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	<title>genfood &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/genfood/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "genfood"</description>
	<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 12:56:19 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Google löscht Gentechnik-Film]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/07/04/google-loscht-gentechnik-film/</link>
<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 15:50:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Eine kritische Arte-Doku über die Machenschaften der Gentechnik-Firma Monsanto ist von Google und Y]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kritische Arte-Doku über die Machenschaften der Gentechnik-Firma Monsanto ist von Google und Youtube aus deren Videoangebot gelöscht worden. VON LEONIE ROOS</p>
<blockquote>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/full/rtr_monsanto_f.jpg" />Monsanto tötet meine Gesundheit&#34; steht auf dem Plakat dieser Pariser Demonstrantin. Foto: rtr </p>
</blockquote>
<p>BERLIN taz Eine kritische Arte-Dokumentation über den US-amerikanischen Gentechnik-Riesen Monsanto ist von Google und YouTube verschwunden. Der Film „Monsanto – Mit Gift und Genen“ der französischen Journalistin Marie Monique Robin wurde Anfang des Jahres auf Arte ausgestrahlt. Google hat den zweistündigen Film, der auf GoogleVideo online zur Verfügung stand, anscheinend gelöscht. Spekulationen zufolge geschah dies auf Druck der kanadischen Filmgesellschaft. Auch von YouTube wurde der Film entfernt. Eine Erklärung für die Entfernung des Filmes gab es bisher von keiner der beiden Firmen. An einer Verletzung des Urheberrechts scheint es aber nicht gelegen zu haben, da YouTube in solchen Fällen auf der Seite des entfernten Videos einen diesbezüglichen Hinweis schaltet.</p>
<p>Das US-amerikanische Unternehmen Monsanto hält das Monopol auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der weltweit angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen sind von Monsanto patentiert. Das Unternehmen ist mit 45.000 Angestellten und einem Jahresumsatz von acht Milliarden Dollar einer der mächtigsten Samenhersteller der Welt.</p>
<p>MON 810, der einzige Genmais, der bisher in Deutschland angebaut werden durfte, stammt ebenfalls aus dem Hause Monsanto. In der Vergangenheit hatte die Firma das Herbizid Agent Orange hergestellt, das von der US-Armee im Vietnamkrieg eingesetzt wurde. Das Mittel ist heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert.</p>
<p>Robins Film arbeitet mit bisher unveröffentlichten Dokumenten und Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA) der USA. Die Verbreitung genmanipulierter Pflanzen, so die Journalistin Robin, sei ihrer Meinung nach nur „durch Manipulation und Intrigen“möglich gewesen. Der weltweiten Zulassung der patentierten Pflanzen hätten „keine ernst zunehmenden wissenschaftlichen Tests“ zugrunde gelegen. <a href="http://genfood.wordpress.com/2008/05/30/video-monsanto-mit-gift-und-genen-2/">Inzwischen ist der Film wieder bei Genfood abrufbar</a>.</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/google-loescht-gentechnik-film/">TAZ</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gentechnik: Rettet die Turbokuh das Klima?]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/07/01/gentechnik-rettet-die-turbokuh-das-klima/</link>
<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 08:21:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/07/01/gentechnik-rettet-die-turbokuh-das-klima/</guid>
<description><![CDATA[Was einst erfunden wurde, um die Milch sprudeln zu lassen, wird heute auch mit ganz anderen Argument]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was einst erfunden wurde, um die Milch sprudeln zu lassen, wird heute auch mit ganz anderen Argumenten propagiert: rbST ist umweltfreundlich.</strong></p>
<p>Erinnern Sie sich noch an das Akronym rbST? Nein, das hat nichts mit dem Rinderwahn zu tun – zumindest nicht mit dem im genetivus subjectivus –, der heißt BSE. Beim rbST geht es um Rinder als Objekt, die Abkürzung steht für bovines Somatotropin. Das ist ein Stoff, mit dem Kühe ihre Milchproduktion anregen. Dass sie das auch tun, wenn man ihnen bsT spritzt, merkte ein russischer Forscher in den 30er-Jahren. Für die Landwirtschaft blieb das irrelevant – man konnte BST nur aus Rinderkadavern gewinnen –, bis in den 80er-Jahren die Gentechnik kam. Die kann bST von anderen Lebewesen produzieren lassen, etwa von Kolibakterien, daher das „r“ im Namen, es steht für „rekombinant“.</p>
<p>1994 brachte die US-Firma Monsanto rbST auf den Markt – „Posilac“ –, produziert wurde es in Österreich, bei der Biochemie in Kundl (sie tut es nicht mehr, es kam zu Streit mit Monsanto). Die Öffentlichkeit lehnte das Produkt – „Turbokuh“ – weithin ab, die Genehmingungsbehörden entschieden unterschiedlich. Zugelassen wurde rbST in den USA – die für Menschengesundheit zuständige FDA sah „praktisch keinen Unterschied in der Milch“ –, nicht zugelassen wurde es etwa in der EU, die Veterinäre hatten Einwände (und der Milchsee quoll über). Eingesetzt wird es heute vor allem in den USA, nach Firmenangaben erhalten dort „neun Millionen Milchkühe, etwa ein Drittel der Herden“ die Spritze, sie bringt zehn bis 15 Prozent mehr Milch (www.monsanto.com).</p>
<p><strong>Streit um Hormon</strong></p>
<p>Aber auch in den USA gab und gibt es Auseinandersetzungen: bST wirkt direkt auf die Milchleistung, und es tut es indirekt, über die Mobilisierung eines Wachstumsfaktors (Insulin like Growth Factor 1, IGF-1). Ob dieses Hormon dann – vermehrt – in der Milch ist, ist umstritten, vermutlich ist es ein bisschen mehr, bleibt aber im Rahmen der natürlichen Schwankungsbreite. US-Konsumentenschützer forderten vergeblich eine Kennzeichnung für „hormonfreie“ Milch, große Milchkunden wie der Cafetier „Starbucks“ drängen auf Hormonfreiheit.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund taucht das von der Öffentlichkeit fast vergessene Produkt wieder auf, nun soll die „Turbokuh“ das Klima retten. Eine Gruppe um rbST-Entwickler Dale Bauman (Cornell) rechnet es vor und definiert zunächst „produktive Effizienz“ als „Milch-Output“ pro „Futter-Ressourcen-Input“. Wenn man die Maschine Kuh so betrachtet, dann senkt rbST ihren benötigten Input an Futter um 8,1 Prozent. Natürlich sinken auch andere Posten in der Rechnung: Man braucht weniger Weide, es gibt weniger Erosion, man braucht weniger Dünger, Traktoren und Treibstoff. Auch andere Emissionen des grasenden Maschinenparks sinken, es kommen weniger Fäkalien, es kommt weniger CO2, und vor allem kommen weniger Flatulenzen: „15 bis 20 Prozent der globalen anthropogenen Emissionen des Treibhausgases Methan“ entströmen Rindern, berichten die Forscher.</p>
<p>Und wenn man das „global warming potential“ (GWP) insgesamt bilanziert – CO2, Methan und Stickoxide –, dann wäre, gerechnet für einen Maschinenpark von einer Million Kühen, der akkumulierte Klimanutzen „äquivalent dem des Entfernens von 400.000 Pkw von den Straßen und dem des Pflanzens von 300 Millionen Bäumen.“</p>
<p><strong>Klimaschädling Biolandbau</strong></p>
<p>Nun ist die Vollindustrialisierung der Landwirtschaft nicht jedermanns Sache, manche Bauern wollen ihre Rinder lieber auf idyllische Almen treiben und die Landschaft pflegen (zumindest in der Werbung, bei meiner Ehr', ist das so). Aber, Vorsicht, das Klima! „Im Vergleich mit konventioneller Landwirtschaft braucht eine rbST-supplementierte Population acht Prozent weniger Kühe, während eine organische Produktion 25 Prozent mehr braucht“ (Pnas, 30. 6.)<br />Vier Forscher haben die Arbeit verfasst, zwei deklarieren einen „conflict of interest“: Einer ist bei Monsanto „für die wissenschaftliche Integrität der Publikationen über Posilac zuständig“ und hält Aktien; und der Zweite, Bauman, hält zwar keine Aktien, berät Monsanto aber „in Gebieten außerhalb dem des Umwelteinflusses“.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/techscience/wissenschaft/395100/index.do?_vl_backlink=/home/techscience/index.do">(&#34;Die Presse&#34;, Print-Ausgabe, 01.07.2008)</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Grüne Gentechnik im Zentrum der Diskussionen]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/28/grune-gentechnik-im-zentrum-der-diskussionen/</link>
<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 09:19:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/06/28/grune-gentechnik-im-zentrum-der-diskussionen/</guid>
<description><![CDATA[(27.06.200  Auf den diesjährigen DLG-Feldtagen in Buttelstedt bei Weimar stand erneut die Grüne Ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>(27.06.2008) Auf den diesjährigen DLG-Feldtagen in Buttelstedt bei Weimar stand erneut die Grüne Gentechnik im Mittelpunkt vieler Diskussionen.</strong></p>
<p>Die moderne Landwirtschaft könne den weltweit steigenden Bedarf an Lebens- und Futtermitteln sowie an Bioenergie decken, sagte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer bei der Eröffnung der Feldtage. Dazu müsse jedoch der knappste aller Produktionsfaktoren - die Fläche - effizienter als bisher genutzt werden. Ein Schlüssel zur Ertragssteigerung liege in der Genetik der Pflanzen. Die Gentechnik sieht er dabei als zusätzliches Werkzeug in der Pflanzenzüchtung. </p>
<blockquote>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.transgen.de/data/imagescontent/aktuell/945_feldtage-stand_zoom.jpg" />Infozentrum Grüne Gentechnik: Gespräche und Diskussionen am Stand</p>
</blockquote>
</p>
<blockquote>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.transgen.de/data/imagescontent/aktuell/945_feldtage-biosicherheit_zoom.jpg" />Grüne Gentechnik im Internet: Auch biosicherheit.de und transgen.de stellten ihre Informations-angebote vor. Unter den Besucher war auch der thüringische Landwirtschaftsminister Voler Sklenar (vorn).</p>
</blockquote>
<p>&#34;Wir haben viel zu lange vergessen, dass nur eine innovative Landwirtschaft hilft, Ressourcen zu schonen,&#34; sagte Bartmer. Die heutige, moderne Landwirtschaft sei effizienter und produktiver. Sie schaffe damit Freiräume für wichtige gesellschaftliche Ziele von der Biodiversität bis zur Sicherung nachhaltiger Kulturlandschaften.</p>
<p>Konkrete Informationsangebote für die Landwirte und andere Besuche der Feldtage gab es an den Ständen des Infozentrums Grüne Gentechnik. Dabei ging es etwa um eine praktische Koexistenz zwischen einem Maisanbau mit und ohne Gentechnik, aber auch um Fragen der Sicherheit und Umweltverträglichkeit. Vertreter der Initiative für eine gentechnikfreies Weimar&#34; sammelten auf dem Ausstellungsgelände Unterschriften gegen die Gentechnik. Auf einem Diskussionsforum zur Gentechnik kündigte Michael Grolm, Initiator von &#34;Gendreck-Weg&#34;, weitere Zerstörungen von Feldern mit Bt-Mais an.</p>
<p>In einer gemeinsamen Presskonferenz wiesen BDP (Bundesverband deutscher Pflanzenzüchter) und InnoPlanta / AGIL (Arbeitsgemeinschaft Innovativer Landwirte) auf die &#34;nachhaltigen Schäden&#34; hin, die dem &#34;Wirtschaftsstandort Deutschland durch die wachsende Zahl von Feldzerstörungen entstehen&#34;.</p>
<p>Die DLG-Feldtage finden alle zwei Jahre statt. Im Feld werden Pflanzensorten, Maschinen und Anbautechnologie ausgestellt. Bei den diesjährigen DLG-Feldtage vom 24. bis 26. Juni in Buttelstedt wurden knapp 20.000 Fachbesucher gezählt.</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.transgen.de/aktuell/945.doku.html">TransGEN</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kanadischer Landwirt warnt die deutschen Bauern]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/20/kanadischer-landwirt-warnt-die-deutschen-bauern/</link>
<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 07:11:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/06/20/kanadischer-landwirt-warnt-die-deutschen-bauern/</guid>
<description><![CDATA[Percy Schmeiser, Träger des alternativen Nobelpreises, referierte beim Bündnis Gentechnikfreie Zon]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Percy Schmeiser, Träger des alternativen Nobelpreises, referierte beim Bündnis Gentechnikfreie Zone Gießen - &#34;Schlimmster Anschlag auf Leben&#34;</strong></p>
<p>KREIS GIESSEN (cvg). Er ist Träger des alternativen Nobelpreises und inzwischen wie David gegen Goliath eine Ikone des weltweiten Widerstands gegen die Herstellung und Anwendung gentechnisch veränderter Organismen: Der kanadische Landwirt Percy Schmeiser. Auf seiner Tour durch Deutschland war der Botschafter in Sachen gentechnikfreier Landwirtschaft auch auf dem Hof des Biobauern Renz Hornischer, auf Einladung des Bündnisses Gentechnikfreie Zone Gießen. Hornischer erklärte, das Thema Gentechnik habe ihn wie viele Landwirte erst gar nicht berührt. Dies habe sich seit den Freilandversuchen der Uni Gießen 2006 grundlegend geändert. Schmeiser skizzierte in trockenen aber einprägsamen Worten seinen Kampf gegen den Chemie-Konzern Monsanto, zu dessen Geschäftsfeldern sowohl die Pflanzenzucht als auch die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln gehören. &#34;Ich kann Ihnen nicht sagen, was Sie tun sollen, nur, was mir geschehen ist. Aber Sie können Ihre Schlüsse daraus für sich selbst ziehen&#34;, stellte der Rapsanbauer fest.<br />Schmeiser war 1998 mit dem Konzern aneinandergeraten, weil er dessen Patente verletzt haben sollte. Dadurch, dass von den Feldern seines Nachbarn Raps auf seine eigenen Felder geraten war. Dieser Nachbar hatte gentechnisch veränderten Raps von Monsanto angebaut, nachdem 1996 dazu in Kanada der Einsatz der sogenannten GVO erlaubt war. Der Streit zwischen Bauer und Agrarkonzern zog sich bis in die jüngste Zeit bis zum höchsten kanadischen Gericht, dem Obersten Gerichtshof. Inzwischen hat Monsanto eingeräumt, Schmeiser geschädigt zu haben und zahlte ihm nach einem außergerichtlichen Vergleich im März eine Entschädigung. <br />Monsanto hatte bestätigt, für die neuerliche Kontamination Schmeisers Felder mit gentechnisch verändertem Raps verantwortlich zu sein. &#34;Inzwischen ist es so, dass wir in Kanada keinen gentechnikfreien Raps mehr haben, weil eine Koexistenz von gentechnikfreien und gentechnisch veränderten Pflanzen einfach nicht möglich ist.&#34; Zum Verkauf kanadischen Rapshonigs auf dem deutschen Markt stellte Schmeiser fest, dass sofern dieser laut Etikettenbezeichnung tatsächlich aus Kanada stamme, dann aller Wahrscheinlichkeit nach gentechnisch verändert sein müsse.<br />&#34;Kanada hat sehr viel große Farmen, Was passiert auf kleineren Flächen wie bei Ihnen? Ich konnte nicht glauben, was Monsanto den deutschen Bauern sagte. Sie hätten immer die Auswahl zwischen gentechnikfreiem Saatgut und GVO-Saatgut. Die haben sie nicht.&#34; In Kanada sei inzwischen ein aggressives Superunkraut auf dem Vormarsch, das sogar in Städten Fuß fasse. Die Agrochemie habe dafür nur den Kommentar übrig, man wolle mit einem Supergift dagegen vorgehen.<br />Der Einsatz von Chemikalien sei in Kanada in die Höhe gegangen, mittlerweile fünfmal soviel wie sonst üblich. &#34;Die Konsequenzen der Verwendung von GVO sind weniger Erträge, weniger Rechte und mehr Krankheiten. Unsere Honigindustrie ist fast komplett zerstört. Viele Bienenvölker sind gestorben&#34;, stellte Schmeiser fest. Es sei der schlimmste Anschlag auf Leben, den wir auf der Erde gesehen haben.<br />Wie die Lage im Kreis Gießen inzwischen ist, schildert Bündnis-Sprecherin Andrea Hager: &#34;Auf rund 3000 Hektar wird es keine GVO geben, 37 Landwirte haben inzwischen die Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben.<br />Manfred Paul, heimischer Bauernverbandsvorsitzender unterstrich, dass mit der praktischen Landwirtschaft kein GVO-Einsatz möglich sei. Oswald Henkel, Vorsitzender der hessischen Direktvermarkter, warnte Verbraucher und Landwirte vor einer neuen Form der Leibeigenschaft durch die Abhängigkeit von Konzernen.</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/detail.php?id=3696596&#38;template=d_artikel_import&#38;_adtag=localnews&#38;_zeitungstitel=1133842&#38;_dpa=">Giessener Zeitung</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Keine Gentechnik-Spuren im Saatgut]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/19/keine-gentechnik-spuren-im-saatgut/</link>
<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 08:53:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/06/19/keine-gentechnik-spuren-im-saatgut/</guid>
<description><![CDATA[(18.06.200  Bei Kontrollen des im Frühjahr ausgebrachten Raps- und Maissaatguts wurden keine Beimis]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>(18.06.2008) Bei Kontrollen des im Frühjahr ausgebrachten Raps- und Maissaatguts wurden keine Beimischungen von gentechnisch veränderten Pflanzen gefunden. Das ergaben aktuelle Untersuchungen in Mecklenburg-Vorpommern.</p>
<p>Untersucht wurden insgesamt 18 Proben des im Frühjahr 2008 ausgebrachten Saatguts. In keiner der acht Mais- und zehn Sommerraps-Proben waren GVO-Beimischungen nachweisbar. Das Saatgut für Winterraps wurde bereits im vergangenen Jahr nach der Aufbereitung untersucht. Auch hier fanden sich in keiner der elf Proben GVO-Spuren.</p>
<p>Derzeit gibt es weder in der EU noch in Deutschland einen rechtlich verbindlichen Schwellenwert für zufällige, unbeabsichtigte GVO-Beimischungen im Saatgut. In den vergangenen Jahren waren vereinzelt minimale GVO-Spuren in Saatgut gefunden worden. Einige Behörden hatten daraufhin angeordnet, das bereits ausgebrachte Saatgut unterzupflügen.</p>
<p>Um diese Rechtsunsicherheit zu beenden, werden seit langem GVO-Schwellenwerte für Saatgut gefordert. Auf EU-Ebene soll im nächsten Halbjahr ein neuer Anlauf dazu unternommen werden.</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.transgen.de/aktuell/942.doku.html">Transgen</a></p>
<blockquote>
<p><strong>die Finanzierung von Transgen:</strong></p>
<p>Finanzierung<br />transgen.de muss sich vollständig selbst finanzieren. Feste Zuschüsse gibt es weder vom ideellen Träger, der Verbraucher Initiative, noch von öffentlichen Institutionen. 1997 ermöglichte das damalige Umwelt- und Verbraucherministerium des Landes NRW den Aufbau von transgen.de und die Entwicklung der Datenbank. Danach haben verschiedene Partner zur Finanzierung beigetragen und so die Fortführung ermöglicht.</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Bayer CropScience, BASF, Dow Agro Sciences, Monsanto Agrar, Du Pont / Pioneer Hi-Bred International, Syngenta Agro;</span> </strong>seit 2001<br />EU-Kommission, GD Forschung (Datenbank Zulassung, Kooperation gmo-compass.org); 2005-06<br />Umweltbundesamt (Bereich Nachhaltigkeit); 2000 und 2002<br />Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL); 1999, 2000, 2002<br />Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL); 1998-2000, 2002, 2003, 2007<br />Innoplanta e.V. Nordharz/Börde; Gatersleben (Portal Erprobungsanbau; 2004-05)<br />Forschungsinstitut für biologischen Landbau , Frick (Schweiz); Integration der TransGen-Datenbank in www.transgen.ch (2004)<br />DIALOGIK GmbH Stuttgart; Prof. Dr. Ortwin Renn, Christina Benighaus, Seidenstr. 36, 70174 Stuttgart<br />(online Diskurs: Grüne Gentechnik und Ernährungssicherung in Entwicklungsländern; 2004)<br />Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Hauptvorstand, 1998-1999<br />Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Landes Nordrhein-Westfalen (MURL), Entwicklung Datenbank und Aufbau Website 1997<br />FernUniversität Hagen, Lehrgebiet Internationale Politik, 1997-1998</p>
<p>Wir denken, damit erübrigt sich, die Berichte von TG als unabhängig oder gar wahrheitsgemäß zu bezeichnen</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Nur Apfelgene in den Apfel]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/16/nur-apfelgene-in-den-apfel/</link>
<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 07:01:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/06/16/nur-apfelgene-in-den-apfel/</guid>
<description><![CDATA[Der Anbau genetisch veränderter Pflanzen ist umstritten. Nun hat ein Biologe eine Gentech-Methode e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Anbau genetisch veränderter Pflanzen ist umstritten. Nun hat ein Biologe eine Gentech-Methode entwickelt, die ökologisch verträglich ist.</strong> <em>Von Matthias Meili</em></p>
<p>Im zweiten Kellergeschoss eines Forschungslabors in Zürich, in einem gut verschlossenen Wärmeschrank, spriessen die verheissungsvollen Pflänzchen in kleinen Petrischalen: schorfresistente Apfelbäume, die gentechnisch hergestellt und trotzdem biozertifizierbar sein könnten. «In neun Monaten könnte ich mit Feldversuchen starten», sagt Cesare Gessler, Professor für Integrative Biologie an der ETH Zürich und Leiter des vielversprechenden Projektes. «Realistischer ist ein Versuchsbeginn im Herbst 2009.»</p>
<p><strong>Krise im Obstbau</strong><br />Die grüne Gentechnologie, also die Gentechnik zur Verbesserung von Nutzpflanzen, ist stark umstritten. Das zeigt auch der Anschlag vom Freitag auf einen Feldversuch mit genetisch verändertem Weizen bei Zürich. Erst kürzlich hat der Bundesrat das Moratorium für den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen, dem das Volk im November 2005 zugestimmt hatte, um drei Jahre verlängert. Im Biolandbau der Schweiz sind gentechnisch veränderte Pflanzen sowieso radikal verboten. Doch Gesslers Versuche könnten so etwas wie der dritte Weg in der Gentechnologie sein, weil seine Pflänzchen nur arteigene Gene enthalten. Gessler nennt sie cisgene Pflanzen (lat. cis = diesseits), dies in Abgrenzung zu den transgenen (lat. trans = jenseits) Organismen, in die artfremde Gene eingepflanzt werden.</p>
<p>Auch der Schweizerische Nationalfonds unterstützt das Projekt mit fast einer halben Million Franken, weil «diese neue Art der genetischen Veränderung viele Probleme eliminiert». Und der Bundesrat bestärkte in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage im Herbst 2007 seine Absicht, die Cisgenetik zu unterstützen, um der dringlichen Feuerbrandkrise im Schweizer Obstbau Herr zu werden.</p>
<p>Dass im Obstbau neue Wege gesucht werden müssen, ist klar. Apfelschorf ist die schlimmste Pilzkrankheit in hiesigen Obstgärten und würde unbehandelt zu hohen Ertragsausfällen führen. Der Einsatz von potenten Pflanzenschutzmitteln – im Falle von Schorf sind dies Fungizide – ist unabdingbar. Seit einigen Jahren bedroht zudem jede Saison eine Feuerbrand-Epidemie die Anlagen – eine Bakterienkrankheit, gegen die bisher vor allem das ökologisch und gesundheitlich höchst bedenkliche Antibiotikum Streptomycin eingesetzt wird. Deshalb besteht ein grosser Bedarf für resistente Apfelsorten, die entweder durch klassische Züchtung oder mit Hilfe gentechnologischer Methoden entwickelt werden können.</p>
<p>«Wir haben uns früh entschieden, dass wir keine transgenen Pflanzen herstellen wollen», sagt Cesare Gessler. Bei transgenen Organismen stammen die zugefügten Gene von artfremden Organismen wie Bakterien, Viren oder auch von Pflanzen, die sich natürlicherweise nicht kreuzen lassen. In seinem Projekt dagegen hat Gessler in Apfelpflanzen der Sorte Gala ein Schorfresistenzgen aus einer alten Wildapfel-Sorte eingebaut. «Unsere Pflanzen sind zwar auch gentechnisch verbessert, doch sie enthalten nur Apfelgene. Selbst für die technisch anspruchsvolle Auswahl der Pflanzen haben wir eine Lösung gefunden.» Für diesen methodischen Schritt waren bisher noch spezielle Selektions-Gene von Pflanzenviren nötig. Doch Gessler hat auch diese durch Apfelgene ersetzen können.</p>
<p><strong>Ein «Enfant terrible»</strong><br />Der 59-jährige Cesare Gessler ist das, was man das Enfant terrible der Gentechnik-Forschung nennen könnte. Er hat sich stets für das Moratorium ausgesprochen, weil seiner Meinung nach die kommerzielle Anwendung von Gentech-Pflanzen noch nicht reif war. Doch auch der gebürtige Tessiner, der seit fast dreissig Jahren in Zürich arbeitet, benutzt die Gentechnologie, wenn es nötig ist. «Es ist falsch, wenn man die Technologie blindwütig in Bausch und Bogen verdammt. Wir müssen die Produkte beurteilen», sagt Gessler.</p>
<p>Der ETH-Pflanzenwissenschafter Christof Sautter, der selber einen gentechnisch veränderten Weizen entwickelt hat, begrüsst Gesslers Projekt, «wenn es hilft, die Akzeptanz der Gentechnologie zu verbessern». Doch Sautter gibt zu Bedenken, dass auch bei der cisgenen Methode der Ort im Apfel-Erbgut, wo das zugefügte Resistenzgen integriert wird, zufällig ist. «Für mich ist die Frage deshalb nicht, ob man mit cisgenen oder transgenen Organismen arbeitet, sondern ob man zur Bekämpfung von Feuerbrand überhaupt gentechnologische Methoden in Betracht zieht.»</p>
<p><strong>Viele Probleme fallen weg</strong><br />Bauern und Bevölkerung lehnen transgene Pflanzen allerdings rundweg ab, weil damit zumindest theoretisch gewisse Risiken verbunden sind. So könnten Fremdgene in einer Pflanze Stoffe produzieren, die beim Menschen Allergien auslösen. Eine weitere Befürchtung ist ökologischer Art, nämlich dass durch die Auskreuzung ein Superunkraut entsteht, das alle anderen Pflanzen verdrängt. Viele dieser Probleme fallen jedoch weg, wenn arteigene Gene verwendet werden. Risiko Gesundheit: Es braucht keine Sicherheitstests für die Konsumenten, da die Gene ja von einem Apfelbaum stammen, dessen Früchte schon unzählige Male verspeist worden sind. Risiko Auskreuzung: Die Gefahr einer schädlichen Auskreuzung auf andere Apfelbäume oder Wildarten ist gebannt, da die Resistenz-Gene ja schon jahrhundertelang verbreitet worden sind.</p>
<p>Bald möchte Cesare Gessler auch den Feuerbrand angehen. «Beim Feuerbrand sind wir allerdings noch nicht so weit wie beim Apfelschorf», gibt Gessler unumwunden zu. «Es gibt zwar auch alte Apfelsorten, die resistent gegen Feuerbrand sind. Doch im Gegensatz zum Apfelschorf kann diese Widerstandskraft nicht eindeutig einem Gen zugeordnet werden.»</p>
<p>Cesare Gesslers Forschungen könnten die Schweizer Landwirtschaft einen grossen Schritt voranbringen, insbesondere den Biolandbau. Gerade im Obstbau bedeutet «Bio» alles andere als giftfrei. Während zum Beispiel Bauern, die nach den Richtlinien der Integrierten Produktion (IP) arbeiten, ihre chemischen Fungizide gegen Schorf 8- bis 10-mal pro Saison – je nach Sorte und Wetterverlauf – in ihre Apfelanlagen sprühen, bringt auch ein Biobauer bis 18-mal pro Saison Kupferlösungen in seine Obstanlagen. Kupfer ist ein wirksames anorganisches Fungizid, das im Biolandbau immer noch erlaubt ist – selbst wenn dieses Mittel in der Hilfsstoffliste von Bio Suisse als gesundheitsgefährdend und umweltschädlich dargestellt wird. Doch ohne dieses Allzweckmittel könnte man den Schädlingen in den Obstgärten gar nicht Herr werden. «Mit unserer schorfresistenten Apfelsorte könnten rund 8 Spritzgänge pro Saison eingespart werden», sagt Cesare Gessler. «Das ist eine sehr hohe Erfolgsquote.»</p>
<p>Die Vertreter des Biolandbaus in der Schweiz sprechen sich allerdings noch konsequent gegen diese Möglichkeiten aus. Der Verband Bio Suisse etwa, der das Knospe-Label vergibt, setzt weiterhin auf herkömmliche Züchtungsforschung. «Der Einsatz von Gentechnologie entspricht nicht unserer Philosophie», erklärt Bio-Suisse-Mediensprecherin Jacqueline Forster auf die Frage, ob der Anbau von cisgenen Apfelsorten denkbar sei. Auch die Bewilligungspraxis für Freisetzungen wird gemäss Bundesamt für Umwelt (Bafu) vorderhand nicht geändert. Laut Bafu-Mediensprecher Adrian Aeschlimann macht es «für eine Regulierung keinen Unterschied, ob es sich um cisgene oder transgene Organismen handelt. Ausschlaggebendes Kriterium ist die Transformation, d. h. die Übertragung von DNA mittels gentechnischer Methoden.»</p>
<p><strong>Bioszene ist interessiert</strong><br />In Australien dagegen müssen cisgene Pflanzen weder zugelassen noch gekennzeichnet werden. Vor kurzem forderte auch der deutsche Genetiker Bernd Müller-Röber vom Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam-Golm die EU auf, die Gleichstellung von transgenen und cisgenen Pflanzen zu überdenken.</p>
<p>In Deutschland werden Gesslers Forschungen aber auch in der Bioszene mit Interesse wahrgenommen. Die Fördergemeinschaft ökologischer Obstbau (Föko) zog bereits vor zwei Jahren das Fazit, dass «eine generelle Ablehnung von Gentechnik für die bisherigen Dinosaurierprodukte der Gentechnikmultis noch ausreichend und richtig war». Für die nächste Generation biotechnologischer Produkte, welche sich innerhalb der Artgrenzen bewege und womöglich mit ökologisch sinnvollen Eigenschaften wie Schorfresistenz aufwarte, sei eine fachlich stichhaltige Diskussion und Bewertung der Produkte gefragt.</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/nur_apfelgene_in_den_apfel_1.759479.html">NZZ</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schlimmer Verdacht...]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/14/schlimmer-verdacht/</link>
<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 07:36:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/06/14/schlimmer-verdacht/</guid>
<description><![CDATA[NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis verdächtigen Landrat Löhner, er sei &quot;im Herzen&quot; schon]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis verdächtigen Landrat Löhner, er sei &#34;im Herzen&#34; schon einer der ihren...</p>
<p>Das CSU-Parteibuch behalte Löhner vermutlich nur noch, damit seine Karriere nicht gefährdet ist, heißt es in der gewagten Spekulation weiter (die vorsichtshalber in der Pressemitteilung in Frageform gesetzt wurde).</p>
<p>Der Hintergrund für die &#34;ungeheuerlichen&#34; Verdächtigungen ist aber eher ernst: Löhner solle &#34;seinen Lippenbekenntnissen Taten folgen lassen&#34;, heißt es von seiner Grünen-Gegenkandidaten für den Bezirkstag, Kreissprecherin Gabriele Bayer. Der Landkreis Neumarkt müsse landesweit als gentechnikfreie Zone bekannt werden. </p>
<p>Die Grünen spielen darauf an, daß der Neumarkter Landrat erstes Ehrenmitglied des Vereins Zivilcourage Neumarkt ist (wir berichteten), das einen engagierten Kampf gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft führt. Löhner solle auch auf &#34;seine CSU-Kollegen Seehofer (Landwirtschaftsminister und Verbraucherschutzminister), Karl (MdB), Spitzner (MdL) und Deß (EU-Parlament)&#34; einwirken, damit sie ihre Politik ändern, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen.</p>
<p>Die Bürger seien in Sachen Gentechnik in der Landwirtschaft und Gentechnik in der Nahrung &#34;lange genug verwirrt, belogen und für dumm verkauft&#34; worden, erklärte Dr. Roland Schlusche, grüner Kreisrat und Direktkandidat für den Landtag.</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.neumarktonline.de/art.php?newsid=53615">Neumarkt online</a></p>
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<title><![CDATA[Kampf um das goldene Reiskorn]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/12/kampf-um-das-goldene-reiskorn/</link>
<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 06:56:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Vor neun Jahren entwickelte der Biologe Ingo Potrykus eine genveränderte Reissorte, die Millionen M]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor neun Jahren entwickelte der Biologe Ingo Potrykus eine genveränderte Reissorte, die Millionen Menschen vor Mangelernährung und Blindheit bewahren könnte - wenn sie denn je zugelassen wird</strong></p>
<p>Ein Dreivierteljahrhundert alt wird der Mann im Dezember, sein Lebenswunsch hält ihn jung: &#34;Ich hoffe, dass ich noch am Leben bin, wenn der 'Golden Rice' endlich auf dem Tisch steht.&#34; Bereitet ist der ganz besondere Reis, schon seit knapp zehn Jahren. Eigentlich auch angerichtet, aber den Menschen vorgesetzt werden darf er nicht, wohl noch lange nicht. Obwohl große Not herrscht an den Tischen der Welt. Die Kunde von Welthunger und Teuerung, die seit Monaten die Nachrichten aus den armen Ländern bestimmen, haben uns aufgerüttelt. Aber wohl noch nicht in ausreichendem Maße, denn eigentlich hätte der Goldene Reis längst auf dem Tisch dampfen können. Viele Jahre sind unnötig verstrichen, durch bürokratische Auflagen.<br />Ingo Potrykus hat etwas entwickelt, was eigentlich nobelpreiswürdig anmutet: eine Reissorte, die viele Menschen vor dem Tod durch Mangelernährung bewahren könnte, unzählige weitere vor frühzeitiger Erblindung. Täglich sterben im Durchschnitt rund 6000 Menschen aus Mangel an Vitamin A, zwei Millionen jedes Jahr. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt die Nahrung von gut 120 Millionen Kindern nicht genug Vitamin A her. Die meisten davon leben in Ländern, in denen Reis das Grundnahrungsmittel ist und in denen Millionen nichts anderes zur Verfügung steht als eben Reis - frei von jeglichem Vitamin A. Hier setzt Potrykus an.<br />Dem Goldenen Reis, den er in neunjähriger Arbeit entwickelte, ist etwas eigen, was keine andere Reissorte aufweist. Er enthält Betacarotin, ein Provitamin, das der menschliche Körper in Vitamin A umwandeln kann - Hilfe für womöglich Hunderte Millionen Menschen. Das war das Ergebnis der Arbeit von Potrykus, Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich, und seinem Kollegen Peter Beyer von der Universität Freiburg im Breisgau. 1999 waren sie fertig damit, ziemlich pünktlich zur Emeritierung von Potrykus. Doch da erst begannen die wirklichen Probleme für Potrykus und sein Produkt, denen er sich seit nunmehr neun Jahren als Pensionär stellt. Noch immer nicht ist der Reis zum Anbau zugelassen.<br />&#34;Resigniert, mache ich etwa einen resignierten Eindruck?&#34;, fragt der Emeritus. Man könnte diesen Eindruck schon gewinnen, wie er leise, fast zurückhaltend über sich und seine Arbeit berichtet, eher wie ein Tüftler, ganz anders jedenfalls als die in der Regel im Medienrummel gestählten Kollegen, wenn sie erst Großes entdeckt haben, die Global Player des Wissenschaftsbetriebs. &#34;Ich bin empört&#34;, sagt er ruhig, &#34;wenn ich resigniert wäre, hätte ich aufgegeben. Ich kämpfe.&#34;<br />Gegner hat er genug ausgemacht um sich herum: Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus dem Umweltbereich, Regierungen und politische Parteien, die evangelische Kirche, Handelsorganisationen, einen Teil der Medien und auch Bauernlobbyisten - allesamt aus den Ländern, in denen niemand an Mangel von Vitamin A leidet. In denen aber ein in sich geschlossener Kreislauf aus Angsterzeugung, Populismus und milliardenschweren wirtschaftlichen Interessen den Anbau von Pflanzen wie dem Goldenen Reis blockiert, bislang mit weltweit großem Erfolg.<br />Denn Potrykus' Reis hat einen Schönheitsfehler: Er ist durch Gentechnik entwickelt worden. Das Gen, das dafür sorgt, dass dem Reis das Provitamin angedeiht, hat Potrykus aus anderen Pflanzen gewonnen, eben weil es in dieser so wichtigen Nahrungspflanze nirgendwo vorkommt und deshalb durch traditionelle Züchtung auch nicht zu gewinnen wäre.<br />Dass dies mehr sein könnte als ein Schönheitsfehler, dass gesundheitliche oder ökologische Risiken von der neuen Reissorte ausgehen würden, hat noch niemand Potrykus begründet vorwerfen können. Selbst Aktivisten wie Rudolf Buntzel, eigentlich doch Gentechnikgegner und Autor des Buches &#34;Risiko: Grüne Gentechnik&#34; bescheinigte erst vergangene Woche dem Emeritus bei einer Podiumsdiskussion, dass sein Reis eigentlich &#34;vielversprechend&#34; sei. Doch da diese eine Getreideentwicklung von der globalen Gemeinde der Gentechnikgegner als &#34;trojanisches Pferd&#34; angesehen wird, das in den Nahrungsmittelmarkt eindringen solle, um die Akzeptanz dieser Technologie zu fördern, gilt er ihr als besonders gefährlich - Welthunger hin, Vitaminmangel her.<br />Potrykus muss kämpfen, gegen immer neue Auflagen für die Zulassung, eine lange Liste mit Pflichtübungen legt er vor, denen sein Produkt unterworfen ist: &#34;Entfernen des Selektionsmarker-Gens: zwei Jahre; molekulare Optimierung der Integration der Gene: zwei Jahre&#34; - und viele Punkte mehr, die für keine traditionelle Pflanzenzüchtung gefordert sind und deren Sinn Potrykus nicht einzusehen vermag, die er als reine Schikane ansieht. Die Lobby der Kritiker hat in seinen Augen solche Verzögerungen in den Schlüsselstaaten wie der EU und den USA durchgesetzt, die Regierungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern aber befürchten, ihre Märkte in Europa und Amerika zu verlieren, wenn ihre Landwirtschaft mit der Gentechnik in Verbindung gebracht wird.<br />So ergab sich eine Konstellation, in der die UN für alle Länder gleichermaßen die schärfsten nur denkbaren Regularien für gentechnisch veränderte Organismen (GV) aufstellten. Obwohl die Regierungen von Indien, Indonesien, Bangladesch, den Philippinen, Vietnam und China nach Ansicht von Potrykus so schnell wie möglich den Anbau des Goldenen Reises vorantreiben wollen - wenn denn die gestrengen Spielregeln erfüllt sind. Handelsrestriktionen will niemand riskieren. In den sechs Ländern laufen derzeit Programme mit verschiedensten Reissorten, insgesamt rund 50, denen das &#34;Vitamin-Gen&#34; eingepflanzt wurde.<br />Chinas Regierung konnte dem Ansinnen von Potrykus zwar lange Zeit nichts abgewinnen, weil sie den - durchaus verbreiteten - Vitaminmangel im Land schlicht abstritt. Inzwischen aber sieht der Forscher die Chinesen als Vorreiter unter seinen Partnern. Peking halte sich lediglich vor den Olympischen Spielen zurück, sagt er, um nach der Tibet-Debatte nicht erneut in internationale Kritik zu geraten. Nächstes Jahr gehe es in China seiner Erwartung nach zügig voran.<br />Manches lief anders als geplant im Leben des Ingo Potrykus, dem geborenen Schlesier, der in der Nachkriegszeit selbst lernte, was Hunger ist. Er fand erst spät zur Wissenschaft, &#34;ich war Feld-, Wald- und Wiesenbiologe, einfacher Biologielehrer&#34;. Erst mit 50 bekam er die Professur an der ETH. Und nun wird der Emeritus noch lange warten müssen, bis er sich seinen Traum erfüllen kann, den er fürs Alter eigentlich gehegt hatte: mit seiner Frau im Campingmobil durchs Land fahren, um Vögel zu beobachten. Er, der aus dem Naturschutz kommt (&#34;Ich betreue mehr als 100 Nistkästen&#34;), ist besonders empört über Organisationen wie Greenpeace, die sich dieses Ziel ebenfalls auf die Fahnen geschrieben haben, in Wahrheit aber anderes verfolgen: Kampagnengeld zu sammeln mit populistischen Aktionen gegen die Gentechnik.<br />Dabei trifft er sich gleich an mehreren Stellen mit den Argumenten seiner Kritiker. Zum Beispiel in der Klage darüber, dass die Gentechnik in den Händen einiger weniger Großkonzerne liege. Allerdings sieht er dies nicht in der Technologie selbst begründet, sondern in den hinderlichen bürokratischen Regularien, denen GV-Produkte unterworfen sind. Die horrenden Kosten, die damit verbunden seien, könnten eben nur Großunternehmen stemmen. Und deshalb habe die starke Umweltlobby, die hier stets für weitere Verschärfung sorgte, das Geschäft der Großkonzerne betrieben. Potrykus geht sogar noch weiter: Seiner Ansicht nach habe der Saatgut-Multi Monsanto in den 80er-Jahren durch geschickte Lobbyarbeit selbst die Einführung scharfer und vor allem kostenträchtiger Gesetze bei der Gentechnik betrieben, und anschließend alle kleinen Firmen, die dem nicht gewachsen waren, reihenweise übernommen. Monsanto und Greenpeace - gleichermaßen Profiteure der Kampagnen.<br />Zur Not kreuzt Potrykus selbst auch mal die Klingen mit &#34;Big Money&#34; in der Branche: Als er den Goldenen Reis an der ETH entwickelt hatte und sich schon freute, dass er die Technik irgendwann an die armen Bauern der Dritten Welt verschenken könnte, stellte er plötzlich fest, dass er insgesamt 72 Verfahren angewendet hatte, auf die Patente lagen. Eine Blauäugigkeit, über die er heute nur noch lachen kann. &#34;Damals hätte ich mich fast den radikalen Patentgegnern angeschlossen&#34;, sagt er, &#34;das waren die unangenehmsten Monate meines Lebens.&#34; Heute weiß er, dass er den Goldenen Reis gar nicht hätte produzieren können ohne die Patente - ohne Patente keine Verfahren.<br />Die Rockefeller-Stiftung half mit den besten Anwälten des Fachs aus, einige Patente erwiesen sich für die asiatischen Länder als obsolet, manche Unternehmen verzichteten für den guten Zweck, und so klärte sich fast alles. Bis auf eine Firma, die ihre Lizenzen nicht hergeben wollte und stattdessen von Potrykus die Rechte auf den Golden Rice einklagte. Doch da, dieses eine Mal, drohte auch Potrykus mit einer Öffentlichkeitskampagne, eigentlich ja die Paradedisziplin seiner Gegner. In dem Fall hätte es geheißen: Großkonzern blockiert Hilfe gegen den Welthunger. &#34;Formal waren die im Recht&#34;, sagt Potrykus, aber eine solche Rufschädigung sei ihnen dann wohl doch zu riskant gewesen. Den Namen des Konzerns will er nicht nennen. Der Goldene Reis wäre jetzt jedenfalls frei, frei von Patentlasten, frei zum Verschenken an die Kleinbauern. Wenn denn die bürokratischen Auflagen dereinst überwunden sind. Inzwischen rechnet er damit, dass sein Reis 2012 die Zulassung erhält. Dann könnte es etwas werden mit dem Campermobil und den Vögeln. Und alle Träume wären wahr.</p>
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<title><![CDATA[Knappe Nahrungsmittel, Chancen und Gefahren für die Zukunft]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/07/knappe-nahrungsmittel-chancen-und-gefahren-fur-die-zukunft/</link>
<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 11:17:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Seminar im Zeitraum der Horsch Praxistage
Über 1500 Gäste sind zwischen Mitte Mai und Mitte Juni z]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seminar im Zeitraum der Horsch Praxistage</strong></p>
<p>Über 1500 Gäste sind zwischen Mitte Mai und Mitte Juni zu Gast in der Horsch Zentrale Gut Sitzenhof in Schwandorf bei den Praxistagen. Nach dem großen Erfolg vom letzten Jahr hatte man sich im Horsch Marketing entschieden erneut interessierte Landwirte und Händler aus ganz Europa zu den Praxistagen einzuladen. Sie konnten sich über aktuelle Produkte, Anbautechniken und Trends informieren und sich untereinander austauschen. „Wir waren bereits im letzten Jahr, als wir die Veranstaltung das erste mal angeboten haben, sehr zufrieden. Eine Resonanz wie in diesem Jahr mit fast doppelt so vielen Gästen freut uns natürlich um so mehr“, so Marketingleiterin Cornelia Horsch.</p>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.agronaplo.hu/files/image/HIREK/Horsch1.jpg" />Mitten im Zeitraum der Praxistage hat in diesem Jahr das Horsch Seminar stattgefunden, bei dem jährlich brisante und aktuelle Themen angesprochen werden, um über den Tellerrand der Landtechnik hinauszublicken. Diesmal ging es um „Knappe Nahrungsmittel – Chancen und Gefahren für die Zukunft“. Rund 350 Gäste fanden sich dazu am 31. Mai in der Ostbayernhalle nahe Gut Sitzenhof ein. Wie auch in den letzten Jahren standen hochkarätige Experten auf dem Podium: Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker (Präsident der der Bren School of Environmental Science and Management, University of California, Santa Barbara), Dr. Tilo Bode (Gründer und Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation foodwatch), Carl-Christian von Plate (DLG Vorstandsmitglied und Landwirt mit 700 ha Ackerfläche) und Michael Horsch (Firmengründer und international tätiger Geschäftsführer der HORSCH Maschinen GmbH).<br />&#34;Der Landwirt ist heute mehr Spekulant, als er immer schon war. Hat man früher zwischen 10 und 11 Euro die Tonne Weizen gehandelt, ist man heute bei 15 bis 30. Diese großen Preissprünge sind entscheidend für den Betriebserfolg und damit gefährlich&#34;, sagt Michael Horsch. Der Grund für die enormen Preise: Die Zeiten von Nahrungsmittelüberschüssen und vollen Lagerhäusern sind vorbei. Von Überschussproduktion in der Landwirtschaft ist keine Rede mehr. Statt zu viel, produzieren die Landwirte weltweit nun eher zu wenig. Flächenstilllegungen? Das war einmal. Der Anbau von Energiepflanzen konkurriert mit der Erzeugung von Lebensmitteln um die dafür benötigten Flächen. Zusätzlich wird in Schwellenländern mit hohem Wirtschaftswachstum wesentlich mehr Fleisch konsumiert. Um 1 kg Rindfleisch zu produzieren, werden 7 kg Getreide benötigt. Plötzlich ist der &#34;Hunger&#34; in aller Munde. Und besser wird die Lage, was den weltweiten Getreidevorrat angeht sicher nicht, denn selbst bei einer Rekordernte, die auch dieses Jahr nicht zu erwarten ist, werden sich die Lagerbestände nicht signifikant erhöhen.</p>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.agronaplo.hu/files/image/HIREK/Horsch2.jpg" />Der früher als „Umweltgewissen Deutschlands“ bezeichnete Prof. Ernst Ulrich von Weizsäcker hat die Situation der letzten Jahre analysiert und mit dem jahrelang auch von den Vereinten Nationen gepredigten Diktum aufgeräumt, Fortschritt sei die Überwindung der Subsistenzlandwirtschaft (sich selbst erhaltende Landwirtschaft). Das Gegenteil sei vielmehr richtig. &#34;Da ist einiges einfach falsch gelaufen, etwas als Entwicklung bezeichnet worden, das eigentlich keine ist.&#34;<br />Von Weizsäcker sah &#34;große Bedrohungen auch auf der Klimaseite&#34; für die Landwirtschaft und Nahrungsmittelversorgung. Allein um die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre wenigstens zu stabilisieren, müssten die Emissionen des Klimakillers CO² um mindestens 50 Prozent gesenkt werden. ,,Wenn wir aber so weiter wurschteln wie bisher, kriegen wir eine Verdoppelung.&#34; Im Biosprit sieht er dafür freilich keine Lösung. Denn: Alleine für eine Tankfüllung von 100 Litern wird so viel Getreide oder Mais benötigt, wie ein Mensch das ganze Jahr über braucht, um sich zu ernähren. Generell wirkt Biosprit erst in der zweiten Generation (Bioethanol aus Holz und Schilf) positiv auf den Klimawandel aus. Doch von Weizsäcker möchte sich nicht vorstellen, was passiert, wenn einmal die genetisch veränderten Mikroben, die diesen Biosprit industriell in 100-fachem Tempo erzeugen und damit das Holz zersetzen sollen, aus Versehen in unsere Wälder und Felder gelangen. Nicht ganz so negativ sah er dagegen die Entwicklung der Rohstoffpreise. Bis auf Öl, Erdgas und wenige seltene Metalle werden sich die Preise wohl eher stabilisieren und selbst Öl wird auf Dauer im Preis eher konstant bleiben, da vor allem in Kanada bisher ungenutzte riesige Mengen Öl aus Teersand gewonnen werden können. Und dieses Öl zu fördern rechnet sich bereits ab einem Preis von 100 Dollar pro Barrel, der schon lange überschritten wurde.</p>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.agronaplo.hu/files/image/HIREK/Horsch3.jpg" />Mit Dr. Thilo Bode stand ein Redner auf dem Podium, der sich nicht scheute, unbequeme Aussagen zu treffen. Nicht umsonst hatte Michael Horsch vorab gemutmaßt, dass das &#34;heute sehr spannend werden könnte&#34;. Wurde es tatsächlich. Spätestens als Bode den Gästen unverblümt erklärte, dass der Hunger zum Beispiel in Afrika viel mit den Subventionen zu tun hat, die Landwirte von der EU bekommen, &#34;ging ein Raunen durch den Saal&#34;, wie Moderator Tim Schlüter es formulierte. &#34;Die EU trägt zum Hunger bei&#34;, so Bode. Hoch subventionierte Lebensmittel aus Europa machten es Bauern in der Dritten Welt unmöglich, ihre eigenen Produkte abzusetzen, sie könnten preislich einfach nicht mithalten. &#34;Mit dieser Förderpolitik haben wir Existenzen in der Dritten Welt vernichtet&#34;, sagte Bode und sprach, die UNO zitierend, von einem &#34;perversen System&#34;. Er wäre daher dafür zunächst alle Subventionen zu streichen, um dann nur noch dort zu subventionieren, wo es ohne nicht geht und gezielt Maßnahmen zur Erhaltung der Kulturlandschaft in Form von Landschaftspflege zu ergreifen. Die grüne Gentechnik ist für Bode übrigens nicht zur Bekämpfung des Hungers geeignet.<br />Sie reduziert zwar den Aufwand bei der Schädlingsbekämpfung und beim Düngen, hilft aber nicht den Nahrungsvorrat aufzustocken, denn der Ertrag bleibt nahezu gleich und das Saatgut ist teuer. Die Heilsversprechungen des Konzerns Monsanto den Hunger zu bekämpfen, nannte er dementsprechend auch eine Frechheit. Denn Monsanto will so verhindern, dass Landwirte selber Sorten züchten. Der Konzern wolle lediglich ein Monopol schaffen, damit noch mehr Geld verdienen und die Landwirte von sich abhängig machen.<br />Für Carl-Christian von Plate ist die stark gestiegene Produktion von Agrosprit ein Grund für die knapper und damit teurer gewordenen Nahrungsmittel. Andere Gründe sind seiner Überzeugung nach jedoch auch die Häufung von Ernteausfällen durch &#34;Wetterkapriolen&#34; und die verstärkte Nachfrage aus Schwellenländern wie China und Indien, die er als wahre Rohstoffstaubsauger bezeichnete. Außerdem sei beispielsweise in den letzten zehn Jahren sowieso weniger Getreide produziert worden, als tatsächlich verbraucht wurde. &#34;Die Welt hat von ihren Vorräten gelebt.&#34; Den Herausforderungen kann jeder einzelne Landwirt nur gerecht werden, wenn er noch effizienter arbeitet, als er das eh schon macht. Das größte Potenzial liegt für den Landwirt übrigens nicht in Gentechnik, Dünger oder Pflanzenschutz allein, sondern auch in der richtigen Technik, was Horsch mit immer wieder neuen Innovationen auch schon seit Jahren beweist, so von Plate. Die Probleme in der Welt löst der Einzelne damit natürlich weiterhin nicht, aber es ist seine Pflicht, sich der gestiegenen Herausforderung und Verantwortung bewusst zu sein. „Risikoreiche Zeiten erwarten die Landwirte, leichter wird es nicht und mit ziemlicher Sicherheit werden sie immer mehr harte Wettbewerber untereinander“, so von Plate. Generell befürchtet er jedoch, dass das Thema Nahrungsmittelknappheit auch ganz schnell wieder von der Bildfläche verschwinden könnte, weil dann „die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird“.</p>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.agronaplo.hu/files/image/HIREK/Horsch4.jpg" />Bei der abschließenden Podiumsdiskussion, die von ARD und NDR Moderator Tim Schlüter geleitet wurde, nahmen sich alle Referenten Zeit um komplexe Sachverhalte noch einmal zu erklären und vor allem um Fragen der anwesenden Gäste zu beantworten. Das auch dieses Seminar wieder einen bleibenden Eindruck bei allen Anwesenden hinterlassen hat belegt folgendes Statement: „Sehr geehrter Herr Horsch, jetzt haben Sie es wieder geschafft, dass ich gedanklich nicht abschalten kann! Das ging mir vergangenes Jahr schon so bei Ihrem Seminar mit Fischler, oder vorher bei Radermacher. Dieses Jahr haben Sie mit Ihrer Veranstaltung - den Vorträgen der ausgezeichneten Referenten - meine Gedankenströme noch intensiver angeregt. Das ist kein Befinden von Zufriedenheit, nein das ist Begeisterung. Sie wissen nicht nur, wie man Nachhaltigkeit schreibt, sondern auch wie man sie erzeugt! Kompliment und herzlichen Dank.“ (W. Schönleben)</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.agronaplo.hu/hirek/606">Agro Napló (Ungarn)</a></p>
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<title><![CDATA[[Newsletter-Feldbefreiung] Das gentechnikfreie Wochenende]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/06/newsletter-feldbefreiung-das-gentechnikfreie-wochenende/</link>
<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 08:33:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mit jedem Tag kommt das gentechnikfreie Wochenende näher.Die Gentechnikindustrie bietet sich wieder]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Mit jedem Tag kommt das gentechnikfreie Wochenende näher.<br />Die Gentechnikindustrie bietet sich wieder verstärkt als<br />Heilsbringer gegen den Welthunger an. Wir halten dagegen:<br />Die Gentechnik nützt den Konzernen - den Hungernden nicht,<br />im Gegenteil.<br />Die vielfältigen Protest und das gentechnikfreie Wochenende bei<br />Kitzingen kommen zum richtigen Zeitpunkt!<br />Die letzte Feldbesetzungsgruppe bereitet jetzt im Wendland auch eine<br />vorher angekündigte Feldbefreiung vor.</p>
<p>Es gibt einiges Neues zu berichten:</p>
<p>1. Trecker-Trek<br />2. Mehr zum Gentechnikfreien Wochenende: Anreise, Tipps, Programm<br />3. Prozess-Ergebnis in München<br />4. Bei Strafbefehl nach der Aktion 2007: Rechtshilfe kontaktieren<br />5. Flyer verteilen...<br />6. Nachrichten aus anderen Gruppen: Wendland,<br /> Feldbesetzer-Vortragsangebot, Fragen und Antworten<br />7. Spenden</p>
<p>**************************<br />1. Trecker-Trek<br />***************************<br />Inzwischen steht der genaue Terminplan der Traktoren-Demonstration<br />vom 25.-28. Juni, von Frankreich nach Franken im Internet:<br />www.gendreck-weg.de<br />Die Trek-Orgagruppe sucht noch Menschen, die mindestens einen Tag<br />lang mitfahren wollen. Am liebsten mit einem eigenen Traktor,<br />aber natürlich auch ohne.<br />Fritz_Jochen@web.de (kein Leerzeichen, sondern &#34;_&#34; zwischen den Namen!),<br />www.trek-for-nature.de</p>
<p>*******************************************<br />2. Das gentechnikfreie Wochenende<br />********************************************<br />Das gentechnikfreie Camp wird am 26. Juni bei Kitzingen im Raum<br />Würzburg aufgebaut. Herzlich willkommen sind Helferinnen<br />und Helfer schon ab Mittwoch abend, den 25. Juni.<br />Offizielles Ende des Zeltlagers ist am Sonntag, den 29. Juni. Wir<br />freuen uns natürlich auch sehr über Abbau-HelferInnen.<br />In den letzten Jahren haben viele Menschen spontan um eine Nacht<br />verlängert, weil die Aktion erst am frühen Abend ausklang.</p>
<p>* Anreise<br />Zunächst einmal bis zum Bahnhof Kitzingen. Dort gibt es einen<br />Info- und Begrüßungspunkt sowie einen Gepäck-Shuttle. Wer<br />kann, sollte gerne ein Fahrrad mitbringen!<br />Ab Kitzingen fahren einige Busse bis in die Nähe des Camps:<br />Vom Bahnhof Kitzingen fährt die Linie 8101 nach Repperndorf.<br />Haltestelle zum Aussteigen (ab dort noch knapp 1,5 Kilometer):<br />&#34;Alte Reichsstraße 106&#34;<br />Abfahrtszeiten ab Kitzingen:<br />Mi, Do, Fr: 8.10 Uhr, 11.35 Uhr, 13.18, 14.48, 16.25,<br />17.05, 18.10, 19.10, 20.15 Uhr und der letzte um 23.20 Uhr.<br />Samstag: 7.45, 11.35, 13.27, 19.15 sowie 23.30 Uhr</p>
<p>* Gute Gründe, früh zu kommen<br />Auf dem vollen Programm stehen inhaltiche und vernetzende<br />Workshops, Aktionsvorbereitung, Rechtshilfeinformationen,<br />ein öffentliches gentechnikfreies Abendessen, ein Plantschbecken,<br />eine Podiumsdiskussion und einiges mehr.<br />Gerade zur guten Vorbereitung eigener Aktionsbeiträge, zur<br />Findung einer Bezugs- bzw. Aktionsgruppe und zur Teilnahme an<br />Aktionstrainings empfiehlt es sich, das gesamte lange Wochenende<br />da zu sein.</p>
<p>* Mitbringen?<br />Da wir zelten, sind Schlafsack und Isomatte unverzichtbar.<br />Möglichst ein eigenes Zelt mitbringen. Es gibt eine<br />ökologische, gentechnikfreie Küche, die für alle Besteck und<br />Geschirr bereit hält. Ansonsten: Wie für jeden Camping-Urlaub<br />wetterfest ausrüsten.<br />Super für die Stimmung auf dem Camp und für die Medienwirkung<br />ist es, wenn Ihr gute Laune mitbringt und - bei wem es sich<br />anbietet - in Berufsbekleidung kommt.</p>
<p>****************************************<br />3. Prozess-Ergebnis in München<br />*****************************************<br />Mal wieder ein Prozess. Am 3. Juni hatte das Münchener Landgericht<br />über eine Berufung der Staatsanwaltschaft zu<br />entscheiden: Der sehr schlecht vorbereitete Richter verurteilte<br />alle drei Angeklagten wegen Aufrufes zu Straftaten. Zwei<br />von ihnen hatten im Frühjahr 2006 verantwortlich gezeichnet<br />für die Homepage von Gendreck-weg, der dritte hatte eine<br />Freiwillige Feldbefreiung in der Nähe von München zu Pfingsten<br />2006 angekündigt und aus organisatorischen Gründen nach<br />wenigen Tagen wieder abgesagt. Die FeldbefreierInnen wollen<br />Rechtsmittel einlegen. Lea Hinze sagte: &#34;Wir müssen gar nicht<br />zu Feldbefreiungen aufrufen, immer mehr Menschen wollen einfach<br />endlich etwas tun!&#34;<br />Unter www.gendreck-weg.de findet sich die Presseinformation<br />vom 4. Juni.</p>
<p>*************************************************************<br />4. Wenn Strafbefehl: Bitte bei der Rechtshilfe melden<br />*************************************************************<br />Man und frau weiß nie, wie schnell oder langsam die Mühlen der<br />Justiz mahlen. Vielleicht warten sie auch, bis der Genmais<br />endlich verboten worden ist? Beim Imker und Feldbefreier Michael<br />Grolm ist auf jeden Fall kürzlich ein Strafbefehl<br />eingegangen wegen seiner Feldbefreiung im Oderbruch 2007. Da mit<br />ihm 65 andere Aktive mindestens kurzfristig in Gewahrsam<br />genommen wurden, ist es gut möglich, dass noch einige Briefkästen<br />mehr solche Post bekommen.<br />Unsere Bitte: Schnell bei der Rechtshilfe melden, mit der Ihr<br />beraten könnt, was als nächstes geschieht. Wer den<br />Strafbefehl einfach akzeptiert, kann nicht mehr gewinnen (und<br />kommt seltenst günstiger weg).<br />rechtshilfe@gendreck-weg.de</p>
<p>*******************************************************************<br />5. Endspurt: Flyer verteilen, Poster aufhängen, DVD von 2007 zeigen<br />*******************************************************************<br />Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Die Flyer sind in der dritten<br />Auflage gedruckt. Wer jetzt noch schnell welche<br />bestellt, kann noch fast zwei Wochen lang die farbigen Infoblätter<br />verteilen oder auslegen! Vor allem im Großraum Kitzingen suchen wir<br />noch Menschen, die Lust haben, unsere schönen Plakate aufzuhängen.<br />Außerdem können wir gegen 5<br />Euro plus Porto die DVD mit dem 10-minütigen Film über die Aktion<br />2007 verschicken - eine kompakte und motivierende<br />Information, was Aktive beim gentechnikfreien Wochenende erwartet. <br />Wir freuen uns über Bestellungen an aktion@gendreck-weg.de</p>
<p>********************************************<br />6. Nachrichten aus anderen Gruppen<br />*******************************************<br />** Neues aus dem Wendland<br />Im Wendland dauert die letzte Feldbesetzung in diesem Frühjahr an.<br />Aktive können sich den BesetzerInnen in Laase im<br />Landkreis Lüchow-Dannenberg noch anschließen. <br />Obwohl nach dem Aussaatversuch des Landwirts sehr viel Genmais-Saatgut<br />von Hand weggesammelt werden konnte, sind doch<br />etliche Genmaispflanzen gekeimt und werden jeden Tag größer. Nun<br />soll auch im Wendland eine zuvor angekündigte<br />Feldbefreiung stattfinden. Am 15. Juni wird es ernst. Jetzt sammeln<br />die Gentechnikgegnerinnen und -gegner im Wendland bis<br />zum 8. Juni (das ist bald!) Absichtserklärungen für den Tag.<br />Mehr: http://gentechnik-im-wendland.blogspot.com/</p>
<p>** Vortragsangebot einiger unabhängiger FeldbesetzerInnen<br />&#34;Widerstandsfrühling gegen Gentechnik - Feldbefreiungen und<br />-besetzungen in Bildern&#34;<br />AktivistInnen, die an den Feldbesetzungen und -befreiungen im<br />Frühjahr 2008 teilgenommen haben, bieten Informationsabende<br />oder Workshops an. Sie werden eine CD mit Bildern und kurzen<br />Filmsequenzen von den sieben Besetzungen in Gießen,<br />Oberboihingen, Northeim, Forchheim, Laase/Wendland, Groß Gerau<br />und Bütow sowie den Aktionen in Falkenberg und Gatersleben<br />dabei haben. <br />Kontakt und ReferentInnenvermittlung über die Projektwerkstatt,<br />Tel. 06401/90328-3, Fax -5, saasen@projektwerkstatt.de.<br />Mehr Infos auf www.gentech-weg.de.vu </p>
<p>Die Vorstellung wird am Donnerstagabend (26. Juni) auf dem<br />Gendreck-weg-Wochenende live zu sehen sein. Dort können dann<br />auch direkt weitere Veranstaltungen abgesprochen werden.</p>
<p>** Was ist denn ... warum eigentlich ... das kann aber doch? <br /> FAQs zu Feldbefreiungen und -besetzungen<br />Ebenfalls aus der Projektwerkstatt gibt es eine Seite mit typischen<br />Argumente gegen und Fragen an FeldbesetzerInnen und<br />FeldbefreierInnen. Die ersten Texte stammen aus der Projektwerkstatt<br />und stimmen nicht unbedingt mit der Argumentation bei<br />Gendreck-weg überein, sind aber für manche Aktionen eine<br />interessante Argumentationshilfe. Der bereits vorhandenen<br />Liste können weitere Einträge hinzugefügt werden, das Ganze ist<br />als erweiterbares Wiki aufgebaut.<br />www.projektwerkstatt.de/gentech/index.php/FAQ</p>
<p>***********<br />7. Spenden<br />***********<br />Viele Menschen spenden Zeit, um das gentechnikfreie Wochenende<br />vorzubereiten. Andere spenden Geld, um die Kosten für Zelte und<br />Öffentlichkeitsarbeit, die Reisekosten zu den Vorbereitungstreffen,<br />das Aktionsmaterial zusammen zu bekommen. Sehr schön waren<br />in den vergangenen Jahren auch Lebensmittelspenden für das Camp,<br />gentechnikfreie Produkte, vor allem aus der Region...<br />Wir freuen uns über jede Spende!<br />Gendreck-weg, Konto-Nr.: 200 2447 200 bei der GLS Gemeinschaftsbank<br />BLZ: 430 609 67.</p>
</p>
<p>Newsletter per Email</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Ist Genmais die Zukunft?]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/04/ist-genmais-die-zukunft/</link>
<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 09:02:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Landkreis. Die meisten Betriebe in der Torgauer Region setzen nach wie vor auf den Anbau von konven]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://www.torgauerzeitung.com/IMG/News/062008/0406mais.jpg" /><em>Landkreis. Die meisten Betriebe in der Torgauer Region setzen nach wie vor auf den Anbau von konventionellem Mais. Doch bundesweit zeichnet sich ein Trend ab, dass mehr und mehr auch auf Gentechnik gesetzt wird.<br />Foto: Pixelio (Kurt)</em></p>
</blockquote>
<p>+++++ Pro +++++</p>
<p><strong>Die Landwirte entscheiden</strong></p>
<p>Von Susann Mende</p>
<p>Nach den bisherigen Eintragungen im Standortregister für Anbauflächen mit genveränderten Pflanzen beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BVL) werden 2008 in Sachsen an 61 Standorten mit insgesamt 1040 Hektar genveränderte Pflanzen angebaut. Dies entspricht etwa 1,4 Prozent der gesamten Maisanbaufläche in Sachsen. Es wird ausschließlich Bt-Mais (MON810) der Firma Monsanto angebaut.</p>
<p>Die Landwirte entscheiden selbständig über den Anbau von genveränderten Pflanzen. Ein Pächter muss den Verpächter nur dann fragen, wenn dies vertraglich so vereinbart ist. Nach dem deutschen Gentechnikgesetz (Paragraf 16a Abs. 3) muss spätestens drei Monaten vor dem geplanten Anbau eine Mitteilung der Anbaufläche an das BVL erfolgen. Außerdem müssen die Nachbarn und Bewirtschafter angrenzender Felder nach der neuen Pflanzenerzeugungs-Verordnung ab Oktober 2008 ebenfalls spätestens drei Monate vorher über den Anbau informiert werden.</p>
<p>Der Landwirt kann seinen Genmais im eigenen Betrieb verfüttern. Verlässt das Produkt den Betrieb, muss es deklariert werden. Durch die Landesanstalt für Landwirtschaft erfolgt eine Saatgutverkehrskontrolle und eine Fördermittelüberwachung. Bei Futtermitteln sind mehr als 0,9 Prozent an genetisch veränderten Bestandteilen deklarierungspflichtig. Die Gentechnik-Pflanzenerzeugungsverordnung (erlassen von der Bundesregierung am 7. April 2008) enthält Regelungen für den Anbau von genveränderten Mais (Pflanzen) sowie zum Umgang mit dem Saat- und Erntegut.</p>
<p>So wurden unter anderem Mindestabstände von 150 Metern beziehungsweise 300 Metern zwischen Feldern mit Genmais und solchen mit ökologischem Anbau festgelegt. Genehmigungen von Genmais und daraus hergestellter Lebens- und Futtermittel werden durch die EU-Kommission auf Basis einer fachlichen Empfehlung der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) erteilt. Die Genehmigungen für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen gelten EU-weit. Die Bundesländer werden im Genehmigungsverfahren nicht beteiligt. Sie sind aber zuständig für die Überwachung des ordnungsgemäßen Anbaus (in Sachsen das Landwirtschaftsministerium).</p>
<p>Susann Mende ist Stellvertretende Pressesprecherin im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft</p>
<p><strong>Gezielt gegen Schädlinge</strong></p>
<p>Von Dr. Andreas Thierfelder</p>
<p>Landwirte nutzen derzeit die Potenziale der &#34;Grünen Gentechnik&#34; in einigen Regionen in Deutschlands durch den Anbau von sogenannten YieldGard-Maissorten (technische Bezeichnung MON 810). Diese Maisvariante zeichnet sich im Gegensatz zu den herkömmlichen Sorten durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen von vielen Landwirten auch in Deutschland gefürchteten Schädling, den Maiszünsler, aus. Der Schädling kann leicht Ertragsausfälle von 40 Prozent und mehr anrichten und ist dann selbst mit chemischen Pflanzenschutzmitteln kaum mehr hinreichend zu kontrollieren.</p>
<p>Damit sind YieldGard-Maissorten die wirksamste und effektivste Bekämpfungsvariante gegen den Schädling, und versetzen Landwirte in die Lage, das Ertragspotenzial auf ihrem Standort wesentlich besser auszuschöpfen. Dabei wenden sie weniger Arbeitszeit auf und können auf einen Teil der eingesetzten Pflanzenschutzmittel verzichten. Der Wirkungsgrad der in der Maissorte steckenden Schädlingsbekämpfung liegt überdies bei 99,9 Prozent und wird von keinem anderen Verfahren der Zünslerkontrolle übertroffen.</p>
<p>Für die Sicherheit der YieldGard-Technologie spricht, dass sie gezielt gegen den Maiszünsler wirkt und Nützlinge sowie andere Tiere schont. Zudem ist der geerntete gentechnisch verbesserte Mais in Regionen mit Zünslerbefall gesünder als konventioneller Mais, da in der Regel mit weniger gesundheitsschädlichen Pilzgiften (Mykotoxinen) belastet. In allen wertbestimmenden Inhaltsstoffen unterscheidet sich der YieldGard-Mais selbstverständlich nicht von herkömmlichem Mais.</p>
<p>Der Schädlingsschutz resultiert von einem von der YieldGard-Maispflanze gebildeten &#34;Bt-Protein&#34;, das gezielt gegen die an der Maispflanze fressenden Larven des Maiszünslers wirkt. Die für die Bildung des Proteins verantwortliche Erbinformation in der Maispflanze stammt aus dem natürlich vorkommenden Bodenbakterium Bacillus thuringiensis. Dabei ist die Wirkung des Bt-Proteins seit langem erforscht. Nicht zuletzt werden aus dem Bacillus hergestellte Bt-Spritzmittel vor allem im ökologischen Landbau zur Bekämpfung des Zünslers eingesetzt, allerdings mit dem Nachteil eines wesentlich geringeren Wirkungsgrades als bei den gentechnisch optimierten Maissorten.</p>
<p>Der YieldGard-Mais ist nach strengen Sicherheitsprüfungen für den Anbau und die Verwertung zugelassen. Damit ist er von Behörden und wissenschaftlichen Experten als ebenso sicher wie konventioneller nicht-gentechnisch veränderter einschließlich ökologisch erzeugter Mais bewertet worden. Landwirte, die gentechnisch veränderte Nutzpflanzen wie den YieldGard-Mais anbauen, aber auch Pflanzenzüchter, die solches Saatgut herstellen sehen es als ihre gesellschaftliche Verpflichtung an, nach wie vor landwirtschaftliche Produktionsformen, die auf die Vorteile gentechnisch optimierter Sorten verzichten, nicht zu beeinträchtigen.</p>
<p>Eine Vielzahl von Studien sowie Erfahrungen aus dem Praxisanbau haben belegt, dass bei Einhaltung von Maßnahmen der guten fachlichen Praxis ein solches Nebeneinander bei Mais machbar ist. Bereits ein durch den Gesetzgeber vorgeschriebener Korridor zwischen Anbauflächen mit gentechnisch verändertem Mais und dem nächstgelegenen konventionellen Maisfeld von 150 Metern gilt unter Fachleuten als über alle Maßen ausreichend, um unerwünschte Vermischungen mit gentechnisch veränderten Maisbeständen zu vermeiden.</p>
<p>Der Gesetzgeber räumt im Rahmen der Selbstbestimmung benachbarten Maisanbauer die Möglichkeit ein, einvernehmlich für sich alternative Regelungen zu schaffen, um Landwirten die Nutzung und sich daraus ergebende Vorteile gentechnisch veränderter Sorten auch in kleinstrukturierten Regionen zu ermöglichen. Gentechnisch veränderter Mais wird seit über zehn Jahren von Landwirten weltweit erfolgreich angebaut; im letzten Jahr auf immerhin 35 Millionen Hektar. Eine solche Tendenz dürfte sich auch in Deutschland vollziehen unter Abwägung der sich bietenden Chancen.</p>
<p>Für viele Experten ist es keine Frage mehr, dass die moderne Pflanzenzüchtung unter konsequenter Nutzung der Potenziale der Grünen Gentechnik einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung von globalen Herausforderungen wie die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und gleichzeitig erschwinglichen Nahrungs- und Futtermitteln, einer zunehmenden Nachfrage nach pflanzlichen Energieträgern auch und gerade unter Berücksichtigung erschwerter Anbaubedingungen aufgrund des Klimawandels, leisten wird.</p>
<p>Dr. Andreas Thierfelder ist für die Monsanto Agrar Deutschland GmbH tätig, die den BT-Mais vertreibt</p>
<p>+++++ Contra +++++</p>
<p><strong>Agro-Gentechnik schadet</strong></p>
<p>Von Hans-Udo Weiland</p>
<p>Agro-Gentechnik vernichtet Arbeitsplätze, schadet der Umwelt, macht Landwirte wirtschaftlich abhängig und zerstört Existenzen, fördert den Hunger in der Welt und tötet Menschen. Für Professor Wöller, den vermutlich bislang blauäugigsten Landwirtschafts- und Umweltminister Sachsens, ist Agro-Gentechnik nichts anderes als die seit Jahrtausenden in der Landwirtschaft praktizierte Züchtung neuer Sorten. Dabei übersieht er völlig, dass sich zum Beispiel eine Maispflanze in der Natur nie mit einem giftproduzierendem Bakterium hätte paaren können.</p>
<p>Das lernen unsere Kinder heute bereits in der Grundschule, insofern besteht berechtigte Hoffnung, das wir eines Tages wieder einen Fachminister haben, der über biologisches Elementarwissen verfügt. Anerkannte Wissenschaftler halten die Agro-Gentechnik für weitaus gefährlicher als die Nutzung der Atomenergie. Ein gentechnisch veränderter Organismus, einmal freigesetzt, kann nie wieder zurückgeholt werden.</p>
<p>Er hat die Möglichkeit, sich unkontrollierbar auszubreiten, sein Erbgut an andere Organismen weiterzugeben und so für unzählige Tier- und Pflanzenarten zu einer tödlichen Gefahr zu werden. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind unempfindlich gegen Totalherbizide, die nunmehr bedenkenlos eingesetzt werden, um eine ertragsreduzierende Verkrautung der Äcker zu verhindern. Aber auch hier, ebenso wie bei den Schadinsekten, bilden sich Arten heraus, die die chemische Keule überleben.</p>
<p>Diese müssen dann mit einer vielfach höheren Menge an Pestiziden bekämpft werden, um die Erträge zu sichern. Menschen sterben bereits heute an den furchtbaren Folgen weltweit steigenden Einsatzes von Herbiziden, Böden und Grundwasser werden verseucht. Die Behauptung, genveränderte Lebensmittel seien genauso sicher wie herkömmliche, ist Unsinn. Ihre möglichen subtoxischen, chronischen und allergenen Wirkungen auf den Menschen sind bisher nicht untersucht worden.</p>
<p>Monsanto ist sich der Gefahren gentechnisch veränderter Organismen durchaus bewusst und wälzt daher das Haftungsrisiko für entstehende Schäden vertraglich auf die Landwirte ab. Bedauerlich ist, dass die meisten Politiker in Sachsen in einer unheiligen Allianz mit Bundesverbraucherminister Seehofer der Profitgier von Monsanto keine Grenzen setzen. Frankreich und Österreich sind da wesentlich besser dran, diese Länder haben den Anbau wegen unkalkulierbarer Risiken verboten. Für den BUND gibt es daher nur ein Ziel: Unsere Landwirtschaft muss gentechnikfrei bleiben.</p>
<p>Hans-Udo Weiland ist Landesvorsitzender des BUND Sachsen</p>
<p><strong>Auch andere Tiere sterben</strong></p>
<p>Von Roland Einsiedel</p>
<p>Laut unseren Recherchen werden im Altkreis Torgau rund 200 Hektar Gen-Mais in Dreiheide und etwa 18 Hektar in der Gemeinde Arzberg angebaut. Die Agro-Gentechnik ist eine auf Profitsucht vom Menschen gemachte Risikotechnologie und hat in keiner Weise etwas mit Züchtung zu tun. Die Natur hat sich im Laufe der Evolution so gestaltet, dass sich Lebewesen, Pflanzen und Tiere nur innerhalb der Art fortpflanzen können. Mit Hilfe der Gentechnik kann Erbmaterial von Bakterien, Viren, Pflanzen, Tieren und Menschen isoliert und über Artgrenzen hinweg in Empfängerorganismen eingebracht werden, weil das Erbmaterial aller Lebewesen nach dem gleichen Muster (&#34;Code&#34;) aufgebaut ist.</p>
<p>Das Gift-Gen aus Bazillus thuringensis (BT-Toxin) wurde für den Mais synthetisch hergestellt, um es der Pflanze anzupassen, damit sie dieses BT-Toxin nun selbst produzieren kann. Mit diesem Anbau von BT-Mais zur Energiegewinnung werden alte Fehler wiederholt. Die derzeitige Entwicklung führt in eine Spirale von Mais-Mono-Kulturen. Schädlingsdruck und Pestizideinsatz und damit zu Agrarwüsten und neuen Umweltproblemen.</p>
<p>Mais als flachwurzelnde humuszehrende Kulturpflanze ist für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit als bedenklich zu betrachten. Die Verbreitung des Maiszünslers ist eine direkte Folge der massiven Ausbreitung des Maisanbaus und der damit verbundenen Einengung der Fruchtfolge. Durch Einhaltung einer artenreichen Fruchtfolge und die Anwendung bestimmter ackerbaulicher Maßnahmen, wie einer ausreichenden Bodenbearbeitung, kann der Schädlingsdruck stark reduziert werden.</p>
<p>Ob GVO-Pflanzen als Lebensmittel, Futtermittel oder als nachwachsende Rohstoffe auf den Acker gelangen spielt auf ihre Umweltauswirkungen keine Rolle, die Folgen sind dieselben. Die Ausbreitung der GVO-Pflanzen lässt sich nicht begrenzen. Gentechnisch veränderte Organismen leben und können sich vermehren. Die neuen Eigenschaften können in der Natur unbeabsichtigt und unbemerkt auf andere Organismen übertragen werden. Die Folgen auf die Ökosysteme sind unerkannt, unkalkulierbar und im Schadensfall nicht rückholbar.</p>
<p>Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gift von BT-Pflanzen sich im Boden anreichert und negative Auswirkungen auf Bodenlebewesen haben kann. Die Artenvielfalt wird drastisch reduziert, Futterpflanzen für Bienen, Schmetterlinge und Vögel fallen damit aus. Das BT-Gift von Mon 810 tötet NICHT-ZIEL-ORGANISMEN. Die Auswirkungen der BT-Maispollen zum Beispiel auf die Larven des Monarchenfalters, Raupen des Tagpfauenauges, des Schwalbenschwanzes, der Kohlmotte, der Florfliege, des Seidenspinners sind toxisch.</p>
<p>Das Öko-System Boden ist gefährdet, das BT-Gift kann im Boden mehr als 200 Tage überstehen, besonders auch während einer kalten Winterperiode. Auch die Erntereste und die unkontrollierbare Übertragung durch Erntegeräte, Traktoren Transportfahrzeuge, Lagereinrichtungen, Wildtiere, Vögel und so weiter sind in der Giftproduktion unberechenbar. Klima und Bodenbeschaffenheit haben ebenso Auswirkungen auf die Giftproduktion. Da der BT-Mais dieses Gift beim Wachsen ständig produziert und in den Boden über die Wurzeln abgibt, werden Öko-Systeme gefährdet, an Bodenerosionen und Überschwemmungen gar nicht zu denken.</p>
<p>Das BT-Gift wird von Insekten, Wildtieren aufgenommen und verbreitet, dabei widersteht es der Verdauung. Im Kot von Kühen, Regenwürmern und Insekten konnte es nachgewiesen werden. Gesundheitliche Folgen, wie neue Allergien durch Einatmen der Maispollen oder über die Nahrungskette, sind zu erwarten. So haben in den USA durch großflächige GVO-Anlagen die durch &#34;Lebenmittel&#34; hervorgerufenen Erkrankungen in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent zugenommen.</p>
<p>Die sozialen Folgen, dass Bauern kein eigenes Saatgut mehr nachbauen können, sondern patentierte Pflanzen als Lizenznehmer nutzen, werden am Beispiel Indien deutlich, wo Bauern durch Verschuldung in den Ruin getrieben wurden und unzählige Selbstmorde auftraten. Eine gentechnikfreie Region wie in vielen Teilen Bayerns beziehungsweise in den genfreien Ländern wie Österreich, Polen und Schweiz wäre sinnvoll und zukunftsweisend.</p>
<p>Roland Einsiedel vertritt die Interessengemeinschaft ökologischer Landbau (SIGÖL)</p>
<p>+++++ Umfrage +++++</p>
<p><strong>Was halten Sie von gentechnisch veränderten Pflanzen?</strong></p>
<p>Landkreis (TZ/team). Die TZ hörte sich im Landkreis um, wie die Meinungslage zum Thema Genmais aussieht. Hier das Ergebnis:</p>
<p>Dietmar Schneider (Unternehmer): Grundsätzlich halte ich das schon für eine vernünftige Sache, die Nutzen bringt. Allerdings muss vorher getestet werden, wie sich diese Veränderungen auf die Umwelt auswirken - auf andere Pflanzen oder die Bienen zum Beispiel. Nur wo soll man das testen?</p>
<p>Dorothee von Gynz-Rekowski (Leiterin der Kreisvolkshochschule): Im Moment bin ich eher skeptisch. Das würde sich allerdings ändern, wenn ich genau wüsste, dass es verlässliche wissenschaftliche Ergebnisse gibt, die nicht nur kurzfristig Gefahrlosigkeit bescheinigen, sondern auf lange Zeit. Mir macht Sorgen, dass niemand weiß, welche Auswirkungen gentechnisch veränderte Pflanzen dauerhaft verursachen. Außerdem muss abgrenzbar sein, was gentechnisch verändert ist und was nicht. Wäre das alles geklärt und sicher, wäre ich dafür, auf diesem Weg Ressourcen zu schaffen, um alle Menschen ernähren zu können.</p>
<p>Erdmute Bräunlich (Rentnerin): Eigentlich bin ich dagegen, weil man noch nicht genau weiß, wie der menschliche Körper reagiert. Ich kenne Menschen, die haben Zöliakie, eine Glutenunverträglichkeit. Die können kein normales Brot essen, weil dafür Getreide mit einem hohen Glutenanteil gezüchtet wurde. Das Gluten, sogenanntes Klebereiweiß, macht das Brot schön locker. Veränderungen in der Natur gehen langsam vor sich, der Mensch kann sich anpassen. Gentechnisch bearbeitete Pflanzen weisen sprunghafte Veränderungen auf, von denen man eben nicht weiß, wie der Mensch darauf reagiert.</p>
<p>Grit Schiebold (Angestellte): Ich glaube, die Sache hat wie jede Medaille zwei Seiten. Zum einen können Pflanzen gegenüber Schädlingen resistenter gemacht werden, die Bauren müssen keine Angst vor Ernteausfällen durch Schädlingsbefall haben und die Preise schwanken in der Folge nicht so enorm. Zum anderen aber könnte auch eine Kettenreaktion ausgelöst werden, die unüberschaubar ist. Ein endgültiges Urteil habe ich mir aber noch nicht gebildet.</p>
<p>Dr. Wolfgang Ender (Archäologe): Genmais wird sich über kurz oder lang nicht vermeiden lassen. Persönlich wäre ich bei diesem Lebensmittel jedoch skeptisch.</p>
<p>gefeunden bei: <a href="http://www.torgauerzeitung.com/NewsDetails.asp?ID=35575">Torgauer Zeitung</a></p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Bienen und der Gen-Mais]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/01/die-bienen-und-der-gen-mais/</link>
<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 09:46:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/06/01/die-bienen-und-der-gen-mais/</guid>
<description><![CDATA[Florian Rötzer 01.06.2008
Das Verwaltungsgericht Augsburg entschied in einem wichtigen Urteil zugun]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Florian Rötzer 01.06.2008</em></p>
<p><strong>Das Verwaltungsgericht Augsburg entschied in einem wichtigen Urteil zugunsten des Anbaus von gentechnisch verändertem Monsanto-Bt-Mais</strong><br />Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte einen schwierigen Fall zu entscheiden. Ein Imker aus Kaisheim bei Donauwörth hatte gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais (MON810) vom Konzern Monsanto auf einem staatlichen Versuchsgut geklagt, nachdem 4 Prozent gentechnisch veränderte Pollen bei seinen Bienenvölkern gefunden wurden. Seine Bienenvölker standen 200 Meter entfernt von dem Maisfeld, eine Entfernung, die nach dem Gentechnikgesetz zwischen den 150 Metern für ein konventionelles Maisfeld und den 300 Metern für ein Feld mit Öko-Mais liegt. </p>
<p>Die Bienen halten sich aber nicht an die Sicherheitsabstände, die das – erst nach der Klage verabschiedete – Gentechnikgesetz festlegt, zumal dabei nicht Bienen, sondern nur der Pollenflug berücksichtigt wird. Bienen fliegen auch schon einmal ein paar Kilometer, um Pollen zu sammeln. Maisfelder sind da, wo sie sind. Es handelt sich, würde man die dem Gesetz zugrunde liegenden Einschätzungen hinsichtlich des Pollenflugs zustimmen, um eine juristische Leerstelle, an die man nicht gedacht hat oder nicht denken wollte. Schließlich werden Sicherheitsabstände zur Farce, wenn man den Insektenflug, der ja nicht nur Bienen betrifft, mit einbeziehen würde.</p>
<p>Was also tun, wenn ein Imker einen Honig anbieten will, der nicht mit Pollen von gentechnisch verändertem Mais verunreinigt und naturrein sein soll? Letztes Jahr hatte der Imker Karl-Heinz Bablok vor dem Gericht noch einen Erfolg erzielen können. Mon 810 ist nämlich ein Mais, der in der EU nicht für den menschlichen Verzehr zugelassen ist. Um den Mais resistent gegen Schädling Maiszündler zu machen, wurde in ihn ein Gen des Bakteriums Bacillus thuringiensis (Bt) eingeführt, das ein Toxin codiert. Nach EU-Recht, so das Urteil des Gerichts 2007, enthalte der Honig durch die Verunreinigung nicht nur gentechnisch veränderte Organismen, sondern er sei auch nicht mehr Verkehrs- und verbrauchsfertig. Die Anordnung des Gerichts lautete: &#34;Der Antragsgegner hat auf den Grundstücken (…) den Mais der Linie MON 810 vor der Blüte zu ernten oder die Pollenfahnen während der Blütezeit mehrfach so abzuschneiden, dass kein Maispollen von Bienen aufgenommen werden kann.&#34;</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28034/1.html">Heise.de</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Honig mit Gentechnik verboten, Imker jedoch ohne Schutz]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/06/01/honig-mit-gentechnik-verboten-imker-jedoch-ohne-schutz/</link>
<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 09:41:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gerichtsurteil: Anbau von Genmais macht Honig unverkäuflich, Urteil im Gerichtsverfahren zum Genmai]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gerichtsurteil: Anbau von Genmais macht Honig unverkäuflich, Urteil im Gerichtsverfahren zum Genmais MON 810 am Verwaltungsgericht in Augsburg</strong></p>
<p>Das Verwaltungsgericht Augsburg hat am 30. Mai festgestellt, dass Honig welcher Blütenpollen des gentechnisch veränderten Mais MON 810 enthält, nicht verkehrsfähig ist. Nach Auffassung der Richter stellt der Anbau eine wesentliche Beeinträchtigung des Imkers Bablok dar, weil er solchen Honig nicht verkaufen darf. Auch geringste Spuren der Blütenpollen führen zum Verlust der Verkehrsfähigkeit, da der Genmais keine Zulassung als Lebensmittel hat.</p>
<p>Nach Auffassung des Gerichtes hat der Imker jedoch keinen Schutzanspruch gegenüber dem Anbau. Imker Bablok wollte per Gericht durchsetzen, dass der Anbauer durch geeignete Maßnahmen verhindert, dass seine Bienen Pollen des Mais eintragen (z.B. durch Abschneiden der Pollenfahnen oder Ernte vor der Blüte). Obwohl der Hobbyimker seine Bienen seit vielen Jahren stationär in einem Bienenhaus betreut und technisch nicht auf Bienentransporte eingerichtet ist, mutet das Gericht ihm zu, die Völker während der Maisblüte an einen anderen Standort zu verbringen. Nach Abwägung der Verhältnismäßigkeit sei dies vom Imker zu verlangen.</p>
<p>Allerdings wies das Gericht darauf hin, dass der Imker zivilrechtliche Schadensersatzansprüche gegenüber dem Anbauer geltend machen kann. Die Richterin gestand dem Imker zu, dass ihn eine Ausweitung des Genmais Anbaues vor ein unlösbares Problem stellen wird. Das Urteil sei jedoch nur für diesen Einzelfall im Jahr 2008 gefällt.</p>
<p>&#34;Die Entscheidung macht deutlich, dass die Imkerei durch die Agro-Gentechnik im Kern getroffen ist. Es kann nicht richtig sein, dass die von Monsanto zu verantwortenden Zulassungsdefizite von den Imkern oder von den Landwirten die diesen Mais anbauen, ausgebadet werden müssen.&#34; So Thomas Radetzki, <a href="http://www.bienen-gentechnik.de/">Vertreter des Bündnisses</a>, welches den klagenden Imker unterstützt.</p>
<p>Imker Bablok sieht mehr als nur seine wirtschaftlichen Probleme: &#34;Wenn der Gesetzgeber weiterhin keine Maßnahmen zum Schutz der Imkerei trifft, wird die Ausweitung des Genmais Anbaus zu bienenleeren Landschaften führen. Ein Bestäubungsnotstand bei Obst oder anderen Nutzpflanzen und eine Artenverarmung bei Wildpflanzen wird die Folge sein. Es ist unbegreiflich, dass der Staat schamlos den multinationalen Saatgutkonzern Monsanto stützt, jedoch die heimischen Imker, Bauern und Verbraucher im Stich lässt und fundamentale Naturschutzinteressen opfert. Wir werden jedenfalls weiter, auch vor Gericht, für die Durchsetzung unserer Rechte kämpfen.&#34;</p>
<p>gefunden bei: <a href="http://www.presse-service.de/data.cfm/static/697920.html">PS</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Video: "Monsanto, mit Gift und Genen"]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/30/video-monsanto-mit-gift-und-genen-2/</link>
<pubDate>Fri, 30 May 2008 19:19:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/30/video-monsanto-mit-gift-und-genen-2/</guid>
<description><![CDATA[leider hatten wir die Ankündigung nicht mehr früh genug online bekommen, so dass viele unserer Les]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>leider hatten wir die Ankündigung nicht mehr früh genug online bekommen, so dass viele unserer Leser die Dokumentation nicht sehen konnten - wir haben gesucht, und sind fündig geworden.</p>
<p>hier die Doku:<br /> [googlevideo=http://video.google.com/videoplay?docid=-7781121501979693623]</p>
<p>und eine Gesprächsrunde die ARTE im Anschluss an die erste Ausstrahlung vom 17.05.2008:<br /> [googlevideo=http://video.google.com/videoplay?docid=3749841508997061961&#38;ei=&#38;hl=de]</p>
<p>beides sehr sehenswert.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wahrheiten über die »Grüne Gentechnik«]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/29/wahrheiten-uber-die-%c2%bbgrune-gentechnik%c2%ab/</link>
<pubDate>Thu, 29 May 2008 10:39:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/29/wahrheiten-uber-die-%c2%bbgrune-gentechnik%c2%ab/</guid>
<description><![CDATA[Monsanto – ein Film belegt die Verflechtung von Wirtschaft, Wissenschaft und BehördenVon Alfred J]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Monsanto – ein Film belegt die Verflechtung von Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden</strong><br /><em>Von Alfred Jantz</em></p>
<p>Die Agrarlobby und auch Politiker wie Bundesminister Horst Seehofer (CSU) behaupten, mit der »Grünen Gentechnik« werde die Futter- und Lebensmittelerzeugung weltweit leistungsfähiger, preiswerter und sicherer. Der sehenswerte <strong>Film von Marie-Monique Robin »Monsanto, mit Gift und Genen«, der heute um 23.15 Uhr im WDR ausgestrahlt</strong> wird, belegt: Dies ist unwahr – die Gesundheit der Verbraucher bleibt auf der Strecke.</p>
<p>Der Film, für den Frau Robin mit dem bedeutenden Journalistenpreis »Albert Londres« ausgezeichnet wurde, entstand auf der Basis dreijähriger, weltweiter Recherchen, freigegebener Gerichtsakten und auch unter Verwendung offizieller Internet-Seiten von Monsanto. Der Wahrheitsgehalt ist daher nachprüfbar, was angesichts der globalen Macht des Konzerns wohl auch notwendig war.</p>
<p>Besonders interessant ist der permanente »Drehtür-Effekt« zwischen Gentechnik-Experten und der US-Zulassungsbehörde »Food and Drug Administration« (FDA) – Konzernexperten wechseln mit praktisch fertigen Texten zur Behörde und auch wieder zurück. Der FDA-Verantwortliche James Maryanski sagt im Film, die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) sei aus rein politischen Gründen erfolgt. Toxikologische Langzeitstudien, wie vor der Zulassung von Pestiziden üblich, fehlen.</p>
<p>Monsanto hält heute 90 Prozent aller Gentechnikpatente. Der Agromulti schickt eine eigene Gentech-Polizei weltweit in landwirtschaftliche Betriebe, um Patentverstöße festzustellen.</p>
<p>Die »Grüne Gentechnik« überspringt bewusst Artenschranken, z.B. zwischen Pflanzen und Bakterien, was bei der klassischen Züchtung nicht erfolgt. Ungewollte Effekte wie z. B. die Bildung giftiger Proteine, Auslösung von Al-lergien, Antibiotika-Resistenzen oder sogar Fehlsteuerungen beim primären Prozess von Zellteilungen im menschlichen Körper werden immer wieder beobachtet. Letzteres kann nach Jahrzehnten sogar Krebs auslösen.</p>
<p>Nach einem Gutachten des »Fish and Wildlife Service« in den USA haben 44 Prozent der befragten Wissenschaftler ausgesagt, sie seien angehalten worden, Daten zum Artenschutz zurückzuhalten. Dies räumt mit dem Mythos einer unabhängigen Wissenschaft auf. Und auch die Europäische Behörde EFSA ließ bei der Genehmigung nur positive Meinungen zur Gentechnik gelten. So wurde vor zehn Jahren der ungarisch-britische Wissenschaftler Arpad Pusztai nach Veröffentlichung seiner Forschungen an Ratten, die genmanipulierte Kartoffeln gefressen hatten, nach 30-jähriger erfolgreicher wissenschaftlicher Arbeit im schottischen Rowett-Research-Institute plötzlich gefeuert und mit Verleumdungskampagnen überzogen. Ähnlich erging es der russischen Forscherin Irina Ermakova 2005 nach Veröffentlichung ihrer Studie über die Fütterung weiblicher Ratten in der Trage- und Stillzeit mit Roundup-Ready-Soja, die eine erhöhte Sterblichkeit der Jungtiere ergab.</p>
<p>Auch der Fruchtbarkeitsverlust von Milchkühen nach längerer Fütterung mit Gen-Mais in den USA ist inzwischen dokumentiert und war nach längerer Fütterung mit natürlichen Mais reversibel.</p>
<p>Der WTO-Vertrag erleichtert es insbesondere den USA, gegen andere Staaten erfolgreich zu klagen, falls der »freie Warenverkehr« mit GVO-Produkten eingeschränkt wird. Im Gegensatz dazu gibt es bis heute keinen gültigen Vertrag zu internationalen Haftungsfragen.</p>
<p>Der hochaktuelle Film von Marie-Monique Robin ist ein Muss für Verbraucher, die wissen wollen, welch gefährliches Spiel mit ihrem Leben und der Artenvielfalt getrieben wird. Die Fakten sind hilfreich für die Öffentlichkeitsarbeit von Parteien und Nichtregierungsorganisationen.</p>
<p>Unser Autor ist Diplom-Lebensmittelchemiker und aktiv beim Umweltverband BUND in Mecklenburg-Vorpommern.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[einige TV-Tipps für nächste Woche]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/27/einige-tv-tipps-fur-nachste-woche/</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 13:50:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/27/einige-tv-tipps-fur-nachste-woche/</guid>
<description><![CDATA[Der Film &quot;Monsanto, mit Gift und Genen&quot; kommt noch einmal im WDR am Donnerstag, 29. Mai, v]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Film &#34;Monsanto, mit Gift und Genen&#34; kommt noch einmal im WDR am Donnerstag, 29. Mai, von 23.15 - 1.05 Uhr. </p>
<p>Und dazu habe ich Dir noch zwei weitere TV-Beiträge dazu aufgelistet, die evtl. auch für Dich interessant sein könnten. <br />Grüße<br />Matthias<br />-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------<br />Mittwoch, 28. Mai 2008: </p>
<p>PHOENIX, 10.00 - 13.30 Uhr (190 Minuten): <br />&#34;THEMA: BIOLOGISCHE VIELFALT - 9. UN-NATURSCHUTZKONFERENZ&#34; <br />Reportagen und Gespräche über die COP 9 der CBD in Bonn <br />--&#62; Näheres siehe http://www.phoenix.de/thema_biologische_vielfalt_9_un_naturschutzkonferenz/2008/05/28/0/184560.1.htm </p>
<p>--------------------------------------------------------------------</p>
<p>Donnerstag, 29. Mai 2008: </p>
<p>RBB, 22.35 - 23.35 Uhr (60 Minuten): <br />&#34;KLUGE KÖPFE: BIOKULT UND GEN-HYSTERIE - KEINE AHNUNG, ABER ÜBERZEUGT !&#34; <br />Diskussionsrunde (Moderator: Jörg Thadeusz) mit den Gästen: <br />- Prof. Dr. Hans Joost, Ernährungswissenschaftler an der Universität Potsdam, <br />- Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, Molekularbiologe an der Universität Potsdam, <br />- Renate Künast, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, <br />- Dieter Moor, Moderator, Schauspieler und Bio-Bauer in Brandenburg, <br />- Michael Miersch, Publizist </p>
<p>--&#62; Programminformation ( http://www.rbb-online.de/fernsehen/programm.jsp?key=ID113138375&#38;noExport=true): <br />Im Uni-Talk &#34;Kluge Köpfe&#34; diskutiert Jörg Thadeusz kontrovers und anspruchsvoll, informativ und unterhaltsam mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft.<br />In den Räumen der kooperierenden Berliner und Brandenburger Universitäten geht es um Themen aus Wissenschaft und Gesellschaft. Zwei Gäste kommen jeweils als Experten aus den Reihen der Universität: Nach der Berliner FU und der BTU Cottbus, der Humboldt-Universität und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ist diesmal die Universität Potsdam an der Reihe.<br />Das Thema der heutigen Diskussion lautet: &#34;Biokult und Gen-Hysterie: Keine Ahnung, aber überzeugt!&#34; Der Markt für Bio-Produkte boomt. Die meisten Verbraucher sind sich sicher: Ökologischer Landbau ist gesünder. Und Bio-Produkte schmecken auch besser. Wunsch oder Wirklichkeit? Für die Biologen und Ernährungswissenschaftler der Uni Potsdam gibt es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Bio ist zum Begriff für den &#34;natürlichen&#34; Lebensstil geworden - wer glaubt, schädliche Bakterien und Gifte wären damit ausgeschlossen, irrt allerdings. Noch größer als der Bio-Glaube ist die Angst vor genveränderten Pflanzen und Lebensmitteln. Für viele Wissenschaftler ein Irrtum, der vor allem auf Unkenntnis und einseitigen Kampagnen basiert. Ihr Argument: Jede Art von Züchtung war und ist eine genetische Veränderung! Nur wer die Wirkung der einzelnen pflanzlichen Gene kennt, kann gezielt die Folgen von Klimawandel und einem rasant wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln befriedigen.<br />Über die Grabenkämpfe zwischen Gentechnik und ökologischem Anbau diskutiert Jörg Thadeusz mit Prof. Dr. Hans Joost, Ernährungswissenschaftler an der Universität Potsdam, Prof. Dr. Bernd Müller-Röber, Molekularbiologe an der Universität Potsdam, Renate Künast, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Dieter Moor, Moderator, Schauspieler und Bio-Bauer in Brandenburg, sowie Michael Miersch, Publizist.</p>
<p>WDR, 23.15 - 1.05 Uhr (110 Minuten): <br />&#34;MONSANTO, MIT GIFT UND GENEN&#34; <br />Sehr gut recherchierte Dokumentation (von Monique Robin) über den US-Konzern Monsanto, dessen Gechichte und dessen Verflechtungen mit US-Politikern, über dessen Bestrebungen, durch patentiertes gentechnisch verändertes Saatgut die Nahrungsmittelkette zu kontrollieren, und die Frage, wie es passieren konnte, dass in den U.S.A. und in anderen Ländern gentechnisch veränderte Kulturpflanzen eingeführt werden konnten, ohne dass deren Gefahren ausreichend untersucht werden konnten (empfehlenswert !) </p>
<p>--&#62; Programminformation ( http://www.ard-digital.de/programmvorschau/sendung.php?eventID=114293212): </p>
<p>Der US-amerikanische Konzern &#34;Monsanto Chemical Works&#34; ist der weltweite Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt &#34;Monsanto&#34; auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde.<br />Denn der Konzern stellte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid &#34;Agent Orange&#34; her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen &#34;Monsanto&#34;-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.<br />Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen &#34;Monsanto Chemical Works&#34; war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte &#34;Monsanto&#34; mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, ein Wachstumshormon zur Steigerung der Milchleistung von Rindern, sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.</p>
<p>Heute ist &#34;Monsanto&#34; weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind &#34;Monsanto&#34;-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. - Eine Entwicklung, die heftig debattiert wird. Der investigative Dokumentarfilm, eine WDR-Koproduktion mit Frankreich und Canada, fragt, wie es dazu kam und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob &#34;Monsanto&#34;-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA), USA. Die mit dem angesehenen Journalistenpreis &#34;Albert Londres&#34; ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Saatgutherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.</p>
<p>Der Film hatte im März 2008 bei seiner ARTE-Premiere in Frankreich eine Welle an Reaktionen ausgelöst, wurde vor der Assemblée Nationale und dem Senat gezeigt und in Kopie dem Präsidenten übergeben. Eine besondere Aktualität erhält er durch die momentanen Hungersnöte in Ländern wie Haiti und Ägypten und die politische Debatte in Deutschland über die Zulassung von genmanipuliertem Saatgut.</p>
<p>Der WDR programmiert den Film zur UNO-Konferenz über die Biologische Artenvielfalt vom 19.-30. Mai in Bonn.</p>
<p>Im Vorfeld wird es am 12. Mai um 19.00 Uhr auf dem Planet Diversity Festival in den Bonner Rheinauen ein öffentliches Screening geben.</p>
<p>per Email</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Deutsch - English - Espanol : EED Video-Website : MOP4 / COP9-CBD : www.eed.de/biosafety]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/26/deutsch-english-espanol-eed-video-website-mop4-cop9-cbd-wwweeddebiosafety/</link>
<pubDate>Mon, 26 May 2008 18:01:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/26/deutsch-english-espanol-eed-video-website-mop4-cop9-cbd-wwweeddebiosafety/</guid>
<description><![CDATA[Auf der Website des EED zur MOP4 steht ein Video-Clip zur internationalen Demonstration und zum Fest]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Website des EED zur MOP4 steht ein Video-Clip zur internationalen Demonstration und zum Festival am Pfingstmontag unter dem Motto &#34;Fuer biologische Vielfalt - Regional, fair, gentechnikfrei!&#34;.</p>
<p>On the website of the EED to MOP4 you will find a video clip about the international demonstration and festival that took place in Bonn on Whit Monday under the slogan &#34;For biological diversity - Regional, fair, GM-free!&#34;.</p>
<p>En el sitio web del EED sobre la MOP4 esta un video clip sobre la manifestación internacional y el festival que se celebró el Lunes de Pentecostés bajo la lema &#34;Por la diversidad biológica - Regional, justa, libre de OGM !&#34;</p>
<p>Video Clip: <br /><a href="www.eed.de/de/de.col/de.sub.45/de.sub.news/de.news.757/index.html">www.eed.de/de/de.col/de.sub.45/de.sub.news/de.news.757/index.html</a> (Deutsch)</p>
<p><a href="http://www.eed.de/de/de.col/de.sub.45/de.sub.news/de.news.763/index.html">http://www.eed.de/de/de.col/de.sub.45/de.sub.news/de.news.763/index.html</a> (English)</p>
<p>Mit schoenen Gruessen / Best regards / Muchos saludos<br />Ute Sprenger &#38; Sebastian Schrade<br />(EED-Video-Team MOP4/COP9)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Interview: Höfken kritisiert mangelnde Distanz zwischen Staat und Gentechnik-Industrie]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/25/interview-hofken-kritisiert-mangelnde-distanz-zwischen-staat-und-gentechnik-industrie/</link>
<pubDate>Sun, 25 May 2008 11:36:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/25/interview-hofken-kritisiert-mangelnde-distanz-zwischen-staat-und-gentechnik-industrie/</guid>
<description><![CDATA[Eine Vorabmeldung der Wochenzeitung „Das Parlament“
„Das Parlament“ (Erscheinungstag: 26. Ma]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Vorabmeldung der Wochenzeitung „Das Parlament“</strong></p>
<p>„Das Parlament“ (Erscheinungstag: 26. Mai 2008 )</p>
<blockquote>
<p>Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ulrike Höfken (Grüne) hat eine mangelnde Distanz zwischen staatlichen Stellen und der Gentechnik-Industrie kritisiert. Die Politikerin warf dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und anderen Behörden vor, nicht unabhängig zu arbeiten und die Absichten des Gesetzgebers nicht zu respektieren. „Die notwendige Distanz ist nicht da“, so Höfken. Dies sei eine Situation, die man als Parlamentarier nicht hinnehmen könne. Die Vorsitzende des Ernährungsausschusses forderte Agrarminister Horst Seehofer (CSU) deshalb auf zu handeln. Die Politikerinnen und Politiker müssten sich auf die Unabhängigkeit der Experten verlassen können. Gerade beim Thema Gentechnik sollten politische Entscheidungen glaubwürdig sein. Höfken gab sich überzeugt, dass die Bevölkerung in Deutschland und Europa die Agro-Gentechnik umso stärker ablehne, je mehr Informationen sie zu diesem Thema habe. Es gebe aber eine „massive Anstrengung“ der konservativen Politik und der Wirtschaft gegen den Markt, die Gentechnik zu etablieren. Dies sei leider auch mit erheblichen öffentlichen Fördermitteln verbunden, so die Grünen-Politikerin.</p>
</blockquote>
<p>Das Interview im Wortlaut:</p>
<p>Im März dieses Jahres haben Studenten in Gießen ein Versuchsfeld besetzt, auf dem Gen-Gerste angebaut wird. Eine UN-Konferenz in Bonn zum Thema Gentechnik in der Landwirtschaft wurde von heftigen Protesten begleitet. Die Menschen scheinen nicht viel von der Agro-Gentechnik zu halten. Kann die Politik das ignorieren?</p>
<p>Nein, ich bin überzeugt, dass die Bevölkerung in Deutschland und Europa die Agro-Gentechnik umso stärker ablehnt, je mehr Informationen sie zu diesem Thema hat. Das bestätigen auch einschlägige Umfragen und natürlich das Kaufverhalten der Menschen. Es gibt aber absurderweise eine massive Anstrengung der konservativen Politik und der Wirtschaft gegen den Markt, die Gentechnik zu etablieren. Das ist leider auch mit erheblichen öffentlichen Fördermitteln verbunden. Wobei die Unterstützung von Innovationen, jedenfalls in der Anfangsphase, völlig in Ordnung ist. Im Bereich der Agro-Gentechnik geht es jedoch über eine normale Starthilfe hinaus. Da werden beispielsweise staatliche Mittel für Akzeptanzstrategien verwendet, also die „Werbung“ für Gentechnik finanziert. Ich halte es wirklich nicht für die Aufgabe der Bundesregierung und des Staates, eine Markteinführungsstrategie für die Industrie zu fahren.</p>
<p>Warum wird das so gemacht?</p>
<p>Das läuft nun schon über zehn Jahre von Seiten der Bundeskanzler, Wirtschafts- und Forschungsminister. Dahinter steckt sicherlich auf der einen Seite der Glaube, eine positive Forschungsentwicklung unterstützen zu wollen. Negativ ausgedrückt: Das ist eine Art Steigbügelhaltung für industrielle Interessen, die ich nicht in Ordnung finde.</p>
<p>In Frankreich ist man einen mutigen Weg gegangen. Dort wurde der Anbau von Genmais Mon 810 kurzerhand verboten. Warum sollte die gleiche Pflanze in Deutschland ungefährlich sein?</p>
<p>Wir haben in Deutschland offensichtlich ein Problem der mangelnden Distanz von Zulassungsbehörden und industriellen Interessenverbänden. Das ist auch der Grund, warum ich zu diesem Thema eine Studie in Auftrag gegeben habe. Ich war selbst erschrocken über das Ergebnis. Wir konnten nachweisen, dass es engste Verbindungen gibt zwischen den Hauptakteuren in den Behörden – die eigentlich die Bundesregierung beraten sollten – und den zu Kontrollierenden. Auf diese Art und Weise gibt es eine Beratung der Bundesregierung durch die nachgeordneten Behörden, die nicht objektiv ist. Das lässt sich auch an aktuellen Entscheidungen klar nachweisen.</p>
<p>Zum Beispiel?</p>
<p>Nehmen wir die Entscheidung zum Genmais Mon 810. Das ist ein Mais der Firma Monsanto, der 1998 vor dem Regierungswechsel unter Gesundheitsminister Horst Seehofer zugelassen wurde. In der rot-grünen Regierungszeit erhielt er keine Zulassung als Sorte, die nötig ist, um in den Anbau gehen zu können. Diese erhielt der Mais erst 2006, als Minister Seehofer wieder die Verantwortung hatte. Dann ging es in den kommerziellen Anbau. Es gibt aber eine Reihe von Studien, die auf ein großes Gefahrenpotenzial hinweisen. Die Pollen fliegen beispielsweise viel weiter als erwartet wurde. Es gibt eine Menge kritischer Bewertungen. Im April 2007 hat Minister Seehofer dann nach der Aussaat die Erlaubnis zurückgezogen mit dem Hinweis, dass Monsanto die Überwachungsauflagen noch zu erfüllen hat. Diese sind unerlässlich, um überhaupt Wirkungen der Gentechnik feststellen zu können und zudem ein Teil der EU-Regeln.</p>
<p>Im Dezember 2007 gab es die Erlaubnis wieder zurück.</p>
<p>Ja, es wurde im April deutlich gemacht, dass die Überwachung der Firma nicht ausreicht. Ende Dezember hatte sich nichts geändert. Monsanto hat die Bedingungen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gestellt hat, nicht erfüllt. Es wurden Schlupflöcher genutzt, die peinlicherweise das Bundesamt Monsanto selbst genannt hat. Das waren andere Monitorings, die beispielsweise von Imkerverbänden freiwillig gemacht werden. Es wurde aber nicht geprüft, ob diese überhaupt geeignet sind. Genau das sind sie nicht. Das alles ist kein Zufall: Man muss ganz klar sagen, dass der zuständige Beamte auch die Weisungen des Ministers und des Behördenleiters selbst nicht mitgetragen hat. Eine interne Mail kam auf unerklärlichen Wegen zur Firma Monsanto und als Vorlage in gerichtliche Auseinandersetzungen. Das heißt, die Beamten des eigenen Hauses tragen dazu bei, die gestellten Anforderungen zu umgehen. Der Verkauf wurde so wieder vor der nächsten Aussaat freigegeben.</p>
<p>Sie haben Bedenken, dass staatliche Stellen wirtschaftliche Interessen mehr achten als kritische Studien.</p>
<p>Zumindest muss man sagen, dass offensichtlich die Intention des Gesetzgebers auf der deutschen und der europäischen Ebene innerhalb der Behörde nicht akzeptiert wird. Das kann man in dem Fall Mon 810 nicht anders ausdrücken. Welche persönlichen Interessen dahinter stehen, weiß ich nicht. Was wir aber belegen können, ist, dass genau dieser Beamte in etlichen Verbänden und Initiativen aktiv ist, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Agro-Gentechnik zu fördern. Die notwendige Distanz ist nicht da, mit der Folge, dass etliche Behörden nicht unabhängig arbeiten. Das ist eine Situation, die man als Parlamentarier nicht hinnehmen kann.</p>
<p>Was Sie geschildert haben, ist ein Ergebnis der Studie, die Sie in Auftrag gegeben haben. Wird es nun als Folge parlamentarische Initiativen geben?</p>
<p>Ich nehme das nicht auf die leichte Schulter. Es wird in jedem Fall parlamentarische Anträgen geben. Wir müssen uns als Politik auf die Unabhängigkeit der Experten verlassen. Gerade beim Thema Gentechnik müssen politische Entscheidungen glaubwürdig sein. Die Bevölkerung ist da äußerst misstrauisch.</p>
<p>Werden Sie versuchen, Agrarminister Horst Seehofer von der CSU zum Handeln zu drängen?</p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Ich werde ihm meine Studie noch einmal persönlich schicken. Viele Dinge könnten auch wirklich neu für ihn sein. Ich erwarte nicht, dass der Minister über alle Entwicklungen im Detail im Bilde ist.</p>
<p>Noch einmal zu den praktischen Problemen: Was macht nun der Bauer, in dessen Feld gentechnisch veränderte Pflanzen sprießen, weil sein Nachbar diese anbaut?</p>
<p>Das ist eine komplizierte Situation. Wir haben in Deutschland ein ziemlich gutes Haftungsrecht. Der Bauer hat im Prinzip den Anspruch auf eine Entschädigung. Die Analysen muss der Landwirt allerdings zunächst selbst bezahlen. Mit denen muss er nur nachweisen, dass gentechnisch verändertes Material in seinen Produkten ist, nicht aber wer Schuld daran hat. Die Verantwortung trägt immer der, der gentechnisch verändertes Material pflanzt. Probleme hat der betroffene Bauer dann, wenn die Verunreinigungen geringer sind als sie die Kennzeichnungsschwelle oft akzeptiert.</p>
<p>Auf der Konferenz der Vereinten Nationen in Bonn, an der Sie teilgenommen haben, ging es um internationale Haftungsfragen. Wer bezahlt eigentlich die Umweltschäden, die durch Gentechnik verursacht werden?</p>
<p>Über die Ausgestaltung der Haftungsregeln wird es in den nächsten zwei Jahren noch große Auseinandersetzungen geben. Wir finden den deutschen Ansatz einer verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung ganz gut, wie er zu rot-grünen Regierungszeiten aufgenommen wurde. Dieser darf sich aber nicht nur auf Nutzflächen beziehen, sondern auch auf die Umwelt. Wir wünschen uns gesetzliche Regelungen, die im Kern beinhalten: Wer Genprodukte anbaut und dadurch die Umwelt kontaminiert, muss den Schaden zahlen.</p>
<p><em>Das Interview führte Marco Pecht</em></p>
<blockquote>
<p>Ulrike Höfken (53) ist Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Sie ist seit 1994 im Parlament. Ihr Wahlkreis ist Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz.</p>
</blockquote>
<p>Pressemitteilung</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Monsantos Gen-Mais Feld bei Weimar zerstört]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/23/monsantos-gen-mais-feld-bei-weimar-zerstort/</link>
<pubDate>Fri, 23 May 2008 07:54:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Maik Zünsler 21.05.2008 08:54 Themen: ÖkologieUnbekannte haben in der Nacht zu Dienstag das Monsan]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Maik Zünsler 21.05.2008 08:54 Themen: Ökologie</em><br />Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag das Monsanto-Demonstrationsfeld mit dem genmanipulierten Mais MON 810 in Buttelstedt bei Weimar zerstört.<br />Mit dem Feld wollte Monsanto eigentlich die ca. 20.000 Bauern u. Fachbesucher, die zu den &#34;DLG-Feldtagen&#34; vom 24.bis 26.Juni dort erwartet werden, von ihrem MON(ster)-Mais überzeugen (<a href="http://www.dlg-feldtage.de">www.dlg-feldtage.de</a>) <br />In den letzten Tagen hatte sich eine Bürgerinitiative gegen dieses Feld und für eine gentechnik-freie Region Weimarer Land gegründet. </p>
<p>Der Gen-Mais MON 810 ist resistent gegen den Maiszünsler, weil er in allen Pflanzenteilen das Bt-Gift selbst produziert. Skeptiker kritisieren, daß Langzeitstudien zu den Auswirkungen auf den menschlichen und tierischen Organismus fehlen. Aus USA, wo das Zeug bereits im großen Stil angebaut und verfüttert wird, wurde von sinkenden Reproduktionsraten und erhöhter Sterblichkeit in den Tierbeständen berichtet. </p>
<p>Landwirte, die Monsanto-Produkte in Nordamerika anbauen, berichten von Knebelverträgen, die es Ihnen quasi unmöglich machen, wieder auf konventionelles Saatgut umzustellen oder auch nur kritisch über Ihre Erfahrungen zu berichten. Landwirte, die nicht gentechnisch-verändertes Saatgut anbauen und deren Felder durch Nachbarn mit GVO verunreinigt werden, werden von Monsanto auf Lizenzgebühren verklagt! </p>
<p>Maispollen kann sich über weite Entfernungen ausbreiten und so mit konventionellen Pflanzen kreuzen. Dadurch ist die Ausbringung von gentechnische veränderem Mais im Freiland ein Prozess, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. </p>
<p>Deshalb: Gegen gentechnisch veränderte Organismen, hier und überall! <br />Gegen Patente auf Leben! <br />Für eine nachhaltige und faire Nahrungsmittelproduktion! </p>
<p>Weitere Infos hier: </p>
<p><a href="http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/"> http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/</a> <br /> <a href="http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/gefahren_risiken/">http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/gefahren_risiken/</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[öffentliche Anhörung in Perleberg]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/23/offentliche-anhorung-in-perleberg/</link>
<pubDate>Fri, 23 May 2008 07:33:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/23/offentliche-anhorung-in-perleberg/</guid>
<description><![CDATA[Datum: Donnerstag, den 29. Mai 2008 um 19 UhrOrt: Perleberg, Freizeitzentrum &quot;Effi&quot; in der]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Datum: Donnerstag, den 29. Mai 2008 um 19 Uhr<br />Ort: Perleberg, Freizeitzentrum &#34;Effi&#34; in der Wittenberger Str. 91</strong></p>
<p>Die Stadt Perleberg hat eine öffentliche Anhörung bzw. ein &#34;Forum&#34; anberaumt, in der sich Gegner und Befürworter der Agro-Gentechnik äußern können. Hierbei geht es um den Antrag der Fraktion &#34;Die Linke&#34;, daß auf den Flächen, die der Stadt Perleberg gehören, die Pächter keine Gentechnik anbauen dürfen, und daß die Stadt einer gentechnikfreien Region Prignitz beitritt.<br />Es ist eine Podiumsdiskussion mit je 3 Gentechnik- Befürwortern und -gegnern geplant.<br />Die Veranstaltung wird von Frau Ferch von der Tageszeitung &#34;Der Prignitzer&#34; moderiert.</p>
<p>Für weitere Informationen könnt Ihr mich gerne zurückrufen..</p>
<p>Viele Grüße,<br />Johannes Tucek</p>
<p>BUND LV Brandenburg<br />Friedrich - Ebert - Strasse 114a<br />14467 Potsdam<br />Tel: 0331 / 237 00 141<br />Fax: 0331 / 237 00 145<br />Email: mailto:bund.brandenburg@bund.net<br />Internet: www.bund-brandenburg.de</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gentech-Riese Monsanto unter Beschuss]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/17/gentech-riese-monsanto-unter-beschuss/</link>
<pubDate>Sat, 17 May 2008 12:40:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
<guid>http://genfood.wordpress.com/2008/05/17/gentech-riese-monsanto-unter-beschuss/</guid>
<description><![CDATA[&quot;Unternehmen scheint gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren&quot;
Brüssel lässt Genmais]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#34;Unternehmen scheint gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren&#34;</strong></p>
<p><img style="float:left;margin:5px;" alt="" src="http://img.pte.at//lowrespics/1210943444i18688.jpg" /><em>Brüssel lässt Genmais-Importe zu (Foto: pixelio.de, Andre)<br /></em><br />St. Louis (pte/17.05.2008/06:10) - <a href="http://www.monsanto.com">Monsanto</a>, der weltgrößte Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut, dominiert den Markt wie kein anderes Unternehmen. So steuert der Konzern rund 90 Prozent des weltweit vermarkteten Gentech-Saatguts bei. Allein im zweiten Quartal erzielte der Gentech-Riese Nettorekordeinkünfte von 1,12 Mrd. Dollar. Diese Quasi-Monopolstellung wird jedoch nicht nur von Gentechnik-Gegnern aufs Schärfste kritisiert. &#34;Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt 'Monsanto' auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde&#34;, schreibt etwa arte online. Neben den Produkten selbst ist auch die Art und Weise, wie Monsanto seine Vormachtstellung erreichen konnte, heftig umstritten. &#34;Das Unternehmen ist dazu in der Lage, amerikanische und europäische Regulierungsinstanzen zu manipulieren, Journalisten und Forscher zu entlassen und missliebige Untersuchungen abzubrechen&#34;, warnt die französische Journalistin Marie-Monique Robin in einem arte-Interview. Robin hat drei Jahre aufgewendet, um die ihrer Meinung nach fragwürdigen Machenschaften des Mega-Konzerns zu durchleuchten. </p>
<p>Für Negativschlagzeilen hat Monsanto bereits mit mehreren Produkten gesorgt. Bekannt wurde das 1901 gegründete ehemalige Chemieunternehmen mit dem heute als chemischer Kampfstoff klassifizierten Herbizid &#34;Agent Orange&#34;, das im Vietnamkrieg zum Einsatz kam. Das Monsanto-Wachstumshormon rBST, das die Milchleistung bei Rindern steigert, soll Medien zufolge die Wahrscheinlichkeit von Euterentzündungen erhöhen und gesundheitliche Schäden beim Menschen durch Rückstände in der Kuhmilch verursachen. Die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB (Clophen) aus dem Monsanto-Sortiment wird hierzulande seit den 1980er Jahren als hochgiftig eingestuft. Dabei liegt das Kerngeschäft des Konzerns Unternehmensangaben zufolge in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von gentechnisch verändertem Saatgut der Kulturpflanzen Mais, Sojabohne und Raps. &#34;Ein großes Problem etwa ist die Verbreitung der Gentech-Baumwolle seitens des Saatgutkonzerns&#34;, meint Christian Felber, Globalisierungsexperte bei der <a href="http://www.attac.at">NGO Attac</a>, im Gespräch mit pressetext. Ebenso, so die Kritik, würden die Wasser- und Aquakultur-Geschäfte des Unternehmens das Ziel verfolgen, die für das Überleben wichtigen Ressourcen zu monopolisieren und in einen Markt zu verwandeln. &#34;Über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren&#34;, folgert arte. </p>
<p>Dabei argumentiert Monsanto, gentechnisch verändertes Saatgut könne den Welthunger bekämpfen und führe zu höheren Erträgen. Wie eine Studie der Universität von Kansas aufzeigt, bringt Gentech-Soja im Vergleich zu konventionellem Saatgut jedoch um zehn Prozent weniger Ertrag. Schädlingsresistente Pflanzen werden von anderen, bisher unbekannten Krankheiten befallen, berichtet die taz. Darüber hinaus kontaminiere das genetisch veränderte Saatgut Boden und Umwelt, wodurch natürliches Saatgut unbrauchbar würde. So wurde der Monsanto-Gentech-Raps GT73 von der Europäischen Umweltbehörde als Hochrisikopflanze bezüglich des unkontrollierten Vordringens in die Natur eingestuft (<a href="http://pte.at/pte.mc?pte=051107044">pressetext berichtete</a>). Monsanto kommt dem Kontaminierungsproblem entgegen, indem sich jene Bauern, die Monsanto-Produkte verwenden, vertraglich dazu verpflichten, kein Saatgut aus der Vorjahresernte für die erneute Bewirtschaftung der Felder heranzuziehen. Stattdessen sind sie dazu angehalten, die im Schnitt vier mal teurere Saat wieder zu kaufen. Wird auf den Feldern Saatgut aus dem Vorjahr entdeckt, überzieht der Konzern die Bauern mit Patentrechtsklagen. Um regional die Marktoberhand zu behalten, kauft Monsanto andere Saatgutfirmen kurzerhand auf. </p>
<p>&#34;Die Verbindungen zwischen den staatlichen Stellen, die gentechnisch veränderte Pflanzen zulassen, und der Industrie sind enger als bisher bekannt&#34;, schreibt der Tagesspiegel. Noch im Frühjahr 2007 hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit den Verkauf der Monsanto-Maissaat MON810 untersagt. Grund dafür war ein fehlender Monitoring-Plan, der über die Umweltauswirkungen durch den Gen-Mais Auskunft gab. Obwohl das Bundesamt für Naturschutz die Begleituntersuchungen als unzureichend befand, wurde das Vertriebsverbot für MON810 im Dezember des Vorjahres wieder aufgehoben. &#34;Die enge Verflechtung zwischen Agroindustrie und Behörden macht die staatliche Risikobewertung unglaubwürdig und erschüttert das Vertrauen in die Demokratie&#34;, meint die grüne Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken. Wie Anfang Mai von der EU-Kommission beschlossen, müssen nun auch jene Länder, die ein Importverbot über Gentech-Maissorten verhängt haben, MON810 zur Einfuhr zulassen, um keine wissenschaftlich unbegründeten Handelsschranken aufzubauen. Ansonsten würden rechtliche Konsequenzen folgen. </p>
<p>Das Konzernlobbying seitens Monsantos reicht Medienangaben zufolge bis hin zum politischen Postenschacher. In den USA sollen Mitarbeiter von Bundesbehörden in Monsanto-Reihen und zurück gewechselt haben. Mitglieder der britischen Labour Party sollen massiv in die Gen-Industrie investiert haben. In Mexiko gebe es mit &#34;Ley Monsanto&#34; sogar ein eigenes Gesetz, das den Interessen des Konzerns entgegen komme. &#34;Ich bin ziemlich schockiert darüber, welch ungeheuren Einfluss ein multinationales Unternehmen auf demokratische Staaten und darüber hinaus auf die ganze Welt ausüben kann&#34;, so die Journalistin Marie-Monique Robin. Die weltweite massenhafte Verbreitung von genetisch veränderten Organismen (GVO) sei aufgrund von Manipulation und Intrigen möglich gemacht worden. </p>
<p>&#34;Die GVO kamen auf den Markt, ohne dass sie irgendeinem ernstzunehmenden wissenschaftlichen Test unterzogen worden wären. Die Zulassung geschah aus rein politischen Gründen. Das hat der Sprecher der Food and Drug Administration, James Maryanski, vor laufender Kamera auch zugegeben&#34;, erklärt Robin. Monsanto wolle die Macht über das Saatgut weltweit übernehmen. Als Verbraucher verfüge man mit &#34;kaufen oder nicht kaufen&#34; über die einzige Waffe gegen die Marktbeherrschung von GVO. Der weltweite Kampf gegen den Hunger wird der Kansas-Studie zufolge von genetisch veränderten Pflanzen nicht erleichtert. Stattdessen führt erfolgreiches Lobbying zu weiteren tiefgreifenden Problemen. &#34;Neben der Biotechnologie ist Monsanto auch ein Musterbeispiel für die gegenwärtige Entwicklung des Kapitalismus&#34;, schließt Robin. (Ende)</p>
<p>gefeunden bei: <a href="http://www.pressetext.ch/pte.mc?pte=080517002">pressetext.deutschland</a></p>
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</item>
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<title><![CDATA[„Der größte Angriff auf das Leben“]]></title>
<link>http://genfood.wordpress.com/2008/05/13/%e2%80%9eder-groste-angriff-auf-das-leben%e2%80%9c/</link>
<pubDate>Tue, 13 May 2008 06:49:25 +0000</pubDate>
<dc:creator>genfood</dc:creator>
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<description><![CDATA[Landwirt Percy Schmeiser (Kanada) berichtet über die Landwirtschaft mit gentechnisch veränderten P]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Landwirt Percy Schmeiser (Kanada) berichtet über die Landwirtschaft mit gentechnisch veränderten Pflanzen<img style="float:right;margin:5px;" alt="" src="http://www.hz-online.de/aktuelles/images/2008-05-13_hnstadt.jpg" /></p>
<p>Trotz des lauen Frühsommerabends strömten am Samstagabend die Besucher ins Heidenheimer Konzerthaus. Das Thema Gentechnik in der Landwirtschaft stieß auf großes Interesse, und viele waren gekommen, um sich die Erfahrungen des kanadischen Landwirts Percy Schmeiser anzuhören. Eingeladen hatte das Aktionsbündnis „Gentechnikfreie Anbauregion Kreis Heidenheim“.</strong></p>
<p>Landrat Hermann Mader, der das Ansinnen des Aktionsbündnisses unterstützt, war persönlich zum Vortrag des Trägers des Alternativen Nobelpreises 2007 gekommen, Oberbürgermeister Bernhard Ilg hatte Schmeiser zuvor im Rathaus empfangen, wo der Gast sich in das goldene Buch der Stadt Heidenheim eintrug.</p>
<p>Von den eingeladenen Abgeordneten, die in den überregionalen Parlamenten mit dem Thema konfrontiert werden könnten, sei keiner gekommen, bedauerte Landwirt und För-Vorstandsmitglied Hans-Peter Mack aus Sontheim/Stubental. Dafür war das Interesse der anwesenden Zuhörer groß, sich bereits vor oder nach dem Vortrag in die Unterschriftenlisten für die gentechnikfreie Anbauregion Kreis Heidenheim einzutragen.</p>
<p>Percy Schmeiser, der von Walter Haefeker vom Verband europäischer Berufsimker übersetzt wurde, appellierte an die Bürger in Europa: „Ich bin nicht gekommen, um Ihnen zu sagen, was Sie tun sollen. Ich bin gekommen, um Ihnen von unseren Erfahrungen zu berichten. Wir hatten niemand, der uns gewarnt hat, aber Sie können nicht sagen, dass Sie nicht wussten, was passieren wird, wenn Sie den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zulassen.“</p>
<p>In Kanada und den USA werden seit 1996 gentechnisch veränderte Pflanzen – Mais, Soja, Raps und Baumwolle – angebaut. Diese wurden hauptsächlich vom multinationalen Konzern Monsanto entwickelt und an die Landwirte verkauft. Der heute 77-jährige Schmeiser baute auf konventionelle Weise Raps an. 1998 verklagte der Konzern Monsanto Schmeiser, weil er gentechnisch verändertes Saatgut ohne Genehmigung der Firma verwendet haben sollte. „Es gab keine Beweise dafür, dass ich jemals gentechnisch verändertes Saatgut verwendet habe“, erzählte Schmeiser. Jedoch fanden sich die veränderten Gene durch Auskreuzung auch auf Schmeisers Feldern. </p>
<p>In erster Instanz gab das Gericht Monsanto in vollem Umfang Recht: Saatgut und Pflanzen und damit auch Schmeisers Gewinn aus der Rapsernte von 1998 wurden dem Konzern zugesprochen.</p>
<p>Schmeiser ging zweimal in Revision, schließlich landete der Fall vor dem Obersten Gerichtshof Kanadas. Dort, so berichtete Schmeiser, konnte er auch noch andere Themen in die Verhandlung einbringen: Können lebende Organismen – Saatgut, Pflanzen, Tiere, Organe – von einem Konzern besessen werden? Können Landwirte das Recht behalten, ihr eigenes Saatgut anzubauen? Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs fiel zwar zugunsten von Schmeiser aus, der nichts bezahlen musste, da er laut Gerichtsurteil keinen Vorteil aus der Verunreinigung seines Rapses zog. Jedoch bestätigte das Gericht das Patentrecht von Monsanto auf das veränderte Gen. Dies bedeutet, dass alle Lebewesen, in denen das Gen nachgewiesen werden kann, dem Konzern gehören.</p>
<p>Schmeiser gelang es jedoch, den vermeintlichen Sieg für Monsanto umzukehren: Als 2005 wieder verunreinigter Raps auf seinen Äckern wuchs, machte er den Konzern für die Entfernung des Saatgutes verantwortlich. „Wer eine Lebensform freisetzt, die ihm gehört, muss auch dafür verantwortlich sein, was diese für Schäden anrichtet“, argumentierte Schmeiser. Wer es unmöglich mache, gentechnikfreie Lebensmittel herzustellen, müsse dafür haften, meint der Kanadier.</p>
<p>Schmeiser verklagte Monsanto auf die Rückerstattung der Kosten für die Entfernung der Monsanto-Pflanzen aus seinen Feldern. Der Konzern einigte sich außergerichtlich mit ihm. „Das war nicht nur ein Erfolg für uns, sondern für die Landwirte auf der ganzen Welt“, so Schmeiser. Bereits jetzt gebe es in Kanada Bio-Landwirte, die Monsanto verklagen.<br />Der Freiland-Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen habe immense Folgen: „Es gibt kein gentechnikfreies Rapssaatgut mehr in Kanada“, sagte Schmeiser. Zudem kreuze sich das Gen auch in artverwandte Pflanzen, etwa Rettich, Blumenkohl oder wilden Senf aus.</p>
<p>Es gibt keine Ko-Existenz zwischen Gentechnik und konventionellem Anbau“, so Schmeiser. Die Verbreitung des veränderten Saatgutes könne nicht kontrolliert werden. Abstandsstreifen seien völlig sinnlos: „Der Pollen wird nicht nur vom Wind weitergetragen, sondern auch von Vögeln und Wild verschleppt“, berichtete er. Den Konzernen gehe es nur darum, die Kontrolle über das Saatgut zu gewinnen.</p>
<p>Zudem sei ein Superunkraut entstanden, das nur mit einem Superunkrautvernichtungsmittel aus dem Weg geschafft werden könne. Hersteller des Spritzmittels: Monsanto, Wirkstoff laut Percy Schmeiser zu 70 Prozent „Agent Orange“, ein Entlaubungsmittel, das die USA im Vietnamkrieg großflächig und mit katastrophalen gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung angewendet hatten. Hersteller des Gifts: Monsanto.</p>
<p>Den „größten Angriff auf das Leben unseres Planeten, den wir je gesehen haben“, nannte Schmeiser die Entwicklung des sogenannten „Terminator-Gens“. Dieses mache die Samen von Pflanzen steril, so dass die Pflanze nicht mehr ohne den Einkauf von Saatgut angebaut werden kann. „Auch dieses Gen kann sich in artverwandte Wildpflanzen auskreuzen, die dann auch steril werden.“</p>
<p>Für seine aufrüttelnden Worte wurde er vom Publikum mit stehenden Ovationen bedacht.</p>
<p><a href="http://www.hz-online.de/index.php?mode=full&#38;cat=&#38;open=&#38;open_u=&#38;minDate=&#38;s_id=152431e53a8589a1e39b1e080faac5f3&#38;ident=&#38;id=403628#">Silja Kummer, 