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	<title>gemeinwohl &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/gemeinwohl/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "gemeinwohl"</description>
	<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 05:42:25 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

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<title><![CDATA[Wundermittel Werfenweng]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=466</link>
<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 12:19:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wir liegen alle noch im Bett, Es ist Sonntag, der 10. August. Draußen hebt sich der Morgennebel.  ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/1/1d/Tennengebirge_westwand.png/180px-Tennengebirge_westwand.png" alt="" width="212" height="159" />Wir liegen alle noch im Bett, Es ist Sonntag, der 10. August. Draußen hebt sich der Morgennebel.  "Ich will nicht nach Hause!", brummelt jemand verschlafen. "Ich auch nicht.", seufzt Sekunden später die Kleine. Wir wären gern noch eine Woche geblieben in dieser <a href="http://www.alpine-pearls.com/home.php" target="_blank">Perle der Alpen</a>.</p>
<p>In der Stille von <a href="http://www.werfenweng.org/show_page.php?pid=78" target="_blank">Werfenweng</a>, am Talschluß  vor dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tennengebirge" target="_blank">Tennengebirge</a> im Salzburger Land. So unglaublich die Kulisse ("Werfenweng liegt in den Bergen wie ein Säugling in den Händen seiner Mutter."), so einzigartig das Konzept, auf das ich so neugierig war.</p>
<p><a href="http://www.gasthof-samerhof.com/samo_so.htm" target="_blank">SAMO - Sanft Mobiler Urlaub</a>.... <!--more-->Urlaub vom Auto. 100% Enthastung.  Für Leute, die es "schaffen" ihren Autoschlüssel im Urlaub in der Gemeinde abzugeben. Oder für solche wie mich, die gar kein Auto haben.</p>
<p>Tourismusberater Sebastian Müller hatte die Idee vor Jahren so formuliert: "Es soll keiner mehr mit dem Auto herfahren und wir verlangen Eintritt für die gute Luft. Das wäre dann der erste Ort, der sein Gut nicht herschenkt."</p>
<p>Dieser "Eintrittspreis" wird inzwischen in derart charmanter Weise erhoben, dass es dem Besucher kaum bewusst wird. 5 Euro kostet die SAMO Karte pro Person und Urlaub! Was man dafür bekommt, können sie<a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/08/samo-flyer-winter-07-08-sommer-2008-1.pdf"> hier</a> nachlesen (Tip: zwei Wochen bleiben, sonst ist Einiges wegen der begrenzten Kapazitäten nicht nutzbar.) Den Rest zahlen die Gastgeber, dh. die SAMO Mitgliedsbetriebe über eine Art SAMO-Taxe an den Tourismusverband. Und zwar für solche Gäste, die SAMO nutzen aber auch für alle anderen! Doch eins nach dem andern.</p>
<p>Seit den 50ern setzt Werfenweng auf Tourismus. Zwischen den 70ern und den 90er mit allem Komfort. Wenn man alle Höfe zusammenzählt, kam man damals auf ein paar Hundert Einwohner ... und auf bis zu 200000 Übernachtungen im Jahr. Doch dann schlug die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tauern_Autobahn" target="_blank">Tauern Autobahn</a> ihre Breschen durch die Alpen und in die Tourismusstatistiken. Fernreisen wurden immer erschwinglicher. Und Sonnengarantie kann Werfenweng einfach nicht bieten. Die Touris rauschten vorbei. Katerstimmung.</p>
<p>"So ein Blödsinn!", sollen die meisten kommentiert haben, als 1996 der umtriebige Bürgermeister<a href="http://www.stern.de/auto/service/:Sanfte-Mobilit%E4t-Ein-Dorf/606547.html?rel=catredir" target="_blank"> Peter Brandauer</a>- inspiriert von einer Fachtagung über autofreien Tourismus- anfing, das zu denken, was Werfenweng heute so attraktiv macht. Das österreichische Umweltminsterium suchte Modellorte. Gute Konzepte mussten her.</p>
<p>Brandauer setzt sich mit ein paar Vermietern hin und denkt, entwirft und verwirft. Anderthalb Jahre Arbeit und Diskussionen soll es gebraucht habe, ehe die Idee der Sanften Mobilität konkrete Form annimmt. Wieviel Skepsis, Kopfschütteln, Hürden und Finanzierungsprobleme dabei überwunden werden mussten, kann man sich vorstellen.</p>
<p>Ich erfahre vom Ergebnis dieser Bemühungen vor Jahren in irgend einer Zeitung. Seitdem wollte ich dem nachgehen, denn die Botschaft war hängen geblieben. Reiseplanung Sommer 2008. Ich klicke mich durchs Netz. Komme schnell auf Werfenweng und hole ein paar Angebote ein. Wer nicht SAMO ist, wird von unserer Liste gleich gestrichen.</p>
<p>Die Kinder sind spontan begeistert. Dann packt uns das Fieber und wir machen sozusagen alles falsch. Wir wollen Alm-, und Hochgebirgswanderungen machen, Salzburg besuchen, Museen abklappern, die Burg Hohenwerfen, die Eisriesenwelt, das Hybridauto ausleihen (sogar den Führerschein vergessen wir im SAMO Eifer zu Hause). Wir wollen den Liechtensteinklamm kennenlernen, und mit dem ÖPNV bis in die <a href="http://www.gletscherwelt-weissee.at/Entdecken-Sie-die-Gletscherwelt-Weisssee.127.0.html" target="_blank">Gletscherwelt am Weißsee</a> fahren.... Die Liste wird immer länger. Meine Tochter schleppt schon ihr Sparschwein an, um die Reisekasse aufzubessern. Wir <em>müssen</em> 14 Tage bleiben, sonst <em>schaffen</em> wir das gar nicht. Dabei sollten wir doch <strong>enthasten.</strong> Am besten ohne Liste anreisen und "die Zeit formen." Na ja,  Sanft Mobil urlauben will gelernt sein.</p>
<p>Wir gehören also nun zu jenen, die dafür sorgen, dass seit Einführung des Konzepts 1997 die Übernachtungszahlen um 30 % gestiegen sind. Die Auslastung der SAMO Betriebe ist dabei signifikant höher als die der Nicht SAMO Betriebe. Sie verzeichnen knapp 80% mehr Belegung. Die meisten Gastgeber haben sich der Arbeitsgruppe angeschlossen. Ein Jahrzehnt ist darüber vergangen. Doch noch immer hält die Skepsis oder die Sorge um die zusätzlichen Kosten ein Fünftel der Familien/Betriebe davon ab, diesen Schritt zu gehen.</p>
<p>Wir haben bis zu diesem Sonntag Morgen fast das komplette SAMO Programm genossen. Manches auch anders, individueller gestaltet. Wir haben einen sportlichen, kulturvollen und entspannenden Urlaub erlebt. Aber auch das ein oder andere Problem kennengelernt, das mit diesem Prozess verbunden ist.</p>
<p>Vor allem aber habe ich immer mehr Fragen. Brauche noch mehr Orts- und Personenkenntnis, um ihnen nachzugehen. Woher kommt das nötige Geld - für die Solaranlagen, die Reisebusse oder die sündhaft teuren Elektrofahrzeuge? Apropos: Schonmal BIGÁ gefahren? <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/08/biga.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-490" src="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/08/biga.jpg?w=204" alt="" width="204" height="300" /></a>Aus Fördermitteln freilich. Aber das reicht nicht. Vielleicht für die Anschubfinanzierung aber nicht für ein langfristiges Finanzkonzept. Warum zahlen die Gäste nicht wenigstens 5 EURO pro Woche für SAMO? Also 10 Euro für Gäste, die zwei Wochen bleiben? Das frage ich am letzten Tag <a href="http://www.rohrmoser.at/welcome.htm" target="_blank">Peter Rohrmoser</a>, unseren Gastgeber und Chef der SAMO Angebotsgruppe. "Eigentlich wollen wir dahin kommen, dass die Karte für die Gäste gar nichts kostet." Aha.</p>
<p>Der "Eintrittspreis für gute Luft" ist gewissermaßen im Übernachtungspreis enthalten. Die Frage ist -wie immer bei Allmenden- <strong>nicht so sehr ob man zahlt, sondern wer, was, wofür zahlt. Und wer über die Zahlungsbedingungen entscheidet</strong>. Meiner Ansicht nach erhalten die Werfenwenger nicht nur ihre Allmende, sondern sie schaffen auch eine neue. Und das kostet Geld.</p>
<p>Wer? In Werfenweng zahlen die Mitgliedsbetriebe und damit indirekt die Touris.</p>
<p>Was? Die Mitgliedbetriebe zahlen ihre bessere Auslastung, die Touristen "zahlen" die Vorteile der SAMO Karte und den Shuttle Service.</p>
<p>Wofür? Dafür, dass Werfenweng im Kern so bleibt wie es ist - nur mit Hightech-, dafür dass die lokale Allmende erhalten bleibt und noch dazu ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird. Scheint mir alles in allem ein sehr guter Deal.</p>
<p>100.000 EURO werden jährlich benötigt, um die bisherige Angebotspalette aufrecht zu erhalten. Mehr, um sie auszuweiten und zu verbessern. Der Shuttle, den wir im kompletten Urlaub kostenlos nutzen (runter ins Salzachtal und wieder hoch, zum Zug, zum Minigolf, zur Burg), folgt einem eigenen Finanzkonzept.</p>
<p>Andere Fragen konnte ich nur streifen: Was verändert das Projekt im Dorf? Was geschieht mit den Bindungen - an den Ort, an die Umgebung, und untereinander? Gibt es Trittbrettfahrer? Wie geht die Gruppe mit Konflikten oder mit Neid um? Nicht nur im Ort, vermute ich, sondern auch in Nachbarorten, die die Tourismuskrise nicht überwunden haben, die kein Modellort sind...</p>
<p>Von den ShuttlefahrerInnen und den Mitarbeiterinnen im Tourismusbüro erfuhr ich, dass immer wieder neue Arbeitsgruppen entstehen. Man findet sich zusammen, um Ideen zu entwickeln oder Probleme zu lösen. Das<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dr%C3%BCsiges_Springkraut" target="_blank"> indische Springkraut</a> z.B. hat es bis nach Werfenweng geschafft. Das muss weg. Verregnete Tage sind eine Problem. Welche Zusatzangebote kann man da machen? Nachbarschaftshilfe, das sagen alle, wird hier ganz groß geschrieben. Zwar war das schon immer so, aber die unzähligen Fragen und Probleme, die im SAMO Kontext miteinander geklärt werden müssen, erhalten und beleben sie auch.</p>
<p>Der Ort wächst aus sich heraus. Neue Häuser überall. Von jungen Einheimischen, die hier bleiben. Ich denke an mein schönes Rhöndorf. Das stirbt aus.</p>
<p>Die Werfenwenger haben noch viel vor. Eine von Brandauers Visionen klingt so:  "...von Bischofshofen nach Werfenweng mit der Erlebnisbahn, innerorts mit (solarbetriebenen) Elektromobilen, mit dem Pferdetaxi vom Ort in die Wengerau und mit einer Art Minibahn zum Schigebiet in die Zaglau. Und die Autos der Einheimischen würden alle in einer Tiefgarage stehen."  Und da gibt es noch den <a href="http://www.cipra.org/competition-cc.alps/SAMO/" target="_blank">Solarpark,</a> der sich im ständigen Ausbau befindet, und...</p>
<p>Wer also wissen will, wie verantwortungsvoller  Umgang mit der lokalen natürlichen, kulturellen (kulinarischen) und sozialen Allmende im digitalen und Solarzeitalter aussehen kann, der wird hier fündig.</p>
<p>Ich gehöre zu denen, die selten an einen Ort zurückkehren. Dafür ist die Welt zu bunt und zu spannend. Zu viel will ich andernorts noch entdecken. Aber Werfenweng ist etwas Besonderes. Ich werde das WinterSAMO testen und meinen Fragen nachgehen.</p>
<pre>Fotos:
Westwand des Tennengebirges: Hans Fischer; Lizenz: CC-BY-SA, http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Tennengebirge_westwand.png
BIGÁ: Tourismusverband Werfenweng - Bernhard Bergmann

Zitate: Alle nicht namentlich gekennzeichneten Zitate aus: Fritz Kalteis/Bernhard Bergmann: Werfenweng, Sanft Mobil auf neuen Wegen. Tourismusverband Werfenweng, 2006.</pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[We have all drunk from dwells we did not dig]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=353</link>
<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 22:59:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=353</guid>
<description><![CDATA[Sprichwort des Tages:
&#8220;We have all drunk from wells we did not dig and warmed ourselves at
fir]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Sprichwort des Tages:</p>
<p><strong>"We have all drunk from wells we did not dig and warmed ourselves at<br />
fires we did not build."</strong></p>
<p>(Wir alle haben aus Brunnen getrunken, die wir nicht selbst gegraben und uns an Feuern gewärmt, die wir nicht selbst entfacht haben.)</p>
<p>Aus einem <a href="http://onthecommons.org/content.php?id=2063" target="_blank">lesenswerten Beitrag</a> von David Bollier (engl.) über seine Fahrradtour durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/White_Mountains_%28New_Hampshire%29" target="_blank">White Mountains</a> und die sozialen commons der biker-community.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gesundheits-Commons ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=264</link>
<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 22:27:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=264</guid>
<description><![CDATA[ Das Health Commons Projekt -Therapy Development in a Networked World- wurde gestartet. Ein Ableger ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float:left;border:2px solid black;margin:4px;" src="http://farm1.static.flickr.com/125/323054510_6b0d77be1a_m.jpg" alt="" width="278" height="209" /> Das <a href="http://sciencecommons.org/projects/healthcommons/" target="_blank">Health Commons Projekt</a> -<strong>Therapy Development in a Networked World</strong>- wurde gestartet. Ein Ableger von <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/08/wozu-neu-entdecken-was-wir-schon-wissen/" target="_blank">Science Commons</a>. Das wiederum ist aus dem Shooting Star <a href="http://creativecommons.org/international/" target="_blank">Creative Commons</a> hervor gegangen.</p>
<blockquote><p>"It's time to bring the same efficiencies to human health that the network brought to commerce and culture.<strong> And to do that, it takes a Commons.</strong>",so <a href="http://creativecommons.org/about/people/#34" target="_blank">John Wilbanks</a> in seiner 6-minütigen Einführung. Sehens- und hörenswertes <a href="http://sciencecommons.org/weblog/archives/2008/06/12/announcing-the-health-commons/" target="_blank">Video</a>!</p></blockquote>
<p>Science Commons bezeichnet es als seine Mission, den Entwicklungsprozess von der Grundlagenforschung bis zum Endprodukt (ein wirksames Medikament) zu beschleunigen. Die bislang benötigten durchschnittlich 17 Jahre <!--more-->könnten sich weder die Gesellschaft noch einzelne Firmen leisten.</p>
<p>Es gehe also darum, <strong>mehr</strong> und <strong>bessere</strong> Therapien und Heilmittel <strong>schneller</strong> auf den Markt zu bringen. Bisher seien die Transaktionskosten zu hoch. Datenverknüpfung, Standardisierung, Zugriffserleichterung usw. stehen auf der Tagesordnung, um selbige zu senken. Konkret heißt das:</p>
<blockquote><p>...databases of the results of chemical assays, toxicity screens and clinical trials; libraries of drugs and chemical compounds; repositories of biological materials (tissue samples, cell lines, molecules); computational models predicting drug efficacies or side effects; and contract services for high-throughput genomics and proteomics, combinatorial drug screening, animal testing and biostatistics.</p></blockquote>
<p>Worum es in der Selbstdartstellung bislang weniger geht ist, von wem konkret diese Turbomedikamentenentwicklung vorangetrieben werden soll, und wer sie finanziert.</p>
<p>Die motivationale Begründung liefern  -wie immer im Pharmabereich- Krankheiten, die vorwiegend in Ländern des Südens anzutreffen sind. Das zitierte Einführungsvideo startet mit dem Beispiel der <a href="http://www.netdoktor.de/krankheiten/reisemedizin/flussblindheit.htm" target="_blank">Flußblindheit.</a> 18.000.000 Menschen  sind betroffen, die meisten davon in Entwicklungsländern. Rund 300.000 sind erblindet. Solche Zahlen beeindrucken. Natürlich geht es auch darum.</p>
<p>Doch gerade der Medikamentenbereich ist extrem vermachtet. 10 Firmen kontrollieren nach <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/06/comm82oligopnovdec03.pdf">einem Forschungsbericht</a> der ETC-Gruppe 62% des Weltmarktes. Wie Health Commons damit umgeht, ist mir noch nicht klar. Denn schließlich ist <strong>schneller, mehr und besser </strong>nicht unbedingt<strong> transparent und gerecht.</strong></p>
<p>Die Macher von Health Commons sagen, ihr Ziel sei...</p>
<blockquote><p>to enable more companies, foundations, laboratories or even individuals to conduct research on disease targets efficiently, by providing better access to the resources that large pharmaceutical companies assemble and integrate "in house." To do this, Health Commons will facilitate the emergence of a "virtual marketplace," or ecosystem (Sic! S.H.), through which participants can more easily access the data, knowledge, materials and services for accelerating research.</p></blockquote>
<p>Das klingt schwer nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Public_Private_Partnership" target="_blank">PPP; Public Private Partnership</a> (auch kritisiert als <strong>P</strong>ublic <strong>P</strong>ayed <strong>P</strong>ublicity). PPP scheint als Finanzierungskonzept bei Science &#38; Health Commons hoch im Kurz zu stehen. Es birgt jedoch die Gefahr, dass vor allem solche Bereiche miteinander vernetzt werden, an deren Prozessende Medikamente stehen, die einem kleinen, aber zahlungskräftigen Patientenkreis zu Gute kommen. Denn, so <a href="http://www.cbc.ca/technology/story/2008/05/30/f-strauss-drugresearch.html" target="_blank">Steven Strauss</a>:</p>
<blockquote><p>... they (die Pharmakonzerne) aren't in the "selling-a-more-efficient-process" business. <strong>They're drug companies, after all. They want a $5 billion-a-year "treatment" for male impotence and not a bundle of assays or imaging technology to make the whole process better for everyone</strong>.</p></blockquote>
<p>Das ist genau der Punkt! Ich habe keinen Zweifel daran, dass es Health Commons darum geht,:</p>
<blockquote><p>Wissen aufzubereiten... und dieses Wissen in Lebensrettung zu übersetzen (vgl. Video)</p></blockquote>
<p>Aber wer "rettet" wen zu welchen Bedingungen und für welche Gegenleistung? Wer entwickelt welche Therapien und Medikamente mit welchen Methoden und Normen? Wer ist daran interessiert, die Malaria zu bekämpfen, für deren Therapie weder die Armen selbst noch die entsprechenden Staaten wirklich einen fürstlichen Lohn hinlegen könnte. Wer also finanziert die Turboentwicklung wirksamer Medikamente möglichst unkontaminiert von Gewinnerwartungen?</p>
<p>Entscheidend ist, was hinten rauskommt dh. wie demokratisch, transparent und frei von wirtschaftlichen Verwertungsinteressen die Pharmaforschung gehalten wird.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Was wir vor allem brauchen  sind:</span></p>
<ul>
<li>Eine Allmende des für die Pharmaforschung notwendigen Wissens.</li>
<li>Weitgehend barrierefreien Zugang zu diesem Wissen -in Abhängigkeit von der konkreten Nutzung desselben</li>
<li>Eine stabile öffentliche Finanzierung der Forschung.</li>
</ul>
<p>Und vor allem:</p>
<ul>
<li>Keine Monopolisierung im Pharmasektor</li>
<li>keine Patente auf Medikamente und</li>
<li>keine Monopolpreise für die zu erwartenden Ergebnisse dieser "effizienteren" Forschung.</li>
</ul>
<p>foto on flickr by<a href="http://flickr.com/photos/manicstreetpreacher/" target="_blank"> street preacher </a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stellt die Bodenfrage]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=262</link>
<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 15:25:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=262</guid>
<description><![CDATA[ &#8220;Reclaim the Commons&#8221;, stellt die Bodenfrage, fordert die Allmenden zurück, sagte Karl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float:left;border:2px solid black;margin:3px;" src="http://farm1.static.flickr.com/32/66256859_0440744961_m.jpg" alt="" width="255" height="193" /><strong> "Reclaim the Commons", stellt die Bodenfrage, fordert die Allmenden zurück, sagte <a href="http://www.karllinn.org/" target="_blank">Karl Linn </a>(1923-2005) immer wieder."</strong> So beginnt ein Aufsatz von Elisabeth Meyer-Renschhausen (vgl. auch <a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-1-073" target="_blank">Unter dem Müll der Acker</a>), der 2005 in<a href="http://www.stadtundgruen.de/archiv/pdf/sug%201005.pdf" target="_blank"> Stadt+Grün</a> erschien.</p>
<p>Damit macht mich die Autorin neugierig. Und, zugegeben, von Linn hatte ich noch gar nichts gelesen. Dabei kommt nicht an ihm vorbei, wer sich mit städtischen Gemeingütern befasst.</p>
<p>Linn -ein aus Deutschland vertriebener Jude- gilt als Vater der nordamerikanischen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Community_gardening" target="_blank">Community Garden Bewegung</a>. Falls Sie jetzt den Impuls verspüren, wegen dieser etwas großmütterlichen Bezeichnung wegzuklicken:</p>
<blockquote><p><strong>Community gardening is 50% gardening and 100% local political organizing.</strong> (K. Linn)<!--more--></p></blockquote>
<p>Gemeinschaftsgärten, Boden unter den Füßen, Wurzeln schlagen. Therapeutische Räume schaffen (in den USA wurde 2002 <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Horticulture_therapy" target="_blank">Horticultural Therapy</a> als eigene Ausbildungsrichtung anerkannt.) Das sind die Stichworte. Es geht Linn um vermehrten Zugang zu einem Stückchen Grün, gerade für Arme. Community Gardening - das ist eine Frage der Gerechtigkeit.</p>
<p>Zugang zu Land/Boden zur Bewirtschaftung ist nicht nur in den ländlichen Regionen, sondern gerade in den Städten ein Problem. Verschärft in solchen, die vom Umland nicht ausreichend versorgt werden können. Wie Havanna während der so genannten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Special_Period" target="_blank">"Spezialperiode"</a>.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die städtische Landwirtschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten gerade in Kuba eine Blüte erlebte.  Eric Assadourian schreibt im <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/27/etwas-revolutionares-ist-im-gang/" target="_blank">Bericht zur Lage der Welt 2008</a> zur Frage ob Gärten + Kleinbauern mehr als einen winzigen Teil des Lebensmittelbedarfs eines Landes decken können:</p>
<blockquote><p>"Kuba hat - nachdem im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion und dem US-Embargo die Ölimporte von 13 Millionen auf 6 Millionen Tonnen fielen - eindrücklich bewiesen, dass dies möglich ist. Kuba hatte einst die am stärksten industrialisierte Landwirtschaft Süd- und Mittelamerikas und setzte sogar doppelt so viel Kunstdünger pro Hektar ein wie die Bauern in den USA. Aber der Untergang der Sowjetunion und der darauf folgende Mangel an Öl, Düngemittel und Pestiziden zwang Kuba, die landwirtschaftliche Produktion schnell zu lokalisieren. Heute beziehen viele Menschen ihre Lebensmittel von kleinen Stadthöfen und Gemeinschaftsgärten. Allein in Havanna gibt es mehr als 26.000 Gärten mit einer Gesamtfläche von 2.400 Hektar, die 25.000 Tonnen Lebensmittel erzeugen."(1)</p></blockquote>
<p>Die städtische Community Garden Bewegung wuchs vor allem in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. In den USA (v.a. New York + Berkeley) hat Linn seit den 70ern die Gemeinschaftsgärtnerei als ehrenamtliche Nachbarschaftsarbeit auf innerstädtischen Brachen initiiert. Oft mit Nachbarn, die sich eingangs gar nicht kannten.</p>
<blockquote><p>"Seit den 90er Jahren hat die Nachbarschaftsgärtnerei besonders in den Ghettos der Neuzuwanderer neuen Aufschwung erfahren. ... Seither geht es explizit um Selbstversorgung. Besserverdienende schenken ihre Ernte den lokalen Suppenküchen, die diejenigen versorgen, die keinerlei Sozialhilfe mehr bekommen."</p></blockquote>
<p>Commons, hab ich hier schon öfter gesagt, sind eben das Netz der Gesellschaft.</p>
<p>Seit den 90ern hat sich Linn dafür eingesetzt, Flächen auf Tunneleingangsstücken der lokalen U-Bahn in Paradiese zu verwandeln. ...</p>
<blockquote><p>"mit Hochbeeten und festen Sandwegen dazwischen, so dass Rollstuhlfahrer völlige Bewegungsfreiheit haben."</p></blockquote>
<p>Dass Nachbarschaftsgärtnern nicht nur sozial-ökologisch sinnvoll ist, sondern die Lebensräume und Lebensqualität so verbessert, dass sie "umgerubelt" werden können, haben leider zuerst die Falschen gemerkt. Das Engagement der Hobbygärtner wurde</p>
<blockquote><p>"von anliegenden Vermietern direkt dazu benutzt, die Preise für ihre Häuser und Wohnungen immer höher zu setzen. Ein Hausbesitzer mit Häusern direkt an den drei Community Gärten (gemeint sind die "Mini-Gemüseparks" von Berkeley, S.H.) setzte jedes Mal, wenn einer der Gärten wieder fertig wurde, den Verkaufspreis für sein heruntergekommenes Haus höher. Schließlich wurden farbige Anwohner oder Alleinerziehende, die sich mit ... Verve beim Aufbau ihrer Gemeinschaftsgärten engagiert hatten, ... aus dem Quartier getrieben."</p></blockquote>
<p>Das war nun sicher nicht in Linns Sinn. Doch das System war in etwa so: Verantwortung für die Gärten übernimmt eine -eher lose organisierte- Gruppe von Nachbarn. (Eben keine Profis oder die Stadtverwaltung.) Zugang haben alle. Nutzen dürfen alle. Sozial und ökologisch profitieren alle. Den finanziellen Gewinn aber streichen die Grundbesitzer ein.</p>
<p>Community Gardening kann man nicht losgelöst von der Frage des Grundbesitzes betreiben.  Meist ist das Land in staatlichem oder in Privatbesitz und wird dann als Trust verwaltet (siehe Foto). Die Gemeinschaftsgärtner haben über das Land aber oft nicht die volle Kontrolle. Es geht ihnen sicher auch gar nicht um das Eigentum an Boden (im Sinne des <a href="http://lexikon.meyers.de/meyers/Dominium" target="_blank">dominium</a>), sondern lediglich um das Recht, den Boden so zu nutzen, dass er die eigene Lebensqualität und die des Umfelds hebt. Also eine Art kollektives Nutzungseigentum.</p>
<p>Commons lassen sich ohnehin nur in Kategorien von Besitz (ohne Veräußerungsrecht) und Nutzungseigentum, nicht als absolutes Herrschaftseigentum (dominium) denken.</p>
<p>Das die Bewegung mit der Eigentumsfrage umgehen muss, war auch Linn klar. Seither hielt er die Eingliederung der Community Gardening Bewegung in einen größeren politischen Zusammenhang für unerlässlich (globalisierungskritische Bewegung, Bewegungen, die sich "Reclaiming the Commons" auf die Fahne schreiben).</p>
<p>Seither engagierte er sich auch dafür, dass die Gemeinschaftsgärten in die Bebauungspläne der Stadt Berkeley aufgenommen werden. In <a href="http://www.seattle.gov/neighborhoods/ppatch/links.htm" target="_blank">Seattle</a> ist das bereist gelungen.</p>
<pre>(1) Vgl. u.a.: Mario Gonzalez Novo und Catherine Murphy, „Urban Agriculture in the City of Havana: A Popular Response to a Crisis",
Growing Cities Growing Food: Urban Agriculture on the Policy Agenda: A Reader on Urban Agriculture (Resource Centres on Urban Agriculture
&#38; Food Security: 2001) S. 329-47.

foto: on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/o2ma/" target="_blank">o2ma</a></pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zeit ist ein Commons]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=219</link>
<pubDate>Thu, 15 May 2008 08:02:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=219</guid>
<description><![CDATA[ &#8220;Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben.&#8221;
Das fand ich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px 4px;" src="http://farm2.static.flickr.com/1020/556656621_ba9e8c870f_m.jpg" alt="" width="198" height="198" /> "Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben."</p>
<p>Das fand ich heute in meiner mailbox (Quelle unbekannt). Ich erinnerte mich an die <a href="http://www.zeitbank.net/" target="_blank">Zeitbank</a>, die mit ihrem ZeitBank NetzWerk Menschen zusammen bringt; und zwar nach der einfachen Formel:<strong> 'Ich schenke Dir eine Stunde, Du schenkst mir (oder einem Dritten im Netz) eine Stunde'</strong>.<strong> </strong></p>
<p>Die "Bank" konzentriert sich vor allem auf...<!--more--> soziale Dienstleistungen, die - sofern keine Gegenleistung erbracht werden kann- mit 7,50 Euro entlohnt werden. Die Idee ist,  Zeit zu einer inflations- und abgabenfreien Z(w)eitwährung macht.</p>
<p>Dafür wurden die Initiatoren 2006 mit dem ersten Preis der <a href="http://www.bszm.de/" target="_blank">Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München</a> ausgezeichnet.</p>
<p>Eine prima Initiative zur Belebung der Allmende, wie ich finde. Und zwar aus zwei Gründen:</p>
<p>1. Wenn es richtig ist, dass intakte natürliche, kulturelle und soziale Ressourcen -vitale commons- vor allem dort erhalten oder erweitert werden, wo Menschen eine Beziehung zu ihrer natürlichen und sozialen Umgebung haben und wo die Beziehungen der Menschen untereinander intakt sind, dann ist alles, was dem solidarischen Miteinander und dem Eingebundensein der Einzelnen dient, gut für die Allmende.</p>
<p>2. Eine der folgenreichsten Überzeugungen der Moderne ist, seit John Locke, die Kopplung der Idee der Freiheit an die des Privateigentums im Sinne der absoluten Verfügungsgewalt über Sachen. (Die Lockschen Bedingungen, die diese Verfügungsgewalt einschränken, geraten da schnell ins Hintertreffen.) Die Berechtigung, etwas privat anzueignen, ergibt sich in klassisch liberaler Tradition aus der Arbeit. Arbeit schafft Eigentum.  Wer etwas bearbeitet, fördert, umformt, "ist so frei", es sich aneignen zu dürfen.</p>
<p>Das ist ein Problem, denn  warum sollte das rohe Öl, nur weil es gefördert würde; das Wasser, nur weil es der Quelle entnommen wurde oder die von anderen weitergegebenen Wissensschätze, die der eigenen Kreativität und Produktivität den Boden bereiteten, gleich mit in Geiselhaft genommen werden?</p>
<p>Würde es nicht reichen, wenn man die Arbeit selbst -so gerecht wie möglich- und die getätigten Investitionen bezahlt? Nicht aber die Ressourcen selbst? Den Wert dieser müssten jene, die sie bearbeiten, eigentlich der Gemeinschaft zurück zahlen, damit Allmende Allmende bleiben. Das wären sprudelnde Einnahmen für die stets klammen öffentlichen Kassen.</p>
<p>Doch zurück zur Frage, wie Arbeit gerecht entlohnt werden kann. Die Zeitbank sagt; das beste Maß ist die aufgewendete Zeit. Jede Stunde -gleich ob Begleit- und Besuchsdienste, Reparatur- und Haushaltshilfen, Unterstützung schulpflichtiger Kinder- ist gleich viel wert.</p>
<p>Das Schöne daran: mir ist die von einem Handwerker geleistete Stunde zum Aufbau meiner Möbel viel mehr wert, als die von mir gegebene Nachhilfestunde in Spanisch oder Französisch. Letzteres mache ich mit links. Ersteres bringt mich tendenziell zur Verzweiflung. Und gratis dazu gibt's die Chance, nette Menschen kennen zu lernen. Weil "Zeit" füreinander das Miteinander stärkt, hoffe ich, dass das Beispiel Schule macht.</p>
<p>PS: Hat nicht jemand Zeit, die Internetpräsenz der Zeitbank etwas aufzupeppen?</p>
<pre>Foto: by <a href="http://flickr.com/photos/bogenfreund/" target="_blank">bogenfreund</a> on flickr</pre>
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</item>
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<title><![CDATA[Braucht unsere Gesellschaft alturistische Verhaltensweisen?]]></title>
<link>http://legasthenieistkeineschande.wordpress.com/?p=369</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 14:15:12 +0000</pubDate>
<dc:creator>Lars Michael Lehmann</dc:creator>
<guid>http://legasthenieistkeineschande.wordpress.com/?p=369</guid>
<description><![CDATA[
Altruismus kommt seit einiger Zeit wieder aus seiner Versenkung heraus.
Im Moment lese ich das Buch]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://legasthenieistkeineschande.wordpress.com/files/2008/05/572812037_b06974938c.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-370" src="http://legasthenieistkeineschande.wordpress.com/files/2008/05/572812037_b06974938c.jpg" alt="" width="500" height="375" /></a></p>
<p><a title="Altruismus" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altruismus" target="_blank">Altruismus</a> kommt seit einiger Zeit wieder aus seiner Versenkung heraus.<br />
Im Moment lese ich das Buch von Frank Schirrmacher: Minimum;<br />
Genau in diesem Buch geht es um alturstische Verhaltensweisen in einer Gesellschaft.<br />
Dieses Buch ist eine perfekte Betrachtung zum Thema: Alturismus in unserer Gesellschaft.</p>
<p>Aber was ist Alturismus genauer gesagt? Laut Wikipedia: ist die willentliche Verfolgung der Interessen oder des Wohls anderer oder des Gemeinwohls, und steht im Gegensatz zum Egoismus.</p>
<p>Im christlichen Abendland, kennt man sehr wohl diese Verhaltensweisen; denn die christliche Nächstenliebe ist eindeutig so einer Verhaltensweise. Genauer gesagt kann man auch den Alturismus; als christlicher Nächstenliebe definieren. Dieser ist ein wichtiger Fortbestand für eine Gesellschaft, für unsere Familie, für unser gesamtes gesellschaftliches Gefüge.Aber von vornherein benötigt unsere Familie im innersten Kern dieser Verhaltensweisen, um überhaupt das gesamte homogene Gefüge dieser Gesellschaft zu beeinflussen. Das Buch: " Minimum", von Frank Schirrmacher ist inzwischen ein Klassiker zum Thema.</p>
<p>Gemeinsinn und Gemeinwohl, ist in unserer westlichen Gesellschaft möglicher Mangelware geworden. Heute zählt: wer am meisten sich selber voranbringt, die andere; der nächste, der Nachbar, die Verwandtschaft, das Wohl der Stadt, und viele andere Bereiche werden sehr selten von Gemeinsinn und Gemeinwohl gesteuert. Vieles wird eher monetär und egoistisch betrachtet, das Gemeinwohl gerät so ins Hintertreffen, in einer immer älter werdenden Gesellschaft, brauchen wir soziale Bindungen mehr denn je, besonders wenn unsere Familien kleiner werden, durch unseren Kindernmangel.</p>
<p>Diese Buch ermöglicht wirklich eine neue Sichtweise zur gesamten Thematik. ich bin aber im Moment mit diesem Buch noch nicht ganz durch. Diese ganze Thematik, ist auch für meine Arbeit in unserer " Legasthene Coaching Agentur " von Bedeutung. Man muss auch das soziale Gefüge von Familien und einer Gesellschaft verstehen,so kann man dann auch die anderen Zusammenhänge, verstehen und erkennen. Denn sekundäre Auswirkungen einer Legasthenie oder Dyskalkulie hängen ganz engen sozialen Verhaltensweisen zusammen. Im Bereich der Familie, aber auch der gesamten Gesellschaft. Zwischenmenschliche Wärme bringt auch den betroffenen Kindern in den Familien, eine sehr positive Entwicklung, somit kann man bei einer Primärlegasthenie die negativen Effekte durch sozialer Wärme lindern helfen.</p>
<p>Künftig werde ich mit Sicherheit noch einiges zum Thema Ihr Schreiben.</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Nano- statt Genfood]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=176</link>
<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 15:25:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=176</guid>
<description><![CDATA[Ich esse Nano- statt Genfood! Sie tun das auch. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://www.bund.net/uploads/pics/nanostudie_titel.jpg" alt="" width="165" height="225" />Ich esse Nano- statt Genfood! Sie tun das auch. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie das tun; denn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nanoteilchen" target="_blank">Nanopartikel</a> sind in unseren Lebensmitteln.  Zur Aufhellung von Salatsoßen, als Rieselhilfe oder Verdickungsmittel. Kennzeichnungsfrei versteht sich.</p>
<p>Dem <a href="http://www.bund.net/" target="_blank">BUND</a> und anderen  internationalen Organisationen haben wir nun eine Studie zu verdanken, die dem nachgeht. Das Ergebnis - mit einer verständlichen Einführung zum Thema Nanotechnologie- findet sich hier: <a href="http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/chemie/nanotechnologie/" target="_blank"> Endstation Mensch: Aus dem Labor auf den Teller</a>.</p>
<p>93 Lebensmittel oder mit Lebensmitteln in Berührung kommende Produkte ermittelten die Organisationen. Die Spitze des Eisbergs. Denn, so die Herausgeber:...<!--more--></p>
<blockquote><p>"Weltweit sind schätzungsweise schon bis zu 600 Nano-Lebensmittel und 400-500 Lebensmittelverpackungen mit "Nano-Zusätzen" auf dem Markt. Bisher gibt es nirgendwo auf der Welt Gesetze, die Sicherheitstests vorschreiben, bevor Nanomaterialen vermarktet werden dürfen. Zudem gibt es keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht für Produkte, die Nanomaterialen enthalten. Das macht es oft praktisch unmöglich, sie zu erkennen."</p></blockquote>
<p>Ich meine, so schlimm ist das nicht. Schließlich stecken Nanopartikel in so vielen Kosmetika (insbes. Sonnenblocker), dass wir sie schon seit Jahren über die Haut in unseren Körper lassen. Was kann uns Nanoessen da schon ausmachen?<br />
Sehen Sie es als groß angelegten, systematischen Selbstversuch. Wir sind Teil einer Studie, die zum Ziel hat, ganz lebensnah statt labortechnisch herauszufinden, ob Nanopartikel in unseren Zellen, Blutbahnen und Hirnen irgend etwas anrichten. Das Ergebnis des Tests liefert dann die "wissenschaftlichen Beweise", die die Politik braucht, um Entscheidungen zu treffen. Dieses Ergebnis erfahren wir vermutlich erst in 20 Jahren, dann kann die Politik der Realität nur noch  hinterher  hinken.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass wir in ein paar Jahrzehnten Fehler im menschlichen Funktionsprogramm so gut "debuggen" können wie die einer Software.</p>
<p>Wohl bekomm's!</p>
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</item>
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<title><![CDATA[Harvard goes open access: II]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=177</link>
<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 19:54:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=177</guid>
<description><![CDATA[ Mitte Februar gab&#8217; s auf diesem blog einen Beitrag zur neuen Politik der Harvard Universität]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><img class="alignleft" style="float:left;margin:3px;" src="http://farm1.static.flickr.com/126/322439771_2adb8e2572_m.jpg" alt="" width="214" height="161" /> Mitte Februar gab' s auf diesem blog <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/02/16/harvard/" target="_blank">einen Beitrag </a>zur neuen Politik der Harvard Universität, den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen  zu erleichtern und selbige ins Netz zu stellen. Hier nun der <a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2008/04/09/dlf_20080409_1437_3670ff26.mp3" target="_blank">link</a> zu einem aktuellen kurzen und sehr hörenswerten Beitrag des Deutschlandfunks.</p>
<p style="text-align:justify;">"Vor allem die Verleger von Wissenschaftsjournalen reagieren empört..." auf die neue Publikationspolitik, doch die Harvard Uni stört das nicht. Hören Sie warum! ... <!--more--></p>
<p style="text-align:justify;">Der Universitätsbibliotheksdirektor Robert Darnton fühlt sich offenbar sehr wohl im Zweifrontenkampf; mit diesem "Coup, der den weltweiten Wissenschaftsbetrieb auf Trab bringen wird". Darnton meint, diese Verleger seien  "manchmal Monopolisten" und plädiert für eine "Gegenbewegung", die Harvard nun tatsächlich anführt.</p>
<blockquote><p><em>"Die Idee ist, <span style="text-decoration:underline;">alle</span> Bücher zugänglich zu machen und zwar für die ganze Welt. Ich bin dafür, dass wir teilen können!",</em></p></blockquote>
<p style="text-align:justify;">sagt Darnton im Interview. Vom Probebetrieb der Geisteswissenschaften haben wir schon berichtet. Doch nun -im September- sollen alle 16 Millionen(!) Bücher aus Harvardbeständen online gehen.</p>
<p>Wenigstens Im Bereich wissenschaftlicher Veröffentlichungen scheint damit "das Teilen mit der ganzen Welt" jenseits der Utopie.</p>
<pre>foto by <a href="http://flickr.com/photos/sewnsows/" target="_blank">pancakeguy</a> on flickr</pre>
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<title><![CDATA[Bill Gates und die Nächstenliebe]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/01/bill-gates-und-die-nachstenliebe/</link>
<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 02:25:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/01/bill-gates-und-die-nachstenliebe/</guid>
<description><![CDATA[
&#8220;Bill Gates wird 100 Millionen Dollar für den Kampf gegen die polio spenden&#8230;
Und was m]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.bea.org.ar/wp-content/uploads/2007/11/na01di01.gif" align="left" border="3" height="232" hspace="3" vspace="3" width="206" /></p>
<p>"Bill Gates wird 100 Millionen Dollar für den Kampf gegen die <b>pol</b>io spenden...</p>
<p>Und was macht der mit dem Rest seines Vermögens?</p>
<p>... damit kämpft er für's Mono-<b>pol</b>!"</p>
<p>SO IST ES!</p>
<p>COMMONS UND MONOPOLE VERTRAGEN SICH NICHT.</p>
<p>GESUNDES UND SOLIDARISCHES NEUES JAHR!</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Weihnachten in Mexiko = PPP ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/21/ppp-weihnachten-in-mexiko/</link>
<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 20:42:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/21/ppp-weihnachten-in-mexiko/</guid>
<description><![CDATA[  Nach 8 Jahren in Lateinamerika (die letzten drei davon in Mexiko), dachte ich mir, ein Bericht üb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/20/69121246_b9909dcf1d_m.jpg" align="left" border="4" height="208" hspace="4" vspace="4" width="145" />  Nach 8 Jahren in Lateinamerika (die letzten drei davon in Mexiko), dachte ich mir, ein Bericht über mexikanische Weihnachtsbräuche sei genau der richtige  Weihnachtsgruß für alle BlogleserInnen.<br />
Kollegen aus der Latinoszene sagen manchmal, dass ihnen nicht klar sein, was  Commons mit Lateinamerika zu tun haben. Vielleicht blogge ich im Januar nur Latinosachen. Sehr wahrscheinlich sogar.</p>
<p>Also: Weihnachten in Mexiko. Das sind drei große Ps:  POSADA, PIñATA und PASTORELA<br />
Die "piñata" ist in Lateinamerika DAS Symbol für die fiesta schlechthin. Und ein Mordsgaudi obendrein. Noch heute redet meine Tochter von der "piñata", die sie zu ihrem 6. Geburtstag geschlagen hat. <!--more--></p>
<p>Marco Polo soll sie aus China mitgebracht haben. Dort wurden Tonkrüge in Form von Nutztieren mit Samenkörnern gefüllt, die sich nach dem Zerschlagen über die Erde verstreuten und zur Begrüßung des Neuen Jahres den Bauern Hoffnung auf eine gute Ernte verschafften.</p>
<p>Anfang des 16. Jahrhunderts nutzten spanische Missionare die "piñata", um ihre religiösen Zeremonien für die indigene Bevölkerung attraktiver zu machen. Sie konnten an ähnliche Traditionen der Azteken oder Maya anknüpfen. Die Azteken zum Beispiel huldigten ihrem Kriegsgott "Huitzilopochtli" (versuchen Sie mal, das auszusprechen :-)), indem Priester einen Tontopf auf einen Pfahl im Tempel stellten, mit diversen Gaben befüllten und reich dekorierten. Der Topf wurde -wie heute die "piñata"- mit einem Stock traktiert. Irgendwann fiel der Inhalt als Opfergabe vor die Götterstatuen.</p>
<p>Die gewieften Missionare wandelten diese Zeremonien für ihre Zwecke ab. Mit allerlei Symbolik befrachtet entstand schließlich die traditionelle "piñata" (heute normalerweise ein hohler Pappmachékörper) in Form eines Sterns: Dessen sieben Zacken repräsentieren die sieben Todsünden -Habgier, Völlerei, Trägheit, Stolz, Neid, Zorn und Lust. Der Stern wird, stellvertretend für die Versuchungen der Welt, mit allerlei Süßigkeiten und kleinen Geschenken gefüllt. Dem Spieler werden die Augen verbunden, er bekommt einen Drehwurm verpasst und einen Stock in die Hand. Die "piñata" schwebt irgendwo in der Luft, wird dabei heftig bewegt, die Umstehenden feuern an und singen: "dale dale dale, no pierdas el tino" ... "Los, schlag, Verlier nicht Deine Seele..."<br />
Der Spieler (jeder kommt mal dran) repräsentiert die schlagende Kraft im Kampf gegen den Teufel. Der Stock die Kraft, den Teufel zu besiegen. Die anderen schauen nach oben, in Erwartung des Segens, der sobald das erste Leck geschlagen ist - auf alle niederprasselt.</p>
<p>Was dann folgt ist ein einziges Über- und Untereinanderpurzeln von Kindern (um die Kleinsten kann einem da Angst und Bange werden). Sie stürzen  sich - doch mit etwas habgieriger Lust auf Völlerei - auf die Süßigkeiten, die "Belohnung für den guten Glauben".</p>
<p>"Piñatas" gehören zu jedem Kinderfest. Oft in Form von Märchen- oder Comicfiguren, in der Vorweihnachtszeit aber nach wie vor häufig in Form dieses Sterns. Er soll an den Stern von Bethlehem erinnern.</p>
<p>Piñatas gehören auch zum zweiten weihnachtlichen P: den "Posadas": Sie beginnen 9 Tage vor  Heiligabend. In den Dörfern werden neun Familien ausgewählt, die in den neun Tagen vor Weihnachten für einen Tag und eine Nacht „Los Peregrinos” (Pilger) aufnehmen. Die Pilger stehen für Josef und die Maria und spielen die Herbergssuche nach. Die Dorfgemeinschaft zieht mit den „Peregrinos” zu den Häusern der ausgewählten Familien. Dort bitten sie singend um Einlass - von innen wird singend geantwortet. Eine Strophe hier - eine dort. Jede/r Mexikaner/in kann das auswendig. Als wir das in der Schule meiner Tochter gemacht hatten, hatten alle Kerzen in der Hand. Es war dunkel, kalt und ...romantisch. Schließlich öffnet die Schule (normalerweise die gastgebende Familie) die Tore und läßt alle Pilger zum Ausruhen ein. Dann wird „Ponche” serviert. Ein warmes, nicht-alkoholisches Getränk aus Äpfeln, Zuckerrohr, Rosinen und Tecojocotes (einer kleinen Dezember-Frucht). Krachsüß natürlich. Wir reden ja von Lateinamerika.</p>
<p>Und dann das dritte P: die pastorelas:  ursprünglich eine religiöse Theateraufführung aus dem Spanien des 16. Jhd. Der Teufel versucht die Hirten vom rechten Weg zu locken. Die 7 Todsünden im Schlepptau. Doch das Gute (in Gestalt des Erzengels Gabriel), siegt immer gegen das Böse. Gut-Böse. Eine Dichotomie, die auch die Missionare mitgebracht haben. Es gibt große öffentliche pastorelas, heute übrigens satirische Hirtenspiele in unzähligen Varianten und mit durchaus aktuellen Bezügen. Und es gibt Vorstellungen in Schulen und Theatern. Hier ein topaktuelles Bild.</p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2148/2126701497_d5609be663_m.jpg" align="middle" border="4" height="205" hspace="4" vspace="4" width="240" /></p>
<p>Feste,Traditionen und Bräuche sind commons. Es gibt wenig community mitten in der Megametropole, wie ich finde. Jeder hetzt in dieser verrückten Stadt von A nach B. Urlaub gibt es kaum (6 Tage im Jahr);  umso wichtiger diese Auszeit. Gemeinsame, geteilte Zeit. Das fanden übrigens auch Vertreter der Kirchen in Deutschland, als -wie vor zwei Jahren in Sachsen - die Landesregierungen beschlossen, auch die Adventssonntage verkaufsoffen zu machen.</p>
<p>Sie starteten eine Kampagne zum <a href="http://www.evlks.de/aktuelles/spektrum/4638.html" target="_blank">Schutz des Gemeingutes freie Zeit</a>, denn sie befanden: "die Städte verkaufen den Advent."</p>
<p>Feliz Navidad!  Silke</p>
<p>foto1 on flickr by <a href="http://http://flickr.com/photos/kitta/" target="_blank">NikitaKashner </a> foto2 on flickr by <a href="http://http://flickr.com/photos/orcoo/" target="_blank">Orcoo</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Vom Preis der Freiheit]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/17/vom-preis-der-freiheit/</link>
<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 23:00:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/17/vom-preis-der-freiheit/</guid>
<description><![CDATA[ Irgendwann muß ich mal meine GNU/Linux-Suse-Ubuntu (Leidens-) Geschichte erzählen. Warum nicht he]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/1/4021444_a65332c5b4_m.jpg" align="right" border="3" height="142" hspace="3" vspace="3" width="200" /> Irgendwann muß ich mal meine GNU/Linux-Suse-Ubuntu (Leidens-) Geschichte erzählen. Warum nicht heute? Lassen Sie mich mit einem Geständnis beginnen: Ich bin Überzeugungstäterin. Ich nutze Freie Software aus rein politischen Gründen. Kann nicht ein einziges technisches Problem lösen. Fragen Sie meinen wunderbaren "Linuxdoktor", Jens Kubieziel vom <a href="http://www.kubieziel.de/blog/">Qbis Blog</a>. Also alles eine Frage der Überzeugung. Schließlich geht es um... <!--more-->... unsere Rechte und Freiheiten als NutzerInnen. Um die Notwendigkeit, den Quelltext offen zu halten. Um die Idee, in communities bessere Lösungen für alle zu schaffen. Die Verteidigung der Freiheit fordert Opfer.</p>
<p>Ich kann schonmal vorweg nehmen, dass ich der Meinung bin, inzwischen genug Opfer gebracht zu haben. Das liegt freilich nicht an der Freien Software, sondern an der Welt drumrum.</p>
<p>Hier die Geschichte: frisch angekommen in einer thüringischen Kleinstadt und noch ohne Telefonanschluss habe ich es gewagt, einen laptop zu kaufen. Dann nahm ich mir die Freiheit, auf dem guten Stück ausschließlich Linux installieren zu lassen. Ich war stolz auf mich. Jawohl! Dummerweise hatte mich der Computerhändler nicht sachgerecht beraten. Ich suchte mir also den Laptop, der mir am besten gefiel und bezahlbar war. Mir war nicht klar, dass hardware so auszusuchen ist, dass auch die von mir gewünschte Software darauf läuft. Den Hardwareherstellern, so scheint's, sind die Bedürfnisse von Bill Gates wichtiger als die der Kunden. Für Computerfreaks ist das eine Binsenweisheit: für technisch unbedarfte politische Überzeugungstäter nicht.</p>
<p>Als nach knapp 3 Monaten (mitten in Deutschland!) der Telefonanschluß kam, nahm das Drama seinen Lauf. Ich packe die Anleitung zur Installation der DSL Software aus. Auf dieser stand mehr oder weniger folgender Text: "Alles gaaanz simpel. Die Software installiert sich praktisch von allein. CD auspacken, CD einlegen, Click auf einen button, Fertig." Tja, auf Windows. Bei mir ging gar nix. Der Service des Telefonanbieters war völlig überfordert mit einer Kundin, die genervt darauf bestand, mit DSL-Installationshinweisen für ein freies Betriebssystem versorgt zu werden. Ich forderte Gleichbehandlung mit Windowskunden. Unverschämtheit. Das Personal befand, ebenfalls genervt, wer Linux hat, soll sehen wie er klarkommt. Ich kam aber nicht klar.<br />
Ich muß einen mitleiderregenden Eindruck gemacht haben. Nach Tagen versucht ein Mitarbeiter besagter Firma, mir in seiner Mittagspause -gegen ein kleines Honorar- wenigstens eine Kabelverbindung aufzubauen.</p>
<p>Ich hatte mich von der Idee verabschieden müssen, mit dem eingekauften DSL Paket und der dazugehörenden Hardware über eine Funkverbindung online zu gehen. Der Telefonanschluß ist im Flur. Nun sitze ich also da -bzw. in meiner Miniküche daneben- statt am Schreibtisch.</p>
<p>Wochen vergehen. Kriegt man nicht doch noch WLAN zum laufen? Die Idee von Jens war, es über einen USB-Stick zu versuchen. Wunderbar. Ich weigerte mich, das Ding zu kaufen. Es würde garantiert das falsche sein. Selbst Jens mußte dreimal in den Laden laufen, um einen Stick zu finden, der sich mit dem vorinstallierten WLAN Programm auf meinem Lap nicht in die Quere kommt und der auf Linux installierbar ist. Dann wechseln wir noch zu Ubuntu.<br />
Nach weiteren Wochen steht nun die WLAN Verbindung - jedenfalls im Linuxkrankenhaus. Hier zu Hause müssen wir alles erst wieder umprogrammieren. Jens wird mich schon retten. Wieder mal.</p>
<p>Ich revanchiere mich, mit einigem Engagement und habe Richard Stallman nach Jena eingeladen. Bin sicher, dass ich dann vergesse, wieviel Nerven (und Investitionen) ich in dem Prozess gelassen habe und wieder eifrig für meine Überzeugungen fechte.</p>
<p>Heute arbeite ich auf Ubuntu. Jeden Morgen, wenn ich den Rechner anschalte, freue ich mich über dieses afrikanische Wort (aus dem Zulu und Xhosa): Es bedeutet so etwas wie Menschlichkeit, Nächstenliebe, Gemeinsinn. Also genau das, worüber wir hier auf dem Blog die ganze Zeit schreiben.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/a_mason/" target="_blank">Andrew Mason </a></pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Allmende - alles andere als Vereinsmeierei]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/16/allmende-alles-andere-als-vereinsmeierei/</link>
<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 11:27:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/16/allmende-alles-andere-als-vereinsmeierei/</guid>
<description><![CDATA[Die Nachricht ist jetzt schon 2 Monate alt: Der Verein Allmende-Wulfsdorf gewinnt den Landeswettbewe]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachricht ist jetzt schon 2 Monate alt: Der <a href="http://www.allmende-wulfsdorf.de/" target="_blank">Verein Allmende-Wulfsdorf</a> gewinnt <a href="http://www.ln-online.de/artikel/2232181" target="_blank">den Landeswettbewerb</a> "Netzwerk Nachbarschaft 2007" in Schleswig-Holstein. Zwischen Hamburg und Ahrensdorf entsteht seit 4 Jahren Platz zum Leben und Arbeiten für ca 300 Menschen.</p>
<p><img src="http://www.allmende-wulfsdorf.de/bilder/luftbild.jpg" align="left" border="4" height="225" hspace="3" vspace="4" width="289" /></p>
<p>Unter gutem Leben und gemeinschaftlicher Nutzung stellen sich die Allmendianer folgendes vor:</p>
<p><i>"... Freiraum für eine Kultur der Kommunikation und der alltäglichen Lebenskunst. Verantwortliches Handeln im Sozialen, Ökologischen und Wirtschaftlichen gehört zentral dazu. "...planen und prüfen, schaffen und streiten, feiern und Verantwortung teilen"</i></p>
<p>Interessant auch die Eigentumsfrage:</p>
<p><!--more--><br />
Die Wohnungen werden zwar als Eigentum erworben, unterliegen aber bestimmten Auflagen, um sie der Immobilienspekulation zu entziehen. Das Grundstück bleibt Eigentum des gemeinnützigen Vereins. Es ist diesselbe Idee, auf die wir hier schon mehrfach hingewiesen haben: private Nutzung zum Leben/Bewirtschaften der Allmende ja, zur individuellen Gewinnmaximierung nein.</p>
<p>Gemeinschaft so leben ist alles andere als Vereinsmeierei. Glückwunsch nach Wulfsdorf!</p>
<table border="0" cellpadding="3" cellspacing="0" width="765">
<tr>
<td colspan="5" rowspan="2" height="100" valign="top" width="425">
<pre><font color="#336633" face="Arial, Helvetica, sans-serif" size="2"><b> </b></font>foto on http://www.allmende-wulfsdorf.de/#</pre>
</td>
<td colspan="3" rowspan="2" height="100" valign="bottom" width="255">&#160;</td>
</tr>
</table>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Allmend(eigentum) in Bayern]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/12/allmendeigentum-in-bayern/</link>
<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 18:39:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/12/allmendeigentum-in-bayern/</guid>
<description><![CDATA[Wir sagten es schon: Allmende sind überall. Sogar in Bayern.

Hier ein kurzer Überblick zur Allmen]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sagten es schon: Allmende sind überall. Sogar in Bayern.</p>
<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/181/437364076_a19b95fa13_m.jpg" align="right" border="3" height="118" hspace="3" vspace="3" width="156" /></p>
<p>Hier ein kurzer <a href="http://commonsblog.wordpress.com/wp-admin/%20%20%20%20*%20Was%20bedeutet%20der%20Begriff%20%27Allmende%27?%20%20%20%20%20*%20Wie%20wurden%20die%20Allmenden%20genutzt?%20%20%20%20%20*%20Wie%20entwickelte%20sich%20das%20Allmendesystem%20im%20Mittelalter?%20%20%20%20%20*%20Warum%20sind%20Allmendefl%C3%A4chen%20in%20Bayern%20noch%20erhalten?" target="_blank">Überblick zur Allmendentwicklung</a> im heutigen Freistaat seit dem 10.Jhd. Autorin ist Christiane Lutz vom Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Uni Stuttgart. Sie skizziert grob die Nutzungsentwicklung der Allmende. Klassische Allmende versteht sich, Wald, Wiesen, Weiden. Interessant fand ich die Rolle der Klöster in diesem Zusammenhang:</p>
<p><!--more--></p>
<blockquote><address>"In Bayern gab es Ende des 12.Jh 140 Klöster. Um 1803 war die Hälfte Bayerns im Besitz der Kirche und der Klöster. Die Klöster hatten eine wichtige Bedeutung:</address>
<ul>
<li>
<address>Sie betrieben eine gemeinschaftliche Bewirtungswirtschaft.</address>
</li>
<li>
<address>Sie verliehen ihren Bauern das Nutzeigentum an klösterlichen Hofstellen und zugehöriger Flur. Die Untertanen waren von ihnen abhängig, aber beschützt. Ihre Hufenbauern (Besitzer von Höfen mit 7-10 ha Land) und hofansässigen Bauern waren Nutzungsberechtigte der Allmende.</address>
</li>
<li>
<address>Sie betrieben keine Wirtschaft mit Überschuss.</address>
</li>
<li>
<address>Sie herrschten als Hofmarksherren über Land und Leute ihres Gebiets. </address>
</li>
<li>..."</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Nutzeigentum ist das Stichwort. Nutzen zum Bewirtschaften und zum Leben. Usus und usus fructus. sind erlaubt. Aber Eigentumsverhältnisse wie die uneingeschränkte  Verfügungsgewalt über Sachen die das Veräusserungsrecht und selbst die Möglichkeit der Zerstörung einschließt, verbieten sich für Allmende. Usus und usus fructus ja. Abusus nein. Dh. kein Ver- und Mißbrauch der Allmende.</p>
<p>Zu fragen ist, welche Eigentumsformen und -formel das Recht heute bietet, um  gemeinressourcenschützende Eigentumsrechte auszubauen. Stichworte sind hier: Gesamthänderschaft, Regale, Allmendekorporationen; Nachbarschaftsrecht, Vermögensgüter u.a. Doch dazu an anderer Stelle mehr.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/britta_585/" target="_blank">helga_262 </a></pre>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Commons sind friedensstiftend]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/10/commons-sind-friedensstiftend/</link>
<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 12:44:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/10/commons-sind-friedensstiftend/</guid>
<description><![CDATA[ Commons sind friedensstiftend. Ohne die Diversität unserer Gemeinressourcen keine (Diversität an)]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/193/472805613_e023465cfa_m.jpg" align="left" border="3" height="143" hspace="3" vspace="3" width="196" /> Commons sind friedensstiftend. Ohne die Diversität unserer Gemeinressourcen keine (Diversität an) Nahrung, Energiequellen, Transportmöglichkeiten, Kommunikation, Kultur, Medizin uvm. Wir brauchen Commons wie die Luft zum Atmen.</p>
<p>Die friedensstiftende Relevanz der (globalen) Allmende, macht gerade heute am Beispiel der Atmosphäre, kurz vor der entscheidenden Phase der Klimaverhandlungen in Bali, Schlagzeilen: Dort, wo Allmende erodieren drohen Konflikte und Krieg.  <!--more--></p>
<p>Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung und die Mitautoren der <a href="http://http://www.wbgu.de/wbgu_jg2007_kurz.pdf" target="_blank">Risikoanalyse</a> des <a href="http://www.wbgu.de/" target="_blank">WBGU</a> (Wissenschaftlicher Beirat für Umweltfragen), formulieren das Konfliktpotential des Klimawandels schon seit Jahren. Hier ein paar Zeilen aus der Studie "Welt im Wandel, Sicherheitsrisiko Klimawandel":</p>
<p><i> "der Klimawandel (wird) ohne entschiedenes Gegensteuern bereits in den kommenden Jahrzehnten die Anpassungsfähigkeit vieler Gesellschaften überfordern.... Daraus könnten Gewalt und Destabilisierung erwachsen, die die nationale und internationale Sicherheit in einem bisher unbekannten Ausmaß bedrohen. ...weil er bestehende Umweltkrisen wie Dürren, Wasserknappheit  und Bodendegradation verschärft, Landnutzungskonflikte verstärkt und zusätzliche Umweltmigration auslösen könnte. Die globale Temperaturerhöhung wird die Existenzgrundlage vieler Menschen, insbesondere in den Entwicklungsregionen gefährden....  Der steigende Meeresspiegel sowie Sturm- und Flutkatastrophen könnten zukünftig die Städte und Industrieregionen an den Küsten Chinas, Indiens und den USA bedrohen. Das Abschmelzen der Gletscher würde die Wasserversorgung in den Anden- und Himalayaregionen gefährden.... Dadurch können die bestehenden Mechanismen zur Konfliktlösung überfordert werden. "</i></p>
<p>Heute sagt Schellnhuber „Das menschliche Leid wäre im wahrsten Sinne grenzenlos: Bei einem Meeresanstieg von sieben Metern, müssten 10 bis 20 Prozent der Weltbevölkerung umgesiedelt werden. Der Kampf ums Trinkwasser würde zu riesigen Konflikten führen.“</p>
<p>UNO-Generalsekretär Ban betonte anläßlich der Vorstellung des jüngsten und letzten Klimaberichtes des<a href="http://http://de.wikipedia.org/wiki/Intergovernmental_Panel_on_Climate_Change" target="_blank"> IPCC </a>in Valencia vor drei Wochen: "Die schlimmsten Szenarien des IPCC sind so angsterregend wie ein Science- Fiction-Film." Ich zweifle daran, dass das ein treffender Vergleich war. <i>Science Fiction</i>, das klingt so nach einem höchst aufregenden Blick in die Zukunft, den man -mit schlotternden Knien zwar- aber doch neugierig riskiert. Ist ein bisschen wie zugucken; in der Hoffnung, dass es schon die Anderen treffen.</p>
<p>„Wenn wir nichts tun, wird die Klimakatastrophe ökonomisch gesehen so teuer wie die beiden Weltkriege zusammen.“ äußert Schellnhuber: Ob das ökonomische Argument zieht?</p>
<p>Der Klimawandel hat dramatische Folgen für Wasser, Böden, Biodiversität uvm. Er bedroht als Folge sich verschärfender Auseinandersetzungen um diese Ressourcen oder als Folge der Migration die Sozialstrukturen selbst.</p>
<p>Das Fazit ist daher ein doppeltes: Ohne global commons keine local commons.  Und ohne lebensfähige local &#38; global commons kein (sozialer) Frieden.</p>
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<title><![CDATA["Fußball ist Gesellschaft" ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/29/fusball-ist-gesellschaft/</link>
<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 22:24:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/29/fusball-ist-gesellschaft/</guid>
<description><![CDATA[Jetzt zitiere ich schon Fußballblogs. Ich Fußballignorantin! Die Inspiration kommt aus Nordthürin]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt zitiere ich schon <a href="http://sportblog.blogsport.de/2006/11/01/wem-gehoert-der-fussball/" target="_blank">Fußballblogs</a>. Ich Fußballignorantin! Die Inspiration kommt aus Nordthüringen, genauer gesagt vom <a href="http://www.kjf-thueringen.de/Fu%C3%9Fballinternat.htm" target="_blank">Fußballinternat der DFA in der Hagemühle bei Lengenfeld u.Stein.</a> Der Trägerverein (früher: Aktion Verantwortlich Leben) verbindet Fußball und die Eine-Welt-Idee. Naheliegend eigentlich, aber trotzdem selten. Glückwunsch an die Aktiven!</p>
<p>Der Verein hatte mich zu einem Vortrag über <em>commons</em> eingeladen. Bei solchen Gelegenheiten frage ich mich immer, wie ich das Thema mit der jeweiligen Gegend und den Erfahrungen der Zuhörerschaft  verbinde. Commons sind bekanntlich überall, eine alltagspraktische Sorge sozusagen. Spiele und Spielregeln sind <em>commons</em>. <!--more--></p>
<p>Es gibt ein paar Sets von Grundregeln. Doch überall in der Welt, gar von Dorf zu Dorf, von Familie zu Familie wird ein bisschen anders gespielt. Heraus kommt bunte Vielfalt, von der entsprechenden community an die Gegebenheiten angepasst. Es ist schließlich nicht dasselbe, ob Mann im Mittelgebirge Mitteleuropas als Profi oder frau in den bolivianischen Anden, auf ca 3000 m nach getaner Arbeit bolzt. Fußballvielfalt existiert solange keine Verwertungsrechte an Spielen und keine Privateigentumsrechte an Spielregeln vergeben werden. Letzteres ist nicht der Fall, aber die Sache mit den Verwertungsrechten, dh. der Totalkommerzialisierung ums runde Leder treibt stattdessen unsägliche Blüten. Medien, Rechteverwerter und zahlungskräftige Vereine kontrollieren den Kauf und Verkauf von Spielern, den Zugang zu den Stadien und vieles mehr. Wie sagt der Fußballblogger: "Der Fußball muss akzeptieren, dass er nicht ein urheberrechtlich geschütztes Werk, vergleichbar mit einem Film, ist. Fußball ist Gesellschaft, Fußball ist von so hohem öffentlichem Interesse, dass er Einschnitte in seine Rechte akzeptieren muss." Gemeint ist wohl: die Rechteverwerter des Spiels müssen das akzeptieren. Hoffentlich noch lange.</p>
<pre><a href="http://flickr.com/photos/markhaertl/" target="_blank">Marko Härtl  </a></pre>
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<title><![CDATA[Mondvertrag: Aneignen Nein, Nutzen Ja]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/20/mondvertrag-aneignen-nein-nutzen-ja/</link>
<pubDate>Tue, 20 Nov 2007 12:33:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[ Ich wollte nach dem gestrigen Post über die Bodenschätze der Arktis noch ein bisschen recherchier]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/210/524752498_8a9c521597_m.jpg" align="right" border="3" height="159" hspace="2" vspace="2" width="194" /> Ich wollte nach dem gestrigen Post über die Bodenschätze der Arktis noch ein bisschen recherchieren wem das Weltall gehört. Bin fündig geworden. Auch wenn das <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/656/18638/" target="_blank">Interview</a> mit einem Wissenschaftler des Kölner Instituts für Weltraumrecht schon 4 Jahre alt ist; an der Sachlage hat sich nicht viel geändert, und erhellend ist es allemal.</p>
<p>Also: Nach dem Weltraumvertrag von 1967 gehört das All uns allen. (Heißt es deshalb All?) <!--more-->Weder Staaten noch Bürger können individuelle Eigentumsrechte am Weltraum erwerben.  Schön!</p>
<p>Weitsichtigerweise gibt es sogar bereits Regelungen für die Nutzung des Mondes, dh. für evt. auf dem Mond förderbare Bodenschätze. Werden diese gefördert, dann -so der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mondvertrag" target="_blank">Mondvertrag</a> (Sic, das gibt es!)- gehörten diese  ebenfalls uns allen. Bodenschätze des Mondes haben dem Gemeinwohl zu dienen. Sie können weder von Staaten, noch Unternehmen noch Privatpersonen angeeignet werden. Sagt der 1979 bei der UNO vorgelegte Vertrag. Hätte man so einen Vertrag vor 70 Jahren für die Arktis aufgesetzt, müßten jetzt nicht im Feilschen um jede Handbreit Tiefseeuntergrund Millionen und Abermillionen von Steuergeldern verschwendet werden.</p>
<p>Theoretisch ist das also alles sehr schön. Die Globalen Gemeinressourcen gehören allen. Das steht also sogar in einem UN Übereinkommen. Aber mal abgesehen davon, dass ich finde, die Bodenschätze des Mondes sollten möglichst lange bleiben wo sie sind, wird die ganze Sache erst dann relevant, wenn die Technik soweit ist. Wohl deshalb haben bisher haben nur 16 Nationen den Vertrag unterschrieben, darunter nur eine "machtstrotzende" Raumfahrernation: Belgien.</p>
<pre> foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/peter_heinzen/" target="_blank">Peter Heinzen</a></pre>
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<title><![CDATA[Citizen Public Partnership ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/18/public-citizen-partnership/</link>
<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 19:02:02 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ein Kürzel macht in der entwicklungspolitischen Debatte seit Jahrzehnten Karriere: PPP, Public Priv]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kürzel macht in der entwicklungspolitischen Debatte seit Jahrzehnten Karriere: PPP, Public Private Partnership. Das Geld für Investitionen wie Wasser- und Energieversorgung ist oft knapp. Der Staat kann's nicht allein richten. Ergo -so der Schnellschluß- führt kein Weg an der Kooperation mit privaten Investoren vorbei. So wird Öffentlich <em>versus</em> Privat zu Öffentlich <em>plus</em> Privat. Zu PPP.</p>
<p>Der Zusatz "partnerschaftlich" ist dabei wichtig. Er wird gebraucht, um an Interessenskonflikten  gezielt vorbei zu lenken. Doch der eigentliche Knackpunkt ist, daß die betroffenen Menschen, die <em>citizen,</em> ihre Bedürfnisse, Rechte und Verantwortung, weder in der einen noch in der anderen Variante vorkommen. Wie wäre es stattdessen mit Public Citizen Partnership? Selbstverantwortung, Subsidiarität und Solidarität in Kooperation mit den Kommunen oder anderen staatlichen Instanzen. So ähnlich beschreiben die Veranstalter einer bundesweiten <a href="http://www.neuegenossenschaften.de/aktuelles/news/2006/11/28/805.html" target="_blank">Genossenschaftstagung</a> ihre Idee. Gemeint kann aus meiner Sicht nicht der allgegenwärtige Prozess sein, daß sich die öffentliche Hand aus allem rauszieht und die Lösung kollektiver Probleme komplett dem Selbstorganisationstalent der Menschen überlässt.</p>
<p>Gemeint sein muß ein auf Autonomie, Verantwortung, Nachhaltigkeit und Solidarität setzendes Public-Citizen-Partnership Verständnis. Was das in der Praxis heißt, kann man sich im <a href="http://www.bioenergiedorf.de/con/cms/1/home/" target="_blank">Bioenergiedorf Jühnde</a>  vor Augen führen:  <!--more--><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/62/J%C3%BChnde_vom_Gau%C3%9Fturm.jpg/800px-J%C3%BChnde_vom_Gau%C3%9Fturm.jpg" align="left" border="4" height="195" hspace="3" vspace="3" width="483" />  Jühnde ist Deutschlands erstes Bioenergiedorf!       Die kleine niedersächsische Gemeinde ist energetisch (fast) autark und das auch noch auf der Basis nachwachsender Rohstoffe. Wärme und Strom für 70% der Haushalte, für die Gemeinde und Landwirte kommen aus einer Biogasanlage und einem Biomasseheizwerk. Photovoltaik ist in Planung. Klingt fast ein bisschen zu zauberhaft-nachhaltig in allen Dimensionen: sozial, ökologisch, ökonomisch und politisch, denn das Dorf löst die Energiefrage von unten: von der Dorfgemeinschaft durchgesetzt, getragen und genossenschaftlich organisiert!</p>
<p>Da kann der Staat nicht Nein sagen und steht den GenossenschaftlerInnen bei. Public-Citizen-Partnership eben. Citizen-Public-Partnership wäre eigentlich noch treffender, denn Ressourcenmanagement muß in erster Linie in Beziehung zur entsprechenden Gemeinschaft gedacht werden. Dass dabei private Akteure, sofern sie mit den Anliegen der BürgerInnen überein stimmen, nicht außen vor bleiben, beweisen die Bioenergiedörfler auch. Felicidades Jühnde!</p>
<pre>Foto: Jühnde, aus Wikimedia Commons. Links im Bild in weiss die genossenschaftliche Biogasanlage.</pre>
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<title><![CDATA[Hausrecht statt Bürgerrecht ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/11/05/hausrecht-statt-burgerrecht/</link>
<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 08:47:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[Letzten Samstag fand ich einen guten Artikel zum Ausverkauf öffentlicher Räume im Feuilleton der S]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm2.static.flickr.com/1062/1429424578_851aeeb268.jpg?v=0" alt="station branding" align="right" height="173" width="233" />Letzten Samstag fand ich einen guten Artikel zum Ausverkauf öffentlicher Räume im Feuilleton der Süddeutschen: "Deutschland privat". Ich las ihn im Zug, zwischen den Bahnhöfen. Just als ich mich wie so oft darüber ärgerte, dass Bahnhöfe keine Ort zum Verreisen mehr sind, sondern zum Shoppen und Konsumieren oder eben Orte, die mich verleiten, möglichst schnell die Flucht zu ergreifen. <!--more--> Anlaß der Veröffentlichung war die Eröffnung der BMW Welt in München Ende Oktober. Mit der hatte Autor Adrian Kreye folgendes Problem:</p>
<p><em>"... jeder öffentliche Raum, der von der Privatwirtschaft gestaltet wird, ist zunächst einmal eine Bankrotterklärung der Kommune. Das beginnt mit den Identifikationsschwächen einer Markenwelt. Hier soll sich nicht eine Gemeinschaft im öffentlichen Raum wiederfinden, vielmehr soll öffentlicher Raum eine Marke erlebbar machen und damit die Markenwerte in die Köpfe der Gemeinschaft projizieren."</em>   Und weiter, zum für mich zentralen Punkt: <em>"Der grundsätzliche Unterschied besteht immer darin, dass in den öffentlichen Räumen der Gemeinden die Bürgerrechte gelten, in einem öffentlichen Raum der Privatwirtschaft aber das Hausrecht. Von dem wurde in der BMW Welt noch vor der Eröffnung Gebrauch gemacht..."</em>, schreibt Kreye und erzählt von der persönlichen Überprüfung der Journalisten, die über die Eröffnung berichten wollen, in den Datenbanken von Polizei, BND und Verfassungsschutz.</p>
<p>Ich habe einige Jahre in einer Stadt gelebt, in der es so etwas wie "öffentlichen Raum der Kommune" kaum noch gibt. San Salvador, die Hauptstadt des kleinsten Landes Mittelamerikas, El Salvador. Kinder finden jenseits ihres privaten Grundstücks oder der unmittelbaren Umgebung im <em>barrio</em> (je besser die soziale Lage umso stacheldrahtbewehrter und begrenzter erscheint die unmittelbare Umgebung) keinen Ort, um  miteinander zu spielen. Die Jugendlichen treffen sich an Tankstellen oder in Shopping malls, Auch Erwachsene meiden spätestens nach 18 Uhr Straßen und Plätze. Der Zustand des öffentlichen Raumes korreliert mit dem Zustand der Gemeinschaft. Er/Sie ist zerrissen oder nicht existent. Die BürgerInnen wurden entweder zu KonsumentInnen degradiert oder, mangels Kaufkraft, ignoriert.</p>
<p><strong>Bürgerrecht statt Hausrecht </strong>könnte eine der zentralen Forderungen einer gemeinwohlorientierten Debatte lauten.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/me_maya/" target="_blank">me_maya</a></pre>
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<title><![CDATA[Altes in Neuem Licht ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/10/30/altes-in-neuem-licht/</link>
<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 10:22:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[  Dinge als Gemeingut zu verstehen wirft ein Neues Licht auf Altbekanntes. Es kehrt die Fragen um! U]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm1.static.flickr.com/52/107611907_28f4da5cea_m.jpg" alt="Verhüllter Reichstag und die " align="left" height="125" width="223" />  Dinge als Gemeingut zu verstehen wirft ein Neues Licht auf Altbekanntes. Es kehrt die Fragen um! Und bringt andere Antworten. Ich fand gestern eine schöne Illustration dafür in einem schon etwas älteren Manuskript (2002) von<a href="http://www.wizards-of-os.org/archiv/sprecher/l_m/bernd_lutterbeck.html" target="_blank"> Bernd Lutterbeck</a>.  <a href="http://ig.cs.tu-berlin.de/ma/bl/ap/069/Lutterbeck2002-Commons-Anticommons.pdf" target="_blank">Commons und Anticommons</a>, heißt der unterhaltsam geschriebene Text, in dem sich einige zitierenswerte Thesen finden. Doch ich will hier nur die eingangs formulierte Feststellung illustrieren.<!--more--></p>
<p>Lutterbeck kritisiert die allzu grobschlächtige Einteilung der Eigentumsrechte in <em>öffentlich</em> und <em>privat.</em> Als könnten die Dinge immer nur dem Staat oder privaten Rechtspersonen gehören. <em>"Wohin man mit Hilfe dieser simplen Dichotomien kommt, zeigt sehr schön ein im Januar 2002 verkündetes Urteil des Bundesgerichtshofs." </em>Die Künstler Christo und Jeanne-Claude hatten im Sommer '95 den Reichstag verhüllt. Das Projekt war u.a. durch den Verkauf von Abbildungen der Modelle und von Bildern des verhüllten Reichstags finanziert worden. Ein Postkartenverlag hatte nun aber Motive des verhüllten Gebäudes vertrieben, ohne eine Lizenz der Künstler einzuholen ... und landete vor <a href="http://www.123recht.net/BGH-stoppt-Profiteur-der-Reichstagsverh%C3%BCllung__a2293.html" target="_blank">Gericht</a>.</p>
<p>Die Begründung des Bundesgerichtshofs ist interessant:<em>  «Dem Urhebergesetz liegt die Vorstellung zugrunde, daß Werke, die sich dauernd an öffentlichen Straßen oder Plätzen befinden, in gewissem Sinne Gemeingut seien. Hiervon gehe auch der Urheber aus, der der Errichtung seines Werks an einem öffentlichen Ort zustimme; er widme damit sein Werk in bestimmtem Umfang der Allgemeinheit."  </em></p>
<p>Ich dachte, die Juristen seien immer um Klarheit bemüht, aber was "in gewissem Sinne Gemeingut" sein soll, erschließt sich mir ebensowenig wie dem Autor des zitierten Textes. Lutterbeck fragt, ob nun das Künstlerpaar der Verwertung zustimmt oder ob die Bundesrepublik Deutschland zustimmt, dass ihr Parlament verhüllt wird?<em> "Widmet der Künstler etwas der Allgemeinheit oder widmet die Allgemeinheit ihr Gebäude?" </em>Er kehrt einfach die Frage um. Das sollten auch die Juristen öfter mal tun.</p>
<p><em>"Die Entscheidung suggeriert, dass sie, die Künstler, über den zulässigen oder unzulässigen Inhalt der Verwertung bestimmen. Zu einer solchen Denkweise zwingt die dualistische Sicht von Eigentum: Christo und JeanClaude sind Eigentümer und Eigentümer haben das Recht, andere von der Nutzung der Ressource auszuschließen. Punkt."<br />
</em> Und nochmal andersrum gefragt, die Dinge in Neuem Licht betrachtet:<em> "Wenn ... das Volk Eigentümer des Reichstags ist, wie kann man dann am Gebäude noch Privateigentum begründen?"</em></p>
<p>Wenn es nun so ist, dass auch die Allgemeinheit dem Künstlerpaar etwas widmet, mit welchen Lizenzgebühren wird das honoriert?</p>
<p>Etwas als Gemeinressource/Gemeingut verstehen kehrt die Antworten auf viele Fragen um: Darauf,  wem die Verfügungs- und Zugangsrechte zu den Gemeinressourcen zustehen. Darauf, wer wem etwas überlässt und wer am Ende wem etwas schuldig ist (oder zumindest sein sollte)! Etwas als Gemeingut betrachten wirft eben ein Neues Licht auf Altbekanntes.</p>
<p>PS. Wenn es wirklich so ist, dass der Reichstag der Allgemeinheit gehört, dann freilich hätte der Postkartenverkäufer, der von mir aus seine Postkarten vom verhüllten Gemeingut ruhig hätte verkaufen sollen, seine Einnahmen -abzüglich der Kosten- mit der Allgemeinheit, statt Lizenzgebühren mit Christo und Jeanne-Claude teilen sollen. Finden Sie nicht?</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/jotefa/" target="_blank">jotefa </a></pre>
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</item>
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<title><![CDATA[ABC der Alternativen]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/10/23/abc-der-alternativen/</link>
<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 18:50:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[ &#8220;Eine andere Welt ist möglich&#8221;, behaupten seit Jahren                 fortschrittliche]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.vsa-verlag.de/abc-der-alternativen/_pix/cover.gif" align="left" height="205" width="150" /> "Eine andere Welt ist möglich", behaupten seit Jahren                 fortschrittliche soziale Bewegungen. Aber wie soll sie aussehen?", fragen die Herausgeber Stefan Thimmel, Uli Brand und Bettina Lösch. Allen dreien übrigens - ebenso wie dem VSA Verlag- meinen Respekt für die beeindruckende herausgeberische Leistung trotz enormen Zeitdrucks.  Antworten und Anstöße zum Durchdenken der eingangs gestellten Frage gibt das <a href="http://www.vsa-verlag.de/abc-der-alternativen/">"ABC der Alternativen"</a>: von <i>Ästhetik des Widerstands</i> bis <i>Ziviler Ungehorsam</i>. Auch die <a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2007/10/gemeinschaftsguter_helfrich.pdf" target="_blank">Gemeinschaftsgüter</a> sind dabei - so wie weitere  benachbarte Begriffe, Konzepte und Alternativen, unter anderen: Gemeinwirtschaft, Ökologische Gerechtigkeit, Open Source, Wissensallmende, Wirtschaftsdemokratie und Vergesellschaftung.</p>
<p>Schauen Sie doch mal rein oder besser noch: Holen Sie sich das ABC der Alternativen im Buchhandel! Mehr Infos dazu finden Sie<a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2007/10/abc_der_alternativen.pdf" title="Flyer ABC der Alternativen"> hier.</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Allerlei GemeinHeiten]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/09/22/allerlei-gemeinheiten/</link>
<pubDate>Sat, 22 Sep 2007 08:22:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/09/22/allerlei-gemeinheiten/</guid>
<description><![CDATA[ 	 	 	 	 	 	 	 	Von Gemeinschaftsgütern reden heißt von GemeinSinn, GemeinWohl und GemeinSchaften ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><title></title> 	 	 	 	 	 	 	 	<!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 	-->Von Gemeinschaftsgütern reden heißt von GemeinSinn, GemeinWohl und GemeinSchaften  reden. Wir denken ja nicht nur über Gemeinschaftsgüter nach, weil sie in der Politischen Ökonomie so stiefmütterlich behandelt wurden. Oder weil uns der Zustand unserer "Umwelt" am Herzen liegt. Sondern auch, weil sie ein wichtiger Schlüssel sind, um weiteren sozialen Zerfall zu verhindern. Auch hier in Deutschland, nicht nur "da unten im Süden", wo es um noch viel konkretere und krudere Kämpfe um natürliche Ressourcen geht. Oder positiver ausgedrückt: Es geht darum, Gemeinwohl zu fördern und Gemeinsinn zu aktivieren.<!--more--></p>
<p>Politikwissenschaftler bescheinigen der Gemeinwohldebatte eine Renaissance. Durchaus vom Individuum her gedacht: Es geht nicht darum, die ganze Moderne mit der Neuauflage einer alten Gemeinschaftsgüterdebatte zu entsorgen. Vielmehr wollen wir  Gemeinschaftsgüter und Gemeinschaft nicht an individuellen Bedürfnissen vorbei denken.</p>
<p>Wahrscheinlich nutzen wir in unseren Blogeinträgen deshalb das engl. <i>community</i> viel lieber, weil es nicht so "belastet" ist wie die deutsche "Gemeinschaft", die im letzten Jahrhundert von zwei totalitären Regimen - wenngleich in sehr unterschiedlicher Weise - strapaziert wurde. Aber wenn wir <i>community</i> sagen, meinen wir Gemeinschaften. Gemeinschaften unterschiedlichster Ebenen: nicht nur alternative "<a href="http://www.kommunetour.de/" target="_blank">Kommunen</a>", durchaus auch die Gemeinschaft der BürgerInnen einer Region oder einer Stadt, eines Stadtteils. Manche <i>commons</i> brauchen sogar global vernetzte Gemeinschaften, die sich nicht mehr  konkret verorten lassen. Wie die freie Software.</p>
<p>Wie wir nun auf diese Reflektion gekommen sind? Gestern fiel mir die  Broschüre „<a href="http://www.busundmehr.de/downloads/Lebensqualitaet_in_Gemeinschaften_2Auflg.pdf" target="_blank">Thesen zur Lebensqualität in Gemeinschafte</a>n“ in die Hand. Sie fasst kurz und knapp die Ergebnisse einer Studie der Uni Kassel und des Arbeitskreises von Kommunen und Lebensgemeinschaften zusammen.  In der Broschüre findet sich  diese – m.E. sehr eindrucksvolle- Grafik zum Vergleich der Lebensqualität zwischen Gemeinschaften und Kleinhaushalten. Sie beruht auf einer kleinen Stichprobe: 4 ausgewählte Kleinfamilien und 3 ausgewählte, sehr unterschiedliche "Kommunen" haben Aussagen zu folgenden Aspekten getroffen.</p>
<p><a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2007/09/zwischenablage01.jpg" title="orientoren"><img src="http://commonsblog.wordpress.com/files/2007/09/zwischenablage01.jpg" alt="orientoren" /></a>Auf der Skala bedeutet „0“ die Minimalbewertung und „4“ die Maximalbewertung.</p>
<p>Nun sind es natürlich sehr besondere, verglichen mit der Gesamtgesellschaft recht kleine Gemeinschaften, von denen dort die Rede ist. Ich will hier nicht die Diskussion eröffnen, wie übertragbar solche Modelle und Lebensentwürfe sind. Ich finde nur, dieser „Orientorenstern“, bringt auf den Punkt, was auch in der Debatte um Verantwortung für und Recht auf Gemeinschaftsgüter am Ende rauskommen soll:  bessere Existenzbedingungen, Koexistenz (mit Anderen und der natürlichen Umgebung), mehr Handlungsfreiheit, mehr Effizienz, Sicherheitsempfinden und mehr Wandlungsfähigkeit – von den Menschen für die Menschen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Privatisierung der Stille]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/2007/08/29/die-privatisierung-der-stille-2/</link>
<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 20:25:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/2007/08/29/die-privatisierung-der-stille-2/</guid>
<description><![CDATA[&nbsp;
Es ist faszinierend. Über Gemeinschaftsgüter (commons) nachdenken heißt, auf Altbekanntes ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="entry">&#160;</p>
<p class="snap_preview"><img src="http://farm1.static.flickr.com/179/376037719_919c2b4d0e.jpg?v=0" alt="//www.flickr.com/photos/chicagoceli/" align="left" height="229" hspace="15" width="306" />Es ist faszinierend. Über Gemeinschaftsgüter (commons) nachdenken heißt, auf Altbekanntes in anderer Weise zu schauen. Oder wären Sie auf die Idee gekommen, sich zu fragen, wem eigentlich die Stille gehört? Wer sich das Recht - oder die Dreistigkeit- herausnimmt, Stille in öffentlichen Räumen abzuschaffen?</p>
<p>Ich habe einige Jahre in Mexiko City gelebt. Dort kommt beschallungsfreier öffentlicher Raum gar nicht mehr vor. Die Flugzeuge dröhnen im 10 Minutentakt über die Wohngebiete. Jeder Kleinhändler versucht, mit einem Mehr an Dezibel ein Stück der knappen Aufmerksamkeit der reizüberfluteten “Kunden” zu erhaschen. 5 Millionen Fahrzeuge verpesten nicht nur die ohnehin gesundheitsgefährdende Luft, sondern sie sind ob des Lärms auch eine Zumutung für die psychische Gesundheit der <span style="font-style:italic;">chilangos,</span> der EinwohnerInnen von Mexiko City. Diese wiederum scheinen keine andere Chance zu haben, als einfach drüber weg zu hören.</p>
<p>Stille kann man in Mexiko City und anderswo nur noch haben, wenn man sie kauft. Wie jede andere beliebige Ware. So haben sich zum Beispiel Wellness Hotels darauf spezialisiert, Geräusche aus der Umgebung des Gastes zu verbannen. Mit Spa lässt sich gut Geld verdienen. Rundrum wird es trotzdem nicht still.</p>
<pre>Foto: by <a href="//www.flickr.com/photos/chicagoceli/" target="_blank">chicagoceli</a> on flickr</pre>
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