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	<title>hammett-prize &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/hammett-prize/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "hammett-prize"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 08:44:52 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize vergeben]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=667</link>
<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 05:33:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=667</guid>
<description><![CDATA[Gumshoe Site war die erste die berichtete, dass der Hammett Prize vergeben ist.
Der Gewinner eines s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nsknet.or.jp/%7Ejkimura/">Gumshoe Site</a> war die erste die berichtete, dass der Hammett Prize vergeben ist.</p>
<p>Der Gewinner eines <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/06/04/hammett-prize-2007-eine-beurteilung-der-kandidaten/">starken Feldes</a>:</p>
<p><em>The Outlander</em> von <strong>Gil Adamson</strong></p>
<p>Ein gutes Buch, ob ein Krimi sei dahingestellt.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize 2007: Eine Beurteilung der Kandidaten ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=649</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 05:10:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=649</guid>
<description><![CDATA[










Nächstes Wochenende steht die Vergabe des Hammetts Prizes 2007 durch die „Internationa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-643" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/outlander.jpg?w=198" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-613" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/end-games.jpg?w=196" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-577" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/04/dahlia.jpg?w=199" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-486" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/the-yiddish.jpg?w=206" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-478" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/stalin.jpg?w=197" alt="" width="80" height="120" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Nächstes Wochenende steht die Vergabe des <strong>Hammetts Prizes</strong> 2007 durch die „<em>International Association of Crime Writers</em>“ (IACW/NA ) an.</p>
<p>Dieses Jahr sich die folgenden Werke nominiert:</p>
<p><span style="font-weight:bold;">• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/gil-adamson-the-outlander.php"><span style="font-style:italic;">The Outlander</span></a>, von <strong>Gil Adamson</strong><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/03/michael-chabon-the-yiddish-policemens-union.php"><span style="font-style:italic;">The Yiddish Policemen’s Union</span></a>, von <strong>Michael Chabon</strong><br />
<span style="font-weight:bold;">• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/michael-dibdin-end-games.php"><span style="font-style:italic;">End Games</span></a>, von <strong>Michael Dibdin</strong><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/katie-estill-dahlias-gone.php"><span style="font-style:italic;">Dahlia’s Gone</span></a>, von <strong>Katie Estill</strong><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/20/kurzrezension-stalins-ghost-von-martin-cruz-smith/"><span style="font-style:italic;">Stalin’s Ghost</span></a>, von <strong>Martin Cruz Smith</strong></p>
<p>Hier sind fünf Bücher versammelt, die allesamt gute Unterhaltung darstellen und die alle eine gute Figur auf dem Siegertreppchen machen würden.</p>
<p>Mehr oder weniger genügen sie höheren literarischen Ansprüchen, aber <em>The Outlander,  Dahlia's Gone</em> und <em>The Yiddish Policemen's Union</em> ragen in diesem Aspekt heraus.</p>
<p><em>The Outlander</em> spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts in den kanadischen Weiten am Rande der Berge und erzählt die Geschichte einer Frau, die, nachdem sie ihren Mann ermordet hat, vor seinen Brüdern flüchtet. Es ist eines der wenigen Bücher, bei denen es vollkommen müssig ist, darüber zu diskutieren, ob es ein Krimi ist. Im Zentrum des Buches steht die Sprache <em>Adamsons</em>. Diese wird in Rezensionen (kein Scherz) mal als schlank mal als üppig beschrieben. In der Tat lassen sich im Text Belege für beides finden. Es ist das Buch einer Dichterin, durchdrungen von Atmosphäre, mit tiefer Empathie für eine Frau auf der Fluch und auf den Weg in eine andere Welt. So etwas kann man gerne auszeichnen, aber nicht unbedingt mit einem Krimipreis.</p>
<p>Auch <em>Dahlia's Gone</em> dürfte literarische Aficionados zufrieden stellen. Es ist ein Buch über Frauen in einer bibelfesten Region. Jede liefert eine unterschiedliche Position zum Umgang mit der Lebenssituation, die eine versucht sich zu integrieren, die andere sondert sich ab und die dritte versucht zu verändern – unglücklich sind sie alle. <em>Dahlia's Gone</em> ist ein gutes Buch,  mit vielen kleinen Szenen, stilistisch gelungen (wenn man mag auch schlichtweg: schön) erzählt es in einer souveränen Art eine kleine innige Geschichte, die den Leser unterhalten mag, wenn er denn die Spannung sucht, die von den Menschen, die Gesellschaft partikularistisch betrachten wollen, als Frauenbuch eingeordnet werden kann und das eine Kultur und eine Haltung zeigt, die nicht so weiter weg sind, wie wir gemeinhin glauben. Mein Geheimfavorit, alleine ich weiß nicht, ob die Juroren den nötigen Mut aufbieten dieses Buch zu wählen.</p>
<p><em>The Yiddish Policemen's Union</em> ist eine üppige, zuweilen witzige Erzählung, die ihre Figuren in Wolken von Anekdoten kristallisiert und von der Annahme ausgeht, dass der jüdische Staat in Alaska gegründet worden sei. Anders als der Stil ist die Sprache, gerade am Anfang, genregerecht knapp und kurz, Dialoge und szenische Darstellungen kommen ohne Extravaganz daher und doch baut sich eine eigene Welt auf.  <em>The Yiddish Policemen's Union </em>wirkt nicht als Panache, sondern authentisch und so als wäre es in <em>Chabons</em> üblichem Stil geschrieben: Wer so schreibt, mag auch Bücher schreiben, die den Pulitzer gewinnen. Aber, die üppige Ausstattung, voll mit Bildern und Anspielungen auf's jüdische Leben, lässt nur ein gewisses Spannungsniveau zu. Es ist ein Buch das viele Lobesbezeugungen erhalten hat, so dass  an mit ihm immer rechnen muss.</p>
<p>Dem klassischen Genre verpflichtet sind <em>End Games</em> und <em>Stalin's Ghost</em>.</p>
<p><em>End Games</em> erzählt eine Geschichte um Ehre und Rache und der Konfrontation der Welten im kalabrischen Hinterland. Es ist eine Geschichte, die vollgestopft ist mit Finten, aber erst zum Schluss hin merkliche Spannung entwickelt. Prunkstück des Buches ist für mich sein Humor, der zumeist die nötige Suplesse besitzt. Es führt gerne seine Protagonisten vor, die mit großen deutlichen Pinselstrichen gezeichnet sind, aber dennoch nicht plump wirken, nur eben (fast zu) mühelos zu verstehen sind. Andere mögen auch die Italianismen preisen und in der Tat sind da auch einige interessante Darstellungen, in der Summe sind diese mir aber zu vertraut und dem typischen Klischee verpflichtet. Ich würde dem Buch eher nur Außenseiterchancen einräumen.</p>
<p><em>Stalin’s Ghost</em> berichtet aus der russischen Gegenwart, aus einem Land, welches seine Ordnung noch nicht wieder gefunden hat und in dem mancher sich in die frühere Zeit zurücksehnt. Die Reichen werden Reicher, die Armen … stören die Geschäfte und sind Stimmvieh bei den Wahlen. Was da als gesellschaftlicher Kit dient, ist nicht so ganz klar, aber die Sehnsüchte nach Stalin wirken so nachvollziehbar wie die tschetschenische Situation undurchsichtig. Es lässt sich als Fortsetzung von <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2005/09/martin-cruz-smith-gorky-park.php">Gorky Park</a>, dem Buch mit dem Cruz Smiths bekannt geworden ist, lesen. Dieses so abwechslungsreich geschriebenes Buch, voll mit Handlungen und Anspielungen und Lektionen über Geschichte arbeitet sich an seinem Ende zu einer Ausgrabung von Opfern des zweiten Weltkrieges vor, die in ihrer übersteigerten Darstellung so prächtig ist, wie in ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn">Inhalt</a> von hintersinniger “Bösartigkeit” ist. Es ist eine Buch, welches nicht nur spannend und sich profund mit Russland auseinander setzt, sondern auch gelungen hintergründig ist. Letztendlich für mich der Favorit, wenn ich auch nicht weiß,  ob sich die zwei früheren Gewinne <em>Cruz Smiths </em>negativ auf seine Gewinnchancen auswirken.</p>
<p>Also <em>Stalin's Ghost</em> vor dem Geheimtipp <em>Dahlia's Gone</em>, im Hintergrund lauert <em>The Yiddish Policemen's Union </em>auf seine Chance, <em>End Games</em> and <em>The Outlander</em> dürften eher Aussenseiter sein.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[The Nominees for the Hammett Prize]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=659</link>
<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 13:01:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=659</guid>
<description><![CDATA[










Next weekend this year&#8217;s winner of the Hammett Prize will be announced. The nominee]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<table border="0">
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-643" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/outlander.jpg?w=198" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-613" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/end-games.jpg?w=196" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-577" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/04/dahlia.jpg?w=199" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-486" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/the-yiddish.jpg?w=206" alt="" width="80" height="120" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-478" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/stalin.jpg?w=197" alt="" width="80" height="120" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Next weekend this year's winner of the Hammett Prize will be announced. The nominees are:</p>
<p>•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/gil-adamson-the-outlander.php"><span style="font-style:italic;">The Outlander</span></a>, by Gil Adamson<br />
•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/03/michael-chabon-the-yiddish-policemens-union.php"><span style="font-style:italic;">The Yiddish Policemen’s Union</span></a>, by Michael Chabon<br />
•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/michael-dibdin-end-games.php"><span style="font-style:italic;">End Games</span></a>, by Michael Dibdin<br />
•<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/katie-estill-dahlias-gone.php"><span style="font-style:italic;">Dahlia’s Gone</span></a>, by Katie Estill<br />
•<a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/20/kurzrezension-stalins-ghost-von-martin-cruz-smith/"><span style="font-style:italic;">Stalin’s Ghost</span></a>, by Martin Cruz Smith</p>
<p>This is a very strong competition and every single book would deserve to win. All the books reach a high level of literary quality. But clearly <em>The Outlander</em>, <em>Dahlia's Gone</em>, and <em>The Yiddish Policemen's Union</em> are truly outstanding in this aspect.</p>
<p><em>The Outlander</em> takes the reader back to the beginning of the 20th century, somewhere in Canada, in the woods of a mountainous region. It tells the story of a widow, widowed by her own hand, hunted by the brothers of her deceased husband. It is one of this very rare books where the discussion whether it is a part of the crime fiction genre would be absolutely pointless. The main and dominant and overwhelming feature of the book is the language of Adamson. It was in reviews either characterized as lean or opulent (sic !). In the book examples for both denotations can be found but most of all the book shows that it is written by a poet, with an intense sense of atmosphere and deep empathy for a women on the flight and on her way into another world. It is a book that deserves to win a book prize but not especially a crime fiction prize.</p>
<p><em>Dahlia's Gone</em> is another book that will satisfy literary aficionados. It is about women in a pious landscape, each of them reacting differently to circumstances. One tries to integrate, one to withdraw herself, and one to change the world – but all of them are unhappy. It is a small dearly story, full of beautiful scenes; it might be called suspenseful or, by those who subdivide society it might be called a female's book. It describes a culture and an attitude that are less far away than we would think. My insider tip, but I don't know if the jury is bold enough to vote for this book.</p>
<p><em>The Yiddish Policemen's Union</em> is an exuberant and sometimes funny book. Yiddish in Alaska: The book constructs a world of its own and tells about it with a volley of anecdotes, it is entertaining and exploring. The language is not as lush as the style but rather lean, especially at the beginning. <em>The Yiddish Policemen's Union</em> is authentic: If you read this book you get a real <em>Chabon</em>. That there are authors who write more suspenseful is not the point. The book seems a likely candidate.</p>
<p><em>End Games</em> and <em>Stalin's Ghost</em> follow more the classical genre rules.</p>
<p><em>End Games</em> is a story about honor and revenge and the confrontation of cultures somewhere in the Calabria mountains. Is is full of tricks and red herrings but it developed real suspense only in the last chapters. The show-piece of the book is the humor that is mostly elegant and really funny, it ridicules most of the persons who appear in it and draws them with a broad brush. Something which makes it sometimes too easy for the reader. Many readers will most likely praise the description of Italian culture, politics, and idiosyncrasies but I don't find these really new or inventive. I would assume that <em>End Games</em> has only a small chance to win.</p>
<p><em>Stalin’s Ghost</em> describes Russia in the present, a country that has lost the old order and not found a new one. Many people long for the good old times, the rich become richer and the poor ... interfere with business and are nothing more than a means of getting to power. By what this country is held together is not clear, but the longing for Stalin is as understandable as the situation in Chechenya is obscure. <em>Stalin’s Ghost</em> could be read as a sequel to <em>Gorky Park</em>, the book that made <em>Cruz Smith</em> famous. It is a complex book, full of action, allusions and historical lessons. At its end it describes an excavation of victims of the second world war. It is an exaggerated presentation demonstration literary skills and a subtle mind. It would be a worthy winner but I don't know if two former victories by Cruz Smith reduce its odds.</p>
<p>There are three outstanding books in this field of worthy nominees. <em>Stalin's Ghost</em> and <em>Dahlia's Gone</em> are up front but you never know with <em>The Yiddish Policemen's Union</em>. In my opinion <em>End Games</em> and <em>The Outlander</em> would be a surprise.</p>
<p>bernd</p>
<p>This is also posted on Mystery <a href="http://www.fantasybookspot.com/node/2697">BookSpot</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Micheal Dibdin: End Games]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=614</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 05:17:38 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=614</guid>
<description><![CDATA[(deutsch: Sterben auf Italienisch)
Es ist (soweit ich weiß) das letzte Buch, welches von Michael Di]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>(deutsch: <em>Sterben auf Italienisch</em>)<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-613" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/05/end-games.jpg?w=196" alt="" hspace="30" vspace="30" width="196" height="300" />Es ist (soweit ich weiß) das letzte Buch, welches von <em>Michael Dibdin</em>, der am 30.03.2007 verstorben ist, erscheinen wird. Es beendet eine interessante Serie (einen guten Text zur Serie gibt es <a href="http://lifeloom.com/I4MorasDibdenR.htm">-&#62; hier</a>) und es beendet sie gut. Meine Besprechung des Buches ist bei <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/05/michael-dibdin-end-games.php">-&#62; wtd</a> zu finden.</p>
<p>Ein längeres, einsichtsvolles Nekrolog über <em>Michael Dibdin</em> gibt es <a href="http://therapsheet.blogspot.com/2007/04/dibdins-short-finish.html">-&#62; hier</a>.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dahlia's Gone von Katie Estill]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=573</link>
<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 04:53:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=573</guid>
<description><![CDATA[Katie Estill ist eine interessante Autorin, deren erstes Buch, Evening Would Find Me 2000 bei Joyce ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.files.wordpress.com/2008/04/dahlia.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-577" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/04/dahlia.jpg?w=199" alt="" hspace="30" vspace="30" width="199" height="300" /></a>Katie Estill ist eine interessante Autorin, deren erstes Buch, <em>Evening Would Find Me</em> 2000 bei <em>Joyce Carol Oates'</em> <em>Ontario Review Press</em> erschienen war. Letztes Jahr kam <em>Dahlia's Gone</em> auf den Markt. Ein Buch, welches für den <em>Hammett</em> nominiert ist und wenn es auch vermutlich keine Chance hat, von beglückender Qualität ist. Dass auch dieser Name in Zusammenhang mit <em>Joyce Carol Oates</em> auftaucht, scheint mir kein Zufall zu sein.  Die Besprechung des Buches findet sich, wie immer bei <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2008/04/katie-estill-dahlias-gone.php">-&#62; wtd</a>.</p>
<p>Die Homepage der Autorin findet sich <a href="http://www.katieestill.com/">-&#62; hier</a> (mit, man mag ja drüber denken wie man mag, aber diese in den USA populären Teile zeigen doch eine gewisse Anteilnahme am Leser, einem Führer für <a href="http://www.katieestill.com/reading_groups.html">-&#62; Lesegruppen</a>).</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzrezension: Stalin's Ghost von Martin Cruz Smith]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=477</link>
<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 05:00:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=477</guid>
<description><![CDATA[(Deutsch: Stalins Geist)

Martin Cruz Smith ist nicht nur einer der dienstältesten aktiven Krimiaut]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>(Deutsch: Stalins Geist)<br />
<a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/stalin.jpg" title="stalin.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2008/03/stalin.jpg" alt="stalin.jpg" align="left" height="248" hspace="30" vspace="30" width="163" /></a><br />
<i>Martin Cruz Smith</i> ist nicht nur einer der dienstältesten aktiven Krimiautoren, sondern er ist auch der Vater eines der modernen Klassiker des Genres. <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2005/09/martin-cruz-smith-gorky-park.php">Gorky Park</a> beschrieb eine Welt vor dem Untergang, Cruz Smiths jüngstes Buch, <i>Stalin's Ghost</i> berichtet aus der Gegenwart, aus einem Russland, welches noch keine neue Ordnung gefunden hat und in dem mancher sich in die 	frühere Zeit zurücksehnt.</p>
<p><i>Stalin's Ghost </i>ist ein sehr reiches Buch, das eine Vielzahl von 	Handlungssträngen unterhält und auf unterschiedlichen Ebenen miteinander verknüpft.</p>
<p>Eigentlich hat <i>Arkady Renko</i> eine sehr undankbare Aufgabe, er soll die Erscheinung aufklären, die als Stalins Geist bekannt ist. Wiederholt haben U-Bahnfahrer in Moskau davon berichtet, dass Stalin in einem alten Bahnhof auftaucht. 	Gleichzeitig versucht <i>Renko</i> mit einem Kollegen eine Frau hops zu nehmen, die einen Killer für ihren Mann sucht, soll einen alten verdienten Genossen und Schachgroßmeister bewachen, dessen Schachclub mitten in Moskau ein Dorn im Augen von Investoren ist und macht sich Sorgen um seinen „Ziehsohn“, der sich nur selten sehen lässt.</p>
<p>Und irgendwie stößt Renko auf eine Gruppe alter Tschetschenien Kämpfer und zwar nicht irgendwelcher Kämpfer, sondern den Besten, den<i> Black Berets</i>. Deren Aushängschild und Held des Kriegs gegen den Terror in Tschetschenien ist <i>Nikolai Isakov</i>, der sich nun als Politiker versucht; Mann gegen Mann geht es, denn im Zentrum des Interesses der beiden Männer steht ... eine Frau ... <i>Eva</i>, <i>Renkos</i> Geliebte, Überlebende der Tschernobylkatastrophe, 	Ärztin in Tschechenien, Handlungsreisende in Sachen Humanität, 	die im Kriegsgebiet Isakov kennengelernt hatte und sich von diesem Mann und 	seiner kraftvollen Persönlichkeit angezogen fühlt.</p>
<p>Aber nicht nur Stalin, der alte Haudegen taucht auf, der Winter geht zu Ende und alte Leichen werden in Moskau von der Erde freigegeben oder deren Gebeine in Tver (Twer) von Freiwilligen der Erde entrissen. Dieses so abwechslungsreich geschriebenes Buch, voll mit 	Handlungen und Anspielungen und Lektionen über Geschichte 	arbeitet sich an seinem Ende zu einer Ausgrabung von Opfern des zweiten Weltkrieges vor, die in ihrer übersteigerten Darstellung so prächtig ist, wie in ihrem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Katyn">Inhalt</a> von hintersinniger "Bösartigkeit" ist.</p>
<p>Die Reichen werden Reicher, die Armen ... stören die Geschäfte und sind Stimmvieh bei den Wahlen. Was da als gesellschaftlicher Kit dient, ist nicht so ganz klar, aber die 	Sehnsüchte nach Stalin wirken so nachvollziehbar wie die tschetschenische Situation undurchsichtig. Nur eines scheint klar: Die Restriktionen, denen sich Renko ausgesetzt sieht, haben sich im Vergleich zu früher irgendwie gar nicht geändert.</p>
<p>Deutscher Krimipreis, nominiert für den Hammett, hier darf man also auch mit der Lupe nach Makeln suchen. Wenn es denn etwas zu 	kritisieren gibt, ist es die schöne Ordnung, die <i>Martin Cruz Smith</i> am Ende herstellt. Mir ist natürlich klar, dass ein 	Krimi auch immer ein Betrag zum Thema "Unwahrscheinlichkeitstheorie“ ist, aber <i>Stalin's Ghost</i> sammelt am Ende seine Stränge schon sehr passend ein.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[US-Krimipreise - Die erfolgreichsten Autoren]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=472</link>
<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 05:30:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Fortsetzung -&gt; des Beitrags vom vorletzten Freitag.
Schauen wir uns zum Abschluss der kleinen Ser]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/03/07/us-amerikanische-krimipreise-2/">-&#62; des Beitrags</a> vom vorletzten Freitag.</p>
<p>Schauen wir uns zum Abschluss der kleinen Serie über die sieben großen US-Krimipreisen an, welche Autoren bei den Preisen besonders erfolgreich sind. Auch hier gilt, dass die Wertschätzung eines Preises für die Arbeit eines Autoren sich schon durch die Nominierung, nicht erst durch den Sieg ausdrückt.</p>
<p><em>1. Welche Autoren können sich bei vielen Preisen qualifizieren ?<br />
</em><br />
<em> Nur eine Autorin schaffte es, dass ihre Bücher im Lauf der 11 Jahre für alle sieben Preisen nominiert wurden:</em></p>
<p><a href="http://www.lauralippman.com/">Laura Lippman</a></p>
<p>Wann immer in den letzten Jahren über die Bücher gesprochen wurde, die besonders erfolgreich sein werden, <em>Lippmans</em> Bücher waren dabei. Nicht nur dass sie in den letzten Jahren ihre Serie um <em>Tess Monaghan</em> entrümpelt und fokussiert hat (für den Agatha Award würden die heute nicht mehr nominiert werden), sie hat zudem einige furiose Standalones geschrieben.</p>
<p><em>Zwei Autoren schafften es in den letzten 11 Jahren, dass ihre Bücher für sechs Preise nominiert wurden:</em></p>
<p><a href="http://www.michaelconnelly.com/">Michael Connelly</a><br />
<a href="http://www.robertcrais.com/">Robert Crais</a></p>
<p>Ganz klar, beide Autoren haben es niemals geschafft, dass eines ihrer Bücher für den cozylastigen Agatha nominiert wurde.</p>
<p><em>Connelly</em> ist immer noch der <a href="http://www.awardannals.com/wiki/Honor_roll:Mystery/Suspense_authors">erfolgreichster Autor</a> im Krimibereich (dicht gefolgt von <em>Laura Lippman</em>) wenn es um nominierte Bücher geht. Und <em>Robert Crais</em> mit seinen eigenwilligen Pärchen Elvis Cole und Joe Pike ist Autor der beiden Klassiker <em>The Monkey's Raincoat</em> (deutsch: <em>Die gefährlichen Wege des Elvis Cole</em>) und <em>LA Requiem</em> (deutsch: <em>Stunde der Rache</em>).</p>
<p>Mehrere Autoren schafften es in den letzten 11 Jahren, dass ihre Bücher für fünf verschiedene Preise nominiert wurden.</p>
<p><a href="http://www.kenbruen.com/">Ken Bruen</a><br />
<a href="http://www.janburke.com/">Jan Burke</a><br />
<a href="http://www.harlancoben.com/">Harlan Coben</a><br />
<a href="http://www.reedcoleman.com/">Reed Farell Coleman</a><br />
<a href="http://www.fantasticfiction.co.uk/h/teri-holbrook/"> Teri Holbrook</a><br />
<a href="http://www.fantasticfiction.co.uk/l/margaret-lawrence/"> Margaret Lawrence</a><br />
<a href="http://www.dennislehanebooks.com/"> Dennis Lehane</a><br />
<a href="http://www.interbridge.com/sujata/sujata.html">Sujata Massey</a><br />
<a href="http://www.tjeffersonparker.com/"> T. Jefferson Parker</a><br />
<a href="http://www.hachettebookgroupusa.com/features/georgepelecanos/"> George P. Pelecanos</a><br />
<a href="http://www.peterrobinsonbooks.com/"> Peter Robinson</a><br />
<a href="http://www.sjrozan.com/"> S.J. Rozan</a><br />
<a href="http://www.juliaspencerfleming.com/">Julia Spencer Fleming</a></p>
<p><em>2. Vorlieben von Preisen in Bezug auf ausgewählte Autoren<br />
</em><br />
An den Autoren die bei den verschiedenen Krimipreisen besonders gut abschneiden, kann man die unterschiedlichen Eigenwilligkeiten der Preise ablesen - angegeben ist jeweils die Male, die der Autor bei diesem Preis nominiert wurde.</p>
<p><strong>Edgar</strong></p>
<p><em>Michael Connell</em>y     -&#62; 3<br />
<em> Thomas H. Cook</em> -&#62; 3<br />
<em> T. Jefferson Parker</em> -&#62;  3</p>
<p><em>Laura Lippman</em> -&#62; 4</p>
<p>In den Jahren haben sich beim Edgar nur wenige und unumstritten herausragende Autoren mehrfach qualifizieren können. Alles, <em>Cook</em> mit Abstrichen, Autoren, die sich auch bei den meisten anderen Preisen qualifizieren konnten.</p>
<p><strong>Agatha</strong></p>
<p><em>Jerryle Farmer</em> -&#62; 3<br />
<em> Rochelle Krich</em> -&#62; 3<br />
<em> Laura Lippman</em> -&#62; 3<br />
<em> Jacqueline Winspear</em> -&#62; 3</p>
<p><em>Donna Andrew</em> -&#62; 4<br />
<em> Sujata Massey</em> -&#62; 4<br />
<em> Elisabeth Peters</em> -&#62; 4</p>
<p><em>Margarete Maron</em> -&#62; 5<br />
<em> Earlene Fowler</em> -&#62; 5</p>
<p>Für <em>Krich</em> und <em>Massey</em> waren mehr als die Hälfte der Nominierung die ihre Bücher überhaupt erhalten haben, für <em>Farmer, Maron, Peters, Winspear</em> fast alle und für <em>Fowler</em> sogar alle Nominierung, solche, die sie für den Agatha erhalten haben; man könnte da also fast von einer symbiontischen Beziehung zwischen Autoren und Publikum sprechen.</p>
<p><strong>Anthony</strong></p>
<p><em>Dennis Lehane</em> -&#62; 3<br />
<em> Nevada Barr</em> -&#62; 3<br />
<em> S.J. Rozan</em>-&#62;  3<br />
<em> Rick Riodan</em> -&#62; 3</p>
<p><em>Jan Burke</em> -&#62; 4<br />
<em> Michael Connelly</em> -&#62; 4<br />
<em> P.J. Parrish</em> -&#62; 4<br />
<em> Robin Burcell</em> -&#62; 4</p>
<p><em>Laura Lippman</em> -&#62; 7</p>
<p>Anthony ist ein Publikumspreis. Die besonders häufig nominierten Autoren sind von ihrer Ausrichtung aus mainstreamiger. Sie umfassen neben den üblichen Verdächtigen auch anthonytypische Autoren wie <em>Robin Burcell, P.J. Parrish, Rick Riodan</em> und <em>Nevada Barr</em>. Alles Autoren, die bisher nicht ins Deutsche übersetzt wurden, was abgesehen von P.J. Parrish, auch nicht weiter schlimm ist.</p>
<p><strong>Shamus</strong></p>
<p><em>Richard Helms</em> -&#62; 3<br />
<em> Dennis Lehane</em> -&#62; 3</p>
<p><em>Steve Womack</em> -&#62; 3</p>
<p><em>Robert Crais</em> -&#62; 4<br />
<em> Laura Lippman</em> -&#62; 4<br />
<em> S.J. Rozan</em> -&#62; 4</p>
<p><em>P.J. Parrish</em> -&#62; 5</p>
<p><em>Max Allan Collins</em> -&#62; 6</p>
<p>Da der Shamus ein Spezialpreis für Krimis mit Privatdetektiven ist, finden sich hier entsprechende Autoren. <em>Collins, Parrish, Womack, Helms</em> und sogar <em>Crais</em> (bei dem in den Zeitraum ab 1997 nur <em>LA Requiem</em> bei anderen Preisen nominiert wurde) sind typische Shamusautoren.</p>
<p><strong>Hammett</strong></p>
<p><em>James Lee Burke</em> -&#62; 3<br />
<em>Peter Robinson</em> -&#62; 3</p>
<p>Sehr kurze Liste. Dieses Jahr wird noch Martin Cruz Smith hinzukommen.</p>
<p><strong>Barry</strong></p>
<p><em>Lee Child</em> -&#62; 3<br />
<em>Thomas H. Cook</em> -&#62; 3</p>
<p><em>Dennis Lehane</em> -&#62; 4<br />
<em>George P. Pelecanos</em> -&#62; 4</p>
<p><em>Michael Connelly</em> -&#62; 5</p>
<p>Pelecanos ist ein typischer Barrykandidat, der sonst noch bei dem LA Time Award häufiger genannt wurde.</p>
<p><strong>Macavity</strong></p>
<p><em>Michael Connelly</em> -&#62;4<br />
<em>Peter Robinson</em> -&#62; 4</p>
<p>Ebenfalls kurze Liste, spricht dafür dass Autoren kaum erneut berücksichtigt werden.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[US-amerikanische Krimipreise]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=461</link>
<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 06:36:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=461</guid>
<description><![CDATA[Fortsetzung des Beitrags von -&gt; letzter Woche
Die einzelnen US-amerikanischen Krimipreise haben e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung des Beitrags von <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/02/29/us-amerikanische-krimipreise/">-&#62; letzter Woche</a></p>
<p>Die einzelnen US-amerikanischen Krimipreise haben ein unterschiedliches Reservoir an Autoren (siehe letzte Woche). Aber zwischen welchen Preisen gibt es Übereinstimmungen ? Habe einige Preise miteinander mehr gemein als andere ?</p>
<p>Im Folgenden ist jeweils der Prozentsatz an Autoren angegeben, von denen im Verlauf der Jahre bei zwei verschiedenen Preisen Bücher (nicht notwendigerweise die gleichen) nominiert wurden.</p>
<p>[Man beachte ferner bitte: <i>Edgar</i> und <i>Anthony</i> zum Beispiel teilen eine gewisse Anzahl an Autoren, da aber insgesamt eine größere Zahl von Autoren für den <i>Edgar</i> als den <i>Anthony</i> nominiert wurde, unterscheiden sich die Prozentzahlen].</p>
<p><i>Zusammenfassung</i></p>
<p>Es besteht eine relativ hohe Gemeinsamkeit zwischen <i>Edgar,</i> <i>Anthony</i> und <i>Barry</i>, teilweise auch mit dem <i>Macavity</i>. Viele der Autoren die für den <i>Macavity</i> nominiert wurden, wurden auch für <i>Anthony</i> und <i>Edgar</i> nominiert.</p>
<p>Der <i>Hammett</i> hält zu allen Preisen den gleichen Abstand, alleine zum <i>Agatha </i>ist der Abstand größer. Und auch der <i>Shamus</i> hat wenig mit dem <i>Agatha</i> gemein.</p>
<p>Insbesondere <i>Hammett, Shamus </i>und <i>Agatha</i> sind eigenwillige Preise, die wenige Autoren miteinander und mit den anderen Preisen teilen.</p>
<p><i>Ausführlich</i></p>
<p><i>Edgar</i></p>
<ul>
<li>Anthony	38%</li>
<li>Agatha	11%</li>
<li>Macavity 32%</li>
<li>Hammett	11%</li>
<li>Barry 38%</li>
<li>Shamus	19%</li>
</ul>
<p><i>Anthony</i></p>
<ul>
<li>Edgar	46%</li>
<li>Agatha	11%</li>
<li>Macavity 37%</li>
<li>Hammett	13%</li>
<li>Barry	47%</li>
<li>Shamus	23%</li>
</ul>
<p><i>Agatha</i></p>
<ul>
<li>Edgar	36%</li>
<li>Anthony	29%</li>
<li>Macavity 39%</li>
<li>Hammett	4%</li>
<li>Barry	36%</li>
<li>Shamus	4%</li>
</ul>
<p><i>Macavity</i></p>
<ul>
<li>Edgar	62%</li>
<li>Anthony	60%</li>
<li>Agatha	23%</li>
<li>Hammett	21%</li>
<li>Barry	38%</li>
<li>Shamus	19%</li>
</ul>
<p><i>Hammett</i></p>
<ul>
<li>Edgar	22%</li>
<li>Anthony	22%</li>
<li>Agatha	2%</li>
<li>Macavity20%</li>
<li>Barry	31%</li>
<li>Shamus	22%</li>
</ul>
<p><i>Barry</i></p>
<ul>
<li>Edgar	40%</li>
<li>Anthony	41%</li>
<li>Agatha	11%</li>
<li>Macavity 21%</li>
<li>Hammett	16%</li>
<li>Shamus	21%</li>
</ul>
<p><i>Shamus</i></p>
<ul>
<li>Edgar	24%</li>
<li>Anthony	24%</li>
<li>Agatha 1%</li>
<li>Macavity 13%</li>
<li>Hammett	13%</li>
<li>Barry 25%</li>
</ul>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[US-amerikanische Krimipreise]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=445</link>
<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 05:13:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=445</guid>
<description><![CDATA[Fortsetzung des Beitrag vom letzten -&gt; Freitag.
Ein großer Unterschied zwischen den unterschiedl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung des Beitrag vom letzten <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/02/22/us-krimipreise/">-&#62; Freitag</a>.</p>
<p>Ein großer Unterschied zwischen den unterschiedlichen Krimipreisen lässt sich bei den Autoren und Büchern ausmachen, die berücksichtigt oder die erneut berücksichtigt werden.</p>
<p><i>Zusammenfassung</i></p>
<p>Für den <b>Edgar</b> wird ein Autor nur selten ein zweites Mal nominiert. Die Hälfte der nominierten Bücher, ein Drittel der Sieger sowie ein Drittel der Autoren finden  bei anderen Preisen keine Berücksichtigung.</p>
<p>Wer einmal für den <b>Anthony </b>nominiert wurde, hat eine gute Chance ein zweites Mal berücksichtigt zu werden. Wie nicht anders bei einem Publikumspreis zu erwarten, finden die nominierten Bücher, die Gewinner und die favorisierten Autoren häufig auch bei anderen Preisen Zuspruch.</p>
<p>Der <b>Agatha </b>ist ein individueller Preis und berücksichtigt eine sehr eingeschränkte Zahl von Autoren, diese kommen dort häufig auch mehrmals zum Zuge, finden aber bei anderen Preisen nur wenig Aufmerksamkeit, lediglich die Gewinner hatten Bücher, die auch bei anderen Preisen nominiert fanden.</p>
<p>Der <b>Shamus </b>ist ein individueller Preis, der sich aus einem eingeschränkten Pool an Autoren bedient. Er nominiert Bücher und zeichnet Gewinner aus, die bei anderen Preisen nur wenig auftauchen. Die Auswahl der Autoren ist eigenständig und die Chance eines Autors ein zweites Mal berücksichtigt zu werden ist höher.</p>
<p>Der <b>Macavity </b>ist ein "opportunistischer" Preis. Die nominierten Bücher und die Gewinner tauchen häufig woanders auf und, obwohl Autoren nur selten ein zweites Mal nominiert werden, der Preis bedient sich sehr stark aus dem allgemeinen Pool der Autoren, die bei Preisen immer wieder auftauchen.</p>
<p>Der <b>Barry </b>ist bezüglich Individualität und Bandbreite der Autoren ein Preis der Mitte. Einige Autoren finden ein zweites Mal Berücksichtigung und er teilt in einen gewissen Umfang Autoren, Nominierte und Gewinner mit anderen Preisen.</p>
<p>Der <b>Hammett </b>ist ein individueller Preis. Weitere Bücher eines einmal nominierten Autoren  werden nur selten berücksichtigt. Die nominierten Bücher, die Gewinner und die Autoren finden bei anderen Preisen wenig Aufmerksamkeit.</p>
<p><i>Ausführliche Darstellung</i></p>
<p><i>1. Bandbreite der Preise in Bezug auf Autoren</i></p>
<p>Manche der Preise nominieren immer wieder Bücher von den selben Autoren, bei anderen Preisen haben Autoren kaum eine Chance, 	ein zweites Mal nominiert zu werden.</p>
<p>Wenn man jeweils die Zahl der in dem Zeitraum (1997 bis 2007) vertretenen Autoren der Nominierungslisten durch die Zahl der nominierten Bücher dividiert, erhält man als Ergebnis, die durchschnittliche Zahl der Bücher die von einem einzelnen Autor in diesen elf Jahren für den jeweiligen Preis 	nominiert wurden.</p>
<ul>
<li> Edgar	1,21</li>
<li>Hammett	1,22</li>
<li>Macavity 1,26</li>
<li> Barry	1,31</li>
<li> Anthony	1,51</li>
<li>Shamus	1,54</li>
<li>Agatha	2,07</li>
</ul>
<p>Jeder Autor der für den <i>Edgar</i> nominiert wurde, hat in den elf Jahren 1,2 Bücher zur Nominierung des <i>Edgars</i> (Taschenbuch oder Bestes Buch) gebracht und jeder Autor der für den Agatha nominiert wurde, hat in der Zeit 2 Bücher zur Nominierung des <i>Agathas</i> gebracht. Das drückt sich auch in einem anderen Wert aus. Die Wahrscheinlichkeit eines Autors, dass in diesem Zeitraum <i>mindestens</i> ein zweites seiner Bücher für den gleichen Preis nominiert wurde, beträgt</p>
<ul>
<li>Edgar 15%</li>
<li>Macavity 16%</li>
<li>Hammett	18%</li>
<li>Barry	26%</li>
<li>Anthony	29%</li>
<li>Shamus	31%</li>
<li> Agatha	46%</li>
</ul>
<p>Beim <i>Agatha</i> wurde also von fast jedem zweiten Autoren, von dem <i>ein </i>Buch nominiert wurde, auch ein zweites Buch 	nominiert. Bei <i>Edgar, Macavity</i> und <i>Hammett</i> gilt das nur für circa jeden sechsten Autoren.</p>
<p>Je größer die beiden Werte sind, desto weniger unterschiedliche Autoren fanden bei dem jeweiligen Preis Berücksichtigung, desto enger ist also die Basis von Autoren 	auf die bei der Nominierung und folglich bei der Preisvergabe zurückgegriffen wird. Wenig überraschend ist die Basis an Autoren auf die Spezialpreise wie <i>Shamus</i> und insbesondere <i>Agatha</i> zurückgreifen, deutlich schmaler als bei den Kritikerpreisen, 	wie <i>Agatha</i> und <i>Hammett</i>. Auch Publikumspreise, wie <i>Agatha</i> und <i>Anthony</i> 	scheinen hier eingeschränkt zu sein. Da <i>Agatha</i> sowohl ein Publikumspreis als ein Spezialpreis ist, ragt er möglicherweise in dieser Aufstellung heraus.</p>
<p><i>2. Beziehungen von Krimipreisen zueinander</i></p>
<p>In welcher Beziehung stehen die Bücher und die Autoren deren Bücher für die einzelnen Preise nominiert werden. Gibt es hier Preise, die sich mehr ähneln ? Preise, die sich von den anderen abgrenzen ? Sind gar, da doch alle Preise die besten 	Bücher suchen, die Preise sich alle ähnlich ?</p>
<p>Die erste Frage ist die nach der Eigenwilligkeit von Preisen. Inwieweit nominieren also bestimmte Preise Bücher, die bei anderen Preisen nicht vorkommen. Der Prozentsatz an Büchern die nur für einen einzelnen Preis nominiert wurden, beträgt.</p>
<ul>
<li>Macavity 24%</li>
<li>Anthony	28%</li>
<li>Edgar	44%</li>
<li>Barry	48%</li>
<li>Hammett	60%</li>
<li>Shamus	72%</li>
<li>Agatha	75%</li>
</ul>
<p>Bei den Gewinner der jeweiligen Preise liegt der Prozentsatz der Bücher, die für keinen anderen Preis nominiert worden waren bei</p>
<ul>
<li>Anthony	20%</li>
<li>Macavity 20%</li>
<li>Barry	25%</li>
<li>Edgar	35%</li>
<li>Agatha	45%</li>
<li>Shamus	70%</li>
<li>Hammett	80%</li>
</ul>
<p>Die Zahlen zeigen zweierlei. Zum einen gibt es höchst individuelle Preise, die Bücher nominieren und auszeichnen, die von den Jurys anderer Preise nicht wahrgenommen werden. <i>Agatha, Shamus</i> und <i>Hammett</i> gehören dazu. Ganz anders ist der 	Sachverhalt bei Anthony und <i>Macavity</i>, diese könnte man als opportunistisch bezeichnen. Der <i>Edgar</i> steht ein wenig dazwischen, hier spielt meiner Meinung auch eine Rolle, dass der <i>Edgar</i> als wichtigster Preis auch eine Vorbildfunktion hat und dessen Vorschläge von anderen Preisen aufgegriffen werden.</p>
<p><i>Agatha</i> und <i>Barry</i> nominieren zwar gerne Bücher, die bei anderen Preisen keine Chance haben, aber diese Autoren gewinnen eher selten. <i>Hammett</i> und <i>Shamus</i> halten ihre Eigenwilligkeit bis zum 	Gewinner aufrecht.</p>
<p>Wenn man jetzt auf die Autoren kuckt, und fragt wie viele in dem betrachteten Zeitraum von 11 Jahren nur von einem der Preise berücksichtigt wurden, bekommt man folgende Ergebnisse</p>
<ul>
<li>Macavity 9%</li>
<li>Anthony	25%</li>
<li>Barry	31%</li>
<li>Edgar	35%</li>
<li>Agatha	46%</li>
<li>Shamus	58%</li>
<li>Hammett	60%</li>
</ul>
<p>Das Ergebnis entsprecht einigermaßen den vorigen. Insbesondere <i>Macavity</i> ist ein Preis der sich aus einem Pool allgemein populärer Autoren bedient; <i>Hammett</i> und <i>Shamus</i> gefolgt von <i>Agatha</i> sind dagegen Preise, die stark auf „ihre eigene“ 	Autoren setzen.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[US-Krimipreise]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=425</link>
<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 07:11:06 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=425</guid>
<description><![CDATA[Schon seit längerer Zeit hatte ich vorgehabt, mich noch einmal mit den bekannten amerikanischen Kri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Schon seit längerer Zeit hatte ich vorgehabt, mich noch einmal mit den bekannten amerikanischen Krimipreisen zu beschäftigen. Die Bedeutung der Preise hatte ich schon 'mal versucht <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/19/amerikanische-krimipreise-und-wie-sie-zu-werten-sind/">zu erfassen</a>. In mehreren Beiträgen möchte ich ihr Profil und ihre Präferenzen ein wenig einschätzen.</p>
<p>Dabei soll es um <i><a href="http://www.mysterywriters.org/">Edgar Awards</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anthony_Award">Anthony Awards</a>, <a href="http://www.mysteryreaders.org/macavity.html">Macavity Awards</a>, <a href="http://www.crimewritersna.org/hammett/index.htm">Hammett Prize</a>, <a href="http://www.deadlypleasures.com/barry.html">Barry Awards</a> </i>und <a href="http://www.thrillingdetective.com/trivia/triv72.html"><i>Shamus Awards</i></a> gehen.</p>
<p>Die Bedeutung die den Preisen zugemessen werden kann, habe ich noch einmal versucht zu beurteilen. Hierzu habe ich mittels zweier Suchmaschinen (Google und Ask Jeeves) Neueinträge US-amerikanischer Internetseiten des Jahres 2007 auf die Begriffe „Edgar Awards“,  „Anthony Awards“, „Macavity Awards“, „Hammett Prize“, „Barry Awards“,  „Shamus Awards“ „Edgar Award“,  „Anthony Award“, „Macavity Award“, „Barry Award“ und „Shamus Award“ abgesucht. <i>Award</i> in Singular und Plural, da beide Verwendungen vorkommen.</p>
<p>Gewisse Ungerechtigkeiten lassen sich nicht vermeiden, schon alleine deshalb weil der <i>Hammett Prize</i> als einziger in nur einer Kategorie vergeben wird. Auch liefert Barry Award Ergebnisse für einen Filmpreis und die Jahresabgrenzungen sind bei Ask nicht ganz korrekt.</p>
<p>In den meisten Fällen ist der Unterschied zwischen <i>Google</i> und <i>Ask</i> nicht sehr groß. Die ermittelten Werte wurden gemittelt und die Werte für "Award" und "Awards" addiert. Dabei kommt, folgende mir plausibel erscheinende Reihenfolge 'raus:</p>
<ul>
<li>Edgar:	16310</li>
<li>Anthony:	5825</li>
<li>Agatha	:	5240</li>
<li>Shamus: 3070</li>
<li>Barry:	1867</li>
<li>Macavity:	1724</li>
<li>Hammett:	806</li>
</ul>
<p>Man kann also doch eine deutliche Hierarchie der Preise erkennen.</p>
<p>Nach meiner subjektiven Einschätzung der Preise sind <i>Edgar Awards</i> und <i>Hammett Prize</i> Kritikerpreise für anspruchsvollere Bücher; der <i>Edgar</i> beginnt am Anfang des Jahres mit der Bekanntgabe seiner Nominierten den Reigen und gibt ein wenig den Takt vor. <i>Agatha</i> und <i>Shamus</i> sind Spezialpreise, die sich jeweils an spezielles Segment des Marktes richtet; Cozys im Falle des <i>Agathas</i> und Detektivromane im Falle des <i>Shamus</i>. <i>Macavity</i> und <i>Anthony </i>sind Publikumspreise, also ein wenig mainstreamiger, ebenso wie der <i>Barry</i>, der bis 2006 von einer einzelnen Redaktion einer Zeitschrift, <i>Deadly Pleasures Mystery Magazine</i> und seit 2007 von deren zwei, vergeben wird.</p>
<p>Um zu versuchen, Profil und Präferenzen der unterschiedlichen Preise zu objektivieren, habe ich die Listen mit den Kandidaten genommen, die für die einzelnen Preise nominiert werden und die entsprechenden Bücher von 1997 bis 2007 gesammelt. Mit 1997 habe ich deshalb angefangen, weil zu dem Jahr der Barry das erste Mal vergeben wurde und weil vor 1997 die für den Anthony nominierten Bücher nicht mehr verfügbar sind. <i>Edgar, Anthony,</i> <i>Barry </i>und <i>Shamus </i>vergeben den Preis in unterschiedlichen Kategorien, insbesondere unterscheiden sie Bestes Buch und Bestes Taschenbuch. Da die Taschenbücher bei den anderen Preisen implizit enthalten sind und weil einige Autoren eine Karriere durchmachen, bei TB beginnen und bei Erfolg auf Hardcover wechseln, habe ich hier am Ende die Daten zusammengenommen. Die Bücher der Kategorie "Bestes Erstes Buch" habe ich jedoch nicht berücksichtigt. Diese Vorgehensweise beruht auf einer Grundannahme.</p>
<p>Nämlich dass sich über die Jahre eine Art von Preisgeist bildet. Nun bin ich mir zwar bewusst, dass diejenigen die die nominierten Bücher aussuchen, wechseln, aber dennoch gewisse Rahmenbedingungen bleiben möglicherweise gleich. So werden die Jurys für den Edgar immer mehr Bücher gescreent haben (<a href="http://www.crimefictionblog.com/2008/02/favorite-or-lea.html">Elaine Flinn</a>: 526+ Bücher als Juorin letztes Jahr), die Auswählenden für den <i>Anthony</i> immer von Lesern wie Du/Sie und ich bestimmt werden, so dass Preziosen hier kaum eine Chance haben und <i>Agatha </i>und<i> Shamus</i> immer ihre „Nischen“ bedienen.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Auswertung in den Beiträgen der nächsten zwei Freitage nicht zu trocken 'rüberkommt, aber ich finde die Ergebnisse sind ganz interessant.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize 2007 - Die Kandidaten]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/?p=405</link>
<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 09:42:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/?p=405</guid>
<description><![CDATA[Früher als sonst hat der Nordamerikanische Ableger der „International Association of Crime Writer]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Früher als sonst hat der Nordamerikanische Ableger der <i>„International Association of Crime Writers“</i>  <a href="http://www.crimewritersna.org/news/index.htm">(IACW/NA )</a> die Bücher bekannt gegeben, die für den <b>Hammett-Prize</b> 2007 nominiert sind.</p>
<p>Der Hammett-Prize ist einer der "stilleren" Krimipreise in den USA. Nominierte und Preiseträger sind liebevoll ausgewählt und zumeist gute Leseempfehlungen. Sie sind nicht immer nur aus der Gruppe der üblichen Verdächtigen, welche die „Preislandschaft“ dominiert. Dieses Jahr sich die folgenden Werke nominiert:</p>
<p><span style="font-weight:bold;">• </span><span style="font-style:italic;">The Outlander</span>, von <b>Gil Adamson</b><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><span style="font-style:italic;">The Yiddish Policemen’s Union</span>, von <b>Michael Chabon</b><br />
<span style="font-weight:bold;">• </span><span style="font-style:italic;">End Games</span>, von <b>Michael Dibdin</b><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><span style="font-style:italic;">Dahlia’s Gone</span>, von <b>Katie Estill</b><span style="font-weight:bold;"><br />
• </span><span style="font-style:italic;">Stalin’s Ghost</span>, von <b>Martin Cruz Smith</b></p>
<p><i>Michael Chabon</i> ist ja schon für den Edgar nominiert. <i>Martin Cruz Smith</i> gewann den Hammett 1999 mit <i>Havana Bay</i>; <i>Stalin's Ghost</i> (deutsch: <i>Stalins Geist</i>) hat beim <a href="http://krimileser.wordpress.com/2008/01/20/deutscher-krimipreis-2008/">DKP</a> den zweiten Platz (Kategorie Internationale Krimis) belegt. <i>End Game</i> ist (offensichtlich) das letzte Werk des verstorbenen <i>Michael Dibdin.</i></p>
<p>Die Bekanntgabe des Siegers folgt am 6. - 8. Juni.</p>
<p>Dank an <a href="http://therapsheet.blogspot.com/2008/01/and-now-its-hammett.html">Rap Sheets</a></p>
<p>bernd</p>
<p><span style="font-weight:bold;"></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Robert Ward: Four Kinds of Rain]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/10/16/robert-ward-four-kinds-of-rain/</link>
<pubDate>Tue, 16 Oct 2007 07:36:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/10/16/robert-ward-four-kinds-of-rain/</guid>
<description><![CDATA[Four Kinds of Rain ist Robert Wards erstes Buch seit 1998. In den USA ist es mit großer Begeisteru]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/10/fkr.jpg" title="fkr.jpg"><img vspace="30" align="left" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/10/fkr.thumbnail.jpg" hspace="30" alt="fkr.jpg" /></a><em>Four Kinds of Rain</em> ist <em>Robert Wards </em>erstes Buch seit 1998. In den USA ist es mit großer Begeisterung aufgenommen worden: "<em>...as black as a chain smoker's lungs, but...deviously funny</em>" (<em>David J. Montgomery</em>). So extrem würde man es in Deutschland vielleicht nicht sehen. Meine Besprechung findet sich bei -&#62; wtd.</p>
<p><em>Robert Wards</em> Homepage findet sich <a href="http://www.robert-ward.com/">-&#62; hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize 2006]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/10/15/hammett-prize-2006/</link>
<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 08:28:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/10/15/hammett-prize-2006/</guid>
<description><![CDATA[Wenig überraschend: Gewonnen hat Dan Fespermans
Prisoner of Guantanamo
(Mit Dank an -&gt; The Gums]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/10/12/hammett-prize-2006-ein-tipp/"><img align="left" width="250" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/10/guantanamo.jpg" hspace="30" alt="guantanamo.jpg" height="250" />Wenig überraschend</a>: Gewonnen hat <em>Dan Fesperman</em>s</p>
<p><strong>Prisoner of Guantanamo</strong></p>
<p>(Mit Dank an <a href="http://www.nsknet.or.jp/~jkimura/hammettwin07.html">-&#62; The Gumshoe Site</a>)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hammett Prize, 2006 - ein Tipp ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/10/12/hammett-prize-2006-ein-tipp/</link>
<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 05:44:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/10/12/hammett-prize-2006-ein-tipp/</guid>
<description><![CDATA[Am Wochenende wird der Hammett Prize, 2006 vergeben. Dieser soll den besten Krimi ausgezeichnet, de]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/10/hammett_prize.jpg" title="hammett_prize.jpg"><img vspace="60" align="left" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/10/hammett_prize.jpg" hspace="30" alt="hammett_prize.jpg" /></a>Am Wochenende wird der Hammett Prize, 2006 vergeben. Dieser soll den besten Krimi ausgezeichnet, der auf dem nordamerikanischen Kontinent 2006 in englischer Sprache veröffentlich wurde.</p>
<p>Für den Preis sind nominiert:</p>
<ul>
<li class="MsoNormal">John Case, <strong><a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/27/kurzrezension-john-caseghost-dancer/">Ghost Dancer</a></strong>: A Thriller (Ballantine)</li>
<li class="MsoNormal">Dan Fesperman, <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/09/dan-fesperman-the-prisoner-of-guantanamo.php"><strong>The Prisoner of Guantanamo</strong> </a>(Knopf)</li>
<li class="MsoNormal">Jim Nisbet, <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/20/kurzrezension-dark-companion-von-jim-nisbet/"><strong>Dark Companion</strong> </a>(Dennis McMillan)</li>
<li class="MsoNormal">Bill Pronzini, <strong><a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/13/kurzrezension-the-crimes-of-jordan-wise-von-bill-pronzini/">The Crimes of Jordan Wise</a></strong>: A Novel (Walker)</li>
<li class="MsoNormal">Robert Ward, <strong>Four Kinds of Rain</strong> (St. Martin's)</li>
</ul>
<p>Nachdem ich nun auch den letzten Kandidaten gelesen habe (die Besprechung von <em>Four Kinds of Rain</em> folgt am Dienstag), kann ich, unbeeinflusst vom tatsächlichen Ausgang, meine Enschätzung äußern.</p>
<p>Im Gegensatz zum <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/28/anthony-award-kategorie-bestes-buch-ein-tipp/">Anthony Award</a>, dessen diesjährige Kandidaten alle dem Mainstream zuzuordnen waren, sind die Kandidaten des <em>Hammetts</em> wesentlich schwerer unter einem Hut zu bringen. Neben zwei klassischen Thriller - <em>The Prisoner of Guantanamo</em> als Spionagethriller und <em>Ghost Dancer</em> als rettet-die-Welt Thriller - finden sich auch drei literarisch ambitionierte Krimis unter den Kandidaten.</p>
<p><em>Ghost Dancer</em>, mit seiner zusammengegoogelten Atmosphäre und der besinnungslos albernen Idee die das Buch tragen soll, hatte meiner Meinung nach nichts auf der Nominierungsliste zu suchen. So unwissend können die Juoren gar nicht sein, als dass das Buch eine Chance haben könnte. <em>The Prisoner of Guantanamo</em> dagegen ist ein ganz anders Kaliber. Es konfrontiert die USA mit einem unangenehmen Thema, ist klug aufgebaut und erzählt eine spannende Geschichte. So könnte ein möglicher Sieger aussehen, alleine, <em>ich</em> vermisse ein wenig Esprit und Innovation.</p>
<p>Wenn sie sich wirklich ernsthaft trauen würden und bereit wären den allermeisten Krimilesern vor dem Kopf zu stoßen, dann würden die Juoren sich für <em>Dark Companion</em> entscheiden. Das Buch ist ein intellektuelles Vergnügen, wie es nur wenige gibt; deshalb freut es mich auch, dass bei es bei <a href="http://www.pulpmaster.de/">Pulp Master</a> im nächsten Jahr in deutscher Übersetzung 'rauskommen soll.    </p>
<p><em>The Crimes of Jordan Wise</em> ist ein gutes Buch,  klug, weise, unglaublich elegant vorgetragen und durchaus mit Hintersinn: Der perfekte <em>chill out</em>, aber nicht gerade das Material aus dem Preisträger gemacht sind. Da schaut es mit <em>Four Kinds of Rain</em> schon anders aus. Die Geschichte eines Psychotherapeuten der endlich an die große Anerkennung (also: ans Geld) will, damit aber eigentlich nur seine Midlife Crisis zu bewältigen versucht und bei der Verfolgung seines Ziel immer über neue Hindernisse stolpert, so dass die Sache in eine Richtung geht, die er nie beabsichtigte, ist nicht nur klassisches noir Material, sondern auch witzig (wenn auch eher subtil als brüllend komisch), überraschend und als Zustandsbeschreibung der amerikanischen Gesellschaft zu lesen.</p>
<p>Also realistischerweise: Ward oder Fesperman.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzrezension; John Case`Ghost Dancer]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/27/kurzrezension-john-caseghost-dancer/</link>
<pubDate>Thu, 27 Sep 2007 05:43:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/27/kurzrezension-john-caseghost-dancer/</guid>
<description><![CDATA[
Ich hatte es vorab schon befürchtet: Vermutlich würde John Case’ Ghost Dancer eines dieser üb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/ghost1.jpg" title="ghost1.jpg"><img vspace="20" align="left" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/ghost1.thumbnail.jpg" hspace="30" alt="ghost1.jpg" /></a><br />
Ich hatte es vorab schon befürchtet: Vermutlich würde <em>John Case’ Ghost Dancer</em> eines dieser überspannten Bücher, dessen Eigenwilligkeiten den guten Willen des Lesers strapazieren ... aber dass das Buch so unerträglich werden würde, das habe ich nicht vorhersehen.</p>
<p>Dreh- und Angelpunkt des "globalen" Thrillers ist <em>Jack Wilson</em>. Zehn Jahre war er im Gefängnis, genauer gesagt in <em>Supermax</em>, dem Hochsicherheitstrakt. Nun ist er wieder draussen, in der Freiheit. Um an Geld zu kommen, tut er sich mit libanesischen Freischärlern zusammen, Gauner eigentlich, die Opiate, Waffen und wer-was-was-sonst-noch schmuggeln. Sein eigentliches Ziel ist jedoch ein anderes: Er will eine neue Superwaffe bauen.</p>
<p>Die Libanesen geraten ins Visier der internationalen Antiterrorbekämpfung und fliegen auf. Die Spur zurück zu <em>Wilson</em> bleibt bei <em>Mike Burke</em> hängen. Auch <em>Burke</em> ist US-Amerikaner, lebt in Dublin und betreibt mit seinem Schwiegervater ein Büro, welches bei Firmengründungen und Kontoeröffnungen in Steueroasen und Schwarzgeldparadiesen hilft. <em>Wilson</em> war sein Kunde, doch <em>Burke</em> kann keine Informationen über ihn liefern, also lässt das FBI kurzer Hand das Büro zusperren (sic !). Um den Namen des Büros rein zu waschen, bleibt <em>Burke</em> nichts anderes übrig, als <em>Wilson</em> zu suchen.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Buches laufen diese beiden Handlungsstränge zusammen. Aber <em>John Case</em> (ein verheiratetes Autorenpaar) will mehr, viel mehr, zu viel eigentlich. Ein Kompendium der Fazetten des modernen Terrors solls sein: <a href="http://www.zeit.de/2003/33/01____Leiter_1">Weltkrieg in Afrika</a>, Al kaida, Russland und natürlich der "Terror"  der USA gegen die eigenen Bürger. Alles dabei. Die Protagonisten werden durch eine Vielzahl von Orten getrieben, deren Atmosphäre mehr oder weniger stimmig wirkt oder, so mein <a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/24/montag/">-&#62; Verdacht</a> zusammen gegoogelt wurde.</p>
<p>Man findet im Netz immer wieder Aussagen von Lesern die <em>John Case</em> mit <em>Dan Brown</em> vergleichen. Nicht ganz zu unrecht, wie ich finde. Zwar beherrscht <em>John Case</em> sein Handwerk deutlich besser (z.B die Figur des hypochondrischen FBI-Agenten, da ist <em>Ghost Dancer</em> richtig witzig), aber auch hier tauchen sie auf: Die ellenlangen Dialoge in denen jemand versucht, eine schwierige Materie zu erklären.</p>
<p>Eine gefährliche Waffe will <em>Wilson</em> bauen, keine die Menschen tötet, sondern eine die einen Elektronenstrom (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektromagnetischer_Puls">Elektromagnetischer Impuls</a>) freisetzt, der alle elektrischen Systeme in den USA zerstören soll, worauf natürlich, weil ohne die USA gar nichts geht, die gesamte zivilisierte Welt zusammen bräche. </p>
<p>Nun gut. Wer mag, soll sich gruseln. Aus Sicht des Lesers ist schlimmer, dass die Autoren hier nicht nur diverse physikalische Theorien verquarken und dass man das Gefühl hat, sie haben die Theorien eigentlich nicht verstanden und versuchen dennoch sie zu erklären. Da liest man zwei Seiten über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Resonanz_(Physik)">Resonanz</a> und der Text kommt nicht von der Stelle, das werden unterschiedliche Ebenen des Wissens miteinander verbunden, die inhaltlich nicht zusammen gehören [zum Beispiel die Tasache, dasss eine Opernsängerin ein Glass "zersingt" und die Tatsache, dass das Glass aus Atome besteht, die wiederum aus elektromagnetischen Wellen aufgebaut sind], da wird schlichtweg ... viel Schaum geschlagen.</p>
<p>Wer so etwas überlesen kann, bitte: <em>Ghost Dancer</em> ist ansonsten spannend zu lesen - hat allerdings ein recht undramatisches Ende. </p>
<p>Am Ende, wie für Dan Brown auch typisch wird der Leser dann mit einem umfangreichen Abspann belohnt, in dem die Autoren die Quellen ihres Wissens offenbaren. Als wenn sich damit ein schlechtes Buch retten ließe.</p>
<p>Zur Geschichte mit dem Glas und der Opernsängerin siehe übrigens <a href="http://www.weltderwunder.de/infotainment/Sendung/20050918/wdwFrage/index.html">-&#62; hier</a> (die Sendung selber ist in meinen Augen recht oberflächlich, aber hier habens sie's gut dargestellt).</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dan Feperman: The Prisoner of Guantanamo]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/25/dan-feperman-the-prisoner-of-guantanamo/</link>
<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 05:05:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/25/dan-feperman-the-prisoner-of-guantanamo/</guid>
<description><![CDATA[
Ab heute ist bei -&gt; wtd die Rezension über Dan Fespermans The Prisoner of Guantanamo zu lesen. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/guantanamo.jpg"></a><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/guantanamo.jpg"><img width="250" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/guantanamo.jpg" height="250" /></a></p>
<p>Ab heute ist bei <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/09/dan-fesperman-the-prisoner-of-guantanamo.php">-&#62; wtd </a>die Rezension über <em>Dan Fespermans</em> <em>The Prisoner of Guantanamo</em> zu lesen. Ein <a href="http://www.crimetime.co.uk/publishing/index.php">-&#62; aktuelles Interview</a> mit Fesperman über das Buch gibt es bei <em>crime time</em>. Es scheint so, als hätte er tatsächlich seine Vorstellungen im Buch erfolgreich umgesetzt.</p>
<p><em>Fesperman</em> gilt aufgund der geringen Zahl seiner Bücher (vier) immer noch als "junger" Autor. Hauptberuflich arbeitet der 1955 geborene Fesperman als Journalist. Witzigerweise war er Tischnachbar von <em>Laura Lippman</em> und teilte sich mit ihr den Computer.</p>
<p>Seine Homepage ist <a href="http://www.danfesperman.com/">-&#62; hier </a>zu finden. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dan Feperman: The Prisoner of Guantanamo]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/25/dan-feperman-the-prisoner-of-guantanamo/</link>
<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 05:05:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Ab heute ist bei -&gt; wtd die Rezension über Dan Fespermans The Prisoner of Guantanamo zu lesen. ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/guantanamo.jpg"></a><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/guantanamo.jpg"><img width="250" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/guantanamo.jpg" height="250" /></a></p>
<p>Ab heute ist bei <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/09/dan-fesperman-the-prisoner-of-guantanamo.php">-&#62; wtd </a>die Rezension über <em>Dan Fespermans</em> <em>The Prisoner of Guantanamo</em> zu lesen. Ein <a href="http://www.crimetime.co.uk/publishing/index.php">-&#62; aktuelles Interview</a> mit Fesperman über das Buch gibt es bei <em>crime time</em>. Es scheint so, als hätte er tatsächlich seine Vorstellungen im Buch erfolgreich umgesetzt.</p>
<p><em>Fesperman</em> gilt aufgund der geringen Zahl seiner Bücher (vier) immer noch als "junger" Autor. Hauptberuflich arbeitet der 1955 geborene Fesperman als Journalist. Witzigerweise war er Tischnachbar von <em>Laura Lippman</em> und teilte sich mit ihr den Computer.</p>
<p>Seine Homepage ist <a href="http://www.danfesperman.com/">-&#62; hier </a>zu finden. </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fehlertoleranz]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/24/montag/</link>
<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 05:00:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/24/montag/</guid>
<description><![CDATA[Lonnie Cruse von Poe&#8217;s Deadly Daughters gibt in den nächsten Wochen Unterricht. Thema:  Rech]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lonnie Cruse</em> von <em>Poe's Deadly Daughters</em> gibt in den nächsten Wochen Unterricht. Thema:  Recherche für Krimiautoren. Der <a href="http://poesdeadlydaughters.blogspot.com/2007/09/research-like-salt-to-mashed-potatoes.html">-&#62; ersten Unterrichtsstunde</a> lag die These zugrunde, dass Leser ungnädige Menschen seien: "<em>Readers love nothing better than catching writers in errors</em>." "writer's view" und natürlich verkehrt: Ich will gute Bücher lesen, nicht Oberlehrer spielen. In dem Moment in dem ich einen Autor beim Fehler ertappe, ist es zu spät, denn dann ist die Illusion, die der Autor entstehen lassen wollte, kaputt.</p>
<p>Nun gibt es natürlich kleinere und größere Fehler und ob mich ein Fehler stört, hängt vom drumherum ab: Gehen mir Autor oder Buch auf die Nerven, bin ich fast dankbar, etwas gefunden zu haben, an dem ich mich reiben kann. Über kleinere Fehler in einem stimmigen Buch kann ich dagegen hinweg sehen.</p>
<p>Andere nehmen es wohl etwas genauer: "<em>EXAMPLE: When writing my first book, I decided to take a research trip downtown for a closer look at the courthouse, since the body in my story was going to be found there. After the book was published at least two people told me they went downtown to verify whether it was physically possible to place a body where I’d placed mine. It is. (Wiping sweat from brow.)"</em></p>
<p>Konsens scheint darin zu bestehen, dass der Leser die Recherche nicht merken soll: "<em>Or worse, we’ve spent all that time learning about a subject, so we’re going to teach every single bit of it to our readers,</em>" eine Einstellung die dpr <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/09/happyend.php">-&#62; teilt</a>.</p>
<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/aumcity.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/aumcity.jpg" /></a></p>
<p>Ein aktuelles Lesebeispiel hierzu ist <em>John Case'</em> Buch <em>Ghost Dancer</em>. Die Bücher des verheirateten Autorenpaares sind voll mit wilden Bedrohungszsenarien. "The First Horseman" (deutsch: Das erste der sieben Siegel<span class="skip"> </span>) z.B. handelte vom Versuch Mikroorganismen in die Luft zu blasen und mit diesen "giftigen Nebeln" die Einwohner New Yorks zu töten.</p>
<p>Das war natürlich inspiriert durch die Versuche und Anschläge der <em>Ōmu Shinrikyō</em> (häufig auch <em>Aum Shinrikyo</em> geschrieben)-Sekte, die 1995 durch den Sarinanschlag in der Tokyoter U-Bahn bekannt geworden war. Vor dem Anschlag hatte sie versucht <a href="http://www.dgn.org/225.0.html">Botulinumtoxin</a> und Sporen von <em>Bacillus antracis </em>(Antrax-Erreger) per Luft zu verbreiten. [Das Bild oben zeigt, einen derartigen Versuch aus dem Jahr 1993: Sehr unscharf kann man zwei Menschen im Schutzanzug sehen.]</p>
<p>Die fehlgegangenen Anschläge sind relativ genau analysiert worden (z.B. <a href="http://www.stimson.org/?SN=CB20020111235">-&#62; hier</a>). Quintessenz ist, dass es technisch sehr schwierig ist, Keime in geeigneter Form in die Luft zu bringen und in der Luft zu halten. Die Keime werden in Form kleinster Wassertropfen in die Luft gebracht (aerosolisiert). Wenn die Tropfen zu groß sind, sind sie entweder zu schwer, sinken also zu Boden und/oder nicht lungengängig. Sie klein genug hinzukriegen und dennoch über eine große Entfernung zu schicken, scheint noch nicht gelungen zu sein - auch westliche Militärs beschäftigen sich schließlich mit dem Thema.</p>
<p>Vielleicht bin ich ungerecht, und außer einigen Spezialisten wird auch kaum jemand diese Analyse kennen, aber dennoch, das Autorenpaar sollte ja schließlich vernünftige Recherche betreiben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Szenario genauso relevant wie die Rahmengeschichte vom "Da Vinci Code". Und da es mir viel zu viele Menschen gibt, die das für wirklich halten, was sie für wirlixh halten möchten, hatte mich dieses billige Horrordrama in <em>The First Horseman</em> erheblich genervt [Dabei war das Buch sonst gar nicht 'mal schlecht geschrieben].</p>
<p>In <em>Ghost Dancer</em> nun versuchen sie sich an einer anderen Wunderwaffe : </p>
<blockquote><p>The only problem he hadn't been able to solve concerned the photon flux that takes place when a standing gravitational wave interacts with its electromagnetc counterpart in a static magnetic field. </p></blockquote>
<p>Nichts weniger als eine Gravitationwelle, eine stehende zudem, solls richten. Nun, leider sind Gravitationswellen durch die Allgemeine Relativitätstheorie zwar vorhergesagt worden, aber <a href="http://www.geo600.uni-hannover.de/physikjahr/gwwellen.html">-&#62; noch nie</a> direkt beobachtet, geschweige denn von Menschenhand erzeugt worden. Nun weiß ich zwar, dass ich Bücher symbolisch deuten und nicht zu wörtlich nehmen soll, aber tut nichts: Mich nervt diese Pseudoernsthaftigkeit, die doch nur einen Zweck hat. Nämlich durch die Wortwahl die Gehirne der Leser so zu vernebeln, dass keiner mehr merkt, was für ein Unfug das ist.  </p>
<p>Letztendlich ist das Geschmackssache. Dass den beiden Schreibern hier wieder die Gäule durchgehen, werde ich bei der Besprechung des Buches nicht überbewerten.</p>
<p>Schlimmer jedch ist etwas anderes: <em>Ghost Dancer</em> spielt in vielen verschiedenen Orten und Regionen wie z.B. Dublin, Berlin, Zürich, Kuala Lumpur, Ukraine, Dubai, und Kongo. Ein Teil des Charakters des Buches basiert auf der Atmosphäre dieser Ort und dass ich den Autoren vertrauen kann, diese stimmig abzubilden. Deshalb sind einige Schnitzer, die in dem Kapitel auftauchen, welches in Berlin spielt, problematisch.</p>
<p>Die Berliner Atmosphäre soll wohl dadurch eingefangen werden, dass ein Taxifahrer Deutsch spricht. aber "<em>Wo zu ?</em>" statt "<em>Wohin ?</em>" würde er wohl auch in Kreuzberg nicht fragen. Dass die Doppelpunkte für englischsprachige Menschen schwierig sind, weiß ich, dennoch ein Jurgen gibt es auch in Berlin nicht [richtig gut ist die im weiteren Verlauf des Buches auftauchende "Gote Universität"] und dass das BfV (Bundesamt für Verfassungsschutz, O-Ton:"the office for the protection of the constitution") Terrorverdächtigen hinterher stellt und nicht der BND, halte ich auch für unwahrscheinlich. Nicht großes also, aber dennoch erschüttert das mein Vertrauen. Wenn sie schon hier ungenau sind, wie ist es dann erst in anderen Orten, die ich nicht kenne.</p>
<p>Ganz zu schweigen davon, dass solche Fehler im Zeitalter des Internets nicht sein müssten.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Fehlertoleranz]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/24/montag/</link>
<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 05:00:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/24/montag/</guid>
<description><![CDATA[Lonnie Cruse von Poe&#8217;s Deadly Daughters gibt in den nächsten Wochen Unterricht. Thema:  Rech]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lonnie Cruse</em> von <em>Poe's Deadly Daughters</em> gibt in den nächsten Wochen Unterricht. Thema:  Recherche für Krimiautoren. Der <a href="http://poesdeadlydaughters.blogspot.com/2007/09/research-like-salt-to-mashed-potatoes.html">-&#62; ersten Unterrichtsstunde</a> lag die These zugrunde, dass Leser ungnädige Menschen seien: "<em>Readers love nothing better than catching writers in errors</em>." "writer's view" und natürlich verkehrt: Ich will gute Bücher lesen, nicht Oberlehrer spielen. In dem Moment in dem ich einen Autor beim Fehler ertappe, ist es zu spät, denn dann ist die Illusion, die der Autor entstehen lassen wollte, kaputt.</p>
<p>Nun gibt es natürlich kleinere und größere Fehler und ob mich ein Fehler stört, hängt vom drumherum ab: Gehen mir Autor oder Buch auf die Nerven, bin ich fast dankbar, etwas gefunden zu haben, an dem ich mich reiben kann. Über kleinere Fehler in einem stimmigen Buch kann ich dagegen hinweg sehen.</p>
<p>Andere nehmen es wohl etwas genauer: "<em>EXAMPLE: When writing my first book, I decided to take a research trip downtown for a closer look at the courthouse, since the body in my story was going to be found there. After the book was published at least two people told me they went downtown to verify whether it was physically possible to place a body where I’d placed mine. It is. (Wiping sweat from brow.)"</em></p>
<p>Konsens scheint darin zu bestehen, dass der Leser die Recherche nicht merken soll: "<em>Or worse, we’ve spent all that time learning about a subject, so we’re going to teach every single bit of it to our readers,</em>" eine Einstellung die dpr <a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/09/happyend.php">-&#62; teilt</a>.</p>
<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/aumcity.jpg"><img src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/aumcity.jpg" /></a></p>
<p>Ein aktuelles Lesebeispiel hierzu ist <em>John Case'</em> Buch <em>Ghost Dancer</em>. Die Bücher des verheirateten Autorenpaares sind voll mit wilden Bedrohungszsenarien. "The First Horseman" (deutsch: Das erste der sieben Siegel<span class="skip"> </span>) z.B. handelte vom Versuch Mikroorganismen in die Luft zu blasen und mit diesen "giftigen Nebeln" die Einwohner New Yorks zu töten.</p>
<p>Das war natürlich inspiriert durch die Versuche und Anschläge der <em>Ōmu Shinrikyō</em> (häufig auch <em>Aum Shinrikyo</em> geschrieben)-Sekte, die 1995 durch den Sarinanschlag in der Tokyoter U-Bahn bekannt geworden war. Vor dem Anschlag hatte sie versucht <a href="http://www.dgn.org/225.0.html">Botulinumtoxin</a> und Sporen von <em>Bacillus antracis </em>(Antrax-Erreger) per Luft zu verbreiten. [Das Bild oben zeigt, einen derartigen Versuch aus dem Jahr 1993: Sehr unscharf kann man zwei Menschen im Schutzanzug sehen.]</p>
<p>Die fehlgegangenen Anschläge sind relativ genau analysiert worden (z.B. <a href="http://www.stimson.org/?SN=CB20020111235">-&#62; hier</a>). Quintessenz ist, dass es technisch sehr schwierig ist, Keime in geeigneter Form in die Luft zu bringen und in der Luft zu halten. Die Keime werden in Form kleinster Wassertropfen in die Luft gebracht (aerosolisiert). Wenn die Tropfen zu groß sind, sind sie entweder zu schwer, sinken also zu Boden und/oder nicht lungengängig. Sie klein genug hinzukriegen und dennoch über eine große Entfernung zu schicken, scheint noch nicht gelungen zu sein - auch westliche Militärs beschäftigen sich schließlich mit dem Thema.</p>
<p>Vielleicht bin ich ungerecht, und außer einigen Spezialisten wird auch kaum jemand diese Analyse kennen, aber dennoch, das Autorenpaar sollte ja schließlich vernünftige Recherche betreiben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Szenario genauso relevant wie die Rahmengeschichte vom "Da Vinci Code". Und da es mir viel zu viele Menschen gibt, die das für wirklich halten, was sie für wirlixh halten möchten, hatte mich dieses billige Horrordrama in <em>The First Horseman</em> erheblich genervt [Dabei war das Buch sonst gar nicht 'mal schlecht geschrieben].</p>
<p>In <em>Ghost Dancer</em> nun versuchen sie sich an einer anderen Wunderwaffe : </p>
<blockquote><p>The only problem he hadn't been able to solve concerned the photon flux that takes place when a standing gravitational wave interacts with its electromagnetc counterpart in a static magnetic field. </p></blockquote>
<p>Nichts weniger als eine Gravitationwelle, eine stehende zudem, solls richten. Nun, leider sind Gravitationswellen durch die Allgemeine Relativitätstheorie zwar vorhergesagt worden, aber <a href="http://www.geo600.uni-hannover.de/physikjahr/gwwellen.html">-&#62; noch nie</a> direkt beobachtet, geschweige denn von Menschenhand erzeugt worden. Nun weiß ich zwar, dass ich Bücher symbolisch deuten und nicht zu wörtlich nehmen soll, aber tut nichts: Mich nervt diese Pseudoernsthaftigkeit, die doch nur einen Zweck hat. Nämlich durch die Wortwahl die Gehirne der Leser so zu vernebeln, dass keiner mehr merkt, was für ein Unfug das ist.  </p>
<p>Letztendlich ist das Geschmackssache. Dass den beiden Schreibern hier wieder die Gäule durchgehen, werde ich bei der Besprechung des Buches nicht überbewerten.</p>
<p>Schlimmer jedch ist etwas anderes: <em>Ghost Dancer</em> spielt in vielen verschiedenen Orten und Regionen wie z.B. Dublin, Berlin, Zürich, Kuala Lumpur, Ukraine, Dubai, und Kongo. Ein Teil des Charakters des Buches basiert auf der Atmosphäre dieser Ort und dass ich den Autoren vertrauen kann, diese stimmig abzubilden. Deshalb sind einige Schnitzer, die in dem Kapitel auftauchen, welches in Berlin spielt, problematisch.</p>
<p>Die Berliner Atmosphäre soll wohl dadurch eingefangen werden, dass ein Taxifahrer Deutsch spricht. aber "<em>Wo zu ?</em>" statt "<em>Wohin ?</em>" würde er wohl auch in Kreuzberg nicht fragen. Dass die Doppelpunkte für englischsprachige Menschen schwierig sind, weiß ich, dennoch ein Jurgen gibt es auch in Berlin nicht [richtig gut ist die im weiteren Verlauf des Buches auftauchende "Gote Universität"] und dass das BfV (Bundesamt für Verfassungsschutz, O-Ton:"the office for the protection of the constitution") Terrorverdächtigen hinterher stellt und nicht der BND, halte ich auch für unwahrscheinlich. Nicht großes also, aber dennoch erschüttert das mein Vertrauen. Wenn sie schon hier ungenau sind, wie ist es dann erst in anderen Orten, die ich nicht kenne.</p>
<p>Ganz zu schweigen davon, dass solche Fehler im Zeitalter des Internets nicht sein müssten.</p>
<p>bernd</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kurzrezension: Dark Companion von Jim Nisbet]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/20/kurzrezension-dark-companion-von-jim-nisbet/</link>
<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 05:00:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
<guid>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/20/kurzrezension-dark-companion-von-jim-nisbet/</guid>
<description><![CDATA[
Dark Companion ist ein „Philosophic Noir“, die Vermählung einer dem Prinzip der freien Assozia]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/rv_m4_guilty.jpg" title="rv_m4_guilty.jpg"><img align="left" width="150" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/rv_m4_guilty.jpg" hspace="30" alt="rv_m4_guilty.jpg" height="212" /></a></p>
<p>Dark Companion ist ein „Philosophic Noir“, die Vermählung einer dem Prinzip der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Assoziation">freien Assoziation</a> folgenden Erzählung mit einer noir-Kurzgeschichte. <em>Bannerjhee Rolf</em> war als Chemiker in einem kleineren pharmazeutischen Unternehmen tätig, bis dieses von einem Investor übernommen und ausgeschlachtet wurden und Rolf seine Stelle verlor. Die Entlassung wurmt ihn, denn er war immer mit sich viel Engagement tätig gewesen und hatte manch neues Produkt mit entwickelt.</p>
<p>Ansonsten aber ist er ein glücklicher Mensch: Er verbringt seinen Tag in der zur Bibliothek umgebauten Garage, beschäftigt sich mit <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2005-12/eic-mdi112905.php">Kosmologie </a>, meditiert über Fernsehen und unsere Kultur im Allgemeinen (<a href="http://krimileser.wordpress.com/2007/09/15/autobahnstau-die-fiktion-der-literatur-und-die-realitat/">-&#62; z.B.</a> über das Phänomen Stau) und freut sich, wenn seine Frau Abends von der Arbeit kommt. Ein Mensch der so in sich ruht und sich von den Verlockungen der Welt nur wenig reizen lässt, ist für Verbrechen und Gewalt ja wenig empfänglich. Und doch. Nach zwei Drittel des Buchs passiert’s: Unvorhersehbar gerät er in etwas hinein und plötzlich nimmt sein Leben (und die Geschichte) eine ungeahnte Wendung.</p>
<p><em>The Dark Companion</em> ist ein kleines Büchlein von 144 Seiten für erfahrene Leser englischsprachiger Bücher. So ein kluger Kopf wie es Rolf ist, der verfügt auch über einen umfangreichen Wortschatz; wen das nicht schreckt, der sollte unbedingt zugreifen, wenn er jemals auf das seltene Buch stoßen sollte. Denn ein so undemonstrativ kluges und witziges Buch, das einem solch einen Reichtum an Gedanken zu bieten hat, stimmig aufgebaut und doch von leichter Hand vorgetragen ist, gibt es selten.</p>
<p>bernd</p>
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<title><![CDATA[Amerikanische Krimipreise und wie sie zu werten sind.]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/19/amerikanische-krimipreise-und-wie-sie-zu-werten-sind/</link>
<pubDate>Wed, 19 Sep 2007 07:59:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[Zum Glück für uns, die wir uns mit amerikanischen Krimis beschäftigen und immer wieder versuchen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Glück für uns, die wir uns mit amerikanischen Krimis beschäftigen und immer wieder versuchen, die vielen dort vorhandenen Krimipreise richtig einzuordnen, gibt es <em>Dr</em><em>oemer Knaur</em>.</p>
<p>Der Verlag vermarktet auch Bücher US-amerikanischer Autoren. Auch wenn keiner in Deutschland die amerikanischen Krimipreise kennt, ein Verweis auf daheim gewonnene Krimipreise ist bei der Werbung immer hilfreich. Und so <a href="http://www.droemer-knaur.de/sixcms/detail.php?template=leseproben_uebersicht&#38;skip=120">schrieb</a> <em>Droemer Knaur</em> dann über <em>Julia Spencer-Fleming</em> (<a href="http://www.hinternet.de/weblog/2007/09/julia-spencerfleming-all-mortal-flesh.php">-&#62; hier</a>):  </p>
<p> "Die USA haben fünf große Krimipreise - <strong>Julia Spencer-Fleming</strong> gewann sie alle!"</p>
<p><em>Agatha, Anthony, Barry, Dilys, Edgar, Gumshoe, Hammett, Macavity, Shamus, </em>scheinen mir die bekannten US-amerikanischen Krimipreise zu sein.<em> </em>Da kann einem die Übersicht schon einmal verloren gehen.  Fünf der genannten seien also groß. Nur welche ? Hier läßt <em>Droemer Knaur</em> uns im Stich.</p>
<p>Schauen wir also bei den <a href="http://www.awardannals.com/wiki/Julia_Spencer-Fleming">-&#62; bei Award Annals</a> nach:</p>
<p>Nur ihr erstes Buch <em>In the Bleak Midwinter</em> (deutsch: <em>Das weiße Kleid des Todes</em>) hat bisher Preise erhalten. Nach dieser Quelle vier Stück. Also muss es noch einen großen amerikanischen Krimipreis geben, den die <em>Award Annals</em> (deren einziger Bestimmungzweck ja die Krimipreise sind) übersehen hat. Fündig wird man bei <a href="http://www.juliaspencerfleming.com/">-&#62; Spencer-Fleming</a> selber:  </p>
<p><a href="http://www.bconvegas2003.org/">Anthony Award</a>, <a target="_blank" href="http://www.malicedomestic.org/2002agatharelease.htm">Agatha Award</a>, <a target="_blank" href="http://www.mysterybooksellers.com/dilys.html">Dilys Award</a>, <a href="http://www.bconvegas2003.org/">Macavity Award</a> und <a href="http://www.deadlypleasures.com/BarryNom2003.htm">Barry Award</a></p>
<p>In der Tat, fünf Preise. Aber, sind sie alle groß ? ... sind sie überhaupt alle amerikanisch ?  </p>
<p>Es ist sicher sehr subjektiv, wer denn nun der "wichtigste" sei. Ganz klar: Die eigene Tochter ist immer am schönsten. Will sagen, natürlich und mit Recht freut sich jeder Autor über den Gewinn eines/seines Preises, ist er doch Zeichen einer öffentlich bekanntgemachten Wertschätzung und führt möglicherweise zum Verkauf von Büchern. Aber eine gewisse Übereinstimmung, welchen Preis Autoren sich am liebsten ans Revers heften würden, gibt es dennoch.</p>
<p>Die Peise unterscheiden sich u.A. hinsichtlich der Organisation, die hinter dem Preis steht, der Preisrichter und der Zielsetzungen. Vereinfacht gesagt werden <em>Edgar, Hammett</em> und <em>Shamus</em>  von Autorenorganisationen vergeben und von unabhängigen und jährlich wechselnden Juroren ausgewählt. <em>Agatha</em> und <em>Anthony</em> sind Leserpreise, die von den Teilnehmern eines Konvents ausgewählt werden, <em>Macavity</em> ein Leserpreis einer internationalen "Fanorganisation", <em>Gumshoe</em> und <em>Barry</em> Preise von Krimizeitschriften und <em>Dilys</em> ein Peis der unabhängigen Buchhändler. <em>Shamus </em>und <em>Agatha</em> sind "Spezialpreise", die sich an PI (Private Ermittler)- bzw. Cozy-Krimis richten. </p>
<p>Aus dem Bauch heraus würde ich meinen, dass der <em>Edgar</em> über allen anderen Preisen steht, in der zweiten Ebene stehen <em>Anthony </em>und<em> Shamus</em> und in kleinem Abstand <em>Hammett </em>und <em>Agatha</em>, zum Schluss folgen <em>Macavity, Dilys, Barry </em>und<em> Gumshoe.</em>  </p>
<p>Es geht auch etwas objektiver. Allgemein gilt: Was uns beschäftigt und was uns wichtig ist, über das reden wir. Also dürfte das Prestige eines Preises ungefähr mit der Anzahl der Nennungen im Internet korrelieren. Wenn man jetzt also in allen englischsprachigen Seiten mit den Begriffen "Edgar Award", "Anthony Award", ... "Hammett Prize" (in Anführungsstrichen) googelt, bekommt man eine einigermaßen genaue Abbildung, wie sehr die Preise die öffentlichene Wahrnehmung bewegen.</p>
<p>Dabei ergibt sich folgendes Bild (genannt ist die Zahl der Seiten im englischsprachign Raum - gerundet, zum 18.09.06-, welche die Namen der Preise im Text nennen):</p>
<p><em>Edgar Award</em>        270.000<br />
<em>Agatha Award</em>      107.000<br />
<em>Anthony Award</em>      66.200<br />
<em>Shamus Award</em>       43.200<br />
<em>Barry Award</em>            21.000<br />
<em>Macavity Award</em>       18.500<br />
<em>Dilys Award</em>             15.300<br />
<em>Hammett Prize</em>        12.000 <br />
<em>Gumshoe Award</em>        9.500</p>
<p>Abgesehen von <em>Hammett Prize</em> und <em>Agatha Award </em>stimmt diese Sicht sogar ungefähr mit meinem Bauchgefühl überein. Mehrere Einschränkung ließen sich machen; zb. dass <em>Anthony, Barry </em>und <em>Macavity </em>auf der gleichen Veranstaltung vergeben werden, so dass der <em>Anthony</em> möglicherweise die anderen beiden mitzieht. Aber ich möchte jetzt auch nicht übertreiben. </p>
<p>Bliebe noch letztlich die Anmerkung, dass der <em>Dilys</em> überhaupt kein (rein) US-amerikanischer Krimipreis ist, denn die veranstaltende Organisation schreibt <a href="http://www.mysterybooksellers.com/dilys.html">-&#62; über sich</a>: "<em>The Independent Mystery Booksellers Association is comprised of a network of independently owned retail bookstores across North America and the United Kingdom</em>", umfasst also auch Großbritannien und Kanada.</p>
<p>Vergleicht man das alles mit der markigen Aussage von <em>Droemer Knaur</em>, bleibt nur die Feststellung, dass der Verlag unstrittig die Unwahrheit geschrieben hat. Mag man sich auch um Kleinigkeiten streiten, aber eindeutig wurde der <em>Edgar </em>genauso häufig auf den englischsprachigen Seiten genannt wie alle anderen Preise zusammen.</p>
<p>Das Schöne ist, alle schreiben ab: <a href="http://www.amazon.de/weiÃe-Kleid-Todes-Julia-Spencer-Fleming/dp/3426628333">Amazon</a>, <a href="http://www.thalia.ch/shop/home/artikeldetails/das_weisse_kleid_des_todes/julia_spencer_flemin/ISBN3-426-62833-3/ID6077354.html">Thalia</a>, <a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/3066276/julia_spencer_fleming_das_weisse_kleid_des_todes_3426628333.html">Libri</a>, <a href="http://www.familie-im-web.de/familie/cyberbuecher/autoren/j/julia_spencer_fleming/julia_spencer_fleming_das_weisse_kleid_des_todes.html">Familie-im-Web</a>,  <a href="http://www.dmsg-hessen.de/druckversion/index.php?anr=730&#38;cnr=52">Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft</a>, <a href="http://www.literaten.org/archiv.php?month=10,2005">Literaturportal</a> - Es geht doch nichts über die eigene redaktionelle Arbeit.</p>
<p class="honorslistscore">PS. Bliebe noch nachzutragen, dass  <cite>All Mortal Flesh</cite> mittlerweile auch den <a target="_blank" href="http://www.mysteryinkonline.com/2007/05/gumshoe_awards_.htm" title="external web site">Gumshoe Award for Best Mystery</a> erhalten hat - dessen Wert können wir ja jetzt einschätzen.</p>
<p class="honorslistscore">bernd</p>
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<title><![CDATA[Kurzrezension: The Crimes of Jordan Wise von Bill Pronzini ]]></title>
<link>http://krimileser.wordpress.com/2007/09/13/kurzrezension-the-crimes-of-jordan-wise-von-bill-pronzini/</link>
<pubDate>Thu, 13 Sep 2007 05:00:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>krimileser</dc:creator>
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<description><![CDATA[ 
The Crimes of Jordan Wise ist die Geschichte einer Verwandlung. Genau genommen, der Verwandlung z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/thecrimes.jpg" title="thecrimes.jpg"></a><a href="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/thecrimes.jpg" title="thecrimes.jpg"><img vspace="30" align="left" width="222" src="http://krimileser.wordpress.com/files/2007/09/thecrimes.jpg" hspace="30" alt="thecrimes.jpg" height="329" /></a> <br />
<em>The Crimes of Jordan Wise</em> ist die Geschichte einer Verwandlung. Genau genommen, der Verwandlung zweier Menschen die sich gegenseitig beeinflussen. Aber bis der Leser das überblickt, dauert es ein wenig, denn das Buch ist aus der subjektiven Sicht des icherzählenden <em>Jordan Wise </em>geschrieben. Und der präsentiert Wirklichkeit nicht nur aus <em>seiner</em> Sicht, sondern auch peu-a-peu.</p>
<p><em>Wise</em> ist Buchhalter, vielleicht nicht glücklich, aber „schmerzfrei“. Das ändert sich, als er <em>Annalise Bonner</em> kennen lernt. Er verliebt sich in die junge quirlige Frau und, da der Buchhalter mit einem Gehalt ihr zuwenig bieten kann, wird in der Folge zu <em>Richard Laidlaw</em>.</p>
<p><em>Wise</em> plant ein Verbrechen, nicht weniger als das perfekte. Es gelingt, und Richard und Anna ziehen glücklich als seliges Paar in die Karibik. Tja, aber irgendwie läuft es anders als erwartet. Das Geld war Anreiz genug für Annalise, aber auf Dauer ist ihr das Leben auf St. Thomas, einer kleinen Insel, die zu den Amerikanischen Jungferninseln gehört, zu fad. Auch sind sie beide gar nicht so, wie der andere es sich vorstellte. Und von da an nimmt die Geschichte <em>Wise’ </em>ihren schicksalhaften Verlauf.</p>
<p>Er erzählt seine Geschichte ganz entspannt auf einer Terrasse in der Karibik sitzend, auf den Strand blickend und <em>Arundel</em> (Rum von den Britischen Jungfraueninseln) trinkend. Und genauso unangestrengt und entspannt liest sich das Buch. Die kriminelle Lebensgeschichte eines alternden Mannes. Nichts für Spannungsjunkies, die eine wohlgeratene Geschichte mit Langeweile verwechseln, aber etwas für Leser, die ein gutes Buch zu schätzen wissen.</p>
<p><em>Pronzini</em> ist ein guter Erzähler: Die Lebensgeschichte <em>Wise’ </em>ist in prosaischen Worten dargestellt und schafft es, den Leser mit in eine Ecke der Welt zu führen, in der er sich sonst eher selten hin verirrt und auch dieser Umstand trägt zum Reiz des Buches bei.</p>
<p>bernd</p>
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