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	<title>abgrenzung &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/abgrenzung/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "abgrenzung"</description>
	<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 09:53:21 +0000</pubDate>

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	<language>en</language>

<item>
<title><![CDATA[Verschleierung?]]></title>
<link>http://schweizerkrieger.wordpress.com/?p=366</link>
<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 12:38:09 +0000</pubDate>
<dc:creator>schweizerkrieger</dc:creator>
<guid>http://schweizerkrieger.wordpress.com/2008/08/16/verschleierung/</guid>
<description><![CDATA[Die Begründung für das Tragen eines Kopftuchs ergibt sich für 
muslimische Frauen aus dem Koran, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Die Begründung für das Tragen eines Kopftuchs ergibt sich für <img class="alignleft" src="http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/fundiert/2006_02/06_02_boettcher/kopftuch.jpg" alt="" width="185" height="118" /><br />
muslimische Frauen aus dem Koran, Sure 24:31,<br />
der Frauen dazu aufruft,ihre Reize – soweit sie nicht<br />
normalerweise sichtbar sind – vor Männern, die nicht mit<br />
ihnen verwandt oder verheiratet sind, zu verbergen.<br />
Genauere Vorschriften bezüglich der Kleidung sind allerdings<br />
dem Koran nicht zu entnehmen.<br />
Eine besonders extreme Form des verschleiernden Kopftuchs<br />
für Frauen ist die Burka, die sogar die Augen hinter einem<br />
Netz versteckt.Sie war in Afghanistan unter dem<br />
Taliban-Regime üblich. Eine weitere häufig verbreitete<br />
Version im Nahen Osten ist die Kombination aus Kopftuch<br />
(Hidschab) und Niqab, wobei hier ein zusätzlicher<br />
Gesichtsschleier getragen wird oder das Kopftuch über<br />
das Gesicht gelegt wird. Die Augen der Trägerin bleiben<br />
frei oder werden nur durch leichte Stoffschichten verhüllt.</p>
<p>Viele konservative oder traditionell verbundene oder<br />
aus traditionellen Familien stammende muslimische<br />
Frauen tragen ein Kopftuch nicht nur beim Moscheebesuch<br />
sondern auch im Alltag, einen so genannten Tschador<br />
(persisch) oder Hidschab bzw. Hijab (arabisch),<br />
als Teil der Glaubenspraxis.</p>
<p>Es werden zusätzlich Berichte über das Leben<br />
des Propheten Mohammed hinzugezogen.Die Mehrheit<br />
der Korangelehrten bezieht sich auch auf Ibn Abbas,<br />
einen Wegbegleiter Mohammeds, der gesagt haben soll,<br />
dass „was normalerweise sichtbar ist“ sich auf<br />
„Gesicht und Hände“ bezieht, diese daher nicht bedeckt<br />
werden müssen. Eine kleinere Anzahl von Muslimen lehrt<br />
jedoch, dass die Frauen sich komplett verhüllen müssen,<br />
was eben auch das Gesicht und die Hände mit einschließt.</p>
<p><span style='text-align:center; display: block;'><object width='425' height='350'><param name='movie' value='http://www.youtube.com/v/OM2ulZpwA1A'></param><param name='wmode' value='transparent'></param><embed src='http://www.youtube.com/v/OM2ulZpwA1A&rel=0' type='application/x-shockwave-flash' wmode='transparent' width='425' height='350'></embed></object></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;">Fazit: Verschleierung ist eine stake Abgrenzung<br />
zur Öffentlichkeit und Verweigerung der Integration.<br />
In einem Muslimischen Land ist das Tragen von Kurzen<br />
Blusen oder Miniröcken untersagt!</span></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><br />
</span></p>
<p><!--more--><span style="color:#0000ff;">Zu diesem Artikel gibt es ein ausführliches PowerPoint.<br />
Falls Du Interesse hast, an solchen oder endlichen  Themen<br />
melde Dich.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Soziale Marken]]></title>
<link>http://neuromarket.wordpress.com/?p=92</link>
<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 05:20:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Alexander Grosch</dc:creator>
<guid>http://neuromarket.wordpress.com/2008/08/12/soziale-marken/</guid>
<description><![CDATA[Marken signalisieren die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen. Wie im vorherigen Artikel schon erlä]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Marken signalisieren die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen. Wie im vorherigen Artikel schon erläutert, wird die Bedeutung von Marken erheblich durch ihre Nutzung beeinflusst.</p>
<p style="text-align:justify;">Denn die Nutzung und Nutzer sorgen für die Einordnung von Produkten und Marken in einen sozialen Kontext.</p>
<p style="text-align:justify;">Neben dieser sozialen Bedeutung der Zugehörigkeit, haben Marken allerdings noch eine weitere wichtige Funktion. Denn die Codes, die kommuniziert werden machen auch ein Statement über die Käufer, über die Person des Käufers selbst.</p>
<p style="text-align:justify;">In der Sozialpsychologie wird dabei von der "symbolischen Selbstergänzung" gesprochen (<em>Scheier, Held, Wie Werbung wirkt (2007), S.91ff, Haufe</em>). Die Codes haben also nicht nur die Aufgabe ein bestimmtes Bild gegenüber Anderen zu vermitteln, sondern sie sollen auch das Bild unterstützen und ergänzen, das ich selbst von mir habe. Codes erfüllen also verschiedene soziale Funktionen:</p>
<ul style="text-align:justify;">
<li>sie machen ein Statement über uns selbst</li>
<li>sie grenzen uns ab</li>
<li>sie signalisieren Zugehörigkeit.</li>
</ul>
<p style="text-align:justify;">Auch Marken und Produkte übernehmen diese Funktionen und bestimmen so unseren Alltag. Ihre Bedeutung geht also über den lediglichen Konsum oder Gebrauch hinaus.</p>
<p style="text-align:justify;">Der Fahrer eines <strong>Jaguar</strong> macht ein Statement über sich selbst. Gleichzeitig ist der <strong>Jaguar</strong> auch ein Code für eine Gruppenzugehörigkeit, beispielsweise die Gruppe der erfolgreichen Männer mit extravagantem Geschmack. Ebenso verhält es sich mit Hugo Boss-Schuhen oder Blackberry-Handys.</p>
<p style="text-align:justify;">Stereotypen sind wichtig für unser implizites System. Das Bild des stereotypen Käufers eines Produktes oder einer Marke ist ein wichtiger Code. Marken werden immer mit bestimmten sozialen Gruppen verbunden, zu der wir entweder gehören wollen oder eben nicht.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Marke Apple hat dies bei der Einführung des iPod effizient genutzt. Das Unternehmen stattete Prominente mit ihrem Gerät aus. Diese Maßnahme reichte aus, um den iPod ohne große weitere Werbeaktivitäten mit Bedeutung aufzuladen und mit Exklusivität zu verbinden.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Bedeutung von Marken und Produkten muss auch im weiteren Marketing-Mix beachtet werden, so z.B. bei der Preis- und Rabattpolitik. Denn bei einer exklusiven Marke kann durch exzessive Rabattpolitik einer Käuferschicht Zugang zur Marke verschafft werden, mit der sich die Kernzielgruppe nicht identifizieren möchte.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Markenkommunikation hat die wichtige Aufgabe Produkte und Marken über implizite Codes mit Bedeutung aufzuladen, um zur Selbstergänzung, Abgrenzung oder Zugehörigkeit beizutragen.</p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
<p style="text-align:justify;"> </p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gruppe vs. Kultur]]></title>
<link>http://ybraun.wordpress.com/?p=36</link>
<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 10:59:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Yury Braun</dc:creator>
<guid>http://ybraun.wordpress.com/2008/07/09/gruppe-vs-kultur-grundsatze/</guid>
<description><![CDATA[Der Begriff &#8220;Kultur&#8221; hat viele Definitionen, von denen jedoch keine als die einzig wahre]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Der Begriff "Kultur" hat viele Definitionen, von denen jedoch keine als die einzig wahre gesehen werden kann. Vor allem wenn man die <a title="Kultur" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur" target="_blank">Vielzahl an Begriffserklärungen</a> dieses Wortes betrachtet, sieht man die Komplexität dieses Themas. Am schwierigsten ist dabei die Abgrenzung zwischen Kultur und Gruppe zu begreifen. Gruppenzugehörigkeit und Kulturzugehörigkeit können identisch sein, müssen es aber nicht. Eine Kultur kann mehrere Gruppen enthalten. Eine deutsche Frau aus dem Sauerland kann sich bspw. als Deutsche fühlen (hier Kultur als Landeskultur), als Sauerländerin (hier eine Untergruppe der Landeskultur) oder auch als Frau (übergeordnete Kategorie, die sämtliche Kulturen beinhält). D.h. Kultur ist eine Möglichkeit, sich  als Mitglied einer Gruppe zu fühlen. Dabei kommt es vor allem auf die jeweilige Situation an. Jeder Mensch fühlt sich einer Vielzahl an Gruppen zugehörig (z.B. Mann, Raucher, Hundehalter, Sportler, Deutscher, etc.). Je nach Kontext werden einzelne dieser Gruppe <a title="Salienz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salienz" target="_blank">salient</a>, d.h. psychologisch relevant. Interessant ist in diesem Zusammenhang die <strong>Interaktionskontext - Theorie</strong>. Diese stützt sich auf zwei Aspekte, die dazu führen, dass eine Gruppe für ein Individuum salient wird. Das erste ist die <strong>Akzessibilität </strong>einer Gruppe. Das bedeutet die Zugänglichkeit zu einer bestimmten Gruppe. Die Akzessibilität zur Gruppe von Hundebesitzern ist bspw. schwer zu realisieren wenn man keinen Hund hat. Ist die Akzessibilität zu einer Gruppe gesichert, so kommt es auf die <strong>Passung </strong>des Situationskontextes, in dem sich ein Individuum aktuell befindet. Ein Beispiel hierfür wäre die Werbung von Hundenahrung im Fernsehen. Hat man einen Hund, so ist die Gruppe der Hundebesitzer grundsätzlich akzessibel. Sieht man dazu noch aktuell die Werbung von Hundenahrung im Fernsehen, so wird eine passende Situation geschaffen. <strong>Doch ob die Situation tatsächlich passt oder nicht, bleibt der persönlichen Empfindung des Individuums überlassen! </strong>Das heißt, dass die Passung ein streng subjektives Empfinden ist. Die Akzessibilität ist dagegen meist pauschal.</p>
<p style="text-align:justify;">In diesem Kontext ist auch die <strong>Social Identity Theory</strong> interessant. Die Hauptaussage der SIT ist, dass jedes Individuum ein positives <strong>Selbstkonzept </strong>anstrebt. Grunsätzlich besteht das Selbstkonzept aus zwei Bestandteilen: der <strong>persönlichen Identität</strong> (Individuum) und der <strong>sozialen Identität</strong> (Gruppe). Bei einer negativen sozialen Identität (diese wird im Hinblick auf gruppendynamische Prozesse relevant) wird die Gruppe, in der sich das Individuum befindet (siehe Interaktionskontext-Theorie) negativ beurteilt. Ein Beispiel wäre ein Raucher, der von einem Nichtraucher angepöbelt wird. In diesem Fall hat der Raucher drei Möglichkeiten, um sein Selbstkonzept positiv zu beeinflussen. Entweder er geht dem Gruppenvergleich (Raucher vs. Nichtraucher) aus dem Weg oder er verteidigt die eigene Gruppe der Raucher oder - zugegeben, das wird nicht oft passieren - er wechselt die Gruppe und wird Nichtraucher. Die eigene Gruppe (Ingroup) kann durchaus aus mehreren Untergruppen bestehen. Je nach Situation wird man sich entweder der Gesamtgruppe oder der jeweiligen Untergruppe angehörig fühlen. Dabei bedeutet die jeweilige Betrachtung der "Ingroup" und der "Outgroup" eine Abgrenzung und Diskriminierung von Angehörigen der Outgroup. Dies führt zu Konflikten, Wettbewerb und - wenn man den Sachverhalt auf ein Unternehmen überträgt -  zu einer ineffektiven und ineffizienten Arbeitsweise.</p>
<p style="text-align:justify;">Um diesen psychologischen und sozialwissenschaftlichen Exkurs abzurunden, betrachten wir ein analoges Problem in einem Unternehmen. Laut Vroom (1969) besteht ein Unternehmen aus vielen kleinen Gruppen von Individuen, die miteinander interagieren. Dabei besteht jede Gruppe aus einer Führungsperson und n Mitarbeitern. Was kann man nun tun, wenn es zu Konflikten zwischen den einzelnen Gruppen kommt? Dafür gibt es nur eine sichere Lösung - einen gemeinsamen Kontext schaffen. Dieser gemeinsame Kontext ist nichts anderes als eine Unternehmenskultur. Auf der psychologischen Ebene bedarf es aber einer Abgrenzung der Mitarbeiter gegenüber einer anderen Gruppe, denn nur so kann man sich mit dem Gesamtunternehmen als Gruppe identifizieren. Aus diesem Grund arbeitet man u.a. mit Feindbildern von anderen Konkurrenzunternehmen gegenüber denen man sich abgrenzt, was eine positive Beeinflussung der sozialen Identität bewirkt. Man muss aber bedenken, dass eine Unternehmenskultur nicht von heute auf morgen implementiert werden kann, sondern mindestens 3-5 Jahre braucht bis die meisten Mitarbeiter sich mit dieser Unternehmenskultur identifizieren können.</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Menschen und Persönlichkeitsrechte für Tiere?]]></title>
<link>http://ariton.wordpress.com/?p=53</link>
<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 20:14:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>ariton</dc:creator>
<guid>http://ariton.wordpress.com/2008/06/12/menschen-und-personlichkeitsrechte-fur-tiere/</guid>
<description><![CDATA[Also für mich hört sich die ganze &#8220;Sind Schimpansen Menschen?&#8221; Debatte immer etwas nac]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p>Also für mich hört sich die ganze <a href="http://brightsblog.wordpress.com/2008/06/12/sind-schimpansen-menschen/">"Sind Schimpansen Menschen?"</a> Debatte immer etwas nach "wir haben sonst keine Probleme" an. Klar Tierversuche sind grausam und gehören aus meiner Sicht verboten. Aber das wars dann auch! Meiner Ansicht nach ist eine Vermenschlichung von Tieren ein ernstes psychisches Problem und der Ausdruck von mangelnder Abgrenzungsfähigkeit. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch die Fähigkeit zu abstrahieren, genau diese Fähigkeit führt dann auch dazu Tiere zu vermenschlichen oder als Erziehungsberechtigte für einen Schimpansen eingesetzt werden zu wollen. Wie wärs mal mit selber Ficken, Frau Stibbe, und ein eigenes Kind machen das darf man dann automatisch erziehen und man muß nicht einen armen Affen damit beleidigen, ihn wie einen Menschen behandeln zu wollen. Furchtbar! Ein weiterer Unterschied zwischen Menschen und Tieren ist das nur der Mensch sich Gedanken um andere Spezies macht, ein Affe tut das nicht!</p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Dualismus in der Mode]]></title>
<link>http://jasminrifai.wordpress.com/?p=24</link>
<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 15:04:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>jasminrifai</dc:creator>
<guid>http://jasminrifai.wordpress.com/2008/03/29/dualismus-in-der-mode/</guid>
<description><![CDATA[

Da einersetis ein grundlegendes Interesse des Menschen an Einheit und Gleichheit aber andererseits]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<p><span><br />
Da einersetis ein grundlegendes Interesse des Menschen an Einheit und Gleichheit aber andererseits ein Interesse an Veränderung und Besonderheit besteht, spricht man vom Dualismus in der Mode. Es ist ein ständiges Hin- und Her zwischen Nachahmung und Abgrenzung.<br />
Die Mode ermöglicht dem Einzelnen, sich einer Gruppe Gleichgestellter, die sich von anderen Gruppen abgrenzt, anzuschließen. Wird diese Gruppe positiv bewertet, dann wird auch das Individuum seine eigene Identität positiv bewerten. </span></p>
]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[GrenZen]]></title>
<link>http://lebensregie.wordpress.com/?p=130</link>
<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 08:17:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sandra Heinzelmann</dc:creator>
<guid>http://lebensregie.wordpress.com/2008/01/30/grenzen/</guid>
<description><![CDATA[
Grenzen, für viele von uns sind sie ein Thema, das mit Unsicherheiten und Gefühlen wie Angst, Wut]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://lebensregie.wordpress.com/files/2008/01/stacheldraht.jpg" alt="Stachelige Grenzen" /></p>
<p>Grenzen, für viele von uns sind sie ein Thema, das mit Unsicherheiten und Gefühlen wie Angst, Wut, Kränkung und Schmerz besetzt ist. Wir haben das Bedürfnis, uns (friedvoll oder energisch) abzugrenzen und wissen gleichzeitig, dass Grenzen trennen und blockieren. Dass Zen Teil des Wortes ist, mag als Einladung Gedanken zum eigenen Umgang mit Grenzen anstoßen. <em>"Das Leben zu leben in seiner ganzen Fülle"</em> findet sich bei Wikipedia unter dem Begriff Zen. Zur Fülle gehört auch die Fülle an Energien und Erscheinungsformen, die in diesem Thema Grenzen steckt. Oft geht es ja im Grunde um den Raum, den wir für uns selbst brauchen und die Frage, wieviel davon wir uns selbst zugestehen. Wertvoll ist, die Dimensionen des Bedürfnisses nach Abgrenzung besser zu verstehen und in einem ersten Schritt als Realität anzunehmen.</p>
<p>Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Klient hat Schwierigkeiten in seiner frisch gestarteten Selbstständigkeit. Sein Thema bringt er selbst in einem Wort auf den Punkt: "Selbstwert?!". Dies zeige sich, so die Erkenntnis des Freiberuflers, in seiner mangelnden Fähigkeit, sich abzugrenzen. Als Jurist ist er in einem Geschäftsfeld tätig, mit dem viele Menschen zu tun haben. Immer wieder fragen ihn Bekannte oder Netzwerkkontakte in eigener Sache nach Unterstützung, Tipps und Rat. Kostenlos. Er gibt diese, fühlt sich dabei jedoch dazu gezwungen und irgendwie ausgenutzt. Beim näheren Hinsehen stellt der Klient fest, dass dieses Thema mehrere Dimensionen für ihn hat und auch verschiedene, starke Gefühle auslöst. Aufgedröselt sind das für ihn: die Wut darüber, dass seine (Dienst)Leistung für lau erwartet wird. Das erlebt er sichtlich echauffiert: "Ich muss doch auch von etwas leben!" Existenzängste sind Teil dieser als heftig erlebten Emotion. Gleichzeitig fühlt er sich gekränkt, weil er es als fehlende Wert-Schätzung interpretiert. Eine weitere Angst spielt in seinem emotionalen Cocktail eine Rolle, weil er befürchtet, durch ein "nein" vielleicht potenzielle Mandanten zu vergraulen. Da hört er eine Stimme aus seinem Inneren: "Stell dich nicht so an. Der Markt ist heute so! Man muss erst einmal ganz viel geben, dann kommen auch die Aufträge!" Schuld ist ebenfalls eine diffuse Emotion: "X hat große Probleme, da muss ich doch helfen... Er ist ja ein guter Bekannter."</p>
<p>Der Anwalt erarbeitet sich in der Folge eine persönliche und bewusste Strategie, wie er künftig mit solchen Anfragen umgeht. Das Wahrnehmen der verschiedenen Gefühle wirkt unterstützend. Von der "Grenze" nähert er sich gedanklich und in seinem Handeln dem Raum, den er selbst braucht und der sich für ihn gut anfühlt. Damit verändert sich im Laufe der Zeit auch seine Haltung. Sein entspannterer Umgang mit "Du-ich-hab-da-mal-eine-juristische-Frage" bringt ihm mehrere Folgemandate. Aus einem ursprünglichen "Ich muss mich abgrenzen" wird: "Ich brauche mehr (Entscheidungsspiel)Raum..."</p>
<p>Welche Erfahrung haben Sie mit dem Thema Grenzen?</p>
]]></content:encoded>
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