<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><!-- generator="wordpress.com" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>jugendgewalt &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/jugendgewalt/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "jugendgewalt"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 18:51:30 +0000</pubDate>

	<generator>http://wordpress.com/tags/</generator>
	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Vom Berliner Ghetto zum Jugendtrainer und Türsteher auf der Reeperbahn – Interview mit Ismail Cetinkaya]]></title>
<link>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=221</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 22:26:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Junge Medien Hamburg e.V.</dc:creator>
<guid>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=221</guid>
<description><![CDATA[Seiten 1 | 2

©JungeMedien Hamburg/S.Jablonski
Ismail Cetinkaya ist Deutschtürke und wurde vor 26 ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:right;">Seiten <strong>1</strong> &#124; <a href="http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2008/02/16/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya-teil-2/" target="_self">2</a></p>
<p style="text-align:left;"><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/ismael/bild111.jpg" alt="" /><br />
<span style="font-size:xx-small;">©JungeMedien Hamburg/S.Jablonski</span></p>
<p align="left"><strong>Ismail Cetinkaya ist Deutschtürke und wurde vor 26 Jahren in Hamburg geboren. Seine Mutter stammt ursprünglich aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C4%B0zmir" target="_blank">Izmir</a> in der Türkei und sein Vater aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mardin" target="_blank">Mardin</a>. Als Kind hat er 12 Jahre in der Türkei gelebt, bevor er wieder nach Deutschland gekommen ist. In Deutschland wuchs er zuerst in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Kreuzberg" target="_blank">Berlin-Kreuzberg</a> / <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Neuk%C3%B6lln" target="_blank">Neukölln</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Wedding" target="_blank">Wedding</a> auf. Viel später verschlug es ihn nach Hamburg, wo er ein Jahr im Stadtteil <a href="http:/http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Sankt_Georg" target="_blank">St. Georg</a> wohnte. Ismail spricht türkisch, arabisch und deutsch. In Hamburg ist er Trainer für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemischte_Kampfk%C3%BCnste" target="_blank">Mixed Martial Arts</a> im <a href="http://www.gymkwan.de/" target="_blank">Gym Kwan</a>, einer der renommiertesten Kampfsportschulen Hamburgs. Nebenbei macht er eine Ausbildung zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personensch%C3%BCtzer" target="_blank">Personenschützer</a> und ist regelmäßig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrsteher" target="_blank">Türsteher</a> auf der Hamburger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reeperbahn" target="_blank">Reeperbahn</a>.</strong><!--more--></p>
<p align="left"><strong> Im Interview mit JungeMedien Hamburg spricht er über sein Leben als Deutschtürke, die zunehmende Jugendgewalt auf deutschen Straßen und gibt Einblicke in die Türsteherszene.<br />
</strong><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/thaikick_bilanz/spacer.gif" alt="" width="185" height="21" /></p>
<p><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://behind-media.de/Artikelbilder/ismael/bild2.jpg" alt="" /></p>
<p><strong></strong></p>
<p align="left"><strong>Ismail, als Kind hast Du 12 Jahre in der Türkei gelebt. Wie war es für Dich, plötzlich wieder nach Deutschland zu kommen?</strong></p>
<p align="left">Ich bin ursprünglich in Hamburg geboren. Danach habe ich dann 12 Jahre in der Türkei gelebt. Von  meinem zweiten bis zum vierzehnten Lebensjahr bin ich mit einem Elternteil in der Türkei aufgewachsen. Deswegen kann ich beide Kulturen sehr gut verstehen. Ich kann auch die Leute verstehen, die in der Türkei gelebt haben und dann plötzlich sehen, wie man hier in Deutschland lebt. Die haben dann noch nicht so viel wissen von dem Leben hier, weil sie frisch sind - für die ist das erst einmal alles kulturelles Neuland.</p>
<p align="left">Wenn du die Türkei betrachtest, dann ist das Leben dort viel härter als hier. Du kommst plötzlich als Kind, das noch nie in warmen Wasser geduscht hat, und siehst plötzlich die Menschen hier, die jeden Tag mit warmen Wasser duschen und schönes Essen auf dem Tisch haben. Es kommt natürlich darauf an, aus welchem Teil der Türkei du kommst - nicht überall in der Türkei herrscht Armut. Leute von hier, die nie die Türkei gesehen haben, sind oftmals ganz anders und haben eine ganz andere Kultur und Sicht zur Welt.<br />
Insofern habe ich beides: Ich verstehe die, die nur hier gelebt haben und jene, welche gerade nach Deutschland gekommen sind.</p>
<p align="left"><strong>Eine Zeit lang hast Du in Hamburg St. Georg gewohnt. Welche Eindrücke hast Du von dort mitgenommen?</strong></p>
<p align="left">Ich bin jemand, der gerne nachts spazieren geht. Und da waren die ersten Eindrücke des Elends dort ziemlich erschreckend für mich. Nach einer bestimmten Zeit waren mir die Leute dort jedoch sehr vertraut, ich hab sie ja jeden Tag gesehen. Ich wusste, wer wo zu welcher Uhrzeit steht, wer wo seine Drogen kauft und habe mit den Leuten auf der Straße Gespräche geführt. Und dann habe ich festgestellt, das sind auch nur Menschen.</p>
<p align="left">Ursprünglich bin ich übrigens aus Berlin-Kreuzberg / Neukölln. Die schlimmsten Gegenden die ich erlebt habe, waren Wedding, Kreuzberg und Neukölln. Das war vergleichbar mit dem, was ich auf der Reeperbahn und St. Georg gesehen habe. Das sind ziemlich harte Gegenden, vor allem nachts. Wenn du dort auf der Straße keine „Macht“ oder keine Ausstrahlung hast, wirst du schnell runter geworfen.</p>
<p align="left"><strong>Du hast eine Waffenbesitzkarte und machst momentan eine Ausbildung zum Personenschützer. Welche Hürden und Ausbildungen musstest Du dafür durchlaufen?<br />
</strong></p>
<p align="left">Seit einem Jahr bin ich Trainer für Mixed Martial Arts im Gym Kwan. Meine Ausbildung zum Personenschützer dauert noch neun Monate. Die Hürden für die Waffenbesitzkarte waren ziemlich hoch. Besondere Schwierigkeiten machten mir die komplizierten Gesetzestexte des StGB über die verschiedenen Tatbestandsmerkmale usw.  Aber ich habe mir gedacht, warum sollen wir als Südländer taub, stumm und blind sein? Wir müssen das auch schaffen! Also hab ich mir in den Kopf gesetzt, es zu schaffen - und ich hab’s geschafft!</p>
<p align="left"><strong>Da muss man ja auch ein komplett sauberes Führungszeugnis für haben, was für viele Jungs von der Straße auch nicht ganz einfach ist. Vor allem wenn man aus Kreuzberg oder Wedding kommt...</strong></p>
<p align="left">Es ist zwar komisch, aber wahr. Ich weiß zwar selber nicht, wie das genau zustande gekommen ist - aber mein Führungszeugnis ist sauber geblieben. Ich musste mich leider oft prügeln, ob es in Discos war, auf der Straße, oder während ich nachts joggen war. Aber meistens wollte ich es nie, es war ungewollt. Ich hab auch nie den „King“ gespielt und bin danach noch groß da stehen geblieben. Meine Strategie war, die Sache zu Ende zu bringen und danach abzuhauen. Ich weiß genau, was ich kann, und habe beim Training schon genug Verletzungen. Ich muss mich nicht auch noch auf der Straße beweisen.</p>
<p align="left"><strong>Beim Gym Kwan bist Du auch FFA-Lizenz Trainer für Mixed Martial Arts ( MMA ). Welchen Weg musstest du dafür gehen?</strong></p>
<p align="left">Ich musste über ein Jahr lang sechs verschiedene Lehrgänge machen. Vier in Berlin und zwei davon in Köln. Einer der Lehrgänge war beim Technischen Direktor und Full Instructor der FFA ( Free Fight Association ), <a href="http://www.jkdassoc.com/articlegermany.html" target="_blank">Frank Burczynski</a>, der auch mein Lehrer in Berlin war. Frank Burczynski und <a href="http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2007/12/13/free-fight-mixed-martial-arts-in-deutschland-interview-mit-andreas-stockmann-ffa/" target="_blank">Andreas Stockmann</a> haben FFA in Deutschland gegründet und sind in der Free Fight-Szene die bekanntesten in Deutschland und auch in Europa sehr bekannt.</p>
<p align="left">Bei den Lehrgängen werden Techniken geschult, aber auch Medizin und Erste Hilfe, um Leute bei Verletzungen zu verarzten: Wiederbelebung, Blutungen stoppen; Vorgehen bei Rippenbruch, Bänderriss, Ohnmacht, und Augenverletzungen. Wenn man das weiß, ist man viel lockerer und kann mit den Situationen besser umgehen. Vor kurzem hatte ich jemanden, der beim Training durch einen Tritt die Rippe gebrochen hatte. Der musste sofort ins Krankenhaus transportiert werden. Durch die Absolvierung der Lehrgänge bin ich A-Lizenz Trainer und Free Fight Instructor. Die Ausbildung zum Free Fight Schiedsrichter musste ich extra machen.</p>
<p align="left"><strong>Auf der Reeperbahn arbeitest Du auch als Türsteher. Vor kurzem herrschte in Leipzig ein blutiger <a href="http://www.stern.de/politik/panorama/:Sachsen-Bandenkrieg-Leipzigs-Diskoszene/614145.html" target="_blank">Krieg in der Türsteherszene</a>, der auch zivile Opfer gefordert hat. Ist der Job lebensgefährlich?</strong></p>
<p>[audio http://behind-media.de/Artikelbilder/ismael/ismail_interview.mp3]</p>
<p align="left">Ja klar, ( lacht ) der Job ist ziemlich lebensgefährlich. Das Ding ist, irgendwas zieht dich da hin. Ob das Instinkt ist, oder weil du denkst, dass das Dein Schicksal ist. Ich geh da nicht hin, um irgend jemanden zu verletzen. Nach dem Training geh ich oft erstmal nach Hause. Jedes mal wenn ich zu Hause bin, schlafe ich vor der Arbeit eine Stunde. Früher hab ich das nie gemacht, aber ich habe gemerkt, dass ich älter werde. Immer wenn ich meine Schussweste anziehe und zur Arbeit gehe, weiß ich, ich kann abgestochen werden und komme vielleicht nicht mehr nach Hause. Ich guck mir zum letzten mal mein Zimmer an, oder ich sag zu meinem Kollegen mit dem ich zusammen wohne: „Tschau, pass auf dich auf.“ Ich weiß genau, es kann was passieren, und denk dabei sofort an meine Familie. Das ist echt jedes mal.</p>
<p align="left">Ich kann abgestochen werden, eine Kugel kriegen - das kann schließlich alles mal passieren. Ich hab viel gesehen und viel erlebt. Ich hab Kollegen gesehen, die abgestochen worden sind, die einen Dolch in die Brust gekriegt haben. Ich hab Leute gesehen, die Waffen gezogen und geschossen, aber nicht getroffen haben. Deswegen weiß ich genau, was auf mich zukommt. Früher war ich voller Adrenalin und wie ein Pitbull. Ich bin mittlerweile viel ruhiger und lockerer geworden, und wende nur noch Gewaltmittel an, wenn es wirklich keinen anderen Ausweg gibt. Es kann einfach zu viel passieren.</p>
<p align="left"><strong>Seit Dezember 2007 gilt in Hamburg ein <a href="http://www.welt.de/hamburg/article1429501/Ab_Dienstag_gilt_Waffenverbot_auf_dem_Kiez.html" target="_blank">neues Waffengesetz</a>. Damit ist Hamburg Vorreiter beim verschärften Waffenrecht. Man hört, dass sogar Pfefferspray für Türsteher auf der Reeperbahn verboten sein soll. Wird das neue Waffengesetz von der Polizei konsequent durchgesetzt?</strong></p>
<p align="left">Die Gesetze sind mittlerweile so scharf geworden, dass die Polizisten selbst uns, wenn wir an der Tür stehen, kontrollieren. Letztes mal hatte ich normale Handschuhe an, da kam eine Dame von der Polizei und sagte: „ Kann ich mal Ihre Handschuhe sehen?“. Ich sagte zu ihr: „Ja, klar“ und darauf fasste sie meine Handschuhe an und sagte: „Ah, gut! Keine Quarzhandschuhe“. Ich guckte sie an und fragte: „Können Sie mir sagen, was hier vorgeht?“. Da fing sie an, dass wir keine Quarzhandschuhe, kein Pfefferspray, kein Messer usw. bei uns trage dürfen. Darauf hin sagte ich: „Sie nehmen uns alle Waffen weg. Wie soll ich mich da verteidigen gegen die ganzen Gangster hier?“.</p>
<p align="left">„Mag sein, das Sie recht haben.“, sagte ich ihr, „Ich hab das StGB auch gelesen. Aber diese Jugendlichen hier, die kennen das StGB nicht und haben noch nie was von Gesetzbüchern gelesen. Sie halten sich auch nicht daran. Die werden also darauf auch nicht reagieren. Das Problem ist, wir halten uns an diese Gesetze und die Jugendlichen nicht. Und im Endeffekt sind wir dann genau dazwischen und der Situation ausgeliefert.“ Darauf sagte sie mir: “Dann rufen sie uns an“.<br />
Das ist allerdings sehr unrealistisch. Oft bleibt gar keine Zeit rechtzeitig die Polizei zu rufen. Wenn die Polizei ankommt, ist die Situation meist schon eskaliert - und wir waren da mitten drinnen. Mit welcher Hand soll ich da noch mein Handy halten und die Polizei anrufen?</p>
<p align="left">Ich will niemanden wehtun, aber solche Sachen wie Schlagstock, Quarzhandschuhe und Pfefferspray wirken auch abschreckend. Also verhalten sich die meisten an der Tür ruhig. Das ist wie bei einem Gladiator, der in seiner Rüstung mit einem Schwert vor einem steht. Mit so einem legt man sich nicht an. Durch die Entwaffnung der Türsteher schwindet auch schleichend das Abschreckungspotenzial.</p>
<p align="left">Interview: JMH-Reporter Schulz</p>
<p align="left">Seiten<strong> 1 &#124; </strong><a href="emedienhamburg.wordpress.com/2008/02/16/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya-teil-2/" target="_self">2</a></p>
<p align="right"><a href="emedienhamburg.wordpress.com/2008/02/16/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya-teil-2/" target="_self"><strong>weiter </strong>&#62;&#62;</a></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Verwandte Themen</strong></span></p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2008/05/09/mixed-martial-arts-mma-ein-novum-in-den-kampfkunsten-teil1/">Mixed Martial Arts (MMA) - ein Novum in den Kampfkünsten? Teil1</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2008/01/06/eiskalte-ko%c2%b4s-und-gluhwein-%e2%80%93-silvester-fight-night-2007/">Eiskalte KO´s und Glühwein – Silvester Fight Night 2007</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/12/13/free-fight-mixed-martial-arts-in-deutschland-interview-mit-andreas-stockmann-ffa/">Free Fight in Deutschland - Interview mit Andreas Stockmann ( FFA )</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/12/05/die-%e2%80%9ethai-kick-mas%e2%80%9c-muaythai-oriental-rules-bilanz-eines-kampfsportevents/">Muaythai-Oriental Rules - Bilanz eines Kampfsportevents</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/11/19/vom-urvater-der-kampfkunst-und-die-geheime-linie-fernostlicher-kampfkunste/">Die geheime Linie fernöstlicher Kampfkünste</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/11/20/hamburger-kafig-first-strike-nur-einer-verlasst-den-kafig-als-sieger/">Hamburger Käfig - Nur einer verlässt den Käfig als Sieger</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/08/01/taiji-im-zeichen-des-drachen-interview-mit-thomas-bornchen/">Taiji im Zeichen des Drachen - Interview mit Thomas Börnchen</a> »</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[JMH-Reporter trainieren unter dem strengen Blick des chinesischen Meisters die Anwendung des Yang Stil Taiji - Ein Erlebnisbericht]]></title>
<link>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=224</link>
<pubDate>Sun, 18 May 2008 00:11:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Junge Medien Hamburg e.V.</dc:creator>
<guid>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=224</guid>
<description><![CDATA[
©JungeMedien Hamburg - Meister Yang ZhenHe (links) und Thomas Börnchen

Auch in diesem Jahr war M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/b%F6rnchen_taiji/bild1.jpg" alt="" width="450" height="300" /><br />
<span style="font-size:xx-small;">©JungeMedien Hamburg - Meister Yang ZhenHe (links) und Thomas Börnchen</span></p>
<p align="left"><strong><br />
Auch in diesem Jahr war <a href="http://www.taijihomepage.de/meisterY.html" target="_blank">Meister Yang ZhenHe</a> in Hamburg. Reporter von JungeMedien Hamburg wurden zu einem Teil der Seminarreihe eingeladen und durften teilnehmend beobachten. Das <a href="http://www.taijihomepage.de/tuishou.html" target="_blank">Tui Shou Seminar</a> fand in einer überschaubaren Gruppe im <a href="http://www.juka-dojo.de/" target="_blank">Juka Dojo</a> statt. Der Meister erzählte zuerst etwas über die Prinzipien des Tui Shou und wie sich in den Übungen das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yin_und_Yang" target="_blank">Ying und Yang Prinzip</a> manifestiere. Dies machte er an einer Demonstration in der Partnerübung deutlich. Diese Partnerübungen wurden dann in der Gruppe geübt, während Meister Yang ZhenHe und Sifu Thomas Börnchen auf jedes Paar noch einmal individuell eingingen und Details korrigierten. </strong><!--more--></p>
<p align="left">Die Übungen wurden langsam komplexer gestaltet und Meister Yang ZhenHe brachte immer wieder Elemente aus den weiteren Seminaren mit ein. So bekam man einen leichten Einblick, wie die Bewegungen aus der Taiji Yang Stil Form in der Anwendung ausgeführt werden und welche Bedeutung die 13 Grundbewegungen (chinesisch: Taiji Shisan Shi) haben.<strong> </strong></p>
<p align="left">Meister Yang ZhenHe hat eine für westliche Verhältnisse sehr strenge Lehrmethode. Beim der Partnerübung mit dem Meister schossen den JMH-Reportern schon nervöse Schweißperlen auf die Stirn. Danach wusste man jedoch genau, an welchen Details man noch arbeiten muss. Für Meister Yang ZhenHe ist Taiji auch Kung Fu (harte Arbeit) und keine Entspannung. Er sagt, lieber weist er einen Schüler auf einen Fehler zehnmal hin, wenn der Schüler einen Fehler zehn mal macht. Im Gegensatz zu anderen Lehrern, die oft schon nach dem dritten Mal aufgeben und dem Schüler sagen, es wäre schon alles gut so.<br />
Perfektion in der Ausführung ist ihm sehr wichtig. Seiner Meinung nach, sei es zwecklos eine Übung über lange Zeit inkorrekt auszuführen, denn die gewünschten Resultate würden ausbleiben, ganz gleich, wie lange man die Bewegung falsch ausführen würde.</p>
<p align="left">In der Partnerübung sollte allerdings der fortgeschrittene, stärkere oder schnellere Schüler den Unterlegenen nicht dominieren. Es sei viel entscheidender in der Übung, sich dem Partner anzupassen und mit ihm eine Einheit zu ergeben. So sollten sich bei korrekter Ausführung dann nicht mehr zwei Personen, sondern zwei Personen wie eine bewegen.</p>
<p align="left">Den JMH-Reportern war es eine große Ehre mit dem Patriarchen der 5. Generation des Yang Stils, Meister Yang ZhenHe, trainiert zu haben. Wir freuen uns auch, in Zukunft über die geplante Reise einer Gruppe von <a href="http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2007/08/01/taiji-im-zeichen-des-drachen-interview-mit-thomas-bornchen/" target="_blank">Sifu Thomas Börnchen</a> mit Schülern bei Meister Yang ZhenHe in China zu berichten.<br />
(sej)</p>
<p align="left"><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><strong>weitere Informationen: <a href="http://www.taijihomepage.de/seite_1.html" target="_blank">www.taijihomepage.de</a></strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Verwandte Themen</strong></span></p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2008/05/09/mixed-martial-arts-mma-ein-novum-in-den-kampfkunsten-teil1/">Mixed Martial Arts (MMA) - ein Novum in den Kampfkünsten? Teil1</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2008/05/19/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya/">Türsteher auf der Reeperbahn – Interview mit Ismail Cetinkaya</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2008/01/06/eiskalte-ko%c2%b4s-und-gluhwein-%e2%80%93-silvester-fight-night-2007/">Eiskalte KO´s und Glühwein – Silvester Fight Night 2007</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/12/13/free-fight-mixed-martial-arts-in-deutschland-interview-mit-andreas-stockmann-ffa/">Free Fight in Deutschland - Interview mit Andreas Stockmann ( FFA )</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/12/05/die-%e2%80%9ethai-kick-mas%e2%80%9c-muaythai-oriental-rules-bilanz-eines-kampfsportevents/">Muaythai-Oriental Rules - Bilanz eines Kampfsportevents</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/11/19/vom-urvater-der-kampfkunst-und-die-geheime-linie-fernostlicher-kampfkunste/">Die geheime Linie fernöstlicher Kampfkünste</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/11/20/hamburger-kafig-first-strike-nur-einer-verlasst-den-kafig-als-sieger/">Hamburger Käfig - Nur einer verlässt den Käfig als Sieger</a> »</p>
<p><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /><a href="../2007/08/01/taiji-im-zeichen-des-drachen-interview-mit-thomas-bornchen/">Taiji im Zeichen des Drachen - Interview mit Thomas Börnchen</a> »</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das ZDF erklärt die Jugendgewalt]]></title>
<link>http://wwwut.wordpress.com/?p=623</link>
<pubDate>Wed, 14 May 2008 22:55:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Elias</dc:creator>
<guid>http://wwwut.wordpress.com/?p=623</guid>
<description><![CDATA[Was wäre ich nur ohne die Aufklärungsarbeit des BRD-Staatsfernsehens &#8220;ZDF&#8221; und seinen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Was wäre ich nur ohne die Aufklärungsarbeit des BRD-Staatsfernsehens "ZDF" und seinen Nachrichtungen unter heute.de? Dieses "Qualitätsmedium" erklärt mir nämlich heute.de, <a title="Quelle" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/12/0,3672,7238348,00.html">woher die ganze Jugendgewalt kommt, nämlich von den pösen Metzelspielchen</a>:</p>
<blockquote><p>Brutale PC-Spiele sind nach Einschätzung von Experten das größte Risiko für Jugendkriminalität. Das ergaben wissenschaftliche Untersuchungen. Gründe für Gewalt seien zwar vielfältig, aber der stärkste Risikofaktor sei der Konsum von Mediengewalt.</p></blockquote>
<p>Etwas unklar in diesem aufklärerischen Artikel bleibt zwar, wer diese Experten bezahlt hat, damit sie solche starken Risikofaktoren wie die zunehmende institutionelle Entelterung der Kinder; die persönliche Aussichtslosigkeit auch noch des jüngsten und hilflosesten Menschen in der BRD; den Verlust jeglicher familiärer Bande und jedes fühlbaren Begriffes von Heimat unter den Bedingungen eines gesellschaftlichen Prozesses, der jeden Menschen nur noch nach seiner Verwertbarkeit und Verwurstbarkeit im betrieblichen Produktionsprozess bewertet oder schlicht die gesellschaftlich und p'litisch allgemein und jeden Tag ein bisschen mehr als Weg zur Konfliktlösung akzeptierte und propagierte Gewalt übersehen. Dafür wird aber um so klarer, was unter dem Begriff der "Mediengewalt" zu verstehen sei, dieser bezieht sich keineswegs auf die mit hypnotischen Psychogeklimper unterlegten seelischen Zerfleischungen, die vom Vorabendprogramm des öffentlich-schlechtlichen Fern-Sähens im alltäglichen Dutzendpack in jeden Haushalt getragen werden sollen, sondern natürlich vor allem auf das genussvolle Abmetzeln irgendwelcher Pixelmonster:</p>
<blockquote><p>Dabei habe sich gezeigt, dass PC-Spiele die bedeutsamste Ursache für Delikte wie Prügeln, Vandalismus, Mobbing oder Automatenaufbrüche seien - noch vor gewalthaltigen Fernsehsendungen und Horrorfilmen.</p></blockquote>
<p>Etwas anderes hätte ich auch nicht erwartet. Jedenfalls nicht bei einer Meldung, die ausgerechnet von einem Fernsehsender verbretet wird.</p>
<p>Immerhin, es gibt auch einen Eindruck von Fakten, Fakten und nochmal Fakten -- ach, das war ja der Claim dieser Bildzeitung für Besserverdienende, die man als "Focus" kaufen kann, auf das auch ja der Blick richtig gebündelt werde. Na, Spaß beseite, hier kommen die blutigen Details:</p>
<blockquote><p>Demnach stehen   Gewaltspiele auf Platz zwei der Risikofaktoren für Kriminalität [...]</p></blockquote>
<p>Übrigens sterben die meisten Menschen im Bett. Die Benutzung eines Bettes steht also an erster Stelle für die Risikofaktoren, die zum Tode führen. Zu solchen Schlüssen kommt man leicht, wenn man vorher weiß, was herauskommen soll. Denn was Ursachen sind, was Wirkungen sind und was der Ausfluss komplexerer gesellschaftlicher Zusammenhänge, das geht beim gewaltsamen Spiel mit Zahlen schon einmal unter. Klar, dass auch eine konkretere Aussage nicht fehlen darf:</p>
<blockquote><p>Bei einer Langzeituntersuchung mit Fragebögen unter 200 Schülern stellten Forscher der Universität Potsdam laut "Geo Wissen" zudem fest, dass ohnehin aggressive Kinder nach der Beschäftigung mit Gewaltspielen noch gewalttätiger werden.</p></blockquote>
<p>Übrigens könnte man auch feststellen, dass Alkoholiker durch den regelmäßigen Konsum von alkoholischen Getränken noch abhängiger werden. Oder dass sich Ernährungsstörungen durch regelmäßiges Absolvieren von Diäten noch verschlimemrn. Und auch in solchen Zusammenhängen könnte man Schreckliches wie das Folgende sagen:</p>
<blockquote><p>"Das ist eine   Abwärtsspirale", sagte die Potsdamer Psychologin Ingrid Möller dem   Magazin.</p></blockquote>
<p>Aber es geht hier ja nicht um die gesellschaftlich akzeptierte und geförderte Droge Alkohol oder um den gesellschaftlich akzeptierten und geförderten Wahn des verhungert aussehenden Körperkultes, sondern um die schnelle Ursachenforschung für kaum zu übersehende gesellschaftliche Probleme, die immer wieder einmal zu spektakulären Folgen mit übrigens großem und sensationsgeilem Medieninteresse führen. Und es soll auch nicht um individuelle Psychologie gehen, sondern um ein weltweit einmaliges Verbot gewisser recht dummer Computeranwendungen, das frisch zum Gesetz geworden jetzt vom BRD-Staatsfernsehen erklärt und gerechtfertigt werden muss. Kann sich noch jeder Leser hier daran erinnern, wie damals <a title="Ich schrieb darüber..." href="http://wwwut.wordpress.com/2006/11/24/saart/">von allen Medien unter Beteiligung gezielter staatlicher Zensur und Fehlinformation der Emsdettener Mordlauf von Sebastian zu einem Produkt der Beschäftigung mit gewissen Computerspielen umgedeutet werden sollte</a>, während die <a title="Hier nachzulesen..." href="http://wwwut.wordpress.com/2006/11/22/bastians-abschiedsbrief/">im Abschiedsbrief dieses fatal gescheiterten Menschen</a> gut dokumentierten gesellschaftlichen Ursachen aus dem Internet entfernt werden sollten?</p>
<p>Vieles hat sich seitdem nicht verändert. Mal schauen, wann die nächste Sensationsmeldung gebracht werden kann -- vermutlich wieder von einer Schule, dem Ort, wo dem erwachenden Individuum <a title="Ein Gedanke unter vielen hierzu..." href="http://www.tamagothi.de/2007/11/07/klares-muster/">die gesamte Wucht der gesellschaftlichen Gewalt entgegen gebracht wird</a>. Es wird bei solcher systematischer Verdrängung gesellschaftlicher Missstände nicht so schnell die letzte Schule geben, die von <a title="So eine Schule ist nämlich immer der ideale Ort dafür..." href="http://wwwut.wordpress.com/2007/11/18/amok-der-killerschulen/">verzweifelter Mordswut eines Verlierers betroffen wäre</a>.</p>
<p>Aber zum Ende hin wird diese Meldung noch richtig lustig (die Hervorhebung ist von mir):</p>
<blockquote><p>Das Gesetz stellt zudem klar, dass Spiele, in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen zu sehen sind oder in denen Selbstjustiz als <em>einziges Mittel</em> zur Durchsetzung von Gerechtigkeit dargestellt wird, von der Bundesprüfstelle in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen werden sollen.</p></blockquote>
<p>Wenn ich noch einmal ein ordentliches Metzelspiel programmiere, werde ich ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass die Selbstjustiz nicht <em>das einzige Mittel</em> zur Durchsetzung dessen ist, was im Kontext der Spielhandlung als "Gerechtigkeit" empfunden werden muss. Stattdessen werde ich vor jeder Mordoption einen Button sichtbar machen, mit dessen Hilfe man das Opfer auch bei der heiligen Inquisition oder beim nächsten, privatisierten Scharfrichter verpetzen kann, damit diese sich mit heiliger, monopolisierter Gewalt um die "Gerechtigkeit" kümmere. :mrgreen:</p>
<p>Denn wir sind schließlich alle Papst, oder? <a title="Wenn nicht, denn erklärt es Adolf Hitler..." href="http://wwwut.wordpress.com/2007/07/16/hitler-zu-den-gewaltreden-des-heutigen-regimes/">Und wie man Propaganda macht</a>, das wissen wir doch auch, nicht wahr? <a title="Die Frau, die dieses hier gerechtfertigte Gesetz zu verantworten hat, die weiß jedenfalls nicht, wovon sie spricht..." href="http://wwwut.wordpress.com/2007/07/01/wissen-wovon-man-spricht/">Dafür muss man noch nicht einmal so ganz genau wissen, wovon man spricht</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Integrationsräte blocken gelingende Integration "differenziert" ab]]></title>
<link>http://schariagegner.wordpress.com/?p=208</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 21:47:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>schariagegner</dc:creator>
<guid>http://schariagegner.wordpress.com/?p=208</guid>
<description><![CDATA[

Modischer Maulkorb in der 
in der Kommunalpolitik. 
… schweig 
fein still! 
„Resolution gegen ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="line-height:115%;">
<p class="MsoNormal" style="line-height:115%;">
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">Modischer Maulkorb in der </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:90pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">in der Kommunalpolitik. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:6pt;text-align:center;line-height:115%;" align="center"><span style="font-size:20pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#a6a6a6;">… schweig </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:90pt;text-align:center;line-height:115%;" align="center"><span style="font-size:20pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#a6a6a6;">fein still! </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:14pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">„Resolution gegen die Ethnisierung</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:14pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#333399;">von Jugendkriminalität verabschiedet“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:11pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Von Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Aus mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dringt Erstaunliches aus dem multikulturell inspirierten Bereich unserer kommunalen Hinterzimmerkultur an mein Ohr. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Tagesordnungspunkt etlicher Stadträte, Stadtjugendringe, Ausländerbeiräte und Runder Tische zur Gewaltprävention war es, zwischen Januar und April 2008 ganz offiziell eine Resolution zu verabschieden, die eine jede Nennung ethnischer Etikettierungen zu vermeiden zum Ziel hatte. Vollmundig ließ und lässt man hören: „Verabschiedung einer Resolution gegen die Ethnisierung von Jugendgewalt!“ </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Mit Betroffenheit. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Was geht hier vor. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Um eine Senkung der Straftaten geht es nicht, jedenfalls nicht erklärtermaßen. Das allerdings versteht sich nun wirklich nicht von selbst. Man könnte den Verantwortlichen Damen und Herren aus Stadt- und Integrationsräten nun mit Fug und Recht vorwerfen, junge Menschen nicht davon abhalten zu wollen, auf die sprichwörtliche schiefe Bahn des mindestens vorübergehend außerhalb der Gesellschaft stehenden Straftäters zu geraten. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wer nicht mehr „ausländische Jugendliche“ sagen will, ja, genau, ganz speziell: Türkische Jugendliche und durchaus auch unter Nennung der sehr wohl relevanten „ethnoreligiösen“ Identität: Muslimische Jugendliche, der will die „drohende“ Interpretation vernebeln, zwischen traditionell türkischer oder traditionell islamischer Erziehung und Jugendstraftaten bestehe ein Zusammenhang. Der will uns möglicherweise ja auch Sand in die Augen streuen, zwischen einerseits türkischem Nationalismus („Graue Wölfe“) oder auch radikalem Islam und andererseits kriminellen Karrieren junger Migranten bestünde kein Kontext. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wer kann Interesse an einem solchen Vorgehen haben? Es sind in allen mir bekannt gewordenen Fällen Menschen mit Migrationshintergrund, reden wir deutsch: Es sind kommunalpolitisch aktive und lokal längst „namhafte“ Türkinnen und Türken und Musliminnen und Muslime, die, dienstbereit unterstützt von nichtmuslimischen Ur-Deutschen Gutmenschen aus der Kinder- und Enkelgeneration der blinden Fremdenfreunde der Siebziger Jahre, diesen politisch korrekten Vorschlag gemacht haben. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Die diesen Vorschlag in unsere verschiedensten kommunalen Gremien eingebracht haben. Womöglich auch in Ihrer Stadt. Halten Sie die Augen offen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wo können die Risiken liegen. Ist es nicht nett und human, auf die potentielle Augen- und Haarfarbe des Messerstechers, Vergewaltigers oder bekennenden Antisemiten nicht eingehen zu können, weil die entsprechende „ethnische“ Information nicht länger herausgegeben werden darf oder weil sie, falls doch seitens irgendwelcher „Rassisten“ oder „Islamophoben“ durchgesickert, sie keine Sekunde und keine Silbe mehr Verwendung finden darf in rheinischen Rathäusern, stadtteilarbeiterischen Viertelkonferenzen, Stadtjugendringen und Ausländerbeiräten? Werden die Jungs handzahm und brave Staatsbürger, wenn man sie nur nicht beleidigt und an ihr Türkentum oder Muslimsein erinnert? </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">All das ist sicherlich nicht der Fall. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wer wirklich erreichen will, dass die jungen Türken, Kurden, Marokkaner und Libanesen tauglich werden für diese Gesellschaft, der nennt, im Falle eines gravierenden Fehlverhaltens, sie und ihre islamische Gegenwelt beim Namen. Der nennt ihre vormoderne Mädchen- und Jungenerziehung beim Namen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Es ist ein Armutszeugnis, dass, wie in diesem Monat in vielen Kommunen zwischen Mainz und Münster geschehen, der Impuls für ein solches, die Verfestigung der Parallelgesellschaft leider wohl geradezu garantierendes „unter den Teppich Kehren“ in mehreren Fällen ausgerechnet von den Vorsitzenden Ihres Ausländerbeirates beziehungsweise Ihres Integrationsrates ausgegangen ist. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wer Präventionsarbeit machen will ist auf Transparenz angewiesen! Wer türkischen und muslimischen Familien mit ihrer traditionell reichlich problematischen gewaltreichen und frauenunterdrückerischen Kultur und Erziehung Spielräume vergrößern helfen will, der muss darauf bestehen, Straftaten selbstverständlich auch – nicht nur, aber immer wieder auch – als türkisch-antikurdisch oder muslimisch-antisemitisch zu bezeichnen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Wem daran gelegen ist, dass die männlichen türkisch-muslimischen Sprösslinge sich zu Recht auch außerhalb der Mauern deutscher Gefängnisse befinden, der nenne die Ethnie, der nenne das „Milieu“ beizeiten beim Namen. Präventiv, wie man so sagt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Auch wenn der Täter zehn oder zwölf Jahre alt ist. Das ist in etlichen unserer Straßen das Alter, in dem seine Schwester gerade zwangsverheiratet wird. Ach so, das ist schon wieder ethnisiert. Und nicht differenziert genug. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Die Einbringer der Resolution hatten die Dreistigkeit, noch nicht einmal abzustreiten, dass es die Kriminalfälle der jungen „ethnischen“ Straftäter gibt. Oder sogar massenhaft gibt. Sie wollen einfach verhindern, dass es jemand wagt, das Thema beim Namen zu nennen. Damit aber grenzen sie aus, damit verbauen sie einer neuen Generation den Weg in ein Leben jenseits der Devianz der Straffälligkeit. So etwas nenne ich rassistisch. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Der entstehende Leidensdruck trifft die „konsequent Nichtintegrierbaren“, die jungen Straftäter mit Migrationshintergrund. Er sucht sich jedoch in größerem Umfang einen zusätzlichen und ganz anderen Weg. Denn wenn die Nichttürken und die Nichtmuslime auch in unserem Stadtviertel nicht länger sagen dürfen, von wem sie angegriffen, verletzt, beklaut, bedroht, erpresst oder vergewaltigt werden, dann geht es Dschihad und Scharia gar nicht so schlecht. Insofern ist die Resolution ausgesprochen konstruktiv. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Guck nicht! Gib das Geld! Du Opfer. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:24pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:13.5pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Dein Ratsherr aber schweigt fein still. Er hat die Resolution signiert. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:120pt;text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:Arial;">Jacques Auvergne </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:14pt;line-height:115%;font-family:Arial;color:#ff9900;">Quellen: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Düren macht Nebeldeutsch: </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;"><a href="http://www.ratsinfo.dueren.de/bi/vo0050.php?__kvonr=14065659">http://www.ratsinfo.dueren.de/bi/vo0050.php?__kvonr=14065659</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Daher weht der Wind. Oder: Presse und TV redeten </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">2008 zu viel. Oder auch: Migrantenjugendliche schlugen </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">und traten zu viel. Aber das ist ein soziales Problem, kein </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">türkisches oder gar islamisch-dschihadistisches, also </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">gefälligst nicht „ethnisieren“, du Rassist. Als kraftvoller </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Wegbereiter für den differenzierten Kampf gegen Integration </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">scheint mir die schariakonforme LAGA NRW aktiv zu sein. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Infantile Sandkastenmoral: Bäähh, der da hat angefangen! <span> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Sehr beachtlich das Datum: Der 21. Januar 2008 … </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;"><a href="http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index.html">http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index.html</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Differenzierte Denkverbote. Maulkorb, aber differenziert gedacht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:30pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;"><a href="http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index.html?pid=543">http://www.laga-nrw.de/xd/public/content/index.html?pid=543</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">… das Datum: IGMG sehr früh, 16. Januar 2008. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:12pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-family:Arial;">Und damit ganze fünf Tage vor der LAGA von NRW. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:60pt;text-align:right;line-height:115%;" align="right"><span style="font-size:4pt;line-height:115%;font-family:Arial;"><a href="http://www.igmg.de/nachrichten/newsdetails/article/23/migrantenverbaende-warnen-vor-ethnisierung-und-kulturalisierung-sozialer-probleme-gegenwaertige.html">http://www.igmg.de/nachrichten/newsdetails/article/23/migrantenverbaende-warnen-vor-ethnisierung-und-kulturalisierung-sozialer-probleme-gegenwaertige.html</a> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align:justify;line-height:115%;"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:Arial;"><span> </span><span> </span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Prügel-Werbespot" von Clipfish]]></title>
<link>http://blogmixer.wordpress.com/?p=653</link>
<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 10:39:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>T.</dc:creator>
<guid>http://blogmixer.wordpress.com/?p=653</guid>
<description><![CDATA[Jugendliche die Prügel-Videos ins Internet stellen sind schon seid längerer Zeit in aller Munde. A]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span><span style="font-family:Arial;">Jugendliche die Prügel-Videos ins Internet stellen sind schon seid längerer Zeit in aller Munde. Aktuell ging ein Fall durch die Presse, wo eine Gruppe jugendlicher Mädchen extra für solche "Dreharbeiten" eine Gleichaltrige in die Falle lockten um sie dann eben vor der laufenden Kamera zu schlagen.</p>
<p>Während sich alle Gedanken darüber machen wie man das Problem in den Griff bekommt, überrascht der Video-Portal Anbieter "Clipfish" mit einen Werbevideo der besonderen Art:<br />
ein "Freak" in Schutzkleidung setzt sich einen Helm auf und geht zu einer Gruppe von Glatzköpfen die an einer Hausmauer stehen. Er provoziert mit der Frage "Na Mädels? Was kostet denn die Stunde hä?". Dann läuft er weg, die Männer verfolgen ihn. Der Werbeslogan "Langeweile? Clipfish hat was für jeden...." wird eingespielt.</p>
<p>Inmitten der Diskussion über Jugendgewalt und Jugendliche die Prügelvideos über Internet und Handy verteilen wie früher Panini-Bilder, startet Clipfish ausgerechnet einen solchen Werbespot?</p>
<p></span></span></p>
<div><a href="http://www.community-world.de/forum/thread.php?postid=9277#post9277"><span><span style="font-family:Arial;"><strong>Die Diskussion um den Werbespot von Clipfish und filmende Prügel-Jugendliche im Forum - hier klicken!</strong></span></span></a></p>
<hr size="2" />
</div>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ein Rezept gegen Jugendgewalt ?]]></title>
<link>http://aachennet.wordpress.com/?p=827</link>
<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 16:27:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>°°Tiffy°°</dc:creator>
<guid>http://aachennet.wordpress.com/?p=827</guid>
<description><![CDATA[Aachen
Nachdem die Gewaltdelikte von 1999 bis 2006 um fast das Doppelte gestiegen waren, wurde in Ac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aachen</strong></p>
<p>Nachdem die Gewaltdelikte von 1999 bis 2006 um fast das Doppelte gestiegen waren, wurde in Achen von der Justiz, der Polizei und verschiedene Dienststellen der Stadt eine enge Zusammenarbeit bei der Verfolgung sogenannter jugendlicher Intensivtäter veranlasst.</p>
<p>Derweil stehen 78 junge Menschen auf der Liste die durch schnelles Ansprechen einer Strafe zugeführt werden sollen. Ein positives Ergebnis kann vermeldet werden, der drastische Rückgang beim Strassenraub durch Jugendliche, der um 70 Fälle zurückging. Auch der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren sank von 80 auf 75%.</p>
<p>Nun soll das Modell auch auf Alsdorf und andere Städte übertragen werden, quasi da, wo die Gewaltdelikte zum Teil stark zunahmen. Dabei geht es unter anderem auch darum den Alkoholausschank an Jugendliche einzudämmen. Im vergangenen Jahr war jeder dritter Täter angetrunken!</p>
<p>Die Aufklärungsrate bei Einbrüchern wurde verdoppelt, auch beim sogenannten "Erschleichen von Leistung" beim AVV z.B. wurde ein Rückgang erkannt. Weil die Fahrgäste nun vorne beim Fahrer einsteigen müssen, fällt das "Schwarz-Fahren" schwerer.</p>
<p>Leider hat der Diebstahl vomn Navigationsgeräten aus PKW's zugenommen stark zugenommen.<br />
<strong><font color="#800080">Das wäre ja schön wenn die Zahlen weiter sinken und man endlich ein Mittel gefunden hat um die jungen Menschen vor dem Schritt auf die schiefe Bahn zu bewahren. Wobei nicht jeder der "umsonst" mit dem Bus fährt auch gleichzeitig als Schwerverbrecher enden muss, aber der Grad ist nun mal sehr schmal.</font></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Berliner Ghetto zum Jugendtrainer und Türsteher auf der Reeperbahn – Interview mit Ismail Cetinkaya Teil 2]]></title>
<link>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=222</link>
<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 23:12:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Junge Medien Hamburg e.V.</dc:creator>
<guid>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=222</guid>
<description><![CDATA[Seiten 1 | 2

©JungeMedien Hamburg/S.Jablonski
Ismail Cetinkaya ist Deutschtürke und wurde vor 26 ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:right;">Seiten <a href="http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2008/05/19/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya/" target="_self"><strong>1</strong></a> &#124; <strong>2</strong></p>
<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/ismael/bild1a.jpg" alt="" width="450" height="300" /><br />
<span style="font-size:xx-small;">©JungeMedien Hamburg/S.Jablonski</span></p>
<p align="left"><strong>Ismail Cetinkaya ist Deutschtürke und wurde vor 26 Jahren in Hamburg geboren. Seine Mutter stammt ursprünglich aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C4%B0zmir" target="_blank">Izmir</a> in der Türkei und sein Vater aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mardin" target="_blank">Mardin</a>. Als Kind hat er 12 Jahre in der Türkei gelebt, bevor er wieder nach Deutschland gekommen ist. In Deutschland wuchs er zuerst in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Kreuzberg" target="_blank">Berlin-Kreuzberg</a> / <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Neuk%C3%B6lln" target="_blank">Neukölln</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Wedding" target="_blank">Wedding</a> auf. Viel später verschlug es ihn nach Hamburg, wo er ein Jahr im Stadtteil <a href="http:/http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Sankt_Georg" target="_blank">St. Georg</a> wohnte. Ismail spricht türkisch, arabisch und deutsch. In Hamburg ist er Trainer für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemischte_Kampfk%C3%BCnste" target="_blank">Mixed Martial Arts</a> im <a href="http://www.gymkwan.de/" target="_blank">Gym Kwan</a>, einer der renommiertesten Kampfsportschulen Hamburgs. Nebenbei macht er eine Ausbildung zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personensch%C3%BCtzer" target="_blank">Personenschützer</a> und ist regelmäßig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrsteher" target="_blank">Türsteher</a> auf der Hamburger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reeperbahn" target="_blank">Reeperbahn</a>.</strong><!--more--></p>
<p><img class="alignleft" style="float:left;" src="http://behind-media.de/Artikelbilder/ismael/bild3.jpg" alt="" width="199" height="150" /></p>
<p align="left"><strong>Bei dem Türsteherkrieg in Leipzig, ging es laut Medienberichten um die Macht und Kontrolle des Nachtlebens, vor allem auch der Drogenszene. Politiker denken darüber nach, nur noch Türsteher aus Sicherheitsunternehmen mit speziellen Lizenzen zuzulassen. Wie denkst Du darüber?</strong></p>
<p align="left">Wenn du es so betrachtest, haben die Politiker kein Unrecht. Die Türsteher, die so einen Job machen, sollten einfach ein gewisses Profil haben. Das heißt, sie dürfen keine Angst haben und müssen mutig sein. Außerdem ist es notwendig, dass sie genau wissen, auf was sie sich einlassen. Zum Beispiel diese Sicherheitsmitarbeiter, die von der Deutschen Bahn eingesetzt werden. Da sind oft Leute dabei, die sich einen Schuh anziehen, der einfach zu groß für sie ist. Deswegen passieren viele Unfälle, bei denen sie schwer verletzt werden, oder sie tun selber jemanden aus Angst weh.</p>
<p align="left">Sowas passt halt nicht. Du kannst nicht einen Tiger mit einem Wolf kämpfen lassen. Die Kriminellen sehen sehr schnell, ob du Angst hast, oder nicht. Das merken die, sobald die dir einmal in die Augen geschaut haben. Die spüren jede Unsicherheit. Besonders wenn du an der Tür stehst. Es passiert auch oft, dass man getestet wird. Die wollen sehen, ob du sie bremsen kannst. Das können  tätowierte 110-Kilo-Ochsen sein, die auf Koks sind und sich mit dir prügeln wollen. Hast du Mumm, bremst du sie. Wenn nicht, hast du deinen Rang und deine Autorität verloren.</p>
<p align="left"><strong>Gibt es auch Türsteher, die mit Drogendealern zusammenarbeiten?</strong></p>
<p align="left">Ein Kollege hat mir mal erzählt, dass es tatsächlich Türsteher gibt, die mit Drogendealern zusammenarbeiten. Wer mit der Polizei zusammenarbeitet, ist ein Verräter. Die lassen diese Leute rein und wenn die 3000 Euro am Tag verdienen, dann bekommt der Türsteher 1000 Euro davon ab. Wenn du die Drogendealer verrätst, dann bist du ein Verräter. Deswegen gibt’s wohl auch Ärger in Leipzig. Aber schwarze Schafe gibt’s schließlich überall, nicht nur in der Türsteherszene.</p>
<p align="left"><strong>Es gibt also auch Versuche Diskotheken als Drogenumschlagplätze zu übernehmen?</strong></p>
<p align="left">Manche Gruppen sind darauf aus, einen Laden zu übernehmen. Da musst du sowohl an der Tür "Macht" haben, als auch die "Macht" zeigen, sonst nehmen sie dir die "Macht" ab und übernehmen den ganzen Laden, z.B. um ihre Drogen da drinnen zu verkaufen. Dann wird der Laden ein Drogenladen. So läuft das in der Türsteher-Szene. Der Türsteher muss die Macht haben, zu sagen: „Du und Du, ihr bleibt draußen.“ Da gab es natürlich auch schon Probleme mit Leuten, die Drogen verkaufen wollten und nicht in den Laden reingekommen sind.</p>
<p align="left">Aber die wissen genau, wenn sie uns schlagen, dann bekommen sie Probleme. Bei anderen Leuten, da wissen sie genau, sie bekommen keine Probleme. Die wissen, wer Rückendeckung hat, und dass sie solche Leute mit Rückendeckung schwer loswerden. Selbst wenn sie solche Leute umlegen, bekommen sie danach Probleme. Aber einer von einem Sicherheitsunternehmen, der kann von oben bis unten in einer Schutzausrüstung da stehen, und bekommt vielleicht selbst dann noch ein Messer in den Nacken gerammt. Das passiert Ruck-Zuck. Und die Frage ist: wer steht dann da?</p>
<p align="left"><strong>Du zweifelst also daran, dass lizensierte Sicherheitsunternehmen dieser Aufgabe gewachsen wären?</strong></p>
<p align="left">Diese Frage stellt sich oft.  Du hast lizensierte Türsteher, und die hauen dann nachher alle ab, weil die Sache zu riskant wird. Das wurde damals schon auf der Reeperbahn versucht - und da war plötzlich mehr Gewalt da, als jemals zuvor. Danach haben sie mehr Beamte eingesetzt, um die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Es waren noch nie so viele Beamte da wie jetzt. Das liegt daran, dass die keine Kontrolle haben. Du kannst die Masse nicht kontrollieren, die sind zu gewalttätig. Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich hab viele Beschreibungen, woran das liegen könnte. Das fängt mit der Aggression oft schon im Kindesalter an.</p>
<p align="left">Das sind häufig Jungs, die zu Hause, sowie mit der Freundin Stress haben und dann an der Tür durchdrehen, wenn man sie nicht rein lässt. Wenn das dann Türken oder Araber sind, kann ich mit denen auf ihrer Sprache sprechen. Das ist für die was ganz anderes, als wenn da ein Deutscher sagt:„ Du kommst hier nicht rein.“ Das sind oftmals sechs-sieben Leute, die dann da vor der Tür stehen und rein wollen. Mindestens einer von denen ist bewaffnet. Mit solchen Situationen muss man erst mal klar kommen. Deswegen werden deutsche Jungs an der Tür da massive Probleme haben, auch wenn sie von lizenzierten Sicherheitsunternehmen sind. Ein afghanischer König hat mal einen guten Spruch gesagt: „Schick lieber fünf Löwen zum Krieg, anstatt tausend Schafe.“</p>
<p align="left"><strong>Du planst demnächst ein Projekt für vernachlässigte Jugendliche, die aus aus sozialen Brennpunkten kommen. Was genau ist da von Dir geplant?</strong></p>
<p align="left">Ich will mit einem eigenen Konzept an die Sache rangehen. Nach meiner Meinung kommt man über den Sport am besten an die Jugendlichen ran. Beim Sport drücken sie sich ehrlich aus. Sie müssen sich ehrlich ausdrücken und können einem nicht soviel vorspielen. Im Ernstfall betrügen sie sich selbst. Da kommen sie am besten aus sich raus. Die sind manchmal wütend und sauer, und sprechen mit niemandem. Beim Training kassieren sie dann wegen ihrer Unaufmerksamkeit einen Treffer. Und ich sag: „Du hast deine Deckung fallen gelassen“. Ich zeige ihnen im Training, dass ich sie mag und will, dass sie gut werden. Dadurch gewinnen sie langsam vertrauen. Wenn sie vertrauen zu mir haben, dann öffnen sie sich automatisch.</p>
<p align="left">Ich zeig Ihnen, dass ich freundlich bin und keine kahlgeschorenen Haare habe. Ich muss mir durch mein Aussehen keinen Respekt verschaffen. Du musst diese Jugendlichen richtig durch den Wolf drehen, um an sie ranzukommen. Ein einfacher Schullehrer kann das nicht. Ich trainier mit denen so lange, bis ich weiß, was ihr Schwachpunkt ist.</p>
<p align="left">Sie lernen bei mir, dass sie mit roher Aggression nicht weiterkommen und lernen müssen, ihre Aggressionen zu beherrschen. Wer beim Training nur mit roher Aggression arbeitet, der macht das im Leben auch so - und damit kommt man nicht weiter. Viele Jugendliche wollen sich beweisen, weil sie noch nie die Chance gekriegt haben, sich gegen jemanden zu beweisen und noch nie richtige Anerkennung für ihre Leistungen bekommen haben. Auf der Straße versuchen sie, nicht schwach auszusehen und keine Schwächen zu zeigen. Ich hab hier Jungs gehabt, die hatten beim ersten Training Messer, Pfefferspray und anderes dabei. Ich dachte, ich trau meinen Augen nicht, und hab die dann zur Rede gestellt - da haben die mir die dollsten Geschichten erzählt. Der eine erzählte mir zum Beispiel mal, dass er sich mit sechs Leuten gekloppt, er sein Pfefferspray benutzt hat, und die sechs Leute dann alle am Boden lagen usw. ..dann hat er angeblich noch mal reingetreten. Von den Geschichten waren natürlich alle frei erfunden. Ich hab ihm nur gefragt: „Warum tust du das? Warum?“</p>
<p align="left"><strong>Wahrscheinlich wollte er sich vor Dir beweisen...</strong></p>
<p align="left">Ich kenne sehr viele Leute, die sind im Knast, und die schreiben mir ab und zu Briefe. Die hatten ihre Aggressionen nicht unter Kontrolle und zu viele Schlägereien. Ich hatte einen Schüler, der ein sehr guter Kämpfer war, er sitzt jetzt im Gefängnis. Und da schrieb er mir: „Ismail, mir geht’s im Knast richtig schlecht. Da ist so eine Gruppe, die rückt mir nicht von der Pelle. Die wollen ich von hinten nehmen.“ Er sagte: „Ich muss mich wehren. Ich hab schon zwei von denen richtig verprügelt, aber die sind in der Überzahl und ich bin ganz alleine - keiner will mit mir sein. Das sind Leute, die wiegen 120-140 Kilo und tun den ganzen Tag nichts anderes als zu trainieren.“  Ich sagte nur zu ihm: „Jetzt verstehst Du was ich meine. Die geben Dir da drinnen noch einen Mädchennamen. Die Zeiten haben sich geändert, wir leben nicht mehr im Mittelalter.“ Er meinte zu mir: “Ismail, wir sind zu spät geboren.“ Ich antwortete ihm: „Vergiss die Gedanken. Wir sind keine Gladiatoren, die Leute umlegen und danach weitergehen können. Wir leben in einem Juristenstaat.“</p>
<p align="left"><strong>Keine schöne Geschichte...Und wie reagieren die Jugendlichen darauf?</strong></p>
<p align="left">Wenn die Jungs die Geschichte hören, macht es meistens klick und sie werden zu anderen Menschen. Sie konzentrieren sich dann auf ihr Training und darauf, ihre Aggressionen zu kontrollieren. Der Haarschnitt ist auch anders geworden. Das ganze braucht zwar etwas Geduld, aber es funktioniert. Nach meinen Training setz ich mich mit meinen Jungs hin und frage sie, ob ich an meinem Training noch irgendwas verbessern kann, oder ob sie mit mir zufrieden sind. Im Training mach ich sie auf ihre Fehler aufmerksam, und nach dem Training haben sie die Möglichkeit, mich auf meine aufmerksam zu machen. Ich gebe den anderen nicht das Gefühl, das ich was besseres bin. Ich will mit meinen Schülern auf einer Ebene sein. Das sind Freunde von mir. Die reden mit mir über ihre Probleme, die bringen mich ins Krankenhaus, die rufen mich um  zwei Uhr nachts an, wenn sie mit ihrer Frau Probleme haben und erzählen mir, dass sie von der Brücke springen wollen. Ein sehr guter Freund von mir hat sich wegen seiner Frau umgebracht. Er ist mit 130 km/h in einen Fluss reingefahren, weil sie ihn verlassen hat und sich einen anderen genommen hat. Das hab ich den Jungs auch erzählt. So was bringt nichts, denn er ist jetzt weg.</p>
<p align="left">Seine Gedanken, sein Name. Der Tod ist ein bitteres Ende. Wichtig ist nicht, was du gemacht hast, sondern was du den anderen hinterlassen hast, nur so lebst du weiter. Es laufen Vollidioten rum, die erzählen den Jungs, dass Zuhälter 30.000 Euro im Monat machen und dicke Ferraris fahren. Oder die ganzen Rapper fahren Mercedes und BMW - sowas reizt die Jugendlichen natürlich. Sie fangen meist klein an, aber Geld macht süchtig. Erst wird Haschisch verkauft, danach Koks usw. Das schnelle Geld verführt.</p>
<p align="left">Das sind ansich alles gute Jungs, sie sind nur nie auf den richtigen Weg geführt worden - das ist sehr schade für sie, und für die Gesellschaft.</p>
<p align="left">Interview: JMH-Reporter Schulz</p>
<p><a href="http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2008/05/19/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya/" target="_self"><strong>&#60;&#60; zurück</strong></a><strong> </strong>Seiten <a href="http://jungemedienhamburg.wordpress.com/2008/05/19/vom-berliner-ghetto-zum-jugendtrainer-und-tursteher-auf-der-reeperbahn-%e2%80%93-interview-mit-ismail-cetinkaya/" target="_self">1</a> &#124; <strong>2</strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Lösung vieler Probleme liegt direkt auf der Straße - Interview mit Ahmad Mirzakhani]]></title>
<link>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=197</link>
<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 04:26:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>Junge Medien Hamburg e.V.</dc:creator>
<guid>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=197</guid>
<description><![CDATA[
©A. Mirzakhani &#8220;Hier im Sportcenter existiert keine Gewalt. Gekämpft wird nur im Ring.]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/bonsai/bild1.jpg" alt="" /><br />
<span style="font-size:xx-small;">©A. Mirzakhani "Hier im Sportcenter existiert keine Gewalt. Gekämpft wird nur im Ring."<br />
</span></p>
<p align="left"><strong><a href="http://rhein-zeitung.de/old/97/09/15/topnews/steuern.html" target="_blank">Hamburg ist eine Stadt der Reichen</a>. Hier leben viele Menschen, für die ein Haus, ein Auto und gute Schulbildung für ihre Kinder eine Selbstverständlichkeit ist.<br />
Die Hansestadt ist aber auch bekannt für die üblichen Probleme von Großstädten mit ihren gettoisierten Stadtteilen und der zur Zeit auch heiß debattierten Jugendgewalt.<br />
Inmitten der beiden Hamburger Brennpunktgebiete Mümmelmannsberg und Billstedt befindet sich das Sportcenter Bonsai.</strong><!--more--></p>
<p align="left"><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/bonsai/bild2.jpg" alt="" align="left" />Im Gespräch mit dem Geschäftsführer Ahmad Mirzakhani diskutiert JungeMedien Hamburg die Wichtigkeit eines solchen Sportcenters in sozial schwachen Stadtteilen, wo die Bevölkerung zum großen Teil arm ist, die Kriminalitätsrate hoch und die Aufstiegschance junger Leute eine Rarität darstellt.</p>
<p align="left">In der Politik wird zur Zeit kontrovers über Jugendgewalt und Jugendkriminalität diskutiert. Auf den Straßen, in den sozialen Brennpunkten Deutschlands, lassen sich die wenigsten Politiker blicken. Doch manchmal scheint es so, als wenn die Lösung vieler Probleme direkt auf der Straße liegen würde.</p>
<p align="left"><strong>Herr Mirzakhani, Ihr Sportcenter besteht schon seit 16 Jahren in einem Stadtteil, der meist durch negative Nachrichten im Blickpunkt der Medien steht. Einigen Jugendlichen steht die Gleichgültigkeit, verursacht durch die Chancenungleichheit in der Gesellschaft, im Gesicht geschrieben.<br />
Welche Rolle spielen Sie in dem Leben der hier in Mümmelmannsberg und Billstedt lebenden Menschen?</strong></p>
<p align="left">Viele der Jugendlichen die hier herkommen, um zu trainieren, sind mit ihrem Leben überfordert. Sie fühlen sich als Menschen zweiter Klasse behandelt und denken in der Gesellschaft wenige Aufstiegsmöglichkeiten zu haben. Einigen fällt es sogar schwer den Beitrag zu zahlen, der ja recht niedrig ist. Auf einen Monatsbeitrag mal zu verzichten ist für mich kein Problem, denn wichtig ist nur, dass wenn sie eine Box- oder Taekwondo Stunde hinter sich haben, ausgepowert sind und mit einem Gefühl von Stärke und Erfolgserlebnissen das Sportcenter Bonsai wieder verlassen. Hier in Mümmelmannsberg gibt es nicht viele Einrichtungen, die den Jugendlichen einen Zufluchtsort bieten.</p>
<p align="left"><strong>Herr Mirzakhani, es besteht der Eindruck Ihr Sportcenter arbeitet in der Art und Weise eines Jugendzentrums. Es scheint eine Art Treffpunkt junger Leute zu sein. Ist das so?</strong></p>
<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/bonsai/bild3.jpg" alt="" align="right" /></p>
<p align="left">Ja, das ist so. Wir sind eine Art große Familie und die meisten Mitglieder sehen</p>
<p align="left">meine Mitarbeiter und ich als unsere eigenen Kinder. Die Kinder sind gerne hier, weil sie hier ihre Sorgen los werden. Für uns liegt die Priorität darin, die Kinder und Jugendlichen weg von der Straße zu bekommen.</p>
<p align="left"><strong>Hessens Ministerpräsident <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/jugendgewalt/roland-koch_aid_230838.html" target="_blank">Roland Koch</a> hatte die Debatte über härtere Strafen für jugendliche Kriminelle angestoßen. Wie weit müssen Sie sich mit dem Thema Jugendgewalt befassen?</strong></p>
<p align="left">Hier im Sportcenter existiert keine Gewalt. Gekämpft wir nur im Ring.<br />
Ich arbeite schon seit längerem mit der Justizbehörde zusammen. Die jungen Leute die straffällig geworden sind, kommen zu mir und leisten ihre Sozialarbeit bei mir. Eine bessere Strafmaßnahme gibt es doch nicht.</p>
<p align="left"><strong>Sie scheinen dem Stadtteil einen Menge Arbeit abzunehmen. Denn gerade in Brennpunktgebieten wie diesen, sollte eigentlich viel investiert werden. Gibt es für Sie Förderungsmöglichkeiten?</strong></p>
<p align="left">Ich habe schon etliche Briefe geschrieben und Anträge gestellt. Aber die dafür zuständigen Ansprechpartner reagieren kaum. Unter anderem das Bezirksamt Hamburg Mitte.<br />
Ich erhalte einen sehr geringen Zuschuss von knapp 450 Euro im Jahr. Mit diesem Geld kann man nicht wirklich etwas bewegen.<br />
Auch habe ich Parteien zu mir eingeladen, um sich ein klareres Bild verschaffen zu können. Doch die Besuche blieben aus.<br />
Der einzige Erfolg war der Besuch eines Politikers der berüchtigten Schill-Partei, die ja auf nationaler Ebene an Bekanntheit durch den kontroversen Politiker Ronald Schill erlangte.<br />
Kurioserweise habe ich vor einigen Jahren nur von der der genannten Partei (rechtsstaatliche Offensive) eine Subvention in Höhe von 2000 Euro erhalten.<br />
Ansonsten bleibt der Ruf nach finanzieller Unterstützung ungehört.</p>
<p align="left"><strong>Herr Mirzakhani, viele erfreuliche Geschichten sind hier zu erzählen.<br />
Profiboxer trainieren hier, Sie haben Praktikanten und Auszubildende. Ermutigen Sie diese kleinen Erfolge?</strong></p>
<p align="left">Ja, das ist für mich ein ganz persönlicher Erfolg. Ich bin hier ein Ein-Mann-Unternehmen und biete etwas, was nicht jedes Unternehmen anbietet!<br />
Ausbildungsplätze. Ein Ausbildungsplatz ist heutzutage Gold wert. Und die Jungs und Mädchen in der Umgebung haben es sowieso schwerer. Es müssten alle Unternehmen Ausbildungsplätze anbieten und auch vom Staat unterstützt werden. Leider erhalte ich keine Unterstützung. Aber das macht nichts, denn ich sehe es als eine wunderbare Investition.</p>
<p align="left"><strong>Sie arbeiten hier auch viel mit Kindern zusammen. Die Arbeit mit Kindern scheint Ihnen besonderen Spaß zu bringen.</strong></p>
<p align="left">Die Kinder sind die Zukunft. Inzwischen kooperieren auch Schulen mit mir. Das ist natürlich sehr erfreulich! Kinder müssen schon sehr früh an den Sport herangeführt werden, denn Bewegung in welcher Art auch immer, ist essentiell für die Entwicklung.<br />
Wir Deutsche sind zu übergewichtig. Das liest man doch gerade jeden Tag in der Zeitung. Wer ein Anfang zur Besserung erreichen will, sollte hier im Sportcenter Bonsai damit beginnen.</p>
<p align="left"><strong>Herr Mirzakhani, was für Projekte planen Sie für die Zukunft?</strong></p>
<p align="left">Es gibt natürlich  noch vieles, was ich vor habe, aber erst einmal bringe ich ein Kind zur Welt. Wenn ich das Kind zur Welt gebracht habe, kümmere ich mich vorerst darum und lerne ihm das Laufen. Also ich konzentriere mich nur auf ein Projekt und warte bis es erfolgreich ist. Sonst sind andere Projekte zum scheitern verurteilt. Alles braucht seine Zeit.<br />
Zur Zeit habe ich 2 Auszubildende und 5 Praktikanten. Ich versuche ihnen alles an Wissen zu vermitteln, welches sie für die Zukunft gebrauchen können. Nicht nur Wissen, das ihnen in ihrer Ausbildung hilft, auch Weisheiten fürs Leben. Disziplin, Pünktlichkeit und vor allem Respekt vor ihren Mitmenschen und Autoritätspersonen.</p>
<p>Interview: JMH-Reporter v. Dreden</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schlimme Jugend – Es gibt auch andere]]></title>
<link>http://nordnews.wordpress.com/?p=92</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 17:26:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>nordnews</dc:creator>
<guid>http://nordnews.wordpress.com/?p=92</guid>
<description><![CDATA[Fast täglich berichten Medien von jugendlichen Gewalttätern. Es entsteht leicht der Eindruck, dass]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><b>Fast täglich berichten Medien von jugendlichen Gewalttätern. Es entsteht leicht der Eindruck, dass alle Jugendlichen (speziell Jungen oder junge Männer) zerstören, verprügeln und Schlimmeres tun. Kaum jemand nimmt sich der breiten Masse an. Berichtet von denen, die absolut unauffällig in der Gemeinschaft leben, die ein Gewinn für unsere Gesellschaft sind. Sie sind für die Medien offenbar nicht interessant. Sie bedienen nicht den verqueren Hang zum Voyeurismus der Garant für Verkaufszahlen oder Einschaltquoten ist. Und doch gibt es viele junge Menschen der guten Sorte. So wie sieben Jungen aus <a href="http://www.wedel.de/" target="_blank">Wedel</a>. Ihre Geschichte soll den Blick einmal auf die größere, andere Seite der Medaille Jugend lenken.</b><!--more-->Alles begann an einem langweiligen Märznachmittag 2006. Die Freunde Simon Körner und Mikail Karahan spielten in der Scheune der Familie Körner in Wedel. Im ehemaligen Ziegenstall hatten sie eine Idee. Ließe sich daraus nicht ein kleines Theater machen? Beide hatten bereits erste Bühnenerfahrung mit den Brettern, die die Welt bedeuten, auf dem <a href="http://www.batavia-wedel.de/" target="_blank">Theaterschiff Batavia</a> gemacht.</p>
<p><img src="http://aycu21.webshots.com/image/41620/2000222727247843583_rs.jpg" /><br />
<i>Szene aus "Eheberatung": Frau und Herr Blöhmann lernen an einer Attrappe küssen.</i></p>
<p>Mit den Klassenkameraden Justin Schümann, Paul Rick und Thorben Korn machten sich die damals Elfjährigen ans Werk. Es wurde aufgeräumt, ausgemistet, eine Decke verkleidet, ein Bühnenpodium gebaut und Wände gestrichen. Die <a href="http://http://www.theaterscheune-wedel.de.tt/" target="_blank">Theaterscheune Wedel</a> war entstanden.</p>
<p>Während der handwerklichen Arbeiten machten sich die Jungs Gedanken über Stücke, die sie spielen wollten. Die ersten Vorstellungen gaben sie mit "Essen für einen" (Dinner for one auf Deutsch) und "Ein feines Lokal" für Freunde und Familie. Auch Lehrer und Klassenkameraden ließen sich sehen. Vom Erfolg angetrieben wagten sie sich an erste Loriot-Sketche. "Wir sind alle Fans von Loriot. Das gefällt uns und bringt die Leute zum Lachen", begründete Simon im nordnews-Gespräch die Wahl.</p>
<p><img src="http://aycu26.webshots.com/image/40625/2000210678294562985_rs.jpg" /><br />
<i>Szene aus "Skat": Herr Moosbach (Mitte) bringt seine Mitspieler charmant und nervtötend an den Rand des Wahnsinns.<br />
</i><br />
Denn das ist das Ziel der Gruppe: Menschen zu unterhalten. Nach den drei erfolgreichen ersten Aufführungen hatte sich trotz des geringen Eintrittspreises genügend Geld in der Kasse angesammelt, um das Theater zu perfektionieren. Beleuchtung und ein Pult für Technik wurden gebaut und installiert. Alle diese Arbeiten haben die Jungen ohne nennenswerte Hilfe von Erwachsenen eigenständig erledigt. Nur Simons Mutter half, als sie einenVorhang nähte.</p>
<p>Nächstes Projekt: "Weihnachten bei Hoppenstedts" und "Vertreterbesuch".  Wieder ein Erfolg. Das einjährige Bestehen wurde mit Vorstellungen der Sketch-Highlights gefeiert. Das neueste Projekt (Januar/Februar 2008) heißt "Humorvolle Sketche von Loriot &#38; Co". Inzwischen ist die Gruppe der schauspielernden Jungen um Jannik Schernikau und Paul Scherres gewachsen.</p>
<p><img src="http://aycu37.webshots.com/image/41596/2000237856222745736_rs.jpg" /><br />
<i>Szene aus "Das Gästebuch": Loriot malt ein Loch. Hausdame: "So begabt wie Sie möchte ich auch mal sein."</i></p>
<p>Immer noch managen sie alles allein, inklusive Backen von Muffins für die Zuschauer. Die gibt es zusammen mit Getränken in der Pause. Vom Programmheft bis zu Bühnenmöbeln, von Internetpräsenz bis zur Rollenverteilung wird alles selbst gemacht.  Wer welche Rollen spielt und wie die Darstellung aussehen soll, wird ebenfalls gemeinsam bestimmt. Neben der Schule haben die schauspielernden Sieben noch andere Interessen. Verschiedene Sportarten im Verein, zur Waldjugend gehen und Musik machen gehören dazu.</p>
<p>Diese Jungen sind nur wenige. Aber es gibt viele wie sie. Junge Menschen die äußerst positiv auffallen. Das gibt doch Hoffnung für die Zukunft.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Georg Schramm über die Arbeit der Bundeswehr gegen Jugendgewalt]]></title>
<link>http://ralfhagelstein.wordpress.com/?p=25</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 12:00:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ralf Hagelstein</dc:creator>
<guid>http://ralfhagelstein.wordpress.com/?p=25</guid>
<description><![CDATA[
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/veNY5xtC1jY'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/veNY5xtC1jY&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Andreas Rebers über Jugendgewalt]]></title>
<link>http://ralfhagelstein.wordpress.com/?p=52</link>
<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 12:00:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ralf Hagelstein</dc:creator>
<guid>http://ralfhagelstein.wordpress.com/?p=52</guid>
<description><![CDATA[
]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/go15E68hhhQ'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/go15E68hhhQ&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hip-Hop Straight From The Streets / Interview mit Terror Hurricane]]></title>
<link>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=186</link>
<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 12:05:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Junge Medien Hamburg e.V.</dc:creator>
<guid>http://jungemedienhamburg.wordpress.com/?p=186</guid>
<description><![CDATA[
©210Recordz/Heidenheim

Seit mehreren Monaten mischt eine neue Rap-Crew die deutsche YouTube-Szene]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/terror_hurricane/bild1.jpg" alt="" /><br />
<span style="font-size:xx-small;">©210Recordz/Heidenheim<br />
</span></p>
<p align="left"><strong>Seit mehreren Monaten mischt eine neue Rap-Crew die deutsche YouTube-Szene auf. Most Viewed (This Month), Most Discussed (This Month), Top Favorites und Top Rated (This Month). <a href="http://terrorhurricane.de/" target="_blank">Terror Hurricane</a> fegt durch die <a href="http://de.youtube.com/browse?t=m&#38;p=2&#38;s=mp&#38;c=10&#38;l=&#38;e=de_DE" target="_blank">YouTube-Charts</a>. Schon vor der Veröffentlichung wurde das Video beschlagnahmt, denn Terror Hurricane macht keinen "Blümchenrap" und hat eine klare Botschaft: "Wir sind direkt von der Straße!"</strong><!--more--><br />
<strong>Ihre Mitglieder: Überwiegend sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Migrationshintergrund" target="_blank">"deutsche mit Migrationshintergrund"</a>. Mit ihrer Botschaft und ihrem Auftreten, treffen sie einen empfindlichen Nerv in der Gesellschaft und fordern die Politik in Deutschland zum Handeln heraus.</strong></p>
<p align="left">Im Interview mit JungeMedien Hamburg machen sie ihre Sicht der Dinge deutlich, äußern sich zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jugendkriminalit%C3%A4t" target="_blank">Jugendgewalt</a> und darüber, was sich auf deutschen Straßen schleunigst ändern muss, bevor wir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unruhen_in_Frankreich_2005" target="_blank">französische Zustände</a> kriegen und in Deutschland der "Terror Hurricane" tobt - denn auf deutschen Straßen brodelt es bereits.</p>
<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/terror_hurricane/bild2.jpg" alt="" width="216" height="217" align="left" /><strong> </strong></p>
<p align="left"><strong>Das Jugendstrafrecht ist zur Zeit das große Thema in den Nachrichten.<br />
Was hält Ihr von den aktuellen Plänen zur Verschärfung des Jugendstrafrechts?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Das Thema ist absolut sinnlos, da mindestens jeder zweite Jugendliche in Deutschland sich mit begangenen Straftaten profiliert, d.h. unter den Kids gilt es als extrem “cool“, “real“ oder auch „reif“ (Lebenserfahrung) wenn jemand schon einmal im Knast war. Je krasser die begangene Tat, um so mehr Respekt auf der Straße. Erziehung beginnt aber unserer Meinung nach immer noch zuhause.</p>
<p align="left">Das ist wieder ein anderes Thema und daran ist sowieso der Staat Schuld.<br />
Nur kurz als Beispiel: Eine allein erziehende Mutter muss jeden Drecksjob machen, damit Sie die Miete und das Essen mit Müh und Not bezahlen kann. Somit ist sie nie zuhause, die Kinder wachsen auf der Straße auf und bekommen dort diese verdrehte Weltanschauung bzw. Werte als Erziehung reingedrückt.</p>
<p align="left"><strong>Was läuft nach Eurer Meinung falsch in der Politik und welche Werte sollten den Kids und Jugendlichen vermittelt werden?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Eigentlich läuft so gut wie alles falsch! Hier wieder kurz ein kleines Beispiel, das sich jeden Tag, irgendwo in Deutschland, hundertmal wiederholt: Ein eigentlich intelligenter Junge (die Nationalität spielt keine Rolle) schafft mit Müh und Not gerade noch so seine Hauptschule, auf der er mit zwei Sorten von Lehrkräften zu tun hatte. Die eine Sorte bangt jeden Tag um Ihr Leben und ist total verängstigt ( wir möchten diesen Zustand jetzt nicht ins lächerliche ziehen, aber es ist nun mal keine Basis um Kinder bzw. Jugendliche zu unterrichten ) und die andere Sorte weiß schon gar nicht mehr, wann sie die Begeisterung für Ihren Beruf verloren hat! D.h. sie ziehen einfach total emotionslos Ihren lächerlichen Lehrplan durch und haben dazu</p>
<p><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/terror_hurricane/bild3.jpg" alt="" width="259" height="230" align="right" /></p>
<p align="left">noch die Meinung, dass es ja eh alles nichts bringt, da die Kids ja eh alles nur faule Versager sind! Nichts desto trotz handelt unser Beispiel von einem guten Jungen, der ja was aus seinem Leben machen möchte.</p>
<p align="left">Also kümmert er sich um eine Lehrstelle. Und da gehen jetzt schon wieder die nächsten Probleme los. Wir überspringen mal kurz diesen weiteren traurigen Akt und kommen gleich zu seiner abgeschlossenen Berufsausbildung. Wir haben jetzt also einen Jungen, der drei Jahre lang seine Ausbildung durchgezogen hat und trotz bestandener Abschlussprüfung vom Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen nicht übernommen werden kann. Der Junge sucht nach Arbeit, findet aber trotz abgeschlossener Berufsausbildung nichts, landet somit auf dem Arbeitsamt und muss Arbeitslosengeld 1 beantragen. Sein Arbeitslosengeld 1 beträgt ungefähr 60 Prozent seines letzten Einkommens. Da er im 3. Lehrjahr 600 Euro als Einkommen verdient hat, sind 60% davon 360 Euro. Sein Arbeitslosengeld 1 ist also weniger als das Minimum von Arbeitslosengeld 2, er bekommt also automatisch Arbeitslosengeld 2 und ist somit Hartz 4 Empfänger, obwohl er genau das machte was der Staat bzw. die Regierung von Ihm erwartet und verlangt hat. Und genau das darf nicht passieren! Man braucht den Kids eigentlich nicht versuchen irgendwelche Werte zu vermitteln, es reicht schon vollkommen aus, wenn man sie nicht mehr verarscht!</p>
<p align="left"><img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /> <a href="http://www.beamte4u.de/forum/thema14306.html" target="_blank"><strong>Info: Jugendliche und HartzIV nach der Ausbildung</strong></a></p>
<p align="left"><strong>Meint Ihr, dass harte Raptexte und Alben (mit Titeln wie z.B. Kriegserklärung Nr. 1) die Kids und Jugendliche auf der Straße zu Gewalttaten animieren können?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Entweder ist ein Jugendlicher bereit für Gewalt oder er ist es nicht. Das hat aber unserer Meinung nach absolut nichts mit seinem Musikgeschmack zu tun. Natürlich hören sich manche Jugendliche, bevor sie zu einer Schlägerei gehen, vorher einen härteren <a href="http:/http://de.wikipedia.org/wiki/Gangsta_Rap" target="_blank">Gangsta-Rap</a> an, um sich noch mehr aufzuputschen, aber das machen doch die ganzen Nazis und Punks schon immer - jede Kultur hat ihre Musik!. Und wenn es die passende Musik nicht geben würde, würde sich der Nazi auch ohne “Störkraft“ auf die Suche nach Ausländern machen, oder?</p>
<p align="left">Mit dem Albumtitel “Kriegserklärung Nr.1“ braucht sich absolut kein Rapper und kein Bürger in Deutschland angesprochen zu fühlen, da geht es um Politik, d.h. dieser Titel ist eine Ansage an die Regierung, eine Kriegserklärung im übertragenen Sinne! Und wenn man sich mal unser Album Cover genau ansieht, dann stellt man fest das dieser Typ mit der AK-47 einen Anzug mit Krawatte an hat. Die Echten Terroristen verstecken sich nicht in irgendwelchen Höhlen, sondern hinter ihren schönen Anzügen bzw. Ämtern!</p>
<p align="left"><strong>Was wollt Ihr den Leuten (Politikern, Kids und Jugendlichen) da draußen mitteilen? Was ist Eure Message?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Also in erster Linie machen wir gute Musik, um genau zu sein, machen wir Gangsta-Rap bzw. auf unserem Album gibt es außer ein paar Party-Tracks und einer Ex-Freundin-Geschichte ausschließlich nur Battle-Tracks. Es gibt eigentlich nur zwei politische Tracks und die sind auch noch komplett auf türkisch. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass wir nicht auch politische Aussagen machen.</p>
<p align="left">Deshalb würden wir auch mal behaupten, dass folgende Textzeile aus unserer ersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Single_(Musik)" target="_blank">Singleauskopplung</a> “210“ unsere Message ist: “Wir kommen nicht zum reden...“ und anstatt diese Message jetzt wieder sofort, ohne einmal kurz darüber nachgedacht zu haben, als Aufruf zur Gewalt abzustempeln, sollen sich lieber mal der deutsche Staat bzw. die lieben Politiker eine Scheibe davon abschneiden und endlich mal ihren Arsch bewegen, um bevölkerungsgerechte Politik zu betreiben.</p>
<p align="left"><strong>Hat der Name „Terror Hurricane“ eine besondere Bedeutung für Euch?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Der Name hat Flow und klar hat er eine Bedeutung für uns. Nach jedem Hurricane ist alles zerstört und man fängt wieder bei Null an, und genau das kann auch bald in Deutschland passieren, wenn von der Politik nicht endlich gehandelt wird - nur noch ein paar Stufen härter, deshalb auch “Terror Hurricane“. Es muss sich unbedingt was ändern. Es wundert uns eh, dass es in Deutschland immer noch so ruhig ist und keine Frankreich-ähnlichen Zustände herrschen.</p>
<p align="left"><strong>In Euren Texten fallen folgende Sätze: „Ich werd auf alle von euch schießen“, „Messer aus den Taschen, es gibt 50 Verletzte“. Wird da nicht zu Gewalttaten aufgerufen?</strong></p>
<p align="left"><img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/terror_hurricane/bild5.jpg" alt="" width="251" height="197" align="left" />Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Die Aussage eines Tracks ist nicht der Titel oder eine Textzeile, sondern der Track als Ganzes. Man darf einen Textschnipsel nicht aus seinem festen Zusammenhang reißen und sich dann darauf aufgeilen, ohne den Rest gelesen zu haben.<br />
Die Textzeile: „Ich werd auf alle von euch schießen“ ist aus der Hook des Tracks “Terror am Mic“ und ist eindeutig ein Battle-Track, d.h., dass keiner von uns sich eine Knarre schnappt und Amok läuft, es läuft alles auf der verbalen Ebene ab!<br />
Die Textzeile „Messer aus den Taschen, es gibt 50 Verletzte“ ist aus der Hook des Tracks “Schwarze Jacken“ und ist im Gegensatz zu “Terror am Mic" kein Battle-Track. Da es, wie auch in der ersten Singleauskopplung “210“, um die großen Brüder, die Black Jackets geht, ist dies kein Aufruf, sondern eine Ansage. Die komplette Hook geht so: “Schwarze Jacken! Keine Gesetze! Falsche Wortwahl! Voll auf die Fresse, Messer aus der Tasche, es gibt 50 Verletzte! Das Schwarze Reich, aber du kannst nur wegsehen!“ Übrigens nur am Rande: Sobald in irgendwelchen Tracks von „Terror Hurricane“ die „Black Jackets“ vorkommen, ist es eine Ansage und hat nichts mit Entertainment zu tun.</p>
<p align="left">So und zum Schluß beantworten wir noch kurz die Frage:<br />
Nein unsere Texte sind kein Aufruf zur Gewalt! Und anscheinend interessiert dieses Thema viele: In nur einer halben Woche haben wir auf „YouTube“ über 38.000 Clicks erzielt und waren somit auf Platz 1. Komischerweise wurde es aufgrund eines vermeintlich unangemessenen Inhalts offline genommen, obwohl unser Video “210“ gegen kein Gesetz der Bundesrepublik Deutschland verstößt. Aber he, was sollen wir noch sagen? Unser Video wurde schon beschlagnahmt, bevor es überhaupt fertig war. Gott sei Dank ist unsere Webseite <a href="http://www.terrorhurricane.de" target="_blank">www.terrorhurricane.de</a> noch immer online, und die Leute können sich dort das Video als Stream anschauen.</p>
<p align="left"><strong>In Eurem Video kommen oft die „Black Jackets“ vor. Wer sind eigentlich die „Black Jackets“?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Im Großen und Ganzen wird es eigentlich schon im ersten Verse der ersten Singleauskopplung “210“ erzählt. Obwohl die Kripo Stuttgart da sicherlich anderer Meinung ist! Aber egal, hier noch mal alles in Kürze: Black Jackets ist eine berüchtigte multikulturelle Vereinigung, die aufgrund enormer rechtsradikaler Übergriffe im Jahr 1985 durch Sedat gegründet wurde und noch bis heute besteht. Es ist keine kleine Gruppierung von Großstadt-Jugendlichen die einen auf Gangsta machen. Nein, es sind alles erwachsene Männer mit Ihren eigenen Geschäften.</p>
<p align="left">Die Philosophie hinter dieser Gang ist schlicht und einfach nur die Aussage: “Forever Friends“. Die Black Jackets werden von allen großen Clubs respektiert, es gibt absolut keine Feinde, nur Sympathisanten. Sie sind sozusagen die Schweiz. Und genau das möchten wir eigentlich auf die Terror Hurricane Musikgeschichte übertragen! "Leben und leben lassen, aber wehe du kommst uns blöd!" Wir haben absolut niemanden auf unserem Album gedisst. Uns interessieren die anderen nicht, wir machen, wie schon gesagt, in erster Linie gute Musik und die muss nur uns gefallen. Wenn sich aber Leute damit identifizieren können, freut es uns natürlich umso mehr.</p>
<p align="left"><strong>Welche Nationen sind bei den „Black Jackets“ vertreten und welches Verhältnis besteht zum Rock oder zur Rockszene?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Bei den Black Jackets sind alle Nationen, Rassen, Religionen, Kulturen und Altersgruppen vertreten. Das Motto ist schlicht und einfach wie schon gesagt: “Forever Friends”. Die Black Jackets haben Member deren Heimatländer sich bekriegen und im Verein würde der eine für den anderen sterben. Wie oben schon erwähnt, haben sie durch ihre Vielseitigkeit zu jeder Szene gute Kontakte. Da der Verein 1985 gegründet wurde, als “Rock” die angesagte Musik war, ist es selbstverständlich, dass sie sehr gute Kontakte zur Rockerszene haben. Und außerdem gibt es sogar ein reines MC Chapter bei den Black Jackets, das Chapter Neresheim. Man hat also sozusagen eigene Rocker am Start.</p>
<p align="left"><strong>Was hält Ihr von den Auseinandersetzungen innerhalb der Berliner Rapszene? Gibt es Eurer Ansicht nach den viel beschworenen „Krieg unter Rappern“?</strong></p>
<p align="left">Was diesen Krieg unter Rappern angeht: Absoluter Schwachsinn. In Deutschland sind einfach alle nur Entertainer. Der Rapper XY möchte doch viel lieber seine Kohle jeden Tag in Freiheit ausgeben, anstatt im Knast zu hocken, weil er ein Attentat auf irgendeinen anderen Rapper durchführte. Und das ist ja eigentlich auch gut so. Wir haben ja auch keinen Bock auf so einen krassen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/East_Coast_vs._West_Coast" target="_blank">Eastcoast-Westcoast-Konflikt</a>, wie er in den USA ausgetragen wird.</p>
<p align="left">Dort erzählen die Rapper in ihren Texten aus dem eigenen Leben, Situationen, die sie selbst erlebt haben. Hier in Deutschland gibt es nur wenige Rapper, die auch diese Erfahrungen gemacht haben. Der ganze Rest hetzt die Leute nur auf und predigt in den Texten Dinge, die sie in<br />
Wirklichkeit nicht erlebt haben, nicht mal erahnen können. Was ist nun schlimmer? Einer, der etwas verherrlicht und nicht weiß, was er anrichtet, oder jemand, der nur aus seinen Erfahrungen erzählt, so wie wir?!</p>
<p align="left"><strong>In der Vergangenheit hat es immer wieder Rivalitäten zwischen einzelnen Rappern in Deutschland gegeben, die in Gewalttaten mündeten. Mittlerweile wird auch mit scharfer Munition geschossen. Das ist eine neue Dimension der Gewalt. Seht Ihr durch diese Entwicklung eine Gefahr für die Gesellschaft?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Natürlich sehen wir da eine Gefahr für die Gesellschaft und wie schon gesagt, es muss sich einiges sofort in der Politik ändern - und damit meinen wir nicht die lächerliche Verschärfung des Jugendstrafrechts, sondern die Verbesserung des Lebensstandards für jeden Jugendlichen bzw. Bürger der in der Bundesrepublik Deutschland lebt. Sonst haben wir hier wirklich bald so einen Zustand wie in Frankreich, oder wie in den Ghettos der Vereinigten Staaten. Ist das denn so schwer umzusetzen?<br />
<a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2007/05/31/104538.xml" target="_blank"> Deutschland ist Nr. 1 wenn es um die Unterstützung von Entwicklungsländern geht, und dabei sind wir schon seit Jahren selber eins!</a> Zeigt uns nur einen harten Gangsta-Rap hörenden Jugendlichen, aus einer intakten Familie, mit guter Schulbildung, dem die ganze Welt offen steht, der aus völlig lächerlichen Gründen, weil der Rapper XY was böses über die Crew ABC sagt, eine Knarre besorgt und abdrückt!?</p>
<p align="left"><strong>Hat die Jugendgewalt auf deutschen Straßen in den letzten Jahren zugenommen?</strong></p>
<p align="left">Terror Hurricane &#38; Tha_Pimp:<br />
Ja klar, aber reden wir doch gleich mal darüber, wie das alles zusammenhängt und was noch so alles zugenommen hat:<br />
-    Hartz-IV-Empfänger<br />
-    Benzinpreis<br />
-    Korrupte Politiker<br />
-    Kinderschänder<br />
-    Usw.<br />
-    Usw.<br />
-    Usw.<br />
-    ...</p>
<p align="left">Deutschland ist im Arsch! Die Welt ist nicht erst seit gestern schlecht und Musik, egal welchen Stils, ist da wirklich das kleinste Übel.</p>
<p align="left">Interview: JMH-Reporter Schulz<br />
<img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/thaikick_bilanz/spacer.gif" alt="" width="10" height="31" /></p>
<p align="left">Alle Fragen von JungeMedien Hamburg wurden von Terror Hurricane:<br />
Alemdar, A-Mazin, El-Turco, G-Shane, M-Canix</p>
<p>und Ihrem Produzenten Tha_Pimp beantwortet!<br />
<img src="http://behind-media.de/Artikelbilder/thaikick_bilanz/spacer.gif" alt="" width="10" height="16" /><br />
<span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/D03khQQSL3Y'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/D03khQQSL3Y&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span><br />
<img src="http://jungemedienhamburg.files.wordpress.com/2007/07/pfeil.gif?w=15&#38;h=15&#38;h=15" alt="" width="15" height="15" /> <a href="http://www.terrorhurricane.de" target="_blank"><strong>www.TerrorHurricane.de</strong></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Berliner Senat schmückt sich mit Skandalen]]></title>
<link>http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/22/berliner-senat-schmuckt-sich-mit-skandalen/</link>
<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 08:09:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Torsten</dc:creator>
<guid>http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/22/berliner-senat-schmuckt-sich-mit-skandalen/</guid>
<description><![CDATA[Der Justizskandal von Berlin - siehe auch hier und dort - findet nun zumindest in der FAZ ein deutli]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Justizskandal von Berlin - siehe auch <a href="http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/16/jugendgewalt-was-steckt-dahinter/">hier</a> und <a href="http://cdu-politik.de/2008/01/21/berlin-peinliche-posse/">dort</a> - findet nun zumindest in der FAZ ein deutliches Echo:</p>
<blockquote><p>Die forschen Einwände von Politikern der Grünen, der Linken, aber auch aus der Sozialdemokratie, dies alles werde wieder gut, sofern wir nur alle nett zueinander seien und noch mehr Geld in die Schulen gepumpt werde, können da kaum noch verfangen. Wer zudem glaubt, mit der Versetzung eines Beamten könne die Diskussion erstickt werden, ist mindestens naiv. Die Senatorin aber redet zuweilen über die von Reuschs Abteilung beklagten Phänomene, als litten die Ermittler unter Wahrnehmungsstörungen.</p></blockquote>
<p>Die Gesinnungsmentalität des rot-roten Senats nimmt schon groteske Züge an. Vielleicht sollten die Berliner ihren Multikulti-Bussibussi-Bürgermeister bei nächster Gelegenheit einfach mal abwählen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wären die Jungen so schlecht, wie die Alten meinen, gäbe es wohl bloss noch eine tausendjährige Rezession]]></title>
<link>http://wanderarbeiter.wordpress.com/2008/01/21/waren-die-jungen-so-schlecht-wie-die-alten-meinen-gabe-es-wohl-bloss-noch-eine-tausendjahrige-rezession/</link>
<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 12:26:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>wanderarbeiter</dc:creator>
<guid>http://wanderarbeiter.wordpress.com/2008/01/21/waren-die-jungen-so-schlecht-wie-die-alten-meinen-gabe-es-wohl-bloss-noch-eine-tausendjahrige-rezession/</guid>
<description><![CDATA[Seit ich mich erinnern kann werden Kinder und Jugendliche schlecht gemacht. Mir erging es nicht ande]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Seit ich mich erinnern kann werden Kinder und Jugendliche schlecht gemacht. Mir erging es nicht anders und trotzdem bin ich heute ein ganz normaler Bürger und Arbeiter. Eigentlich verwunderlich, bedenkt man, was für düstere Prognosen einem, aufgrund scheinbar abartigem Verhalten, in der Jugendzeit gestellt wurden. Heute bin ich aber weder vorbestraft noch falle ich jemandem zur Last. Nein, ich leiste meinen Beitrag für die Bevölkerung. Also auch für jene Leute, die in mir, wie in allen meinen jugendlichen Leidensgenossen, einen potentiellen Taugenichts sahen.</p>
<p>Die Lehrer mahnte uns nachdrücklich die Menschen auf der Strasse zu grüssen. Auch durften wir nicht erwarten, dass wir zuerst gegrüsst werden, dies musste stets von den Jungen ausgehen; ausnahmslos. Noch wichtiger war, nach dem Grüssen, das passieren ohne zurückzuschauen. Rückwärtsschauen war verboten und höchst unanständig. Bei anderen Gelegenheiten war "rückwärtschauen" nicht bloss unanständig, sondern weitaus schlimmer. Nämlich während des Gottesdienstes.</p>
<p>Neben dem katholischen Bibelunterricht (vom Lehrer) und dem Religionsunterricht (vom Pfarrer) mussten wir während der gesamten neunjährigen Schulzeit einmal die Woche den Gottesdienst besuchen. Dies war Pflicht-Schulfach am Dienstag Morgen und dauerte fast zwei Schulstunden, da nach dem Gottesdienst noch die Kirchenlieder von nächster Woche geübt wurden. Der Gottestdienst war öffentlich und wurde nebst den zwangsinstallierten Schülern von, ausschliesslich alten, Dorfbewohnern besucht. Was die "zivilen" Kirchgänger als schlechte Sänger boten, mussten die Schüler kräftig kompensieren, damit die ganze Übung nicht zu Fiasko wurde. Deshalb also das wöchentliche Nachsitzen mit Kirchenlieder.</p>
<p>Die Schüler mussten, sortiert nach Schulklasse, in den vordersten Bänken Platz nehmen. Erste Klasse zuvorderst, neunte Klasse zuhinterst. Gleich dahinter die Lehrerschaft, oder zumindest diejenigen, welche den Dienst diese Woche übernahmen, während die anderen ausschliefen. Sollte es jemand der Schüler wagen nach hinten zu gucken, wurde der Lehrer im Dienst aktiv. Das Vergehen wurde in die Schulstunde danach getragen, wo man sich Beschimpfungen anhören musste. Man wurde gleich noch für andere ungeheuerliche Skandale verantwortlich gemacht: Fahrradbremsspuren auf dem Pausenplatz; rumliegende Brotresten (so etwas hätte es während des Krieges nie gegeben - gemeint war stets der zweite Weltkrieg). Wer nun meint ich spreche von den fünfziger Jahren irrt; achtziger Jahre. Stets wurde einem ausgemalt was für ein verkommenes Subjekt man sei und die Erwachsenen schämten sich, dass man trotz strengster Erziehungsmethoden, Kinder aufzieht, welche es später einmal bestenfalls zum Kleinverbrecher bringen.</p>
<p>Nun sitze ich also da, habe Arbeit, eine Familie, eine gute Ausbildung und nehme die gesellschaftlichen Verpflichtungen wahr. Der Fokus der damals Scheltenden hat sich nicht verschoben, wiederum ist die Jugend im Visier. Diese scheint dermassen schlimm zu sein, dass man von mir, als kleineres Übel, abgelassen hat. Oder ist es bloss weil ich heute die AHV und Pflegekosten der damals ach so Überlegenen bezahle. (Neuerdings bezahle ich sogar via meine Private Vorsorge - zweite Säule - etwas an die Älteren damit die Rentenversprechen, welche an sie gemacht wurden, eingehalten werden können).</p>
<p>Die Jugendgewalt hat in "meinem" Kanton Luzern seit meiner Kindheit massiv zugenommen. Alleine in den Jahren 2000 bis 2005 gab es laut Statistik der Kantonspolizei eine Verdreifachung der Anzahl Körperverletzungen ausgeübt von Jugendlichen. Besonders erschreckend ist die Zuname gerade bei den schweren Verbrechen. Parallel dazu hat die Anzahl Sozialhilfebezüger zugenommen. Mit einem Anteil von gut 35% sind Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) in der Sozialhilfe überproportional vertreten im Kanton Luzern (stand 2002).</p>
<p>Angesichts der weniger erfreulichen Tendenzen in den letzten Jahren, scheint mein subversives Verhalten von damals eher harmlos. Es wird ernsthaft Zeit, dass sich endlich jemand der Alten sich bei meiner Generation entschuldigt, für die Schikanen und Repressionen welche diese uns auferlegten. Heute verschweigen sie lieber den Wert den wir zum Alterswohlstand beitragen und meckern, in altbekannter Manier, weiterhin über die verruchten Jungen. Die Jugendlichen wurde stets schlecht geredet und wen wunderts, wenn sie dann und wann wirklich schlecht sind. Die permanente Empörung lässt sich nicht mehr steigern. Der Fokus ist derselbe geblieben, gescheiter ist man daraus nicht geworden.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Auch in Aachen diskutiert man über Jugendgewalt]]></title>
<link>http://aachennet.wordpress.com/2008/01/19/auch-in-aachen-diskutiert-man-uber-jugendgewalt/</link>
<pubDate>Sat, 19 Jan 2008 15:03:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>°°Tiffy°°</dc:creator>
<guid>http://aachennet.wordpress.com/2008/01/19/auch-in-aachen-diskutiert-man-uber-jugendgewalt/</guid>
<description><![CDATA[Aachen



Es sei eine ganz andere Gewalt als noch vor 10 Jahren, gegen Jugendgewalt würde eine Hera]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aachen</strong></p>
<p><a href="http://aachennet.wordpress.com/files/2008/01/polizei1.gif" title="polizei1.gif"></p>
<div style="text-align:center;"><img src="http://aachennet.wordpress.com/files/2008/01/polizei1.gif" alt="polizei1.gif" /></div>
<p></a></p>
<p>Es sei eine ganz andere Gewalt als noch vor 10 Jahren, gegen Jugendgewalt würde eine Herabsetzung des Strafbarkeitsalters oder eine Verschärfung des Strafrechts wenig bringen, dies meint der Vositzende der 1. Großen Jugendkammer am Aachener Landgericht Richter Gerd Nohl.</p>
<p>Die Zusammenarbeit von Stadt, Polizei und Jugendamt habe schon Früchte getragen meint Klaus Olze, Aachens Polizeipräsident spricht von der "Alianz gegen Jugendgewalt". Die Zahlen in Aachen seien gebremmst worden, damit spricht man von den sinkenden Gewalttaten unter Jugendlichen oder Heranwachsenden unter 21 Jahren die von 44,7% / 2005 auf 44,5 % im Jahr 2007 gefallen sind.</p>
<p>Leider ist der Stand bei den gefährlichen Körperverletzungen ind er oben genannten Altersklasse von 43,8 / 2005  auf 43,9% / 2007 gestiegen!</p>
<p>Oberbürgermeister Linden meint die Zahlen setzten sich aus mehreren Kategorien zusammen, so sind es auf der einen Seite die kulturellen und Erziehungs-Defiziten Probleme und auf der Anderen auch die Kinder aus sozial schwachen Familien. Aber Sozialarbeiter Richard Orkon weis, dass das neue Polizeikonzept besonders im Aachener Ostviertel die Szene vorsichtiger gemacht hat. Diesen Schluss zieht er aus seiner Tätigkeit als Leiter der offenen Tür im Josefshaus.</p>
<p><strong><font color="#008000">Es wird ein langer Weg diese zur Zeit "moderne" Gewalt in die Knie zu zwingen. Denn ich selber stelle fest, das man sich alleine unwohl fühlt wenn  auf offener Strasse einem Jugendliche in der Gruppe begegnen. Vielleicht liegt es an der immer größer werdenden Langeweile? Die jungen Menschen haben nicht mehr das Interesse auf die Vereine oder Familie gelenkt, nein sie "gammeln" durch die Strassen und wissen vor lauter überschüssiger Energie nicht was sie als nächsten Demolieren sollen. Wie oft sieht man an Bushaltestellen oder an Hauswänden das Ergebnis dieser aufgestauten Agressionen? Jede Stadt sollte sich ein Jugendprogramm ausdenken, nicht nur die wöchentliche Disco, sondern die "Kinder" zur Eigenverantwortung und Wertgefühl ihrer Umwelt gegenüber bewegen. Oki ein Schnellheilmittel fällt mir auch nicht ein, aber vielleicht ist der humane Weg und das offene Ohr ja der richtige ? Gewalt mit Gegengewalt zu bekämpfen sicherlich nur in wenigen Fällen.</font></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jugendgewalt in der Türkei]]></title>
<link>http://pechschwarzerkaffee.wordpress.com/2008/01/18/jugendgewalt-in-der-turkei/</link>
<pubDate>Fri, 18 Jan 2008 10:12:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>pechschwarzerkaffee</dc:creator>
<guid>http://pechschwarzerkaffee.wordpress.com/2008/01/18/jugendgewalt-in-der-turkei/</guid>
<description><![CDATA[Gerade im Zuge der jetzigen Diskussion über Jugendgewalt, ihre Ursachen und mögliche Lösungen, fi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade im Zuge der jetzigen Diskussion über Jugendgewalt, ihre Ursachen und mögliche Lösungen, finde ich es interessant, etwas über das Thema Jugendkriminalität/-Gewalt in der Türkei zu hören; dem Land, aus dem der Großteil unserer jugendlichen Gewalttäter mit Migrationshintergrund kommt.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/article1564507/Auch_die_Tuerkei_leidet_unter_Jugendgewalt.html">http://www.welt.de/politik/article1564507/Auch_die_Tuerkei_leidet_unter_Jugendgewalt.html</a></p>
<p><img src="http://www.welt.de/multimedia/archive/00484/Jugend_DW_Politik_L_484818g.jpg" height="204" width="306" /></p>
<p>Die Essenz des Artikels kam für mich nicht gerade überraschend: Auch die Türkei hat ein Problem mit Jugendgewalt. Die Zahl der Taten, die durch Straftäter unter 18 Jahren begangen wurden, betrug sich 2006 auf 33.000, im Vergleich zur deutschen Kriminalstatistik des BKA mit 278.000 (!) Straftaten allein von den 14-18 Jährigen, eine verdammt niedrige Zahl. Jedoch kann man nicht ausschließen, dass diese Zahlen beschönigt wurden, um international gut dazustehen, außerdem spielt noch die Wachstumsrate der Jugendkriminalität eine Rolle bei der Betrachtung.  "<i>Es geht hier um eine Zunahme der    Jugendkriminalität von rund 60 Prozent – pro Jahr. Das ist gut dreimal mehr    als sonst wo auf der Welt</i>“ sagt der türkische Pädagoge Adem Solak. 60 Prozent sind wirklich erstaunlich; in Deutschland hatten wir von 2005 auf 2006 einen Rückgang von -2,3 Prozent, und von 2004 auf 2005 einen Rückgang von -4,3 Prozent. Ich frage mich wirklich, wie man eine Zuwachsrate von 60% erklären will. Eine Explosion der Bevölkerungszahl hat es wohl kaum gegeben, die einzige Erklärung, die mir einfällt ist, dass die Taten erst in letzter Zeit genau dokumentiert und untersucht werden. Aber das ist, wie gesagt, bloß Spekulation.</p>
<p>In diesem Welt-Artikel kommen zwei Erklärungsansätze zur Geltung: Einerseits eine Binnenmigration in der Türkei (Türken aus dem rückständigeren, ärmeren Süden der Türkei ziehen in die besser entwickelteren Großstädte, was zu sozialen Spannungen führt), eine These, die ich für fragwürdig halte, da es hier zwar soziale Unterschiede gibt, die zu Reibereien führen könnten, die Ethnie, Sprache und Kultur jedoch gleich sind. Es wäre sicher die bequemere Erklärung, Adem Solak bringt jedoch noch eine andere, tiefgreifendere: Die türkische Erziehungskultur</p>
<p><i><q>Einerseits gab und gibt es sehr feste Familienstrukturen, die eigentlich der Kriminalität entgegenwirken. Andererseits wird in türkischen Familien oft Gewalt als Erziehungsmittel angewendet. Diese Gewalt geben die Kinder weiter – sobald die festen Familienstrukturen sich aufzulösen beginnen. Und diese tendenzielle Auflockerung der Familienstrukturen ist ein Merkmal des gesellschaftlichen Wandels in der Türkei; Gewalt wird in den Familien aber weiterhin traditionell angewendet.</q></i></p>
<p>Ich denke, hier liegt der Hund begraben, denn diese Familien- und Erziehungskultur wird von türkischen Migranten auch nach Deutschland exportiert, wo sie sich wunderbar entfalten kann, vielleicht sogar noch besser als in der Türkei, wenn es so ist, dass die Förderung ureigenster Traditionen umso stärker ist, je ferner die angestammte Heimat liegt. Solak trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt: Gewalt in der Familie erzeugt wiederum gewalttätige Gedanken und Handlungen in den Köpfen der Kinder. Man spricht hierbei auch gerne vom Familienpatriarchat: keine Herrschaft der Männer, sondern vielmehr eine Herrschaft der Väter, die Macht und Gewalt über ihre Söhne und Töchter ausüben können.</p>
<p>Das Dilemma ist, dass die deutsche Regierung keinerlei geeignete Instanzen hat, dieser Erziehung, die augenscheinlich im krassen Widerspruch zu unserem Grundgesetz und den moralischen Normen seit Mitte des letzten Jahrhunderts steht, wirksam entgegenzutreten. Besonders im Jahr 2007 hat man so viele Berichte über Kindesmisshandlung und Verwahrlosung in deutschen Städten gelesen, wie kaum zuvor. Und noch nie wurde so deutlich, wie eingeschränkt die Kontrollmechanismen von Jugendamt und Sozialarbeitern wirklich sind. Der Einfluss des Staates auf die Erziehung wird faktisch nie so stark sein, dass allgemein anerkannte Normen durchgesetzt werden können. So entstehen Parallelgesellschaften. Und diese führen zu sozialen Spannungen, Missachtung der Gesetze und der Obrigkeit, und schließlich zur Kriminalität und Gewalttätigkeit.</p>
<p>Damit schließt sich der Kreis, auch im Hinblick auf die Türkei. Ich denke, beide Länder haben die selben Probleme, auch wenn die Auseinandersetzung mit dem Thema in der Türkei gerade erst begonnen hat, während bei uns bereits seit Jahren immer mal wieder eine Diskussion über Jugendgewalt gestartet wird, die dann von den verschiedensten politischen Gruppierungen torpediert wird (Linke, SPD, Grüne, Ausländerverbände), mit der Beschuldigung des Rassismus´ und der Ausländerfeindlichkeit. Vielleicht gelingt es ja der Türkei, diese Probleme direkter und pragmatischer zu behandeln als in Deutschland, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Entwicklung in beiden Ländern zukünftig verläuft und was für Schritte letztlich unternommen werden.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ab nach Sibirien!]]></title>
<link>http://worldofsoeren.wordpress.com/2008/01/17/ab-nach-sibirien/</link>
<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 10:16:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>worldofsoeren</dc:creator>
<guid>http://worldofsoeren.wordpress.com/2008/01/17/ab-nach-sibirien/</guid>
<description><![CDATA[Schluss mit Kuschelpädagogik und Segelturns in der Karibik zur Resozialisierung jugendlicher Straft]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Schluss mit Kuschelpädagogik und Segelturns in der Karibik zur Resozialisierung jugendlicher Straftäter. In Hessen wurde ein <a href="http://www.welt.de/politik/article1558109/Hessen_schickt_16-jaehrigen_Schueler_nach_Sibirien.html#reqRSS">16 jähriger Gewalttäter nach Sibirien geschickt</a>, dort soll er in reizarmer Umgebung durch körperliche Arbeit seine Aggressionen in den Griff bekommen.</p>
<p>Die Familie, bei der der Junge für die Länge seines Aufenthalts, lebt, freut sich sehr über den Gast aus Deutschland und wird ihn nach Kräften unterstützen, wieder in ein <i>normales</i> Leben zurückzufinden.</p>
<p><img src="http://worldofsoeren.wordpress.com/files/2008/01/sibirien.jpg" alt="sibirien.jpg" /></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Jugendgewalt - was steckt dahinter?]]></title>
<link>http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/16/jugendgewalt-was-steckt-dahinter/</link>
<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 21:53:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Torsten</dc:creator>
<guid>http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/16/jugendgewalt-was-steckt-dahinter/</guid>
<description><![CDATA[Es wird Politikern gerne vorgeworfen, auf Themen wie Jugendgewalt oder Ausländerkriminalität hyste]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird Politikern gerne vorgeworfen, auf Themen wie Jugendgewalt oder Ausländerkriminalität hysterisch zu reagieren. Um so besonnener ist es, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die sich mit der Materie auskennen.</p>
<p>In der Veranstaltung <a href="http://www.hss.de/11201.shtml">Migration ohne Integration? Möglichkeiten zur Wende in der Integrationspolitik</a> der <a href="http://www.hss.de">Hanns-Seidel-Stiftung</a> hat der Berliner Oberstaatsanwalt Roman Reusch einen Vortrag mit dem Titel Migration und Kriminalität - Rechtstatsächliche und kriminologische Aspekte und Lösungsansätze für eine erfolgreiche Integration gehalten, den es <a href="http://www.hss.de/downloads/071207_VortragReusch.pdf">hier</a> als PDF gibt.</p>
<p>Lesenswert (auch über <a href="http://www.pi-news.net/2008/01/roman-reusch-migration-und-kriminalitaet/">PI</a> - siehe auch <a href="http://www.pi-news.net/2008/01/roman-reusch-steht-vor-zwangsversetzung/">dort</a> - referiere nicht bei der CSU oder wie?).</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Teile Berlins nicht mehr zu retten?]]></title>
<link>http://dikosss.wordpress.com/2008/01/15/teile-berlins-nicht-mehr-zu-retten/</link>
<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 18:41:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>dikosss</dc:creator>
<guid>http://dikosss.wordpress.com/2008/01/15/teile-berlins-nicht-mehr-zu-retten/</guid>
<description><![CDATA[Das Thema &#8220;Jugendgewalt&#8221; ist schon älter als die aktuellen Wahlkampfaktionen von Herrn ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thema "Jugendgewalt" ist schon älter als die aktuellen Wahlkampfaktionen von Herrn Koch &#38; Co.<br />
So strittig seine Vorschläge auch sein mögen - sein (unbeabsichtiger?) Verdienst ist, dass bundesweit über das Thema gesprochen wird.</p>
<p>Und wie sieht es in der Hauptstadt Berlin aus?<br />
<!--more--><br />
Die Kriminalität an sich ist gesunken.<br />
Aber die <b>Gewalt hat in den letzten Jahren zugenommen</b>.<br />
Schon im Vergleich des Jahres 2005 mit dem Jahr 2004 haben Berliner Schulen 60% mehr Gewaltfälle gemeldet.</p>
<p>Im Vergleich von 2006 mit 2005  wurden  110% mehr Hiebwaffen und 72,2% mehr Stichwaffen eingesetzt.</p>
<p>Und leider muss statistisch auch festgestellt werden:<br />
Der <b>Anteil ausländischer Jugendlicher </b>oder Jugendlicher mit Migrationshintergrund lag bei 59,13%.<br />
In manchen Berliner Bezirken liegt der Anteil bei bis zu 85%.</p>
<p>Der Berliner <b>Landesvorsitzende der Polizeigewerkschaft</b> soll deshalb gesagt haben, dass manche Teile in Berlin "nicht mehr zu retten" sind. Damit meine er Teile im Wedding, Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg - alles Bezirke mit einem hohen Migrantenanteil.<br />
Die bisherigen politischen Maßnahmen halte er für halbherzig oder vielleicht sogar völlig ungenügend.<br />
Denn letztlich müsse Geld investiert werden, um dem Thema "Jugendgewalt" zu begegnen.<br />
Und das sei politisch wohl nicht gewollt.</p>
<p><b>Zwei Anmerkungen zum Schluss:</b><br />
<b>1. </b>Gemeinden, die eine offene Jugendarbeit betreiben, erscheinen vor diesem Hintergrund umso sinnvoller und nötiger. Hier können Werte vermittelt werden, stabile Beziehungen geknüpft werden, es gibt Positiv-Vorbilder und eine Lebensperspektive, die mehr bietet als bloßen Materialismus.<br />
Hier wäre für manche Gemeinde zu überlegen, ob Förderanträge an die EU oder andere Träger gestellt werden sollten, um die eigene Jugendarbeit zu fördern.</p>
<p><b>2.</b> Die Tagesschau hat sich Gedanken gemacht, wie wir mit dem Thema "Jugendgewalt" hilfreich umgehen könnten. Das ist <a href="http://www.tagesschau.de/inland/meldung45676.html" target="_blank">hier</a> nachzulesen. Das gefällt mir, denn die Tagesschau bietet eine Vielfalt an und nicht nur das Koch'sche "Hau' drauf"-Prinzip.</p>
<p>Und hier nun weitere Links, von denen ich die obigen Infos bezogen habe:<br />
- <a href="http://europenews.dk/de/node/5236" target="_blank">europenews.dk/de</a><br />
- <a href="http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/astuecke/89554/index.html" target="_blank">3sat.online</a><br />
-<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,467955,00.html" target="_blank"> spiegel.de 1</a> / <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,454333,00.html" target="_blank">2</a><br />
- <a href="http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/550/192550_article.shtml" target="_blank">inforadio.de</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Raus und zwar schnell!]]></title>
<link>http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/15/raus-und-zwar-schnell/</link>
<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 08:31:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Torsten</dc:creator>
<guid>http://csugewinnt.wordpress.com/2008/01/15/raus-und-zwar-schnell/</guid>
<description><![CDATA[Man muss das mal sagen, selbst wenn es manche nicht gerne hören: Beim organisierten Autodiebstahl s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote>Man muss das mal sagen, selbst wenn es manche nicht gerne hören: Beim organisierten Autodiebstahl sind Polen nun mal besonders aktiv, das Geschäft mit der Prostitution wird dominiert von der Russen-Mafia, Drogenkriminelle kommen besonders häufig aus Südosteuropa und Schwarzafrika. Man schützt die hier lebenden gesetzestreuen Ausländer nicht, indem man Ausländerkriminalität totschweigt. Wir dürfen nicht mehr so zaghaft sein bei ertappten ausländischen Straftätern. Wer unser Gastrecht missbraucht, für den gibt es nur eins: Raus und zwar schnell!</p></blockquote>
<p>Diese Worte waren weder von Roland Koch noch von Günther Beckstein, sondern Altkanzler Gerhard Schröder. Mag die SPD heute halt nicht mehr hören (ist zugegebenermaßen auch eines der wenigen konsensfähigen Zitate dieses Altkanzlers).</p>
<p><a href="http://www.pfluegers-blog.de/archives/87-Eine-kleine-Minderheit-darf-nicht-die-Freiheit-der-grossen-Mehrheit-gefaehrden.html">Quelle des Zitats</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wenn es bei Roland Koch heißt: "Unsere Post ist da!"]]></title>
<link>http://nulltoleranz.wordpress.com/2008/01/14/wenn-es-bei-roland-koch-heist-unsere-post-ist-da/</link>
<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 23:56:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Gerhard Altenhoff</dc:creator>
<guid>http://nulltoleranz.wordpress.com/2008/01/14/wenn-es-bei-roland-koch-heist-unsere-post-ist-da/</guid>
<description><![CDATA[Von: gerhard.altenhoff@giordano-bruno-institut.de
An: r.koch@ltg-hessen.de

Datum: 15.01.08 00:27:15]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Von: gerhard.altenhoff@giordano-bruno-institut.de<br />
An: <b>r.koch@ltg-hessen.de</b></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Datum: <b>15.01.08 00:27:15</b></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Betreff: <b>Verschärfung des Jugendstrafrechts</b></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Date: <font color="#ff0000"><b>Tue, 15 Jan 2008 00:27:15 +0100</b></font></p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">Message-Id: &#60;803961932@web.de&#62;</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Lieber Roland Koch,</p>
<div align="justify"></div>
<p align="justify">alle Geister sind noch da, alle Geister alle... <a href="http://nulltoleranz.wordpress.com/files/2008/01/inderholle.jpg" title="inderholle.jpg"> </a></p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">vor allem die bösen (<a href="http://nulltoleranz.wordpress.com/files/2008/01/inderholle.jpg" title="inderholle.jpg">inderholle.jp)</a>.<span>  </span>- Anders kann ich mir Ihren Fedlzug gegen "kriminelle Jugendliche" nicht vorstellen.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Selbstverständlich verhalten sich die "selbstgleichgeschalteten" Medien so, wie Goebbels es von ihnen per "Machtwort" verlangen würde.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Ein paar versprengte Juristen haben eine Resolution gegen die Verschärfung des Jugendstrafrechts unterschrieben. - Die gehören offensichtlich nicht zu den "furchtbaren Juristen", auf die sich auch ein Roland Küchenbulle im Regelfall verlassen kann.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Wie dem auch sei, wenn der Roland Koch etwas gegen die ausufernde Gewalt unter Jugendlichen tun will, dann sollte er da anfangen, wo man bei der Lösung von Problemen gemeinhin anfängt: bei der Forschung. Der Roland Küchenbulle kann, bevor er weiterhin seinen Bullshit in die Medien absondert, mit seinen Forschungsarbeiten hier und jetzt anfangen:</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify"><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Die Erziehung zum Schläger</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Über die lebenslangen Folgen eines emotional unzureichenden elterlichen Verhaltens und speziell über seine ursächliche Bedeutung für die Aggressivität eines Kindes läßt sich manches aus Langzeitstudien entnehmen, wie sie im Norden des Bundesstaates New York an 870 Kindern durchgeführt wurden, die man vom achten bis zum dreißigsten Lebensjahr beobachtete.10 Die aggressivsten Kinder - diejenigen, die am schnellsten einen Streit anfingen und ihren Willen gewohnheitsmäßig mit Gewalt durchsetzten - brachen am ehesten die Schule ab und waren mit 30 Jahren wegen Gewaltverbrechen vorbestraft. Außerdem schienen sie ihre Neigung zur Gewalt weiterzugeben: Ihre Kinder waren in der Grundschule genau wie die Unruhestifter, die ihre straffällig gewordenen Eltern gewesen waren.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Aus der Art, wie Aggressivität von einer Generation zur anderen weitergegeben wird, kann man etwas lernen. Angeborene Neigungen einmal ausgeschlossen, verhielten sich die Unruhestifter als Erwachsene in einer Weise, die das Familienleben zu einer Schule der Aggression machte. Als Kinder hatten sie Eltern, die sie mit willkürlicher, unerbittlicher Strenge erzogen; als Erwachsene verhielten sie sich genauso, und zwar unabhängig davon, ob der Vater oder die Mutter in ihrer Kindheit als hochgradig aggressiv identifiziert worden war. Aus aggressiven kleinen Mädchen wurden Mütter, die genauso hart straften wie die aggressiven Jungen als Väter. Und abgesehen davon, daß sie ihre Kinder mit ausgesuchter Strenge bestraften, zeigten sie ansonsten kaum Interesse am Leben ihrer Kinder, ja, sie ignorierten sie weitgehend. So boten diese Eltern ihren Kindern ein lebendiges und gewalttätiges Beispiel der Aggressivität, ein Vorbild, das die Kinder in die Schule und auf den Spielplatz mitnahmen und dem sie ihr Leben lang folgten. Es war nicht unbedingt so, daß die Eltern böswillig waren oder nicht das Beste für ihre Kinder wollten; sie wiederholten vielmehr nur den Erziehungsstil, den ihre eigenen Eltern ihnen vorgelebt hatten.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Die Kinder erhielten nicht bloß dieses gewalttätige Vorbild, sie wurden außerdem willkürlich bestraft; waren die Eltern schlecht gelaunt, wurden sie streng bestraft, waren sie gut gelaunt, konnte es vorkommen, daß sie sich zu Hause schwere Körperverletzungen holten. Die Bestrafung hing also nicht so sehr davon ab, was das Kind getan hatte, sondern davon, wie die Eltern sich gerade fühlten. Das ist genau das Rezept, das bei Kindern das Gefühl erzeugt, wertlos und hilflos zu sein, und ein Gefühl, daß überall Gefahren lauern, die jederzeit zuschlagen können. Die kämpferische und herausfordernde Haltung, die diese Kinder gegenüber der Welt einnehmen, ist, auch wenn man sie mißbilligen muß, im Lichte der häuslichen Erfahrungen, von denen sie erzeugt wird, bis zu einem gewissen Grade verständlich. Wenn man allerdings sieht, wie früh diese entmutigenden Lektionen gelernt werden und wie grausam die Folgen für das Gefühlsleben des Kindes sein können, kann man den Mut verlieren.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Mißhandlung: die Vernichtung der Empathie</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Im wilden Getiimmel der Kindertagesstätte streifte Martin, knapp zweieinhalb, ein kleines Mädchen, das unerklärlicherweise zu weinen begann. Martin griff nach ihrer Hand, doch als sie die Hand zurückzog, schlug Martin ihr auf den Arm.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Als ihre Tränen nicht versiegten, schaute Martin weg und schrie: »Hör auf damit! Hör auf damit!«, immer wieder, jedesmal schneller und lauter.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Martin machte dann einen erneuten Versuch, sie beruhigend zu tätscheln, doch wieder sträubte sie sich. Jetzt bleckte Martin seine Zähne wie ein knurrender Hund und zischte das schluchzende Mädchen an.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Ein weiteres Mal begann Martin, dem weinenden Mädchen auf die Schulter zu klopfen, doch die leichten Klapse verwandelten sich rasch in wütende Faustschläge, und obwohl das arme kleine Mädchen gellend schrie, schlug Martin unablässig auf sie ein.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Diese beunruhigende Szene zeigt, wie Mißhandlung - die wiederholte Erfahrung, von den Eltern nach Lust und Laune geschlagen zu werden - die natürliche Neigung des Kindes zur Empathie verbiegen kann.11 Martins sonderbare, geradezu brutale Reaktion auf den Kummer seiner Spielkameradin ist typisch für Kinder wie ihn, die seit der frühen Kindheit selbst Opfer von Schlägen und anderen körperlichen Mißhandlungen gewesen sind. Die Reaktion steht in völligem Gegensatz zu den bei Kindern üblichen mitfühlenden Bitten und Bemühungen, einen weinenden Spielkameraden zu trösten, die wir im 7. Kapitel besprochen haben. In Martins gewalttätiger Reaktion im Kindergarten könnten sich durchaus die Lektionen spiegeln, die er zu Hause gelernt hat, wenn er Tränen und Kummer zeigte: Auf Weinen wird zunächst mit einer kurzen tröstenden Geste reagiert, aber wenn er nicht aufhört, folgen böse Blicke und wütendes Geschrei, dann Schläge und schließlich regelrechte Prügel. Das Beunruhigendste ist wohl, daß es Martin an der einfachsten Empathie zu fehlen scheint, der instinktiven Einstellung der Aggression gegen jemanden, der verletzt ist. Er zeigt mit zweieinhalb Jahren im Ansatz die moralischen Impulse eines grausamen und sadistischen Rohlings.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Die Bösartigkeit, die Martin anstelle von Empathie zeigte, war typisch für Kinder wie ihn, die schon in diesem zarten Alter von schweren physischen und emotionalen Mißhandlungen im Elternhaus gezeichnet sind. Martin gehörte zu einer Gruppe von neun solchen mißhandelten Kindern zwischen ein und drei Jahren, die in seiner Tagesstätte zwei Stunden lang beobachtet wurden. Zum Vergleich beobachtete man neun andere Kinder, die ebenfalls aus ärmlichen, stark belasteten Familien stammten, aber nicht körperlich mißhandelt worden waren. Die beiden Gruppen reagierten völlig unterschiedlich, wenn ein anderes Kind sich weh getan hatte oder aufgeregt war. In 23 derartigen Fällen reagierten fünf der neun nicht mißhandelten Kinder auf den Kummer eines anderen mit Anteilnahme, Traurigkeit oder Empathie. Doch in den 27 Fällen, in denen die mißhandelten Kinder sich ebenso hätten verhalten können, zeigte keines auch nur die geringste Anteilnahme; statt dessen reagierten sie auf ein weinendes Kind mit Äußerungen von Furcht und Zorn oder, wie Martin, mit physischer Gewalt.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Ein mißhandeltes kleines Mädchen warf zum Beispiel einem anderen, das in Tränen ausgebrochen war, wütende, drohende Blicke zu. Der einjährige Thomas, auch eines der mißhandelten Kinder, erstarrte vor Angst, als er in der anderen Zimmerecke ein Kind weinen hörte; er saß vollkommen regungslos da, mit angsterfülltem Blick, starr aufgerichtet, und seine Spannung wuchs, als das Weinen nicht aufhörte - so als erwarte er, selbst angegriffen zu werden. Und die ebenfalls mißhandelte 28 Monate alte Kate war geradezu sadistisch: Sie nahm sich den kleineren Joey vor, trat ihn, daß er hinfiel, und als er dalag, schaute sie ihn zärtlich an und begann, ihm sanft auf den Rücken zu klopfen; dieses Klopfen verstärkte sich ohne Rücksicht auf sein Jammern zu immer heftigeren Schlägen. Sie schlug noch sechs- oder siebenmal auf ihn ein, bis er wegkrabbelte.</p>
<div align="justify"></div>
<p class="MsoNormal" align="justify">Natürlich behandeln diese Kinder andere so, wie sie selbst behandelt worden sind. Und die Gefühllosigkeit dieser Kinder ist bloß eine Verschärfung derjenigen, die man bei Kindern beobachtet, die von ihren Eltern ständig getadelt, bedroht und hart bestraft werden. Auch diese Kinder zeigen keine Anteilnahme, wenn Spielkameraden sich weh tun oder weinen; sie bilden offenbar das eine Ende eines Kontinuums der Gefühlskälte, das in der Brutalität der mißhandelten Kinder gipfelt. Im weiteren Leben ist zu erwarten, daß sie - als Gruppe genommen - kognitive Schwierigkeiten beim Lernen haben, ag