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	<title>frau-uber-frauen &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/frau-uber-frauen/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "frau-uber-frauen"</description>
	<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 03:33:25 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Kinderhochzeit]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=82</link>
<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 16:15:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
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<description><![CDATA[Die amerikanische Fotografin Stephanie Sinclair hat sich der Aufgabe gewidmet, Kinderhochzeiten welt]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die amerikanische Fotografin Stephanie Sinclair hat sich der Aufgabe gewidmet, Kinderhochzeiten weltweit, in Äthiopien, Afghanistan und Nepal, fotographisch fest zu halten. Ein Schicksal, dem weltweit vor allem Mädchen ausgesetzt sind. Etwa 50% der äthiopischen Mädchen werden vor ihrem 15. Lebensjahr verheiratet. In Afghanistan zündeten sich Mädchen selbst an, aus Angst vor ihrem Ehemann.</p>
<p>Über <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,560708,00.html"><span style="text-decoration:underline;"><span style="color:#ff00ff;">folgenden Spiegelartikel</span></span></a>, gelangt man zu Stephanie Sinclairs Fotostrecke. Erschreckende Eindrücke aus dem Leben anderer Mädchen und jungen Frauen.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Das Portrait der "Sextante"]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=65</link>
<pubDate>Fri, 23 May 2008 11:19:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=65</guid>
<description><![CDATA[
Über die &#8220;Feuchtgebiete&#8221; und Charlotte Roche wurde schon eine Menge geschrieben. Zumei]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="float:right;" src="http://www.kulturnews.de/images/Textpaeckchen_29449_Bild1.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p>Über die "Feuchtgebiete" und Charlotte Roche wurde schon eine Menge geschrieben. Zumeist wurde Frau Roche mit Helen Memel, der Protagonistin ihres Romans "Feuchtgebiete" gleich gesetzt. Ja, es scheint, dass die Autorin in ihrem Debutroman eine Menge über sich selbst preis gegeben hat. Aber ist dem wirklich so?</p>
<p>Annabel Wahba von "Zeit Leben" hat sich die Mühe gemacht, Charlotte Roche mal zu begleiten. Sowohl in ihren Lesungen als auch abseits von ihnen. Entstanden ist das Portrait einen jungen Frau, die mit Helen Memel im Grunde nur den Scheidungshintergrund gemeinsam hat.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2008/22/Roche-22?page=1"><span style="color:#ff00ff;">"Die Schmutzkampagne"</span></a> lohnt sich somit wirklich zu lesen, wenn man genug davon hat, sich mit sinnlosen Interpretationen über das Wesen dieser Autorin, abzufinden. Zu meist ist die Berichterstattung, was Charlotte Roche angeht nämlich alles andere, als neutral und objektiv. <em>(Foto: Emanuela Danielewicz)</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Heulboje is wech]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=59</link>
<pubDate>Fri, 16 May 2008 10:11:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=59</guid>
<description><![CDATA[In meinem grenzdebilen Zustand, in dem ich mich gestern abend nach reichlichem Saufen, Feiern und vo]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem grenzdebilen Zustand, in dem ich mich gestern abend nach reichlichem Saufen, Feiern und vor allem Tanzen am Mittwoch abend befand, hatte ich mit den restlichen Neuronen nichts besseres anzufangen, als ihnen, in selbstzerstörerischer Manier, "Germany' Next Topmodel" vorzusetzen. Ich gebe zu, dass mich solch primitives Abendprogramm schonmal belustigt, somit ist es auch nicht das erste mal, dass ich reinschaute. Für gestern habe ich aber zumindest eine Ausrede...</p>
<p>In den vorangegangenen Abenden ist mir schon eines der Mädchen besonders aufgefallen. Dieses Mädchen stach hervor, durch eine ziemlich weinerliche Stimme, dadurch dass sie beim reden nicht die Zähne außeinander bekam und alles im allen ziemlich nah am Wasser gebaut war und einen gewissen Prinzesschen-Status gewohnt zu sein schien. Dieses Mädchen nannte sich Gisele. Im Gefühl habe ich auch, dass Gisele auffällig häufig zu Wort kam und allgemein das Leben in der Topmodel-WG aufzumischen schien. Erinnern kann ich mich besonders gut an das Schabenproblem in Sidney. Spätestens da fing dieses Mädchen an, mir gehörig auf die Nerven zu gehen.</p>
<p>Nun gut, endlich ist jetzt Schicht im Schacht, eine Tatsache, die seit unzähligen Wochen längst überflüssig ist, denn das Mädchen ist im wahrsten Sinne des Wortes noch ein Mädchen und keine Frau, sie verhält sich wie ein Kind und wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage dem Leben eines "Topmodels" stand zu halten.</p>
<p>Dass für diese Entscheidung allerdings notwendig ist, 11kg zu zu nehmen, ist eher traurig. Also Giseles Figurproblem ist in meinen Augen im Anbetracht all der kleinen Eigenheiten, die Giseles Auftreten prägen, das kleinste Übel.</p>
<p>Gejubelt habe ich gestern, als die Entscheidung fiel, denn es war wirklich schon extrem überfällig und traurig bin ich darüber kein Stück. Traurig finde ich eher, wie man als junge Erwachsene, denn Gisele ist schon über 20, noch so unselbstständig, verwöhnt und undiszipliniert sein kann, kurz um: kindisch. Auch die Tatsache, dass das Mädchen überall angeeckt ist, ist für mich sensibles und mitfühlendes Wesen recht dramatisch. Aber vollkommen nachvollziehbar. Denn die Integration in eine Gruppe beginnt beim Einzelnen und seinem Verhalten den anderen der Gruppe gegenüber.<br />
Und es ist einfach eine Tatsache, dass Gisele sich immer extem fiel rausgenommen hat, äußerst nervtötend war und sich aufführte, wie die Prinzessin auf der Erbse. Ich kann sowas ja ab! Wenn man in so ein Business einsteigt, muss man sich doch wohl darauf gefasst machen, dass es auch mal Dinge gibt, die man so eigentlich nicht machen würde. Klar, man muss nicht alles mitmachen, man sollte sich nicht selbst aufgeben, sollte sich selbst treu bleiben, aber über den eigenen Schatten springen, den Träger rutschen lassen, ist doch wohl nicht zu viel verlangt!</p>
<p>Soviel meine Meinung zu Giseles Ausscheiden am gestrigen abend.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Weibliche Sexualität - ein Rundumschlag]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=51</link>
<pubDate>Mon, 12 May 2008 18:08:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=51</guid>
<description><![CDATA[Vorhin wurde ich über  einen Artikel der Mädchenmannschaftauf ein Interview mit der Sexualforscher]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vorhin wurde ich über <a href="http://maedchenmannschaft.net/jede-frau-muss-fur-sich-herausfinden-was-sie-am-starksten-erregt/"> <span style="color:#ff00ff;">einen Artikel der Mädchenmannschaft</span></a>auf ein Interview mit der Sexualforscherin Dr. Beverly Whipple aufmerksam gemacht. Dieses ist auf der <a href="http://www.emotion.de/leben/g-punkt.html?p=1"> <span style="color:#ff00ff;">Internetseite der "Emotion"</span></a> nachzulesen.</p>
<p>Möglicherweise ist es nichts wirklich weltbewegendes, dennoch erscheint es mir relevant zu sein, wenn es, wie <a href="http://mondschwert.wordpress.com/2008/04/29/orgasmusstorungen-gebildeter-frauen/"> <span style="color:#ff00ff;">hier</span></a> nachzulesen offenbar doch ein großes Thema ist... auch wenn die Herangehensweise, die Dr. Whipple empfiehlt weitaus professioneller ist, als in der Bild thematisiert. Wen wundert's?</p>
<p>Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass nicht in dem Maße, in der Offenheit über die weibliche Sexualität parliert wird, wies es eigentlich nötig wäre, um mit gewissen Mythifizierungen mal aufzuräumen. Alleine die Tatsache, dass G-Punkte verleugnet werden, weibliche Ejakulationen in einen Bereich, der dem der Einhörner und Zentauren in nichts nachsteht, geschoben werden, spricht schon für sich.</p>
<p>In diesem Zusammenhang, und um die Aufklärung voran zu treiben, möchte ich an dieser Stelle doch noch mal das Augenmerk auf eine 1976 von Share Hite durchgeführte <a href="http://www.the-clitoris.com/german/html/g_methods.htm"><span style="color:#ff00ff;">Studie</span></a> richten, welche sich mit dem Masturbationsverhalten von Frauen auseinander setzte. Von meinem Standpunkt aus sehr lesenswert, da Licht auf ein in der Gesellschaft weitestgehend ausgespartes, taburisiertes Thema gerichtet wird und es einfach beeindruckend ist, die Vielfalt an Vorlieben zu erlesen, die Frauen in diesem Zusammenhang doch haben. Gerade aufgrund dieser Vielfalt verdeutlicht die Studie, wie wichtig es ist, sich in einer geteilten sexuellen Beziehung, dem Partner mitzuteilen.</p>
<p>Auch für Männer kann es nicht schaden, da mal einen Blick drauf zu werfen. ;)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sekrete und Sexualität]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=44</link>
<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 13:03:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=44</guid>
<description><![CDATA[
Auch ich habe es nun endlich einmal geschafft, &#8220;Feuchtgebiete&#8221; von Charlotte Roche zu l]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://mondschwert.files.wordpress.com/2008/04/feuchtgebiete1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-46" style="float:left;" src="http://mondschwert.wordpress.com/files/2008/04/feuchtgebiete1.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a></p>
<p>Auch ich habe es nun endlich einmal geschafft, "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche zu lesen. Nach allem, was man über dieses Buch gehört hat, habe ich es beinahe als Pflicht wahrgenommen. Ich war äußerst neugierig auf die Schweinereien, die mich erwarten würden, darauf, wie ich selbst auf dieses Werk reagieren würde.</p>
<p>Und? Den Hype um dieses Werk, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wenn man mal von Helens Hobbys absieht, die die Verbreitung und Aufnahme von Bakterien mit einschließen, fand ich das alles wirklich nicht besonders wild. Einiges kam mir doch erstaunlich bekannt vor. Dinge, über die ich gewiss nicht reden werde, die allerdings in meinen Augen alles andere als furchtbar ekelerregend sind.</p>
<p>Was ich somit wesentlich schockierender finde, als das Buch mit seiner Helen, das sind die Reaktionen, die es ausgelöst hat. Jene zeigen mir doch sehr deutlich, wie verdammt verklemmt unsere hightech- und pornofixierte Welt eigentlich ist. Sie erinnern mich daran, wie man als Kinder, wenn man in einer Gruppe gepupst hat, immer den anderen unterstellte, sie wären es gewesen - selber lässt man natürlich nie seinen Blähungen freien Lauf. Schon garnicht als Mädchen.</p>
<p>Nein, Mädchen furzen nicht, saubere Mädchen produzieren keine Vaginalsekrete - wissen schonmal garnicht, wie diese schmecken (pfui!, bäh!), masturbieren nicht und haben keinerlei eigenen Körpergeruch zu verströhmen. Unsere Körper sind auf Pflegeprodukte genormt. Schon von Kindheit an, ab der Pubertät erst recht!</p>
<p>Wir Frauen sind die haar- und geruchslosen, sterilen und hyperhygienischen, furzfreien Übermenschen, Göttinnen in Pastelltönen, wir sind</p>
<blockquote><p>himmlisch riechende Frauen, heilige Frauen, die nach Efeu duften</p></blockquote>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/himmlich-riechende-frauen-heilige-frauen/"><span style="color:#ff00ff;">um es in F.J. Wagners Worten zu sagen</span></a>.</p>
<p>Es hat den Anschein, dass Männer, aber auch Frauen es lieber hätten, weibliche Sexualität würde in gummipuppenhafter Weise, nämlich frei jeglicher Sekretabsonderung (mit Eigengeruch!), ablaufen. In meinen Augen ist das doch eine ziemlich verzerrte Vorstellung von Sexualität. Die Aufregung, die "Feuchtgebiete" allerdings verursacht, legt ein solches Bild allerdings ziemlich nahe.<!--more--></p>
<p>Häufig habe ich in Bezug auf "Feuchtgebiete", gelesen, es sei vollkommen daneben, ein Buch über "sowas" zu schreiben. Warum denn? In meinen Augen ist Literatur eine Form der Kunst. Somit stehen ihr, genau so wie der Kunst doch auch alle Themenbereiche offen. Es steht Charlotte Roche und jedem anderen Schriftsteller auch frei, über alles zu schreiben, was ihm in den Sinn kommt. Und wenn es Vaginalsekrete sind - nur zu! Es ist das erste Buch, was ich in meinem Leben gelesen habe, in denen solche überhaupt Erwähnung finden. Abgesehen davon, das in dem ein oder anderen Roman eine Frau mal beim Sex als "feucht" beschrieben wird. Uff, das ist aber gewagt! Ja, im Grunde ist es auch das erste Buch, was ich gelesen habe, in dem ein Mensch das macht, was alle Menschen tun: Stuhlgang verrichten. Ich habe noch keinen Roman gelesen, in denen Menschen wirklich Dinge tun, die sie als Menschen ausmachen. Auf Klo gehen, ausgiebig Essen, rülpsen, furzen, evtl. auch masturbieren. Nein, sowas scheint irgendwie kollektiv ausgespart zu werden. Steht das in irgendwelchen literarischen Konventionen drin? In der Filmindustrie ist es ja das selbe. Wer mit sowas nicht umgehen kann, sollte nicht die Schriftstellerin mit ihrem Roman dafür verantwortlich machen, sondern selbst ersteinmal seine eigene Einstellung hinterfragen oder, sollte das zu viel verlangt sein, die Finger davon lassen.</p>
<p>Somit fand ich "Feuchtgebiete" relativ realistisch. Helen macht vollkommen normale Dinge. Dinge, die wohl so normal sind, dass sie nirgendwo Erwähnung finden. Was regen sich die Kritiker also auf? Müssen diese nie kacken?</p>
<p>Ein weiterer Kritikpunkt war die Sprache, die im Buch Verwendung findet. Illustriert werden die Gedanken eines 18-jährigen Mädchens. Jawohl, ihre <strong>Gedanken</strong>. Ich weiß ja nicht, wie andere Menschen denken. Wenn ich denke, schmeiße ich in meinem Kopf jedenfalls nicht unbeding mit Fachbegriffen um mich. Somit finde ich es alles andere als empörend, dass Helen von ihrer "Muschi" denkt, und von ihrem "Arsch". Es wäre alles andere als realistisch, wenn Helen von ihrer "Vagina" denken würde. Das muss man einfach so sehen und da wird mir jeder zustimmen können.</p>
<p>Desweiteren: Was die Gedanken der guten Helen angehen, so finde ich es auch alles andere als verwunderlich, dass sich diese die größte Zeit ihres überaus langweiligen Krankenhausaufenthalts auf Sex beziehen. Auch das ist ziemlich realistisch. Man müsse sich nur mal selber beobachten, über sich selber reflektieren, wenn man im öffentlichen Verkehrsmittel sitzt, im Wartezimmer der Praxis oder anderorts, wo Spaß und Spannung nicht gerade vorprogrammiert sind, wohin die eigenen Gedanken abschweifen. Wenn man sich nicht gerade das Hirn über schwerwiegende Probleme zermartern muss.</p>
<p>Wer eine weitere, von meinem Standpunkt aus, sehr gelungene Besprechung zu "Feuchtgebiete" lesen möchte (mit vielen Zitaten), sollte <a href="http://maedchenblog.blogsport.de/2008/04/09/von-jugendtraumata-und-analfissuren/"> <span style="color:#ff00ff;">hier im Mädchenblog</span></a> vorbei schauen. Kritischer sieht <a href="http://schmittis-welt.de/2008/03/06/charlotte-roche-feuchtgebiete/#more-59"><span style="color:#ff00ff;"> das Schmitti</span> </a> Roches Werk, vor allem eben in Hinblick auf den Exsessiven Austausch von Körperflüssigkeiten, der dem HIV-Risiko vollkommen bedachtlos gegenüber steht. Eine Gefahr, die trotz Helens mutiger Selbstexperimente wirklich nicht außer Acht gelassen werden sollte.</p>
<p>Alles in allem fand ich das Buch nicht schlecht. Es hat mir doch eigentlich ganz gut gefallen, weil es ein absolut sinnloses Tabu bricht. Ich kann den Vorwurf bezüglich der Provokation nur bedingt verstehen. Wieso es provozierend sein sollte, die Tatsachen auf den Tisch zu legen, entzieht sich meinen Geisteskräften. Dass Helen jedoch ziemlich rumsaut und durchaus auch mehr als denkwürdige Aktionen veranstaltet, ist künstlerische Freiheit.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[I have a Dream too...]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=43</link>
<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 15:05:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=43</guid>
<description><![CDATA[Während Martin Luther King vor 40 Jahren noch den Traum hegte, dass eines Tages die Rassenunterschi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom:0;">Während Martin Luther King vor 40 Jahren noch den Traum hegte, dass eines Tages die Rassenunterschiede aufgehoben sein würden, so habe auch ich einen Traum. Nämlich den, dass auch ich eines Tages nachts von einer Party nach hause kommen kann, alleine, ohne Gefahr zu laufen, dass mir an der nächsten Ecke etwas geschieht, weil ich eine Frau bin.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Früher war ich nur genervt, wenn meine Mutter beinahe Tränen in den Augen hatte, als sie mich an der Tür verabschiedete. „Ten cuidado!“ (zu Deutsch: „Sei vorsichtig!“) waren zwar schon immer ihre Lieblingsworte, sobald ich das Haus verließ, aber besonders seitdem ich auch abends mal was Trinken gehe, Party mache und meinen Freitagabend genieße, verfolgen sie mich. Mittlerweile bin ich nicht mehr genervt. Denn ganz ehrlich: Ich muss gestehen, dass ich mir genau so auch Sorgen um sie mache, wenn sie Abends mal mit Freundinnen weg geht. Und ich kann mir auch vorstellen, wie es sein muss, wenn man selbst eine Tochter hat, die in einem Alter ist, in dem das Nachtleben des Großstadtdschungels da ist, erkundet zu werden.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Hier jedoch liegt der Haken. Mir war schon früh klar, dass ich „ten cuidado!“ von meiner Mutter nur halb so oft zu hören bekommen hätte, wenn ich als Junge geboren wäre. Was das Erkämpfen von Freiheiten angeht, so hätte ein junger Viktor (ich hoffe meine Eltern hätten sich dann einen anderen Namen einfallen lassen!) nicht so viel für seine Rechte einstehen müssen, wie die junge Viktoria es tun musste, die es letztlich geworden ist.<!--more--></p>
<p style="margin-bottom:0;">Mittlerweile bin ich über das Alter hinaus, in dem man von seiner Mutter noch effektive Nach-hause-komm-Zeiten auferlegt kriegt, somit bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu Protestieren, wenn es ans Feiern geht, und die Worte „ten cuidado!“ wie ein Mantra vor sich hin zu sprechen, in der Hoffnung, dass die guten Geister, Engel, Götter und andere hohen Wesen erhört werden und mich auf meinen nächtlichen Wegen begleiten.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Vielleicht war es mein Fehler, dass ich mich nie für irgendeinen Kampfsport habe begeistern können. Jedoch bezweifle ich, dass alles unter einem schwarzen Gurt meine Mutter davon hätte überzeugen können, dass ich mich verteidigen kann. Ja, selbst eine Buffy hätte an meiner Stelle die Worte „ten cuidado!“ nicht mehr hören können. Unabhängig davon, dass sie eine Vampir mordende Killermaschine ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Im Grunde ist letzteres jedoch vollkommen irrelevant. Es kann nicht sein, dass eine Frau einem Mann mit ihrem kleinen Finger das Genick brechen können muss, um unbehelligt nachts nach hause zu gehen. Es kann auch nicht sein, dass ich, wenn ich alleine unterwegs bin freiwillig auf Rock und Absätze verzichte, weil ersteres als einladend empfunden werden könnte und zweiteres furchtbar unpraktisch zum weglaufen ist. Traurig aber wahr: in Anbetracht dieser Gedanken stelle ich mir mein Weggeh-Outfit zusammen. (Bevor Fragen in Bezug auf meine Wohngegend kommen: Ja, ich wohne nicht im besten Viertel. Ich glaube „sozialer Brennpunkt“ ist die korrekte Bezeichnung? Und nein: ich sehe es natürlich nicht so, dass Frauen mit kurzen Röcken selbst Schuld sind!)</p>
<p style="margin-bottom:0;">Vielleicht hat mich die „ten-cuidado-Mentalität“ meiner Mutter auch einfach paranoid gemacht, schließlich ist bisher noch nie etwas geschehen. Vielleicht ist sie aber auch der Grund dafür, dass es eben noch nie passiert ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Jedenfalls habe ich den Traum, mir irgendwann einmal keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen, ob mein Outfit zu einladend sein könnte. Ich habe den Traum, dass junge Frauen und junge Männer gleichermaßen nachts nach hause gehen können, ohne vergewaltigt zu werden, ohne den Gedanken zu hegen, dass dies geschehen könnte. Ich habe einen Traum. Ich habe den Traum, einmal, Freitagabends von meiner Mutter die Worte „ten cuidado!“ zu hören, ohne zu wissen, dass sie dabei an eine Vergewaltigung denkt.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pornöse Selbstinszenierung]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=40</link>
<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 17:02:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=40</guid>
<description><![CDATA[&#8230;auf gothischen Singlebörsen
Die Zeiten, in denen man die Katze (wahlweise Pussy) im Sack kau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>...auf gothischen Singlebörsen<a href="http://mondschwert.files.wordpress.com/2008/04/2.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-41" style="float:right;" src="http://mondschwert.wordpress.com/files/2008/04/2.jpg" alt="" width="128" height="133" /></a></p>
<p>Die Zeiten, in denen man die Katze (wahlweise Pussy) im Sack kaufte, sind vorbei. Heutzutage muss man garnicht mal ein Wort gewechselt haben, schon weiß man bescheid, über die "geheimen", "verbotenen" Träume einer Lady Darkness* oder eines Death Angels*.</p>
<p>Genannte dunkle Geschöpfe aus düsteren Welten des Internets müssen sich nochnicht einmal allzu nackt präsentieren. Klar, ein paar semiprofessionelle Fotos, auf denen laszive Posen tiefe Einblicke ins Dekoltée gewähren und hungrige Blicke darauf hindeuten, dass Du das nächste Opfer dieses Vamps werden könntest, sind bestimmt effektvoll. Und damit meine ich nicht die eventuelle Überbelichtung oder nachträgliche Bildbearbeitung. Nein, die Mädels aus der Szene sind schon die hüschesten, keine Frage. Das bemerke ich jeden Tag, wenn ich in den Spiegel schaue, und das tue ich nicht selten.</p>
<p>Aber mal Spaß bei Seite: Sie sind nicht nur die hübschesten, sondern auch die sexiesten. Es ist wirklich bemerkenswert, wie sehr einige Profile auf gothischen Singlebörsen vor Sex nur so triefen. Die Fotos sind das eine, oft auch das Harmlosere der pornösen Selbstinszinierung. Die Texte allerdings, oh ja, da könnte man meinen, dass kein bisexuelles Höschen beim lesen trocken bleibt - zumindest scheint dies die erwünschte Wirkung zu sein. Wie es da den Herren der Schöpfung bei geht, ich werd mich bei Gelegenheit mal erkundigen. Ich wage es einfach, davon auszugehen, dass es genügend von ihnen gibt, die sich den Ruck geben, Lady Darkness oder Death Angel ein unmoralisches Angebot zu machen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. <!--more--></p>
<p>Doch ich schweife ein wenig ab. Wie ich schon sagte, man kauft die Muschi nicht mehr im Sack! Während früher zumindest mal beim ersten Date abgeklärt wurde, was Partner denn so gerne hat, man sich meistens jedoch langsam vortastete und sich frug, wie man der neuen Flamme denn klar machen sollte, dass man auch gerne für die etwas bizarreren, härteren, exklusiveren oder auch einfach nur originelleren Spielarten zu haben ist, ist dies jetzt mit nur einem Klick abrufbar. Auch wenn die Szene allgemein eher für Ausgefallenes  offen ist, wird man auch hier um solche Gespräche, wie in jeder anderen Szene, oder bei "Normalos" auch, nicht drum rum gekommen sein. Nun weiß ich aber, dass Lady Darkness, die in Kiel** - was weiß ich wie viel 100km von mir entfernt - wohnt, Bondage betreibt, für Analsex zu haben ist und sich gerne hart von hinten nehmen lässt,*** und das Dark Angel aus Dresden** wahlweise spanked oder gespanked wird, Gyno-Spiele toll findet und allgemein alles f**** was sich f***** lässt, solange es nicht fett, hässlich, spießig oder dumm ist.*** Letzteres gilt für Lady Darkness selbstredend auch. Klar, Intimrasur muss sein - wer leckt schon gern Flokati?</p>
<p>Ich bin nicht verklemmt. Oh nein, Leute die mich kennen, werden das bestätigen können, mit mir kann man über vieles reden, ich bin für vieles - zumindest theoretisch - zu haben und stehe auf dem Standpunkt, dass man lieber mal was neues (ungefährliches) ausprobieren sollte, als etwas zu verpassen. Wirklich konservativ würde ich mich in sexueller Hinsicht also nicht nennen. Ich möchte auch Polygamie nicht verurteilen. Ich kenne selbst polygam Lebende Menschen, die mich noch nicht verführt haben und wäre selber evtl. unter günstigen Umständen und in Einverständnis aller Beteiligten für eine Flucht aus der Monogamie bereit.</p>
<p>Aber was ich nicht begreife ist der Egofick, den es manchen -vorzugsweise Damen- bereitet, in die Welt hinaus zu schreien, dass man nymphomanisch Veranlagt ist, ohne Sex nicht leben kann und will und einfach so penetrant (Vorsicht: Wortspiel) die eigenen Vorlieben (Pflichtpogramm?) zur Schau stellt. Es hat etwas krampfhaftes, was in der Szene oft zu finden ist. Es kann einfach nicht oft genug unterstrichen werden, dass man geil, unkonventionell, unverzichtbar, offen für alles, jung und körperflüssigkeitenfixiert ist.</p>
<p>BDSM und irgendwelche Fetische gehören auch zum guten Ton, zumindest habe ich noch kein Profil einer Egofick-Frau gelesen, in dem dazu nicht etwas gewagtes stand. Wäre ja auch langweilig ohne. Es reicht auch nicht einfach ein "ja" zu schreiben und bei den Anmerkungen dann noch "finde es selbst raus..." . Man überlege, wie effektvoll das wäre. Mensch, eigentlich noch ein größerer Anreiz, Lady Darkness anzuschreiben. Aber nein, da steht dann eine Liste, wie ich sie eigentlich nur von einschlägigen Seiten kenne, auf denen Dienste professionell angeboten werden und detaillierte Angaben Sinn machen, damit der potenzielle Kunde sieht, ob seine Vorlieben auch befriedigt werden können.</p>
<p>Hinzu kommt noch, dass diese gothische Singlebörsen nicht nur Singlebörsen sind, sondern auch einfach so eine Kontaktplattform. Desweiteren ist Singlebörse ja auch keine Sexbörse. Und für BDSM gibt es ja auch eine eigene ziemlich umfangreiche Plattform. Eigentlich würde es ja mehr Sinn machen, seine bizarren Vorlieben auf einer solchen auszubreiten. Für den erwünschten Egofick ist es jedoch augenscheinlich wichtig, mit seinen Vorlieben hausieren zu gehen, um die sexuelle Energie, die Lady Darkness und Death Angel zu wahren Sexgöttinnen des Erotikhimmels machen, zu manifestieren und all jenen, die es nicht wie sie handhaben zu zeigen, wie spießig, verklemmt und frigide sie doch sind.</p>
<p>Insgesamt weiß ich nun über diese beiden reizenden und reizvollen Damen in sexueller Hinsicht mehr, als von meiner besten Freundin. Ohne jemals ein Wort mit ihnen gesprochen zu haben. Sollte mir das zu denken geben?</p>
<p><em>*= Natürlich haben die Geschöpfe, von denen ich schreibe in Wahrheit viel exklusivere und wahlweise auch andeutungsvollere oder ungezogenere Nicks. Übereinstimmungen sind nicht gewollt, Lady Darkness und Death Angel als solche sind nicht gemeint, da hätte ich mir schon noch was ausgedacht.<br />
</em></p>
<p><em>**= Auch die Wohnorte sind frei ausgedacht und stimmen höchstens zufällig mit den realen Orten überein. </em></p>
<p><em>f*****= ein nicht jugendfreies Wort für "Liebe machen" und steht nicht im Duden!</em></p>
<p><em>***= Was wie Übertreibung rüberkommt, ist höchstens eine, weil ich sexuelle Vorlieben frei kombiniert habe. Nichts von dem, was ich geschrieben habe, ist in der Singlebörse nicht auch zu finden.</em></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Peinliche Entwürdigung...]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=39</link>
<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 18:07:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=39</guid>
<description><![CDATA[Es ist wirklich unglaublich, was manche Menschen, vorzugsweise Frauen, für Geld so alles tun. Natü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wirklich unglaublich, was manche Menschen, vorzugsweise Frauen, für Geld so alles tun. Natürlich, das Geschäft mit dem Körper ist schon immer lukrativ gewesen. Wenn man gut aussieht, sowieso. Dennoch, gibt es Grenzen, möchte ich meinen. Naja, ich will mich nicht als Moralapostel aufspielen. Soll doch jede Frau nach ihre Facon glücklich werden.</p>
<p>Dennoch musste ich vorhin irgendwie schlucken, als ich gelesen habe, dass Gina-Lisa, die am Donnerstag bei "Germany's Next (Schrot)topmodel" rausgeflogen ist, nun als Nacktputze arbeiten wird... Oo <strong>Bitte?!</strong> Wie erbärmlich ist denn das? Sich in Dessous in den Wohnungen und auf den Partys irgendwelcher Männer zu räkeln und dabei mit einem Wischmopp zu wedeln und ein Hemd bügeln. Ich finde das wirklich hochgradig peinlich und... ja, ein Hauch von Sexismus liegt dem schon inne, wenn eine Frau sich in dieses alte Rollenklischée hineinbegibt, ihm auch noch eine erotische Note gibt um damit die Herren der Schöpfung aufzugeilen.</p>
<p>Wie gesagt, mir kann es eigentlich egal sein, was diese Frau gedenkt zu tun, aber ich finde es traurig, wenn man sich mit offenen Armen so entwürdigen lässt, wo mehr oder minder seriöse Angebote bestimmt nicht lange auf sich warten gelassen hätten. Wenn sie damit glücklich wird, ich kann darüber nur den Kopf schütteln.</p>
<p>Vor allem, weil sie in gewisser Weise auch ein Vorbild für Mädchen ist. Bestimmt. Gina-Lisa kam nie, wie die typische Tussie aus Luxusverhältnissen rüber, nein, sie hatte etwas prolliges, etwas "lebensnahes" an sich, mit dem sich bestimmt Mädchen aus niedrigeren Verhältnissen identifizieren konnten. Der Fakt, dass sie nun über diese Schmuddel-Schiene versucht, sich hochzuarbeiten, vermittelt diesen Mädchen doch, dass es der einzige Weg für eine Frau ist, etwas zu erreichen, vor allem eben, wenn man sich über sein Aussehen definiert.</p>
<p>Den Artikel der Bild dazu, findet Ihr hier: <a href="http://www.bild.de/BILD/entertainment/TV/2008/04/12/topmodel-gefeuerte-gina-lisa/wirbt-als-nackt-putzfrau,geo=4251440.html"> Bild</a></p>
<p>Eure Viktoria</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Kommst Du mit mir aufs Klo?"]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=34</link>
<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 18:09:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
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<description><![CDATA[Nein, das ist keine Einladung zum Sex auf öffentlichen Toiletten. Weit gefehlt. Es ist dennoch eine]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das ist keine Einladung zum Sex auf öffentlichen Toiletten. Weit gefehlt. Es ist dennoch eine Szene, die sich in unserem Kulturkreis tagtäglich unzählige Male ereignet: Frau fragt Frau, ob sie sie auf die Toilette begleitet. Vollkommen platonisch. Zumindest in dem Fall, auf den ich eingehen möchte. Bestimmt gibt es da auch so geartete Anmachen, aber wie gesagt, um Sex geht es heute nicht.</p>
<p>Männer wundern sich, über diese "typisch weibliche" Eigenart, die öfters auch mal Grund für stereotypischen Spott ist. Beschriebener Fall könnte beinahe zu den stumpfen Fragen wie: "Warum hören Männer nie zu?" und "Warum können Frauen nicht einparken?" gezählt werden. Aber nicht ganz - in meinen Augen. Nein, ich glaube da steckt mehr hinter.</p>
<p>Klar, man kann es nicht generalisieren. Nicht jede Frau schleppt ne andere mit aufs Klo ab. Ich tue dies auch nicht immer. Doch in manchen Situation fühle ich mich unbewusst unbehaglich, sollte ich alleine aufs stille Örtchen gehen. Wer weiß, ob man wiederkommt? Und da habe ich mir diese Frage gestellt: Kann es nicht sein, dass dieses Verhalten mehr oder minder wirklich weiblich ist?</p>
<p><!--more--></p>
<p>Stellt Euch mal vor, Ihr seid eine Frau im Mittelalter. In der Hütte gibt es kein Klo, Ihr müsst aber mal. Draußen ist es dunkel, Ihr müsst ein paar Meter gehen, um nicht Euren Hühnern vor die Füße zu machen. Wie würdet Ihr Euch dabei fühlen, alleine? Wäre es nicht besser, wen dabei zu haben, der ein wenig schützen kann? Eine andere Frau bietet sich da ja an - die wird wohl nicht vergewaltigen. Zudem ich meine, dass die Gesellschaft doch ziemlich in die Geschlechter gespalten war und ist. Getrennte Klos gibts ja immer noch.</p>
<p>So, nun waren wir im Mittelalter. Ob das wohl in der Zeit davor anders gewesen sein wird? Und in der danach? Bestimmt auch nicht. In Zeiten öffentlicher Toiletten, die zumeist innerhalb des Gebäudes sind, sind solche Vorsichtsmaßnahmen wahrscheinlich auch schon überholt. Aber wenn man mal draußen aufs stille Örtchen muss? Bei einem Festival zum Beispiel. Auch da ist Begleitung vielleicht garnicht so überflüssig. Zudem man beachten muss, dass eine Frau nicht so mobil pinkeln kann, wie ein Mann. Die anatomischen Unterschiede holen einen manchmal halt doch schon noch ein. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass eine Frau somit, wenn sie ihr Geschäft verrichtet, ungeschützter und Gefahren ausgelieferter, in ihrer Bewegung eingeschränkter ist, als ein Mann. Auch diese Tatsache spricht für eine Begleiterin, die sich umschaut, ob jemand kommt.</p>
<p>Ich glaube, dieses Bewusstsein hat sich einfach weiterhin durchgesetzt. Vielleicht instinktiv? Wie lange braucht ein Instinkt, um sich auszubilden, weitergegeben zu werden. Aber ich glaube die Gefahren, die einer Frau beim Pipi machen begenen können, gibt es nicht erst seit gestern. Eher "seit immer", wie man so schön sagt. Seit Anbeginn unserer Zeit. Von daher wäre eine Art Instinkt vielleicht möglich.</p>
<p>Oder wir bekommen es von frühster Kindheit, jede Generation aufs neue, eingebläut. Das ist auch denkbar. Als Mädchen wird man noch von der Mama begleitet, wenn man dann autonom ist, kriegt man ständig von jender zu hören, unter keinen Umständen allein zu sein, immer in Begleitung von der Freundin.</p>
<p>Mal sehen, ob sich die Wissenschaft mit dieser Frage befasst hat, vielleicht findet sich im Internet ja was dazu.<br />
Eure Viktoria</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Pro-Kurva oder Haut und Knochen?]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=21</link>
<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 09:23:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=21</guid>
<description><![CDATA[Inspiriert haben mich die Blogs zweier Frauen, die sich ebenfalls diesem Thema gewidmet haben. Ich d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Inspiriert haben mich die Blogs zweier Frauen, die sich ebenfalls diesem Thema gewidmet haben. Ich denke, im Grunde kann es nicht genug Menschen geben, die sich mit der Doppelmoral und der Gefahr gängiger Schönheitsideale und daraus resultierenden Süchten beschäftigen! Somit möchte ich auch an Euch beide Artikel weiterleiten, vielleicht findet Ihr ja auch gefallen dran:</p>
<p><a href="http://schmittis-welt.de/2008/03/13/pro-ana-und-pro-mia-oder-meine-antwort-auf-die-knochenlutschergottin/" title="Antwort auf die Knochenlutschgöttin" target="_blank">Pro-Ana und Pro-Mia: Antwort auf die Knochenlutschgöttin</a> von der <a href="http://schmittis-welt.de" title="Schmitti">Schmitti</a><br />
und <a href="http://alialastrange.wordpress.com/2008/03/07/knochenlutscher/" target="_blank">Knochenlutscher</a> von der <a href="http://alialastrange.wordpress.com/" target="_blank">Alia</a></p>
<p>Unterernährung in unserer Überflussgesellschaft. Ein Phänomen, das an Perversion grenzt. Nein, eigentlich nicht. Es <b>ist  </b>Perversion. Und bezeichnend für unsere Zeit.</p>
<p>Wie kann es sein, dass der Umgang mit dem Essen uns im Westen so schwer fällt? Wie kann es sein, dass in Deutschland ca. 100.000 Menschen von Magersucht betroffen sind - 90% davon Frauen zwischen 15 und 35 Jahren sind? 600.000 unserer Mitbürger unter Bulimie leiden?</p>
<p>Wie kann es sein, dass sich im Internet Imperien einer Pro-Ana und Pro-Mia Bewegung aufbauen, die ihre Erkrankung, ihre Schlankheitssucht verherrlichen und sich bis ins unermessliche abhungern?</p>
<p><!--more--></p>
<p>Wie kann es sein, dass Keira Knightley, Victoria Beckham oder Lindsay Lohan zu Schönheitsidealen avancieren? Klar - die ganzen Hochglanzmagazine heucheln irgendwie schon ein geringes Maß an Besorgnis vor. Dennoch haben die ständigen Fotos, die wir von diesen Hungerhaken vor die Nase gesetzt bekommen einen anderen Effekt. Nein, sie wirken nicht warnend. Das täten sie vielleicht, wenn die Magazine genannte Damen in misslicheren Situationen als auf dem Roten Teppich, bei irgendwelchen Galas oder Aftershow-Partys zeigen würden. Nicht zu vergessen der wohl verdiente Urlaub am Strand in Hawaii oder Malibu.</p>
<p>Da kommen doch schon Gedanken auf, wie dass es durchaus schön wäre, <i>ein wenig </i>mehr so zu sein, wie sie. <i>Nur ein bischen mehr.</i> Selbstverständlich will man es nicht übertreiben. Aber wo hört man denn auf, wenn man plötzlich Komplimente aufgrund der schlankeren Taille bekommt? Wann wird aus dünn dürr? Wann erreicht einen die Erkenntnis, dass man am Limit ist?</p>
<p><i>We are beautiful no matter what they say<br />
Yes, words won't bring us down , oh no<br />
We are beautiful in every single way<br />
Yes, words can't bring us down , oh no<br />
So don't you bring me down today  </i></p>
<p>heißt es im Lied "Beautiful" von Christina Aguilera. Eine Hymne an die Selbstakzeptanz. Der Videoclip tut sein übriges. Allerdings ist es auch nicht schwer, sowas in die Welt hinaus zu trällern, wenn man mit seiner Figur mal garnicht zu kämpfen hat. Wenn der Personaltrainer zum Tag gehört, wie das Zähneputzen auch.  Den Zeitfaktor darf man beim Nacheifern gängiger Schönheitsidealen nämlich nicht außer Acht lassen. Genau so wenig wie das Geld, welches in ebenso beachtlichem Ausmaß verpulvert wird.</p>
<p>Dennoch: Wie kann es sein, dass wir Frauen uns in solchem Ausmaß mit unseren Maßen beschäftigen? Sage mir: Wann hast Du das letzte mal Nachmittags, nachdem Du am gleichen Tag schon gefrühstückt und zu Mittag gegessen hast einen leckeren Brownie verspeist, dazu einen Milchshake getrunken - ohne dass Dich nachher zumindest eines geplagt hat:</p>
<address>a) Du hattest Schuldgefühle.</address>
<address>b) Du hast Dir darüber Gedanken gemacht, wieviele Punkte/Kalorien das waren.</address>
<address>c) Du denkst über Sanktionen bei der folgenden Mahlzeit nach...</address>
<address>d) ... die erst am nächsten Tag stattfinden wird, bis dahin ist der Brownie hoffentlich weg.</address>
<address>e) Du gehst im Geiste die Termine des morgigen Tages durch um noch eine Extraschicht im Fitnessstudio einzuschieben.</address>
<address>f) Das war nun wirklich, wirklich die  letzte Sünde, die Du Dir in Deinem Leben erlaubt hast. Ab morgen gibt es nur noch Salat!</address>
<address>g) ... zumindest bis Weihnachten, da kann man um das ungesunde Zeug ja nicht drum rum.</address>
<p>Jaja, es ist wirklich nicht leicht, heute noch ein ungezwungenes Verhältnis zu seinem Essen und seinem Körper aufzubauen. Auch ich bin mitlerweile so konditioniert, dass ich immer krampfhaft überlege, wie viele Kalorien, ich zu mir nehme. Wenn ich ins Kino gehe muss dennoch eine Tüte Popcorn und eine große Cola her. Und nachher habe ich Schuldgefühle. Das macht doch keinen Spaß.</p>
<p>Ich denke, wir müssen neues Selbstvertrauen in uns setzen. Wie würden wir uns finden, wenn wir uns losgelöst jeglicher Schönheitsideale betrachten würden? Wären wir dann immer noch zu fett? Zu kleinbusig? Was findest Du schön an Dir selbst?</p>
<p>Und was noch?</p>
<p>Und was macht uns als eigenständigen und als solchen liebenswerten Menschen aus? Der Körper ist nicht alles, auch wenn es in gängigen Magazinen fast ausschließlich um diesen geht. Nein, es ist noch sehr viel mehr, was uns aus macht, worauf wir setzen können. Es mag zwar auch aufs Äußere ankommen, aber Schönheit setzt sich nicht an dick oder dünn fest. Schön ist alles, was gesund ist! Ein gefährliches Maß an Übergewicht ist nicht schön, denn es ist ungesund. Ich rede jetzt nicht von den Fettpölsterchen, die bei Frau auch mal Größe L auf den Plan holen. Naja, eigentlich will ich es garnicht an den Größen festmachen. Aber wenn es nicht mehr gesund ist, sollte was dran getan werden, denn ein ungesundes Leben im Übermaß kostet genau so viel Lebensqualität wie ein ungesundes Leben im Untermaß so zu sagen.</p>
<p>Und so schaut es nämlich aus: Hungerhaken sind nicht sexy! Hungerhaken sollten jeden normalen Menschen an diejenigen erinnern, die unter Menschen unwürdigen Bedingungen leben müssen und leben mussten, die keine Optionen haben (es sei denn wir priviligierten Menschen im Überfluss geben sie ihnen endlich einmal) und hatten - nicht an die Laufstege unserer Welt!</p>
<p>Problem an der ganzen Sache ist ja einfach die, dass eben auch so extrem dürre Exemplare wie eben auch Keira Knightley großen Erfolg haben. Man schaue sich auch die Bank weg alle Schauspielerinnen an, die uns mittwochs im Rahmen der Serie "Desperate Houswives" beglücken. Das sind ja alles Frauen über 35. Oder bei "Grey's Anatomy" das selbe Rippenspektakel. Naja, da verdeckt es zumindest der Arztkittel zumeist ein wenig. Verantwortungsbewusster sollten Medien und Akteure werden. Ob dies mit Sponsoren etc. also (wie immer) mit wirtschaftlichen Faktoren zu vereinbaren ist, steht selbstredend auf einem anderen Blatt geschrieben. Klar, dass es lange nicht mehr auf das Wohl der anderen ankommt ist mir schon bewusst, seitdem bekannt wurde, dass Britney Spears doch keine Jungfrau mehr ist.</p>
<p>Und nun, bevor ich langsam zum Ende komme, vielleicht noch eine Checkliste, die Du, die Du grade Diät machst, doch noch befolgen solltest (nur ein Rat meinerseits, ob Du ihn befolgst ist natürlich Deine Sache):<font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"><br />
</font></p>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"> Du solltest Deine Diät beenden, wenn...</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"> 1. Du beim Einatmen an Bodenhaftung verlierst.</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"> 2. Du Dich beim Staubsaugen anschnallen musst.</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"> 3. Dein Gesicht schon so schmal ist, dass Du mit beiden Augen durch ein</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"> Schlüsselloch schauen kannst.</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1"> 4. Du mit Deinem Arm einen Strohhalm von innen sauber machen kansst.</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1">5. Du beim Essen dauernd vom Sessel kippst, weil Du mit dem Löffel Übergewicht<br />
nach vorn bekommst.<br />
6. Dich der Arzt zum Röntgen vor eine Glühbirne stellt.<br />
7. Du beim Drachensteigen eher in der Luft bist als Dein Drachen.<br />
8. Du Deinen Klavierunterricht beenden musst, weil Du mit Deinen Fingern immer zwischen<br />
den Tasten stecken bleibst.<br />
9. Du in der Dusche dauernd hin- und her springen musst, damit Du  nass wirst.</font></address>
<address><font face="Verdana, Nimbus Sans L, helvetica" size="-1">10.Wenn nicht Du die Enten, sondern die Enten Dich füttern.</font></address>
<address> </address>
<p>Vielleicht noch zu guter letzt ein Zitat aus <a href="http://alialastrange.wordpress.com/2008/03/07/knochenlutscher/" target="_blank">Alias Artikel:</a></p>
<blockquote></blockquote>
<p><font color="#ff0000">"Das ist nämlich die gute, alte Ausgeglichenheit. Anstrengung ist gut, Muskeln sind toll, doch diese wollen gefüttert und auch manchmal mit Kalorienbomben am Leben erhalten werden. Das ist gesund. Das hat nichts mit fett oder schwach zu tun. Das ist das Leben, liebste Schutzpatronin aller Biologieklassenzimmerskelette und auch dessen Lookalikes. Wer lebt, der sieht eben nicht aus wie ein Skelett. Skelette haben mit dem Tod zu tun. Skelette jagen Kindern Angst ein. Skelette kann man sich zu Halloween ins Zimmer hängen. Doch so aussehen sollte ein lebendiger Mensch nicht."</font></p>
<p>Meine Güte, eigentlich könnte ich einen ganzen Roman zu diesem Thema schreiben, aber ich befürchte, da würden mir dann doch langsam die Leser ausgehen... vielleicht folgt ja noch ein zweiter Teil zu diesem überaus wichtigen Thema, wir werden es sehen.</p>
<p>In diesem Sinne,</p>
<p>- Eure Viktoria</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alte Mütter]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=14</link>
<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 10:05:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=14</guid>
<description><![CDATA[Es gab eine Zeit, da führte es schon zu großen, großen Sorgen, wenn eine Frau zwischen 40 und 45 ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab eine Zeit, da führte es schon zu großen, großen Sorgen, wenn eine Frau zwischen 40 und 45 Jahren, schwanger wurde. Ja, es gab die magische 40er Grenze.</p>
<p>Vorgestern vernahm ich dann im Fernsehn und im Internet die Nachricht, dass Sarah Connors Mutter wieder schwanger sei. Mit 50 noch Zwillinge. Die älteste Mutter Deutschlands hat mit 64 Jahren entbunden, auch erst vor kurzem.</p>
<p>Man muss wohl keinem erzählen, dass solche Schwangerschaften nicht mehr unter natürlichen Umständen zu Stande kommen, sondern ordentlich nachgeholfen werden muss. Mit Hormonen und sogar künstlicher Befruchtung samt Spendereizelle. Leisten kann sich das nicht jede Frau.</p>
<p>Ich habe auf diese Nachrichten ernsthaft sehr befremdet reagiert. Nein, mir will eigentlich so garnicht in den Kopf rein, weshalb eine Frau in diesem Alter noch künstlich Kinder in die Welt setzen muss. Eine solche Schwangerschaft ist mit jede Menge Risiken verbunden. Es können Probleme bei beiden, Mutter und Kind auftreten: Mangelversorgung und genetische Mutationen sind nicht auszuschließen, wahrscheinlicher als bei einer früheren Schwangerschaft.</p>
<p>Hinzu kommen natürlich die Strapazen, nach der Entbindung. Großeltern freuen sich ja immer darüber, sich um ihre Enkel zu kümmern. Das besondere daran ist aber, dass man diese schließlich auch wieder abgeben kann.  Ich meine, auch wenn man an sich noch recht rüstig ist, so wird das ja ersteinmal nicht ewig so bleiben, zudem Kinder wirklich anstrengend sein können. Die wollen toben, auf dem Arm sitzen, halten richtig auf Trab.<!--more--></p>
<p>Und dann müssen sie ja auch noch in die Pubertät kommen! Wer möchte sich mit dem 13en Gör rumplagen, was Tokio Hotel liebt und mit Bill ins Bett hüpfen möchte? Hinzu kommen ja noch die anderen Strapazen, die das Erwachsenwerden mit sich bringen. Und Jugendliche sind meister darin, die Schwächen ihrer Eltern auszuboten. Ich hätte nicht so die Lust darauf, mich mit Ende 60 noch auf Machtspielchen einlassen zu müssen. Ihr etwa?</p>
<p>Ich stelle es mir zudem auch sehr belastend für ein Kind vor, was gerade mal 20 Jahre alt ist und sieht, wie die Eltern immer näher an das durchschnittliche Sterbealter herankommen. Oder die Eltern sonstwie langsam aber sicher aus dem Leben scheiden. Dement werden oder einer anderen Krankheit unterliegen, die sie langsam aber stetig verändert, aus dem Leben holt.</p>
<p>20 werde ich dieses Jahr. Ich bin froh, dass meine Eltern gerade mal 43 und nicht schon 70 werden. Ich bin froh, dass ich die Belastung alterskranker Eltern wohl erst erleben werde, wenn ich selbst schon 50 bin, nicht jetzt. Und somit finde ich es sehr egoistisch und nicht weit gedacht, wenn man sich jenseits der 45 noch für Kinder entscheidet. Mit 20 hat man andere, nicht minder wichtige Dinge zu tun. Man tritt aus dem Jugendalter aus, hinein in die Gesellschaft, wie sie wirklich ist, macht eine Ausbildung, tritt vielleicht schon in den Beruf ein oder beginnt ein Studium. Alles Angelegenheiten, die für sich schon einiges an Energie erfordern. Bei denen Eltern aufgrund ihrer eigenen Erfahrung, unterstützend zur Seite stehen können. Aber nur, wenn sie selbst noch gesund sind, und nicht zur Belastung werden. (Was nicht heißt, dass alte Menschen generell eine Belastung sind, oder den Alterungsprozess sonstwie abwerten soll. Ich meine nur, dass dies keine Problematiken sind, mit denen sich junge Erwachsene beschäftigen sollten.)</p>
<p>Jedoch gibt es einen weiteren Faktor, der von vielen Frauen oft angeprangert wird: alte Männer  können auch im hohen Alter noch Kinder kriegen. Diese werden noch nicht einmal dafür schräg angesehen, auch nicht belächelt. Ich kann verstehen, dass diese vermeindliche Ungerechtigkeit für Unmut sorgt. Jedoch ist in so einem Fall die Mutter noch wesentlich jünger, sodass das Kind im jungen Erwachsenenalter nicht beide Eltern pflegen muss. Zudem ist der weibliche Körper für so späte Schwangerschaften nicht ausgelegt. Ich halte es für kindisch, immer alles mit einem "der Mann darf das aber auch!" zu rechtfertigen. Das mag zwar in anderen Situationen des Lebens in Ordnung sein - wenn Frau in einer Männerdomäne  beruflich Fuß fassen will, aber im Fall der späten Schwangerschaften, sollte doch eindeutig das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen. Und dieses ist mit 50 + leider nicht mehr wirklich gewährleistet.</p>
<p>Andererseits gibt mir die Entwicklung die Hoffnung, dass es bald auch nicht mehr zu spät ist, mit 43 noch ein Kind zu kriegen. Zwar wollte ich eigentlich immer, wie meine Eltern, früh eine Familie gründen, doch ist dies heutzutage wirklich nicht mehr einfach. Leider. Doch kann es in meinen Augen nicht schlecht sein, sich ersteinmal ein festes Standbein aufzubauen.</p>
<p>Somit kann das Modell Kind + Karriere weiter ausgepfeilt werden.</p>
<p>Die Variante: Im Rentenalter nochmal (oder zum ersten Mal) Mama werden, halte ich allerdings für ungesund. Es zeigt auf, dass die Gesellschaft ungesund ist. Wenn dieser Trend irgendwann mal zur Normalität wird, sollte man unser Gesellschaftskonzept nocheinmal überdenken. Und zwar gründlich. <i>Spätestens </i>dann.</p>
<p>- Eure Viktoria</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eine haarige Angelegenheit]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=11</link>
<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 13:07:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=11</guid>
<description><![CDATA[Wie die Mode unser Leben diktiert
Steril. Steril ist alles geworden, was uns täglich umgibt. In ein]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die Mode unser Leben diktiert</p>
<p>Steril. Steril ist alles geworden, was uns täglich umgibt. In einigen Branchen hat das durchaus einen Sinn. So würde ich auf das Gesundheitsamt ungerne verzichten, welches überprüft, ob im Supermarkt oder Imbiss um die Ecke auch wirklich alles sauber zugeht. Ebenfalls im Tattoostudio, beim Frauenarzt oder im Schwimmbad ist Sterilität ein Muss.</p>
<p>Doch sind nicht mehr nur die Orte, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können, steril. Auch die Werbung - ob print oder digital - ist steril. Naja, nicht nur die Werbung, eigentlich alles, was wir via Fernseher, Internet oder Zeitschriften einsehen können, ist frei jeglicher Makel. Und frei jeglicher Haare.</p>
<p>Nirgends ist auch nur ein Haar zu sehen, wenn man von Haupthaar, Wimpern und Augenbrauen absieht. Makellose Frauen und auch makellose Männer strahlen uns mit ihrem Zahnpastalächeln entgegen. Laden uns ein, Teil zu sein, dieser perfekten Welt, in der nichts dem Zufall überlassen ist, wir die Gärtner unseres Körpers werden, sei es jetzt betreffend der Körperbehaarung, der Cellulitis oder unserer unperfekten Nase. Alles ist möglich, alles kann modifiziert werden. Was unsere Eltern, was die Natur verbockte, kann der Gott der plastischen Chirurgie wieder richten. Oh, schöne neue Welt, wie nah Du uns doch gekommen bist!<!--more--></p>
<p>Doch zurück zu den Haaren: schon längst muss frau sich die Beine rasieren. Auch die Achselhaare treffen den Nerv der Zeit schon lange nicht mehr. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, Anfang der 90ger, als es Gang und Gebe war, unrasiert und ohne Ärmel umher zu laufen. Ja, ich erinnere mich noch gut an meine Kindergärtnerin, die eine ausgesprochene Verfächterin dieser Mode war. Doch nicht nur sie. Ich glaube das "modische Bewusstsein" der Deutschen hat allgemein eine lange, lange Zeit für Gelächter gesorgt. Ich werfe nur den Begriff "Birkenstock" in den Raum.</p>
<p>Das Problem, welches ich hierbei einfach sehe ist, dass es nicht mehr nur um den persönlichen Geschmack geht, darum, was man <strong>selbst</strong> für sich als ästhetisch empfindet und was nicht. Die große Frage ist, was man der Gesellschaft zumuten kann. Angefangen bei dicken Menschen. Ob die sich wohl fühlen oder nicht, interessiert kein Schwein. Fakt ist, dass wir eingetrichtert bekommen, nur schlanke Menschen seien attraktiv oder auch nur tolerabel. Durch dicke Menschen fühlt man sich in seinem "guten Geschmack" gedemütigt. Um nicht Gefahr zu laufen, andere könnten einen für abartig halten, äußert man sich ebenfalls abfällig gegenüber den etwas kräftigeren.</p>
<p>Zu ähnlicher Stigmatisierung kommt es bei behaarten Frauen. Das sei ungepflegt, unhygienisch, unästhetisch - im Großen und Ganzen also zum Kotzen. Besonders eben im Jugendalter ist Diskriminierung aufgrund dieser Lapalie alles andere als ungewöhnlich.</p>
<p>Auffällig kommt in letzter Zeit allerdings auch noch die Intimrasur dazu. Diese ist noch garnicht so lange Gesellschaftstauglich. Zwar ging der Trent schon länger richtung weniger, doch zumindest im "Playboy" findet sich das erste Mate, welches vollkommen kahl ist, erst 2001. Und bis es dann vom "Playboy" aus die Schlafzimmer erobert, das kann noch ein paar Monate gedauert haben.</p>
<p>Eine Privatangelegenheit ist dieses Thema, wie man eigentlich meinen könnte, jedoch nicht (mehr). Ich spreche aus eigener Erfahrung, wie bei uns in der Schule unter den Mädchen im Sportunterricht die Intimrasur thematisiert wird - wie darüber gesprochen wird, wenn man es <strong>nicht </strong>tut. Gruppenzwang ist daher keine Seltenheit. Und ich kann es ganz, ganz ehrlich niemandem verübeln, der sich diesem Trend aus Angst anschließt. Denn einen Ruf als haariges Monster, möchte wohl keiner haben. Und seine Seele zu schützen kann in manchen Augenblicken mehr wert sein, als sich märtyrergleich dem Kreuzfeuer hinzugeben.</p>
<p>Jeder, der kahle Körper bevorzugt, sollte einmal überdenken, warum er dies tut. Seit wann er dies tut. Denn das Argument "das sieht doch dann aus, wie bei einem Kind!"  ist immer seltener geworden. Und Menschen, die früher so dachten, sind heute ganz anders drauf. Macht Rasieren etwa Spaß?  Oder Wachsen? Oder Epilieren? Ist das etwa preiswert? Ich will nicht wissen, wie Wilkinson, Gilette, etc. sich eine goldene Nase verdienen, weil wir die "Göttin in uns" entdecken oder Männer ein völlig neues Körpergefühl verspühren.</p>
<p>Die Männer darf man in dieser Debatte natürlich nicht außen vor lassen. Es gibt ja kaum ein lächerlicheres Argument, als dass Körperbehaarung bei der Frau nicht weiblich sei! Ich weiß ja nie, ob ich lachen, oder weinen soll, wenn ich dieses Argument höre. Einerseits ist es ja wirklich so, dass Frauen einen <em>geringeren</em> Haarwuchs haben, als Männer. Zumindest einige Regionen des Körpers sind von Frauen fast garnicht behaart, wie der Bauch und die Brust z.B. Beim Rest jedoch haben auch Frauen mehr oder minder ausgeprägten Wuchs. Fakt ist nur, dass wir das ab der Pubertät unterbinden. Wahrscheinlich rührt diese Mähr daher. Viele Männer haben wahrscheinlich noch nie eine Frau unter normalen Zuständen gesehen. Die meisten möchten auf diese Erfahrung vielleicht auch verzichten.</p>
<p>Ich jedenfalls finde es mehr als traurig, dass so viele Menschen beider Geschlechter händeringend Gleichberechtigung fordern, auf diesem Gebiet jedoch bereitwillig alten Klischees und Moden nachgehen und diejenigen stigmatisieren, die dies nicht tun.</p>
<p>Mal ganz ehrlich, Mädels: Würdet Ihr Euch die Mühe der  Enthaarung machen, wenn es keine Männer gäbe? Gehört Ihr auch zu den Wesen, die das Rasieren schleifen lassen, wenn Winter ist, weil es da sowieso keiner sieht? Ich für meinen Teil würde auf die erste Frage mit nein und auf die zweite mit ja antworten.</p>
<p>- Eure Viktoria</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Frauenzeitschriften!]]></title>
<link>http://mondschwert.wordpress.com/?p=6</link>
<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 23:09:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Viktoria</dc:creator>
<guid>http://mondschwert.wordpress.com/?p=6</guid>
<description><![CDATA[- Oder die Suche nach dem Heiligen Gral?
Wie Parcival, Arthur und Konsorten fühle ich mich zurzeit,]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>- Oder die Suche nach dem Heiligen Gral?</p>
<p>Wie Parcival, Arthur und Konsorten fühle ich mich zurzeit, wenn ich mich im Zeitschriftenhandel herumtreibe. Ich lese nicht besonders regelmäßig Zeitschriften - wenn ich mal im Fitnessstudio bin, greif ich zum Spiegel oder Stern - da vergeht die halbe Stunde Fahrrad wie im Fluge - aber sonst gibt es doch auf dem Markt wirklich nichts anständiges! Und die Anständigkeit des Sterns möchte ich eigentlich auch nicht hier so stehen lassen. Aber auch ich bin manchmal sensationsgeil.</p>
<p>Ich habe das Bedürfnis, mich durch Zeitschriften nicht nur gesellschaftlich und politisch zu bilden, sondern auch auf andere, trivialere Art, angesprochen zu werden. Etwas zum Ausspannen einfach. Und da dachte ich mir doch, dass ich als Frau durchaus auch von Frauenzeitschriften profitieren könnte.</p>
<p>Pustekuchen.</p>
<p>Gut, ich wollte triviale Unterhaltung. Aber was da geboten wird, ist doch wohl... lassen wir das, ich will nicht unhöflich sein. Sagen wir mal so: Wenn ich scharf drauf bin, meinen Neuronen adé zu sagen, dann greif ich zum Vodka. Da hat man noch ein wenig Spaß bei. Und von Vodka hatte ich noch nie Kopfschmerzen. <!--more--></p>
<p>Frauenzeitschriften bestehen, soweit meine weibliche Intuition mir bestätigt (und die liegt IMMER richtig!), zum Großteil aus Werbung, die hauptsächlich Kosmetika und ähnliche Produkte preist, welche den Primärbedürfnissen einer Cosmopolitan-, Vogue- und Elle-Leserin entsprechen.  In Szene gesetzt werden diese "Must haves" von retouchierten Hungerhaken, die es schaffen, das Selbstbild einer jeden Frau, die sich ein wenig auch über ihr Äußeres definiert, im Mark zu erschüttern. 'Mein Gott, ich bin ein Walross!' und das Liebäugeln mit der "Weight Watchers"-Werbung auf einer der folgenden Seiten, wird wohl bald in die Regeln der Naturgesetze übergehen, sowie der Apfel schließlich auch immer nach unten fällt. Was für tolle Aussichten. Natürlich darf auch eine super gesunde Turbo-Diät (10 Kilo in 10 Tagen, oder so ähnlich), nicht fehlen.  Der Rest des Magazins bereitet eine dann schonmal mental auf die kommenden Modesaisons vor, darauf, dass man sich die Röhrenjeans für 100€ aufwärts auch hätte sparen können, weil jetzt richtig weit geschnittene Modelle wieder in Mode kommen (was hab ich gelacht, als ich dies laß!). Desweiteren werden in diesem Zusammenhang auch immer Kleidungsbeispiele abgebildet - ich frage mich immer, ob das nicht auch Werbung ist - die ebenfalls nichts für schlanke Geldbeutel sind.</p>
<p>Nicht fehlen darf der Klatsch! Nachdem man von osteuropäischen  Magermodels eingelullt wurde, bekommen auch spindeldürre Promis á la Victoria Beckham und Angelina Jolie ihr Fett weg. Diese Logik, diese Doppelmoral soll man mal verstehen. Nicht, dass diese Frauen bei mir nicht auch das Bedürfnis wecken würden, sie zu füttern. Doch dies tun die osteuropäischen Mädchen auch. Sogar noch mehr! Aber Magermodels aus ärmlichen Verhältnissen sind irgendwie doch was anderes, so scheints. Weil sie anonym sind? Weils ihnen hier ja so viel besser geht?</p>
<p>Nun gut, ich schweife ab! Back to topic: Den meisten Text kann man wohl bei Bücher- und Filmrezensionen erwarten. Fals vorhanden, natürlich. Die Frage, ob man das besprochene Buch dann auch lesen möchte, ist selbstredend eine andere.</p>
<p>Ich gebe es ja zu. Mit aller Offenheit, die ich dem Web 2.0 widmen kann. Ich bin frustriert! Ich bin frustriert! Ich bin frustriert! Und ja, ich gebe auch zu, ebenfalls mit aller Offenheit, dass ich den Fehler nicht bei mir suche. Oh nein, mit mir ist alles in Ordnung. Ich glaube nicht, dass ich - in diesem Punkt - zu naiv bin. Ich glaube nicht, dass es eine Anmaßung ist, von einer Frauenzeitschrift ein wenig Niveau zu erwarten. Auch nicht von denen, die an Frauen unter 30 gerichtet sind. Die Brigitte möchte ich nämlich außen vor lassen - da fühle ich mich immer so alt, wenn ich darin rumblätter.</p>
<p>Aber das, was auf dem Markt zu finden ist, fasse ich als Beleidigung gegen mein Geschlecht auf! Ich fühle mich ernsthaft angegriffen. Mich, samt meines BMI, der im Normalbereich liegt, meines Intellekts und meiner Identität als Frau. Da fühl ich mich doch wirklich reduziert.</p>
<p>Oh, mir wird grade deutlich, dass ich vollkommen vergessen habe, die obligatorischen Tips, wie man es dem Mann so richtig... also wie man ihm einheizen kann, zu erwähnen. Ein "Must have" einer Frauenzeitschrift. Zumindest für die für Frauen unter 30 (gibt es in den anderen Golftips?).</p>
<p>Gegen ein wenig Mode, ein wenig gleichberechtigten Sex habe ich doch auch nichts einzuwenden. Doch scheint es einen Mittelweg, zwischen oben genanntem und der Emma nicht zu geben. Das finde ich schade. Ich möchte der Emma nichts böses, aber ich glaube, auf die Dauer könnte ich da schon schlechte Laune kriegen und ein wenig depri werden. Denn wenn ich angepisste Feministinnen lesen will (angepisst ist metaphorisch gemeint), dann brauch ich nur in diesen Blog zu schauen.</p>
<p>In diesem Sinne:</p>
<p>- Eure Viktoria</p>
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