihr wieder auf den ganzen Fuss - so ungefaehr.</p>
<p>Ian informierte uns dann, dass es sich um ein Maennchen namens BZ handelte - saubloeder Name. Das ist eigentlich der einzige Daempfer bei der ganzen Geschichte: da sehe ich einen Kiwi IN THE WILD, und dann heisst der BZ! Da kann Ian aber nichts dafuer, die Namen vergibt das DoC, und manche Voegel kriegen richtige Namen, und manche nur solche, die ihre Abstammung verraten. BZ ist uebrigens liiert mit BQ - auch nicht besser!</p>
<p>Nun ja, Ian meinte dann, so schnell sei es fast ueberhaupt noch nie gegangen, dass die Tour erfolgreich gewesen sei, und nachdem BZ keine Anstalten mehr machte, sich noch einmal zu zeigen, gingen wir den Weg zurueck, und Ian wollte noch unterwegs schauen, ob wir einen weiteren Vogel saehen, denn Rachel hatte noch einen Vogel rufen gehoert, und er hatte sie schon vorgeschickt, um ihn zu orten.</p>
<p>Doch das wurde nichts, und so gingen wir die halbe Stunde zurueck, ich hatte schon abgeschlossen, dass wir noch einen Kiwi sehen wuerden, weil Ian sich dann auch schon  mit uns unterhielt, als er uns stoppen liess und meinte, er wuerde jetzt vorgehen, wir sollten ihm leise und langsam folgen. Das taten wir auch - endlos lange, wie es mir schien, Ian ging vorweg und schwenkte seine Rotlichtlampe links und rechts, rechts und links.</p>
<p>Und ploetzlich kam ueber das Funkgeraet: "Stop! I want you all to step to the left hand side of the path und slowly get to where I am pointing now." Was wir taten, und relativ schnell hoerten wir wieder das Rascheln - und dann kam Beaumont, ein Weibchen, aus dem Busch.</p>
<p>Und dieses Tier lief nicht nur vor uns ueber den Weg, nein, sie liess sich ein bisschen laenger anschauen, verschwand dann wieder im Busch, und Ian folgte ihr langsam, und da blickte ich mich um und stellte fest: Wir standen neben unserem Auto!</p>
<p>Da fuehrt uns dieser Ian also eine halbe, dreiviertel Stunde weissichwieweit in den Busch, um einen Kiwi zu sehen, und dann wartet ein anderer gleich bei unserem Auto? Wisst Ihr, wieviele beschienene Gelsen um uns herum gewesen waren? Wir haetten gemuetlich im Auto warten koennen! ;-)</p>
<p>Auf jeden Fall sahen wir Beaumont dann noch einmal, ausfuehrlich sogar, ein wenig weiter im Busch - und dann liessen wir es gut sein.</p>
<p>Das Gefuehl nachher war einfach grossartig. Alles nur, weil wir so ein teppertes, flugunfaehgiges braunes Hendl gesehen haben, das die bloede Angewohnheit hat, nachtaktiv zu sein - ich war einfach nur gluecklich.</p>
<p>Wir tranken dann danach noch mit dem Franzosen in der YHA ein Flaeschchen Wein, und  kurz vor 1 waren wir im Bett.</p>
<p>Standen am naechsten Tag noch um 7 (!!!) auf, und gingen den <a href="http://www.okarito.net/page/things_to_do.html">Okarito Trig Walk</a>, auf einen Berg, von dem aus wir nach rechts ein Panorama mit den Southern Alps (das zweite Bild bei obigem Link) hatten - und genau, als wir oben waren, zogen die Wolken weiter, und wir sahen endlich den Aoraki Mount Cook. Und nach links blickten wir auf die Lagune und das Meer. Die Sonne kam auch genau hervor, waehrend wir rasteten, und uns war herrlich warm, es war still und wunderschoen.</p>
<p>Und dann haengten wir noch den Three Mile Lagoon-Weg an, noch einmal 2 1/2 Stunden, durch den Bush bergauf und bergab zu einer weiteren Lagune, und dann am Strand zurueck, diesen Weg kann man nur bei Ebbe gehen, und das passte gerade so hervorragend, denn um 10:22 war Ebbe und genau um diese Zeit gingen wir von der Thee Mile Lagoon zurueck. Um 1/2 12 waren wir wieder bei unserem Querci und hatten schon fast 4 Stunden Fussmarsch und mehrere sensationelle Ausblicke und Ansichten hinter uns.</p>
<p>Eigentlich haetten wir danach noch kayaken wollen, doch es zog dann zu und begann zu troepfeln, und genaugenommen waren wir auch ziemlich geschafft, haetten eh keine 4 Stunden mehr paddeln wollen. So fuhren wir also gemuetlich los in Richtung zum bereits einmal erwaehnten Old Church Backpacker, wo wir am fruehen Nachmittag ankamen, wo wieder die Sonne schien, und wir liessen den Nachmittag gemuetlich verstreichen, indem wir am Fluss, in der Sonne, Karins Muscheln und meine Steine wuschen und aussortierten, ich tollte mit einem Hund im Garten herum, spielte mit der noch jungen (!! so suess!!) Hauskatze, dann fuhr ich noch 16 km nach Ross, um Vanilleeis zu kaufen, weil wir beschlossen, unseren Crumble zu backen, und dazu gehoert Vanilleeis, was wir nicht hatten - ja, das waren zwei paradiesische Tage hintereinander.</p>
<p>Der Old Church-Backpacker, der wird Euch noch einmal begegnen, wenn ich den Teil II des Berichtes ueber unsere Unterkuenfte, die Highlights, schreibe.</p>
<p>Fuer heute belasse ich es hier. Ich weiss, es ist wieder sau-lang geworden, aber ich wollte Euch einfach so hautnah wie moeglich miterleben lassen, wie sensationell diese Kiwi-Tour fuer mich war. Ich hoffe, Ihr koennt es irgendwie nachfuehlen - mir standen beim Schreiben wieder streckenweise die Traenen in den Augen: Es hat mich unsagbar beruehrt, diese Voegel zu sehen.</p>
<p>Jetzt fehlt nur noch der Kea - und Ian hat uns genau mitgeteilt, wo am Weg nach Arthurs Pass eigentlich immer Keas zu finden sind. Ich werde, vermutlich, berichten ...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Unsere Unterkuenfte - Teil I, die Schlusslichter]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=129</link>
<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 07:55:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wir haben schon mehrmals unsere Unterkuenfte erwaehnt, und mittlerweile haben wir doch schon so viel]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben schon mehrmals unsere Unterkuenfte erwaehnt, und mittlerweile haben wir doch schon so viele Unterkuenfte gehabt, dass es sich lohnt, die bemerkenswertesten davon Revue passieren zu lassen.</p>
<p>Mein Reisefuehrer meint ja zu Backpackern, dass dieser Begriff in keinster Weise geschuetzt ist und alles bedeuten kann: Von einem Privaten, der ein paar Zimmer in seinem Wohnhaus fuer Reisende bereitstellt und die Reisenden mehr oder weniger an seinem Leben teilhaben laesst, ueber eine professionell gefuehrte Pension, ueber ein ambitioniert gefuehrtes, alternatives Haus von Reisenden fuer Reisende, bis hin zu einem alten, abgewrackten Hotel, aus dem man versucht, noch ein paar Dollar zu quetschen.</p>
<p>Was sie alle gemein haben, ist: Sie sind auf Selbstversorger ausgerichtet, sprich verfuegen ueber eine Gemeinschaftskueche samt Utensilien, die Sanitaereinrichtungen muss man sich meist mit Anderen teilen, es gibt einen oder auch mehrere Gemeinschafts-Aufenthaltsraeume, sehr oft mit Fernsehapparat, Buechern, Spielen oder auch Puzzles, und es gibt fast immer Zimmer in Gemeinschafts-Schlafraeumen, frueher, also bei unseren ersten Neuseelandreisen, waren Raeume von 8 - 20 Betten die Regel, mittlerweile liegt der Schwerpunkt sicher bei den Groessenordnungen von 4 - 6 Betten, und fast jeder Backpacker hat mittlerweile auch mehr oder weniger viele Einzel- und Doppelzimmer. Mittlerweile ist auch sehr oft das Bettzeug inklusive.</p>
<p>Ausserdem haben wir auf dieser Reise Holiday-Parks bzw. Motorcamps genutzt, und dort sog. Cabins bezogen, und zwar immer Basic Cabins. Diese beinhalten quasi nur die Betten, und zwar ohne Bettzeug, mit selbigem waeren das Standard Cabins. Es gaebe auch noch Luxus-Cabins, die haben dann schon eigenes Bad, Wohnzimmer, Kueche, bei den Basic Cabins liegt all das in einem zentralen Gebaeude mehr oder weniger in der Mitte der Anlage.</p>
<p>Und damit zu den erwaehnenswerten Unterkuenften unserer Reise, und erwaehnenswert sind auch die Schlusslichter, von denen ich zu behaupten wage, dass sie nicht mehr "unterholt" werden werden:</p>
<p>Im Glentanner Holiday Camp war unsere Cabin ein freistehendes Mini-Blockhaus, in dem genau 3 Stockbetten und 1 Sessel untergebracht waren und uns schon kalt beim Hineinschauen wurde. An dem Tag war's auch kuehler, und wir hatten wenig Hoffnung, dass die duennen Holzbretter die Kaelte der Nacht abhalten wuerden. Wir schliefen also im Jogginganzug bzw. in langer Hose. Immerhin lag unsere Cabin gleich schraeg gegenueber vom Gemeinschaftshaus, also wenigstens hatten wir nicht lang zu Toilette und Waschraum, der aber auf eine Art gekachelt war, dass er einfach billig und nicht uebermaessig sauber wirkte.</p>
<p>Die Kueche voellig ohne Kuechenutensilien, gottseidank gab's ein (gar nicht schlechtes) Restaurant. Der Aufenthaltsraum bot immerhin mehrere Couches, so dass wir ihn noch fuer ein paar Wuerfelpartien nutzten, denn in der Cabin waere es dafuer viel zu unbequem und eng gewesen. Ein Tag bei schlechtem Wetter in diesem Holiday Park haette dennoch mieselsuechtig gemacht, gottseidank blieben wir nur eine Nacht.</p>
<p>Am unteren Ende der Backpacker-Scala unsere Unterkunft auf Stewart Island. Nicht im bereits einmal erwaehnten BBH-Verzeichnis enthalten, wir buchten das Quartier mit dem toll klingenden Namen "The View" in der Tourist-Info und erhielten die angeblich letzten 2 verfuegbaren Betten unserer Preiskategorie auf Stewart Island.</p>
<p>Es handelte sich um ein wirklich schoen, weil weit oben ueber dem Hafen, gelegenes Einfamilienhaus, das bestimmt einmal mit viel Liebe fuer die Familie errichtet wurde. Jetzt lebt dort nur noch Joey, und wir vermuten, dass die Geschichte wie folgt geht: Mann abhanden gekommen (gestorben oder geschieden), Kinder aus dem Haus, Haus zu gross fuer die Frau, um es alleine zu erhalten, sie will aber nicht weg. Irgendwer raet ihr: He, nasche doch mit am Tourismuskuchen, wenn Du in drei Zimmer ein paar mehr Betten fuer Backpacker reinstellst und den Leuten eine Kueche und ein Bad zur Verfuegung stellst, kannst Du in der Saison 200 $ am Tag machen. Und das tat Joey. Allerdings konnte sie sich umbauen nicht leisten, also teilt sie ihre Kueche und ihr Badezimmer, allerdings auesserst ungern, denn fuer ihr Gefuehl sind diese Backpacker Eindringlinge, die ihr Haus beschmutzen. Sie nimmt also in der Kueche die Herdplatten-Einsaetze aus ihrem Herd, vermutlich lagert sie die in ihrem Schlafzimmer und nimmt sie mit, wenn sie kocht, stellt stattdessen einen Mikrowellenherd rein und schreibt einen Zettel "Microwave cooking only" samt Instruktion, wie man Pasta in der Mikrowelle zubereitet. Immerhin kochen ja Backpacker meistens eh nur Nudeln, das weiss man doch. Anekdote am Rande: Als ich mir am Abend einen Tee machte, kam ein Israeli in die Kueche und blickte verzweifelt auf den Herd. Radebrechte, ob ich wisse, wo die Herdplatten seien. Ich deutete auf das Schild "Microwave cooking only" und erklaerte ihm, dass der Herd wohl fuer die Hausherrin alleine sei. Darauf wurde er geradezu verzweifelt: Das haette sie ihm nicht gesagt, er waere jetzt extra im Supermarkt gewesen und haette sich Fleisch gekauft, wie er das denn kochen solle? Tja, ich konnte ihm nicht helfen, und als ich spaeter aus der Dusche kam, sass er da wie ein Haeufchen Elend und hatte zwei Toastbrote mit je zwei Gurkenscheiben drauf vor sich liegen. Der Arme hatte zwei Naechte dort gebucht.</p>
<p>Zurueck zur Kueche: Ausserdem informierte die Pasta-Kochanleitung, dass man fuer rote Sossen nur bestimmte Toepfe und Teller benutzen solle, weil rote Sosse Flecken hinterliesse. Auf jeder zweiten Tuer klebte ein Post-It "Private, Joey only." Detto im Badezimmer, wo auch ein Schild hing: "Sorry, no baths, since we must all conserve water. Thank you, Joey". Auf der Duschwand ein Post-It "Please take short showers only, e.g. 5 minutes, so that we all have hot water. Thank you, Joey." Auf der Kuechentuer die Info, dass wir die Kueche bitte ab 10 Uhr und am Namittag fuer Joey, thank you, freihalten sollen, das Badezimmer sollen wir bitte, thank you, ab 21 Uhr fuer Joey freihalten..</p>
<p>Im Aufenthaltsraum neben der Kueche standen ein paar Plastik-Gartensessel und ein Plastik-Gartentisch, der Grossteil des Raumes war leer. Der Teppich war fast schon bis auf den Holzboden darunter durchgewetzt, weswegen unter den Moebeln ein paar Vorleger lagen, die auch schon bessere Tage gesehen hatten. An der Tuer zum Balkon beim Aufenthaltsraum ein Post-It "Please use balcons on the floor your rooms are in. Thank you, Joey!", sprich, wir haetten diesen Balkon, von dem aus man als einzigem die tolle Aussicht, die der Name "The View" verspricht, hat, gar nicht betreten sollen. Ich brauche wohl nicht zu erwaehnen, dass im Aufenthaltsraum kein Fernsehapparat oder Buch rumlag, nur ein paar "New Zealand's Womans Weekly"-Hefte zur Unterhaltung.</p>
<p>Joey's Einstellung zu ihren Gaesten spiegelte sich auch in ihrer Interaktion mit ihnen: Wir sahen sie, als wir ankamen, da zeigte sie uns alles. Bei dem kurzen Gespraech, das sich ergab, erzaehlte sie, dass sich Stewart Island sehr veraendert haette. Viel mehr Touristen. Frueher, da sei alles viel ruhiger gewesen, und sie sei froh, dass sie - "ich meine, Tourismus ist grossartig, wer kann ohne ihn leben" - jene Zeiten erlebt haette, sie haetten so viel Spass gehabt, damals. Und nach diesem Gespraech sahen wir sie nicht wieder.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass uns irgendein Quartier, das wir uns aussuchen werden, wieder so sehr das Gefuehl geben wird, nicht erwuenscht zu sein, wie Joeys Haus.</p>
<p>Dies waren also die zwei Negativ-Erfahrungen dieser Reise, kaum zu unterbieten. Auch wenn wir morgen in der Jugendherberge in Okarito uebernachten werden, die auch sehr einfach sein soll, nein, sein wird. Wir wurden schon beim Buchen darauf aufmerksam gemacht, dass die Toiletten und Waschgelegenheiten am Campingplatz daneben seien. Aber dort ist das eher bedingt durch die Tatsache, dass Okarito ein 20-Einwohner-Kaff ist, in dem es nichts gibt und man den Gaesten angekuendigterweise nur eine sehr einfache Unterkunft bietet. Die Jugendherberge in Okarito galt schon "damals", also vor 15 Jahren, als ein Geheimtip fuer jemanden, der einmal besonders "basic" untergebracht sein will. Ich glaube nicht, dass wir dort negativ ueberrascht sein werden.</p>
<p>Die Highlights und Besonderheiten der anderen Art bei unseren Unterkuenften folgen ein andernmal, ich folge heute Karins Tip, meine ellenlangen Beitraege doch aufzuteilen.</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Aotearoa 2008 - Behind the Scenes]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=126</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 05:35:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Martin hatte in einem Kommentar einmal gefragt, wie die Aotearoa-Tour eigentlich entsteht, ob sie ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Martin hatte in einem Kommentar einmal gefragt, wie die Aotearoa-Tour eigentlich entsteht, ob sie geplant ist oder im Fahren passiert. Die Antwort ist: teils/teils.</p>
<p>Als wir wegflogen, hatten Karin und ich uns gerade einmal geeinigt, dass wir den zeitlichen Schwerpunkt auf die Suedinsel legen wuerden. Dies wollten wir wegen der Entscheidung, wo wir wann das Mietauto nehmen, obwohl angeblich in Neuseeland nie Mietauto-Engpaesse eintreten, schon von Oesterreich buchen, einfach, um hier dann keine Zeit damit zu vergeuden.</p>
<p>Jede von uns hatte ein paar Orte im Kopf, die sie unbedingt oder ganz gerne (wieder) sehen wollte. Bei der "Planung" in Oesterreich hatten wir eben festgestellt, die liegen grossteils auf der Suedinsel, und mehr hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht besprochen. Es reichte, um festzulegen, dass wir uns ein Auto fuer die Suedinsel nehmen, weil wir auf der Nordinsel nur ganz wenige Punkte abklappern wollen.</p>
<p>In National Park dann, also am Abend vor unserer ersten grossen Wanderung, haben wir die Karte der Suedinsel ausgebreitet, einen Zettel genommen, und einfach einmal eine Route entworfen, bei der wir die Dinge eingebaut haben, die einer oder beiden von uns am Herz lagen. Grundsaetzlich ist die Routenplanung auf der Suedinsel ja eher einfach: Im Prinzip geht eine Strasse rund um die Insel, in den oberen zwei Dritteln der Insel gehen, wegen der Alpen, die die Westkueste entlang die Insel von Norden nach Sueden durchschneiden, gerade einmal 2 Pass-Strassen quer durch, unten gibt's dann ein paar mehr Ost-West-Verbindungen. D.h., dass sich primaer einmal die Frage stellte, machen wir's im oder gegen den Uhrzeigersinn, und wo schneiden wir durch.</p>
<p>Als dieser Plan, bei dem wir beruecksichtigten, wie lange Entfernungstabellen fuer die Strecken veranschlagen und wo wir gerne laenger bleiben wollen, stand, waren wir gerade 'mal beim 1. Maerz als letztem Reisetag angekommen. Und das haben wir einmal so gelassen, in dem Wissen, dass wir Reservetage haben, falls wir einmal wo auf schoeneres Wetter warten wollen, es uns nicht freut, weiterzufahren, oder wir einfach 'mal eine Pause brauchen.</p>
<p>Was wir dann genau an den Strecken oder in den Orten machen, das planen wir eher kurzfristig. Karin sammelte von Anfang an alle Touristen-Prospekte, die ihr hilfreich erschienen, vor allem das Department of Conservation gibt nette Folder zu jeweils 1 oder 2 $ heraus, in denen die Walks einer Region angefuehrt sind, samt Information ueber den Schwierigkeitsgrad und die Gehzeit, und so entstehen, vor allem in Karins Kopf, ungefaehre Tagesablaeufe.</p>
<p>Manchmal beinhaltet das auch nur einen Walk, und der Rest entsteht dann einfach so: Da stehen dann tatsaechlich sozusagen die Schilder "Stop der Aoetearoa-Tour 2008" an der Strasse; so wie gestern auf der Fahrt nach Wanaka, fuer die Karin nicht einen einzigen Stop im Voraus wusste. Da beachteten wir dann, noch mehr als sonst, die braunen Schilder am Strassenrand, die auf mehr oder weniger tolle Sehenswuerdigkeiten hinweisen, und so stoppten wir gestern z.B. an der historischen Bruecke ueber den Shotover River, was im Endeffekt einen Aufenthalt von einer Dreiviertelstunde bedeutete, weil die Gegend wirklich lieblich war und man ein bisschen gehen konnte. Ausserdem verhiess ein Strassenschild "Kingston Flyer, 400 m on the left", und obwohl wir keine Ahnung hatten, was sich hinter dem Kingston Flyer verbarg, folgten wir dem Schild und entdeckten in der Middle of Nowhere eine entzueckende kleine Eisenbahnstation einer reaktivierten alten Bahnstrecke, auf der 1 x taeglich eine Dampflokomotive verkehrt.</p>
<p>Ausserdem fand Karin eine "Abkuerzung" nach Wanaka, 52 km statt 106, klang doch toll, oder? Schon der Zusatz auf dem Strassenschild "via Crown Range" haette mir zu denken geben sollen, doch ich bog brav ab und bereute es postwendend. Die Strasse steil und schmal ohne Mittelstreifen, und dann kamen uns gleich einmal lauter Lastwagen entgegen. Eine Kurve spaeter wurde klar warum: Baustelle, wir durften gleich einmal 15 Minuten einem Lastwagen beim Entladen von Schotter zuschauen, daher auch der viele Lastwagenverkehr. Aber zugegeben - die Aussicht von oben war genial, und die Strecke danach war auch bestimmt schoener, ein schoenes Hochplateau, und wirklich weniger Verkehr, als ich alle hinter mir einmal vorbeigelassen hatte.</p>
<p>Quartiere buchten wir am Anfang meistens in der Frueh fuer den selben Abend oder ein bis zwei Tage vorher, weil wir uns ja die Moeglichkeit offenhalten wollten, laenger oder kuerzer zu bleiben. In Dunedin haben wir ja erstmalig einen Reservetag eingeschoben, weil uns die Stadt gefiel, in den Catlins urspruenglich auch, dann haben wir ihn wieder gestrichen, in Invercargill kam der naechste Reservetag dazu.</p>
<p>Allmaehrlich buchen wir aber schon deutlich weiter in die Zukunft, weil wir jetzt in den touristischeren Gegenden sind und wir dann doch sicherstellen wollen, dass wir entweder ueberhaupt im gewuenschten Ort auch etwas bekommen oder, und das ist haeufiger, genau in dem Backpacker, den wir uns <a href="http://www.bbh.co.nz/listings.aspx#">aus unserer Liste</a> ausgesucht haben. Dieses Backpacker-Verzeichnis kannten sowohl Karin als auch ich schon von unseren frueheren Reisen. Das Heft wird jaehrlich neu aufgelegt, und neben den Werbetexten der Unterkuenfte an sich enthaelt es auch eine Bewertung durch die Reisenden selbst als %-Angabe. Immer im Februar koennen Backpacker die Frage beantworten "auf einer Skala von 1-10, wie sehr hast Du den Aufenthalt in dieser Unterkunft genossen". 100 % wuerde bedeuten, dass alle abstimmenden Reisenden diesem Backpacker 10 Punkte gegeben haben. Karin und ich lieben es, in diesem Heft die Texte und Bewertungen zu lesen und uns dann einen Backpacker auszusuchen; Backpacker mit weniger als 70 % suchen wir fast nie aus, wir sind Prozent-Junkies und probieren die 80er und 90er aus. Im Moment logieren wir gerade in <a href="http://www.bbh.co.nz/listings.aspx?bbh=detail&#38;aid=227&#38;hid=14553">The Purple Cow,</a> mit 83 % das hoechste in seiner Groessenordnung, der groessten naemlich mit ueber 100 Betten. Normalerweise nehmen wir die kleineren mit unter 20 Betten, aber 83 % bei dieser Groesse ist schon sensationell, das wollten wir sehen, und sie haben's wirklich verdient.</p>
<p>Auf jeden Fall hatten wir schon vor dem Milford Sound fuer hier und die naechsten zwei Naechte in Haast vorbestellt, also immerhin schon 6 Tage im Vorhinein. Gestern haben wir uns dann hingesetzt und den Rest der Reise geplant, und wir hatten tatsaechlich eher Schwierigkeiten, die restlichen Reservetage unterzubringen. Nicht so sehr, weil es nichts mehr gaebe, was uns gefaellt, sondern weil wir auch noch Werktags-Shoppingzeit in Christchurch wollen, aber an einem Sonntag unser Auto ebendort zurueckgeben muessen. Also wollen wir schon vorher wieder nach Osten hinueber - das was wir noch einschieben koennen ist aber eher im Westen. Und so haben wir unseren bis gestern gueltigen Plan, die Westcoast auf 3 x zu fahren und dazwischen ueberall 2 Tage zu bleiben jetzt auf eine ziemliche Zucklerei abgeaendert, fahren mehrere kurze Strecken, bleiben dafuer meist nur noch einen Tag. Und zwar sind wir jetzt mehr nach <a href="http://www.bbh.co.nz/listings.aspx?bbh=detail&#38;aid=224&#38;hid=14422">gemuetlich/originell klingenden</a> Backpackern gegangen - Dinge zu sehen und zu tun suchen/finden wir dann ohnehin. Die Westcoast ist eine einzige Ansammlung an schoenen Kuesten, Straenden, Bergen, Seen, Fluessen, Wasserfaellen, dort gibt's ueberall etwas zu sehen.</p>
<p>Dafuer bleiben wir dann doch schon ab Freitag endgueltig in Christchurch, koennen uns dort fuer 3 Naechte haeuslich niederlassen, das hatten wir ausser in Dunedin noch nie, und machen lieber von dort Ausfluege - oder wir machen nichts, das sehen wir dann. Immerhin stehen dann keine braunen Schilder mehr rum, die unsere Aufmerksamkeit erregen, dann heisst es, uns selbst aufraffen - und das wird sich erst weisen, wie sehr wir das tun.</p>
<p>Denn heute z.B. haben wir auch eher weniger unternommen. Wir wollten in Wanaka zwei Naechte bleiben, weil es eine schoene Gegend ist und wir dachten, da gibt es jede Menge Walks mit schoenen Ausblicken, ausserdem gibt es hier die Puzzling World mit einem tollen, zweistoeckigen Irrgarten und den "Illusion-Rooms". Naja - wir waren gerade 'mal in der Puzzling World, dort allerdings sicher 3 Stunden lang; und sonst haben wir gefruehstueckt, gewaschen, gebummelt, und jetzt internetten wir. Hin und wieder reizt uns einfach keine Landschaft, und nicht einmal die Tatsache, dass draussen immer noch schoenes Wetter ist, fuer die naechsten zwei Tage aber Regen angesagt ist, zieht uns auf den Aussichtsberg. Einkaufen wollen wir noch gehen, dann werden wir weiter den gemuetlichen Backpacker geniessen. Moeglicherweise geht es uns ja in Christchurch genauso.  </p>
<p>Es geht also in den Endspurt, obwohl noch ueber zwei Wochen, also eine normale Urlaubszeit, vor uns liegen. Keine Reservetage mehr, ein klares Raum-Zeit-Geruest liegt vor uns. Gebucht haben wir einmal die naechsten 5 Naechte; noch ist also theoretisch ein wenig Veraenderung moeglich, aber wenn ich mir ueberlege, wie lange wir gestern an der Planung gefeilt haben, wird sich vermutlich nicht mehr so viel tun.</p>
<p>Falls es jemanden interessiert, im speziellen fuer meine Eltern, die ja eine Neuseeland-Karte zum Mitverfolgen zu Hause haben 2 x Haast, Fox Glacier, Franz Josef Glacier, Okarito, Ross, 2 x Punakaiki = alles an der Westcoast von Sueden nach Norden), zurueck hinunter nach Greymouth, 2 x Arthur's Pass = nach Osten, in den Alpen in der Mitte, 2 x Banks Peninsula oestlich von Christchurch, 3 x Christchurch - und das war's. Klingt schon fuerchterlich endlich, oder?</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Doubtful und Milford Sound]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=125</link>
<pubDate>Thu, 21 Feb 2008 08:58:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Und wieder liegen ereignisreiche (und weniger ereignisreiche, aber die lasse ich aus) Tage hinter un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder liegen ereignisreiche (und weniger ereignisreiche, aber die lasse ich aus) Tage hinter uns, in denen wir "just a few more boattrips" unternommen haben. Und zwar am Doubtful und Milford Sound.</p>
<p>Doch wie fast immer komme ich so schnell nicht zur Sache. Springen wir zuerst fast 250 Jahre zurueck - Captain Cook 'mal wieder. Bei seiner Umrundung und Kartierung von Neuseeland segelte er am Milford Sound glatt vorbei, sah zwar die schmale Einfahrt, mass ihr aber keine Bedeutung zu, dachte nicht, dass es da grossartig wohin ginge. Nun ja - immerhin sind es 19 km, die ihm verborgen blieben. So blieb es einem Walliser, dessen Namen ich vergessen habe, fast 50 Jahre spaeter vorbehalten, den Milford Sound nach seinem Geburtsort Milford Haven zu benennen.</p>
<p>Den Doubtful Sound sah Captain Cook sehr wohl, doch er traute sich nicht, in ihn hineinzusegeln, weil er bezweifelte, ob er jemals wieder herauskaeme, wenn er es taete. Klingt jetzt danach, als ob er ein wenig ein Wappler gewesen sei, der olle Cook, aber bitte bedenkt: Der gute Captain war noch vom Wind abhaengig, und wir befinden uns hier in den "Roaring Forties", der Zone mit kraeftigen Westwinden. Sich in einer solchen mit einem grossen Segelschiff in einen unbekannten, duennen Fjord zu begeben, der nach Westen hin geoeffnet ist - das waere vielleicht tatsaechlich nicht ganz vernuenftig gewesen. Er nannte das, was sich hinter der Einfahr benannt also "a doubtful Haven", einen zweifelhaften Hafen - und der Namen blieb haengen.</p>
<p>Schnelldurchlauf, zurueck zum Jahr 1991, meiner ersten Neuseelandreise. In meinem damaligen Reisefuehrer ist der Doubtful Sound noch ueberhaupt nicht erwaehnt. Zum Unterschied zum Milford Sound, der schon damals eine der Top-Attraktionen Neuseelands war. Ich erinnere mich aber, dass ich damals schon vom Doubtful Sound hoerte - als (wirklich noch) Geheimtip. Sei nur ueber entweder einen langen, beschwerlichen Walking Track zu erreichen, oder man muesse eine Bootsexkursion machen, weil keine Strasse hinfuehre. Man hoerte geruechteweise von Menschen, die diesen Sound tatsaechlich besucht haetten - ich traf, glaube ich, kein solches Exemplar, und auch ich selbst sah nur den Milford Sound. Karin hatte, ein Jahr spaeter, keinen der beiden Sounds besucht.</p>
<p>Heute werden Doubtful und Milford Sound meist in einem Atemzug genannt. Doubtful Sound gilt immer noch als "Geheimtip", allerdings einer jener Geheimtips, ueber die jeder Bescheid weiss, die in jedem Reisefuehrer, in jedem Visitor Center, in jedem Prospekt erwaehnt werden. Manche meinen, der Doubtful Sound sei eine echte Alternative zum Milford Sound, weil schoener, weniger ueberlaufen, oder weil die Anreise schon so schoen sei (dazu spaeter). Andere meinen, man muesse beide gesehen haben, weil sie nicht zu vergleichen seien. Die meisten Neuseeland-Touristen mit begrenzter Zeit beschraenken sich wohl immer noch nur auf den Milford Sound: 550.000 Touristen jaehrlich!</p>
<p>Zurueck zu unserer Aotearoa-Tour 2008: Karin und ich wollten von Anfang an beide Sounds besuchen, und weil wir von Sueden kamen, fingen wir mit dem Doubtful Sound an.</p>
<p>An der Tatsache, dass der Doubtful Sound individuell gar nicht erreichbar ist, hat sich seit vor 15 Jahren nichts geaendert, man muss eine Tour buchen. Denn der Doubtful Sound liegt ganz tief drin im riesigen Fiordland Nationalpark, dem suedwestlichsten Teil der Suedinsel, in den kaum Strassen fuehren. So fuehrt auch keine zum Doubtful Sound, d.h., das stimmt nicht ganz: Es gibt die Wilmot-Pass-Strasse, und, das ist ganz spannend: Diese beginnt beim Sound und endet an der der Zivilisation abgewandten Seite des Lake Manapouri, und es gibt KEINE Strassenverbindung von irgendwo in Neuseeland zu dieser Strasse. Was hat es also mit dieser Strasse auf sich?</p>
<p>Dazu springe ich noch einmal kurz zurueck in die 60er-Jahre: Damals baute man am Lake Manapouri ein Wasserkraftwerk, und weil die Strassen vom naechsten Hafen, Bluff, alle zu schmal waren, um schweres Geraet fuer den Bau zu transportieren, war es billiger, saemtliche Baumaschinen ueber das Meer - eben ueber den Doubtful Sound - anzuliefern und eine komplett neue Strasse ueber den Wilmot Pass zum Kraftwerk zu bauen. Hiess es zumindest vor dem Bau: Heute steht fest, dass die Wilmot-Pass-Strasse die teuerste jemals gebaute Strasse in Neuseeland ist: 2000 $ (1100 EUR) pro cm - und die Strasse ist eine Gravel-Road, also nicht asphaltiert.</p>
<p>Und jetzt zurueck zu unserer Reise. Unser Tagesausflug zum Doubtful Sound begann also mit einer 1-stuendigen Cruise ueber den Lake Manapouri. Wir starteten bei komplett blauem Himmen und herrlichem Sonnenschein, fuhren allerdings in die Richtung, in der sich doch einige Wolken zusammenballten, so dass wir bei ein wenig bedecktem Himmel beim Visitor Centre des Kraftwerks ausstiegen. Dann bestiegen wir einen Bus, der uns zunaechst einmal, und das hatten wir vorher gar nicht gewusst, das war sozusagen interessante Draufgabe, eine 2 km lange, spiralfoermig nach unten (sprich: ueber 200 m unter die Erde) fuehrende Strasse entlang in das Kraftwerk hineinfuehrte, wo wir kurz in die Maschinenhalle schauen konnten und ein bisschen ueber das Kraftwerk erfuhren. War sehr interessant und vor allem beeindruckend; der Bau dieses unterirdischen Kraftwerks zur damaligen Zeit und unter den Arbeitsbedingungen dieser Gegend (kleines Detail am Rande: Die Arbeiter bekamen eine Sandfly-Zulage!) war wohl eine ziemliche technische Leistung.</p>
<p>Nach diesem Ausflug hinunter fuehrte uns der Bus dann ueber den Wilmot Pass zum Doubtful Sound: Bei unserem Stop am Aussichtspunkt huellte sich der Sound doch ziemlich in Wolken, man sah so ziemlich original nichts, anstatt dass wir den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Doubtful_Sound_Deep_Cove.jpg">beruehmten ersten Blick</a> auf den Doubtful Sound erhaschten.</p>
<p>Unten angekommen bestiegen wir dann unser Schiff, und die eigentliche Cruise ueber den Sound dauerte dann 3 wunderbare Stunden lang. Der Doubtful Sound ist ein eher schmaler Fjord mit mehreren Seitenarmen, die am weitesten vom offenen Meer entfernte Stelle im Fjord liegt 40 km von der Tasmanischen See entfernt, und mehrere Arme sind fast gleich lang - man kann also ziemlich lange kreuzen und sieht immer wieder Neues. Und genau das war auch das Tolle an dieser Cruise: Der Blick veraenderte sich ununterbrochen. Ich saugte mich an einem herrlichen Anblick fest, stand in der Sonne (die Wolken hatten anfangs fuer eine eher mystische Stimmung gesorgt, rissen dann aber so ziemlich komplett auf, und die zweite Haelfte fuhren wir bei blauem Himmel) und versuchte, den Anblick ganz tief zu verankern, und dann fuhren wir um eine Biegung und es eroeffnete sich ein Blick, der fast noch schoener war - und so fuhren wir von Aussicht zu Aussicht - mein Mittel der Kommunikation, das Wort, reicht nicht, um Euch das zu beschreiben, ich muss Euch auf Karins Fotos vertroesten, obwohl ich sicher bin, dass die auch nur ungenuegend zeigen werden, wie wunderschoen dieser Fjord ist.</p>
<p>Die Rueckfahrt bei ebenso blauem Himmel wieder ueber den Pass und den Lake Manapouri (just another Boat trip ;-) ) verblassten dann fast ein wenig, waren aber ein schoener Ausklang dieses perfekten Tages.</p>
<p>Und zwei Tage spaeter fuhren wir die Strasse zum Milford Sound. Wir waren sogar extra zeitig aufgestanden (7 Uhr!!!), um nicht im Konvoi mit all den Bussen zu fahren, liessen uns aber fuer die Sehenswuerdigkeiten entlang der Strasse sehr viel Zeit, fuhren mit der Zeit also doch voll im Hauptstrom mit, es war trotzdem weit weniger schlimm als erwartet. Von Erzaehlungen hatten wir ein richtiges Konvoi-Fahren erwartet, das war es ueberhaupt nicht.</p>
<p>Was gab es entlang der Milford Road? Seen, in denen sich Berge spiegelten, ein Tal voller mystischer Morgen-Nebel-Stimmung, Wasserfaelle, Zauberwald, Aussichtspunkte: Wir brauchten alles in allem fuer die 120 km 5 1/2 Stunden, obwohl wir grossteils zwischen 80 und 100 km/h fuhren. Hier ein kurzer Stop, dort ein kurzer Walk, da ein ein wenig laengerer Walk - schon die Fahrt hinaus empfand ich als abwechslungsreich und sehr schoen.</p>
<p>Im Sound selbst gibt es dann fast nichts zu tun: Dort steht ein Riesen-Anleger, an dem 5 (!) Firmen ihre Cruise-Ships stehen haben und im Schnitt alle halben Stunde eine 1,45 - 2,5 h lange Cruise ablegt. Ein Kaffeehaus. Ein Hotel. Etwas abseits der Flughafen, von dem manchmal im Minuten-Takt die Flieger fuer die 10-Minuten Rundfluege abheben. Noch ein wenig abseits eine Art Hafen, wo Crayfish-(Lobster)-Fischer arbeiten, und noch ein paar Meter weiter unsere Unterkunft. Und das ist es.</p>
<p>Wir machten also brav unsere Rundfahrt ueber den Fjord - auch dieser Tag war uebrigens einer voll strahlendem Sonnenschein, voellig untypisch fuer diese Gegend, es liegt allerdings an diesem Sommer generell und nicht daran, dass wir einen aussergewoehnlichen Tag erwischt hatten -, und der Milford Sound, der ist ganz anders als der Doubtful Sound: Ein gerade Schlauch, wie oben schon erwaehnt 19 km lang, keine Verzweigungen. Wesentlich weiter als der Doubtful, dafuer steigen die Berge, die ihn umranden, steil auf 1400 bis 1800 m auf, und das wirkt ziemlich gigantisch, spektakulaer. Der Milford Sound, der ist atemberaubender, aber im Prinzip ist sein einer, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:MitrePeakNZ.jpg">beruehmter Ausblick</a> jener auf dem Mitre Peak. Der ist auch so ein Blick, an dem man sich nicht sattsehen kann, aber es ist eben nur einer. Eigentlich wirkt der Milford Sound von seinem Endpunkt aus am besten - der Doubtful hat viele schoene Flecken.</p>
<p>Auf jeden Fall blieben wir eine Nacht in Milford Sound, und am naechsten Morgen (Tagwache 7:30) machten wir noch eine Sea-Kayak-Tour ueber den Sound, damit wir diesen Herzenswunsch von Karin - Kayaken gehen - auch endlich erledigt haben ;-) War auch eine sehr schoene Erfahrung, dabei sieht man halt mehr die Details: den Uferbereich, die 10.000 der Millionen Sandflies, einen Wasserfall. Die Tour dauerte alles in allem fast 4 Stunden, und es war doch ziemlich anstrengend, vor allem die zweite Querung des Fjordes, als doch schon ziemlich viel Wind ging.</p>
<p>Nach der Tour beobachteten wir noch den unglaublichen Verkehr am Flugfeld, sahen Gatschhupfern und Helikoptern beim Starten und Landen zu, und fuhren dann doch relativ diretissima - nur ein Stop - wieder zurueck nach Te Anau. Denn die Milford Road ist eine 120 km lange Sackgasse von Te Anau weg, der Weg rein ist auch der hinaus.</p>
<p>Das waren also die zwei Fjorde - jeder auf seine Art sehr schoen, auch wieder Tage voller Sonne, Wind und Wasser, die wir einfach nur genossen haben, an denen alle Gedanken ausser Genuss weggeblasen wurden. Und schon wieder 3 min vor Sperrstunde - damit endet dieser Bericht wieder ohne Korrekturlesen. Mehr demnaechst in diesem Theater.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stewart und Ulva Island - Paradise lost]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=79</link>
<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 07:58:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Als ich 1991/92 hier war, hatte ich Stewart Island leichten Herzens ausgelassen. Mein damaliger Reis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich 1991/92 hier war, hatte ich Stewart Island leichten Herzens ausgelassen. Mein damaliger Reisefuehrer, den ich auch diesmal aus nostalgischen Gruenden mitgenommen habe, auch um nachzulesen, wo sich was geaendert hat, meinte sinngemaess, nach Stewart Island solle nur fahren, wer mit dem unbestaendigsten Wetter Neuseelands zurechtkomme, auf jeglichen Komfort verzichten koenne und wem es nichts ausmache, von Millionen von Sandflies bei lebendigem Leibe verspeist zu werden, ausser, man schmiere sich von oben bis unten mit absolut uebelriechenden Pasten ein, weil nur die uebelriechendsten ein klein wenig nuetzen. Man solle, wenn man nach Stewart Island fahre, genug "dry food" mitnehmen, weil die Essensvorraete im einzigen Laden der Insel rasch erschoepft seien und solle Kleidung anziehen, auf die man verzichten koenne, weil man den Schlamm und Schlammgeruch nie mehr rauskriege. Klang doch richtig verlockend damals, oder? Ach ja, die Faehre ging damals in der Saison morgens von Bluff zur Insel, nachmittags wieder zurueck, in der Nebensaison Montags, Mittwochs und Freitags.</p>
<p>Dafuer versprach der damalige Reisefuehrer, was auch noch der neue verspricht: Dass man Straende und Wege (der neue Reisefuehrer: fast) fuer sich alleine hat, den dichtesten und urtuemlichsten Regenwald mit dem groessten Vogelreichtum Neuseelands vorfindet und alles noch ein bisschen geruhsamer zugeht als auf den anderen zwei Inseln.</p>
<p>Klingt schon ein wenig verlockender, trotzdem zog es mich nicht unbedingt hinueber, vor allem mit Karins Plan, den 3-taegigen Rakiura-Track zu gehen. Das wusste ich ja nun gut zu verhindern, indem ich mir die laedierte Ferse zugelegt habe, die ich tatsaechlich immer noch von Zeit zu Zeit spuere: Es tut nicht weh, aber sie ist da - und da will ich einfach nicht in die Wanderschuhe steigen, schon gar nicht mit der Aussicht, sie 3 Tage lang in der Middle of Nowhere zu tragen. Daher also die bereits im vorigen Beitrag angedeutete, abgekuerzte Version eines Trips nach Stewart Island, mit der sich auch Karin durchaus sehr zufrieden zeigte.</p>
<p>Ich schicke gleich vorweg: Wir hatten geniales Wetter. Unser erster Tag, Mittwoch, war ohnehin als strahlender Sonnenschein-Tag im ganzen Southland angesagt, deswegen hatten wir uns beeilt, diesen Tag in unsere Stewart Island-Erfahrung einzubauen. Der zweite Tag war in der Zeitung mit dem Piktogramm "zwei Wolken und zwei Regentropfen" gekennzeichnet, den nahmen wir halt in Kauf, nach dem Motto "was wollen wir, es ist Stewart Island, vielleicht ist es ja nicht ganz so schlimm". Gut, jetzt wissen wir, wie dieses Piktogramm zu deuten ist: Wir sahen am Donnerstag zwei Wolken und zwei Regentropfen, der Rest war noch tollerer Sonnenschein als am Tag davor. Mit einem Wort: perfekt! (Mittlerweile habe ich das Piktogramm "vier Wolken mit vier Regentropfen" entdeckt, das gilt fuer morgen in der Invercargill-Gegend, die wir am Vormittag verlassen, 'mal sehen, wie das genau zu deuten ist.)</p>
<p>Unser Flug war kurz und genial: Herrlicher Blick nach unten, die Dame vom Visitor Centre hatte Recht: Einfliegen ist tatsaechlich schoener als "einfaehren". Schon von oben verhiess Stewart Island viele goldene Straende und viel Wald.</p>
<p>Das Flugfeld Stewart Islands liegt ein paar Kilometer noerdlich der einzigen Siedlung Stewart Islands, Oban, oft auch einfach Halfmoon Bay genannt, weil das die Bay ist, an der es liegt. Das haettet Ihr jetzt nicht erraten, ich weiss, und weil ich Euch jetzt auch unterstelle, dass Ihr Euch das nicht vorstellen koennt, hier auch noch eine <a href="http://www.stewartisland.co.nz/Street%20Map.html">Karte</a> des Ortes (laesst sich mit Klick auch noch vergroessern). Nein, natuerlich nicht deswegen, sondern weil diese Karte einen schoenen Ueberblick ueber das gesamte Gebiet gibt, von dem im Folgenden die Rede sein wird. Und nur, damit Ihr ein Gefuehl dafuer bekommt, welch kleiner Anteil der Insel eigentlich bewohnt ist, <a href="http://www.newzealand.com/travel/destinations/national-parks/rakiura/rakiura.cfm">hier</a> eine Karte, aus der Ihr erstens ersehen koennt, dass Halfmoon Bay tatsaelich oft statt des eigentlichen Ortnamens verwendet wird und zweitens, dass Halfmoon Bay nur ein Punkt auf dieser Insel ist. Der Rest ist - nicht nur quasi - unbewohnt. Ihr seht es ja auch an der Strassenkarte - die Karten hoeren alle auf, gerade die rechts scheint weiter zu gehen, aber auch sie endet, das darf ich Euch versichern, relativ bald im Nichts, sie fuehrt zum Anfang (oder Ende) des Rakiura Tracks.</p>
<p>Wir wurden also mit Bus ins Stadtzentrum, naemlich an die Wasserfront der Halfmoon Bay gebracht, wo wir, weil wir es noch ein wenig zeitig fanden, um schon im Backpacker aufzutauchen, einmal am Strand fruestueckten (das Essens-Bild von Karins Fotostory entstand ebendort). Dann war's zwar immer noch zeitiger als wir normalerweise aufstehen (tja ...), aber wir hatten einiges vor, also bezogen wir unser Zimmer, das auch schon frei war: interessanterweise waren alle Zimmer leer, kein Mensch zu sehen, obwohl es erst 10 Uhr war; normalerweise haengen um diese Zeit immer noch x Menschen in der Kueche oder sonstwo rum. Unser Backpacker hiess "the View" und hatte einen sensationellen ebensolchen - zumindest dort haetten wir jemanden erwartet. Allerdings wurde uns schnell klar, wo die Menschen waren: Sie waren gefluechtet, denn wir hatten uns in noch keinem Quartier so unwillkommen gefuehlt wie in diesem. Doch dazu ein andernmal, in einem Beitrag ueber unsere Quartiere, mehr, sonst wird dieser noch laenger, als er ohnehin schon ist (ja, es stimmt, ich habe auch eine genetische Disposition dazu, laengere Elaborate zu verfassen, ich kann gar nichts dafuer ;-) ).</p>
<p>Auf jeden Fall wollten wir nach Ulva Island, der Vogelinsel. Ulva Island ist eine jener Inseln, die vom in Neuseeland allgegenwaertigen Department of Conservation dazu ausersehen wurden, ihre gefaehrdeten Vogelarten aufzunehmen. Ich weiss nicht, ob Euch das bewusst ist: Neuseeland kannte, bis die Menschen kamen, kaum Saeugetiere. Bis vor kurzem dachte man (und das war mein Wissensstand, bis ich soeben nachgelesen hatte), dass es nur ein paar, naemlich drei, Fledermausarten gegeben hatte, seit 2006 weiss man, dass es wohl auch ein mausgrosses Saeugetier gegeben hat. Was es aber auf jeden Fall nicht gab: raeuberische Saeugetiere. Fast alle oekologischen Nischen in Neuseeland wurden von Voegeln besetzt, u.a. dem bis zu 3,5 m grossen, flugunfaehigen, Moa (quasi der Giraffenvogel ;-) ), der von den Maori ausgerottet wurde und dessen heute noch lebender Verwandter der Kiwi ist. Und wie der Moa und Kiwi haben auch einige andere Voegel Neuseelands das Fliegen im Laufe der Jahrmillionen eingestellt - wozu auch, wenn keine Gefahr besteht, vor der es noetig ist, in die Luft zu fliehen. Tja, leider stellte sich diese Tatsache als eher sub-optimal heraus, als der Mensch kam und Hunde, Katzen, Beutelratten, Wiesel, Ratten etc. mitbrachte. Diese dezimierten Neuseelands Vogelwelt betraechtlich, viele Arten sind schon ausgestorben, manche gibt es gerade noch. Wie z.B. den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kakapo">Kakapo,</a> der Mitte des vorigen Jahrhunderts bereits als wahrscheinlich ausgestorben galt, bis man doch noch ein paar Exemplare fand und begann, sie auf weit draussen liegenden Inseln wieder anzusiedeln.  Auf jene Inseln kommt man ueberhaupt nicht, diese werden vom Department of Conservation (DOC) gehuetet wie - tja, wie das verlorene Paradies.</p>
<p>Aber Ulva Island. Rund 260 ha gross, wurde es in einer Saeuberungsaktion von 1993 bis 1997 von Saeugetieren, vor allem Ratten, befreit, und seither werden seltenere Vogelarten dort angesiedelt. Da ich ja auch eine genetisch bedingte Vorliebe fuer unsere gefiederten Freunde habe, war ich sofort Feuer und Flamme, das Wassertaxi hinueberzunehmen. 3 Stunden brauche man, um alle Tracks der Insel bequem zu durchspazierwandern, meinte die Dame vom Visitor-Centre; wir sagten unserem Wassertaxi, dass er uns 5 Stunden spaeter wieder abholen solle, und wir kamen 3 Minuten vor dem vereinbarten Termin wieder beim Pier an. Es war unglaublich schoen!</p>
<p>Obwohl es sogar eine "Wassertaxi-Faehre" mit 3 x taeglichen fixen Ueberfahrtterminen gibt, begegneten wir gerade 5-8 mal Menschen, 1 x davon einer gefuehrten Gruppe, sonst Paaren. Obwohl Stewart und Ulva Island also mittlerweile "staerker" touristisch orientiert sind, ist das nicht zu bemerken: Wenn ich zu einem Strand komme, am Eingang zwei Menschen begegne und gruesse, zum Ende des Strandes schlendere, mich umdrehe und feststelle, die zwei sind weg, den Rest der Zeit alleine am Strand bin, dann ist das kein Massentourismus, auch wenn es sich fuer die Stewart Islander so anfuehlen mag.</p>
<p>Zurueck zum Eigentlichen auf Stewart Island, den Voegeln: Wir hatten ein kleines Heft, das uns die "Birds to watch out for" in Wort und Bild vorstellte. Wir waren kaum 10 Minuten unterwegs, da sass auf einem Ast, der in den Weg hineinragte, ein Bellbird (Korimako), und das Heft verriet uns, dass er einer der haeufigsten auf Ulva Island ist. Nun gut, immerhin, den haeufigsten hatten wir schon, und den sahen wir am Weg, der vor uns lag, immer wieder, woraufhin ich schon zu zweifeln begann, ob wir auch die selteneren zu sehen bekommen wuerden.</p>
<p>Dann unser erster Strand, eine Menschen-Begegnung - und unsere erste Vogel-Begegnung der besonderen Art: ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wekaralle">Weka,</a> ein weiterer flugunfaehiger Vogel Neuseelands, beaeugte gierig das Kartoffelchip, das die Dame auf der Bank in der Hand hielt. Sie fuetterte ihn brav nicht, ihr Mann sprach sie an, sie blickte zu ihm - und als naechstes hoerten wir einen Schrei und sahen den Weka - mit dem Chip im Schabel - ins Unterholz fluechten. Obwohl es keiner gesehen hatte: der Vogel muss gesprungen sein, um ihr den Chip zu stehlen! Gut, die Beschreibung im Heft meinte, dass der Vogel in der Naehe von Menschen ziemlich frech werden koenne. Ja, das hatten wir somit bemerkt.</p>
<p>Mit Wekas hatten wir zwei Straende spaeter (und nein, wir sahen ihn nicht nur am Strand, entdeckten ihn auch oft im Wald im Laub) ein weiteres tolles Erlebnis: Er lief in den Steinen herum, dort, wo das Wasser stand, weil sie bei Flut ueberflutet werden, und raeumte immer wieder Steine zur Seite. "Was tut der?" fragte ich mich und Karin, und versuchsweise drehte ich einen Stein um - woraufhin unzaehlige kleine Krabben fluechteten, der Weka zu mir gelaufen kam, und gierig begann, die Krabben zu futtern. Muss ich extra erwaehnen, was ich die naechsten 10 Minuten tat, und dass ich einen Freund auf Lebenszeit gewonnen habe?</p>
<p>Ich muss mich schon beeilen, in 10 Minuten sperrt dieses Internet-Cafe zu, ich kuerze es ab (wofuer mir Eure Arbeitgeber/Lebenspartner dankbar sein werden): Wir sahen weiters: Oystercatcher, Tui, Stewart Island Robins (auch Voegel, die gelernt haben, dass dort, wo Menschen gegangen sind, der Boden in Unordnung geraten und Insekten freigeworden sind, die daher ueberhaupt nicht scheu reagieren), South Island Saddlebacks, New Zealand Pigeons, Fantails,  New Zealand Parakeets (ja, kleine, bunte Zwergpapageien, soooooo suess!), und auch einen Kaka - einen Papagei in der Groesse eines Aras, an der Oberseite eher graeulich, aber die Unterseite ist bunt; auf den hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt!</p>
<p>Ununterbrochen sind wir stehengeblieben, haben gelauscht, haben versucht, den Vogel zu finden, der gerade singt, kraechzt, gackert, was auch immer. Lustig auch der Moment, als wir auf einer kleinen Lichtung standen, weil wir gerade etwas singen gehoert hatten, und ich meinte "da muesste jetzt das New Zealand Pigeon kommen", weil das Heft meinte, man koenne selbige oefter auf Lichtungen beobachten - und kaum habe ich fertiggesprochen, ertoente das ganz typische Geraeusch ihres Fluegelschlages (diese Voegel kommunizieren ueber dieses Geraeusch!), und ein Vogel flog ueber unsere Koepfe und setzte sich auf einen Ast.</p>
<p>Das Ulva-Island-Erlebnis hatte ein bisschen etwas von einem Freiluft-Disneyland. Das ganze Bemuehen des DOC, das "urspruengliche" Neuseeland, ihr verlorenes Paradies, auf Inseln oder in Nationalparks wiederherzustellen, hat etwas davon, eine Illusion herbeizaubern zu wollen. Aber das Ergebnis hat auch etwas Berauschendes, bei aller Kuenstlichkeit: wir fanden's genial.</p>
<p>Den naechsten Tag sind wir dann noch ein wenig auf Stewart Island selbst herumgelaufen: zuerst zum einzigen Leuchtturm von Stewart Island, Acker's Point, ganz links unten auf der oben irgendwo verlinkten Karte: War ein schoener 3-Stunden-Walk hin und zurueck, wieder in unserer Geschwindigkeit, also eigentlich Langsamkeit, bei der wir staendig nach Vogeln Ausschau hielten, die wir schon meisterlich identifizierten. Ein neuer kam dazu, der Silvereye, ein entzueckender kleiner Mini-Vogel mit grossen, weiss umrandeten Augen, die dadurch noch groesser aussahen.</p>
<p>Und die zweite Wanderung von Halfmoon Bay nach rechts, noch 3 oder 4 Bays weiter, dort war eine Art Botanischer Garten.</p>
<p>Mit der Faehre ging es am Abend zurueck, und gottseidank war das Meer ziemlich ruhig - denn diese Ueberfahrt soll noch uebler werden koennen als die ueber die Cook-Strasse. Heute waren wir einfach so in Bluff und haben ueber die Meerenge geschaut - und das Meer hat wesentlich wilder ausgesehen als gestern. Also auch hier hatten wir Riesen-Glueck.</p>
<p>Und jetzt wieder einmal Schluss ohne Korrekturlesen - in zwei Minuten sperren sie zu. Ich sage Euch nicht, wie lange wir hier gesessen sind ... ;-) Heute waren wir eher besichtigungsfaul. Aber das muss auch einmal sein, vor allem nach zwei so genialen Tagen, an denen wir wirklich viel gegangen sind.</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Fotoschau 3]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=60</link>
<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 08:34:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>kiwi2008</dc:creator>
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<description><![CDATA[So, jetzt kommen ein paar Fotos von unseren Begegnungen mit diversen Tieren.
   Albatross, leider in]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>So, jetzt kommen ein paar Fotos von unseren Begegnungen mit diversen Tieren.</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/albatross1.jpg" title="Albatross"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/albatross1.thumbnail.jpg" alt="Albatross" /></a>   Albatross, leider in bisschen unscharf - die fliegen einfach zu schnell</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/gabi_kakadu.jpg" title="Gabi und der Ara"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/gabi_kakadu.thumbnail.jpg" alt="Gabi und der Ara" /></a>   Gabi in ein anregendes Gespraech vertieft</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/pinguinschild.jpg" title="Pinguinschild"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/pinguinschild.thumbnail.jpg" alt="Pinguinschild" /></a>   Wenn man dieses Schild sieht, weiss man hier ist man richtig um die kleinen blauen (ja sie sind blau) watschelnden Gesellen  zu sehen.</p>
<p>Fuer die gelben Pinguine gabs kein Schild - die haben wir einfach so gesehen:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/pinguin1.jpg" title="Pinguin 1"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/pinguin1.thumbnail.jpg" alt="Pinguin 1" /></a>   Unser erster Yellow-eyed Penguin ganz aus der Naehe</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/pinugin2.jpg" title="Pinguin 2"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/pinugin2.thumbnail.jpg" alt="Pinguin 2" /></a>   Die zwei haben sich wohl richtig gern</p>
<p>Dann gabs da noch die Robben (Seeloewen und Fellrobben):</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben1.jpg" title="Robben 1"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben1.thumbnail.jpg" alt="Robben 1" /></a>   <a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben2.jpg" title="Robben 2"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben2.thumbnail.jpg" alt="Robben 2" />  </a><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben3.jpg" title="Robben 3"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben3.thumbnail.jpg" alt="Robben 3" />  </a><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben4.jpg" title="Robben 4"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/robben4.thumbnail.jpg" alt="Robben 4" /></a></p>
<p>Und dann haette ich doch jetzt fast die Schafe vergessen:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/schafe.jpg" title="Schafe"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/schafe.thumbnail.jpg" alt="Schafe" />  </a><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/schafe2.jpg" title="Gabi und die Schafe"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/schafe2.thumbnail.jpg" alt="Gabi und die Schafe" /></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Fotoschau 2]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=49</link>
<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 08:22:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>kiwi2008</dc:creator>
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<description><![CDATA[ Jetzt habt ihr so lange auf Fotos warten muessen, jetzt gibt es dafuer mehr.
Lake Tekapo - der blau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p> Jetzt habt ihr so lange auf Fotos warten muessen, jetzt gibt es dafuer mehr.</p>
<p>Lake Tekapo - der blaue See. Der See wird durch Gletscherwasser gespeichert und hat deswegen diese tolle Farbe (die auf den Bildern nie so raus kommt wie es in Wirklichkeit ist).</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/lake_tekapo1.jpg" title="Lake Tekapo - der blaue See"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/lake_tekapo1.thumbnail.jpg" alt="Lake Tekapo - der blaue See" /></a></p>
<p>Hier das kleine Kirchlein von dem wir geschrieben haben.</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/lake_tekapo.jpg" title="Shephards Church"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/lake_tekapo.thumbnail.jpg" alt="Shephards Church" /></a></p>
<p>Und auch das gibt es in Lake Tekapo - einen Minigolfplatz. Extra festgehalten fuer unsere Minigolf-Fans:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/minigolf.jpg" title="Minigolf"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/minigolf.thumbnail.jpg" alt="Minigolf" /></a></p>
<p>Mount Aoraki/Mount Cook - wie wir ihn sahen:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/aoraki.jpg" title="Mount Aoraki/Mount Cook"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/aoraki.thumbnail.jpg" alt="Mount Aoraki/Mount Cook" /></a></p>
<p>Einige Fotos von den Moeraki-Bouldern:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/boulder1.jpg" title="Moeraki Boulder 1"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/boulder1.thumbnail.jpg" alt="Moeraki Boulder 1" />        </a><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/boulder2.jpg" title="Boulder 2"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/boulder2.thumbnail.jpg" alt="Boulder 2" /></a></p>
<p>Gabi und ich beim Kampf um die Boulder:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/boulder_kampf.jpg" title="Kampf um die Boulder"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/boulder_kampf.thumbnail.jpg" alt="Kampf um die Boulder" /></a></p>
<p>Die Geburt eines Boulders:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/bouldergeburt.jpg" title="Bouldergeburt"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/bouldergeburt.thumbnail.jpg" alt="Bouldergeburt" /></a></p>
<p>Das angeblich am oeftesten fotografierte Gebaeude Neuseelands - der Bahnhof von Dunedin:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/bahnhof_dunedin_1.jpg" title="Bahnhof 1"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/bahnhof_dunedin_1.thumbnail.jpg" alt="Bahnhof 1" /></a>   von aussen</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/bahnhof_dunedin.jpg" title="Bahnhof 2"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/bahnhof_dunedin.thumbnail.jpg" alt="Bahnhof 2" /></a>   und von innen</p>
<p>und taeglich fahren 2 Zuege ab und es kommen 2 Zuege an und dafuer diese ganze Pracht.</p>
<p>Und hier noch die Fotos von der steilsten Strasse der Welt:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/steepeststreet1.jpg" title="steilste Strasse"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/steepeststreet1.thumbnail.jpg" alt="steilste Strasse" /></a>    <a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/steepeststreet2.jpg" title="Schild steilste Strasse"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/steepeststreet2.thumbnail.jpg" alt="Schild steilste Strasse" /></a></p>
<p>Ach ja, so gross werden eure Zimmerpflanzen bei guter Pflege:</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/cabbagetree.jpg" title="Cabbagetree"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/cabbagetree.thumbnail.jpg" alt="Cabbagetree" /></a></p>
<p>Und: so gross koennen Farne werden</p>
<p><a href="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/farn1.jpg" title="Farn"><img src="http://kiwi2008.wordpress.com/files/2008/02/farn1.thumbnail.jpg" alt="Farn" /></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[MissPigs ergaenzendes Geblubber]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/2008/02/09/misspigs-ergaenzendes-geblubber/</link>
<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 23:02:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute melde ich mich wirklich nur kurz zu Wort, denn wir sind hier in einem Kaff namens Owaka, am We]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute melde ich mich wirklich nur kurz zu Wort, denn wir sind hier in einem Kaff namens Owaka, am Weg in den tiefsten Sueden, in den noerdlichen Catlins, und hier sagen sich wirklich Fuchs und Hase Gute Nacht. Immerhin hat dieses Internet-Cafe, das einzige (und eines von zwei Cafes), jetzt doch offen, trotz Sonntag, allerdings ist das Internet hier nicht ganz billig - 8 $ fuer eine Stunde, verhaeltnismaessig noch mehr fuer weniger Zeit, die minutengenau abgerechnet wird.</p>
<p>Wir sind auch nur herinnen, weil ich bis vor gerade eben fuerchterliches Bauchdruecken hatte und mich noch nicht fit genug gefuehlt habe, mich ins Auto zu setzen.</p>
<p>Ich moechte Karins vorigen Eintrag noch ein wenig ergaenzen.</p>
<p>Erstens wundert es mich, dass nicht eine einzige Rueckfrage kam, was eigentlich ein Schokoladefall ist. Ihr seid, scheint's, alle vif genug, einfach im Wort Wasserfall das Wasser durch Schokolade zu ersetzen und Euch selbiges auch gleich vorzustellen. Ich glaube, ich haette mit dem Wort nichts anzufangen gewusst. Es handelte sich auf jeden Fall um einen ungenutzten Silo der Cadbury-Schokoladefabrik, in dem man fuer jede Touristengruppe die gleiche Tonne (ja, eine ganze Tonne!) fluessige Schokoladenmasse 2 Stockwerke tief hinunterfallen laesst. Nun ja, ich haette mir ja eigentlich gewunschen, dass man viel mehr von der eigentlichen Schokoladeproduktion sieht, und vor allem: die Zwischenstationen verkosten kann. So gesehen war die Fuehrung eher schwach.</p>
<p>Auf jeden Fall hatte die Fuehrung noch ein "Nachspiel": Es gab naemlich einen Shop, in dem man auch nach Schokolade duftende Body-Lotion haette kaufen koennen, was wir beide sein liessen, denn wir haben so ueberhaupt keine Lust, nach Schokolade zu riechen. Aber als wir am Nachmittag im Bus der Elm Wildlife Tour sassen, hatten wir die ganze Zeit diesen Schokolade-Geruch in der Nase; fuer diejenigen von Euch, die im Westen der Stadt wohn(t)en, das ist dieser Manner-Geruch, der manchmal in der Luft haengt. Ich dachte zuerst, das liegt an mir, bis mir Karin bestaetigte, dass sie das auch riecht. Dann dachte ich, das kommt von draussen rein, wie beim Manner halt, aber schliesslich einigten wir uns darauf, dass das wohl die Amerikanerin sein musste, die hinter uns sass, die naemlich, in ihrem staendigen Wortschwall, sie quasselte wirklich ununterbrochen (hatte solcherart also eine gewisse Aehnlichkeit mit mir :-) ) auch erzaehlt hatte, dass sie am Vormittag die Cadbury-Tour gemacht hatte. Und die hatte sich wohl tatsaechlich diese Body-Lotion draufgeschmiert - baeh. Erst auf der Rueckfahrt war der Geruch grossteils weg, obwohl immer noch hin und wieder ein Schwall durch die Luft fegte. Ami!</p>
<p>Und das letzte, was ich ergaenzen wollte: Wir haben an diesem intensiven Besichtigungstag in Dunedin auch auf Bildung gemacht, wir waren naemlich auch ueber eine Stunde lang im Otago Settler's Museum. Das war wirklich sehr informativ, viel geschichtliches ueber die Besiedlung des Landes, sowohl ueber die europaeische Seite, also: wie kamen die Immigranten und woher, wie war so eine Segelschiffahrt von anfangs 140 (!), zum Schluss immer noch 80 Tagen, als auch ueber die Maori-Seite: Wie lief das Aufeinandertreffen der zwei Kulturen ab, was bedeutete es fuer die Maori dieser Gegend (na was wohl: Ueber den Tisch gezogen werden, Krankheit, Armut und Verachtung). Aber auch ueber die Wiedergutmachungen, die seit der Mitte der 90er-Jahre massiv versucht werden - jetzt weiss ich auch endlich, warum der Mt. Cook auf einmal Aoraki Mt. Cook heisst. Das war mir von Anfang an hier schon aufgefallen: Auf einmal heisst er ganz offiziell und ueberall Aoraki Mt. Cook oder sogar nur Aoraki, wohingegen 1991, als ich hier war, ich nicht ein einziges Mal den Maori-Namen Aoraki gehoert hatte. Das war eine Form der Wiedergutmachung: Die Maori erhielten ihren heiligen Berg zurueck, allerdings widmeten sie ihn gleich dem Volk von Neuseeland zu ihrer Erholung, sie haben also nicht wirklich etwas davon. War wohl mehr ein symbolischer Akt, aber der Name, das ist die sichtbare Auswirkung.</p>
<p>Ja, also das war's, was ich noch "kurz" ergaenzen wollte. Ob wir in dieser Gegend noch einmal ins Internet kommen, wissen wir nicht. Karin bittet mich, Euch noch wegen Fotos zu vertroesten: Hier gibt's zwar immerhin Internet, aber eine Moeglichkeit, die Fotos zu uebertragen nicht, das wird wohl noch bis zu einer Woche dauern. Wir hoffen diesbezueglich auf Invercargill, die suedlichste und westlichste Stadt Neuseelands, die wir wohl in etwa 4 Tagen ansteuern werden. Danke auf jeden Fall fuer den Webspace, wird der fuer etwa 1500 Fotos reichen? So viele hat Karin naemlich schaetzomativ gemacht - aber das mit den Fotos, das wird einmal ein eigener Beitrag. ;-)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schokoladeneier, Federn und Fellknaeuel]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=46</link>
<pubDate>Fri, 08 Feb 2008 10:59:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>kiwi2008</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute haben wir unseren Tag nach dem gemuetlichen Fruehstueck (wie immer mit einer Avocado und wie i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben wir unseren Tag nach dem gemuetlichen Fruehstueck (wie immer mit einer Avocado und wie immer sehr gut) um 12:00 mit einer Fuehrung in der Cadbury-Schokoladenfabrik begonnen. Schokoladenei haben wir zwar keines bekommen (dafuer diverse andere schokoladigen Produkte), haben aber erfahren, dass sie von Juni bis Jaenner Schokoladeneier produziert werden - insgesamt 40 Millionen Stueck - und das nur fuer die 4 Millionen Neuseelaender. Gabi hat sich noch mit Morobars eingedeckt und unsere ganze Kuehltasche ist nun voll davon. Lange werden sie bei Gabis Sucht nach diesen Dingern aber eh nicht halten.  Und dann haben wir noch etwas erlebt: den groessten Schokoladenfall der Welt - oder war es der groesste Schokoladenfall der suedlichen Hemisphaere? Egal, auf jeden Fall mein (und auch Gabis) erster Schokoladenfall. Wir sind auch angespritzt worden und haben als "Belohnung" noch eine weitere Schokolade aus der Produktlinie von Cadbury bekommen.</p>
<p>Dann war das hautnahe Erleben von Neuseelands Tierwelt an der Reihe: Ab in den Bus (gemeinsam mit 18 anderen Leuten und 2 Guides) und auf zur Otago Peninsula . Los gings mit den Albatrossen. Nein stimmt nicht ganz, denn auf dem Weg zu den Albatrossen haben wir auch schon einige Voegel gesehen, die wir mit Feldstecher vom Auto aus ins Visier genommen haben. Aber nun zu den Albatrossen, den groessten fliegenden Voegeln ueberhaupt. Die werden tatsaechlich einen Meter lang (von Schnabel bis Schwanz) und haben eine Fluegelspannweite von ca. 3 Metern - unglaublich. Wir waren in einem Albatrosscenter, wo die Tiere direkt an unserer Nase vorbeigeflogen sind. Von unten sieht man ihnen das gar nicht an, dass sie so riesig sind - schauen halt aus wie ein bisschen groessere Moewen (die es dort auch zu Hauf gab). Diese Voegel bringen 7,5 kg auf die Waage. Als junge Voegel - bevor sie fluegge werden - haben sie sogar bis zu 10kg. Das Flueggewerden ist bei diesen Tieren echt hart: 1 Startversuch und dann 5 Jahre kein Land mehr betreten. Sie kommen erst mit 5 Jahren wieder zurueck und suchen sich dann den/die PartnerIn fuers Leben und checken einmal aus wo und wie sie ihr Nest gerne haetten. Mit 9 Jahren probieren sies dann mal miteinander - und das dann richtig oft, denn das Weibchen ist nur fuer 3 Stunden fruchtbar. Da muss man(n) schon eifrig am Werk sein, damit man diese doch sehr kurze Zeitspanne sicher erwischt. Ein junges Albatrosskueken haben wir zwar nicht zu Gesicht bekommen, dafuer aber 4 nistende Voegel.</p>
<p>Danach gings dann 1/2 Stunde ueber Land zu einem anderen Flecken der Halbinsel.  Dort wurde es dann richtig hautnah. Immer bergab hinunter an den Strand und auf einmal hiess es "stopp": da stand doch tatsaechlich wenige Meter vor uns ein Yellow-eyed Penguin. Alle Fotoapparate gezueckt und fleissig abgedrueckt - wer weiss ob sich so eine Gelegenheit nochmals bietet. Die ohne Fotoapparat haben intensiv durch die Feldstecher geschaut um alle Details von dem Tier mitzubekommen. Ok, das Tier stand mitten im Weg, also mussten wir rundherum bis an den Strand hinunter. Da lagen sie dann - grosse braune Ungetueme mitten im Sand = Seeloewe. Von unserem Guide erfuhren wir: nicht naeher als 5 Meter ran und ja nie zwischen Tier und Meer. Wo das Tier aufhoert und der Sand anfaengt war zwar mit dem Feldstecher gut zu erkennen, bei meinem Blick durch den Fotoapparat habe ich mich allerdings gefragt, ob man da ueberhaupt etwas erkennt ausser einem braunen Fleck, der genausogut ein Algenhaufen sein koennte. Natuerlich habe ich trotzdem ein paar (oder auch ein paar mehr) Fotos gemacht - man kann ja nie wissen. Weiter ueber den Strand (und hinter den Seeloewen vorbei) gings zu den Pinguinen - ja, der den wir bereits gesehen hatten, sollte nicht der einzige sein, den wir heute zu sehen bekommen. Auf dem Weg zu den Pinguinen stellte sich uns aber ein Hindernis in Form eines Seeloewen in den Weg. Ja foermlich in den Weg: der Seeloewe hatte es sich einfach mitten auf dem Weg bequem gemacht und wohl beschlossen dort ein Schlaefchen zu halten. Wir also wieder mal rundherum um dann endlich bei den Pinguinen anzukommen. Ein Paar hat sich gerade intensiv beschnaebelt und miteinander geturtelt - sehr suess anzuschauen. Andere konnten wir dabei beobachten wie sie den ganzen Berg hinaufgesprungen sind - ja sie sind wirklich gesprungen. Wir wuerden fuer diesen Berg (wenn wir gerade raufgehen) wohl ca. 10 Minuten benoetigen. Es war echt beindruckend zu sehen, wie diese Tiere vom Strand weg, den ganzen Berg hinaufspringen. Die stellen sich vor einen Felsen hin nehmen quasi mit dem Koerper Schwung und hopp hinauf - und weiter gehts das naechste Stueck. Es ist auch sehr ungewohnt, diese Tiere auf Gras zu sehen - vom Zoo kennen wir Pinguine auf Felsen und Eis, eventuell erwartet man sie noch am Strand, aber auf Wiese und mitten im Gebuesch haette ich sie nie gesucht. Ein weiteres Erlebenis hatten wir noch mit der Beobachtung eines Zusammentreffens von Schaf und Pinguin. Wie wir zu einem Beobachtungsstand gekommen sind bot sich folgendes Bild: Ein Schaf und direkt daneben 2 Babypinguine mit ihrer Mutter. Die Pinguine waren ungluecklich und haben eher panisch gewirkt, das Schaf hat sich nicht von der Stelle geruehrt. Mama Pinguin hat dann angefangen das Schaf anzupfauchen - nur, das Schaf ist seinem Ruf als stur voll gerecht geworden und hat sich nicht von der Stelle geruehrt. Mama Pinguin hat dann wohl eingesehen, dass es aus der Schafvertreibung nichts wird und dann angefangen ihr zwei Kleinen zu fuettern. Irgendwann sind die Pinguine weitergezogen. Das Schaf hatte sich immer noch nicht von der Stelle geruehrt.</p>
<p>Beim Rueckweg von den Pinguinen wieder ueber den Strand kam dann die Attacke: ein Seeloewe - sicher der groesste der dort lag hat sich auf den Weg in unsere Richtung gemacht. Wir hatten schon den Rueckzug in die Grasshaenge angetreten - wer will schliesslich von einem Seeloewen niedergewalzt werden. Doch der Seeloewe hatte gar nicht uns im Visier: er wollte nur spielen und hat es auf einen gemuetlich schlafenden Artgenossen abgesehen. Dieser wurde also recht unsanft  aus dem Schlaf gerissen und wir haben dann noch ein Tollspektakel von insgesamt 4 Seeloewen zu sehen bekommen . Dieses waehrte allerdings nicht lange - Seeloewen schlafen wohl sehr viel und auch sehr ploetzlich, denn sie lassen sich einfach im Sand fallen strecken ihre Flossen von sich und ruehren sich nicht mehr - ja, bis sie halt wieder unsanft geweckt werden. Natuerlich wurden wieder alle Fotoapparate - auch meiner - gezueckt und fleissig abgedrueckt. Hoffentlich ist bald wieder eine Fotoschau moeglich, dann seht ihr ein paar davon (sofern sie auch scharf geworden sind).</p>
<p>Wir mussten dann den Berg wieder hinauf, nur um ihn auf der anderen Seite wieder runterzugehen (meine Kondi waechst und waechst) um auch noch die Seehunde zu sehen.  Die sind ja wirklich suess. Da erfuellen ja schon die erwachsenen Tiere das Kindchenschema, na und die Jungen erst. Wir fanden sehr viele Seehunddamen mit ihren Jungen (4 Monate alt) versammelt. Die jungen haben gerade schwimmen geuebt und das war natuerlich sehr nett anzusehen wie sie sich da im Wasser herumgebalgt haben.</p>
<p>Mittlerweile war die Sonne schon hinter dem Berg verschwunden und es wurde schon richtig dunkel, daher hiess es Abschied nehmen und auf ginds wieder zurueck in die Stadt.</p>
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<title><![CDATA[Dunedin - und Essen (hat nichts miteinander zu tun)]]></title>
<link>http://kiwi2008.wordpress.com/?p=45</link>
<pubDate>Thu, 07 Feb 2008 09:44:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>misspig</dc:creator>
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<description><![CDATA[Karin moechte heute gar nichts schreiben, so bin schon wieder ich dran. Ich habe gemeint, ich schaff]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Karin moechte heute gar nichts schreiben, so bin schon wieder ich dran. Ich habe gemeint, ich schaffe das locker, heute auch einen Beitrag hinzublubbern, obwohl wir heute fast nichts erlebt haben. Ich habe noch so viele Themen, ueber die ich noch gar nichts geschrieben habe, kein Problem fuer mich.</p>
<p>Z.B. ueber Karin und Herbert. Folgenden Monolog von Karin ueber Herbert fand ich bemerkenswert. Er fand unmittelbar in Herberts Umfeld statt: "Herbert, aha, das ist also Herbert. Kann Herbert etwas? Hmm, nein, wenn ich mir Herbert so anschaue, kann Herbert nichts. Herbert liegt einfach nur dumm rum. Nein, Herbert, das wird nichts mit uns beiden, ich muss Dir leider sagen, dass du ueberhaupt nicht meinTyp bist." Und waehrend sie den letzten Satz sprach, passierten wir schon das Ortsende-Schild von Herbert und liessen den Ort hinter uns.</p>
<p>Und dann war dann noch heute die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baldwin_Street">Baldwin Street,</a> die laut Guinness Buch der Rekorde steilste Strasse der Welt.  Zu dieser sind wir heute marschiert, haben sie selbstverstaendlich zu Fuss erklommen, und dann wollte Karin noch gerne ein Foto mit einem Auto drauf, weil sie hoffte, dass man auf so einem Foto besser sieht, wie steil die Strasse ist. Also haben wir auf 2/3 der Hoehe darauf gewartet, bis endlich wieder ein Tourist mit Auto kam, der sie unbedingt fahren musste. Allerdings nahm er ziemlich viel Anlauf und raste sie ziemlich schnell hinauf, so dass Karin das Auto nur so halb und verschwommen drauf hatte, weswegen wir noch auf das Hinunterfahren warteten, in der Hoffnung, dass er da mit Motorbremse langsam hinunterrollen wuerde. Was er auch tat, Karin kniete wieder und blickte durch den Gucker, schoss ihre Fotos - und als das Auto weg war und sie ihre Fotos begutachtete, hoerte ich: "Wo ist das Auto? Mist, wo ist das Auto? Warum ist da kein Auto auf den Fotos?" Sie hatte die Serienbildfunktion ihrer Kamera genutzt, und die Kamera hatte es tatsaechlich geschafft, ein Foto genau VOR dem Moment zu machen, bevor das Auto ins Bild kam, und das naechste unmittelbar DANACH, so dass auf Karins Fotos nicht einmal ein Fitzelchen von einem Auto zu sehen war. Oh du segensreiche Technik! :-) Ich brauche wohl nicht zu erwaehnen, dass wir noch weitere 10 Minuten gewartet haben, bis endlich wieder ein Auto kam, und obwohl Karin mit dem Foto auch nicht ganz gluecklich ist, durften wir nachher gehen.</p>
<p>War ohnehin schon 17:30 geworden, wir waren weder shoppen gewesen, noch in der Cadbury-Schokoladenfabrik, noch im Museum, noch am Strand, weil wir vor der Baldwin Street schon schaetzomativ 4 Stunden im Botanischen Garten zugebracht hatten: wunder-, wunderschoen. Ich glaube, ich habe es bei Wellington schon erwaehnt: Von (botanischen) Gaerten verstehen die Englaender und ihre Abkoemmlinge einfach etwas, bei uns gibt es nicht annaehernd einen so schoenen Garten. Und Karin und ich koennen sowieso ewig in solchen Gaerten verbringen; Sonne und Bluetenmeere noch dazu: ich habe heute festgestellt, dass ich mich wirklich schon sehr daran gewoehnt habe, dass ich gerade Sommer habe, dass von oben die Sonne lacht und unten die Blumen bluehen, und ich weiss, das wollt Ihr ueberhaupt nicht hoeren, so sorry.</p>
<p>Dann komme ich eben zu Unverfaenglicherem, naemlich zum Essen, weil ich weiss, dass es mindestens einen Menschen in good old Austria gibt, der sich Sorgen macht, ob sein Maedchen auch gut und vor allem: genug isst. Ich darf vermelden, ich lebe hier wie Gott in Frankreich. Seitdem wir unser Auto haben, haben sich die von uns transportierten Vorraete vervielfacht. Wir haben uns zwei huebsche, kleine Kuehltaschen gekauft, ausserdem eine schoene "go green, save NZ"-Einkaufstasche und fuehren einen kleinen Supermarkt mit uns rum, aus dem wir uns von obstig-gesund ueber sandwichig-pikant bis zu schoko-suess staendig bedienen koennen. Des Abends wird 'mal gekocht, 'mal gehen wir aus; dabei kochen wir gar nicht nur so richtig typisch backpackerisch dosenfuttrig sondern durchaus abwechslungsreich vernuenftig. Heute z.B. einen Salat mit Raeucherlachsstuecken und Knoblauchbrot, gestern einen Gemueseeintopf. Obwohl ich gestehen muss: Hier gibt es vollkommen fertige ganz toll leckere indische Curries zu kaufen, ich koennte mich ausschliesslich davon ernaehren, so wunderbar schmecken die. Haben wir auch schon gemacht, werden wir bestimmt wieder tun.</p>
<p>Ueberhaupt muss ich sagen: Kulinarisch hat sich in Neuseeland viel getan, und zwar in jeder Beziehung. Gab es, als ich das erste Mal hier war, im Supermarkt genau 3 Sorten Kaese, naemlich milden Cheddar, tasty Cheddar und Colby-Cheese, so findet man mittlerweile in wirklich jedem Supermarkt Camembert und Brie und mindestens eine Sorte Blaukaese. In grossen Supermaerkten, die wir bevorzugt aufsuchen, findet man dann auch White Castello, Blue Castello, Cambozola, Feta, etc. Ausserdem gibt's mittlerweile eine Auswahl an Pasteten - ich kann mich nicht erinnern, dass es 1991 auch nur etwas aehnliches wie eine Streichwurst gegeben haette, jetzt gibt's Chicken-Port-Pastete u.ae. Oder dann eben diese Fuelle an Fertiggerichten: 1991 gab es Baked Beans. Vielleicht noch Maccheroni and Cheese. Punkt. Und jetzt, jetzt schlagen sie uns, vor allem bei den exotischen Gerichten.</p>
<p>Und mir kommt vor, dass auch die Auswahl der Gerichte in ihren Cafes ein wenig zugenommen hat. Nicht mehr nur Sandwiches, Pies, und Soup of the day - obwohl es die natuerlich immer noch gibt. Aber auch z.B. Lasagne oder Quiche. Zumindest gibt es jetzt schoen ueberall Cappuccino etc, so dass ich fast auf meinen taeglichen Kaffee komme. 1991 hatte ich in 6 Monaten glaube ich genau 2 "richtige" Kaffees bekommen. Und dann noch ihre wunderbaren Kuchen dazu - erwaehnte ich schon, dass ich in einer suessen Phase bin? Karin leidet, weil ich sie ununterbrochen in Versuchung fuehre, aber brav isst sie meistens einen Paprika oder eine Kiwi, wenn ich mich z.B. mit Orangen-Chocolate-Chip-Cookes vollstopfe.</p>
<p>Also, ich bin sehr zufrieden.</p>
<p>Zum Fruehstueck gibt's uebrigens fast jeden Tag eine Avocado - herrlich. Die Avocados hier, die schmecken so wunderbar gut. Da gibt es einfach keine, die reift und gleich schwarz ist, oder ein wenig faulig schmeckt, oder seltsame Faeden zieht: Jede einzelne reift zur perfekten, streichfaehigen Weichheit und zum perfekten Geschmack heran. Mittlerweile schauen wir, dass wir staendig 2 bis 3 Avocados bei uns haben, damit zu jedem Fruehstueck eine reif ist, und dann brauchen wir fast nichts Anderes mehr. Auch Kiwis verdruecken wir jede Menge, weil auch die, so