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	<title>beziehung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/beziehung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "beziehung"</description>
	<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 03:16:58 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[Ich mag dich, wie du bist]]></title>
<link>http://soulfood4u.wordpress.com/?p=158</link>
<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 16:15:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Gaby</dc:creator>
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<description><![CDATA[  Anerkannt zu werden, ist ein menschliches Grundbedürfnis, von dem sich wohl keiner freisprechen k]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&#62;   1024x768  &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;  Normal 0   21   false false false  DE X-NONE X-NONE                           &#60;![endif]--><!--[if gte mso 9]&#62;                                                                                                                                            &#60;![endif]--> <!--[if gte mso 10]&#62;--> <!--[endif]--><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Anerkannt zu werden, ist ein menschliches Grundbedürfnis, von dem sich wohl keiner freisprechen kann. In einer Landschaft von Grüppchen, Gruppen, Vereinen, Stammtischen, Gemeinden etc. findet dieser Wunsch nach Anerkennung seinen Ausdruck. Jeder möchte irgendwo dazugehören, und wenn auch nur zum Kreis derer, die nirgendwo dazugehören möchten.</span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Aber wie viel von der Anerkennung, die man in solchen Gruppen findet, ist wirklich echte Anerkennung, also Annahme und Bejahung der eigenen Persönlichkeit? Anerkennung sollte nicht davon abhängen, dass ich die gleichen Hobbys habe, die gleiche politische oder religiöse Gesinnung, oder dass ich bestimmte Dinge auf eine von der Gruppe vorgegebene Weise tue. Ein Zusammentun mit anderen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ist sinnvoll und völlig in Ordnung, und dann ist ein Maß an „Synchronität“ vonnöten, soweit es strategische Fragen betrifft. </span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Aber mal ehrlich – wie viel ist Anerkennung wert, wenn man dafür in die Idee oder gar Ideologie eines anderen gepresst wird? Wenn man seine eigenen Begabungen und Fähigkeiten nur in einem fest abgesteckten Rahmen ausleben darf? Wenn man zu einer gewissen Uniformität gezwungen ist, will man die Akzeptanz der anderen nicht verlieren?</span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Jeder von uns sollte sich fragen, ob das wirklich die Anerkennung ist, die wir brauchen. Wollen wir nicht lieber die Art von Annahme finden, wie wir sie auch bei unserem Vater im Himmel gefunden haben? Ohne Wenn und Aber, mit echter Liebe und immer mit dem Besten für uns im Sinn? Wer diese Art von Akzeptanz bei Gott gefunden hat und als Realität erlebt, wird nie wieder damit zufrieden sein, aufgrund von Äußerlichkeiten anerkannt zu werden.</span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Ich weiß, bis zu einem gewissen Maß bleibt dies leider Theorie. Wir werden wohl kaum allzu viele Menschen finden, die wie Jesus ihr Leben für ihre Freunde lassen (nicht mal im übertragenen Sinne). Aber was wir finden können, sind Menschen, bei denen unsere Persönlichkeit sicher ist. Denen wir unsere Träume und Bedürfnisse anvertrauen können, ohne Gefahr zu laufen, manipuliert zu werden. Bei denen wir Fragen und Zweifel äußern dürfen, ohne niedergemacht und verurteilt zu werden. Die unsere Ideen und Gedanken nicht niedertrampeln und klein machen, sondern uns bestärken und fördern.</span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Mit solchen Vorgaben schrumpft der Kreis derer, bei denen wir Anerkennung finden können, auf ein ernüchternd kleines Maß. Aber wie heißt es so schön? Klasse statt Masse.</span></p>
<p><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Ach ja, bevor ich es vergesse … diese Art der Anerkennung funktioniert nur als „Duales System“ </span><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:Wingdings;"><span>;-)</span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[plötzlich irgendwie down]]></title>
<link>http://stega.wordpress.com/?p=1292</link>
<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 14:48:24 +0000</pubDate>
<dc:creator>stega</dc:creator>
<guid>http://stega.wordpress.com/?p=1292</guid>
<description><![CDATA[Leute, ich glaube, ich brauch mal eben eure Aufmunterungsversuche oder einfach nur jemanden, der da ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, ich glaube, ich brauch mal eben eure Aufmunterungsversuche oder einfach nur jemanden, der da ist. Mist, grade jetzt ist so wenig los in meiner Blogosphäre um mich rum. Alle haben sie eigene Probleme oder sind in Urlaub oder sonstwie beschäftigt.</p>
<p>Folgendes: Ihr wisst ja, dass ich mich vor <a href="http://stega.wordpress.com/2008/05/25/singlesingle/" target="_blank">mittellanger</a> <a href="http://stega.wordpress.com/2008/05/03/schon-wieder-2schon-wieder-2/" target="_blank">Zeit</a> von <a href="http://stega.wordpress.com/2008/04/28/wohl-doch-noch-nichtwohl-doch-noch-nicht/" target="_blank">meiner Freundin</a> <a href="http://stega.wordpress.com/2008/04/27/meine-stimmungmeine-stimmung/" target="_blank">getrennt</a> <a href="http://stega.wordpress.com/2008/04/26/schon-wieder-stressschon-wieder-stress/" target="_blank">habe</a>, weils einfach nicht mehr rund lief in unserer Fernbeziehung und wir uns gegenseitig auf die Nerven gegangen sind ständig - der Stress war vorprogrammiert. Dann haben wir uns also getrennt und gesagt, wir sind nicht irgendwie jetzt plötzlich Feinde, sondern wollen weiterhin als Freunde in Kontakt bleiben - schließlich haben wir über zwei Jahre miteinander verbracht und waren glücklich.<br />
<!--more--><br />
Tja, dann gingen ein oder zwei Mails hin und her, bis sie mich dann bat, dass ich bitte nichts mehr schreiben soll für ne kleine Weile, weil sie jede Mail, die ich ihr schreibe, in ein Tief ziehen würde und sie noch nicht so drüber weggekommen sei. Also gut, hab ich ihr Bescheid gegeben, dass sie sich einfach melden soll, wenn sie bereit ist, wieder mal was zu schreiben und ich solange warten werde mit ner Nachricht von mir.</p>
<p>Tja, dann ging es so weiter, dass ich eines Tages durch meine Freundesliste im StudiVz gescrollt bin und dann plötzlich gemerkt habe, dass sie sich heimlich still und leise aus der Liste ausgeklinkt hat und auch mich bei sich rausgeworfen hat. Sie sieht jetzt mein Profil nicht mehr - und ich kann ihres nicht mehr sehen. Sie hat die Freundschaft aufgekündigt sozusagen im StudiVZ. Ich war erstaunt, dachte erst daran, ob es vllt ein Fehler im StudiVZ ist, weil man da ja zu MeinVZ und Ferz umziehen kann und vllt wird da ja das alte dann gekapert - also hab ich ihr ne kurze Mail geschickt, ob es denn so ist oder aber warum sie mich rausgeworfen hat. Ich dachte mir, sie will wohl nicht mehr, dass ich bei ihr Pinnwandeinträge und Status und so lesen darf - hat sie was zu verheimlichen? Das Ganze war ja ziemlich direkt nach unserer Trennung - vllt so 2 Wochen später.</p>
<p>Tja, dann hat mir am Wochenende Fra. erzählt, dass auch sie keine Antwort mehr von ihr erhält und keine Nachrichten uaf ihre Mails. Heute surf ich durch StudiVZ und sehe, dass auch Fra. sie nicht mehr als Freundin drin hat - auch hier hat Cl. sich rausgelöscht und auch Fra. kann jetzt nichts mehr von ihrem Profil sehen. Warum? Weil sie weiß, dass Fra. mir alles erzählen würde, wenn sie was neues bemerkt und wenn sie weiß, dass ich nicht mehr selber nachschauen kann? Ich glaube ja, weil andere Leute aus unserer Stufe, die sie als Freund haben, die hat sie belassen - nur uns beide rausgekickt sozusagen. Ich könnte jetzt natürlich bei Ax. oder so fragen, was bei ihr steht - aber interessiert es mich überhaupt noch? Ich glaube eher nicht.</p>
<p>Denn ich bin heute auf ihre Seite dann weitergesurft und was sehe ich da? Sie hat ein neues Profilbild - das alte aus Djerba, wo wir in Urlaub waren letztes Jahr und ich sie fotografiert habe - das is weg und stattdessen ist es jetzt eines, das sie zusammen mit einem anderen Mann zeigt. Und sie strahlt wie damals bei mir als wir frisch verliebt waren. Ich habe die Vermutung (<span style="text-decoration:line-through;">Befürchtung</span>), dass sie einen neuen Freund hat - der, den sie auf dem Foto an ihre Wange hält.</p>
<p>An sich nichts Schlimmes - und doch, es hat mir irgendwie einen Stich versetzt gerade und mich ziemlich nach unten gezogen. Ich habe jetzt das Schweigen gebrochen und ihr erneut eine Nachricht geschickt und gefragt, wie es ihr denn geht und wie das Semester rum ging und ob sie schon Ferien hat und auf de mFest in Karlsruhe war am Wochenende - einfach belanglos. Und ganz unten dann gefragt, ob der hübsche Mann auf dem Foto denn ihr neuer Freund ist. Ich glaube, ich werde wieder keine Antwort bekommen.</p>
<p>Was mich jetzt zum einen bewegt ist, dass ich dieses Bild gesehen habe. Dass sie schon einen anderen zu haben scheint. In nicht mal 2 Monaten, die wir getrennt leben jetzt. Und was mich noch viel mehr ins Grübeln bringt ist, wie sehr ich die Vermutung in mir aufkeimen sehe, dass sie mit mir nicht einfach nur "so" Schluss gemacht hat, aus den Gründen, die sie angegeben hatte damals (und die schon damals fadenscheinig rüberkamen, weil sie alle "jetzt urplötzlich" aufkamen und den Trennungsgrund darstellen sollten und die letzten 2 Jahre nie dazu führten oder wichtig waren). Nein, so langsam kommt in mir das Gefühl auf, dass sie mich deswegen verlassen hat, weil sie den anderen in Frankfurt schon kannte und von ihm mehr wollte. Weil sie unter der Woche ihn sah und am Wochenende nur mich. Vielleicht hatte sie sich in ihn verliebt und ich war nur noch der Klotz am Bein, der möglichst schnell wegmusste - was sie ja auch beinahe sehr schnell geschafft hat, wenn da nicht noch die 3 Wochen Pause gewesen wären - in denen ich mir eigentlich gedacht hatte, dass wir es schaffen würden. War sie dazu überhaupt noch bereit? Hat sie mir denn nur alles vorgespielt am Ende von wegen schmerzhafte Trennung und es muss doch sein und sie kann nicht mehr kömpfen?</p>
<p>Es ist alles so fadenscheinig geworden. Alles so zweideutig und interpretierbar. War es wirklich das Ende oder war es nur ein Vorwand um schnell frei zu werden und den anderen abzubekommen? Ist sie echt so abgebrüht gewesen? Ich hatte es nicht vermutet - aber es würde passen. Betrügen würde sie mich nicht, dazu war sie in der Vergangenheit selber in diese Falle gedappt bei ihrem Ex - und genau deswegen, lieber schnell und vordergründig absägen und dann hat man Zeit, den nächsten zu erobern - war es das?</p>
<p>Es geht mir nicht so gut - ich bin traurig, aggressiv und irgendwie auch fertig. Soll sie haben, was sie will - das is es nicht, was mich stört. Mich stört es nur, wenn sie mir nicht die Wahrheit gesagt hat und mich einfach absägte mit nem Vorwand (den ich damals ernst nahm) - nur damit sie Freiheit bekommt für den nächsten Lover. Konnte sie das tun - hat sie es so getan? Das ist es, was mich grübeln lässt und mich schockiert.</p>
<p>Warum habe ich immer solche Freundinnen gehabt bisher, die danach so komisch waren? Es gibt nur eine - Fra. (oke, das war keine richtige Freundin), die bis heute normal ist und war und mit de rman reden kann. Auch wenn man 2 Wochen zusammen war (es war 7. Klasse, beide in Urlaub und als beide zurückkamen war die "Trennung" - also eher Spiel als Wahrheit).</p>
<p>Ich freu mich, mit Fra das am Fr in einer Woche ausgiebig zu diskutieren - und halte euch natürlich auf dem Laufenden, wenn ich doch noch ne Nachricht von ihr bekommen sollte.</p>
<p>Am liebsten würde ich sie jetzt dadurch bestrafen, dass ich ihr die Abibücher ihres Bruders jetzt doch nicht mehr vorbeibringen werde - was ich eigentl. fest vorhatte. Tja, mal sehen.</p>
<p>to be continued</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kompliziertes Leben.....= .....Bad Boy?!]]></title>
<link>http://viceblog.wordpress.com/?p=55</link>
<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 20:14:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Vice</dc:creator>
<guid>http://viceblog.wordpress.com/?p=55</guid>
<description><![CDATA[Dieser Artikel wurde von meiner Freundin Kaja verfasst
Seit einiegen Tagen denke ich darüber nach w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<h2>Dieser Artikel wurde von meiner Freundin Kaja verfasst</h2>
<p style="text-align:justify;">Seit einiegen Tagen denke ich darüber nach warum das Leben so kompliziert ist bzw. ob es wirklich kompliziert sein muss....? Wenn wir mal ehrlich sind könnte unser Leben einfach verlaufen ohne jegliche Dramen und sonstige Zwischenfälle.</p>
<p style="text-align:justify;">Vor einigen Tagen diskutierte ich dieses Problem mit einem sehr guten Freund von mir. Wir sind zu der These gekommen, dass das Leben an sich einfach verlaufen könnte, wenn man es sich nicht schwer machen würde. Warum machen wir Menschen unser Leben absichtlich schwerer? Naja die Antwort ist so plausibel, dass sie schon fast albern klingt: Wir möchten es interessant haben.<br />
Wir lieben komplizierte Sachen , denn wenn wir keine Probleme hätten worüber sollten wir unser Leben lang sprechen? Es ist langweilig stets zu hören wie toll doch alles läuft. Selbst das Fernsehen greift dieses Problem auf und veranstaltet inszinierte Dramen in 1000 von Soaps. Sowas wollen wir Leute nämlich sehen. Wir lieben es kompliziert und dramatisch.<br />
Als ich anfing über diese Gegebenheit nachzudenken kam ich auf einen weiteren Gedanken. Wenn wir Menschen bzw. Frauen es kompliziert haben möchten nehmen wir deswegen stets den Bad Boy anstelle des perfekten Schwiegersohnes?<br />
Ich glaube eine jede Frau war schon in dieser Situation und wirklich jede Frau entscheidete sich IMMER für den Bad Boy. Warum handel wir so? Es ist doch vorherzusehen, dass es mit Kummer und Schmerz enden wird.<br />
Frauen verlieren, dann das Interesse an einem Mann, wenn sie das Gefühl haben, dass sie alles unter Kontrolle haben. Wer möchte schon so etwas? Niemand!<br />
Dieses Verhalten führt zu dem Bad Boy. Bei ihm kann sich eine Frau niemals sicher sein was als nächstes passieren könnte. Er ist der Mann, der alles in die Hand nimmt. Er ist der Mann, der die Initiative egreift. Er sagt wo und wann und was man machen könnte. Tja für den ersten Moment ist dies vielleicht eine willkommende Abwechslung. Doch in Wirklichkeit gehen gerade in dieser Phase die Alarmglocken los. Na klar entscheidet er alles, weil er in Wirklichkeit keinen Bock darauf hat, dass die Frau das Ruder in die Hand nimmt. Er will entscheiden, damit der die Kontrolle behält. Wer die Kontrolle besitz kann nicht verletzt werden.<br />
Wenn er die gesamte Kontrolle besitz, wer gibt dann der Frau die garantie nicht verletzt zu werden? Niemand! Eigentlich kommt man dann zu einem absurden Ergebnis. Kann man nur glücklich werden, wenn beide Parteien dem anderen es erlauben die Kontrolle über einen zu besitzen? Tja das nennt man wohl Liebe. Wer liebt geht das Risiko ein verletzt zu werden. Aber wer schon mal geliebt hat, weiß das es das Risiko wert war.</p>
<p>Ein Spiel mit dem Bad Boy ist ein Teufelskreis. Immer wieder lässt man sich auf seine interassanten Spielchen ein. Man liebt den spontanen Lebensstil und freut sich aus den gewohnten Alltag entflohen zu sein. Leider merkt man zu spät, dass der gewohnte Alltag etwas ist, was man eigentlich will. Denn man muss ja seine Zukunft mit irgendjemaden verbringen und ein gewohnter Alltag ist nicht das Ende einer Beziehung. Wenn man es ganau nimmt ist es der Anfang.<br />
Der Klu bei der Sache ist es seinen gewohnten Alltag so herzurichten, dass es zu einem liebenden und geliebten Leben wird. Denn wie sollte man sonst eine Familie gründen und bis an sein Lebensende glücklich werden ohne einen gewohnten Alltag. Das ist schier unmöglich.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Ich vermisse dich...]]></title>
<link>http://soimissyouso.wordpress.com/?p=3</link>
<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 22:03:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>soimissyouso</dc:creator>
<guid>http://soimissyouso.wordpress.com/?p=3</guid>
<description><![CDATA[Es ist einfach so schwer ohne dich. Ich habe es so gewollt, aber jetzt fühle ich mich so einsam wie]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist einfach so schwer ohne dich. Ich habe es so gewollt, aber jetzt fühle ich mich so einsam wie noch nie in meinem Leben. Du fehlst mir so unglaublich. Ich habe meinen besten Freund verloren. Ich habe denjenigen verloren, mit dem ich unglaublich schöne Zeiten verbracht habe, der immer für mich da war, mit dem alles so vertraut war, der mein engster Vertrauter, meine engste Bezugsperson war.... Aber ich habe dich nicht "verloren", sondern gehen lassen. Und das ist so schwer zu verstehen...</p>
<p>Habe ich wirklich das Richtige gemacht? Waren die Gründe dafür, dich gehen zu lassen, vielleicht nicht nur mein "Ich will so gern alles und noch viel mehr"-Verhalten? Ich war doch glücklich, und ich hatte allen Grund, mit dir glücklich zu sein. Dass das alles nie mehr wiederkommt, das kann ich einfach nicht begreifen, das realisiere ich ab und zu und dann trifft es mich so sehr. Es waren so schöne Zeiten und diese gehören zu meinem Leben dazu, genauso wie all die Gewohnheiten, die Unternehmungen.... und jetzt sind sie plötzlich weg? Das kann doch nicht sein...</p>
<p>Ich wünschte, mir würde es besser gehen, damit ich wüsste, dass es wirklich das Richtige war. Aber so zweifele ich oft, denn ich denke, dass es mir nicht so schlecht gehen würde, wenn es ohne Zweifel das Richtige war. So war es vielleicht teils richtig, hätte aber genausogut andersrum richtig sein können, also wenn ich mit dir zusammengeblieben wäre.</p>
<p>Ich habe so schnell reagiert. So schnell den Entschluss gefasst. Das macht es heute so schwer für mich. Ich hatte doch so eine schöne Zeit mit dir in den Semesterferien. Wie konnte ich nur so entscheiden, und das nur 4 Wochen nach den Semesterferien??</p>
<p> </p>
<p>Ich wünschte manchmal, ich wäre bei dir geblieben. Mir fehlt deine Wärme. Es ist so unglaublich hart. Warum bin ich nicht bei dir geblieben???</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Haben oder nicht haben]]></title>
<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=73</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 18:09:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
<guid>http://bulimievorbei.wordpress.com/?p=73</guid>
<description><![CDATA[Damals, in einem früheren Leben, war ich ein Kind, das in den 70iger Jahren aufwuchs. Als ich zehn ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Damals, in einem früheren Leben, war ich ein Kind, das in den 70iger Jahren aufwuchs. Als ich zehn Jahre alt war, waren meine Eltern noch zusammen. Wir hatten ein Haus mit einer Hypothek, ein neu erworbenes Zweitauto, und gehörten der Mittelklasse an. Diese Mittelklasse existiert heute kaum noch. Wir hatten genug zu essen, genug Gewand (und ich bekam immer wieder Sachen von meiner um zwei Jahre älteren Cousine, was mich immer freute), genug Bücher, und gingen regelmäßig ins Kino. Mama war eine glückliche Hausfrau und Papa hatte ein kleines Unternehmen.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Wenige Jahre später, trennten sich die Eltern und meine kleine Welt zerbrach. Bequemlichkeit wurde Unbequemlichkeit und ich lernte die Angst kennen. Kreditrückzahlungen wurden versäumt und es entstand eine Dauerangst, dass wir das Haus verlieren würden. Um Geld zu sparen, hatten wir nur zwei Stunden täglich heißes Wasser. Als 13-Jährige fantasierte ich, dass mein Wunschehemann genug verdienen würde, damit wir im Winter auf 20° heizen könnten.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Mit 15 Jahren hatte ich zwei Jobs. Damit verdiente ich Geld zum fortgehen, für Schallplatten, Gewand und sonstige Bedürfnisse. Ich hatte auch Bulimie und verbrauchte meine Ersparnisse für Essensbeschaffung. Meine Mutter glaubte schon damals fest an Reformkost und Bio, und gab dafür viel Geld aus. Sie weinte manchmal weil wir so viel aßen. Meine beiden Brüder wuchsen unaufhörlich und ich vernichtete große Mengen der teueren Lebensmittel wegen der Bulimie.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Im darauffolgenden Jahr verbrachte ich als Austauschschülerin ein Jahr im Ausland. Plötzlich hatte ich wieder eine intakte Familie, und ein gemütliches, warmes Zuhause. Das war ein Jahr des „Habens“ und es war wohltuend nach so viel Entbehrung. Inzwischen arbeitete meine Mutter und verdiente nicht schlecht. Aber der Schock der Post-Scheidungs-Armut (und die Depression meiner Mutter) saßen tief in meinen Knochen. Jedes Mal, wenn es mir gut ging, kam der unmittelbare Gedanke: „Aber für wie lange hält es?“</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Nach dem Austauschjahr, fuhr ich nach Hause und übersiedelte nach Manhattan, wo ich mit Textverarbeitung gut verdiente. Obwohl ich das Glück hatte, eine gute Arbeit und eine leistbare Wohnung zu haben, verursachte meine Bulimie eine selbstinduzierte Armut. Mein ganzes Geld gab ich für Miete, Betriebskosten, Telefon und Essen aus. Oft war die Miete überfällig, wie auch die anderen Rechnungen. Das Telefon wurde ab und zu abgedreht, weil ich die Rechnung nicht rechtzeitig bezahlte.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">In den frühen 80iger Jahren begann meine Gesundung. Dann sparte ich so viel wie möglich für das Reisen. Auf der ersten Europareise verliebte ich mich, und ich verbrachte die nächsten zwei Jahre damit, so oft wie möglich hin und her zu fliegen. Obwohl ich gute verdiente, wegen dem Reisen änderte sich mein alltäglicher Lebensstil kaum.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Als ich nach Europa übersiedelte, arbeitete ich als Babysitterin und wurde rückfällig. So lebte ich wieder in Armut, obwohl das Leben dort recht günstig war. Mit der Zeit kam die endgültige Gesundung und ich fand eine tolle Arbeit als Sekretärin in einer Botschaft. Statt mein Lebensstil zu verändern, sparte ich wieder, denn ich wollte in zwei Jahren mit dem Studium beginnen und nicht nebenbei arbeiten müssen. Manchmal litt ich unter diesen selbstausgesuchten harten Lebensbedingungen. Dann half es, ab und zu eine neue Hose oder ein Kleid zu kaufen. Meine Arbeit verlangte ein gewisses Auftreten und ich war mit meiner Gardarobe sehr kreativ – ich schaffte es, mit wenig auszukommen und wurde eine ausgezeichnete Schnäppchenjägerin.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Trotz den harten Jahren – sowohl selbstverursacht wie auch nicht – überlebte ich. Obwohl ich die üblichen Kindheitsträume von Prinzessin sein und Reichtum hatte, neigte ich nie wirklich dazu, viele Dinge haben zu wollen. Ich bin mit dem was ich habe zufrieden.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Während der Jugendjahre war ich hilflos und meine Welt war außer Kontrolle. Das setzte sich mit den Bulimiejahren fort. Meine glücklichsten Jahre waren die der Genesung. Ich teilte eine Wohnung mit einer Freundin, verdiente gut, ging abends in die Schule und freute mich auf das immer näher rückende Studentenleben.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Mein Freund studierte noch, als ich ihn kennenlernte. Irgendwann bekam er dann einen Job. Mit den Jahren wuchs sein beruflicher Erfolg. Wir heirateten, bekamen Kinder, und ich genoss es, genügend Geld zu haben, sodass ich beim Lebensmitteleinkauf nicht auf die Preise schauen musste. Das war der pure Luxus. Ich war eine glückliche Hausfrau und er hatte ein kleines Unternehmen.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Mein Ehemann versicherte mir, ich brauchte nicht zu arbeiten. Ich konnte mich auf das Studium und dann auf die Kinder konzentrieren. Für jemanden, der sich viele Jahre durchkämpfen musste, war diese Lösung nahezu paradiesisch! Fast zwanzig Jahre später, wird die Situation neu eingeschätzt und ich komme zu dem Schluss, dass ich auf die eigenen Füße stehen will. Finanzielle Sicherheit ist nett, aber sie ist nicht alles. Sie kann eine ungesunde Beziehung nicht kompensieren. Und weder hat einer mehr Rechte noch verdient er mehr Respekt, nur weil er das Geld nach Hause bringt.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Durch diesen geschichtlichen Abriss kann ich die Kräfte und Wirkungen, die mein Leben und meine Entscheidungen beeinflussten, besser verstehen. Die Angst kann uns dazu bringen, Dinge zu tun und Situationen zu akzeptieren, die uns schaden, auch wenn sie vorteilhaft erscheinen mögen. Wenn du dich wunderst, warum du gerade dort bist wo du bist, versuche es Mal, deine Geschichte zu schreiben – ohne Urteile. Vielleicht kommst du drauf, dass manche Muster sich wiederholen. Das könnte wertvolle Einsicht verschaffen. Möglicherweise kannst du dich selbst besser verstehen dadurch und vielleicht erkennst du, was du in deinem Leben verändern willst. Vielleicht hilft es dir sogar, diese Änderungen in Angriff zu nehmen.</span></span></p>
<p><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Fortsetzung folgt… <span> </span></span></span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[TEXT: Zu dritt]]></title>
<link>http://emilywalton.wordpress.com/?p=32</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 15:25:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>emilywalton</dc:creator>
<guid>http://emilywalton.wordpress.com/?p=32</guid>
<description><![CDATA[Ein flüchtiger Kuss, dann bückst du dich.
Du bindest deine  Schuhe auf, schlüpfst heraus. Entspa]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ein flüchtiger Kuss, dann bückst du dich.</p>
<p>Du bindest deine  Schuhe auf, schlüpfst heraus. Entspannung im Gesicht.<br />
Deine Zehen sind befreit.<br />
 <br />
Dann gehst du. Ins Schlafzimmer. Die Schuhe lässt du stehen. Unordentlich.<br />
Es macht dir nichts.<br />
Du ziehst dich aus. Das Sakko, das Hemd, den Gürtel, die Hose.<br />
Socken und Shorts lässt du an – bis zur Dusche.</p>
<p><!--more--></p>
<p>Du erzählst. Deine Stimme klingt glücklich, deine Worte höre ich nicht.<br />
Es ist dir egal.<br />
Das Wasser prasselt. Du hörst dich.</p>
<p>In der Küche höre ich nichts.<br />
Kein Wasser, keine Worte, keine Stimme.</p>
<p>Du kommst.</p>
<p>Ich serviere dein Essen. Auf weißen Tellern.<br />
Links eine Serviette, rechts Besteck.<br />
Vor dir eine Kerze. Zwischen uns.</p>
<p>Ich und Du. Wir sitzen einander gegenüber.<br />
Ein dunkelblaues Sommerkleid, Rouge, Parfum. T-Shirt, Pyjamahose, ungekämmtes Haar.</p>
<p>Guten Appetit.</p>
<p>Früher habe ich mit Liebe gekocht.<br />
Heute habe ich nur gekocht.<br />
Vor Wut.</p>
<p>Zorn hat die Zwiebeln gehackt. Hass die Steinpilze.<br />
Aggression rührte den Reis.<br />
Ich habe Weißwein verschüttet.</p>
<p>Es ist dir egal. Du kaust und  redest.<br />
Über sie.</p>
<p>Ihr wart mittags bei Fabrioso, sagst du.<br />
Der Minister hat dort seiner Verlobten einen Antrag gemacht. <br />
Ich habe es gelesen. Ich habe die Bilder gesehen.<br />
Alle sind schön. Schlank. Reich.</p>
<p>Ja, ich kenne den Nobelitaliener. Aus der Frauenzeitschrift.</p>
<p>Du gehst oft dorthin. Mit ihr. Nichts ist dir zu teuer. Für sie.<br />
 <br />
Ich habe die Rechnung gefunden.<br />
Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise. Aber kein Wein.<br />
150 Euro. Der Zettel war in deinem Anzug.</p>
<p>Mit Nadelstreifen, von einem Designer. Ein Amerikaner<br />
Man trägt sie in der Szene.<br />
Deiner Szene, eurer Szene.<br />
 <br />
Heute hast du den Franzosen getragen.<br />
Ich sehe den Unterschied nicht.</p>
<p>Du willst perfekt sein. Für sie. Es müsse sitzen, hast du heut Morgen gesagt.<br />
Sie könne dich jederzeit ersetzen.</p>
<p>Lange bist du vor dem Spiegel gestanden.<br />
Eine Krawatte um die Schultern.<br />
Du hast sie gebunden, den Knoten festgezogen. Zu konzentriert. <br />
Beim zweiten Versuch hast du geflucht. Beim dritten Mal genickt. Befriedigt.</p>
<p>Dann bist du gegangen.  Zu ihr. Ich weiß es.<br />
Es ist nicht das erste Mal. Es wird nicht das letzte Mal sein. Ich habe es akzeptiert.</p>
<p>Dein Telefon klingelt. Es ist nach Neun.<br />
Es überrascht dich nicht.<br />
Mich auch nicht.<br />
Du musst ran, sagst du. Keine Erklärung, keine Entschuldigung.</p>
<p>Ich höre dich nicht. Du hast die Türe geschlossen.</p>
<p>Ich stelle unsere Teller warm.<br />
Ich werde auf dich warten, wie jeden Tag.<br />
Alleine im Sommerkleid. Mich fröstelt.</p>
<p>Telefonate mit ihr dauern. Du bist immer da. Für sie.<br />
Tag und nachts. An Wochenenden, an Feiertagen. Im Urlaub.</p>
<p>Du leugnest es.</p>
<p>Ich bin wichtiger, sagst du.<br />
Wir sind wichtiger.<br />
Aber du kannst nicht ohne sie. Mit ihr ist es etwas anderes. </p>
<p>Heute weine ich nicht. Es sind vergossene Tränen.</p>
<p>Es wird sich nichts ändern. Jahre nicht.<br />
Du wirst dich nicht entscheiden.<br />
Du brauchst sie. Und mich.</p>
<p>Nie wird sie deine Hemden bügeln. Nie deine Socken stopfen.<br />
Nie kochen. Das macht Fabrioso. Perfektes Essen zum perfekten Anzug.<br />
Steif.</p>
<p>Ich höre deine Schritte. Du bist Barfuß.<br />
Ich hole dein Essen. Wir setzen uns. Du hebst dein Glas.</p>
<p>Auf uns, sagst du.</p>
<p>Und auf deine Arbeit.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[TEXT: Spiegelei und Pommes]]></title>
<link>http://emilywalton.wordpress.com/?p=28</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 15:14:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>emilywalton</dc:creator>
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<description><![CDATA[Du warst so hässlich. 
Das ist das einzige, was mir meine Mutter je über meine Geburt erzählt ha]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Du warst so hässlich. <br />
Das ist das einzige, was mir meine Mutter je über meine Geburt erzählt hat. <br />
Es war im Juni, der 26. des Monats, ein Sonntag  vor 29 Jahren. Um 2.05 hat sie mich im Kreissaal des  Diakonissenkrankenhauses aus sich herausgepresst. Danach wollte sie mich nicht sehen. „Weg“, soll sie geschnauft haben, als die Ärzte mich auf ihre Brust legen wollten.<br />
Mit einer erschöpften  Handbewegung hat sie uns fortgewunken. </p>
<p><!--more--></p>
<p>Ich glaube, ich entsprach nicht ihren Vorstellungen. Nicht jenem Wunschbild, dass sie halluziniert hatte –  bei  jeder  Kontraktion der Gebärmutter, jeder Anspannung der Bauchmuskeln, jedem Atemprusten,  jedem Schrei, den sie ausgestoßen hatte, als sie mich Millimeter für Millimeter durch den Muttermund presste.<br />
Statt des ersehnten glucksenden Wesens mit rosigen Wangen und Penatenduft kam ich zur Welt. Ich. Ein von Blut, Zellflüssigkeit und ihrem eigenen Ausfluss beschmiertes Wesen. In den Falten meiner zerknitterten Haut sammelte sich der Schleim, ein Taft von verklebtem blondem Flaum auf meinem Haupt irritierte.</p>
<p>„Du musst das verstehen. Sie hat sich nun mal vor Blut geekelt“, sagt  mein Vater. Er sitzt mir gegenüber, taucht zwei Pommes in Ketchup. Es kracht,  er schmatzt und ich sehe den roten, nassen Brei in seinem Mund. Jedes Mal wenn mein Vater Spiegelei mit Pommes isst, erzählt er von meiner Geburt.  Dass ich sie 20 Stunden lang gequält hätte, meine Mutter, die Ärzte, die Hebamme, ihn. 38 Stunden habe er nichts gegessen und sein Bauch habe so laut geknurrt, dass er fast meinen ersten Schrei überhört hätte, sagt er schmatzend.  Zu Hause habe er sich Spiegelei mit Pommes gemacht. Dann, erst beim Essen,  habe er die Großeltern, Tanten und seinen besten Freund angerufen. Es ist immer die gleiche Geschichte.<br />
 <br />
„Hat sie Hunger gehabt?“, frage ich ihn.   Er sagt, das könne er mir nicht sagen.<br />
Er weiß es nicht. Er weiß auch nicht, wie sie sich gefühlt hat, als mein Kopf sich durch ihre Vagina drängte und die Haut sich dehnte. Er weiß nicht, wie sich das Loch in ihrem Körper anfühlte, als der Uterus nach neun Monaten plötzlich leer war. Er weiß nicht, ob ihre Kehle vom Stöhnen kratzte, ob sie die verklebten Härchen an der Innenseite ihrer Oberschenken spürte, oder ob sie sich schäbig fühlte, weil sie nach Schweiß und Fruchtwasser roch.</p>
<p>„Du warst so hässlich.“ Nur das hat meine Mutter mir je zu meiner Geburt gesagt. Oft hat sie über ihren Ekel gelacht. Manchmal aber legte sich ihre  Stirn in Falten und sie hat die  Nase gerümpft, als könne sie die ausgestoßene Plazenta noch riechen. </p>
<p>Viel mehr hat sie nie erzählt, weder von der Geburt, noch von der Schwangerschaft. Wusste sie schon bei der  Ejakulation meines Vaters  (es muss im Oktober gewesen sein),  dass sich eines dieser Spermizide bald  in ihrer Eizelle einnisten würde? Hat sie auf ihre Hand gepinkelt, als sie auf den Plastikstab des Schwangerschaftstests urinierte? Hat es sie vor dem  Gel gegraut, das der Frauenarzt ihr beim Ultraschall auf den Bauch strich.<br />
Hat es sie auch gekitzelt?</p>
<p>Wir haben nie darüber geredet. 27 Jahre nicht.<br />
Seit 11 Wochen bin ich schwanger, seit zwei Jahren ist meine Mutter Tod.<br />
Ich vermisse sie.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[TEXT: Das Finale]]></title>
<link>http://emilywalton.wordpress.com/?p=17</link>
<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 15:00:26 +0000</pubDate>
<dc:creator>emilywalton</dc:creator>
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<description><![CDATA[Es war das Plakat, das sie wieder zum Weinen brachte.
Ein Kuss zweier Frauen. Ihre Gesichter füllte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es war das Plakat, das sie wieder zum Weinen brachte.</p>
<p>Ein Kuss zweier Frauen. Ihre Gesichter füllten die Wand in der Straßenbahnhaltestelle aus. Es war ein leidenschaftlicher Kuss. Die Augen der Models waren geschlossen, die Münder offen, die Zungen vereint.<br />
Es hätte anrüchig gewirkt, wären die beiden Frauen nicht geschminkt gewesen. Rot-weiß-rot war die Wange der einen, schwarz-rot-gold die der anderen. Life is a game, das war die Botschaft, mit der das Wettbüro warb. Sie wollten den Passanten Mut zum Tippen machen.</p>
<p>Wer würde in diesem Jahr Europameister werden?</p>
<p><!--more--></p>
<p>Heute Abend würde man es wissen. Nur zwei Stunden waren es noch bis zum Finale. Ein dumpfes Gröhlen wehte seit Tagen durch die Stadt, der Wind trug bei jedem Spiel die Jubelschreie der Sieger und das Wehklagen der Verlierer in alle Bezirke.<br />
Anfangs hatten sich viele beschwert, schließlich waren die Bewohner dieser Gegend für ihr Nörgeln bekannt. Irgendwann hatte sie aber doch gesiegt, die Europhorie. Die Bewohner hatten sich aus ihren Gemeindebauten, Kleinstadthäusern, Villen und Schrebergärten in die Fanzonen getraut.</p>
<p>Auch sie waren ein paar Male dort gewesen, um 11 Männer mit strammen Wadeln, Stiernacken und Bauchmuskeln, die sich durch die bunten Trikots abzeichneten, bei Bier oder Weißwein anzufeuern. Am Anfang konnten sie noch zu ihrem Land halten. Sogar eine rot-weiß-rote Fahne hatte er an das Fenster ihres dreitürigen Kleinwagens geklemmt, den sie sich vor drei Monaten gemeinsam gekauft hatten. Ein bissl Patriotismus gehöre dazu, hatte er gesagt. Sie hatte es peinlich gefunden. Heute war es ihr egal.</p>
<p>Alles war ihr egal. Die Spanier, die in ihren rot-gelb-roten Dressen auf den Holzstühlen der Straßenbahn saßen und Viva Espana gröhlten, die Deutschen, die mit Narrenhüten aus schwarz-rot-goldenem Filz mit Plastikbechern in den Waggon stolperten. Das Bier schwappte über, sie bemerkten es nicht.</p>
<p>An jedem anderen Tag hätte sie sich aufgeregt. Die Euro nervte.<br />
Heute war sie aber leer, ausgelaugt, hatte genug geschrieen, als sie sich nach dem Mittagessen in die Haare bekommen hatten. Schon wieder. War es, weil er ihr nicht geholfen hatte, den Geschirrspüler einzuräumen? Oder weil sie ihm beim Mittagessen nicht zugehört hatte, als er die Spieltaktik der deutschen Mannschaft analysierte.<br />
Sie wusste es nicht. Und auch das war egal.</p>
<p>Es war der letzte Streit dieser Art gewesen. Das Ende des täglichen Kampfs zwischen seinem breitbeinigem Biergrinsen und ihrem frustriertem Hausfrauenmund.<br />
Die Euro würde heute zu Ende gehen. Am gleichen Tag wie ihre Beziehung.<br />
Sie hatten sich getrennt.</p>
<p>Statt mit ihr zu den Freunden mit dem Flachbildschirmfernseher zu fahren, war er mit seinen Kumpels zum Knopp gefahren. Das Gasthaus bot heute den Gästen, meist Arbeiter aus den Gemeindebauwohnungen in ihrer Gegend, bei jedem Tor der Spanier ein Freibier an. Sie waren die Favoriten.<br />
Und sie? In der gemeinsamen Wohnung hatte sie nicht zurückbleiben wollen. Zwar hatte sie begonnen ihre Koffer zu packen, doch die Tränen waren auf ihre weißen Blusen getropft, als sie versucht hatte, sie zu falten. Dann war ihr eingefallen, dass heute wohl kein guter Tag sei, um mit Koffern durch die Stadt zu fahren. Und außerdem hätte sie nicht gewusst wohin. Jeder schaute das Finale.</p>
<p>Sogar ihre Mutter, die nichts von roten und gelben Karten, Abseits oder Elfer-Schießen verstand, hatte Freunde aus der Nachbarschaft eingeladen. Die EM in der eigenen Stadt, das müsse man sehen, hatte sie am Telefon ihrer Tochter gesagt. Sie war nicht zu Wort gekommen, um von der Trennung zu erzählen.<br />
Es hätte auch nicht gepasst, nicht heute.</p>
<p>Sie war in die Stadt gefahren. Ohne Koffer, dafür mit Sonnenbrille. Niemand sollte die verquollenen Augen sehen. Niemand die Tränen bemerken, wenn sie an ihn dachte. Oder an die Liebe. Oder an das Alleinsein, trotz der spanischen Schalträger, der deutschen Fahnenschwinger um sie herum.</p>
<p>In der Stadt setzte sie sich in ein Straßencafe und bestellte einen kalten Milchkaffee. Mit Sahne, obwohl sie Sahne niemals bestellte, obwohl sie Sahne gar nicht mochte.<br />
Vielleicht würde es helfen.</p>
<p>Heute trank in der Fußgängerzone keiner Kaffee im Cafe. Alle wollten Bier, Wein, Stimmungsmacher. Kinder zogen mit bemalten Gesichtern vorbei, Erwachsene mit Tröten, Bierflaschen, Hawaiiketten. Alles war rot-gelb-rot oder schwarz-rot-gold.</p>
<p>Sie tauchte den Löffel ein, durch die Kakaostreusel, die Sahne, den milchigen Kaffee. Sie rührte um und sah von rechts ihr Spiegelbild in der Fensterscheibe.<br />
Übergroße Sonnenbrille, zurückgebundene Haare, T-shirt. Es war ihr Putz-T-shirt, in dem sie morgens den Badezimmerboden gewischt, das Mittagessen gekocht und dann sich von ihm getrennt hatte. Sie zog den Bauch ein, schob das Kinn hervor und lächelte in die Fensterscheibe. I LOVE NEW YORK prangte auf ihrer Brust.<br />
Das trug heute nur sie.<br />
Sie allein.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Reisegedanken]]></title>
<link>http://rabe81.wordpress.com/?p=24</link>
<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 23:21:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>rabe81</dc:creator>
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<description><![CDATA[In letzter Zeit bin ich viel mit dem Zug unterwegs. Dieses Gedicht entstand auf dem Weg von Hamburg ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>In letzter Zeit bin ich viel mit dem Zug unterwegs. Dieses Gedicht entstand auf dem Weg von Hamburg nach Darmstadt. Links von mir zieht halb Deutschland am Fenster vorbei, rechts von mir ist ein leerer Platz. Oder doch nicht?<br />
</em></p>
<p style="margin-bottom:0;">die Landschaft fliegt vorbei</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht bin ich auf dem Weg zu Dir</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht denkst Du auch an mich</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht wartest Du auf mich</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">die Landschaft fliegt vorbei</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht bin ich auf dem Weg von Dir</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht verabschiedest Du mich</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht vermisst Du mich</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">die Landschaft fliegt vorbei</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht bin ich auf dem Weg mit Dir</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht leg ich meinen Arm um Dich</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht küsse ich Dich</p>
<p style="margin-bottom:0;">vielleicht</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">die Landschaft fliegt vorbei</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Wehleidig]]></title>
<link>http://lilienfeuer.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 13:43:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>lilienfeuer</dc:creator>
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<description><![CDATA[Und wie! Deshalb habe ich beschlossen, nun einen dermaßen wehleidigen Eintrag zu verfassen, dass s]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Und wie! Deshalb habe ich beschlossen, nun einen dermaßen wehleidigen Eintrag zu verfassen, dass sämtliche kranken Kerle dagegen wie der Musterkranke wirken. Denn ich leide. Ich bin genervt. Ich mag nicht mehr. Ich kann so nicht arbeiten!</p>
<p>Seit zweieinhalb Wochen schlepp ich nun diese Erkältung mit mir rum. In der letzten ganzen Schulwoche fing ich daher an, mich zu schonen, literweise Wasser, Tee und Nasenspray plus einiger Hausmittelchen zu konsumieren. Schien sogar zu wirken, es ging mir am Tag vor der Abfahrt zum Abifestival wieder besser. Dann das Festival. ich gebe zu, es war vielleicht keine gute Idee, krank dorthin zu fahren, aber [an dieser Stelle konnte ich wegen eines Hustenkrampfes nicht weiterschreiben].</p>
<p>Danach trippelte ich brav zum Arzt, erhielt ein homöopathisches Mittel gegen den Husten, der allmählich auch wirklich nervig wurde, kratzender Hals und belegte Lunge inklusive. Man sollte dazu vielleicht sagen - ja, ich glaube auch an die Wirkung von Homöopathie. Also nahm ich die Kügelchen fleißig, litt und jammerte ein bisschen und war auch sonst ganz brav.</p>
<p>Tjoar. Brachte aber nix. Der Husten wurde schlimmer, die Nase war weiterhin verstopft. Nun also ein Antibiotikum. Das meine Verhütung mal eben für einen Monat komplett außer Gefecht setzt, was in den Sommerferien der wohl ärgerlichste anzunehmende Unfall ist (na gut, gibt Schlimmeres, ABER!). Das meine Verdauung mal eben den Bach runterschickt (wortwörtlich zu nehmen). Das nicht anschlägt. Hab gestern anderthalb Stunden wegen des Hustens noch wach gelegen.</p>
<p>Grandios. Ich mag nicht mehr. Es tut weh und es stört mich. Und meine Mitmenschen natürlich auch, wer küsst schon gern eine hustende Schniefnase?</p>
<p>In dem Sinne,</p>
<p>man nennt mich auch "Die Leidtragende" ._.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[der dritte tag.]]></title>
<link>http://roebbchen.wordpress.com/?p=40</link>
<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 08:25:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>roebbchen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Morgen 6:23 Uhr, Ich bin mir in letzter Nacht über vieles klar geworden&#8230; Sie ist was Besonder]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen 6:23 Uhr, Ich bin mir in letzter Nacht über vieles klar geworden... Sie ist was Besonderes.. Ihre Ausstrahlung, ihr Charakter, einfach alles an ihr ist wunderbar... Es tut so weh... Mir ist schlecht...Und ich weiß nix mehr...</p>
<p>Ich habe viel nachgedacht in den letzten Tagen... Wird sich alles verändern? Was wird sich ändern, wird sich überhaupt etwas verändern...Aber eines steht fest, ich werde mich ändern und das nicht zum Schlechteren, denn ich habe aus meinen Fehlern gelernt...Ich habe gelernt, nicht mehr zu egoistisch zu sein, nicht immer alles besser zu wissen obwohl das gar nicht stimmt... Und doch habe ich Angst. Angst die mir keiner nehmen kann und mit der ich alleine klar kommen muss...Denk an das Hier und Jetzt...Und hänge nicht in der Vergangenheit, was passiert ist passiert und mache alles besser... Die Zukunft ist das was zählt...</p>
<p>Liebe ist das Schönste was es gibt auf der Welt, und wer sie einmal kennen gelernt hat weiß das... Für Hass sollte dann kein Platz mehr sein... Man sollte sich ganz auf die Liebe konzentrieren, sie ist ein wunderschönes Gefühl und kann den Alltag tausendmal schöner gestalten, die Welt verbessern und alles verschönern... Liebe ist das Einzigste, was sich verdoppelt, wenn man es teilt....</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[...]]></title>
<link>http://glasok.wordpress.com/?p=592</link>
<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 14:10:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>glasok</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Kopf dröhnte. Sie hatte eine Nachricht erhalten, in der sie las, dass sie vermisst wurde. Sie d]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kopf dröhnte. Sie hatte eine Nachricht erhalten, in der sie las, dass sie vermisst wurde. Sie dachte an den Absender und wie sich plötzlich alles verändert hatte. Sie wünschte sich, er würde ihre Träume träumen, ihre Sehnsüchte haben. Bisher hatte sie geglaubt, realistisch zu sein, doch nun erkannte sie, dass sie die ganze Zeit ihre Welt für seine gehalten hatte. Eine neue Welt müsste her, eine, die für beide passte. Oder eine neue Haut, in die man schlüpfen könnte und mit der man neu beginnen könnte. Angesichts dieser Unmöglichkeiten erstarrte sie. Nur der Kopf dröhnte weiter ...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Eleganz des Igels]]></title>
<link>http://someonespecial.wordpress.com/?p=42</link>
<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 13:57:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>someonespecial</dc:creator>
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<description><![CDATA[&#8220;Was für ein Titel!&#8221; - das war meine erste Reaktion, als ich das Buch in unserer Stadtb]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>"Was für ein Titel!" - das war meine erste Reaktion, als ich das Buch in unserer Stadtbücherei im Regal stehen sah. Der Name der Autorin sagte mir nichts (Muriel Barbery), er klingt irgendwie englisch.  Dann die Überraschung auf der Rückseite: "Charmant, witzig, einzigartig - der Bestseller des Jahres aus Frankreich."</p>
<p>Also, Frankreich interessiert mich natürlich, also Klappentext lesen:</p>
<p>"Renée ist vierundfünfzig Jahre alt und lebt seit siebenundzwanzig Jahren als Concierge in der Rue de Grenelle 7 in Paris. ..."</p>
<p>Das ist mein Buch - ausleihen, bevor mir jemand zuvorkommt! Und ich kann nur sagen: Lesenswert! Außer Renée (die sich nach außen einfältig gibt, aber in Wirklichkeit hochgebildet ist) gibt es noch ein (frühreifes und altkluges) Mädchen im Haus, die an ihrem 13. Geburtstag Selbstmord machen möchte - beide finden zusammen durch Monsieur Ozu, einen japanischen Geschäftsmann, der neu in das Stadtpalais einzieht und von den übrigen Bewohnern teils argwöhnisch, teils gleichgültig  gesehen wird.</p>
<p>Wie sich die Beziehung speziell dieser drei Menschen zueinander entwickelt - das ist spannend und bewegend zu lesen.</p>
<p>Wer gerne Geschichten aus Paris liest, wer tiefgründige und philosophische Gedanken mag, wer Menschen mit ihren Eigenarten und liebenswerten Schrullen liebt, der sollte sich diese rund 360 Seiten gönnen. Der Schluss ist überraschend und (obwohl kein "happy end") schön. Ein wunderbares Buch!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[der zweite tag.]]></title>
<link>http://roebbchen.wordpress.com/?p=15</link>
<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 08:42:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>roebbchen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Morgen 7:35 Uhr, Ich wache auf. Dieses Gefühl nach Sehnsucht, nach grenzenloser Liebe überkommt mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen 7:35 Uhr, Ich wache auf. Dieses Gefühl nach Sehnsucht, nach grenzenloser Liebe überkommt mich wieder. Ich kann nichts dagegen tun, es ist einfach da. Es ist nicht diene Schuld, höre ich meine innere Stimme sagen. Es gehören immer zwei dazu... Und doch war ich es, der den ersten Stein geworfen hat. Die letzte Nacht, heiß und kalt und doch habe ich das Gefühl, dass der Flusslangsam wieder aufwärts fließt... Der Schmerz kommt und geht... Wenn sie jetzt da wäre...würde ich sagen, bitte verzeih mir es tut mir leid... Zum ersten Mal weiß ich, was (wahre) Liebe bedeutet... Doch so viele Fragen sind noch offen, so viele Dinge noch nicht getan... Gefangen im Hier und Jetzt... Ohne irgendetwas ausrichten zu können... Einfach nur warten und versuchen sich abzulenken obwohl man sich bewusst ist, dass das nicht möglich ist... Gefangen im Wind des Alltages...Ich würde alles tun um meine Fehler zu korrigieren, um alles rückgängig zu machen... Doch ist es dafür zu spät oder besteht noch ein Funke Hoffnung? Man sollte nie aufhören an was ganz fest zu glauben, egal was es auch sein mag, jeder sollte einen Traum haben und versuchen ihn zu leben, egal wie schwierig das sein mag, weil deine Träume und Wünsche das sind was zählt womit du dich selber aufbauen kannst und wofür es sich lohnt zu leben... Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wäre es der dass es wieder so sein könnte wie es einmal war...</p>
<p>Die Einsamkeit wird langsam unerträglich, so schlimm war es noch nie... Keine Ahnung was ich tun soll, am liebsten würd ich einschlafen aber adfür bin ich noch zu aufgewühlt... Schon komisch, wenn man plötzlich voneinader getrennt ist und ein Teil des eigenen Alltags fehlt... Nun hat man Zeit nachzudenken, was man besser machen kann und somit aus seinen eigenen Fehlern zu lernen... Wie wird es weitergehen??? Diese totale Stille und ein leises Rauschen... Man fühlt sich leer, müde und ausgesaugt vom leben... Schreiben ist das Einzige was hilft, notieren was man denkt und sich über vieles klar zu werden... Alleine sitz ich hier und denke nach was ich noch alles machen kann, nur um den Tag rumzukriegen... Aber das ist gar nict so einfach. Vor allem dann nicht, wenn man nicht mehr weiter weiß... Und an diesem Punkt bin ich gerade angelangt...</p>
<p>Ich wünsche Dir eine Gute Nacht und süße Träume, egal was Du auch gerade machst!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Och nö.]]></title>
<link>http://lilienfeuer.wordpress.com/?p=24</link>
<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 20:46:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>lilienfeuer</dc:creator>
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<description><![CDATA[Ist ja schön und gut, dass ich nun endlich nach zwei Wochen anstrengender Krankheit ein Medikament ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ist ja schön und gut, dass ich nun endlich nach zwei Wochen anstrengender Krankheit ein Medikament verschrieben bekomme, war ja auch nötig.</p>
<p>Aber warum dann gleich ein Antibiotikum, dass die Anti-Baby-Pille außer Gefecht setzt? Und das ausgerechnet jetzt. Kommendes Wochenende haben wir das ganze Haus für uns.</p>
<p>(und ja, wir werden andere Mittel und Wege finden. Trotzdem doof.)</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[der erste tag. ]]></title>
<link>http://roebbchen.wordpress.com/?p=8</link>
<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 19:38:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>roebbchen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Tag neigt sich dem Ende zu. Der Hummel blau und unbeschwert. Wenn doch alles so friedlich wäre]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tag neigt sich dem Ende zu. Der Hummel blau und unbeschwert. Wenn doch alles so friedlich wäre...Ich habe mir das alles anders vorgestellt... Schau mir in die Augen und sag mir bitte es ist nicht wahr...Fieber 39,6 das war heute wohl doch zu viel... Mal schauen was heute noch passiert... Wieder diese Stimme in mir...Es tut mir so leid...es tut mir so leid... ich dachte 2 wunerbare wochen und wer weiß ob es wenigstens zu einem bruchteil dazu kommt...wird es weitergehen...werde ich noch eine letzte chance erhalten??? es hätte alles so schön sein können nur warum macht man immer alles kaputt... so kann es nicht weitergehen... beim nächsten mal machst du alles besser und du hast aus deinen fehlern gelernt,,,ich weiß nicht weiter völlig ahnungslos und hilflos dem alltag ausgeliefert....</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Und jetzt? Ich brauche einen Plan...]]></title>
<link>http://einfreigeist.wordpress.com/?p=8</link>
<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 17:38:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>einfreigeist</dc:creator>
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<description><![CDATA[
Man, ich hab sie ein paar Monate nicht gesehen, zwischendurch ne andere Beziehung gehabt, die natü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-size:small;">Man, ich hab sie ein paar Monate nicht gesehen, zwischendurch ne andere Beziehung gehabt, die natürlich von mir mal wieder wegen nur einseitiger (meiner) Emotionslosigkeit beendet werden musste. Ich war doch schon wieder soweit zu sagen, schön, dass ich Single bin und nein, ich will mich nicht verlieben in nächster zeit, das führt bei mir eigentlich immer nur zu noch mehr Sorgen. Und dann sitz ich oben in der Panoramabar, es ist Samstag Mittag, vielleicht 12 Uhr, die Leutz mit denen ich den Abend los gezogen war hatten sich schon nach Hause verdrückt, viel zu viel Bier war in und durch meinen Körper geflossen und hatte meinen Geist in diesen typischen, leicht aufgedrehten, enthemmt vernebelten und natürlich leicht realitätsverdrehenden Zustand versetzt, und dann steht sie auf einmal vor mir und lächelt mich an.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-size:small;">Man kennt ja diese Momente aus irgendwelchen Filmen, die Momente, in denen die Verantwortlichen für Special Effects dafür sorgen, dass die fokussierte Person von einem Lichtbogen umgeben den Rest der Welt erblassen und verstummen lässt und der Beobachter nur noch diese nun noch begehrenswertere, engelsgleiche Person wahrnimmt. So oder noch viel unbeschreiblicher erlebte ich diesen Moment.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-size:small;">Man war ich begeistert sie wiederzusehen. Wir begrüßten uns, sie war (glaub ich) auch alleine da und kannte anscheinend hauptsächlich nur mich und somit verbrachten wir die restliche zeit im Club miteinander (glaub ich jedenfalls, dazu gleich mehr).Ich könnte ihr stundenlang beim Tanzen zuschauen, ich könnte sie sowieso die ganze Zeit einfach nur anschauen und wär damit zufriedener als je zuvor in meinem Leben.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-size:small;">Ich hoffe nur, ich hab sie nicht die ganze Zeit angestarrt und noch hoffentlicher hab ich kein bescheuertes, klettenhaftes, kindisches, proletenhaft besoffenes oder einfach nur bemitleidenswertes Verhalten an den Tag gelegt, denn aufgrund meines Alkoholkonsums in dieser Nacht hat mein Hirn sich geweigert alle Momente dieses Abends auch wirklich abzuspeichern. Wenn ich mir das jetzt grad mal überlege, endlich hab ich mal wieder ein paar Momente mit dieser meiner ach so süßen kleinen Traumfrau und dann bin ich so betankt, dass ich es nicht schaffe, jeden Moment wenigstens als Erinnerung mitzunehmen. Wann ich abgehauen bin... Weiß ich nicht mehr. Was noch viel schlimmer ist, wie ich mich von ihr verabschiedet hab... Weiß ich auch nicht mehr.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-size:small;">Hoffentlich hatt ich nicht die total bescheuerte Idee ihr nen Kuss zum Abschied zu geben, man ich muss eine der am heftigsten wehenden Bierfahnen im ganzen Laden gehabt haben. Ich muss die Frau wohl heut Abend (noch­)mal probieren anzurufen und sie vorsichtig fragen, und bis dahin muss ich ausschließlich beten und gutes Karma sammeln und darauf hoffen dass nicht irgendwie alles schon wieder vorbei ist bevor es überhaupt anfangen konnte. Ich muss ihr Herz einfach irgendwie für mich gewinnen, es haben sich doch schon genug Frauen in mich verliebt, jede mit der ich auch nur eine etwas längere Zeit zusammen war (das waren alles erst Affairen bei denen beide Seiten gesagt haben, es sind keine Gefühle da) hat sich letztendlich in mich verliebt und ich musste die Sache abbrechen, weil von mir aus sich nichts entwickeln wollte. Ich will doch nur einmal mit ner Frau zusammen sein, in die ich verliebt bin, und die ich nicht nur nett und gut aussehend finde oder mit der der Sex einfach so gut ist. Ne Frau bei der ich weiche Knie hab wenn ich sie sehe, bei der ich meine Sorgen vergesse wenn mein Kopf in ihrem Schoß liegt.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-size:small;">Naja, Fazit des Abends und der letzten Tage, ich bin anscheinend immer noch in diese Frau verliebt, die ich schon vor ein paar Monaten nicht bekommen sollte, und jetzt? Jetzt, wo ich eh keine Zeit für irgendwas hab geht mir diese Frau nicht mehr aus dem Kopf. Ich brauche dringend einen Plan...</span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Was ist los?]]></title>
<link>http://johannatindomerel.wordpress.com/?p=12</link>
<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 14:08:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>johannatindomerel</dc:creator>
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<description><![CDATA[Heute ist ein guter Tag, heute ist einer dieser tage, an den ich fast vollkommen zufrieden bin. Das ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist ein guter Tag, heute ist einer dieser tage, an den ich fast vollkommen zufrieden bin. Das Wetter ist besser als die letzten Tage, es ist nicht schön, aber auch nicht wirklich schlecht. Es geht ein angenehmer Wind, große, schwere Wolken ziehen wie Mauern über den Himmel, zwischendurch kann sich ein Stück blauer Himmel seinen Weg in die Freiheit erkämpfen. Gute Musik im Hintergrund, keine Verpflichtungen, keine Ängste...ich habe es für einen Moment geschafft mal für einen Augenblick nicht an meine Sorgen zu denken. Mein Leben ist gar nicht so schlimm, ich mache  es mir nur immer kompliziert. Natürlich läuft meistens nichts nach Plan und manchmal ist das Leben brutal und unbarmherzig und ich bewundere manche Menschen, die so üble Streiche des Schicksal überleben ohne zu verzweifeln.</p>
<p>Vergleiche ich meine Situation mit der mancher anderer Menschen, kommt es mir fast lächerlich vor, dass ich meine Situation als schwierig empfinde... ich denke die ganze Zeit, dass ich im Moment eigentlich sehr unglücklich sein müsste: ein  Lebensabschnitt, der bisjetzt mein ganzes tun bestimmt hat,die Schule, ist vorbei und ich weiß nicht was auf mich zu kommt...nicht wirklich ein Grund um unglücklich zu sein. Aber meine Beziehung geht zu Bruch, oder ist schon lange zu Bruch gegangen, aber wir hängen immer noch an dünnen Fasern zusammen und schaffen es nicht uns zu lösen...ein Grund, der mich wirklich unglücklich machen sollte, doch irendwie fällt es mir im Moment schwer traurig darüber zu sein...vielleicht auch nur, weil ich andere Menschen kennengelernt habe und weiß, dass mein Leben weitergeht und dass ich ohne ihn sehr wohl weiterleben kann.</p>
<p>Ich bin ständig auf der Suche nach jemandem, dem ich mich anvertrauen kann, der mir zuhört, mir versichert, dass es auch anders geht. Eine Zeit lang dachte ich, das Leben ist einfach so, ich habe daran gezweifelt, dass es wirkliche Liebe gibt, da ich sie noch nie wirklich gespürt hatte. Bis ich dann gemerkt habe, dass er einfach der Falsche für mich ist...bzw er ist nicht der Falsche, das wäre nicht fair, aber er ist einfach nicht der Richtige.</p>
<p>Doch es macht mich traurig, dass dies alles so emotionslos an mir vorüberzieht...ich habe diese Feststellung gemacht und sie als sachliche Feststellung akzeptiert. Manchmal habe ich Angst, dass ich in dieser Zeit, in der ich mit ihm zusammen war ein Stück von mir selbst verloren habe, mich zu sehr angepasst habe...ich weiß es nicht...ich hoffe, dass ich auch ein Stück weit zu mir selbst gefunden habe!</p>
<p>Heute ist ein schöner Tag, ich bin nicht traurig. Heute ist ein guter Tag, ich bin nicht unglücklich, es geht mir sogar gut! Ich frage mich: Was ist los mit mir???</p>
]]></content:encoded>
</item>
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<title><![CDATA[Lebendige Diskussionsstruktur in der Gemeinde]]></title>
<link>http://theolounge.wordpress.com/?p=2739</link>
<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 11:41:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>donralfo</dc:creator>
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Irgendwann fingen wir an, uns zu treffen. Es muss 2001 oder 2002 gewesen sein, so genau weiß ich e]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://theolounge.files.wordpress.com/2008/07/diskussion.jpg"><img class="size-medium wp-image-2746 alignleft" src="http://theolounge.wordpress.com/files/2008/07/diskussion.jpg?w=300" alt="" width="144" height="92" /></a></p>
<p>Irgendwann fingen wir an, uns zu treffen. Es muss 2001 oder 2002 gewesen sein, so genau weiß ich es nicht mehr. Mein guter Freund Klaus hatte ein brisantes Buch gelesen: <a href="http://www.amazon.de/H%C3%A4user-die-Welt-ver%C3%A4ndern/dp/3928093126">Häuser, die die Welt verändern</a> von einem gewissen Wolfgang Simson. Und nun war er voller Begeisterung und Eifer für die <a href="http://www.hauskirche.de/">Vision von Hauskirche</a> und suchte eine Schar von Freunden und Mitstreitern zusammen, um diese Vision zu verwirklichen. Wir waren, wie so üblich, eine Bande von Davids Helden: Verbitterte, Bedrängte und Verschuldete! Allesamt mehr oder weniger Gemeindegeschädigt und mit vielen persönlichen Problemen.<!--more--><br />
Ich war gerade dabei eine Gottesdienst-Allergie zu entwickeln und <strong>kam Sonntags meist erschöpft wie ein geprügelter Hund aus dem Gottesdienst, </strong>anstatt gestärkt und aufgebaut zu sein. Irgendwie nervte mich einfach alles (meistens) der Lobpreis, die Predigt und vor allen Dingen die endlosen geisttötenden Ansagen. Ich saß die meiste Zeit bei meinen engsten Freunden in der Reihe und machte Quatsch oder komödiantische Einlassungen. <img src="http://donralfo.wordpress.com/wp-includes/js/tinymce-192/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Wir kamen oft überein, Schilder zu malen und hochzuhalten, wenn endlos versucht wurde, dem Lobpreis <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salbung">"Salbung"</a> hervorzulocken, trockene Predigten kein Ende fanden, oder bestimmte Spezies ellenlange „Zeugnisse“ hatten, die redeten, ohne zwischendurch auch nur einmal Luft zu holen.<br />
So fing ich an, während unerträglicher<a href="http://www.glaube.de/artikel/thema/0fa686b603//prophetische_musik.html"> „prophetischer“ Gesänge</a> von angeblich begabten Geschwistern ohne jedes musikalische Gefühl und dünner Piepsstimme den Saal zu verlassen. Ich ging zu den Rauchern vor die Tür.<br />
Eigentlich kam ich dann nur noch, wegen dem Kaffeetrinken und der Gemeinschaft nach dem Gottesdienst, und weil ich die ganzen Leute der Gemeinde sehr gern hatte. (mit Ausnahme einiger Nervensägen, die es in jeder Gemeinde gibt)<br />
Dann ließ ich öfter mal Gottesdienste ausfallen, weil ich mich nicht so „fühlte“! Parallel fing unsere angestrebte Hauskirche an, mehr und mehr ins Zentrum zu rücken.</p>
<blockquote><p><strong>Ich war anfangs sehr skeptisch gegenüber dieser Vision und hatte „Null-Bock“ auf eine Gemeindegründung.</strong></p></blockquote>
<p>Wer waren wir denn schon? Ich litt zu diesem Zeitpunkt sehr unter Depressionen und fühlte mich überhaupt nicht für bahnbrechende Neuerungen berufen. So schleppten die Anderen mich eben geduldig mit. Es gab einige Begeisterte, einige skeptische und zurückhaltende und einige Totalversager, so wie mich, unter uns.<br />
Die meisten waren langjährige Christen mit viel Gemeindeerfahrung und zum größten Teil sehr aktiv in der Gemeindearbeit gewesen oder waren es noch. – <strong>Eigentlich keine schlechten Vorraussetzungen!</strong><br />
Zu Beginn hatten wir eine sehr lange Phase des Austausches und Nörgelns über alle die Dinge, die uns an herkömmlicher (charismatischer) Gemeinde missfielen und eine Zeit des Betens, wie unsere Hauskirche denn aussehen sollte.<br />
Wir fingen an, <a href="http://www.amazon.de/H%C3%A4user-die-Welt-ver%C3%A4ndern/dp/3928093126">das gute Buch über Hauskirche</a> von <a href="http://www.simsonwolfgang.de/html/willkommen.html">Wolfgang Simson</a> gemeinsam zu lesen und zu diskutieren. Dann wurden einige Dinge in die Tat umgesetzt. Zum Beispiel wurde das gemeinsame Essen einer der wichtigsten Teile der neuen Liturgie.</p>
<blockquote><p><strong>Dabei wurden viele persönlichen Probleme erörtert und über die dämlichen Strukturen der althergebrachten Gemeinde diskutiert und genörgelt.</strong></p></blockquote>
<p>Anschließend gab es noch einen Teil des Meckerns über die althergebrachte Gemeinde und ihrer Leiter insbesondere.<br />
Wir hatten im Laufe der Jahre einige Favoriten von Pastoren und Leitern, über die wir lästerten und herzogen.<br />
Das wurde schnell zum „running Gag.“ Einer unserer Teilnehmer machte denn auch eines Tages die Feststellung, daß wir keine Hauskirche seien, sondern so eine Art <strong>geistlicher Stammtisch</strong>. Viele gaben ihm insgeheim oder offen Recht und wir versuchten uns zu bessern.<br />
Auf der anderen Seite gab es aber auch <strong>viele positive Dinge,</strong> die sich entwickelten. Wir entwickelten tatsächlich so etwas wie eine Dialog-Predigt. Während jemand neue Erkenntnisse vortrug oder zu einem Thema referierte, kamen alle Anderen auch zu Wort. Es wurden Zwischenfragen gestellt, Zweifel geäußert, oder persönliche Probleme einbezogen, die jemand mit Lehren hatte etc.<br />
Wir entwickelten eine lebendige Diskussionsstruktur, die auch manchmal zum Streit führte. Wir konnten halt nicht immer sachlich bleiben und so kamen auch viele Defizite ans Licht, die sonst normalerweise unter den Teppich gekehrt werden.<br />
Das tat uns allen sehr gut. Endlich wurde man mal nicht zugepredigt, sondern konnte auch seine Meinung sagen. <strong>Das wäre in „normalen“ Gottesdiensten schon allein technisch nicht möglich gewesen.</strong> So kamen auch viele Leute zu Wort, die in der Gemeinde niemals gehört worden wären und dennoch viel Weisheit hatten. Oder man konnte Dinge fragen, die man nie in einem Gottesdienst gefragt hätte. Irgendjemand wusste immer etwas zum Thema zu sagen und man lernte viele verschiedene Sichtweisen kennen.</p>
<blockquote><p><strong>Das Wort Gottes wurde daher nicht nur gepredigt, sondern richtig gut durchgekaut und verdaut.</strong></p></blockquote>
<p>Die Defizite und negativen Eigenschaften, die bei einzelnen ans Licht kamen, wurden dann aber auch im Gebet und Gespräch intensiv bearbeitet. Dadurch kamen wir uns als Menschen sehr nahe und pflegten eine Offenheit und Transparenz untereinander, die in manchen Gemeinden vielleicht gepredigt, aber selten verwirklicht wurde. Selbst Eheprobleme wurden nicht unter den Teppich gekehrt, sondern kamen immer wieder auf den Tisch. Das war sehr hilfreich und führte bis auf eine Ausnahme zur Besserung bzw. Heilung der Beziehungen.<br />
Wir erlebten auch eine Reihe von Gebetserhörungen, obwohl wir nach einigerer Zeit nur noch selten zusammen beteten. Das gemeinsame Gespräch war uns einfach wichtiger. Und wenn wir dann beteten, dann auch ernsthaft und mit viel Erfolg.<br />
Die typische charismatische Liturgie mit Lobpreis, Gebet und Predigt oder Bibelarbeit kam uns ziemlich schnell abhanden. Immer seltener wurden die Gitarren hervorgeholt, um gemeinsam zu singen.<br />
Da wir keinen Pastor oder Leiter im herkömmlichen Sinn hatten, war eigentlich jeder herausgefordert, selbst Verantwortung zu ergreifen, selber nachzudenken und im Wort Gottes nachzuforschen. – Aber wie zäh lasteten die vielen Jahre des berieselt Werdens mit Lobpreis, Zeugnissen und Predigt auf uns. Wir waren halt über Jahrzehnte gewöhnt, alles vorgekaut zu bekommen. Letztlich waren es dann doch meistens dieselben, die der Hauskirche irgendeinen Input zu geben hatten, der dann meistens durch die Anderen kritisch hinterfragt wurde.</p>
<blockquote><p><strong>Durch diese Diskussionsstruktur wurden allerdings viele ansonsten zurückhaltenden und schweigsamen „Mäuschen“ plötzlich lebendig und beteiligten sich ganz anders am gemeinsamen Gespräch als sie es jemals getan hätten.</strong></p></blockquote>
<p>Das sehe ich schon als ein Wachstum im mündigen, selbstständigen Christ sein und menschsein an!<br />
Der Nachteil daran war allerdings, daß wirklich alles und jeder hinterfragt wurde und wir uns hauptsächlich nur darüber einigen konnten, was wir ablehnten, aber nur sehr schwer darüber, was wir eigentlich gemeinsam glaubten, oder wohin die Reise eigentlich gehen sollte. Visionen und Ziele gemeinsam zu formulieren und daran festzuhalten war sehr schwer, weil eigentlich immer jemand anderer Meinung war und wir keinen Leiter hatten, der dann die Richtung einfach kraft Gottes Autorität vorgegeben und bestimmt hätte.<br />
So lief im Prinzip dann alles nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner. – Das ist nicht gerade das, was Menschenmassen begeistern könnte. Wir hatten zwar theoretisch die Vision, unsere Hauskirche zu teilen und zu wachsen. Wir hatten auch viele Leute zu Gast (auch Nichtchristen) aber der begeisternde Funke, der eine Gemeinde nach vorne treibt, fehlte wohl. So kam es nach anfänglichem Wachstum eher zu einem langsamen Schrumpfungsprozess. Die Querulanten und Schwierigen, die Halbchristen und Nichtchristen verließen uns nach und nach, übrig blieben nur noch ein paar gute Freunde, die weiter zusammenhielten, aber eigentlich weit weg von der ursprünglichen Vision einer Hauskirche dahindümpelten.</p>
<p><strong>Aber dann kam irgendwie frischer Wind in die Gemeinschaft hinein.</strong> Wir meckerten nicht mehr so viel, sangen öfter ein paar Lobpreislieder zusammen und begannen regelmässig ein Kapitel Bibel zusammen zu lesen, über das wir uns dann austauschten. Wir blieben immer noch völlig entspannt dabei, aber Gott schien etwas neues in unserer Mitte zu wirken. Pötzlich kamen viele neue Leute und alte Bekannte dazu. Einige kamen durch meine Internetaktivitäten, andere wurden von jemand aus unserem Kreis eingeladen, oder luden sich selbst ein. Wir reden immer noch viel über Alles, was uns bewegt - manchmal fast therapeutisch, manchmal machen wir nur Blödsinn, manchmal dikutieren wir über Gottes Wort oder Politik.</p>
<p>Ich wünsche jeder Gemeinde einen solch intensiven Austausch, solche Offenheit untereinander und soviel Spaß miteinander, wie wir es genießen! Aber man muss es auch bewusst wollen und den Rahmen dafür schaffen. Man muss schon ständig ein Risiko dafür eingehen. Aber echte, ungezwungene Kommunikation miteinander kann eine Gemeinschaft ungeheuer beleben und bereichern!</p>
<p>ich wünsche Euch Gottes Segen und gutes Gelingen dazu.</p>
<p>Foto: Ralf Förthmann</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[der erste tag.]]></title>
<link>http://roebbchen.wordpress.com/?p=3</link>
<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 10:36:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>roebbchen</dc:creator>
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<description><![CDATA[Der Morgen beginnt mit Adrenalin. Und  diese grenzenlose Leere. Noch nie habe ich mich so hilflos g]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Der Morgen beginnt mit Adrenalin. Und  diese grenzenlose Leere. Noch nie habe ich mich so hilflos gefühlt. das ist nicht mein Leben oder das was es einmal war...<br />
Ich fühl mich wie in Trance. Die Nacht schwarz wie die Dunkelheit. Nur ein kurzer (Augen)Blick und die letzten Tage ziehen in S/W an mir vorbei...<br />
Du packst das, sagt eine Stimme in mir und doch bin ich mir dessen nicht so sicher.<br />
Ändere dich immer und immer wieder höre ich aus meinem Innern, sonst wirst du nie wieder erfahren was wahre Liebe heißt:<br />
Einsamkeit heißt ohne die Person aufzuwachen...<br />
Die Sonne brennt und doch fühle ich wie auf einer anderen Welt, alleine...<br />
Du willst fliegen und doch musst du am Boden bleiben und erkennen dass du nicht fliegen kannst.<br />
Du willst alles hinter dich lassen und doch musst du erkennen, dass dich die Vergangenheit und deine eigene Art dich wieder einholt...<br />
Ändere dich wiederholt diese stimme nochmals, sonst weißt du nie was du besser machen kannst...<br />
Hör auf manchmal so egostisch zu sein und liebenswerte Menschen mit dieser Art zu verletzen, die dir selber irgendwann das Genick brechen wird.<br />
Das Bild hängt schief...</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Schön...]]></title>
<link>http://lilienfeuer.wordpress.com/?p=23</link>
<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 22:34:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>lilienfeuer</dc:creator>
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<description><![CDATA[Wenn Kerl neben mir liegt, mich festhält und mir mit der tiefen, heiseren Stimme einige Zeilen von ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Kerl neben mir liegt, mich festhält und mir mit der tiefen, heiseren Stimme einige Zeilen von diesem Lied ins Ohr singt, ist Glück das Mindeste, was ich empfinde.</p>
<p>(Und zwar folgende:<em><br />
</em></p>
<address><em>You gotta spend some time with me, </em></address>
<address><em>And I know that you'll find love, </em></address>
<address><em>I will possess your heart</em></address>
<address> </address>
<p>Copyright by Death Cab for Cutie)</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/pq-yP7mb8UE'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/pq-yP7mb8UE&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p>Ich freu mich darauf, wenn er wieder da ist...</p>
]]></content:encoded>
</item>

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