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	<title>eigentum &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/eigentum/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "eigentum"</description>
	<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 09:29:15 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Langhaarige Leistungsverweigerer]]></title>
<link>http://hirnra.wordpress.com/?p=64</link>
<pubDate>Thu, 08 May 2008 15:25:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Max</dc:creator>
<guid>http://hirnra.wordpress.com/?p=64</guid>
<description><![CDATA[Also wenn ich im Bahnhofsvorraum eine gefüllte Flasche Bier zerschellen lasse und die hinzugerufene]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Also wenn ich im Bahnhofsvorraum eine gefüllte Flasche Bier zerschellen lasse und die hinzugerufene Bahnmitarbeiterin nach dem Rechten sieht und nach einiger Zeit des Diskutierens mich bittet zu gehen, dann gehe ich. Auch der Hinweis, dass die Polizei wirklich Wichtigeres zu tun hat als nach einem nicht folgsamen Betrunkenen zu sehen, finde ich blödsinnig und frech.</p>
<p>Wenn mir so etwas passiert, dann kümmere ich mich darum, dass Personal kommt und mir Reinigungsmaterial für die Beseitigung zur Verfügung stellt, auch wenn ich hoffen, dass sie dies ablehnen und es selbst machen würden. Und vor allem würde ich mich dafür entschuldigen, einen Fehler gemacht zu haben, es wäre mir unangenehm und ich würde nicht dämliche Antworten geben, wenn die Dame mich bittet zu gehen. Manchen Menschen fehlt in der heutigen Zeit einfach der Bezug zu Eigentum. Natürlich ist die Bahn ein großer Konzern ("und dem tuts ja schließlich nicht weh und merken tut ers auch nicht") und gewissermaßen öffentliches Gut, aber es ist immer noch Eigentum eines Anderen und andere Menschen werden durch solches Verhaltengen gestört/belästigt/in ihrer Freiheit eingeschränkt.</p>
<p>Vielleicht sind sie antiautoritär erzogen worden (meine Kinder, obwohl das zugegebener Maßen schwer wird, kriegen unter Umtänden auch mal eine physische Zurechtweisung, nicht zur körperlichen Bestrafung, sondern als Wegmarke, dass sie irgendwo völlig falsch liegen und frech sind; auch nicht, dass ich Gewalt als Erziehungsmaxime gut heißen würde, ganz im Gegenteil, nur diese auszuschließen, finde ich ziemlich dämlich) oder das Aufwachsen in der Großstadt hat ihnen nicht gezeigt, wie Leistungserstellung, Leistungsverteilung und Leistungsbenutzung in unserer Gesellschaft funktioniert. Dass halt immer noch der Bauer im Schweiße seines Angesichts etwas erntet, was man dann unter ethischen Gesichtspunkten eher nicht dazu benutzt, eine Essensschlacht zu veranstalten oder einfach leichtfertig wegzuschmeißen, wie es doch recht häufig vorkommt. Dass nicht eine Null-Bock-Einstellung die Bierflasche, die ich grade habe fallen lassen, gefüllt hat, sondern Menschen, die sich dafür angestrengt haben.</p>
<p>Da ist es nur gut, dass solche Menschen kaum eine Lobby haben und sogar zu faul sind, wählen zu gehen, so dass die Anarchistische Pogopartei nicht über die 5% Hürde kommt, obwohl sie sicherlich das Wälerpotential hätte...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Bemerkungen eines Philosophen zu den Allmenden]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=180</link>
<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 22:03:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=180</guid>
<description><![CDATA[Ulrich Steinvorth eröffnete vergangenen Donnerstag mit einem inspirierenden Beitrag den Interdiszip]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.phil-gesch.uni-hamburg.de/phil/philperson/steinvorth1.html" target="_blank">Ulrich Steinvorth</a> eröffnete vergangenen Donnerstag mit einem inspirierenden Beitrag den Interdisziplinären <a href="http://commonsblog.wordpress.com/salon/" target="_blank">Politischen Salon „Zeit für Allmende"</a> der Heinrich Böll Stiftung.<br />
Darin ging er der Frage nach, was die beiden großen „Allmendbewegungen" (Öko- und Wissensallmende) gemeinsam haben und was sie trennt.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;">„Eine tiefere Gemeinsamkeit... gibt es in der wichtigen Frage, was nicht privat angeeignet werden darf. Für alle Allmendebewegungen sind es ...<!--more-->...solche Werte, die wir entweder den natürlichen oder den kulturellen Ressourcen verdanken."</p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Anders ausgedrückt: Von den produzierten Gütern darf eigentlich nur das privat angeeignet werden, was nicht Gemeinressource selbst ist. Also die Arbeitsleistung, die in der Ölförderung steckt, aber nicht das Öl als solches. Und im Umkehrschluß:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;">„Eine solche Gemeinsamkeit findet sich auch, wenn wir ... fragen, ... was man privat aneignen darf und wie man Gemeineigentum verwenden muß."</p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Gemeinschaftsgüter sind nun nicht gleichzusetzen mit Gemeineigentum, aber alle Gemeinschaftsgüter gehören -gleich ob sie sich derzeit de jure in Gemeineigentum befinden oder nicht- sozusagen ursprünglich der (jeweiligen Nutzungs-)Gemeinschaft. Ich verstehe das als ein kollektives Besitzrecht an unseren Traditionen, unseren natürlichen Ressourcen, unserer Atmosphäre, an Dingen, die prinzipiell mit Anderen zu teilen sind. Besitz impliziert -im Unterschied zum Privateigentum- nicht die Möglichkeit der Veräußerung oder der Preisgabe durch Zerstörung. Auch in Gemeineigentum Befindliches kann theoretisch nur dann veräußert werden, wenn alle Miteigentümer einverstanden sind. Dieser zentrale Unterschied zwischen Besitz/Gemeineigentum und Privateigentum ist entscheidend für die Diskussion um die Commons.</p>
<p style="text-align:left;">Die Überlegungen, was und was nicht privat angeignet werden darf, führt Steinvorth in seinem Beitrag (wie auch in anderen Texten/ siehe Literaturverzeichnis auf diesem blog) aus, denn:</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;">„Der Wert eines gesellschaftlichen Gesamtprodukts (ist) zusammengesetzt ... aus zwei Teilen, dem Wert der Natur und Kultur, der allen gehört, und dem Wert der Arbeit, der dem Produzenten gehört. ... Daher darf sich der Produzent nicht für berechtigt halten, den Gesamtwert seines Produkts anzueignen, sondern nur den seiner Arbeit. Der Wert, der der Quelle der Natur und Kultur entspringt, bleibt Gemeineigentum der gesamten Menschheit."</p>
</blockquote>
<p style="text-align:left;">Wie nun der -vom Markt unabhängige- <strong>„Allmendewertteil</strong> eines gesellschaftlichen Gesamtprodukts" bestimmt werden kann, das ist eine der Fragen, der sich eine Diskussion um gemeinschaftsgüterbasiertes Wirtschaften wird stellen müssen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align:left;">„Langfristig", so Steinvorth", „entsprechen die Ausgaben für Erneuerung und Substitution der natürlichen Ressourcen und für eine Erziehung, die die kulturellen Ressourcen zugänglich macht, dem Wert der natürlichen und kulturellen Ressourcen, der durch sie zugänglich wird."</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p style="text-align:left;">
</blockquote>
<p>Entlang der Frage, was wem gehört, beschreibt der Autor zudem Unterschiede zwischen "den Neoliberalen, den Sozialisten, den Fundamentalisten und der Kraft, die die Allmendebewegungen werden könnten."  Diese Verortung der Debatte um Gemeinschaftsgüter jenseits aller -ISMEN, scheint mir der Kern des Textes.</p>
<blockquote><p>„Wer den Markt nicht abschaffen, sondern einbetten oder einer Sache unterordnen will, ... folgt nach Marx einer kleinbürgerlichen Illusion. Hier findet sich eine Abgrenzung der Allmendebewegungen nach links, die ebenso grundsätzlich ist wie die Abgrenzung von einem Liberalismus, der keine Einschränkung der Märkte erlaubt."</p></blockquote>
<p>Die Abgrenzung von der Idee der „unsichtbaren Hand" (ohne die Marktwirtschaft grundsätzlich über Bord  werfen zu wollen) charakterisiert in der Tat die Instrumente von <a href="http://de.creativecommons.org/" target="_blank">Creative Commons</a> ebenso, wie den <a href="http://www.boell.de/alt/downloads/oeko/EU_Sky_Trust_deutsch.pdf" target="_blank">„Skytrust" </a>Ansatz oder die Diskussion um die Einführung von <a href="http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/sg_2002_entgelte_fuer_transporte_817.htm" target="_blank">Nutzungsentgelten für Globale Gemeinschaftsgüter</a> (die ich bei globalen natürlichen Ressourcen für vertretbar halte.)<br />
... und dennoch: <strong></strong></p>
<blockquote><p><strong>„Gesellschaften, die der Allmendeidee folgen, wären von den heutigen marktwirtschaftlichen Gesellschaften radikal verschieden." Unter anderem weil „die produktive Nutzung der Allmenden auch denen genug läßt, die sie nicht nutzen</strong>."</p></blockquote>
<p>Eine weitere Gemeinsamkeit verortet Steinvorth in der Rolle, die dem Individuum zukommt. Jenseits der Polarisierungen zwischen  <em>Vorrang des Individuums </em>versus <em>Vorrang der Gemeinschaft/Gesellschaft</em>, macht er auf den Punkt aufmerksam, der die Individualismusdiskussion mit der Idee der Allmende zu verbinden vermag,</p>
<blockquote><p>„(es) gibt ... nicht nur den bürgerlichen, sondern auch einen Individualismus, der anerkennt, daß Individuen ihre Individualität nur in freier Beurteilbarkeit ihrer Handlungen und daher nur miteinander entwickeln können."..." <strong>Die Beurteilbarkeit unsrer Handlungen, damit auch unsrer Eigenschaften, hat die Eigenschaften einer Allmende: wir können sie nutzen, aber nicht individuell besitzen;</strong> wir können sie kultivieren und ruinieren, im Sprechen und Kommunizieren entwickeln oder unterdrücken, ganz wie wir frische Luft verbessern und verschlechtern können."</p></blockquote>
<p>Überzeugende Allmendebewegungen, meint der Autor, "wie die der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software" target="_blank">freien Software</a> und der Wikipedia folgen dem neuen Individualismus."</p>
<p>Steinvorth bezeichnet die Bewegung zur Verteidigung der Wissensallmende übrigens als „Stallman-Phänomen". Stallman ist tatsächlich ein Phänomen, wie ich mich jüngst während seines <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/02/13/richard-stallman-in-jena/" target="_blank">Jena-Aufenthaltes</a> überzeugen konnte. So phänomenal, dass die Gastgeber irritiert zurückbleiben, wenn er wieder weg ist. Aber Stallman hat unbestreitbar etwas Visionäres. Vor einem Viertel Jahrhundert begann er, an der entscheidenden Stellschraube zu drehen und der „Einzäunung", dem Wegschließen von (Software-) code mit einem eigenen -kollektiven- Softwareprojekt entgegen zu treten: Dem der Freien Software.</p>
<p>Damals war von der Wissensallmende, von den „commons of the mind" (<a href="http://www.law.duke.edu/boylesite/" target="_blank">James Boyle</a>) noch keine Rede.</p>
<p>Die Idee des <a href="http://www.gnu.org/philosophy/not-ipr.html" target="_blank">„intellektuellen Eigentums" lehnt Stallman radikal ab</a> (Er lehnt schon ab, dass man dieses Unwort und sei es in Anführungszeichen überhaupt notiert.) Creative Commons tut das nicht. Es gibt große Unterschiede zwischen Freier Software, Creative Commons und der Funktionsweise der Wikipedia. Wer die kennenlernen will, muss Steinvorths Text nicht lesen.</p>
<p>Wer aber mehr darüber erfahren will, warum die Commondebatte das Potential hat („ durchaus revolutionäres Potential"), sich zu einem politischen Paradigma der Zukunft zu entwickeln, der sollte ihn nicht verpassen.</p>
<p>Was wäre eine Politik, die Gemeinschaftsgüter ins Zentrum rückt? Eine, die „Allmendeformen des Eigentums nicht nur in der Software-, sondern auch der Saatgutproduktion und den sonstigen Techniken entwickelt", eine, „die Menschen in Kontakt bringt", eine die „vom Allmendecharakter moderner Produktion Gebrauch machen" kann.  Welche Politik das sein könnte? <a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2008/04/ref-steinvorth.pdf" target="_blank">Lesen Sie nach.</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Drei Schritte zum Traumhaus]]></title>
<link>http://cobis.wordpress.com/?p=20</link>
<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 13:08:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>cobis</dc:creator>
<guid>http://cobis.wordpress.com/?p=20</guid>
<description><![CDATA[Und wie Sie vermeiden, dass aus dem Aushub ein Schuldenberg wird.
 
Immer mehr Österreicher verwir]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Und wie Sie vermeiden, dass aus dem Aushub ein Schuldenberg wird.</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Immer mehr Österreicher verwirklichen sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden. Doch Vorsicht: Schon so mancher hat die monatlichen Belastungen durch das neue Eigenheim unterschätzt und ist bereits nach den ersten Nächten in seinem Traumhaus auf dem harten Boden der finanziellen Realität aufgewacht.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Wie sich das vermeiden lässt? Indem man zuerst seine finanziellen Möglichkeiten genau überprüft und erst danach die passende Immobilie auswählt:</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Schritt 1: Mein monatliches Budget</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Stellen Sie zunächst eine Haushaltsrechnung auf, die sämtliche Einnahmen und Ausgaben erfasst (Beispiel dazu unter www.cobis.at). In wenigen Minuten erhalten Sie einen guten Überblick über Ihren finanziellen Spielraum. Vergessen Sie nicht, auch auf außergewöhnliche Belastungen und Ihren persönlichen Lebensstandard Rücksicht zu nehmen.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Schritt 2: Was darf es kosten</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Mit Hilfe des monatlichen Budgetrahmens lässt sich nun errechnen, wie viel die zukünftige Immobilie kosten darf. Benutzen Sie dazu unseren Budgetrechner auf </span><a href="http://www.cobis.at/"><span style="font-size:small;color:#800080;">www.cobis.at</span></a><span style="font-size:small;">. Auf dieser Webseite finden Sie auch einen Nebenkostenplaner, der Ihnen einen guten Überblick über alle zusätzlich zum Kaufpreis anfallenden Kosten bietet.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Schritt 3: Traumhaus und Finanzierung wählen</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Sobald klar ist, wie viel die neue Immobilie kosten und wie hoch die maximale monatliche Belastung sein darf, kann man sich auf die Suche nach seinem Traumhaus – und der dazu passenden Finanzierung - machen. <!--more--></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Viele weitere Tipps und Hilfestellungen zum Thema Finanzierung finden Sie unter </span><a href="http://www.cobis.at/"><span style="font-size:small;color:#800080;">www.cobis.at</span></a><span style="font-size:small;">. Für individuelle Beratungsgespräche stehen Ihnen auch unsere Cobis Berater gerne zur Verfügung!</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch!</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="color:#131312;font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Gebührenfrei unter 0800 808 160.</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="color:#131312;font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="color:#131312;font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">COBIS Immobilienfinanzierung</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="color:#131312;font-family:Arial;">www.cobis.at &#124; info@cobis.at</span></strong><strong><span style="font-family:Arial;"></span></strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"><span> </span></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;"> </span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">„Zuerst finanziellen</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">Spielraum prüfen, dann</span></span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Arial;"><span style="font-size:small;">die Immobilie wählen!“</span></span></strong></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Forschungsprojekt: Tragedy of the Anticommons?]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=298</link>
<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 08:15:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=298</guid>
<description><![CDATA[Die Uni Bayreuth  hat ein Forschungsprojekt (DFG-Graduiertenkolleg) ausgeschrieben; und zwar zum The]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die<a href="http://gkrw.uni-bayreuth.de/" target="_blank"> Uni Bayreuth  hat ein Forschungsprojekt </a>(DFG-Graduiertenkolleg) <a href="http://gkrw.uni-bayreuth.de/index.php?id=5" target="_blank">ausgeschrieben</a>; und zwar zum Thema "Geistiges Eigentum und Gemeinfreiheit. Die zentrale Fragestellung ist, ob die Ausdehnung des Geistigen Eigentums als "<a href="n.wikipedia.org/wiki/Tragedy_of_the_anticommons" target="_blank"><strong>tragedy of the anti-commons</strong></a>" wirkt? Tragedy of the anticommons, was ist das?</p>
<p><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d1/Geistiges_Eigentum_und_Wettbewerbsrecht.png/400px-Geistiges_Eigentum_und_Wettbewerbsrecht.png" alt="" /></p>
<p>Aus der Ausschreibung:<!--more--></p>
<blockquote><p>"Seit den 1980er Jahren ist es zu einer deutlichen Ausdehnung des Geistigen Eigentums in allen Teilbereichen gekommen. Der Patentschutz wurde auf biotechnologische Erfindungen und zumindest bestimmte Kategorien computerimplementierter Erfindungen erstreckt, im<br />
Kennzeichenrecht wurden neue Markenformen wie die dreidimensionale Marke, die abstrakte Farbmarke oder die Hör- und Geruchsmarke anerkannt, und das Urheberrecht wurde durch neue verwandte Schutzrechte, insbesondere das Recht des Datenbankherstellers, ergänzt. Bestand für lange Zeit ein wesentliches Anliegen der Wissenschaft darin, Schutzlücken im System des Geistigen Eigentums zu identifizieren und Vorschläge zu deren Schließung durch Gesetzgebung oder Rechtsprechung zu unterbreiten, so stellt sich mittlerweile die Frage, ob die stetige Expansion des Geistigen Eigentums nicht den gemeinfreien Bereich mittlerweile übermäßig einengt."</p></blockquote>
<p>Es braucht wohl kein Forschungsprojekt, um diese Frage mit JA zu beantworten.</p>
<blockquote><p>Vor allem in den USA ist diese Diskussion im vollen Gange. Häufig wird sie unter dem Schlagwort <strong>"the tragedy of the anti-commons"</strong> geführt. Nach Michael Heller - "The Tragedy of the Anticommons" Harvard Law Review, January. 1998 -  ist davon die Rede, <strong>wenn sich die Inhaber verschiedener sich überlagernder Rechte gegenseitig blockieren</strong>.</p></blockquote>
<p>Das von ihm zitierte Beispiel statt aus der ehemaligen Sowjetunion, kurz nach dem Ende derselben. Heller hatte Heller sich gefragt, warum die Ladenflächen der ehemals sozialistischen Kaufhäuser ungenutzt blieben, wärend zahlreiche Einzelhändler ihren Bauchladen auf den Gehsteigen vor den leeren Schaufenstern eröffnet. Heller erklärt das damit, dass zu viele Akteure - private wie staatliche- Nutzungsrechte inne hatten oder anmeldeten, was Verhandlungen quasi zum Scheitern verurteilte und letztlich dazu führte, dass alle draufzahlten (Rechteinhaber und Nutzungsrechte Anmeldende) und am Ende der zur Verfügung stehende Raum ungenutzt blieb.</p>
<p>Weiter im Ausschreibungstext:</p>
<blockquote><p>Dieses Phänomen, ..., scheint auch in einigen Bereichen des Geistigen Eigentums zu bestehen.<br />
Wenn etwa im Bereich der Biotechnologie schon Erfindungen patentiert werden, die ein frühes Stadium des Innovationsprozesses betreffen ("<strong>upstream inventions</strong>"), müssen bei der Forschung hin zum marktfähigen Produkt zahlreiche Ausschließlichkeitsrechte beachtet werden. Das Ergebnis sind aufwendige Lizenzverhandlungen und die Häufung von<br />
Lizenzgebühren ("royalty stacking"). Diese sowohl unter Juristen als auch unter Ökonomen in den USA geführte Diskussion bekam dort jüngst Auftrieb durch die Verlängerung der urheberrechtlichen Schutzdauer von 50 auf 70 Jahre post mortem auctoris und deren verfassungsrechtliche Überprüfung durch den US Supreme Court."</p></blockquote>
<p>Darstellung: Quelle Wikipedia</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kreativitätspiraterie: Mc Kinseys "Open Innovation"]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=288</link>
<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 23:58:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=288</guid>
<description><![CDATA[ In ihrem Quarterly empfiehlt die Beratungsfirma Mc Kinsey, &#8220;von den communities&#8221; zu ler]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://farm2.static.flickr.com/1288/981372736_74e2d99d8f_m.jpg" alt="" width="287" height="287" /> In ihrem <a href="http://www.mckinseyquarterly.com/next_step_in_open_innovation_2155_abstract" target="_blank">Quarterly</a> empfiehlt die <a href="http://www.mckinsey.de/html/home/index.asp" target="_blank">Beratungsfirma Mc Kinsey</a>, "von den communities" zu lernen. Sicher keine Stimme, die in der Geschäftswelt überhört wird.</p>
<p>Mc Kinsey will demnächst für seine Kundschaft "useful frameworks for success with <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Co-creation" target="_blank">cocreation",</a> entwickeln. Zwar sind sich die Topberater noch nicht ganz sicher, ob die Zusammenarbeit Vieler in der Produktion tatsächlich bessere Ergebnisse bringt, aber sie kommen an einigen Entwicklungen auch nicht  vorbei. So bezieht sich der Report u.a. auf <a href="http://www.catb.org/~esr/" target="_blank">Eric S. Raymond</a>: "Given enough eyeballs, all bugs are shallow." Und darauf, dass die <a href="http://www.mediensprache.net/de/news/show/200707252472.aspx" target="_blank">Wikipedia's erwiesenermaßen der Encyclopædia Britannica  Konkurrenz macht</a>. Ergo:</p>
<blockquote><p>A number of cocreated products <strong>have crossed a quality threshold </strong>to become widely adopted. ... <strong>companies are increasingly willing to rely on them for mission-critical business processes</strong>.</p></blockquote>
<p>Man brauche also, folgern die Strategen messerscharf,      "eine kritische Masse effizient arbeitender co-creators".   Aber wie und woher sind die zu kriegen?<!--more-->Die Kunden von Mc Kinsey benötigen eigentlich nicht viel; nur die Ideen dieser <em>co-creators</em>, und damit deren schöpferische Zeit. Möglichst viel von beidem und möglichst freiwillig.</p>
<p>Mc Kinsey hat ein paar Daten erhoben. Der Nebel um die potentielle Opfer-, pardon Kokreationsbereitschaft potentieller  co-creators ist zwar dick, aber das Potential wird doch deutlich sichtbar. Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit dem, was man aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Innovation" target="_blank">Open Innovation</a> <a href="http://politik-digital.de/buchbesprechungen/buecher/wissensvermehrung060622.shtml" target="_blank">Debatte</a> kennt.</p>
<blockquote><p>"Our research <strong>suggests that 25 percent of Western Europe's Internet users now post comments and reviews about consumer products of all kinds </strong>...These numbers suggest that people <strong>are more and more willing to participate with<br />
companies online and that companies can tap into that willingness today</strong>."</p></blockquote>
<p>Als Beispiel dient <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Second_Life" target="_blank">Second Life</a>, die Plattform des virtuellen Lebens.</p>
<blockquote><p>"where ... approximately<strong> one participant in ten is cocreating with companies</strong>-for example, testing prototypes or helping to design new products and services<strong>.</strong> We expect that percentage to rise. At present, <strong>Second Life has few brands </strong>(virtual destinations, within the site, created by companies well known in the offline world),<strong> and participants generally don't know how to interact with them</strong> only four . ...in ten members know about the possibility of cocreating with their favorite brands. When they do become aware of this,<strong> 60 percent of them say they would be willing to experiment with cocreation</strong>."</p></blockquote>
<p>Noch ist ein Großteil der Wirtschaft geprägt von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Outsourcing" target="_blank">Outsourcing,</a> Hierarchie und Konkurrenz. Doch in dem Maße wie sich Hierarchien verflachen und Konkurrenzen als kontraproduktiv (z.B. für die Produktqualität) herausstellen, hat auch Outsourcing ausgedient, bzw. wird als Konzept einen gewaltigen Bedeutungswandel erleben.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Outsourcing#Der_Begriff" target="_blank">Outsourcing heißt Fremdvergabe von Leistungen</a>, die ursprünglich unternehmensintern erbracht wurden,  an Geschäftspartner/ Drittunternehmen. Ausgelagert hat man allerdings nicht nur Aufträge, Kosten und Arbeitsplätze, sondern zugleich soziale Sicherheit, Verantwortung und Motivation. Das wird offenbar allmählich als Holzweg erkannt. Noch befindet sich die neue Dimension des <strong>Outsourcing der Innovation</strong> klassisch gestrickter Unternehmen im experimentellen Stadium. Aber wohl nicht mehr lange.</p>
<blockquote><p>"Even the most advanced businesses are just taking the first few steps on a long path toward distributed cocreation. Companies should experiment with this new approach to learn both how to use it successfully and more about its long-term significance. Pioneers may have ideas about opportunities to capture value from distributed cocreation, but fresh ones will appear."</p></blockquote>
<p>LEGO, so der Bericht, geht "mit gutem Beispiel voran". Das war uns <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/01/20/innovation-demokratisieren/" target="_blank">auch schon aufgefallen</a>.</p>
<blockquote><p>At LEGO,... the executive team recognized the possibilities in part because of the success of a product launched in 1998: .... A remarkable community of Mindstorms enthusiasts-adults as well as children-embraced the product and began to share designs online. This success prompted LEGO's executives to consider<strong> how the company could use its online LEGO Gallery to harness the creative efforts of customers to develop ideas or products in its main toy-brick busines</strong>s.</p></blockquote>
<p><strong>To harness</strong>: Das heißt "nutzbar machen", oder auch "vorspannen". "Vor den Karren spannen", scheint mir treffender, denn, und das ist der springende Punkt: (O-Ton Mc Kinsey):</p>
<blockquote><p>Research ...demonstrates that most cocreators<strong> recognize that the brand -not they- will own the resulting intellectual property</strong>. ... An important factor we've found in our Second Life study is the extent to which <strong>participants are willing to trust brands</strong>.</p></blockquote>
<p>Da wird also Zeit entführt, Kreativität geentert und am Ende gesagt: "Alles meins!". Das ist der zentrale Unterschied zur wirklich offenen Innovationsprozessen wie denen der<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software" target="_blank"> Freien Software</a>.</p>
<p>Das ist Kreativitätspiraterie! Ideenklau, eben der, den die Industrie angeblich bekämpft.</p>
<p>Selbst Schuld!... könnte man sagen. Die "community" muss sich eben überlegen, was sie wem, warum gibt. Ausnutzen von Gutmütigkeit ist höchstens ein moralisches aber kein strafrechtliches Problem. Und wer freiwillig gibt, der wird nicht bestohlen...</p>
<p>Immerhin, empfehlen die Wirtschaftsberater, müsse man Anreize setzten, um Freiwilligkeit und Vertrauen zu erhalten. Da cocreators "for nonfinancial motives, such as fame, fun, and altruism" arbeiten und auch zitierte Second Life Studie belege, dass nur etwa ein Drittel der für die Marken aktiven Kundschaft dies aus finanziellem Interesse tue, geht sowas mit Anerkennungen im digitalen Raum, besonderen Boni, Werbegeschenken und so weiter.</p>
<p>Die Idee ist hier also mitnichten, Kooperation auf transparente Weise zu fördern, wie der "Open Innovation" Begriff suggeriert. Die Idee ist, sich das Talent und die Fähigkeiten von Leuten, die nicht nur außerhalb des  Unternehmens, sondern auch außerhalb der Unternehmenspartnerschaften, Zulieferer und Dienstleister stehen,  zu Nutze machen. Die Entgrenzung des Outsourcing.</p>
<p>Hier ist nicht die Rede von Geschäftspartnern, sondern von KundInnen! Die sollen arbeiten, denken und  Ideen liefern, um die Produkte ihrer Lieblingsmarken -oder von sonstwem- zu verbessern. So können Unternehmen "ihre Kosten reduzieren und neue Produkte schneller auf den Markt bringen," (<a href="http://www.cognos.com/newsletter/at/business/st_080529_03.html" target="_blank">COGNOS)</a> Die Strategie ist also ganz einfach: Zeit, Kreativität und Ideen aus dieser Netzwerkwelt -von KundInnen, Freaks, TüftlerInnen u.a.- absammeln und privatisieren.</p>
<table style="height:35px;" border="0" cellpadding="0" width="5" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://www.cognos.com/newsletter/at/it/st_080529_01.html"><br />
</a></td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.cognos.com/newsletter/at/it/st_080529_01.html"></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Laut McKinsey könnten ca. 12 Prozent der gesamten in den USA geleisteten Arbeit "durch dezentralere und vernetztere Innovationsformen verwandelt" werden.</p>
<p>Mit der Idee von "Offenheit" und <strong>Kooperation im Kontext commonsgerechten Wirtschaftens </strong>hat das alles wenig zu tun.</p>
<p>Denn diese beruht unter anderem auf <strong>Prinzipien</strong> von</p>
<ul>
<li><strong>Regeltransparenz</strong> und -akzeptanz (nicht Geschäftsstrategien, von denen die kreativen Kunden im Grunde nichts wissen)</li>
<li><strong>Gleichberechtigung</strong> (als peer oder Partner, nicht als Kunde oder Geschäftspartner in hierarchischen Strukturen)</li>
<li><strong>Freiwilligkeit,</strong> die auf einem <strong>hohen Maß an verfügbarer Information</strong> beruht (und nicht geködert ist)</li>
<li><strong>Reziprozität</strong> (was geben die Firmen, die Kreativität "abschöpfen", den Kreativen zurück?)</li>
</ul>
<p>vor allem aber: auf dem<strong> Prinzip der Gerechten Verteilung des gemeinsam erzeugten Reichtums</strong>/Produkts.</p>
<pre>Foto: on flickr by <a href="http://http://flickr.com/photos/cayusa/" target="_blank">cayusa</a></pre>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Internet - Allmende des 21 Jhd.]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=265</link>
<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 07:34:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
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<description><![CDATA[Gestern in heise news ein hundertfach kommentierter Artikel von Stefan Krempl zum 50 Jährigen der V]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern in<a href="http://www.heise.de/newsticker/Die-VG-Wort-im-Kampf-gegen-die-Enteignungsmaschinerie-Internet--/meldung/109694/from/rss09" target="_blank"> heise news ein hundertfach kommentierter Artikel</a> von <a href="http://viadrina.euv-frankfurt-o.de/~sk/" target="_blank">Stefan Krempl</a> zum 50 Jährigen der<a href="http://www.vgwort.de/" target="_blank"> VG<img class="alignright" style="float:right;border:2px solid black;margin:4px;" src="http://farm1.static.flickr.com/21/33245194_04be14cdae_m.jpg" alt="" width="240" height="180" /> Wort</a>. (<a href="http://netzpolitik.org/2008/das-kap-horn-heisst-internet/" target="_blank">vía</a>) Dort erfahre ich von bemerkenswerten Rundumschlägen<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_Prantl" target="_blank"> Heribert Prantls</a>, dem Chef des innenpolitischen Ressorts der Süddeutschen Zeitung. Ziel der grobschlächtigen Kritik: das Internet und seine gesetzesbanausigen Nutzer.</p>
<blockquote><p><em>"... Prantl, ... rühmte in seiner Festrede, dass sich die Verwertungsgesellschaft aus einem 'besseren Holzkahn' in ein 'hochseetaugliches Schiff' verwandelt habe. Es stelle sich aber die Frage, ob sie damit bereits für die gefährliche Fahrt ins 'Mare Horribilis' in Form der 'Kommunikationswelt des 21. Jahrhunderts' gerüstet sei. 'Das Kap Horn heißt Internet',...<!--more--> malte Prantl aus. Vielfach sei bereits prophezeit worden, dass das Urheberrecht daran zerschellen werde. Für die Charakterisierung der Internetnutzer ... holte der Jurist in seiner Tirade weit aus. 'Es gibt einen alltäglichen Web-2.0-Narzissmus'... Das Internet sei zu einem 'Entblößungsmedium' auch der jungen, gehobenen Mittelschichten verkommen. 'Aus Orwell wird Orwellness, aus <strong>Datenaskese ist eine Datenekstase geworden.' Das Netz sei eine</strong> <strong>'Selbstverschleuderungsmaschine', in der die Nutzer ihre Persönlichkeitsrechte 'verschenken'. 'Es wird zu einem Raum, in dem man alles macht, was man sonst nicht macht.'</strong> Die 'unendliche leichte Verfügbarkeit' von Bits und Bytes gebe vielen das Gefühl: '<strong>Hier ist die Allmende des 21. Jahrhunderts.' </strong>So würden 'Millionen Töne und Texte', die urheberrechtlich geschützt seien, ohne Zahlung von Gebühren genutzt. Es... regiere nun '<strong>die globale Enteignungsmaschinerie </strong>Internet' mit ihren 'Tauschbörsen als Umsatzplätzen digitaler Piraterieware' und ein '<strong>wieder eingeführter Kommunismus'"</strong></em> (Herv. S.H.)</p></blockquote>
<p>Nun:  Datenaskese hatten wir Ossis schonmal. Datenaskese ist auch noch ein Problem, wenn ich als entwicklungspolitisch Interessierte die Auslandsberichterstattung klassischer Medien verfolge.</p>
<p>Und: Wem ich was verschenke, entscheide immer noch ich selbst. Bloggen ist ein Stück Selbstdarstellung. Ok. Für mich hat es aber auch strukturierende Funktion. Das Aufschreiben hilft, gelesene Texte zu durchdenken und zu erinnern.  Was ich vor einem Jahr mal gedacht habe, finde ich hier schneller wieder als in meiner "Zettelwirtschaft". Und wenn noch dazu Andere vom Aufschreiben profitieren, und ich wiederum von deren Kommentaren, ist das super. Bedaure schon jetzt, dass irgendwann wieder Lebenssituationen kommen, in denen ich meine Gedanken und Energien nicht in dieser Weise "verschleudern" kann. Weil wieder mehr Zwänge anstehen, die mir die Energien (und dann auch Gedanken) rauben.</p>
<p>Was ich nun fachlich nicht unkommentiert lassen möchte, ist diese <strong>unglückliche Metapher von der "Allmende des  21. Jahrhunderts".</strong></p>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende" target="_blank">Allmende</a> unterlag historisch immer Zugangs- und Nutzungsregeln. Sie war in der Regel eben nichts, was ohne eigenen Beitrag genutzt werden konnte. Die Bauern haben ausgehandelt, wer wann wie welche Weide oder Trift wofür nutzen darf. Und wofür nicht. Die Fischer haben ausgehandelt (und tun dies noch heute), wer zu welcher Jahreszeit, wo, welchen Fisch in welcher Größe fängt. Daran hat man sich zu halten. Immer gehören auch Regeln dazu, wer  nicht nutzungsberechtigt ist.</p>
<p>Allmende/ Gemeingüter sind durchaus ein ausschließendes Konzept. Entweder werden all jene aus geschlossen, die nicht zur entsprechenden "community" der Zugangs- und Nutzungsberechtigten gehören. Oder es werden bestimmte Nutzungsformen ausgeschlossen bzw. mit hohen (finanziellen) Hürden versehen, weil sie die Allmende zerstören würden.</p>
<p>Für bits&#38;bytes, die sich  - im Gegensatz zu Wasser oder Land- durch Nutzung nicht verbrauchen, hieße das: Zugangs- und Nutzungsverhinderung zerstören das Netz als Allmende. Sie müssen also einen hohen Preis haben, weil sie die Allmende gefährden. Offener Zugang zu bits&#38;bytes ist hingegen kein Problem, weil die Allmende des Immateriellen durch Nutzung wächst. Wer also das Internets als Allmende schützen will, muss den Zugang offen halten. Wer das nicht tut, landet irgendwann im elektronischen Supermarkt. Der Eintritt in den Supermarkt kostet dann unzählige digitale Schlüssel, codes und Gebühren, die an ebenso unzählige Verkäufer zu entrichten sind. Damit wären wieder ganz viele draußen. Mit Allmende hat das nichts zu tun. Das wäre ein rein marktorientiert eingerichtetes Internet.</p>
<p>Freilich heißt das alles nicht, dass Arbeit, die der Allmende beim Schreiben, Programmieren und Komponieren hinzugefügt wird, nicht honoriert werden sollte. Deswegen werden Ideen, wie die der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturflatrate" target="_blank">Kulturflatrate</a> diskutiert.</p>
<p>Allmende brauchen also Regeln. Sie sind eben nicht das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niemandsland" target="_blank">Niemandsland,</a> in dem jeder machen kann, was er will. In dem allen alles ohne Gegenleistung zur Verfügung steht. Sie sind nicht das Niemandsland, welches <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tragedy_of_the_commons" target="_blank">Garrett Hardin</a> analysiert und dann aller Welt (offenbar auch Prantl) als Allmende verkauft hat. Manche Missverständnisse sitzen tief!</p>
<p>Mit der neuen Generation der Commons, der digitalen Allmende des 21. Jahrhunderts, wird nun immer offensichtlicher, dass es Allmende gibt (und schon immer gab, denken Sie nur an Sinnsprüche, Sprache und Töne), die nur dann im "mare horribilis" versinken, wenn sie nicht genutzt werden.</p>
<p>Dass es Prantl, obwohl Jurist, mit der begrifflichen Abgrenzung nicht so genau nimmt zeigt auch ein anderes Beispiel: "Töne und Texte": Schöne <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tragedy_of_the_commons" target="_blank">Alliteration</a>, allerdings im Kontext lediglich geeignet, die Verwirrung zu steigern. Hier war wohl dem Autor ein stilistisches Element wichtiger als die korrekte Aussage.</p>
<p>Töne (als Klang) sind Gemeinressourcen. An und für sich. Sie sind etwas, was niemand individuell geschaffen hat. Sie sind nicht privataneignungsfähig. Vergleichbar mit der Sprache, die niemandem individuell (auch keiner klar definierten Gruppe) gehört. Töne und Sprachen können am besten als Allmende gepflegt werden. Durch Sprechen und Erzeugen zum Beispiel. Und zwar von allen, die dies wollen. Restriktive Sprachpolitik hat in der Regel zum <a href="http://www.geo.de/GEO/kultur/gesellschaft/344.html" target="_blank">Aussterben von Sprachen </a>geführt.</p>
<p>Texte hingegen wären nur vergleichbar mit Musikstücken/ Melodien. Also etwas, das durch spezifische Anordnung der Sprache oder Töne, einem (oder mehreren) Urhebern zuzuschreiben ist. Um deren Interessen und Arbeit zu schützen, wurde das Urheberrecht erfunden.  Wogegen es grundsätzlich nichts einzuwenden gibt. Nur eben gegen die Blüten, die das Urheberrecht treibt.</p>
<p>Prantls Rede nun, dass "Millionen Töne ... überrechtlich geschützt sind" ist irreführend. <strong>Die Allmende selbst lässt sich nicht urheberrechtlich schützen. Sie lässt sich auch nicht patentieren</strong>. (Es würde mich trotzdem nicht wundern, wenn demnächst jemand mit dem Ansinnen daherkäme,  das "A" zu patentieren. Wir haben schon allerlei <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2007/09/08/vom-schneewittchen-und-anderem-patenten-unsinn/" target="_blank">patenten Unsinn</a> erlebt.) Wo das im Realkapitalismus dennoch geschieht, verliert die Ressource ihren Charakter als Allmende. Sie wird der gesellschaftlichen Verfügungsgewalt entzogen, wird privatisiert und ist dann irgendwann mal weg.</p>
<p>Der Umgang mit Allmenden war immer geprägt von Reziprozität und von einer Beziehung, die Rechte und  Verantwortung zusammen denkt. Wenn das nicht der Fall ist, verschwindet auch die Allmende - in ihrer Existenz oder in den Händen von korrupten cliquen und Individuen.</p>
<p>Zum Schluß noch: Die Allmende des Internets als wiedereingeführter Kommunismus. Meine Güte!</p>
<p>So sieht das auch das erzkonservative <a href="http://www.americanpolicy.org/more/commonismreplacescommunism.htm" target="_blank">American Policy Center</a>. Nicht nur manche Missverständnisse, sondern auch manche Gespenster halten sich lange. Das liegt den Gespenstern wohl in den Genen.</p>
<p><a href="http://www.turbulence.org.uk/commonism.html" target="_blank">Commonism</a> ist aber kein communism. (Zugegeben, gehe davon aus, dass Kommunismus hier als   Marxismus-Leninismus begriffen wird.) Privateigentum wird nicht aufgehoben, sondern in seine Schranken verwiesen. So was Ähnliches steht schließlich auch in Artikel 14.2 der bundesrepublikanischen Verfassung. Etwas grobschlächtig formuliert: auf das WIE der Nutzung kommt es an, nicht ausschließlich darauf, wem etwas "gehört".  Besitz statt uneingeschränktes Eigentum über Sachen. Nutzungseigentum statt Herrschaftseigentum.</p>
<p>Und, einen Commonismus mit zentralistisch-autoritärem Gestus kann ich mir auch nicht vorstellen. Ich sehe keine Commonspartei, nur eine Commonsbewegung. So vielfältig und in unterschiedlichsten Bereichen geerdet, wie die Allmende selbst.</p>
<p>Es geht in einer Gesellschaft, die den Allmenden verpflichtet ist, nicht primär um Ent-eignung, sondern um An-eignung. Um ein Sich-zu-Eigen machen dessen, was die Allmende für die Gesellschaft leistet. Und um eine Werben dafür, das jeder Einzelne etwas beizutragen hat, damit die Allmende auch in Zukunft ihre Funktion erfüllt: Uns Substanz des Lebens und das berühmte Netz mit doppeltem Boden zu sein.</p>
<p>PS: ich hörte, im 21. Jahrhundert soll Kap Horn besser umschiffbar sein. Die Welt hat sich verändert. Auf dem Foto jedenfalls sieht Kap Horn ganz friedlich aus.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/skandisch/" target="_blank">Schupperscout</a></pre>
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</item>
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<title><![CDATA[Stellt die Bodenfrage]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=262</link>
<pubDate>Wed, 18 Jun 2008 15:25:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=262</guid>
<description><![CDATA[ &#8220;Reclaim the Commons&#8221;, stellt die Bodenfrage, fordert die Allmenden zurück, sagte Karl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float:left;border:2px solid black;margin:3px;" src="http://farm1.static.flickr.com/32/66256859_0440744961_m.jpg" alt="" width="255" height="193" /><strong> "Reclaim the Commons", stellt die Bodenfrage, fordert die Allmenden zurück, sagte <a href="http://www.karllinn.org/" target="_blank">Karl Linn </a>(1923-2005) immer wieder."</strong> So beginnt ein Aufsatz von Elisabeth Meyer-Renschhausen (vgl. auch <a href="http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2007-1-073" target="_blank">Unter dem Müll der Acker</a>), der 2005 in<a href="http://www.stadtundgruen.de/archiv/pdf/sug%201005.pdf" target="_blank"> Stadt+Grün</a> erschien.</p>
<p>Damit macht mich die Autorin neugierig. Und, zugegeben, von Linn hatte ich noch gar nichts gelesen. Dabei kommt nicht an ihm vorbei, wer sich mit städtischen Gemeingütern befasst.</p>
<p>Linn -ein aus Deutschland vertriebener Jude- gilt als Vater der nordamerikanischen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Community_gardening" target="_blank">Community Garden Bewegung</a>. Falls Sie jetzt den Impuls verspüren, wegen dieser etwas großmütterlichen Bezeichnung wegzuklicken:</p>
<blockquote><p><strong>Community gardening is 50% gardening and 100% local political organizing.</strong> (K. Linn)<!--more--></p></blockquote>
<p>Gemeinschaftsgärten, Boden unter den Füßen, Wurzeln schlagen. Therapeutische Räume schaffen (in den USA wurde 2002 <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Horticulture_therapy" target="_blank">Horticultural Therapy</a> als eigene Ausbildungsrichtung anerkannt.) Das sind die Stichworte. Es geht Linn um vermehrten Zugang zu einem Stückchen Grün, gerade für Arme. Community Gardening - das ist eine Frage der Gerechtigkeit.</p>
<p>Zugang zu Land/Boden zur Bewirtschaftung ist nicht nur in den ländlichen Regionen, sondern gerade in den Städten ein Problem. Verschärft in solchen, die vom Umland nicht ausreichend versorgt werden können. Wie Havanna während der so genannten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Special_Period" target="_blank">"Spezialperiode"</a>.</p>
<p>Kein Wunder also, dass die städtische Landwirtschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten gerade in Kuba eine Blüte erlebte.  Eric Assadourian schreibt im <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/27/etwas-revolutionares-ist-im-gang/" target="_blank">Bericht zur Lage der Welt 2008</a> zur Frage ob Gärten + Kleinbauern mehr als einen winzigen Teil des Lebensmittelbedarfs eines Landes decken können:</p>
<blockquote><p>"Kuba hat - nachdem im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion und dem US-Embargo die Ölimporte von 13 Millionen auf 6 Millionen Tonnen fielen - eindrücklich bewiesen, dass dies möglich ist. Kuba hatte einst die am stärksten industrialisierte Landwirtschaft Süd- und Mittelamerikas und setzte sogar doppelt so viel Kunstdünger pro Hektar ein wie die Bauern in den USA. Aber der Untergang der Sowjetunion und der darauf folgende Mangel an Öl, Düngemittel und Pestiziden zwang Kuba, die landwirtschaftliche Produktion schnell zu lokalisieren. Heute beziehen viele Menschen ihre Lebensmittel von kleinen Stadthöfen und Gemeinschaftsgärten. Allein in Havanna gibt es mehr als 26.000 Gärten mit einer Gesamtfläche von 2.400 Hektar, die 25.000 Tonnen Lebensmittel erzeugen."(1)</p></blockquote>
<p>Die städtische Community Garden Bewegung wuchs vor allem in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. In den USA (v.a. New York + Berkeley) hat Linn seit den 70ern die Gemeinschaftsgärtnerei als ehrenamtliche Nachbarschaftsarbeit auf innerstädtischen Brachen initiiert. Oft mit Nachbarn, die sich eingangs gar nicht kannten.</p>
<blockquote><p>"Seit den 90er Jahren hat die Nachbarschaftsgärtnerei besonders in den Ghettos der Neuzuwanderer neuen Aufschwung erfahren. ... Seither geht es explizit um Selbstversorgung. Besserverdienende schenken ihre Ernte den lokalen Suppenküchen, die diejenigen versorgen, die keinerlei Sozialhilfe mehr bekommen."</p></blockquote>
<p>Commons, hab ich hier schon öfter gesagt, sind eben das Netz der Gesellschaft.</p>
<p>Seit den 90ern hat sich Linn dafür eingesetzt, Flächen auf Tunneleingangsstücken der lokalen U-Bahn in Paradiese zu verwandeln. ...</p>
<blockquote><p>"mit Hochbeeten und festen Sandwegen dazwischen, so dass Rollstuhlfahrer völlige Bewegungsfreiheit haben."</p></blockquote>
<p>Dass Nachbarschaftsgärtnern nicht nur sozial-ökologisch sinnvoll ist, sondern die Lebensräume und Lebensqualität so verbessert, dass sie "umgerubelt" werden können, haben leider zuerst die Falschen gemerkt. Das Engagement der Hobbygärtner wurde</p>
<blockquote><p>"von anliegenden Vermietern direkt dazu benutzt, die Preise für ihre Häuser und Wohnungen immer höher zu setzen. Ein Hausbesitzer mit Häusern direkt an den drei Community Gärten (gemeint sind die "Mini-Gemüseparks" von Berkeley, S.H.) setzte jedes Mal, wenn einer der Gärten wieder fertig wurde, den Verkaufspreis für sein heruntergekommenes Haus höher. Schließlich wurden farbige Anwohner oder Alleinerziehende, die sich mit ... Verve beim Aufbau ihrer Gemeinschaftsgärten engagiert hatten, ... aus dem Quartier getrieben."</p></blockquote>
<p>Das war nun sicher nicht in Linns Sinn. Doch das System war in etwa so: Verantwortung für die Gärten übernimmt eine -eher lose organisierte- Gruppe von Nachbarn. (Eben keine Profis oder die Stadtverwaltung.) Zugang haben alle. Nutzen dürfen alle. Sozial und ökologisch profitieren alle. Den finanziellen Gewinn aber streichen die Grundbesitzer ein.</p>
<p>Community Gardening kann man nicht losgelöst von der Frage des Grundbesitzes betreiben.  Meist ist das Land in staatlichem oder in Privatbesitz und wird dann als Trust verwaltet (siehe Foto). Die Gemeinschaftsgärtner haben über das Land aber oft nicht die volle Kontrolle. Es geht ihnen sicher auch gar nicht um das Eigentum an Boden (im Sinne des <a href="http://lexikon.meyers.de/meyers/Dominium" target="_blank">dominium</a>), sondern lediglich um das Recht, den Boden so zu nutzen, dass er die eigene Lebensqualität und die des Umfelds hebt. Also eine Art kollektives Nutzungseigentum.</p>
<p>Commons lassen sich ohnehin nur in Kategorien von Besitz (ohne Veräußerungsrecht) und Nutzungseigentum, nicht als absolutes Herrschaftseigentum (dominium) denken.</p>
<p>Das die Bewegung mit der Eigentumsfrage umgehen muss, war auch Linn klar. Seither hielt er die Eingliederung der Community Gardening Bewegung in einen größeren politischen Zusammenhang für unerlässlich (globalisierungskritische Bewegung, Bewegungen, die sich "Reclaiming the Commons" auf die Fahne schreiben).</p>
<p>Seither engagierte er sich auch dafür, dass die Gemeinschaftsgärten in die Bebauungspläne der Stadt Berkeley aufgenommen werden. In <a href="http://www.seattle.gov/neighborhoods/ppatch/links.htm" target="_blank">Seattle</a> ist das bereist gelungen.</p>
<pre>(1) Vgl. u.a.: Mario Gonzalez Novo und Catherine Murphy, „Urban Agriculture in the City of Havana: A Popular Response to a Crisis",
Growing Cities Growing Food: Urban Agriculture on the Policy Agenda: A Reader on Urban Agriculture (Resource Centres on Urban Agriculture
&#38; Food Security: 2001) S. 329-47.

foto: on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/o2ma/" target="_blank">o2ma</a></pre>
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<title><![CDATA[Mexiko: Nein zu Saatgutbanken]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=253</link>
<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 10:36:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=253</guid>
<description><![CDATA[Gastbeitrag: Ute Sprenger
In Mexiko soll eine Genbank für einheimisches Saatgut eingerichtet werden]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gastbeitrag: Ute Sprenger</strong></p>
<p><img class="alignleft" style="border:1px solid black;margin:3px;" src="http://farm3.static.flickr.com/2016/1906026909_fbfb336cf0_m.jpg" alt="" width="191" height="287" />In Mexiko soll eine Genbank für einheimisches Saatgut eingerichtet werden. Seit  März 2008 liegt ein entsprechender Gesetzesvorschlag vor, der derzeit mit großer Eile im Parlament eingebracht wird. Im Mai sprach ich in Bonn anlässlich der UN-Vertragsstaatenkonferenz zur biologischen Vielfalt mit Aldo Gonzalez von der <a href="http://www.grassrootsonline.org/what-we-do/partnerships/where-we-work/mesoamerica/union-organizations-sierra-juarez-oaxaca-unosjo" target="_blank">Union der Organisationen der Sierra von Oaxaca (UNOSJO)</a> darüber. Dort herrscht die Sorge, dass transnationalen Agrobiotech-Konzernen der Zugang zu dem Reichtum erleichtert werden soll, der von Bauern und indigenen Gemeinschaften entwickelt wurde.</p>
<p>Das Gespräch steht als <a href="http://www.eed.de/de/de.col/de.col.d/de.sub.41/de.sub.news/de.news.829/index.html" target="_blank">Video-Clip</a> auf der Website des Evangelischen Entwicklungsdienstes.</p>
<p>Wer wissen will, worum es in dem Video geht, hier ein Kommentar vom Commonsblog: ...<!--more--></p>
<p>S. Helfrich: Habe mir das Interview angehört. Drei Aspekte finde ich aus der Perspektive der Commons  wichtig:</p>
<p>1. Aldo erklärt ganz anschaulich, warum der <strong>Mais "nicht nur ein materielles sondern auch ein spirituelles Nahrungsmittel ist"</strong>. Natürliche und kulturelle Commons sind  -das wird hier deutlich- untrennbar miteinander verbunden. Keine Biodiversität ohne kulturelle Vielfalt und umgekehrt. Aber auch  ganz abstrakt: keine vitalen Gemeingüter ohne vitale communities.</p>
<p>2. Aldo benennt als zentrales Problem die Eigentumsfrage und damit die Frage: Wer entscheidet über den Zugang zum Saatgut? Die Gesetzesinitiative sieht vor, dass der Eigentümer eines Grundstücks Zugang gewähren kann (und z.B. entscheidet, ob der "sein" Saatgut an die Genbank gibt). Aber das Saatgut, so Aldo, ist  Kollektiveigentum.  Überall wird es geteilt, weitergegeben. <em></em></p>
<blockquote><p><em>Eine Person kann nicht sagen, ich bin 'Herr über das Saatgut', aber das Gesetz sieht es so vor. Auch einzelne Comunidades können sich nicht als Besitzer deklarieren, sie würden die Rechte der anderen Gemeinden verletzen.</em></p></blockquote>
<p>Kollektiveigentum verpflichtet immer dazu, die Zustimmung der Miteigentümer einzuholen. Das ist im Falle des Kollektiveigentums Saatgut genau genommen gar nicht möglich, weil die Gruppe der Eigentümer nicht klar definiert ist. Also ist Verkauf oder Zugangsverweigerung in jedem Fall eine Rechtsverletzung Dritter. So sehen es viele indígenas. So sehe ich das auch.</p>
<p>Und schließlich</p>
<p>3: Es kann nicht oft genug gesagt werden: Die einzige Form, Saatgut zu bewahren ist, es auszusähen. Nur so - nicht in Genbanken- kann sich Saatgut mittelfristig an veränderte Bedingungen (Stichwort Klimawandel) anpassen und in seiner Vielfalt erhalten bleiben.</p>
<p>Das sind keine Detailfragen, die uns, die wir mit der Maiskultur so wenig vertraut sind nichts angehen, vielmehr belegen sie im Kleinen, dass Antworten auf die Krisen unserer Zeit (Wasserknappheit, Klimawandel, Ernährungskrise, Schwund der Biodiversität), von den Rändern, nicht von den Zentren kommen werden.</p>
<p>Viel Spass beim Zuhören und dank an Ute für den Beitrag und den Link.</p>
<pre>foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/pericoterrades/" target="_blank">pericoterrades</a></pre>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[2. Politischer Salon "Zeit für Allmende" ]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=246</link>
<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 09:01:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=246</guid>
<description><![CDATA[Am 29. Mai hat auf der Galerie der Heinrich Böll Stiftung/Berlin das zweite Salongespräch aus der ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="float:right;border:1px solid black;margin:3px;" src="http://farm1.static.flickr.com/34/72768012_7756d28eb8_m.jpg" alt="" width="252" height="181" />Am 29. Mai hat auf der Galerie der Heinrich Böll Stiftung/Berlin das <a href="http://commonsblog.wordpress.com/salon/" target="_blank">zweite Salongespräch aus der Reihe "Zeit für Allmende"</a> stattgefunden. <strong>„Gemeinschaftsgüter brauchen Gemeinschaften &#38; Gemeinschaften brauchen Gemeinschaftsgüter". </strong>Hier das <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/06/080513_programm_mai.pdf">Programm</a>.</p>
<p>Im Einladungsschreiben wird die Themensetzung begründet:</p>
<blockquote><p>Aus einer Perspektive, die<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/03/31/commons-sind-eine-soziale-beziehung/" target="_blank"> Commons als soziale Beziehung</a> wahrnimmt, wird klar, <strong>warum die sogenannte "Tragik der Allmende" (Hardin) keine Tragik des Gemeinschaftsgutes, sondern eine Tragik der menschlichen Gemeinschaft ist</strong>. ...<!--more-->Die Herausforderung ist nun, die Rede von den Commons mit der Bestimmung der ent­sprechenden Bezugs- und Verpflichtungsgemeinschaften (inkl. vorhandener Rechte­systeme) zu verknüpfen. Doch von welchen Gemeinschaften und von welchem Gemeinschaftsverständnis reden wir?</p>
<p>Der Salon wurde mit einem Rückblick zum <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/16/die-wissens-okologen-von-morgen/" target="_blank">1. Salongespräch</a> eröffnet. Dieser beinhaltete eine  Kurzdarstellung zu folgenden Aspekten:</p>
<ul>
<li>Definition der Commons</li>
<li>Commons und Besitzverhältnisse</li>
<li>Thesen zur Politischen Diversität der Commonsdebatte (die sich auch im Salon wiederfindet)</li>
</ul>
<p>Eine <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/06/rueckblick-1-salon.doc">Zusammenfassung</a> dazu finden Sie hier.</p>
<p>In Kürze werden einige Audios aus dem Salongespräch auf diesem blog veröffentlicht.</p>
<pre>foto by <a href="http://flickr.com/photos/lapidim/" target="_blank">lapidim</a> on flickr</pre>
</blockquote>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wem gehören Totenrituale?]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=245</link>
<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 21:54:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=245</guid>
<description><![CDATA[ Letzte Woche las ich in einem Methodenfachbuch, dass Fragen &#8220;mit hohem Verblüffungsfaktor]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float:left;border:1px solid black;margin:3px;" src="http://farm2.static.flickr.com/1059/527078736_5dea2d9e8a_m.jpg" alt="" width="299" height="211" /> Letzte Woche las ich in einem Methodenfachbuch, dass Fragen "mit hohem Verblüffungsfaktor" oft produktive Antworten und Assoziationen auslösen. Habe überlegt, ob mir merkwürdige Fragen zu den Commons einfallen. Da kam mir diese <a href="http://idw-online.de/pages/de/news263693" target="_blank">Pressemitteilung</a> der Uni Göttingen zuvor:</p>
<blockquote><p>"Wem gehören Totenrituale?" ...bringt die Mitteilung  ein interdisziplinäres Forschungsprojekt auf den Punkt. Es  thematisiert,... <!--more-->ob Traditionen, Brauchtum und Rituale als ökonomische Güter anzusehen sind und inwiefern private Eigentumsrechte zur Konfliktregelung um solche "Güter" sinnvoll erscheinen.</p></blockquote>
<p>Die Frage stellt sich mir so nicht, bzw. ich würde sie mit einem klaren Nein beantworten. Was freilich nichts an der Tatsache ändert, dass gerade die Kultur (inkl. Bräuche und Traditionen) immer mehr ökonomisiert wird und private Eigentumsrechte in Lebensbereiche vordringen, die sich der eigenen Vorstellungskraft entziehen.</p>
<p>Projektkoordinatorin Regina Bendix vom Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie sagt zum HIntergrund des Forschungsprojekts:</p>
<blockquote><p>Der Begriff des kulturellen Eigentums signalisiert ...das international zunehmende Interesse, kulturelle und damit gemeinschaftlich genutzte und tradierte Praxen als ökonomische Güter zu deklarieren und zu nutzen. Damit können Ideen im Sinne von Patent-, Urheber- und Markenrechten, aber auch traditionelle performative Gebräuche, also Gemeinschaftsgüter, gemeint sein.</p>
<p>Wir wollen exemplarisch herausarbeiten, welche Aspekte und Akteure auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene jeweils für eine Verwandlung in kulturelles Eigentum ausschlaggebend sind (Anm: der ursprüngliche Satz ist an dieser Stelle unverständlich). Ungeklärt ist bislang auch, auf welche Weise und für wen ,cultural property? zugänglich und wer von der Nutzung ausgeschlossen sein soll.</p></blockquote>
<p>Ziel des Forschungsprojektes ist es, die unterschiedlichen Interessen am "kulturellen Eigentum" besser zu verstehen und modellhaft Bausteine eines internationalen Regelsystems zu entwickeln. Fallbeispiele sind unter Anderem die Totenrituale des Volkes der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toraja" target="_blank">Toraja</a> in Sulawesi sowie die Konstituierung der Tempel von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Angkor_Wat" target="_blank">Angkor Wat in Kambodscha </a>als Weltkulturerbe. Darüber hinaus <strong>sollen Töne und Klänge als potentielles kulturelles Eigentum im deutschsprachigen Europa untersucht werden</strong>.</p>
<p>Mich beunruhigt die Richtung, die sich da abzeichnet. <a href="http://rette-sich-wer-kann.com/geisteshaltung/geistiges-eigentum-ein-patriarchales-hirngespinst/" target="_blank">Es gibt kein Intellektuelles Eigentum.</a> Es gibt kein kulturelles Eigentum. Es gibt nur Privateigentum oder Kollektives Eigentum (in den unterschiedlichsten Formen) oder eben nicht definierte Eigentumsrechte. Und es gibt Dinge, die nicht privateigentumsfähig sind. Wem gehört schon der Himmel? Wem der Händedruck? Wem die Sonne? Wem die Sprache? Wem der Schall? Wem die Töne? Wem die Totenrituale? Allen! Das ist schlicht die umfassendste Form von Gemeineigentum, jene, auf die die völkerrechtlich festgeschriebene Figur des "Gemeinsamen Erbes der Menschheit" abhebt.</p>
<p>Die UNESCO sagt in Artikel 8 ihrer <a href="http://www.unesco.de/446.html?&#38;L=0" target="_blank">Erklärung über die Verantwortung der heutigen Generation gegenüber den künftigen Generationen</a> von 1997:</p>
<blockquote><p>Die heutigen Generationen dürfen das völkerrechtlich definierte gemeinsame Erbe der Menschheit unter der Voraussetzung nutzen, das dadurch kein irreparabler Schaden verursacht wird.</p></blockquote>
<p>Privateigentumsrechte, die ja immer das individuelle Recht auf Ausschluß Anderer und auf Veräußerung beinhalten haben, öffnen aber genau die Tore dafür, diesen irreparablen Schaden anzurichten. Sie haben in diesem Bereich nichts zu suchen.</p>
<p>Private Eigentumsrechte an Totenritualen, Klängen und Tönen auch nur zu denken, scheint absurd. Aber noch vor wenigen Jahren erschien es nicht minder absurd,<a href="http://www.greenpeace.de/themen/patente/patente_auf_leben/" target="_blank"> Patente auf Leben</a> oder auf die <a href="http://eupat.ffii.org/patente/muster/index.de.html" target="_blank">trivialsten computergestützten Verfahren</a> (wie den einfachen Mausklick als kürzester online-Einkaufsweg) anzumelden und durchzusetzen. Und trotzdem ist es so gekommen.</p>
<p style="padding-left:30px;">Neben wirtschaftlichen Interessen ist ,cultural property? auch deshalb besonders brisant, weil ihm gleichzeitig eine identitätsstiftende Wirkung zugesprochen wird. Das steigert die politische Bedeutung dieses Phänomens und führt nicht zuletzt zu rechtlichen Auseinandersetzungen. So werden die Forscher unter anderem untersuchen, <strong>inwieweit Konflike dieser Art mit Hilfe von Rechten im Sinne eines Privateigentums zu lösen sind.</strong></p>
<p>Gar nicht! Es würde mich dennoch nicht wundern, wenn die Wissenschaftler herausfinden, dass irgend jemandem die Feuerbestattung gehört. Spitzfindige interdisziplinäre Begründungen werden am Ende noch bemüht, dem Normalsterblichen für den Sterbefall eine Zusatzversicherung aufzuschwatzen, die auch die potentiellen Lizenzgebühren abdeckt.</p>
<p>Übrigens: Ich werde nicht auf das im Prinzip empfehlenswerte Methodenbuch hinweisen. Jede Wortschöpfung zu kreativen Methoden hat sich die Autorin schützen lassen. "T<a href="http://mirrors.creativecommons.org/getcreative/clicktoplay.html" target="_blank">he big C</a>" springt den Lesenden alle 30 Zeilen an. Es schreit: "Alles meins." Warum sollte ich dann auf ihre Seite verlinken?</p>
<pre>foto: Sunrise Discovery in Angkor Wat, on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/stuckincustoms/" target="_blank">Stuck in Customs</a></pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Eigentum]]></title>
<link>http://misstresstammas.wordpress.com/?p=19</link>
<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 13:27:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>missash</dc:creator>
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<description><![CDATA[
subboy Quan ist mir treu ergeben. Schon über längere Zeit wird er von mir keusch gehalten. Ich ha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-22" src="http://misstresstammas.wordpress.com/files/2008/06/slave11.jpg?w=300" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>subboy Quan ist mir treu ergeben. Schon über längere Zeit wird er von mir keusch gehalten. Ich habe von ihm schon viele schöne Geschenke bekommen die euch als Ansporn dienen sollten.</p>
<p>subboy Quan liebt mich abgöttisch und steht zur Zeit an erster Stelle. Ich habe von subboy mehrere  tausend L$ bekommen, der letzte war vor ein paar Tagen 50'000L$ (190 USD). Mein Sklave wird in meine Nähe ziehen (RL), dann wird er hier arbeiten und natürlich werde ich sein Geld verwalten und ihn quälen.</p>
<p>Solche Sklaven sollte es öfters geben.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-24" src="http://misstresstammas.wordpress.com/files/2008/06/mele11.jpg?w=300" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>Mel steht an zweiter Stelle. Sie ist mir treu ergeben und hat auch schon viele schöne Geschenke gegeben. Ihr letztes Geschenk war ein schöner Ring den ich seit langem haben wollte.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-41" src="http://misstresstammas.wordpress.com/files/2008/06/torigirl12.jpg?w=300" alt="" width="300" height="300" /></p>
<p>Torigirl ist eine sehr treue Sklavin die ihre Ausbildung gut bestanden hat. Sie fällt zwar gerne zurück und die Leine darf nie locker gelassen werden. Ihr Geschenk an mich war (im realen Leben) ein langes schwarzes Lackkleid.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Endlich ist es soweit!]]></title>
<link>http://themawohnen.wordpress.com/?p=34</link>
<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 10:56:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>themawohnen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Mein Haus in der Koglstraße steht kurz vor der Fertiggstellung!
Einen Sommer im eigenen Garten steh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><strong>Mein Haus in der Koglstraße steht kurz vor der Fertiggstellung!</strong></p>
<p style="text-align:center;"><strong>Einen Sommer im eigenen Garten steht nun nichts mehr im Wege!</strong></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.wohlfuehlwohnen.at"><img class="aligncenter size-full wp-image-36" src="http://themawohnen.wordpress.com/files/2008/06/inserat_kogl2.jpg" alt="" width="460" height="650" /></a></p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.wohlfuehlwohnen.at"><strong>WWW.WOHLFUEHLWOHNEN.AT</strong></a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[nachlese: der grußwort-buko]]></title>
<link>http://pillenknick.wordpress.com/?p=19</link>
<pubDate>Tue, 27 May 2008 01:00:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>pillenknick</dc:creator>
<guid>http://pillenknick.wordpress.com/?p=19</guid>
<description><![CDATA[jetzt ist er vorbei, der grußwort-buko, der dreißigste buko, um genau zu sein. während die taz un]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>jetzt ist er vorbei, der <a href="http://julia-seeliger.de/der-gruswort-buko/" target="_blank">grußwort-buko</a>, der dreißigste buko, um genau zu sein. während die <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/youngter-wittern-waehlerverarschung/" target="_blank">taz</a> und die <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=cdaf3f3b5b73cffb10de5051642998bb&#38;em_cnt=1339632" target="_blank">fr</a> bereits berichtet haben und verschiedene blogs (ob von wolfgang g. wettach, ario ebrahimpour mirzaie oder maximilian pichl) brauchen andere etwas mehr zeit für eine tiefergehende auseinandersetzung mit den beschlüssen des bukos. so zum beispiel ich.</p>
<p>halten wir eines fest: ein antrag mit dem titel "wem gehört die welt?" stellt die eigentumsfrage. die frage, ob eigentum als solches überhaupt legitim sei, wird jedoch nicht gestellt. die schwerpunkte des in einem wiki erstellten <a href="http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/show/432009.html" target="_blank">leitantrages</a> ,den jeder mitgestalten konnte (und so liest er sich auch!) liegen auf den themen biodiversität (was sonst?, mag man fragen in zeiten der un-konferenz in bonn, zumal wie bei der grünen jugend sind), privatisierungen und geistiges eigentum - und zeigen somit sehr gut, dass das, was der ['solid]-mensch rhetorisch-polemisch befürchtet (nämlich die drohende zerreibung der grünen jugend zwischen kapitalismuskritik und wirtschaftsliberalismus), durchaus denkbar ist.<!--more--></p>
<p><strong>der leitantrag in drei teilen.</strong></p>
<p><span style="color:#808080;">teil 1 - biodiversität</span></p>
<p>dieser abschnitt ist noch so ziemlich der stringenteste. klar wird: die grüne jugend ist gegen genmanipulation und gegen die agrarsubventionen in ihrer jetzigen form, die abgeschafft werden sollen. dank diverser änderungsanträge (allein über 20 aus der "nrw-combo") wird einiges klarer, so auch, dass die vermeintlichen biokraftstoffe sich nur dann so nennen sollen dürfen, wenn sie es auch wirklich sind. ein klares zeichen dafür, dass die grüne jugend "bio" von "bio" zu unterscheiden weiß und sich gegen ein gutes gewissen bei nur vermeintlichem umweltschutz wehrt. dass artenschutz klimaschutz ist, ist hier jedenfalls selbstverständlich. deutlich wird hier auch: es darf keine patente auf leben geben, keine patente auf entdeckungen - ein zeichen für verbraucherschutz und umweltschutz und zugleich nachhaltige internationale agrarpolitik.</p>
<p><span style="color:#808080;">teil 2 - privatisierung</span></p>
<p>für die medien gibt es einen schönen satz, der es zu meinem bedauern so in den beschluss geschafft hat: "aufgaben der öffentlichen daseinsvorsorge wie verkehr, energie, entsorgung, wasser, kultur, wohnungseinrichtungen oder bildung dürfen prinzipiell nicht privatisiert werden" ... dass das ganze dann nur wenige zeilen später schon wieder relativiert wird und nebenbereiche der öffentlichen daseinsvorsorge (catering im krankenhaus o.ä.) dann doch vielleicht eventuell falls möglicherweise überhaupt nur nach einer eingehenden und gründlichen prüfung unter besonderer beachtung hoher sozialer und ökologischer standards in betracht gezogen werden darf, geht dann schon unter.</p>
<p>meines erachtens ein fehler, ebenso wie der beschluss <a href="http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/beschluesse/432009.html" target="_blank">"den einstieg in den bahnverkauf verhindern"</a>, der  sehr einseitig und uninformiert das hohelied der staatsbahn singt. die grüne jugend ist und bleibt also laut beschlusslage gegen die bahnprivatisierung, nicht nur in ihrer jetzigen form sondern generell.</p>
<blockquote><p>exkurs</p>
<p>dass dabei ignoriert wird, dass gerade der nahverkehr unheimlich teuer ist und faktisch bei besserer qualität von privatwirtschaftlichen unternehmen (und nicht der staatlichen, aber privatwirtschaftlich organisierten deutschen bahn) betrieben werden kann, ist ebenso irrelevant wie der umstand, dass die bundesbahn seit 1994 in privatisierungsbestrebungen ist, weil die bahn nicht einmal im ansatz wirtschaftlich arbeitend genannt werden konnte (eine zahl am rande: im jahr 2000 hätte der bund mit knapp 60 mrd euro einstehen müssen, wäre es so weitergegangen, faktisch waren es dann nur rd. 20 mrd euro). an rentabilität war da noch nicht einmal zu denken. es ist sicherlich einiges falsch gelaufen bei der umwandlung der ehemaligen bundesbahn, aber eine strikte trennung von infrastruktur und betrieb ist studien zufolge die beste lösung für alle beteiligten: der staat zahlt insgesamt weniger - und obendrein kommt mehr verkehr auf die schiene. wie das gehen soll? durch mehr wettbewerb gleichwertigerer anbieter sinken die preise, das angebot wird besser - der nahverkehr läge schon längst tot, wenn nicht die länder gewollte regionalverbindungen durch anbieter bestellen ließen. in der regel ist das - mangels alternative - die bahn, und die hat nicht gerade die günstigsten tarife, bzw. (so müsste man hier genauer sagen) bietet für das gleiche geld einen schlechteren service mit mieseren zügen. selbst wenn man gewisse soziale und ökologische standards einforderte, ließen sich geringere kosten im nahverkehr erreichen. es ist eine mär, dass eine abgeschlossene bahnprivatisierung manchen strecken das ende bedeutete. heute sagt die bahn "nein, die strecke lohnt sich unter wirtschaftlichen gesichtspunkten nicht." und wenn den ländern etwas an der verbindung liegt, dann schreiben sie diese aus. ... es ist schon erstaunlich, für wen sich diese strecke dann finanziell lohnt, wenn das land dafür geld gibt - da kann man mal sehen, was für einsparpotenziale da verborgen liegen, wenn man nur die gleiche qualität einfordert. (vorher musste der bund ja zwangsläufig die überteuerten tarife der bahn bezahlen) ... öffentliche daseinsvorsorge soll zuverlässig sein - aber sie muss auch leistbar bleiben. dass der bahnbetrieb noch weiter subventioniert werden soll, wie in dem antrag, stimmt mich bedenklich. auch mir gefallen die schon regelmäßige preiserhöhungen nicht - aber die müssen nicht sein, wenn ein unternehmen effektiv arbeitet. da einfach noch mehr geld reinzupumpen, bloß damit alles günstiger wird, ist einfach der falsche weg. wenn die preise wirklich nicht geringer gingen, könnte ich damit leben ... aber bei der heutigen bahn? never!<br />
selbstverständlich ist es unter diesen gesichtspunkten ein skandal, dass die bahn derzeit alles daran setzt, um möglichst gut beim börsengang auszusehen, indem sie das netz vernachlässigt und nötige investitionen nicht tätig, weil sie noch dafür mit mehr aufkommen müsste als später möglich sein kann. dass sie nicht rentable strecken abstößt, um kosten zu sparen, ist ihr da nicht vorzuwerfen, zumal letztlich der bund beim betrieb der strecke durch private anbieter weniger zahlt. ein satz wie "hier muss akzeptiert werden, dass es keine betriebswirtschaftliche sondern eine politische entscheidung ist, solche [regionalen, anm. dogma] strecken zu betreiben und auch auszubauen." spricht mir da aus der seele, auch wenn er im antrag zur untermauerung der privatisierungsgegnerschaft ausdrücken soll.<br />
letztlich kann eine gut gemachte privatisierung (unabhängigkeit der infrastruktur [bahnhöfe und gleisnetz] vom betrieb und gewissen wirtschaftlichen überlegungen, hohe soziale und ökologische standards in der ausschreibung der strecken) deutlich eher das grüne ziel einer bahn für alle erreichen, die mit geringeren kosten und besserem service auftrumpfen kann, als eine jammernde früher-war-alles-besser-rücknahme der bahnreformen!</p>
<p>exkurs ende</p></blockquote>
<p>weiter wird die zerschlagung der oligopolisten auf dem strommarkt gefordert. irgendwie nichts neues. der wunsch nach rekommunalisierung - also quasi aufkauf von lokalem netz und strombetrieb - durch die kommunen stellt sich in zeiten der haushaltssperre für nicht wenige gemeinden schwierig dar, in anderen fällen fragt man sich, warum das erst kürzlich zur schuldensenkung verkaufte "tafelsilber" nun rückgekauft werden soll oder - ganz böse, wenn auch nur unter der annahme, dass die stromkonzernteile ohne gegenwert den kommunen zugeschlagen werden - wie man plötzlich den bürgern erklären soll, warum man nicht die stadtwerke teuer verkauft hat, wenn die kommunen, die dies taten, nun ihre stadtwerke kostenfrei zurück erhalten. ... aber diesen abschnitt im leitantrag kann man ja auch so lesen, dass die verstaatlichung ein akt gegen die dezentralisierung des strommarktes wäre. ... dem ganzen teil über privatisierung merkt man die zerrissenheit der grünen jugend an; privatisierung ja, nein, vielleicht, ein bisschen, man weiß es nicht so genau, aber ein lautes "staat vor privat" klingt ganz gut ... nur warum schreibt man in den leitantrag nicht, was man meint, sondern muss gegen all die änderungsanträge noch mühsam erklären, was man damit sagen wollte?</p>
<p>der änderungsantrag des fachforums wirtschaft &#38; soziales, den ganzen privatisierungsabschnitt zu ersetzen durch die feststellung, dass privatisierung nicht mit pauschalen antworten begegnet werden kann, war einerseits wohl nicht privatisierungskritisch genug und andererseits zudem deutlich zu liberal, als dass er angenommen werden konnte. die tendenziell richtige aussage des änderungsantrages konnte ich <a href="http://wolfgang.ughugh.de/?p=69" target="_blank">wie wolfgang g. wettach</a> nur applaudierend unterstützen. nicht zuletzt ist irgendeine aussage (egal wie sie beschaffen sein mag) in den augen vieler scheinbar doch besser als keine aussage.</p>
<p>nur so am rande, fast kommentar, weil der satz für sich spricht, vor allem in seiner endgültigkeit: "die konkurrenz der universitäten und hochschulen untereinander muss ein ende haben" ... wenn bildung zur ware wird d'accord, aber ist es nicht auch der wettbewerb um die studenten, der - bei gesicherten und ausreichenden mitteln - die unis dazu anspornt, die lehre und die ausstattung der unis zu verbessern und die studentensituation anzupassen? ... sollte dieser wettbewerb um die besten köpfe, unabhängig vom geld!, nicht antriebsmotor der hochschulen sein, immer besser zu werden?</p>
<p><span style="color:#808080;">teil 3 - geistiges eigentum</span></p>
<p>ja, es ist geschafft: die grüne jugend will die kulturflatrate - also gleichzeitige legalisierung der peer-to-peer-netzwerke bei angemessener entlohnung der künstler ohne den bedarf einer nutzerprofildatenbank. obendrein ist sie gegen patente auf leben (aber das hatten wir bereits) und gegen das urheberrecht in seiner heutigen form. letztlich soll alles open source und creative common sein. und wer, bitteschön, geld mit programmierkenntnissen verdienen muss, der soll das doch über dienstleistungen tun, also beratung und reparatur.</p>
<p>... also, ich will ja nicht reich werden an meinem ultimativen betriebssystem, an dem ich derzeit bastel (besser als ubuntu und opensuse und fedora und wie sie alle heißen, zudem vollkommen treiberkompatibel und nicht zuletzt perfekt mit windoof zusammenarbeitend, und das alles open source), aber wenn ich das jahrelang gelernt hätte, dann möchte ich davon doch zumindest leben können. btw: das gerade war wohl ein wenig platt und polemisch ... aber immerhin weniger schwammig als der leitantrag.</p>
<p><span style="color:#808080;">das fazit</span></p>
<p>dem hehren ziel, die eigentumsfrage zu beantworten, wird der leitantrag nicht gerecht. schon in der - durch die veranstaltung bedingten - beschränkung liegt das größte manko. grundsätzliche fragen werden nicht aufgeworfen, andere höchst bedeutende fragen werden zu pauschal beantwortet; die einführung, die punkte wie das steuersystem, anreißt, zeigt, welches spektrum an themen die frage aufwirft, der restliche antrag belegt eindrucksvoll, wie gering und einseitig letztlich die frage hier zu beantworten versucht wird.</p>
<p><strong>hamburg oder die zukunft der grünen partei</strong></p>
<p>eigentlich sollte es eine debatte über die zukunft der grünen werden, am abend des 23. mai. das grundproblem der an sich spannenden und angeregten debatte: letztlich ging es nur um schwarz-grün in hamburg. knapp die hälfte der redner stammte aus hamburg und stand unter dem druck sich zu rechtfertigen, egal wie sie gestimmt hatten.</p>
<p>die "erkenntnisse": für rot-grün zu werben und dann schwarz-grün zu machen, ist wählerverarsche. und: wir müssen für grüne inhalte streiten und nicht für koalitionen, sollen ohne bündnisaussagen in wahlen gehen.</p>
<p>das also ist die zukunft der grünen. oder anders gesagt: die zukunft der grünen ist teil des hamburg-dilemmas. während für manche hamburg selbst der koalitionspolitische sündenfall ist, wollen andere mal schauen und sahen eine sehr grüne handschrift im hamburger koalitionsvertrag.</p>
<p><a href="http://ario85.wordpress.com/2008/05/26/das-war-der-30-bundeskongress-der-grunen-jugend/" target="_blank">ario</a> meinte dazu jedenfalls dies</p>
<blockquote><p>"Was mich geärgert hat war das Argument einiger weniger Freundinnen und Freunde “man müsse ohne Koalitionsaussage - nur für grüne Inhalte - in den Wahlkampf ziehen” (der nicht zuletzt ein Wahlkampf für die Partei ist und dann erst Werbung für uns). Das Argument dafür? Man will die Leute nicht wie in Hamburg enttäuschen. Nunja, ich frage mich: Wenn ein Freund mich betrügt, ist dann meine Konsequenz dass ich einfach sage dann versprech’ mir halt nichts mehr? Das ist doch unredlich! So kann und darf es nicht laufen. Ehrlichkeit verdient man sich indem man ehrlich ist. Ehrlich sein heisst auch mal die Realität zu akzeptieren. Und die spielt inhaltlich, politisch- kulturell und soziokulturell gegen die CDU/CSU. Darf man heutzutage nicht mal mehr Fakten aussprechen und aus diesen Ziele ableiten? Oder Absagen?"</p></blockquote>
<p>okay, man muss nicht ohne koalitionsaussage in den wahlkampf ziehen, man muss aber auch nicht mit. natürlich sollte es zuerst um inhalte gehen, um sonst nichts - und dann erst um die frage, mit wem sie umgesetzt werden sollen. da ein "linkes projekt" herbeizubeschwören und die cdu zu verteufeln, bringt uns auch nicht weiter. um bei arios bild zu bleiben: wenn ein freund mich betrügt, dann darf er mir weiterhin noch dinge versprechen - aber ich werde nicht mehr so leichtgläubig sein. vertrauen ist nunmal die währung in der politik, in der die wähler rechnen. ... es ist eine frage der machbarkeit und nicht der machtgeilheit. wenn wir für unsere grünen inhalte einstehen wollen, dann müssen wir uns fragen, mit wem wir unsere ziele am besten durchsetzen können und dürfen dabei nicht auf ein altes freund-feind-schema zurückgreifen. wir müssen die alternativen im auge behalten - und wenn wir vor der frage stehen, ob wir nun lieber eine koalition von dick und doof wollen und dabei - voll stolz auf unsere ehrlichkeit - zusehen wollen, wie es historisch immer schwerer wird, unsere interessen in die tat umzusetzen oder ob wir mit unserem alten feind zusammengehen, weil wir mit ihm mehr verwirklichen können als mit unserem alten bündnispartner, dann ist es richtig, von vornherein keine koalitionsaussagen zu machen. was passieren kann, wenn man sich zu eng bindet, zeigt das beispiel hessen: versprechen gebrochen, vertrauen verloren, herzlichen glückwunsch. ... dass die gewünschte politik dann nur aus der opposition angesprochen werden kann: irgendwie selbst schuld. dass es in hessen dafür die notwendige mehrheit zumindest faktisch gibt: ein interessanter umstand. ... ich meine, es wäre karl bär gewesen, der in der debatte darauf hingewiesen hat, dass dort eines der interessantesten und wichtigsten politischen experimente stattfindet, und ich kann ihm nur zustimmen.</p>
<p>lieber ario, man darf fakten aussprechen und ziele daraus ableiten, man sollte sogar fakten nennen, es kann nie zu oft geschehen - aber (und das sollte stets anspruch der grünen bleiben) dabei darf die differenziertheit nicht auf der strecke bleiben! wir grünen waren noch nie für einfache antworten bekannt - es ist einfach nicht möglich, die cdu generell zu verteufeln! gut, schill damals in hamburg ging gar nicht, filbinger und oettinger in bawü auch nicht und schäuble ist sowieso ein rotes tuch - aber die jetzige hamburg-cdu ist nicht die hessen-union, ist nicht die cdu auf bundesebene ... letztlich sind und bleiben es die hamburger grünen, die am besten erkennen und entscheiden können, ob schwarz-grün eine inhaltliche option ist. die inhalte müssen vor irgendwelchem profilierungsgehabe stehen! das ist eben das schicksal und die chance der grünen: sie decken ein unheimlich breites spektrum ab. die frage der ökologie ist letztlich eine konservative und liberale genauso wie sie eine linke ist - und in diesem breiten spektrum müssen wir für uns die antworten auf die gestellten und noch kommenden fragen finden und nach einem weg suchen, aus den antworten taten folgen zu lassen.</p>
<p>opposition ist sicherlich kein mist - aber in manchen situationen müssen wir uns ernsthaft fragen, ob wir über unsere (manchmal durchaus berechtigten) vorurteile überwinden, um schlimmeres zu verhindern. insofern sind unterlassene prinzipielle absagen an parteien außerhalb des extremen spektrums durchaus ein gutes mittel, gleichwohl rechtfertigungen für koalitionsan- und absagen und koalitionen auch wähler bringen können. polarisierungen schärfen das zwar profil - aber sie schieben einen in immer kleinere schubladen. wollen wir das? wollen wir letztlich nur von einer kleinen stammklientel gewählt werden, die sich unserem reinheitsgebot anschließen kann - oder wollen wir gesellschaftlich etwas verändern? wenn letzteres unser ziel ist, dann müssen wir überzeugen, mit klaren inhalten und dann erst mit abgrenzungen.</p>
<p>mit einem gewissen d'accord an dich und grüße an hannah arendt (ich sage nur: definition durch abgrenzung),</p>
<p>dogMA</p>
<p>ps: <strong>was es sonst so gab<br />
</strong></p>
<p>der dreißigste buko wurde gefeiert - mit einer veganen torte, wie es sich gehört, aus kerzen und klopapier! - das klopapier wurde letztlich aber auch noch seiner eigentlichen bestimmung zugeführt.</p>
<p>spätestens beim grand prix am samstagabend sah sich das fafo schwulesbisch wieder - direkt nach dem fafo-treffen - aber irgendwoher müssen die klischees ja auch kommen, oder?</p>
<p>am sonntag gab es aufgrund personeller veränderungen jede menge wahlen: sprecherin ist jetzt kathrin henneberger, julia fuchs ist neue beisitzerin, stefan lange rückt als beisitzer nach, julia löffler ist politische geschäftsführerin. die neue SPUNK-redaktion besteht aus svenja tidau, silke gebel, judith adam, jule seibert, rasmus andresen und <a href="http://anhaltspunkt.wordpress.com/2008/05/26/der-30-bundeskongress-der-grunen-jugend/" target="_blank">maximilian pichl</a>.</p>
<p>eine erkenntnis zuletzt: weichbodenmatten sind einem guten schlaf nicht besonders zuträglich. aber wer braucht schon schlaf, wenn's kaffee gibt?</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Omnia sunt communia]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=189</link>
<pubDate>Sun, 25 May 2008 22:29:42 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=189</guid>
<description><![CDATA[Da ich gerade bei der Relevanz vitaler Gemeinschaftsgüter für unser Überleben war (siehe hier und]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Da ich gerade bei der Relevanz vitaler Gemeinschaftsgüter für unser Überleben war (siehe <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/25/vandana-shiva-uber-commons/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/25/naturschutz-nicht-ohne-klimaschutz/" target="_blank">hier</a> und <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/05/19/commons-substanz-unserer-existenz/" target="_blank">hier</a>): Noch eine Fundsache (räume gerade die <em>drafts</em> auf :-)).</p>
<p><strong>In casu extremae necessitatis omnia sunt communia.</strong><!--more--></p>
<p>In the case of extreme necessity, all things are common. / In Fällen extremer Bedürftigkeit, ist alles allen gemeinsam.</p>
<p>Dazu kommentiert <a href="http://www.righthandpointing.com/latin/?p=167" target="_blank">Bob Patrick</a> treffend:</p>
<p>"If more things were considered common to us all, fewer human beings were reach the point of extreme need."</p>
<p>Habe mich ein bisschen schlau gemacht, aus welchem Kontext das Zitat stammt. Der zweite Teil (Omniaque omnium sint communia. - Alles sei allen gemeinsam.) stammt aus der <a href="http://www.benediktiner.de/regula/RB_deutsch02.htm#Kap_33" target="_blank">Regula Benedicti</a> 33,6. Also dort, wo die Eigentumsverhältnisse, Hierarchien, Rechte und Pflichten, Strafen und Nachtruhezeiten der Benediktinermönche festgelegt werden :-). Die Regula Benedicti wiederum bezieht sich auf die <a href="http://www.bibelwissenschaft.de/start/wiss-bibelausgaben/vulgata/" target="_blank">Biblia Sacra Vulgata</a>, Apostelgeschichte 4,32 über die Vermögensverhältnisse der Urgemeinde. Die Herkunft des kompletten Zitats hab ich im Netz bislang vergeblich gesucht. Vielleicht kann jemand helfen.</p>
<p>Wenn ich drüber nachdenke, wird das Zitat -so kontextfrei- immer falsch übersetzt: mit "Alles sei allen gemeinsam".  Das gehört Richtung Thomas Müntzer, dem "Radikalen", kommunistische Utopien schimmern durch.</p>
<p>Mit "allen" ist aber tatsächlich immer nur eine begrenzte Gruppe gemeint. In konkreten historischen Kontext die Ordens- oder Gemeindemitgliedern. Also besser: "Alles ist allen zur Gemeinschaft Gehörenden gemeinsam."</p>
<p>Und wer zur Gemeinschaft zählt, erklärt sich in der ein oder anderen Weise mit den Regeln dieser Gemeinschaft  einverstanden, oder er übertritt sie und wird sanktioniert oder er verlässt die Gemeinschaft.</p>
<p><span class="lat"><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Beitragen statt Tauschen]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=228</link>
<pubDate>Sat, 24 May 2008 18:54:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=228</guid>
<description><![CDATA[ (vía: Artikelserie auf dem keimform Gemeinschaftsblog und Interview von St. Meretz mit Ch. Siefkes]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border:2px solid black;float:left;margin:4px 2px;" src="http://www.keimform.de/wp-content/uploads/2008/05/cover-de-small.jpg" alt="" width="174" height="248" /> (vía: <a href="http://www.keimform.de/?s=Peer+Economy" target="_blank">Artikelserie auf dem keimform Gemeinschaftsblog</a> und Interview von St. Meretz mit Ch. Siefkes im Freien Radio Antenne Tux <a title="Dreizehnte Ausgabe von AntenneTux (OGG)" href="http://www.antennetux.de/owl/Documents/AntenneTux/AT-Maisendung2008/A-Tux-Mai-2008-128KBit.ogg">128 KBit/s im OGG-Format)</a></p>
<p><strong>Christian Siefkes' Buch zur <a href="http://www.peerconomy.org/text/peer-economy.pdf" target="_blank">Peer Economy</a></strong> liegt nun in <a href="http://www.peerconomy.org/wiki/Deutsch" target="_blank">deutscher Übersetzung vor</a>. Da kann man auch gleich nachschauen, wie ein Buch komplett - mit Quellcode - im Netz veröffentlicht wird. (Werde den Autor in 2 Jahren mal fragen, wie sich das auf die Verkaufszahlen ausgewirkt hat.)</p>
<p><strong>Beitragen statt Tauschen: Worum geht's?</strong><!--more--></p>
<p>Am Beispiel der Freien Software (z.B. GNU/ Linux) wird deutlich, dass neue Prinzipien die Produktion von und den Umgang mit bestimmten Güter prägen. Für Freie Software Programme z.B. gilt: kein Tausch sondern nehmen, was gefällt. Ähnlich verhält es sich mit der freien Enzyklopädie Wikipedia. Tausende tragen Artikel schreibend bei. Alle können alles frei benutzen.</p>
<p>Diese Produktion geschieht in so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-to-Peer" target="_blank">Peer Netzwerken</a>, wo man gemeinsam etwas tut (z.B. Dateien verwaltet) oder gemeinsam etwas herstellt. Die Frage ist nun, ob diese so genannte <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Commons-based_peer_production" target="_blank"><em>commons based peer production</em></a> (<a href="http://www.benkler.org/" target="_blank">Yochai Benkler</a>) nur im Umgang mit immateriellen -nicht stofflichen- Gütern (Ideen, Wissen, Kultur) möglich ist, denn die sind problemlos kopierbar.</p>
<p>Stoffliche Güter sind das nicht. Um diese zu produzieren, kann man nicht einfach auf Vorhandenes aufbauen (mit Ausnahme von Konzept und Design), sondern muss immer wieder von vorn beginnen. Jeder Stuhl, jedes Fahrrad bedeutet neue, ähnliche Anstrengungen, der Verbrauch von neuem Material usw.<br />
Fazit - Software und Kulturgüter können "frei" sein, stoffliche Güter aber nicht. Anders ausgedrückt: "Nicht-stoffliche Güter brauchen keinen Kapitalismus. Stoffliche Güter aber schon." (St. Meretz)</p>
<p>Das sei ein Fehlschluß. Christian Siefkes versucht stattdessen darzulegen, warum freie Produktion (Beitrag + Nutzung statt Tausch) auch für Stühle und Fahrräder gelten kann.</p>
<p>Klingt spannend? Ist es auch!</p>
<p>Die Grundprinzipien dieser Produktionsform sind nach Siefkes:</p>
<ul>
<li>Aufwandsteilung (in der materiellen Welt nach strengeren Regeln verlaufend als in der immateriellen)</li>
<li>Freie (Entscheidung zur) Kooperation; so dass auch die an ein Fahrrad kommen, die nicht direkt am Aufwand, ein Fahrrad zu produzieren, beteiligt sind. Es muss also Tausch zwischen den verschiedenen materielle Güter produzierenden Projekten geben. Je mehr Güter jemand nutzen möchte, umso mehr Aufwand muss er betreiben. Umso mehr muss er beitragen. Aber wo wer was  beiträgt, das entscheidet jede/r selbst. Das ist das Prinzip der Freiwilligkeit bzw. des hohen Maßes an Regelakzeptanz, welches sich in der Tat in allen erfolgreichen Ressourcenmanagementsystemen findet. Egal ob materieller oder immaterieller Natur. Außerdem: kein Zwang und keine hierarchische Befehlsstruktur sondern Konsens, Mitbestimmung und als Konfliktlösung die opt-out oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abspaltung_%28Softwareentwicklung%29" target="_blank">Abspaltungs</a> (fork) Variante.</li>
<li>Freie Produktion basiert auf Gemeingütern <em>(commons)</em> also auf Nutzung und Besitz und nicht auf Tauschwert und Eigentum (im Sinne der totalen Verfügungsgewalt über Sachen, inklusive des Veräußerungsrechts)</li>
</ul>
<p>In den Deklination des Commonsbegriffs, in seinem Bezug auf Eigentumsverhältnisse und die Relevanz der commons für den Produktionsprozess liegt Christian Siefkes m.E. richtig.</p>
<ul>
<li>Es geht um Nutzungsrechte statt absolute Verfügungsgewalt.</li>
<li>Um Besitz, statt Eigentum (Besitzrechte schließen das Veräußerungsrecht aus, während eben dies ein zentrales Merkmal des Privateigentums ist)</li>
<li>Um die (Aufrechterhaltung der) Verfügbarkeit der Dinge für alle durch alle, die etwas beitragen können.</li>
</ul>
<p>Dennoch hat der Autor einen etwas schlagseitigen (wissensallmendegeprägten) Commonsbegriff. (wie Benni richtig bemerkt hat, gefällt mir das nicht so gut :-) )</p>
<p>Zitat:</p>
<blockquote><p>"Commons sind Dinge, die jedem zur Verfügung stehen, der sie haben will. Es gibt keinen Eigentümer, der Dich ausschließen kann." (aus dem verlinkten Radiointerview),</p></blockquote>
<p>Diese Commonsdefinition führt schnurstracks in die<a href="http://www.keimform.de/2007/12/18/commons-commonism/#comment-10178" target="_blank"> Hardinsche Verwirrung.</a> Commons sind kein für jeden beliebig betretbares Niemandsland. Sie sind vielmehr etwas, das wir alle unter bestimmten Bedingungen beanspruchen ein Recht haben, zu dem wir alle eine Beziehung entwickeln (müssen), das wir alle mit-besitzen!. Sie gehören nicht niemandem sondern allen bzw. allen, die sich um diese Commons kümmern und dafür sorgen, dass sie erhalten bleiben.<br />
Ganz davon abgesehen, dass Commons kein "Ding" sind, sondern sie existieren nur durch und in der Beziehung zu den Gemeinschaften, die sie nutzen, produzieren und (nutzend) reproduzieren.</p>
<p>Die besonderen Eigenschaften der Commons, die Christian treffend beschreibt, sind nämlich nicht den Dingen inhärent. Sie sind soziale Konvention. Commons werden oder bleiben commons, weil wir das so entschieden haben.</p>
<p>Es gibt in Siefkes'  Buch noch viele interessante Ideen, insbesondere zur Wertermittlung und zum Prozess der Wichtung der Beiträge, die Einzelne in der Produktion materieller Güter leisten (Stichworte: Zeit + Beliebtheitsgrad - computergestützt ermittelt).</p>
<p>Am besten Sie lesen selbst.</p>
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</item>
<item>
<title><![CDATA[Commons - Netz des Lebens]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=226</link>
<pubDate>Thu, 22 May 2008 23:39:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=226</guid>
<description><![CDATA[ Die Grüne Jugend veranstaltet am kommenden Wochenende ihren Bundeskongress zum Thema &#8220;Wem ge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:2px 3px;" src="http://farm1.static.flickr.com/158/437862855_129a8e720f_m.jpg" alt="" width="243" height="163" /> Die Grüne Jugend veranstaltet am kommenden Wochenende ihren <a href="http://www.gruene-jugend.de/aktuelles/kongress/" target="_blank">Bundeskongress zum Thema "Wem gehört die Welt".</a> Barbara Unmüssig, Vorstand der Heinrich Böll Stiftung, hat ein <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&#38;ct=de/1-0&#38;fp=4835ea45e176f693&#38;ei=PPo1SIfbEoeQQ_nTyNgO&#38;url=http%3A//www.gruene-jugend.de/aktuelles/nachrichten/436715.html&#38;cid=0&#38;usg=AFrqEzdR8CW13cbZ-rF_TqdHeNYFwhWFbA" target="_blank">Grußwort </a>an die NachwuchspolitikerInnen geschickt. Darin rückt sie die Commonsidee in den Mittelpunkt.</p>
<p>Ein paar Ausschnitte: <!--more--></p>
<blockquote><p>Gleichwohl gibt es keine einfachen - schon gar keine bipolaren - Antworten auf komplexe Fragen. Es geht nicht nur um Staat versus Markt, privat versus öffentlich, Konkurrenz versus Kooperation. Es gilt vielmehr, alle Rechtsverhältnisse, Sozialbeziehungen und Lösungsvorschläge darauf hin abzuklopfen, ob sie die Ressourcen und die Beziehungen zwischen den Menschen erhalten und stärken oder nicht. Also müssen wir uns nicht nur fragen: Wem gehören die Ressourcen? Sondern: Wer darf welche Ressourcen wofür nutzen und wofür nicht? Nicht nur: Wem werden Eigentumsrechte zugesprochen bzw. verweigert? Sondern: Wie werden die Eigentumsrechte so vergeben, dass die Zugangs- und Nutzungsrechte für alle gerecht verteilt sind?...</p></blockquote>
<blockquote><p>Wir lernen in unseren Debatten, dass es ein großer Unterschied ist, ob wir fordern: "Die biologische Vielfalt der Erde gehört Niemandem! (wie Ihr das tut) oder ob wir sagen: "Die biologische Vielfalt der Erde gehört allen. Und das soll auch so bleiben!" Dann nämlich müssten wir konsequent dafür streiten, dass die Eigentumsrechte so eingeschränkt werden, das der Missbrauch dieser Ressourcen und deren Veräußerung zur Profitmaximierung Einzelner wirksam unterbunden werden kann. Gegen Rechtsformen aber, die Ressourcenzerstörung oder -ausverkauf erschweren bzw. verbieten und die gesellschaftliche Verfügbarkeit der Biodiversität stärken, wäre dem gegenüber nichts einzuwenden. Denn: wenn es keinerlei definierte Rechte gibt, dann holt sich im Interessenskonflikt zwischen Monsanto &#38; den indigenen Bevölkerungen der Stärkere, was niemand für sich alleine beanspruchen sollte. Das will ich nicht.</p></blockquote>
<blockquote><p>... Was wir mit der Forderung "Frei für alle" belegen sollten und was nicht, hat mit den ganz konkreten gesellschaftlichen Bedingungen zu tun und mit dem Charakter der Ressource, um die es geht. Es ist ein Unterschied, ob die ressourcenintensive, exportorientierte, industrielle land-wirtschaftliche Produktion Wasser verschleudert oder ob Wasser zum Leben oder für die Ernährungssicherheit der eigenen Bevölkerung benötigt wird. Offener Zugang tut nicht jeder Ressource gut. Wer Zugangsrechte definieren will, muss sich an der konkreten Nutzung orientieren.</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>"Wasser für alle zum Leben!" - Ja. "Wasser für jeden und alles." - Nein!</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Anders verhält es sich mit Wissen, Ideen und Kultur. Hier ist offener Zugang das beste Rezept, .... "Eine offene Wissensgesellschaft mit fairen Vergütungen und niedrig schwelligem Zugang zu Wissen und Kultur unter Umsetzung einer Kulturflatrate", damit seid Ihr, meiner Einschätzung nach, auf einem goldrichtigen Weg.</p>
<p>Die Ressourcen und Menschen, über die Ihr auf diesem Kongress redet, sind das Netz des Lebens.</p></blockquote>
<p>Dem hab ich nichts hinzuzufügen.</p>
<pre>foto by <a href="http://flickr.com/photos/west-park/" target="_blank">westpark</a> on flickr</pre>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Commons - Substanz unserer Existenz]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=224</link>
<pubDate>Mon, 19 May 2008 13:34:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=224</guid>
<description><![CDATA[ Der österreichische Standard veröffentlicht heute einen interessanten Beitrag des slowenischen Me]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://farm4.static.flickr.com/3097/2340917013_c73b2ef196_m.jpg" alt="" width="188" height="141" /> Der österreichische Standard veröffentlicht heute einen interessanten <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&#38;ct=de/0-0&#38;fp=483130f97a00c1bf&#38;ei=EKkxSLSKMpjEQ-HS2Y4G&#38;url=http%3A//derstandard.at/%3Fid%3D3341580&#38;cid=0&#38;usg=AFrqEzd8qYZcxpg58JFsm5UyHXyvSl3CCg" target="_blank">Beitrag des slowenischen Medienphilosophen</a> <a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/4303.html" target="_blank">Slavoj Žižek</a>: Auf der Suche nach dem Ort der Utopie - Zur Aktualität der 68er Parole: <em><strong>Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche. </strong></em>Dabei nimmt er eine  unmittelbar einleuchtende Klassifizierung vor: die <strong>commons der äußeren Natur</strong>, die <strong>commons der inneren Natur</strong> und die <strong>commons der Kultur</strong>.  Was Žižek damit meint steht in diesem <em>post</em>, nebst Passagen, die für die (Analyse des kapitalismuskritischen Potentials der) Commonsdebatte besonders relevant sind: <!--more--></p>
<blockquote><p>Wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Boltanski" target="_blank">Luc Boltanski</a> und Eve Chiapello in ihrem Buch<a href="http://www.textem.de/323.0.html" target="_blank"> The New Spirit of Capitalism</a> gezeigt haben, ist ab den 1970er-Jahren eine neue Form des Kapitalismus aufgetaucht. ... Sie entwickelte eine Organisationsform, die auf Netzwerken und der Eigeninitiative der Angestellten basiert. Statt einer hierarchischen, zentralisierten Befehlskette haben wir jetzt... Netzwerke mit einer Vielzahl von Teilnehmern, die ihre Arbeit in Teams und Projekten organisieren und dabei immer die Kundenzufriedenheit und das öffentliche Wohl im Auge haben, an Umweltschutz denken etc.</p>
<p>So hat der Kapitalismus sogar die Rhetorik der radikalen Linken, die Eigenverantwortung für Arbeiter forderte, usurpiert und einen antikapitalistischen (Diskurs) in einen kapitalistischen verwandelt: Sozialismus wurde als konservativ, hierarchisch, bürokratisch verworfen - zugunsten der eigentlichen Revolution des digitalen Kapitalismus.</p></blockquote>
<blockquote><p>Erinnern wir uns hier an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Lacan" target="_blank">Lacans</a> Herausforderung an die protestierenden Studenten: "Als Revolutionäre seid ihr nur Hysteriker, die nach einem neuen Herrscher verlangen. Ihr werdet einen bekommen." Und wir bekamen ihn - in der Form des postmodernen, "entspannten" Herrschers, dessen Herrschaft dadurch umso stärker ist, dass sie kaum sichtbar ist. Während viele zweifellos positive Veränderungen diese Umwandlung begleiteten - ... -, sollte man doch auf einer harten Frage bestehen: War diese Umwandlung von einem "Geist des Kapitalismus" zu einem anderen wirklich alles, was die Ereignisse von 68 bewirkt haben, sodass all der trunkene Freiheitsenthusiasmus nichts als ein weiteres Mittel war, eine Form der Herrschaft durch eine andere zu ersetzen?...<br />
Wenn wir mit den Augen von 68 auf unsere heutige Situation blicken, sollten wir das eigentliche Erbe von 68 nicht vergessen. ...eine Abkehr vom liberalen, kapitalistischen System, ein lautes Nein zu seiner Totalität.</p>
<p>Die einzige wirkliche Frage heute ist: Unterstützen wir diese Normalisierung des Kapitalismus, oder enthält der gegenwärtige, globale Kapitalismus ausreichend starke Antagonismen, um seine unendliche Reproduktion zu verhindern?</p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Es gibt zumindest vier solcher Antagonismen: die drohende ökologische Katastrophe, die Unangemessenheit von privatem Eigentum im Falle des sogenannten "intellektuellen Eigentums", die sozio-ethischen Implikationen der neuen technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen (insbesondere die Biogenetik) und, last, but not least, die neuen Formen der Apartheid, neue Mauern und Slums.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Die<strong> ersten drei Widerstände betreffen die Domänen, die Michael Hardt und Toni Negri die "Commons" nennen, die gemeinsame Substanz unserer sozialen Existenz</strong>, <strong>deren Privatisierung ein gewalttätiger Akt ist,</strong> dem nötigenfalls auch mit Gewalt widerstanden werden muss. Einerseits gibt es die<strong> Commons der äußeren Natur</strong>, die durch Verschmutzung und Ausbeutung (von Rohstoffen bis zu natürlichen Lebensräumen) bedroht werden; die<strong> Commons der inneren Natur</strong> (das biogenetische Erbe der Menschheit) und schließlich die <strong>Commons der Kultur</strong>, das unmittelbar sozialisierte "kognitive" Kapital, besonders Sprache, unsere Kommunikations- und Erziehungsmedien, aber auch die von uns allen geteilte Infrastruktur des öffentlichen Verkehrs, der Elektrizität, Post etc. <strong>Wenn wir Bill Gates erlauben würden, seine Monopolstellung zu behaupten, dann hätten wir die absurde Situation erreicht, dass ein Privatmann buchstäblich die Software-Struktur unseres grundlegenden Kommunikationsnetzes besitzt.</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Wir beginnen langsam, die zerstörerischen Potenziale zu begreifen, die entfesselt werden, wenn wir der kapitalistischen Logik erlauben, Amok zu laufen. ...<br />
<strong> Die Idee der Commons  ... erlaubt, die fortschreitende "Einschließung" der Commons als Prozess der Proletarisierung derer zu sehen, die dabei von ihrer eigenen Lebenssubstanz ausgeschlossen werden.</strong> Im Kontrast zum klassischen Bild der Proletarier, die "nichts als ihre Ketten zu verlieren haben", sind wir daher alle in Gefahr, alles zu verlieren: Wir sind alle davon bedroht, zu leeren Cartesianischen Subjekten reduziert zu werden, allen substanziellen Inhalts beraubt, auf genmanipulierter Basis (vgl. <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1993869/US-Forscher_als_Wegbereiter_fuer_Designer-Babys.html" target="_blank">diesen Beitrag</a> über aktuelle Forschungsergebnissen zum "genetischen Design von Embryonen" S.H.) zur  in einer lebensfeindlichen Umwelt dahinvegetierend. Diese Bedrohung unseres gesamten Daseins macht uns gewissermaßen alle zu potenziellen Proletariern. (Herv. von mir)</p></blockquote>
<p>Žižek meint: auf den antagonistischen Widerspruch zwischen Entfaltung der Commons und dem Kapitalismus inhärenter "Einhegung der commons" hinzuweisen, sei gewissermaßen die Wiederbelebung und Erweiterung der kommunistischen Idee (worüber sich trefflich streiten liese); zwischen Commonism und Communism liegen Welten. Das einzige, was wir angesichts dieser Situation tun könnten, sei präventiv zu handeln, "notfalls mit Gewalt". Mit der Prävention bin ich einverstanden, die Gewalt würde ich durch "Macht und Autorität" ersetzten. Die braucht es in Einzelfälllen, wie der Krisensituation des voranschreitenden Klimawandels, um schnell und effizient die Kappung der Emissionen durchzusetzen.</p>
<p>Ansonsten aber ist mir das zu defensiv formuliert, wenngleich sich die Frage stellt, wie weit der Präventionsbegriff gefasst ist. Richard Stallmans vor einem Viertel Jahrhundert geborene Idee der Entwicklung von<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software" target="_blank"> Freier Software</a> war schließlich auch Prävention, um Gates eben nicht zum alleinigen Besitzer der Software-Struktur unseres Kommunikationsnetzes werden zu lassen. Aber sie war zugleich Motor der Entwicklung alternativer Produktionsmechanismen, die heute mehr als nur die Softwareproduktion betreffen. Und die nicht aus der Defensive agieren, sondern anderen Funktionsprinzipien folgen.</p>
<p>Es gibt auch für die "Commons der äußeren und inneren Natur" Abertausende Beispiele, die zeigen, dass nachhaltiger, weitgehend autonomer und dezentraler, auf Versorgungssicherheit und Teilhabe fokussierter Umgang mit den Commons möglich ist.  Nicht nur als Prävention. Sondern als gelebte Praxis.</p>
<p>Commons als Konzept bergen das Schützenswerte (natürliche Ressourcen, Beziehungsnetze, kulturelle Vielfalt) unter neuen Bedingungen der Entwicklung von Kommunikationsinfrastruktur und der oft unheiligen Allianz von Bio- und Informationstechnologien.</p>
<pre>Foto on flickr by <a href="http://flickr.com/photos/andymiah/" target="_blank">andimiah</a></pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zeit ist ein Commons]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=219</link>
<pubDate>Thu, 15 May 2008 08:02:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=219</guid>
<description><![CDATA[ &#8220;Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben.&#8221;
Das fand ich]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:1px solid black;float:right;margin:3px 4px;" src="http://farm2.static.flickr.com/1020/556656621_ba9e8c870f_m.jpg" alt="" width="198" height="198" /> "Der Mensch hat keine Zeit, wenn er sich nicht Zeit nimmt, Zeit zu haben."</p>
<p>Das fand ich heute in meiner mailbox (Quelle unbekannt). Ich erinnerte mich an die <a href="http://www.zeitbank.net/" target="_blank">Zeitbank</a>, die mit ihrem ZeitBank NetzWerk Menschen zusammen bringt; und zwar nach der einfachen Formel:<strong> 'Ich schenke Dir eine Stunde, Du schenkst mir (oder einem Dritten im Netz) eine Stunde'</strong>.<strong> </strong></p>
<p>Die "Bank" konzentriert sich vor allem auf...<!--more--> soziale Dienstleistungen, die - sofern keine Gegenleistung erbracht werden kann- mit 7,50 Euro entlohnt werden. Die Idee ist,  Zeit zu einer inflations- und abgabenfreien Z(w)eitwährung macht.</p>
<p>Dafür wurden die Initiatoren 2006 mit dem ersten Preis der <a href="http://www.bszm.de/" target="_blank">Bürgerstiftung Zukunftsfähiges München</a> ausgezeichnet.</p>
<p>Eine prima Initiative zur Belebung der Allmende, wie ich finde. Und zwar aus zwei Gründen:</p>
<p>1. Wenn es richtig ist, dass intakte natürliche, kulturelle und soziale Ressourcen -vitale commons- vor allem dort erhalten oder erweitert werden, wo Menschen eine Beziehung zu ihrer natürlichen und sozialen Umgebung haben und wo die Beziehungen der Menschen untereinander intakt sind, dann ist alles, was dem solidarischen Miteinander und dem Eingebundensein der Einzelnen dient, gut für die Allmende.</p>
<p>2. Eine der folgenreichsten Überzeugungen der Moderne ist, seit John Locke, die Kopplung der Idee der Freiheit an die des Privateigentums im Sinne der absoluten Verfügungsgewalt über Sachen. (Die Lockschen Bedingungen, die diese Verfügungsgewalt einschränken, geraten da schnell ins Hintertreffen.) Die Berechtigung, etwas privat anzueignen, ergibt sich in klassisch liberaler Tradition aus der Arbeit. Arbeit schafft Eigentum.  Wer etwas bearbeitet, fördert, umformt, "ist so frei", es sich aneignen zu dürfen.</p>
<p>Das ist ein Problem, denn  warum sollte das rohe Öl, nur weil es gefördert würde; das Wasser, nur weil es der Quelle entnommen wurde oder die von anderen weitergegebenen Wissensschätze, die der eigenen Kreativität und Produktivität den Boden bereiteten, gleich mit in Geiselhaft genommen werden?</p>
<p>Würde es nicht reichen, wenn man die Arbeit selbst -so gerecht wie möglich- und die getätigten Investitionen bezahlt? Nicht aber die Ressourcen selbst? Den Wert dieser müssten jene, die sie bearbeiten, eigentlich der Gemeinschaft zurück zahlen, damit Allmende Allmende bleiben. Das wären sprudelnde Einnahmen für die stets klammen öffentlichen Kassen.</p>
<p>Doch zurück zur Frage, wie Arbeit gerecht entlohnt werden kann. Die Zeitbank sagt; das beste Maß ist die aufgewendete Zeit. Jede Stunde -gleich ob Begleit- und Besuchsdienste, Reparatur- und Haushaltshilfen, Unterstützung schulpflichtiger Kinder- ist gleich viel wert.</p>
<p>Das Schöne daran: mir ist die von einem Handwerker geleistete Stunde zum Aufbau meiner Möbel viel mehr wert, als die von mir gegebene Nachhilfestunde in Spanisch oder Französisch. Letzteres mache ich mit links. Ersteres bringt mich tendenziell zur Verzweiflung. Und gratis dazu gibt's die Chance, nette Menschen kennen zu lernen. Weil "Zeit" füreinander das Miteinander stärkt, hoffe ich, dass das Beispiel Schule macht.</p>
<p>PS: Hat nicht jemand Zeit, die Internetpräsenz der Zeitbank etwas aufzupeppen?</p>
<pre>Foto: by <a href="http://flickr.com/photos/bogenfreund/" target="_blank">bogenfreund</a> on flickr</pre>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gemeinschaftsgüter und Eigentumsverhältnisse]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=209</link>
<pubDate>Wed, 14 May 2008 21:58:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=209</guid>
<description><![CDATA[Nun habe ich schon allen möglichen Leuten versprochen, die Präsentation unseres Seminars während ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nun habe ich schon allen möglichen Leuten versprochen, die Präsentation unseres Seminars während der <a href="http://www.attac.de/maitage/blog/" target="_blank">Attac-Maitage </a>online zu stellen. Witzigerweise kennen jene, die an dem Seminar teilgenommen (und gar freiwillig "Überstunden" gemacht) haben die Präsentation nicht. Sie war lediglich unser Kompass durch ca 6 Stunden gemeinsame Arbeit.<br />
Schwerpunkt liegt auf dem Thema der <span style="text-decoration:underline;">Eigentumsverhältnisse,</span> inkl. einer Visualisierung der Unterschiede von Privateigentum, Gemeineigentum und nicht geklärten Eigentumsverhältnissen.</p>
<p><a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/05/attac-maitage.pdf">HIER</a> die Präsentation zur kritischen Begutachtung und weiteren Verwendung!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Scheiss Ghetto hier!]]></title>
<link>http://marioo.wordpress.com/?p=93</link>
<pubDate>Mon, 05 May 2008 17:49:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Mario</dc:creator>
<guid>http://marioo.wordpress.com/?p=93</guid>
<description><![CDATA[Heute sollte eigentlich das Paket mit meiner bestellten Jacke und ein paar T-Shirts kommen. Kam es a]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sollte eigentlich das Paket mit meiner bestellten Jacke und ein paar T-Shirts kommen. Kam es auch, sagen meine Nachbarn. Es lag heute vormittag noch auf dem Treppenvorsprung, sagen meine Nachbarn. Ich glaube ihnen.</p>
<p>Seit etwa 15 Uhr hat das Paket niemand mehr gesehen, sagen meine Nachbarn. Genommen hat es keiner von meinen Nachbarn, sagen meine Nachbarn.</p>
<p>Ok, mal die Fakten. Wäre nicht das erste Mal, dass uns was geklaut wird, in diesem Haus. Thomas' Badetücher (die neuen, frisch gekauften natürlich). Und die Geschichte mit meiner Lampe, die ich bei Familie Mus****ski (Name dem Autor bekannt :-)) persönlich abgeholt habe, und die ich auch nur bekam als ich drohte, die Verwaltung anzurufen.</p>
<p>Schlimmer getroffen hat es Melanie, eine andere Bewohnerin unseres "Problemhauses". Ihr wurden nach eigenen Aussagen schon zwei Velos und immer wieder Kleider (Unterwäsche) aus dem Waschkeller gestohlen.</p>
<p>Ich habe die Runde gemacht, bei jedem Nachbarn im ganzen Haus gefragt, ob das Paket "vielleicht von der Post bei Ihnen abgegeben wurde, weil ich nicht zuhause war". Nein, niemand hat etwas bekommen, alle bis auf eine Familie haben aber das Paket im Hausflur liegen sehen. Von sechs Parteien im Haus glaube ich zwei einfach nicht. Einmal denjenigen, die mir meine Lampe geklaut hatten, damals. Und einmal denen, die genau über uns wohnen, bei denen unter der Woche nachts um 3 noch laut gehämmert wird (keine Ausnahme) und die gerne nachts betrunken mal den Schlüssel vergessen und dann mich aus dem Schlaf klingeln.</p>
<p>Scheiss Ghetto hier, Müll vor dem Haus. Gut, so billig finden wir wahrscheinlich im ganzen Kanton keine Wohnung mehr. Und die Waschmaschine funktioniert auch wieder. Wenn sich jetzt noch die Hälfte der Nachbarn an den Waschplan halten würde, ok. Aber so ists einfach scheisse hier.</p>
<p>In ca. 2 Monaten werde ich also eine Mahnung über CHF 150 bekommen, obwohl mein Paket nie ankam. Sowas nervt.</p>
<p>Ich glaube übrigens nicht, dass jemand von draussen das Paket im Hausflur mitgenommen hat. Als ich gegen 18:30 heute heim kam, war die nämlich fest verschlossen. Und nein, ich habe keine Vorurteile gegen meine ausländischen Nachbarn, ich habe Urteile über meine Nachbarn gefällt, aus Erfahrungswerten!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wirtschaften in zwei Welten]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=196</link>
<pubDate>Sun, 04 May 2008 16:10:31 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=196</guid>
<description><![CDATA[Wie wäre es, wenn wir die Marktwirtschaft durch ein commonsbasiertes und commons-reproduzierendes W]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wäre es, wenn wir die Marktwirtschaft durch ein commonsbasiertes und commons-reproduzierendes Wirtschaftssystem ersetzten? Das haben wir uns am Wochenende auf einem Seminar im Rahmen der <a href="http://www.attac.de/sommerakademie2008/" target="_blank">ATTAC-Maitage</a> gefragt. Ist eine spannende Diskussion geworden. (Die Präsentation, die ich für das Seminar vorbereitet habe, folgt demnächst.)</p>
<p>Zwei Schaubilder hatte ich mir zur Gegenüberstellung von <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/05/commonswirtschaft4.ppt">Commonswirtschaft und</a> <a href="http://commonsblog.wordpress.com/files/2008/05/marktwirtschaft.ppt">Marktwirtschaft</a> ausgedacht. Klickt hier einfach auf die Begriffe.</p>
<p>Inspiriert ist das Ganze von der Lektüre, die auf diesem blog immer zitiert wird (siehe Reiter "Literatur") und von einem Plakat zum<a href="http://www.keimform.de/2008/04/19/unvermittelt-netzwerken/" target="_blank"> Leben in zwei Welten</a> von Stefan Meretz. <a href="http://www.keimform.de/" target="_blank">(via)</a></p>
<p>Vielleicht regt es Euch ja in anderen Zusammenhängen zum Diskutieren an. Kommentare, Verbesserungs- oder Änderungsvorschläge werden natürlich gern entgegen genommen.</p>
<p>Lizenz: CC: BY SA</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA["Etwas Revolutionäres ist im Gang!"]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=188</link>
<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 21:42:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=188</guid>
<description><![CDATA[
Zur Lage der Welt II
Vor ein paar Wochen habe ich hier auf den Bericht des Worldwatch Institute ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="border:2px solid black;float:right;margin:3px;" src="http://www.boell.de/images/Zur_Lage_der_Welt_Teaser_80pxl.jpg" alt="" width="132" height="148" /></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Zur Lage der Welt II</span></p>
<p>Vor ein paar Wochen habe ich<a href="http://commonsblog.wordpress.com/2008/04/08/commons-im-bericht-zur-lage-der-welt-2008/" target="_blank"> hier</a> auf den Bericht des Worldwatch Institute "Zur Lage der Welt" hingewiesen. Die deutsche Fassung Buch wurde am <a href="http://www.boell.de/oekologie/index-2503.html" target="_blank">22.04.08 von der hbs und Germanwatch in Berlin vorgestellt</a>:</p>
<p>Ein schneller, stark gekürzter Blick auf den Inhalt:</p>
<ul>
<li>Die Grundlagen einer nachhaltigen Wirtschaft schaffen</li>
<li>Neue Ziele für den Fortschritt</li>
<li>Unsere Produktionsweise überdenken</li>
<li>Eine kohlenstoffarme Wirtschaft aufbauen</li>
<li>Die Gemeinschaftsgüter als Parallelwirtschaft</li>
<li>Wie sich Gemeinschaften für eine nachhaltige Welt engagieren</li>
</ul>
<p>Habe das Vorwort der deutschen Fassung gelesen, das vielversprechend beginnt:</p>
<blockquote><p>„Wenn Historiker einst auf das Jahr 2007 blicken, werden sie mit diesem Jahr möglicherweise einen <strong>Paradigmenwechsel</strong> in der internationalen Politik verbinden". (Herv. S.H.)<!--more--></p></blockquote>
<p>„Etwas Revolutionäres ist im Gang" fördert noch dazu die Pressemitteilung der hbs das Leserinteresse.<br />
Doch ein Paradigmenwechsel ist in dem von<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ralf_F%C3%BCcks" target="_blank"> Ralf Fücks</a> (Böllstiftung) und Kristina Steenbock (Germanwatch) verfassten Text nur schwer auszumachen. Vielmehr gerät er zu einem Kurzaufschrieb ökokapitalistischer Programmatik.</p>
<p>Das Klima droht zu kippen, der Klimawandel ist zum Top Sicherheitsthema avanciert. Das ist in der Tat DIE drängendste und gewaltigste "Herausforderung für den Umbau der Industriegesellschaft".</p>
<p>Paradigmenwechsel meint hier:</p>
<blockquote><p>...den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise zu vollziehen, die auf Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und geschlossenen Stoffkreisläufen basiert.</p></blockquote>
<p>Dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stern-Report" target="_blank">Stern-Report </a>folgend, ist aus Sicht der Autoren die Rentabilität ökologischen Wirtschaftens das Kernargument, warum diese Transformation gelingen kann ist. Es gibt der Vision vom „grünen Wirtschaftswunder" Nahrung.<br />
Die Instrumente: Staatliche Ordnungspolitik mit verbindlichen „Zielvorgaben für Unternehmen und Verbraucher". Eine regulierte Marktwirtschaft.</p>
<p>Bei solchen Aussagen denke ich immer an Mexiko oder an El Salvador, wo ich einige Jahre gelebt habe. Da greift der Staat auch regulierend ein, zugunsten von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carlos_Slim_Hel%C3%BA" target="_blank">Carlos Slim</a> beispielsweise, dem zweitreichsten Mann der Welt, der den gesamten Telekommunikationsbereich und den halben Einzelhandel monopolisiert hat. Oder um PEMEX, die staatliche Erdölgesellschaft, in einer Weise zu melken, dass das Geld für den nächsten Wahlkampf reicht. Überparteilich versteht sich.</p>
<p>Aus der (wenig fruchtbaren aber nach wie vor beliebten) Polarisierung Markt versus Staat wird in der Vision von der ökologischen Marktwirtschaft das Amalgam „Staat + Markt". Das lässt sich überhaupt nur aus den Kernländern sozialer Marktwirtschaft denken.</p>
<p>Die Autoren lösen sich in ihrer Einführung zum Sammelband über „Die Lage der Welt" leider kaum vom Blick auf die USA oder auf die Segnungen kapitalistischer Sozialstaatlichkeit. In dieser naturressourcenzentrierten Perspektive gibt es keine Ernährungskrise, keine Zerstörung sozialen Zusammenhalts, keine fortschreitende Landnahme immer neuer, immer intimerer Lebensbereiche, keine Durchkommerzialisierung von Bildung, Gesundheit, Kultur und Denken.</p>
<p>In dieser Perspektive gibt es keine Krise des Kapitalismus, sondern eben nur eine Krise der Ökologie, dem der Markt - staatlich eingehegt - beikommen wird; denn, so die AutorInnen, er hat sich als lernfähig erwiesen und bisher noch jede Krise gemeistert.</p>
<p>So zentral die „ökologische Modernisierung des Kapitalismus" flankiert von "Corporate Social Responsibility" wachsamen NGO oder multistakeholder Netzwerken ist; so topaktuell wie der von Fücks/Steenbock konstatierte</p>
<blockquote><p>„Innovationswettlauf für mehr Ressourceneffizienz und umweltverträgliche Produkte" + Institutionalisierung des Umweltschutzes"</p></blockquote>
<p>daher kommt: Einen Paradigmenwechsel kann ich hier nicht ausmachen. Das neue Paradigma „im Schoß des Alten" heißt hier nach wie vor: Wettbewerb, Wachstum, Staat+Markt. Da ist mehr alter Schoß als zukunftsweisende Vision.</p>
<p>Es greift zu kurz, unter anderem weil das Konzept der Grünen Marktwirtschaft den Wandel zur Wissensgesellschaft unterschätzt, wie Dietmar Lingemann und Lisa Paus in diesem taz Artikel <a href="http://www.gruene-berlin.de/wirtschaft/papiere/Ressourcenfrage.rtf" target="_blank">Weg von der Ressourcenfrage</a> kurz und bündig darlegen. (Sehr lesenswert!) Zitat:</p>
<blockquote><p>Angesichts dieses globalen Wandels ist das Projekt "Grüne Marktwirtschaft" viel zu eng gefasst. Es ist zwar verständlich, dass die Grünen die Ressourcenfrage in den Mittelpunkt stellen wollen, ... Aber sie würden sich von den zukunftsweisenden Debatten abkoppeln, wenn sie sich nur auf die "neuen Knappheiten" bei den Rohstoffen konzentrieren. Die Ressourcen sind bei der gesamten Wertschöpfung relativ unwichtig. Nur 1 Prozent beträgt der durchschnittliche Materialwert in einem Auto, Handy oder Fernseher. Wichtig ist aber, die Dynamik der restlichen 99 Prozent zu verstehen."</p></blockquote>
<p>Auch hier bin ich skeptisch, nicht was die Grundaussage, aber was die 99 Prozent angeht. Denn auch das gilt nur in einem bestimmten Teil der Welt.</p>
<p>Die Konzentration auf die Ressourcenfrage mit marktwirtschaftlichen Instrumenten greift zudem zu kurz, weil sie den Zusammenhang zwischen dem Erhalt von Sozialstruktur, Kultur und natürlichen Ressourcen weitgehend ausblendet.</p>
<p>Die Diagnose bestimmt aber im Wesentlichen das Rezept. Wenn die Diagnose hinkt, kann auch die verordnete Medizin nur Symptome lindern. So ist an der im Text favorisierten Idee, „What gets measured gets done" etwas dran. Aber eben nur solange wir uns in konsequent marktwirtschaftlichem Denken bewegen. Solange wir davon ausgehen, dass alles bepreisbar ist. Die neuen <a href="http://commonsblog.files.wordpress.com/2008/04/ref-steinvorth.pdf" target="_blank">Allmendbewegungen</a> (wie  die alten Ehrenamtsstrukturen) beweisen aber hinlänglich und im großen Maßstab, dass mehr gemacht wird, als „gemessen" und gezahlt werden kann.</p>
<p>Ein neues Paradigma wäre für mich: Kooperation statt Wettbewerb, „Wirtschaften für das Leben" statt "Wirtschaften für das Wachstum", Commonsbasiertes Wirtschaften als konsequente Refinanzierung und Regenerierung <strong>aller</strong> Allmende, nicht nur Erhalt der natürlichen Ressourcen. Und zwar durch Stärkung der dafür zentralen Akteure: Vitalen <em>communities</em> - jenseits von Markt und Staat.</p>
<p>Schade, dass im Vorwort zu einem internationalen Report, der die Commons als Paradigma auf die Tagungsordnung setzt, nicht über bereits <a href="http://www.boell.de/alt/de/02_public/4960.html" target="_blank">bekannte Programmatik zum Ökokapitalismus</a> hinaus gedacht wird.</p>
<p>Übrigens: Das englische Original ist in bester Commonstradition nun online (wann schließen sich die deutschen Herausgeber an?). Hier der<a href="http://www.worldwatch.org/node/5561#toc" target="_blank"> Link</a>. des gesamten Werkes und  der Artikel von Erik Assadourian: <a href="http://www.worldwatch.org/files/pdf/SOW08_chapter_11.pdf" target="_blank">Engaging Communities for a Sustainable World</a> und  John Rowe: <a href="http://www.worldwatch.org/files/pdf/SOW08_chapter_10.pdf" target="_blank">"The Parallel Economy of the Commons"</a></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Wissens-Ökologen von morgen]]></title>
<link>http://commonsblog.wordpress.com/?p=181</link>
<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 18:01:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>Silke Helfrich</dc:creator>
<guid>http://commonsblog.wordpress.com/?p=181</guid>
<description><![CDATA[Die Heinrich Böll Sfiftung hat einen Reflektions- und Diskussionsraum für &#8220;die Ökos von ges]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border:1px solid black;float:left;margin:3px;" src="http://farm1.static.flickr.com/34/72768012_7756d28eb8_m.jpg" alt="" width="240" height="171" />Die Heinrich Böll Sfiftung hat einen Reflektions- und Diskussionsraum für "die Ökos von gestern und die Softwarefreaks von heute" eröffnet. Das ist natürlich rein chronologisch gemeint. Beide gemeinsam stelle ich mir vielmehr als veränderungsmächtige politische Bewegung der Zukunft vor (dazu  unten mehr).</p>
<p>Hier der komplette fast 200-minütige <a href="http://m1s02.vlinux.de/audio/boell_podcast_allmende_01.ogg" target="_blank">Mitschnitt des Ersten Salongesprächs</a> vom 10. April 2009 (Dank an Markus Beckedahl -selbst Salongast- und an das  Team von Newthinking). Hier folgt ein  kurzer Gang durch das Gespräch...<!--more--></p>
<p>Der Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen hat -den Titel des <em>posts</em> inspirierend- bereits vor Jahren den Begriff der <a href="http://www.nethics.net/nethics_neu/n3/themen/wissensoekologie.htm" target="_blank">Wissensökologie</a> ins Spiel gebracht,  der auch im Rahmen des Interdisziplinären Salons "Zeit für Allmende" noch eine Rolle spielen wird. Ob Commons, Gemeingut, Allmende, Wissensökologie oder was auch immer: über einen kommunikationsstarken Begriff für die öffentliche Debatte und für politische Programmatik wird noch nachzudenken sein. (Weder "Gemeinschaftsgüter" noch "Allmende" haben bislang eine große Fangemeinde).</p>
<p>Der Politische Salon ist ein Dialogprozess zwisc