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	<title>2-geschehenes &amp;laquo; WordPress.com Tag Feed</title>
	<link>http://wordpress.com/tag/2-geschehenes/</link>
	<description>Feed of posts on WordPress.com tagged "2-geschehenes"</description>
	<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 17:15:58 +0000</pubDate>

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<item>
<title><![CDATA[2B und A4  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/16/2b-und-a4/</link>
<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 20:53:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/16/2b-und-a4/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 341– Sonntag, 16.11.08
Er war früh auf für einen Samstagmorgen. Während der junge Tag]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 341– Sonntag, 16.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Er war früh auf für einen Samstagmorgen. Während der junge Tag ihn sonnenrötlich durch das Küchenfenster anlächelte, wischte er den sauberen Küchentisch ab, das musste er als erstes tun jeden Tag, noch vor dem Aufsklogehen. Immer wenn er mit dem feuchten Lappen die Arbeitsfläche abrieb, die saubere noch sauberer machend, und danach bitte das Handtuch nicht vergessen, wir wollen ja nicht auf einen feuchte Oberfläche fassen, immer also, wenn er mit dem feuchten Lappen die Tischplatte reinstrieb, dachte er an Galilei, er hoffte zumindest, dass er dabei an den richtigen dachte, und dass dieser seinerzeit gesagt haben soll, man gebe ihm einen festen Punkt (außerhalb des Universums) und er würde die Welt aus den Angeln heben. [Beim Gugeln kommt heraus, dass Platon wohl festgehalten hat, dass dieser Ausspruch Archimedes zuzusprechen ist. Auch egal.]</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Fertig mit Wischen, immer wieder dabei diesen festen Punkt an den Tischecken spürend, diesen festen Punkt, mit dem er seine Welt aus den Angeln heben könnte, wenn er wollte, fällt ihm ein, dass er unbedingt noch Bleistiftminen kaufen will, heute.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nun muss man wissen, dass unser Protagonist Zettel verschmäht, die nicht DIN A4 sind. Schlimmer aber noch, er mag keine Filzer, Gelstifte oder Kugelschreiber. Genauer: Er mag nur Bleistifte. Beileibe nicht irgendwelche. Weiche. Will sagen B-Klasse. Genauer: 2B. (Kriegste nicht überall. Nur im „guten“ Fachgeschäft.)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">So will er also auf seinem noch nicht existierenden A4-Einkaufszettel mit seinem 2B-Minen-bestückten hochwertigen Druckbleistift aufschreiben: „2B“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Im PC-Drucker findet sich genau noch ein letztes, wie Männer gern sagen, jungfräuliches Blatt Papier der Größe A4, so dass er an selbigem Gefallen findet und dieses in die Küche trägt, auf den reinstgeputzten Tisch legt, um sogleich zwei Einkäufe darauf zu vermerken: „2B“ und „A4“, weil ja auch das Papier zur Neige geht. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Er nimmt also seinen hochwertigen Druckbleistift, will die „2“ formen, als ihm der letzte Rest vom Schützenfest sprich die Spitze seiner Mine abbricht. Ruhiges, gelassenes Drücken auf den hiernach benannten Druckbleistift hilft nicht wirklich. Staccato-Getrommel auf dem Küchentisch (natürlich hat er eine Zeitung untergelegt, eine alte!!!) führt zu leichtem Graphit-Gebrösel vor ihm, aber mehr auch nicht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wie gesagt, der Tag ist noch jung, er ist ja früh aufgestanden, um diesen Tag voll zu nutzen, ganz sich selber zu sein.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Als Die-Technik-sei-mir-Untertan-Mann nimmt er nun seinen hochwertigen Druckbleistift, immer wieder „2B“ und „A4“ auf die Hirn-Umlaufbahn schickend, und widmet sich seinem geliebten Schreibwerkzeug, das er in sämtliche konstruktive Komponenten zerlegt, bis er sicher ist, dass kein Graphitkrümel mehr unterwegs ist, sein verstopfendes Unwesen treibend. Parallel zur Einkaufs-Umlaufbahn fällt ihm die uralte Alpirsbacher-Klosterbräu-Werbung ein, bei der ein kleiner Junge zum Bierholen geschickt wird und dabei immer wieder seinen Einkaufsauftrag vor sich her sagt, bis dieser sich zu „Alpirskloster Bacherbräu“ verselbständigt. A4 ist A4, denkt er sich, aber bei den Minen schwächelt er dann doch: Heißt es nun 2B oder B2? Während die Markt-Karotten und die Ohne-Geschmack-Joghurts eine weitere Umlaufbahn aufmachen, wirft er einen verächtlichen Blick auf das Kugelschreiber-Stiftesilo und die gelben Haftmarker, die dazu angetreten sind, unsere Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu verzetteln. Sein Blick sagt nur eines: &#8220;Ich halte durch!&#8221;<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Bleistift ist gesäubert, die Minen sind alle, das letzte Blatt A4-Papier mit Krümeln versaut, die Sonne steht spätaufsteherhoch am Himmel und unser Frühaufsteher überlegt ziemlich krampfhaft, was er sich eigentlich aufschreiben wollte&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;" lang="EN-US">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Alles außer … Prozentrechnen  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/16/alles-auser-%e2%80%a6-prozentrechnen/</link>
<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 22:57:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/16/alles-auser-%e2%80%a6-prozentrechnen/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 340– Samstag, 15.11.08
Heute musste es mal wieder sein. Baumarkt war angesagt. Ich brauc]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 340– Samstag, 15.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Heute musste es mal wieder sein. Baumarkt war angesagt. Ich brauchte Styropor. Bei der verstopften Anfahrt merkte ich, dass bei meinem praktischen Baumarkt wieder „alles außer Tiernahrung“ Tage angesagt waren. Während ich so vor mich hinstand, sinnierte ich wieder über den Umstand, warum die Leute hier überhaupt an den anderen Tagen kaufen, wenn sie alle paar Wochen sowieso für 20% weniger kaufen können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Am entgegengesetzten Ende des Parkplatzes wartete dann doch noch ein freies Plätzchen auf mein Auto, und ich schickte mich an, einen So-schnell-wie-möglich-raus-hier-Besuch im Baumarkt anzutreten. Das Styropor war schnell gefunden, ein frei rumlaufender Fachverkäufer wies mir den Weg an den Rigipsplatten vorbei. Fast 17 Euro für eine Styropor-Platte! Und ich brauchte sechs davon. Ein kleines Vermögen dachte ich so bei mir, um dann festzustellen, dass der Preis für ein ganzes Paket gilt, grob geschätzt mehr als 10 Platten. Ich nahm mir die sechs Stück, die ich brauchte und dachte mir, jetzt bloß kein Chaos an der Kasse verursachen, frag mal am Info-Stand, ob die Dinger erst ausgezeichnet werden müssen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Sie mussten nicht. Ich ging zur Kasse und stellte mich schön hinten an in der Schlange, ebenso stolz wie meine Vorleute, dass ich jetzt auch noch 20% sparen würde.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Irgendwann war dann sogar ich dran und zeigte dem Kassierer meine Beute. Er wisse den Preis, sagte ich ihm. Ich hätte deshalb extra gefragt. Ohne Zögern griff der Kassierer nach einem etwas abseits liegenden „Geheimbuch“, das wohl speziell für Styroporkäufer vorgesehen ist. Zusätzlich nahm er noch einen Zollstock und maß die Dicke der Platten ab. Er öffnete das Geheimbuch so, dass nun eine Seite mit lauter Strichcodes zu sehen war. Ganz oben stand „rot“. Rot? Nun, meine Platten hatten in der Tat einen roten Aufdruck an der Seite.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Als er zum Telefonhörer neben der Kasse greift, richte ich mich auf eine längere Verweilzeit hier im Baumarkt ein. Lasse mein Auge zur Kassierin an der nächsten Kasse streifen. Die greift jetzt auch zum Telefon. „Das ist nicht wahr, oder?“ höre ich sie sagen. Dann telefonier mal schön, denke ich mir und drehe mich zu meinem Kassierer um, der ebenfalls noch spricht. „Doch, doch!“ höre ich ihn sagen, und nun dreht er sich zu mir rum, nein, nicht zu mir, er blickt die Kassierin an, die ich eben noch beobachtet hatte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Boing! Statt durch den Kassenraum zu brüllen „WAS KOSTEN DIE PRÄSERVATIVE?“ hat er sich für die dezente Art entschieden, seine Kollegin um Hilfe zu bitten. Aber warum grinst er so verlegen? Und warum lacht sie auf einmal los?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Das Telefonat ist beendet, er tippt was in die Kasse ein, 6 Euro zwölf macht es, ich frage „Die 20% Prozent?“ und er nickt mir lächelnd zu.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zeitfrage]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/14/zeitfrage/</link>
<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 22:36:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/14/zeitfrage/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 339– Donnerstag, 13.11.08
Er verschraubte den Tank, blickte noch einmal auf die Säule, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 339– Donnerstag, 13.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Er verschraubte den Tank, blickte noch einmal auf die Säule, merkte sich die „2“, ging zur Tür, drückte leicht gegen selbige, betrat den Kassenraum, wünschte einen guten Tag und sagte überraschungsfrei „Säule 2“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Siebenundvierzigdreiundachtzig“ entgegnete ihm die junge Frau, die ihm die entgegengestreckte EC-Karte abnahm und in den Kartenschlitz einführen wollte, als er noch geistesgegenwärtig „Moment mal!“ sagte. „Haben Sie die Zeit?“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Aber klaro“ lächelte ihn sein Gegenüber an, „es ist zwölf Uhr dreißig.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Aaah, ja, danke!“ stolperte es aus ihm raus, um mit einem Blick auf die Zeitschriftenauslage festzustellen, dass das hier nicht der Ort für die ZEIT war.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nur für BILD.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Stöckchen - weibliche und männliche Seite]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/10/stockchen-weibliche-und-mannliche-seite/</link>
<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 23:47:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/10/stockchen-weibliche-und-mannliche-seite/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 337– Montag, 10.11.08
Hm, ich arbeite gleichzeitig an zwei Texten heute Abend, und komme]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 337– Montag, 10.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Hm, ich arbeite gleichzeitig an zwei Texten heute Abend, und komme irgendwie nicht „zu Potte“.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Obwohl ich noch „Altlasten“ habe, sprich Stöckchen, für die ich mich endlich mal erkenntlich zeigen sollte, spinxe ich mal bei Andrea rein und entdecke ein mir zugeworfenes Stöckchen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Der Abend ist also gerettettet&#8230;.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Von <a href="http://andrea2007.wordpress.com/2008/11/08/stockchen-weibliche-und-mannliche-seite/">Andrea</a> bekam ich dieses Stöckchen zugeworfen:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">DEINE WEIBLICHE SEITE:</span></strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><br />
[ <span> </span>] Du gehst hin und wieder gerne shoppen<br />
&#8212;-[Du trinkst hin und wieder gerne<br />
einen Schoppen: ja!]<br />
[ <span> </span>] Du trägst Eyeliner<br />
&#8212;-[Was bitte sind Eyeliner? Never heard before!]<br />
[X] Du hältst Cheerleading für einen Sport<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Das ist das Vorspiel vorm Futtbohl, oder?]<br />
[ <span> </span>] Du hasst es, die Farbe schwarz zu tragen<br />
[ <span> </span>] Dir gefällt es, ins Einkaufszentrum zu gehen<br />
[ <span> </span>] Du magst es, eine Maniküre/ Pediküre<br />
zu bekommen</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><br />
&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Selbst ist der Mann]<br />
[ <span> </span>] Du trägst gerne Schmuck (Ketten, Ohrringe,<br />
Armbänder)<br />
[ <span> </span>] Du hast geweint, als du dir Titanic angesehen hast<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Wie soll ich mir die Titanic denn ansehen, wenn<br />
die schon lange untergegangen ist...?]<br />
[ <span> </span>] Röcke nehmen einen großen Teil deines<br />
Kleiderschranks ein<br />
[ <span> </span>] Shopping ist eines deiner Liebsten Hobbies<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Kein Shopping, kein Baumarkt-Schlendering]<br />
[ <span> </span>] Du magst den Film Star Wars nicht<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Ich kann ihn nicht nicht mögen,<br />
ich habe ihn nicht gesehen,<br />
immer noch nicht]<br />
[X] Du machst Leichtatlethik oder hast es<br />
mal gemacht<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Ich mag Leichtathletik: Wenn ich anderen dabei<br />
zugucken darf...<br />
Ist Marathon auch Leicht-Athletik?]<br />
[ <span> </span>] Du brauchst eine Stunde oder länger um dich<br />
fertig zu machen<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Wofür andere bisweilen nur 2 Minuten brauchen,<br />
nämlich mich fertig zu machen, da brauche ich<br />
schon etwas länger;<br />
<span> </span>eine Stunde ist natürlich übertrieben...]<br />
[<span> </span>] Du lächelst/ lachst viel mehr als du solltest<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Man kann nie genug oder zuviel lächeln...]<br />
[<span> </span>] Du hast 10 oder mehr Paar Schuhe<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Nicht einmal, wenn ich meine Handschuhe </span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"> mitzähle...]<br />
[X] Dir ist es wichtig, gut auszusehen<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Ja, wenn ich dann weiterhin so aussehen darf,<br />
wie jetzt...]<br />
[ <span> </span>] Du magst es, Kleider zu tragen<br />
[X] Du benutzt Deo/Parfum<br />
[X] Du benutzt sehr oft das Wort “süß”<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[ ] Du magst High Heels<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Das sind Schuhe, oder?]<br />
[X] Du hast als Kind mit Puppen gespielt<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Das Nachbarmädchen hat so gerne Puppenklinik<br />
gespielt, mit den ausgerissenen Puppenarmen...]<br />
[ <span> </span>] Du magst es, andere zu schminken<br />
[X] Du magst es im Mittelpunkt zu stehen<br />
[Besser gesagt, der Mittelpunkt sucht<br />
meine Nähe <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ]<br />
[<span> </span>] Pink ist eine deiner Lieblingsfarben<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[… ist eine meine Lieblingssängerinnen]<br />
TOTAL = 7</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">DEINE MÄNNLICHE SEITE:</span></strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><br />
[<span> </span>] Du trägst Kapuzenjacken<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Das soll männlich sein? Igitt!]<br />
[X] Du trägst Jeans<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[wie jede Frau...]<br />
[X] Hunde sind besser als Katzen<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Mein Hund ist toll; und Katzen habe ich keine...]<br />
[ <span> </span>] Du findest es lustig wenn sich jemand wehtut<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Was habt Ihr denn für ein Bild von den Männern,<br />
dass Ihr solche Fragen stellt?]<br />
[ <span> </span>] Du spielst mit Jungs in einem Team oder<br />
hast es mal<br />
[XXXXXXXX] Shoppen ist Folter<br />
[ <span> </span>] Traurige Filme stinken<br />
[ <span> </span>] Du hast eine XBOX/PS2/PS3<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Ätsch, habichnicht, brauchichnicht]<br />
[XXXXXXXX] Du hast als Kind mit Autos gespielt<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Wiking!!! Bloß keine Matchbox-Autos.]<br />
[X] Du wolltest schon mal Feuerwehrmann werden.<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Und Kapitän. Und Pilot.]<br />
[????] Du hast/hattest einen GB/DS oder SEGA<br />
<span> </span><span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Als Mann weiß man, was das ist, oder?]<br />
[?] Du hast dir die Ninja Turtles angeschaut oder<br />
tust es immer noch<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Schon mal Tutti Frutti geguckt,<br />
aber was bitte ist „Ninja Turtles“?]<br />
[ <span> </span>] Du schaust dir Sport im Fernsehen an<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Nein, im Radio: Bundesligahalbzeitkonferenz und<br />
Bundesligaschlusskonferenz; sonst nix]<br />
[ <span> </span>] Dir gefallen Kriegsfilme<br />
[ <span> </span>] Du fragst deinen Vater um Rat.<br />
[??] Du hast ungefähr eine Trillionen von Caps<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Welches Bedürfnis fehlt mir da?]<br />
[X] Du sammelst Sammelkarten oder hast es mal</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;"><br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Köllnflocken-Blumen und –Tiere.<br />
Und Bundesliga.]<br />
[X] Du trägst Boxershorts<br />
<span> </span></span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[Das ist ja ein echtes coming out hier.]<br />
[ <span> </span>] Du findest es komisch/ blöd eine Pyjamaparty<br />
mit anderen Leuten zu schmeißen<br />
[<span> </span>] Grün, schwarz, blau oder silber ist eine deiner<br />
Lieblingsfarben<br />
</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">&#8212;-</span><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">[X] Du liebst es, Spaß zu haben und dabei ist dir<br />
egal was andere über dich denken<br />
<span> </span>[Jaha]<br />
[X] Du machst Sport<br />
[X] Du redest auch mit vollem Mund<br />
TOTAL = 10</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Das heißt, ich bin ein 10zu7Mann? Was auch immer das bedeuten mag&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Aber Ihr, die Ihr hier arglos gelesen habt, Ihr seid jetzt in den Allerwertesten gekniffen: Ich werfe dieses Stöckchen an alle, die sich trauen, auf dieses mein Stöckchen hier einen Kommentar zu schreiben&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Die Backsteuer]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/07/die-backsteuer/</link>
<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 22:42:39 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/07/die-backsteuer/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 336– Donnerstag, 06.11.08
Es soll heute nicht darum gehen zu enthüllen, was wohlunterri]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 336– Donnerstag, 06.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Es soll heute nicht darum gehen zu enthüllen, was wohlunterrichtete Kreise längst wissen. Mit welchen neuen Steuern uns die Regierung noch beglücken will. Darum also soll es nicht gehen&#8230;<br />
</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich weiß nicht, wie Du Dir merkst, wo links und rechts ist. Entweder Du weißt es. Oder Du schleppst Dein Leben lang ein Problem mit Dir rum.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Falls Du unsicher bist, kannst Du Dir merken, dass links dort ist, wo wir zu schreiben anfangen. Und rechts ist dann anderswo. In China oder Japan funktioniert das nun allerdings nicht unbedingt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Aber davon wollte ich nicht wirklich schreiben. Sondern eher ein kleines, großes Geheimnis lüften.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Um das Seefahrerische war ich Zeit meines Lebens herumgekommen, bis ich dann eines Tages ziemlich lebensmüde beschloss, noch in hohem Alter von Mitte 40 das Surfen zu erlernen. Surfen ist, wenn man auf ein Schiff geht, auf dem es weder einen einzigen Sitzplatz gibt noch eine Kapitätsglocke noch eine Reeling zum Festhalten. Stattdessen hält man ein Segel in der Hand, das sich selber bei einem festhalten will statt umgekehrt Lebenshilfe zu bieten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Abgesehen von einer trainierbaren Körperhaltung stand eine mir mich völlig neue Entdeckung von links und rechts auf dem Programm: „Wo ist Backbord, wo ist Steuerbord?“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nach anfänglichen Schwierigkeiten, oder ehrlicherweise nach mehrfachen vergeblichen Versuchen, das zu kapieren, hat mir dann die damalige politische Großwetterlage weitergeholfen, nämlich die Rot-Grüne Koalition.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und so erfand ich den für mich eselsbrückenden Slogan, dass die Rot-Grüne Koalition – der man ja alles, also auch dieses nun zutrauen konnte – eine Backsteuer einführen wollte. Die „Rot-Grüne Backsteuer“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">So ein Quatsch, aber es hat bei immer funktioniert. Erst links, dann rechts. Erst rot, dann grün. Erst Backbord, dann Steuerbord.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Welche Eselsbrücken zu links und rechts, rot und grün, Backbord und Steuerbord habt Ihr Euch gemacht?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[ggf. angefressen  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/05/ggf-angefressen/</link>
<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 23:35:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/05/ggf-angefressen/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 335– Mittwoch, 05.11.08
Zu meiner Überraschung muss ich sagen: Es gibt ihn wirklich! Ab]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 335– Mittwoch, 05.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Zu meiner Überraschung muss ich sagen: Es gibt ihn wirklich! Aber der Reihe nach&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich bin früh (!) dran und bekomme noch einen Sitz im abendlichen Intercity. Neben einer mich freundlich anlächelnden Dame. Die ebenso wie ich darauf hofft, dass die Sitzplatzreservierungsanzeige „ggf. freigeben“ nur pro forma ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nun, die Tatsache, dass diese Gedanken hier zu Wörtern wurden, lässt die scharfsinnige Leserin ebenso wie den aufmerksamen Leser berechtigterweise argwöhnen, dass aus dem beiläufigen „ggf.“ ein sehr bald „gegebener Fall“ werden wird.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Eine inglisch spiekin pärsen zeigt mir einen soeben ausgedruckten Fahrschein nebst Reservierung für Waggon 9. Zwei Platznummern stehen da, es wird meine Nebensitzerin und mich gleichermaßen treffen. Ein Blick hinter die beiden Angelsachsen lässt mich in einen sehr umfänglichen Sitzplatzsuchstau gucken, bloß weil es hier gerade nicht weitergeht. Von einer sicherheitshalber finalen Überprüfung der Waggonnummer am Ende des Ganges, vorbei an den vielen sauertöpfischen Mienen, nehme ich spontan Abstand.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Engländer entschuldigt sich bei mir über das ihm zustehende Recht, worauf ich ihm aber nicht mit dem allerwelts-„You’re welcome“ antworte, sondern der Situation gerecht zu werden versuche, indem ich ihm „It’s not Your fault. It’s the system!“ entgegne.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Während ich noch meinen Laptop in den Rucksack stopfe, hat sich meine Nachbarin bereits auf den Weg gemacht, vorbei an vielen, vielen, sehr vielen „ggf. freigeben“-Hinweisen. Sie bleibt stehen. Stau. Als ich zu meiner flüchtend flüchtigen ggf-Bekanntschaft von hinten her murmle, dass ich vermute, es könne erfolgsversprechender sein, statt eines ggf-Platzes einen fest reservierten einzunehmen, in der ja wohl nicht unberechtigten Hoffnung, jemand könne den Anschluss verpasst haben, dreht sie sich um und strahlt mich mit einem fetten Lächeln an: „Genau das habe ich auch gerade gedacht!“ Wir lachen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Unverhofft finden wir doch noch einen Waggon, in dem die freien Plätze wirklich frei sind und nicht gegeefft. Wir kommen (leider) nicht mehr nebeneinander zu sitzen. Wünschen uns gegenseitig noch eine gute Fahrt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Hier könnte die Begebenheit enden. Tut sie aber nicht, weil im Titel der Begriff „angefressen“ noch aufgelöst werden möchte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich komme also schräg hinter einer 4er-Tischgruppe zum Sitzen, an der drei Plätze belegt sind. Der vierte ist strandurlaubsonnenliegenbadetuchartig mit einer Outdoor-Jacke markiert. Ein sichtlich genervter sitzplatzsuchender Fahrgast spricht die drei Sitzenden an, ob der vierte Platz frei sei. „Nein“, bekommt er zur Antwort. Nicht übertrieben höflich. Er gibt nicht auf und will wissen, wer denn da sitze. Ein Fahrgast. So? Wo der denn sei? Auf der Toilette! Dann bleibe er halt hier stehen, bis denn dieser Fahrgast vom Klo zurückkomme. Augenbrauenhochziehen bei der dreisitzigen Tischgruppenbevölkerung ob dieses Affronts. Augenbrauenhochziehen, das sich nach und nach in belustigten Mienen verflüchtigt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der absolut angefressene Herr trollt sich schließlich dann doch noch davon, findet aber nicht unweit vom Ort des Geschehens ein Plätzchen für seinen Allerwertesten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Eine junge Dame kommt. Ob der Platz da am Tisch noch frei sei? Und? Denke ich mir. Wird sie dürfen? Wird ein erfreutes „Ja, aber gerne“ den Toilettenmenschen in das Reich der Phantasie verbannen? Ich male mir übelste Handgreiflichkeiten aus, sobald der Herr von vorhin mitbekommt, dass die reizende junge Dame sich setzen darf. Anders als er.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ausatmen! Auch sie bekommt mit leicht arrogant-spöttischem Gesichtsausdruck die Story vom WC-Fahrgast erzählt. Sie geht weiter.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und dann? Ja! S.o., will sagen: Es gibt ihn wirklich. Den Reisenden. Der angeblich gerade auf Toilette ist. Setzt sich einfach auf seinen Platz. Nicht ahnend, dass seiner vermeintlichen Nichtexistenz wegen beinahe kampfartiges Getümmel ausgebrochen wäre.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Hinweis: Seitdem die Bahn vor geraumer Zeit die Expressbuchung eingeführt hat und deshalb fast alle freien Sitzplätze mit „ggf. freigeben“ zuspamt, ist das Klima unter den nicht reserviert habenden Sitzplatzsuchenden, will sagen den Pendlern, merklich, sagen wir mal angespannter, nee bessser ist angefressener, geworden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Zeitungslektüre  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/03/zeitungslekture/</link>
<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 23:26:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/11/03/zeitungslekture/</guid>
<description><![CDATA[



 
Leben 334 – Montag, 03.11.08
Ich lese die Schlagzeile und sage mir, dass ich das jetzt völl]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;"> </span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 334 – Montag, 03.11.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich lese die Schlagzeile und sage mir, dass ich das jetzt völlig anders eingeschätzt hätte. Aber wenn es keine „Neuigkeit“ wäre, dann hätte diese Nachricht ja auch das Zeugs für einen Aufmacher: „Bevölkerungsrückgang endlich gestoppt!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Artikel interessiert mich dann doch nicht so riesig, ich blättere um auf Seite 2, und entdecke einen Druckfehler, da steht, dass die seit 2011 auf dem lokalen Flughafen ansässige Fluggesellschaft XYZ erheblich zum Wachstum beigetragen habe. Dass die XYZ jetzt auch von hier fliegt, ist ebenfalls für mich neu. Aber 2011? Die haben bestimmt 2001 gemeint.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich überfliege die Artikel auf Seite 3 zum Thema Schulentwicklungsplan und Stromtankstellen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Auch der Bildungsartikel auf Seite 4 macht mich nicht so an. Darunter allerdings eine Sportmeldung. Die ich ziemlich seltsam finde. Der 1. FC Kaiserslautern wird Deutscher Fußballmeister durch ein 2:0 gegen 1899 Hoffenheim. Das kann nur eine Persiflage sein, denke ich, ohne zu ahnen, dass die Leserschaft dieses meines Artikel über diese Zeitung wahrscheinlich später den „Typisch Mann“-Stab über mich brechen wird, weil es des Themas Fußball braucht, auf dass ich die nötige Distanz zum Geschriebenen bekomme, seinen Wahrheitsgehalt zu hinterfragen beginne.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Hammer ist dann Seite 5, auf der von einem Eisenbahntunnel unter dem Rhein hindurch die Rede ist, durch den die malerische Kulisse der Loreley nun nachhaltig bewahrt werde. Ich kann mich absolut nicht erinnern, dass dieses Projekt jemals an prominenter Stelle in den Nachrichten angesprochen worden ist. Und jetzt also war Baubeginn. Aber schon wieder so ein blöder Druckfehler. Von 2014 ist die Rede. Was sind denn das hier für Redakteure? Die sollten sich schon entscheiden, ob sie sich dreckfuhlenderweise nach 2011 oder 2014 katapultieren wollen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Auf den Rest der Zeitung verzichte ich. Stattdessen noch mal ein Blick auf die Titelseite. Juni 2014 steht da als Erscheinungsdatum!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"><strong>Fazit 1:</strong> Ich habe mich „filmen“ lassen. <strong>Zukünftig </strong>(!) werde ich wieder etwas vorsichtiger mit Nachrichten umgehen. Egal, ob gedruckt, im Fernsehen oder im Netz.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"><strong>Fazit 2:</strong> Es ist an der Zeit, <strong>meine eigene „Zukunftszeitung“</strong> zu entwerfen. Um darin die Antworten zu finden auf: Zu welchen Themen möchte ich welche Schlagzeilen in meiner „Lebenszeitung“ lesen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">P.S.: Mein Dank für diese schöne Erfahrung geht an die Redakteure von „Der schwarze Kurier“, einer Publikation der CDU des Rhein-Hunsrück-Kreises, <a href="http://www.cdu-rhein-hunsrueck.de/">www.cdu-rhein-hunsrueck.de</a>.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Aufzüglich  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/30/aufzuglich/</link>
<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 22:24:34 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/30/aufzuglich/</guid>
<description><![CDATA[





 Fahrstuhl
Foto: © margasch / PIXELIO  
Leben 333– Mittwoch, 29.10.08 
 
Robin und ich bet]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;">
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><img title="Fahrstuhl" src="http://www.pixelio.de/data/media/114/fahrstuhl.jpg" alt="Fahrstuhl" width="300" height="400" /> <p class="wp-caption-text">Fahrstuhl</p></div>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:9pt;line-height:115%;font-family:&#34;" lang="EN-US">Foto: © <a title="margasch" href="http://www.pixelio.de/member.php?action=showprofile&#38;user_id=242417">margasch</a> / <a title="PIXELIO" href="http://www.pixelio.de">PIXELIO</a> </span> <a title="PIXELIO" href="http://www.pixelio.de"></a></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 333– Mittwoch, 29.10.08</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Robin und ich betreten den Aufzug nach oben, um in unser Büro in der 14. Etage zurückzufahren. Der Aufzug ist nicht leer, Frida und Nora kommen von unten, die 14er Taste leuchtet schon. Der Aufzug setzt sich in Bewegung, als ich zusätzlich noch die 13er Taste drücke, um, was nur die wenigsten wissen, meine übliche Extra-Treppe zu laufen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Wo willst Du denn hin?“ fragt mich Frida, wohl wissend, dass die 13. Etage derzeit leer steht. Und ich da „nichts zu suchen“ habe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wenn sie ein Geheimnis für sich behalten könne, ich würde sie mitnehmen, aber Klappe, raune ich ihr mit ernster Miene zu.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Durch ein Kopfschütteln gibt Frida mir zu verstehen, dass sie nicht mitgehen wird. „Aber neugierig bin ich schon!“ ergänzt sie hastig.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Neugierig? So wie viele Januar-/Februar-Geborene? So wie ich? „Dann bist Du etwa Wasserfrau?“ entlocke ich ihr ein Grinsen. Nicht lange. Auf dass wir alle in der darauffolgenden Sekunde in brüllendes Gelächter ausbrechen, als Frida kontert: „Nein! Jungfrau!“</span></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Lehrreicher Tag  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/28/lehrreicher-tag/</link>
<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 23:00:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/28/lehrreicher-tag/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 332– Dienstag, 28.10.08
Gestern ist mein Auto mit mir sozusagen nur noch nach Hause gest]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 332– Dienstag, 28.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Gestern ist mein Auto mit mir sozusagen nur noch nach Hause gestolpert. Am Motor war da nichts. Aber knarrende, krächzende Geräusche gleich hinter dem Motor. Getriebe. Oder Antriebswelle. Egal was. Hauptsache ankommen, habe ich mir gestern Abend gedacht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und heute? Das Auto bange in die Werkstatt gebracht. „Wollen Sie nicht mal über ein neues Auto nachdenken?“ „Das kann zwei Wochen dauern, bis wir das Ersatzteil haben. Und zu sparen können Sie auch schon mal anfangen.“ So ungefähr stellte ich mir das Telefonat mit der Werkstatt vor.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Es kam nicht ganz so schlimm. Und es war für mich lehrreich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich habe heute <strong>zwei Sachen </strong>gelernt. Die <strong>erste</strong>, nicht wirklich überraschend, und für wohl alle irgendwie gültig: Das Geld geht verdammt schnell weg. Ich bin unter 500 Euro geblieben. Aber auch die fehlen mir jetzt woanders. Zunächst einmal auf meinem Konto.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die zweite erkläre ich gleich. Da gäbe es einen Automechaniker in HBerg, der habe sich auf derartige Aggregate spezialisiert. Die würde er reparieren. Das käme locker mehr als 100 Euro billiger. Und man müsse auch nicht lange warten. „Der hat immer eine reparierte auf Lager!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Hatte er wirklich. Und heute Abend ist mein Auto schon wieder voll einsatzfähig.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die <strong>zweite</strong> Erkenntnis des heutigen Tages lautet für mich: „Immer eins auf Lager haben!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Etwa, wenn man unbekannterweise beeinander sitzt oder steht, wenn also „Klein-Gespräch“ angesagt ist: Dann ist es gut, wenn man einen Eröffnungssatz auf Lager hat, mit dem man das Eis bricht. (Ich hatte mich jüngst für den originellen Satz „Und wann haben Sie sich entschieden, hierher zu kommen?“ entschieden. Antwort: „Vor zwei Wochen.“ Das war’s dann für die kommenden 90 Minuten&#8230;)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Im Ernst: Wer bereit ist, einen Wunsch seines Kunden, seiner Chefin, eines Familienmitgliedes oder einer Freundin, eines Bekannten zu erfüllen, der sollte sicherheitsweise etwas „auf Lager haben“. Am besten, das was vermeintlich gerade gebraucht wird, denn damit kommt am leichtesten „ein Geschäft“ zustande. Und wer nicht hundertpro das parat hat, was gewünscht, dem bleibt zu wünschen, dass sie oder er ein Leckerli für den Hund hat, einen (positiven) Status für seinen Chef, einen Witz für die Kollegen, ein Lächeln für jede und jeden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Apropos Witz. Zum Schluss noch eine Frage: Was gibt 4 plus 3 plus 2 Nachtwächter? </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-family:&#34;">Morgen werde ich die Antwort hierauf geben. Und übermorgen werde ich begründen, warum denn diese Antwort die richtige ist.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hohler geht es nicht - Eine Hommage  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/24/hohler-geht-es-nicht/</link>
<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 21:41:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/24/hohler-geht-es-nicht/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 331– Freitag, 24.10.08
Nein, ich bin jetzt nicht total durchgeknallt, dass ich etwa glau]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 331– Freitag, 24.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nein, ich bin jetzt nicht total durchgeknallt, dass ich etwa glauben würde, dass das, was ich nun zu berichten habe, irgendwie von mir „verursacht“ sei, oder dass ich das z.B. mit übersinnlichen Kräften produziert hätte. Ich habe es mir ja auch gar nicht gewünscht, dass das so alles passiert. Und trotzdem ist es passiert.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Trotzdem. Für mich ist ein Zeichen. Nämlich dass Wunder passieren können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Zur Sache.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich muss ehrlich gestehen, ich glaube ich habe ihn bisher nicht gekannt. Nicht wahrgenommen. Obwohl er schon 1943 geboren wurde, für mich ist er keine Woche alt. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Heute Abend habe ich darüber hinaus erfahren, dass er mit dem von mir hoch verehrten Hanns Dieter Hüsch auf den Bühnenbrettern dieser Welt gestanden hat.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Moment bitte noch, ich will es noch ein bisschen spannend machen&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Da fahre ich also am vergangenen Sonntag durch das nächtliche NRW-Land, verkehrsfunksenderzappend. Um dann auf einem Sender zu landen, auf dem Sprache kommt. Kultur halt. Weg damit. Denke ich. Tue ich aber nicht. Ich bleibe da. Emil ist zu hören. Emil Steinberger. Zumindest für 60 Sekunden oder 120. Aber dann issers irgendwie auch wieder nicht. Emil ist nicht Emil. Emil ist irgendwie ein Schweizer. Ein mir unbekannter Schweizer. Auf jeden Fall ist dieser Emil sehr unterhaltend. Abstrus. Grotesk. Befremdlich. Will sagen, da höre ich jemanden, der mir den Eindruck vermittelt, dass er auch schon mal die Straßenseite wechselt, um die Dinge anders zu sehen als sonst.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Franz Hohler heißt er. Und bekommt gerade einen Preis verliehen. Wie sich später herausstellt, höre ich sehr wohl den Verkehrsfunktsender WDR2, und ich höre gerade die Aufzeichnung einer Preisverleihung vom Frühjahr 2008, der Verleihung des Salzburger Stiers (was auch immer das sein mag, denke ich mir in diesem Augenblick) für sein Lebenswerk.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Lebenswerk? Also nicht mehr ganz taufrisch, der Herr. 1943 geboren, wie ich später erfahre. Und seit heute weiß ich auch, dass er für Emil geschrieben hat&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">So weit, so gut. Ich fühle mich also radiohörenderweise vortrefflich unterhalten durch die witzige Schöpfungsgeschichte „Die Göttin“, durch den „Liederhörer“, den „Briefkasten“ und den sehr nachdenklich stimmenden „Weltuntergang“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Aus. Vorbei. Wer es hören will (oder auch nicht) erfährt in den folgenden Tagen von mir von dem außergewöhnlichen Reichtum, den dieser Mensch uns anderen Menschen schenkt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Dann ist aber auch irgendwann genug erzählt. Und aus.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich sitze …, es ist ja ziemlich egal wo ich sitze, lese die Tageszeitung, lese das, was gestern Abend druckfrisch war, lese es heute, weil die Zeitung ist bezahlt, dann will sie auch gelesen sein. Durch einen „Fehler“ beim Blättern lande ich nicht beim Sportteil, sondern bei Lokales. Ein gewisser Franz Hohler, wer auch immer das sein mag&#8230; FRANZ HOHLER????? Nee, oder? WANN? Am Freitag. WOOOO? Hier! Um die Ecke.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Am nächsten Tag rufe ich im Kartenvorverkauf an. Doch, da seien noch jede Menge Karten da. „Der Franz Hohler ist bei uns im Ort wohl doch nicht so bekannt.“ sagt mir die freundlicherweisekartenzurücklegende Stimme. Ich mache was Werbung. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Heute war dann doch ausverkauft. Ich glaube nicht wirklich, dass meine Werbung auch nur einen einzigen zusätzlichen Platz gefüllt hat. Aber ich habe ganz viele starke positive Gedanken geschickt, dass ausverkauft sein möge. Und es war. Es hat mich sehr gefreut, dass so viele Menschen da waren, Franz Hohler erleben zu wollen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Da steht er nun vor uns. Er liest aus seinem aktuellen Buch „Es klopft“. Der könnte das Telefonbuch von Wanne-Eickel vorlesen, es ist ein Genuss, diesen Menschen hier vortragen zu hören, denke ich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Aber seine Story ist darüber hinaus ganz besonders. Seine Wort gewordenen Gedanken ein Meisterwerk der Formulierung. Es ist ein erhebendes Gefühl, diesem außergewöhnlichen Menschen lauschen zu dürfen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die Geschichte gewinnt an Fahrt, und in diesem Augenblick wünsche ich mir, er möge das ganze Buch vorlesen und anschließend alle seine Kurzgeschichten und der Abend möge nicht enden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und doch macht er auf einmal Schluss. Mit den Auszügen aus „Es klopft“. Nach vielen Lachern und unterhaltsamen Passagen holt er sich seinen wohlverdienten Applaus ab.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Aber dann. Wir haben Gelegenheit, Fragen zu stellen. Originelle Fragen werden ihm gestellt, und Franz Hohler greift diese spontan und zugleich doch wohl formuliert auf, sowohl die Fragenden als auch der Antwortende finden zu einer Wortwahl, die allen Anwesenden, auch Franz Hohler, in wohltuender Erinnerung bleiben werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und dann liest er noch aus seinen Kurzgeschichten. Hurra! Die Liebesgeschichte „Das Blatt“. Die Schöpfungsgeschichte „Die Schöpfung“. Den &#8220;Briefkasten&#8221;.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wie gesagt. Ich „kenne“ ihn noch nicht mal eine Woche.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und ich bin sicher: Hergeben werde ich ihn nicht mehr. Denn:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"><a href="http://www.franzhohler.ch/">Hohler</a> geht es nicht!</span></p>
<p class="MsoNormal">P.S.: Die Kurzgeschichten finden sich in seinem zauberhaften Band &#8220;Die Karawane am Boden des Milchkrugs - Groteske Geschichten&#8221;.</p>
<p>© Ulf Runge, 2008</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Anrufe von Möhr Phi – Das Passwort ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/23/anrufe-von-mohr-phi-%e2%80%93-das-passwort/</link>
<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 21:32:51 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
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<description><![CDATA[



In großen Unternehmen gibt es eine Instanz, die alles weiß. Oder besser: wissen sollte. Nein, ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">In großen Unternehmen gibt es eine Instanz, die alles weiß. Oder besser: wissen sollte. Nein, ich meine nicht den Vorstand. Gemeint ist der HelpDesk oder ServiceDesk oder was auch immer. </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Wie schön es ist, wenn man jemanden „kennt“, der alles weiß, erzählt uns die nachfolgende Begebenheit.</span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Leben 330 – Donnerstag, 23.10.08</span> </span> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Möhr hat mich angerufen. Mitten in der Nacht. Total aufgelöst. Sie kennen Möhr Phi nicht? Möhr ist ein alter Freund von mir. Seinen richtigen Namen soll ich hier nicht schreiben, hat er mich gebeten. Da erstens kein Tag vergeht, an dem er nicht eine Handvoll Möhren futtert, und weil zweitens sein Leben so „unkompliziert“ verläuft, nennen ihn seine Freunde nur noch liebevoll „Möhr Phi“.</span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Möhr hat mich also angerufen. Um zwei Uhr morgens. Er könne nicht schlafen. <strong>„Ich jetzt auch nicht mehr!“</strong> kann ich mir nicht verkneifen. </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Er habe einen ganz, ganz schrecklichen Traum gehabt:</span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Du musst Dir vorstellen, ich sitze im Büro und will mit meinem Buchhaltungsprogramm arbeiten, habe aber mein Passwort vergessen.“</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Verdana;">„Deshalb weckst Du mich mitten in der Nacht?“</span> </strong> <span style="font-family:Verdana;">frage ich ihn ungläubig.<strong></strong> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Das Problem ist, dass ich nicht nur mein Passwort vergessen habe, sondern darüber hinaus auch nicht in meinem Büro sitze, sondern temporär in der Einkaufsabteilung.“</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Okay, Du sitzt nicht in Deinem Büro, und Dein Kennwort weißt Du auch nicht. Das war’s?“</span> </span> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Hör mir doch mal bitte zu! Ich rufe also die Hotline an, und bekomme die Auskunft, man werde mich zurückrufen. Okay, sage ich, dann bitte auf meinem Handy, weil ich nicht an meinem Platz bin, und dann gebe ich meine Handynummer heraus.“</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Und?“</span> </span> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Kein Rückruf! Statt dessen eine E-Mail, man dürfe mich nicht auf dem Handy zurückrufen. Sicherheitsvorschriften. Ich solle entweder meine Handynummer im Mail-Programm als Zweitrufnummer eintragen oder mein Telefon auf Rufweiterschaltung umprogrammieren.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Suuuuper, denke ich. Schreibe dem Herrn von der Hotline zurück, dass ich eigentlich 1 (in Worten „ein“) Problem gelöst bekommen haben wollte, anstatt zwei neue dagegen einzutauschen.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Okay, ich nehme den Kampf auf, denke ich. Und&#8230;</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">&#8230; ja, ich rufe die Hotline an.“</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Und?“</span> </span> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">„Du glaubst es nicht, ich habe den gleichen freundlichen Mann wie vorhin dran. Das passiert sonst nie. Hast immer jemand anderen dran. Aber nein, heute ist alles anders. Er erkennt mich gleich wieder. Ich erkläre ihm, dass ich sein Angebot annehme, meine Rufnummer im Mail-Programm einzutragen. Ich wisse nur nicht wie. Und das soll er mir jetzt bitte sagen. Moment mal, sagt er, ich höre ihn tippen, er sagt mir, ich solle jetzt mal auf Diesda und Dasda clicken, das mache ich und dann, ja Du glaubst es nicht, eine FEHLERMELDUNG! Irgendwas täte nicht tun.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Er könne die Rufnummer ja für mich eintippen, bietet er sich an.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Ich frage ihn, ob ich nicht zuerst darauf bestehen sollte, dass wir jetzt gemeinsam diese FEHLERMELDUNG beseitigen. Mag sein, dass er meinen Zynismus herausgehört hat: Er lacht!</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Und dann sage ich zu ihm, ob er sich bewusst sei, dass er nun genau die Telefonnummer ins Mailsystem reinhackt, die er gleich anrufen wird, um mir mein Kennwort mitzuteilen, was er mir nicht mitteilen dürfe, weil die Nummer ja nicht im Mailsystem drinnen sei.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Sein Lachen wird lauter&#8230;</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Nachdem er meine Nummer erfasst hat, ist also alles rechtmäßig, er fragt, ob er mir mein Kennwort gleich geben soll, oder formalerweise auflegen und noch mal neu anrufen solle. Schließlich sei das Passwort ja ein anderes Problem als das Eintippen einer Telefonnummer.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Das Passwort empfangen habend verabschiede ich mich von ihm, wir brüllen noch mal laut raus vor Lachen. Und Schluss ist.</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><strong><em><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;">Sag mal bist Du noch dran?“</span> </span> </em> </strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-family:Verdana;"><span style="font-size:small;"> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"><span style="font-size:small;"><strong><span style="font-family:Verdana;">„Doch, doch“, </span> </strong> <span style="font-family:Verdana;">antworte ich,<strong> „ich will Dir mal was sagen: Ist es nicht schön, dass Du das nur gealbträumt hast?“</strong> </span> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin:0;">© Ulf Runge, 2008</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Franz und Martin – Der Pinkel-VV - Abschlepphubschrauber  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/22/franz-und-martin-%e2%80%93-der-pinkel-vv-abschlepphubschrauber/</link>
<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 21:51:11 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/22/franz-und-martin-%e2%80%93-der-pinkel-vv-abschlepphubschrauber/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 329– Mittwoch, 22.10.08 
Franz und Martin 
Da erzählt mir heute der Franz eine Begebenh]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 329– Mittwoch, 22.10.08</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Franz und Martin</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Da erzählt mir heute der Franz eine Begebenheit, die er mit seinem Kollegen, dem Martin, erlebt habe. Er, der Franz, sei unzufrieden gewesen über die Firma. Nicht als Mitarbeiter. Sondern als Kunde des eigenen Arbeitgebers. Und das habe er dem Martin erzählt. Und sich dabei immer mehr reingesteiert und laut gefragt, warum „die“ das denn nicht so und so machen würden, dann sei doch alles ganz ihsi. Da habe der Martin erst mal geschwiegen, ihn angelächelt und gesagt: „Mach doch einen Verbesserungsvorschlag. Das kann nur gut sein. Für unsere Firma. Und vielleicht auch für Dich.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und dann habe er, der Franz, sich sich gedacht, ja, natürlich, das ist es, früher wäre er von alleine auf sowas gekommen&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich werde den Franz demnächst fragen, ob er sich die Mühe gemacht hat, einen Verbesserungsvorschlag zu machen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">P.S.: Ist es nicht toll, wie der Martin „dem Franz seine“ negative Energie umgepolt hat auf PLUS? Auf POSITIV?</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Der Pinkel-VV</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und ich? Mein letzter Verbesserungsvorschlag liegt auch schon Jahre zurück. An meinen ersten kann ich mich noch genau erinnern. Als ich seinerzeit erfahren hatte, dass man für den ersten VV (Verbesserungsvorschlag) in meinem damaligen Unternehmen ein Schweizer Taschenmesser bekommt, da habe ich krampfhaft überlegt, was ich denn für einen VV machen könnte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Egal wo ich war, ich habe nur VV-Gedanken gehegt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wieder einmal war es Zeit – keine Angst, die Geschichte bleibt appetitlich! – aufs Klo zu gehen, als ich das Urinal nutzend hin und her zählte und mir bewusst wurde, dass genau hier auf dem Klo Handlungsbedarf bestand.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Man stelle sich vor: Drei Urinale nebeneinander, aber nur zwei Fußschalter, auf die man drauftreten muss, um die Wasserspülung zu bedienen. Von links nach rechts: Urinal1 – Fußschalter1 – Urinal2 – Fußschalter2 – Urinal3. Der Trick bei der Sache: Fußschalter 2 spült die Urinale 2 und 3 gemeinsam. Will sagen. Obwohl in der Regel nur eines benutzt wird. Will sagen: WAS FÜR EINE WASSERVERSCHWENDUNG!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Will sagen: Skizze gemacht, Vorschlag geschrieben, dass jedes Urinal seinen eigenen Fußschalter haben solle, und ab in die Post.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Hurra, ich hatte meinen ersten VV auf den Weg gebracht. Einen ökologisch wertvollen Vorschlag. (1985 war das.)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Kurze Zeit später erhielt ich dann wirklich dieses süße kleine rote Schweizer Taschenmesser der Marke „Eskannnureinesgeben“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Damit war das Thema für mich erledigt, ich hatte das Messer, und alles war gut.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Bis dann nach Monaten eine schriftliche Stellungnahme des VV-Büros eintraf. Man habe ein Architektenbüro beauftragt, eine Kostenkalkulation für meinen Vorschlag zu erstellen. Mein VV sei wirklich sehr lobenswert, leider würde die Umbaukosten der Toiletten noch nicht mal in zehn Jahren durch die erwartete Wassereinsparung wett gemacht werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich war echt baff. „Die“ hatten mich ernst genommen. Hatten meine Idee einer ernsthaften Prüfung zugeführt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Abschlepphubschrauber</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich bin auf der Autobahn und höre im Radio, dass Stau ist auf meiner Strecke, 6 Kilometer mit wachsender Tendenz. Liegengebliebenes Fahrzeug in Baustelle. Zum meinem Glück ist der Stau in entgegengesetzter Fahrtrichtung&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">40 Minuten später bin ich genau da. Sehe einen Kleinwagen auf der anderen Seite, der den Berg hoch einfach liegen geblieben ist. Ein mittlerweile 9 km langer Einfädelstau dahinter.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wenn es jetzt nicht nur Hubschrauber gäbe für Unfallopfer, sondern wenn die Hubschrauber auch noch einen Lasttransportzusatz hätten, mit dem sie ein Auto bis maximal 2 Tonnen einfach ein paar Meter weiter fliegen können, man müsste sich das volkswirtschaftlich mal durchrechnen&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und wenn es weder Polizei noch Abschleppwagen schaffen, innerhalb 40 Minuten so einem Liegenbleiber zu helfen, ein Hubschrauber müsste das allemal schaffen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Der Tausch – oder Hans im Glück „reloaded“  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/22/der-tausch-%e2%80%93-oder-hans-im-gluck-%e2%80%9ereloaded%e2%80%9c/</link>
<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 22:19:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/22/der-tausch-%e2%80%93-oder-hans-im-gluck-%e2%80%9ereloaded%e2%80%9c/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 329– Mittwoch, 22.10.08
Erste Annäherung:
In Wikipedia.de liest sich zu „Hans im Glü]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 329– Mittwoch, 22.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Erste Annäherung:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">In <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_im_Gl%C3%BCck">Wikipedia.de</a> liest sich zu „Hans im Glück“ in der Zusammenfassung folgende Begebenheit:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;color:#215868;">Hans tauschte den Lohn für sieben Jahre Arbeit gegen einen kopfgroßen Klumpen Gold, diesen gegen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh, die Kuh gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans, die Gans gegen einen <a title="Schleifstein" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schleifstein"><span style="color:#215868;">Schleifstein</span></a> mitsamt einem einfachen Feldstein - und glaubte jedes Mal, ein gutes Geschäft gemacht zu haben, weil das neue Gut ihm weniger Schwierigkeiten zu machen scheint als das weggegebene. Zuletzt fallen ihm noch, als er trinken will, die beiden schweren Steine in einen Brunnen. „‚<em>So glücklich wie ich, rief er aus‚ gibt es keinen Menschen unter der Sonne‘. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last ging er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter angekommen war.</em>“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Das lasse ich jetzt hier mal stehen. Einfach so.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Zweite Annäherung:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Transsibirische Eisenbahn. Seit Stunden rollt der Zug durch die unwirtliche Landschaft, als er auf offener Strecke unverhofft zum Stehen kommt. Als die Reise nach zwei Stunden immer noch nicht weitergeht, begibt sich einer der Fahrgäste auf die Suche nach einem Zugbegleiter. Auf die Frage, warum es denn nicht weitergehe, antwortet der Bahnmitarbeiter: „Wir tauschen die Lok!“ Warum das denn so lange dauere, will unser Reisender nun wissen. Darauf der Bedienstete: „<span>Nastrovje</span>! Wir tauschen gegen Wodka!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Der Tausch</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich habe auch getauscht. Am Wochenende. Negative Emotionen getauscht. Gegen positive. Das klingt wie Geldwechseln. Oder Lok-Tauschen. Und ist womöglich genauso einfach. Wenn man eine Idee hat, wie das denn gehen könnte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich hatte das Glück, genau so eine Idee vermittelt zu bekommen. Am Wochenende. Und ich bin zuversichtlich, dass das bei mir nicht nur mal eben funktioniert hat. Sondern dass dieser Tausch nachhaltig ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und ich habe noch mehr über mich erfahren, ich Linkshirniger, Anhänger der Ratio, und doch zugleich Rechtshirnfühldenkender. Habe erfahren, welche Kraft ich besitze, wie mich meine Vorstellungskraft nach Morgen entführt. Wenn ich will und bereit bin.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Was ich dieses Wochenende nicht gemacht habe: War nicht auf dem Markt. War nicht im Supermarkt, im Getränkemarkt. Nicht beim Schuhmacher. Metzger. Oder Lotto-Toto-Laden. War nicht in der Hundegruppe. War nicht für meine Lieben da. Habe auch nicht geschrieben. Nicht genetzt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Was ich dieses Wochenende gewesen bin: Ich war da. Nur für mich. (Und für viele andere, die ebenfalls nur für sich da sein wollten. Und es wiederum für viele andere waren, die ebenfalls nur für sich da sein wollten. Und für mich.)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Am vergangenen Wochenende habe ich wie selten zuvor die Chance genutzt, mich mit mir selbst zu beschäftigen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Während ich mich in den vergangenen Jahren schon unterwegs glaubte und wusste, habe ich am Samstag und Sonntag erfahren dürfen, wie sehr ich noch mit Barrieren im Kopf herumlaufe und zu welchen Ufern ich aufbrechen kann, wenn ich zu Ende denke, was bisher an den selbstgesteckten „Du kannst das nicht“-Grenzen gescheitert ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Als wenn ich nicht vorher schon gewusst hätte, dass Visionen und Ziele gedacht und formuliert sein wollen, dass man sie operationalisieren muss, dass es einer Selbstverpflichtung bedarf, dass man das in Herz und Blut übergehen lassen muss, wenn man ankommen will.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Seit diesem Wochenende weiß ich wie nie zuvor, dass es an mir liegt, meine Träume, welcher Art sie auch sein mögen, Wirklichkeit werden zu lassen. Und dass ich die Kraft dazu habe, den Weg dorthin zu finden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Keine Angst: Ich bin weder einer Sekte beigetreten. Noch habe ich mein Gehirn waschen lassen. Und erst recht arbeite ich jetzt nicht für einen Strukturvertrieb. Es ist alles wie vorher. Äußerlich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und innerlich?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich höre schon die Planierraupen anrollen. Ich vernehme das Geräusch der Macheten im Dschungel. Ich weiß noch nicht, WO und WIE die Wege verlaufen werden. Aber sie werden. Verlaufen. Und ich werde sie gehen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Mehr hierzu zu gegebener Zeit.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"><strong>Hans im Glück „reloaded“</strong></span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;color:#4f6228;">Nach mehr als fünf Jahrzehnten lief Hans immer noch gebeugten Oberkörpers herum. Bisweilen schweratmig. Voller Barrieren in seinem Kopf, die zum Glück niemand sah. Da kam einer des Wegs, um ihm anzubieten, die Barrieren gegen schöne Bilder zu tauschen. Freudig nahm Hans an. </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;color:#4f6228;">Dass es schwere Barrieren waren, auf die er nun verzichtete, wurde ihm klar, als sein Kopf nun auf einmal so leicht wurde. Dafür nahm er sogar in Kauf, dass die eingetauschten Bilder keine Fotografien waren, auf Papier. Sondern nur in seinem Kopf. </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;color:#4f6228;">Als er dem Fremden ein zweites Mal begegnete, wollte dieser von Hans wissen, ob er sich denn nicht von seinem schweren Atem trennen wolle und von den Bleigewichten in seinem Rückgrat. Aber gerne, entfuhr es dem Hans, der auf einmal nicht nur schöne Bilder in seinem Kopf sah, sondern auf einmal auch eine unbeschreiblich intensive Wärme in seinem Bauch und seinen Gliedmaßen spürte, die der Andere „Kraft“ und „Energie“ nannte. </span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;color:#4f6228;">Auf einmal hatte Hans nicht nur seinen schweren Mühlstein im Brunnen verloren, sondern auch die gewichtige Last ungelöster Lebensknoten.</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;color:#4f6228;">„<em>So glücklich wie ich, dachte er ganz leise bei sich, gibt es keinen Menschen im Universum“. Mit leichtem Herzen und frei von aller Last folgte er dem noch unbekannten Weg zu diesen Bildern in seinem Kopf. </em></span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Organe]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/16/organe/</link>
<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 20:53:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/16/organe/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 328– Donnerstag, 16.10.08
Früher starb man. Wenn ein lebenswichtiges Organ nicht mehr w]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 328– Donnerstag, 16.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Früher starb man. Wenn ein lebenswichtiges Organ nicht mehr wollte, konnte. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und dann ging eine sensationalle Nachricht um die Welt. Dem südafrikanischen Arzt Dr. Christiaan Barnard gelang am 3. Dezember 1967 die erste erfolgreiche Transplantation eines Herzen. Erfolgreich zumindest für 18 Tage. Den seinerzeit empfundenen eiskalten Schauer auf meinem Rücken kann ich heute noch spüren. Etwas Ungeheuerliches war passiert. In der Hoffnung, Menschen ohne Hoffnung zu helfen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Heutzutage sind Organtransplantationen nichts Sensationelles mehr. Aber doch immer noch ein sehnsüchtig erhoffter Glücksfall für die Person, die ein Spenderorgan implantiert bekommt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und es gibt natürlich auch hier skrupellose Menschen, die nur ans Geschäft denken.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Für mich ist gestern wieder etwas vergleichbar Sensationelles in den Nachrichten gekommen. Ein mitwachsendes Spenderorgan! Eine mitwachsende Herzklappe. Für Kinder. Damit nicht immer wieder neu operiert werden muss. Da bin ich für Sekunden ganz still geworden und habe mir gedacht, dass da auf einmal Kinder Hoffnung schöpfen können, Kinder gemeinsam mit ihren Eltern, die bisher mutlos waren, ohne jede Perspektive. Nachzulesen <a href="http://idw-online.de/pages/de/news283412">hier</a>.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Seit vielen Monaten habe ich auch einen Organspenderausweis. Wer noch keinen hat, sollte sich dazu auf jeden Fall eine Meinung bilden. Ein Verkehrsunfall kann täglich auf uns warten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Zum – nicht guten – Schluss will ich nicht verschweigen, dass ich bei meinen Recherchen zu diesem Artikel auf eine sehr traurig und nachdenklich Homepage gestoßen bin, die sich mit zu leichtfertigem Einverständnis zur Organspende für Kinder auseinandersetzt: <a href="http://www.initiative-kao.de/">hier</a>.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich wünsche uns allen, dass wir nie vor Entscheidungen gestellt werden bezüglich unserer Lieben und uns selber, die überhaupt etwas mit Organspende zu tun haben. Und wenn doch, dass wir sie später nicht bereuen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Hausnummer ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/14/hausnummer/</link>
<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 21:51:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/14/hausnummer/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 327– Dienstag, 14.10.08
Ich saß neben Marion. Wir besprachen die Planung, als die beide]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 327– Dienstag, 14.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich saß neben Marion. Wir besprachen die Planung, als die beiden anderen ins Büro hereinstürmten zu uns. Ob wir Lisas Hausnummer hätten, wollten sie wissen. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Marion schaute mich fragend an. Nein, die sind nicht vom anderen Stern, dachte ich zu ihr zurück. Ohne dass ich mir selber etwa die befremdliche Frage hätte erklären können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Die Hausnummer von Lisa?“ spielte ich ein bisschen Eliza.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ja, die sei schon weg und jetzt bräuchten sie ihre Hausnummer. Belustigt warf ich ein, meine sei „11“. Mehr würde ich aus Datenschutzgründen nicht verraten. *augenzwinker*</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Marion, von der man wissen sollte, dass sie alles weiß, etwa wer wo sitzt, und man deshalb gerne zu ihr kommt, um sie alles nur Erdenkliche zu fragen, verstand ebenfalls nur Bahnhof und murmelte nur „Hausnummer? Hausnummer! Was wollt ihr mit der Hausnummer?“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Anrufen natürlich!“ sprachen die beiden anderen unisono.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Rest ist fröhliches Gelächter im ganzen Büro. Und der Hinweis, dass die beiden anderen vermutlich nicht zu 100% in Deutschland aufgewachsen sind. Und dass die Privat(telefon)nummer natürlich auch irgendwie die zuHausnummer ist&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[IHR SEID ALLES ARSCHLÖCHER!]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/14/ihr-seid-alles-arschlocher/</link>
<pubDate>Mon, 13 Oct 2008 22:09:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/14/ihr-seid-alles-arschlocher/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 326– Dienstag, 14.10.08 
Während Fleetwood Mac den „Albatross“ durch mein Schreibez]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Leben 326– Dienstag, 14.10.08</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Während Fleetwood Mac den „Albatross“ durch mein Schreibezimmer fliegen lässt, dank meines Lieblingssenders, von dem ich jetzt nicht schon wieder erwähnen will, dass es sich um SWR1/RP handelt, während also dieser stolze, grazile Vogel mich seinen Flügelschlag spüren lässt, denke ich mir, es muss raus, man kann das nicht einfach so für sich behalten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Irgendwie waren die Nachbarkinder doof. Brav waren sie sowieso. Vorzeigebrav. „Nimm Dir mal ein Beispiel“ fingen einige dieser Sätze an, die ich bis zum Gehtnichtmehr hasste. Die blöden Sätze endeten meist mit den Namen der Nachbarkinder.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Peter und der Wolf haben die andauernd gehört. Wenn ich mal zu Besuch war, wurde ich gefragt, ob ich nicht Peter und der Wolf hören wolle. Wahrscheinlich ist das sogar was „Gutes“, aber die Nachbarvorzeigekinder haben es geliebt. Darum ich nicht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wir spielen hinter dem Haus, zwischen den Wäscheaufhängestangen. Fußball. Handball. Irgendwasball. Es kommt zum Streit. Die anderen ärgern mich. Oder umgekehrt. Egal. Die Sache eskaliert. Irgendwas passiert. Vielleicht werden wir sogar handgreiflich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die Nachbareltern lassen sich auf dem Balkon blicken. Da oben auf dem Nachbarbalkon. Und es reicht nicht, dass ihre Balgen Stress machen, jetzt vernehme ich vom Balkon auch noch Lebensweisheiten, die ich verächtlich mit Nichthingucken quittiere.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Redeschwall nimmt kein Ende, da sorge ich für die einzig angemessene Antwort: „IHR SEID ALLES ARSCHLÖCHER!!!“ rufe ich nach oben, so laut ich kann. Oh, wie ging’s mir da gut, als es raus war.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Minuten später taten mir einige Körperteile weh, unverhofft würde ich mal sagen. Mein Vater hatte kein direktes Verständnis über mein Urteil bezüglich der Nachbarn.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Egal, mir war klar, dass das hier keine Zukunft hatte. Ich wollte dieser dekadenten Welt eine letzte Chance geben, bevor ich nach Amerika auswandern würde. Als blinder Passagier auf einem leeren Bananendampfer. Soviel war sicher. So riss ich ein Kalenderblatt ab aus einem Taschenkalender, holte meine Buntstifte, krakelte unbeholfen „Ich klage an!“ und schmiss diesen Zettel in den Nachbarbriefkasten.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Das kam nun auch nicht unbedingt gut. Weder bei den Nachbarn. Noch bei meinem Vater. Über Details schweige ich jetzt mal.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und das Auswandern? Ich glaube, ich wurde beim Schreibwaren-Lotto-Toto-Laden aufgegriffen, als ich mein gesamtes Ersparte in Reiseproviant tauschen wollte&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Peter Green’s Musik schwebt immer noch durch meine nächtliche Schreibwerkstatt und mit ihm und seiner grandiosen Musik lasse ich diese Begebenheit descressendo ausklingen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
<p class="MsoNormal"> </p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Sonne, Spicken, Schwarzfahren]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/11/sonne-spicken-schwarzfahren/</link>
<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 20:41:47 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/11/sonne-spicken-schwarzfahren/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 325– Samstag, 11.10.08
Heute wusste ich nicht so recht, was ich schreiben will.
Und so i]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Leben 325– Samstag, 11.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Heute wusste ich nicht so recht, was ich schreiben will.<br />
Und so ist jetzt auch das Ergebnis. <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich wollte was über die Sonne schreiben, dass wir noch ein paar Minuten länger haben auf der Erde, bevor wir merken, dass sie nicht mehr da ist, habe dann aber in Wikipedia gelernt, dass das wohl noch eine Weile dauert und dass vorher sowieso die Erdoberfläche reichlich lavaig werden wird.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und dann! Ja dann fiel mir dieser fantastische Kurzfilm ein, den ich vor Jahren im Fernsehen gesehen hatte. Vom Straßenbahnfahren, Schwarzfahren, Fahrkartenessen, Farbigsein.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Das Ergebnis meiner Gugelei war dann nicht nur das, worauf ich gleich jutjubig zurückkommen werden, sondern auch ein Kurzfilmportal: <a href="http://www.kurzfilm.de/">Kurzfilme im Internet</a>. Und ich habe mich hier köstlich amüsiert über das Spicken: <a href="http://www.kurzfilm.de/filme/filmanz_b.php?id=82">Die Kunst des Spickens</a>. Empfehlenswert! Am besten mit schulpflichtigen Kiddies gemeinsam gucken!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">So, und nun zum Höhepunkt meiner Kurzfilm-Recherche: Hier isser, der Film, den ich seinerzeit umwerfend gut fand. <a href="http://de.youtube.com/watch?v=swJ0zhVJ8DU">SCHWARZFAHRER</a>.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und demnächst: Wieder was Textliches von mir.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Herr Kei und das Holzhacken]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/04/herr-kei-und-das-holzhacken/</link>
<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 23:12:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/04/herr-kei-und-das-holzhacken/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 322– Samstag, 04.10.08
Herr Kei schaute jemandem beim Holzhacken zu. Als dem Axtschwinge]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&#34;">Leben 322– Samstag, 04.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Herr Kei schaute jemandem beim Holzhacken zu. Als dem Axtschwingenden vor heftiger Anstrengung der Schweiß über die Stirn rann, meinte Herr Kei: „Ach, wie macht das Zugucken Spaß. Wie muss da erst das Holzhacken Freude machen!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;line-height:115%;font-family:&#34;"> </span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[EISENbahn]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/04/eisenbahn/</link>
<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 22:54:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/04/eisenbahn/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 321– Samstag, 04.10.08
In der Hoffnung, ohne Komplikationen anzukommen an meinem Zielbah]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 321– Samstag, 04.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">In der Hoffnung, ohne Komplikationen anzukommen an meinem Zielbahnhof und in überschaubarer Zeit daheim zu sein, verweile ich gegen die Fahrtrichtung sitzend auf meinem Nahverkehrsplatzangebot.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Als mich das Handyfonat meiner Auf-der-anderen-Seite-des-Ganges-Nachbarin aufschreckt und mir den Verdacht aufgibt, dass sie auch schon bemerkt hat, was ich schon länger vermutet hatte, nämlich dass wir EISENbahn fahren:</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Hallo Schatz, ich habe einen <strong>ehernen</strong> Zug bekommen und bin schon um halb Acht zu Hause&#8230;“</span></p>
<p style="margin-bottom:.0001pt;"><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;">P.S.: Unter <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/ehern">http://de.wiktionary.org/wiki/ehern</a> findet sich als Bedeutung für &#8220;ehern&#8221;:</span></p>
<p style="margin-bottom:.0001pt;"><span style="font-size:11pt;font-family:&#34;"><strong><br />
</strong></span><strong>Bedeutungen:</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:36pt;">[1] aus <a title="Erz" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Erz">Erz</a> (<a title="Bronze" href="http://de.wiktionary.org/wiki/Bronze">Bronze</a>)</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:36pt;">[2] unwandelbar</p>
<p class="MsoNormal" style="margin-left:36pt;">[3] stählern</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-US"> </span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Werbespot]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/02/werbespot/</link>
<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 20:53:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/02/werbespot/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 319– Donnerstag, 02.10.08
 
Prolog 1:
Manche Computerprogramme müssen – in der Sprach]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 319– Donnerstag, 02.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Prolog 1:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Manche Computerprogramme müssen – in der Sprache der IT-Experten – „gebunden“ werden, bevor man sie einsetzen kann. Dadurch kann man ein neu entwickeltes Programm mit schon exisitierenden, hoffentlich fehlerfreien anderen Programmen verbunden werden, etwa für die Maus- oder Tastaturansteuerung. Das hat den Vorteil, dass man „das Rad nicht jedes Mal neu erfinden muss“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Prolog 2:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Heute früh kam mir ein Gag in den Sinn. Und diesen Gag will ich jetzt los werden. Den ganzen Tag ging er mir durch den Kopf. Und natürlich auch aufkeimende Zweifel, ob ich das denn hier überhaupt aufschreiben soll. Im Blog. Ich mach’s jetzt&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">(immer noch Prolog 2&#8230;) Donnerstag. Markttag. Wie oft habe ich hier schon die immer wieder gleichen Buden, Waren und Menschen gesehen. Gleich vorne rechs etwa, wo das immer gleiche, schon vertraute Gesicht die Ketchup- und Senf-Behälter rotdeckigen Bistrotischen mit einem – anfänglich – sauberen Lappen abwischt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">(immer noch&#8230;) Obwohl schon xmal gelesen, nehme ich heute zur Linken wirklich zum allerersten Mal diesen nicht mehr taufrischen Schriftzug wahr, der für ein Frankfurter Traditionsbier wirbt: „BINDING“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und in diesem Augenblick, da war er da, ohne jeden Verzug, da war er da, dieser alberne Gag.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Prolog 3:</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nun noch eine letzte Vorbemerkung. Weil, eigentlich ist dieser Gag ein Werbespot. Nicht zum Lesen, Vorlesen oder Radiohören geeignet. Man sollte ihn ehrlich gesagt sehen und gleichzeitig hören. Damit jetzt beim Lesen das Hören leichter fällt, schreibe ich die unvermeidbare, fremdländische wörtliche Rede in selbsterfundener Lautsprache.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Jetzt aber!</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Idee für einen Werbespot, auch im Ausland verwendbar</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Klappe, die erste.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Zwei Programmierer sitzen vorm PC, hochroten Kopfes, irgendetwas läuft schief. Der erste erregt sich laut und heftig und wendet sich zum zweiten: „Wei dassent mei prougräm wörk?“ Darauf der andere, seinem Kumpel dazu noch ein leckeres Glas Binding Bier in die Hand drückend: „Ju fohrgatt sä Beinding!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Schnitt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Schlussszene. Glücks- und biertrunkene Programmierer freuen sich, wiederum vor dem PC sitzend, über das nun augenscheinlich funktionierende Programm. Mit einem Glas Binding Bier einander zuprostend lallen sie unisono: „Näwwa fohrgätt sä Beinding!“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Klappe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><span style="font-family:&#34;">Epilog.</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Jetzt frage ich mich, ob ich dem Marketingteam von Binding ernsthaft meine Idee „zum Kauf“ anbieten soll&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und bin mir bewusst, dass ein Angelsachse wohl eher auf die ing-Form verzichten würde und statt dessen formulieren: „You forgot to bind“. Damit wäre dann aber kein Tropfen Bier verkauft. Und dieser Beitrag ungeschrieben&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Gisela  ]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/02/gisela/</link>
<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 22:37:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/10/02/gisela/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 318 – Donnerstag, 02.10.08
Er überlegte, wie lange es her war. Dass sie sich das letzte]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 318 – Donnerstag, 02.10.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Er überlegte, wie lange es her war. Dass sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Es muss wirklich zur Konfirmation gewesen sein. Länger hielt die Freundschaft nicht. Vierzig Jahre. Vierzig lange Jahre. In denen er sie längst vergessen hatte. Vierzig lange Jahre, in denen er immer wieder an sie denken musste. Ihre blonden Haare von einst waren blaß geworden, was sie mit einer kräftigen Tönung kaschierte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Unweigerlich spürte er ihre lang wallenden Strähnen von einst, die ihn just in diesem Augenblick erneut elektrisierten. Seine Erinnerung ließ ihre Haare auf seinen Poren wehen, schweben, verweilen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"><span> </span>„Zur Christuskirche wollen Sie?“ wiederholte er ihre Frage, ließ seinen Blick auf ihren Lippen ruhen, bis sie diese bejahend bewegte, ihnen ein Lächeln gab.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Das liegt auf meinem Weg, ich nehme Sie ein Stück mit!“ fuhr er fort, keinen Widerspruch zulassen wollend. Ihr Lächeln wurde breiter, das Angebot nahm sie gerne an. Als sie die unwirtliche Bahnhofsgegend verlassen hatten und durch die Grünanlagen schlenderten, fing sie an zu sprudeln, erzählte von ihrer Vorfreude über den heutigen Begegnungsabend, bei dem sie sich mit Freunden von früher treffen wollte. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Es ist kein Klassentreffen, müssen Sie wissen!“ erläuterte sie ihm. „Wir haben uns alle mehr oder minder aus den Augen verloren, und da hatte ich die Idee, es wäre an der Zeit, mal rauszubekommen, was aus den anderen geworden ist.“ Konfirmiert seien sie geworden, vor 40 Jahren, und auch wenn die meisten keinen wirklichen Bezug zur Kirche hätten, es sei damals schön gewesen, die zwei Jahre, in denen man beisammen war, in denen man etwas über den Glauben, das Abendland erfahren habe. Über Toleranz, über Zuversicht, Vertrauen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Warm wurde es ihm bei diesen Worten, auch wenn der Herbstwind ihm regennasse Blätter ins Gesicht stob. Warm im Herzen. Ja, so hatte er sie damals geliebt, durfte man das schon Liebe nennen, es war doch nur der erste Kuss, viel Unbeholfenheit, keine Idee, wohin man mit seinem Schatz gehen konnte, in Museen, ja, er klapperte mit ihr damals sämtliche Museen ab, trocken war es da, ein Dach über dem Kopf, und so manche Ecke, wo man sich aneinander drücken konnte. Einander zärtlich küssen. Das erste Mal. Und irgenwann Zungenkuss.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Ist sie das? Da vorne?“ Da die meisten mittlerweile hier in der Gegend wohnen, habe man beschlossen, sich in der Christuskirche zu treffen. Schön sei sie, ein Meisterwerk der Baukunst, dass einem davon ja wahrlich das Herz aufgehen müsse.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Sie habe das alles initiiert heute, fuhr sie fort. Und sie sei sehr glücklich, dass sie alle gefunden habe, über das Internet. Bis auf einen. Mit belegter Stimme fuhr sie fort, dass sie als einzigen gerade jenen nicht gefunden habe, der ihr damals am wichtigsten gewesen sei. Den sie aber nicht besonders gut behandelt habe. Es sei aber auch zu blöd gewesen. Sie hätten kein Geld gehabt, und wohin, das hätten sie auch nicht gewusst. Einmal seien sie nach Leverkusen. In den Japanischen Garten. Das wisse sie heute noch wie gestern. Das sei so schön gewesen. So tief. So unvergesslich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Längst hatten sie aufgehört weiterzulaufen. Betrachten sich. Musterungsvoll. Hinterfragen die Stimme des Gegenüber. Die Gesichtszüge.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Längst hatten sie aufgehört zu reden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die einzigen, die zu sprechen angefangen hatten, waren ihre Herzen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Karlotta und Propelli]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/09/24/karlotta-und-propelli/</link>
<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 21:43:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
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<description><![CDATA[



Leben 316 – Mittwoch, 24.09.08
Sie hatte endlich etwas Ruhe gefunden und atmete nun flach und ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 316 – Mittwoch, 24.09.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Sie hatte endlich etwas Ruhe gefunden und atmete nun flach und gleichmäßig. Währenddessen blätterte ich diesem Buch, das ich gestern gekauft hatte, aus dem ich ihr womöglich etwas vorlesen wollte. Aus dem ich für mich Trost gewinnen wollte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ lese ich also und folge mit langsamem Auge diesen wohl gesetzten Worten. Ja, Dietrich Bonhoefer wollte ich bei mir wissen, ihn, sein Leben, bisher kaum gewusst, überwiegend nur geahnt habend.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Nicht wirklich ein Kirchgänger durfte ich jüngst einen denkwürdigen Konfirmationsgottesdienst besuchen, der mich sehr berührt hat. Wärmende, lichtflutende Sonnenstrahlen durchdrangen freundlich die lichte Weite des Raumes, Fröhlichkeit war zu spüren, die Orgelpfeifen ließen die Seelen vibrieren, der Gesang seinerseits die Herzen; alles war leicht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und nun sitze ich hier an ihrem Bett, wenige Tage später, lese erneute die Verse „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, lese das gleiche Gedicht, das ich in jenem Konfirmationsgottesdienst als Lied gesungen habe, lese es, halte inne, fühle mit mit der Todesangst des Autors. Um dann sogleich die Kraft und die Stärke und die Zuversicht zu spüren, die von jemandem ausgeht, der Ziel und Richtung zu kennen gewiss ist. Und auf einmal spüre ich, dass ich nicht lese. Statt dessen betend die Kostbarkeit dieses Gedichtes begreife.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ihr Atem wird unruhiger, ich gebe ihren durstigen Lippen Tee, wir werfen uns traurige Blicke, zugleich dankbare Blicke zu, ich nehme die leere Tasse, gehe zur Tür: Tee holen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die Klinke noch in der Hand sinniere ich über das Leid des Todes, die Beschwertheit der Sterbenden, die Verzweiflung der Angehörigen. Schaue auf den Gang, drehe mich nach links Richtung Teeküche. Um inne zu harren.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Traue meinen Augen nicht. Stehen da zwei <a title="Lilli und Karlotta" href="http://cultur-tupfer.de/drClowns/index.php">Clowninnen</a> vor mir, pappnasig, geschminkt, lustig verkleidet, verlegen lächelnd. Ob sie denn mal in das Zimmer dürften. Sie würden den beiden Damen gerne eine Freude bereiten. Die beiden <a title="Lakritze und Propelli" href="http://www.doktorclown.de/aktuell_galerie.html">Clowninnen</a> warten auf mich, bis ich Tee geholt habe, wir gehen behutsam ins Krankenzimmer hinein, die beiden stellen sich vor, sie heißen Karlotta und Propelli, und sie fangen an zu singen. „Alle Vögel sind schon da“, es ist ja schließlich Frühling, denke ich. Und sie machen das ganz liebevoll. Sprechen mit den Todgeweihten, spenden ihnen ihre Anwesenheit, ihre Zuversicht, schenken ihnen eine Glückskäferkerze, bei deren Abbrennen man ganz fest an das glauben soll, was man sich besonders wünscht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die beiden verabschieden sich, im Raum zurück bleibt ganz viel Liebe, Nächstenliebe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Draußen im Gang spreche ich die beiden Clowninnen noch einmal an, danke ihnen für ihr Tun und Dasein, erhalte einen „Dr Clown“ Button ehrenhalber, als ich den beiden spontan sage, dass ich ab sofort ihr „Fan“ bin. Verspreche, diesen Artikel zu schreiben. Weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es mir so schwer fallen wird, zeitnah zu diesen Zeilen zu finden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Denke mir, dass heute der richtige Tag dafür ist. An dem ich ihren Geburtstag feiere, ihren Achtzigsten. Den ersten ohne sie.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Echt? Also gut, mein Schatz! – Oder: Mit dem Rad nach Mheim]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/09/23/echt-also-gut-mein-schatz-%e2%80%93-oder-mit-dem-rad-nach-mheim/</link>
<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 21:36:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/09/23/echt-also-gut-mein-schatz-%e2%80%93-oder-mit-dem-rad-nach-mheim/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 315– Dienstag, 23.09.08 
Ich erreiche meinen Zug zwei Minuten vor der geplanten Abfahrts]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 315– Dienstag, 23.09.08</span> </strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich erreiche meinen Zug zwei Minuten vor der geplanten Abfahrtszeit, was eigentlich schon als erwähnenswerte Geschichte ausreichen könnte und mit diesem Satz ihr Ende finden. Aber nein, es kommt noch toller&#8230;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich finde sogleich einen Platz neben einer freundlich dreinblickenden Dame, bei der ich mich für das Sitzplatzfreimachen bedanke. (Wer mit dem Bahnfahren nichts am Hut hat, sollte wissen, dass der nach Einnahme eines Sitzplatzes der daneben befindliche „markiert“ wird; nicht wie bei Rüden, beileibe nein, aber eine Jacke, Damenhandtasche, Laptoptasche, ein bedeutsamer Aktenstapel oder eine Bild- machmal auch Text-Zeitung bedeuten verheißungsvoll: „Trau Dich bloß nicht, mich zu fragen, ob da frei ist.“) Deshalb auch das Attribut „freundlich dreinblickende Dame“, da sie mit einem „Gerne!“ meine Frage beantwortet und ihre Handtasche zu sich rübernimmt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Leider gegen die Fahrtrichtung!“ sagt sie dann, schuldbewusst irgendwie, obwohl wir beide wissen, dass sie nichts dafür kann, dass diese beiden Sitze „falschrum“ eingebaut sind. Ich höre mich ein blödsinniges „Manchmal kann das auch gut sein“ sagen, worauf sie unentschieden reagiert, was ich aber nicht in konkreten Worten wiedergeben kann.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und dann setzt sie noch einen drauf: „Keine Angst, ich esse jetzt erst einmal etwas!“ und beißt in irgendetwas in einer Tüte hinein, dessen Farbe und Form mir verschlossen bleiben, weil sowohl die Klimaanlage als auch die Beleuchtung noch nicht eingeschaltet sind. Wie gesagt, wir fahren eigentlich seit einer Minute.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich wünsche ihr einen guten Appetit, und überlege, was sie mir damit sagen wollte, dass sie erst einmal was isst, bevor wir losfahren. Ich beschließe zu glauben, dass sie alles tun wird, damit wir uns unterwegs nicht übergeben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und grinse tief in mich hinein ob dieser skurrilen Unterhaltung.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ein Radfahrer incl. geschoben werdendem Fahrrad betritt den Waggon. Selbiger ist für Velos ingenieurmäßig nicht vorgesehen. Dazu müsste man zugverpassenwollender Weise ans entgegensetzte Zugende fahren oder schieben, aber das tut man dann doch nicht, sondern steigt lieber in den gut gefüllten Waggon ein und bekommt gleich viele persönliche Kontakte.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die Tür will gerade schließen, als der Radfahrer die staunende Umgebung fragt, ob der Zug denn auch nach Mheim fahre. Was ihm herzerleichternd ein Mitfahrgast zustimmend bestätigt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Darüber wiederum fasst sich ein weiterer Fahrgast ein Herz und fragt nun in den Raum, ob der Zug denn auch in Bheim halten werde. Der Radfahrer, in dem sicheren Gefühl, den richtigen Zug bestiegen zu haben, bejaht dem Bheimer dessen Frage, und, da die Tür nun doch noch mal aufgeht, rät er jenem, doch noch mal den Kopf rauszustecken und einen Blick auf die Anzeigetafel zu werfen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Worauf mir nur einfällt, dass man nach Mheim auch mittels einer anderen Verbindung fahren kann, die dann allerdings nicht in Bheim hält. Aber wir sind ja im richtigen Zug und so behalte ich mein jetzt nur zur Verwirrungsstiftung geeignetes Wissen für mich und meine Nachbarin. Die daraufhin wissend zurückgrinst.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Der Zug hat nun doch schon ein wenig Fahrt aufgenommen – wie ich später beim Aussteigen erfahren werde, werden die technischen, abfahrtverzögernden Zugmängel für die Fahrgastdurchsage „Verspätung wegen Streckenüberlastung“ herhalten – als markundbeinerschütternde Töne in rhythmischem Abstand durch den Waggon dröhnen. Ungewohnte Töne auch für hartgesottene Pendler. Das Rätsel wird nicht gelöst werden, aber hat sich wie Feueralarm angehört. Das gibt wiederum meiner Beifahrerin die Gelegenheit, mir über einen Brandalarm zu berichten, den sie heute selber erlebt hat.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ungeachtet all dieser kurzweiligen Begleiterscheinungen vernehme ich immer wieder mehrere Handyfonate, deren Sinn sich mir nicht erschließen will, weil ich die Sprache der Gesprächsteilnehmer nicht verstehe. Was mir aber auch egal ist, schließlich gibt es genügend anderes zu gucken und zu hören.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Als sich ein „Echt? Also gut, mein Schatz!“ messerscharf aus den von mir bisher unbeachteten Wortfetzen herausschält. Ich könnte jetzt lauthals herauslachen, denke mir aber, dass der einzige, der das dann witzig finden würde, wohl ich bin.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Schon immer habe ich bestaunt, bewundert, ach was weiß ich nicht, wenn polyglotte Menschen mitten im Satz hin- und herwechseln zwischen Muttersprache und der Sprache des Landes, in dem sie gerade ihren Lebensmittelpunkt haben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Da gibt es sicherlich den bewusst eingesetzten Sprachwechsel, um Vertrauliches unter sich zu halten. Aber mitten in der Satzbildung auf „Echt? Also gut, mein Schatz! Ich hab Dich lieb!“ zu wechseln, danach wieder zurück in die Muttersprache, nur unterbrochen von weiteren „Echt?“-Ausrufen, das ist für mich der Ausdruck dafür, dass man sozusagen in beiden Sprachen gleichzeitig denkt und fühlt. Was für eine Gabe!</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Machen wir es kurz: In Bbach gehen die Türen mangels Lichtversorgung für die Türendruckknöpfe nicht auf, was anschließend dazu führt, dass einige Fahrgäste den sich zufällig vorbeitrollenden Zugbegleiter – mit relativ unmissverständlichem, drohendem Unterton - vergattern, bei ihnen stehen zu bleiben, damit sichergestellt ist, dass sie dann wenigstens an der nächsten Station aussteigen können.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Okay, wir waren schließlich sieben Minuten zu spät und statt einer Streckenüberlastung würde ich eher eine Unterversorgung mit zutreffenden Fahrgastinformationen diagnostizieren. Der damit verbundene, zuschlagfreie Unterhaltungswert war die heutige Fahrt definitv wert.</span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Kundenbindung]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/09/21/kundenbindung/</link>
<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 20:19:41 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
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<description><![CDATA[



Leben 314– Sonntag, 21.09.08
Juhu! Heute ist es soweit. Das Heftchen ist voll. Und ich hole mi]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 314– Sonntag, 21.09.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Juhu! Heute ist es soweit. Das Heftchen ist voll. Und ich hole mir 10 Euro Bonus zurück. Für jeweils 5 Euro Umsatz habe ich ein Märkchen bekommen. 50 Mal habe ich selbiges in das Heftchen eingeklebt. Und nun ist es also voll.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Es ist Einkaufssamstag. Auch wenn ich bei diesem meinem „local dealer“ Stammkunde bin, heute habe ich ausnahmsweise dort nichts zu besorgen. Aber der Laden liegt auf dem Weg, ich springe mal eben hinein und sage freudestrahlend: „Guten Morgen, ich hätte gerne 10 Euro!“ Ein ungewöhnlicher Wunsch, wenn man sonst eigentlich sein Geld da lässt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Die Dame hinter der Theke kennt mich sehr gut, weiß dass ich regelmäßig hier einkaufe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Tut mir leid!“ sagt sie reserviert, „das ist nicht vorgesehen. Nur wenn Sie etwas einkaufen, werden die 10 Euro verrechnet.“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich sehe die Dame verstört, fassungslos, entsetzt an, entbiete den Tagesgruß, und denke, dass das nicht wahr sein darf. Da habe ich jetzt für 50 Mal 5 Euro macht 250 Euro, und zwar mindestens, hier eingekauft. Da habe ich mir regelmäßig verkniffen, meine Einkäufe in der großen Stadt zu tätigen. Da bin ich der Dame persönlich bekannt, glaube, ein guter und gern gesehener Kunde zu sein.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Es geht mir gar nicht um die blöden 10 Euro. Die werden beim nächsten Einkauf mit Sicherheit eingelöst werden.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Es geht mir um die Geringschätzung, die ich als Kunde erfahren habe.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Diese idiotischen Rabattmärkchen hat irgendein cleverer Marketingexperte erfunden, um dann dem Einzelhandel sicherlich etwas von „Kundenbindung“ vorzuphrasen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Ich glaube, diese Kundenbindung ist soeben kaputt gegangen. Werde in Zukunft kaufen, wo es mir beliebt. Und mir wird es wohl egal sein, ob der Händler um die Ecke überlebt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und die Moral von der Geschicht‘: Wenn es diese blöden Märkchen nicht gäbe, hätte mein Umdieeckehändler nicht diese Gelegenheit gehabt, mir das Gefühl der Geringschätzung zu geben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und noch eins: Ja, ich bin zu recht so behandelt worden. Steht doch drauf auf dem Heftchen, im Kleingedruckten: </span><span style="font-size:6pt;line-height:115%;font-family:&#34;">Keine Barauszahlung möglich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>
<item>
<title><![CDATA[Einkaufswägelchen]]></title>
<link>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/09/20/einkaufswagelchen/</link>
<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 19:30:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Ulf Runge</dc:creator>
<guid>http://ulfrunge.wordpress.com/2008/09/20/einkaufswagelchen/</guid>
<description><![CDATA[



Leben 313– Samstag, 20.09.08
Einkaufswägelchenausgeladenhabenderweise stehe ich in der Mitte ]]></description>
<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><table border="0" width="67%">
<tbody>
<tr>
<td>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-family:&#34;">Leben 313– Samstag, 20.09.08</span></strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Einkaufswägelchenausgeladenhabenderweise stehe ich in der Mitte zwischen zwei Parkplätzen für genau selbige Schiebegelegenheiten. Kann mich fast nicht entscheiden, wohin ich es rückgabehalber rollen soll. Zum Parkplatz direkt am Eingang des Supermarktes? Oder in die entgegengesetzte Richtung zum anderen?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Merke, dass ich mir selber im Weg stehe. Bin so erzogen, dass ich die Sachen dorthin zurückbringe, wo ich sie weggenommen habe. Also zum Eingang und die geliehene Sache dort wieder abstellen. Ganz brav.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Wo mein Konflikt ist? Da gibt es den freundlich grüßenden Herrn, der den ganzen Tag (fast) nicht anderes tut, als Wägelchen aufzuräumen. Soll ich seinen Arbeitsplatz riskieren, bloß weil es auf einmal nichts mehr aufzuräumen gibt?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Und so stehe ich hier, und trau mich nicht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Trau mich nicht, das Wägelchen meinen Normen entsprechend zurückzustellen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Trau mich nicht, das benutzte Papiertaschentuch eine anderen, unachtsamen Mitmenschen vom Eisenbahnwaggonfußboden aufzuheben und in den seinerzeit für Zigarettenkippen gedachten „Aschenbecher“ zu werfen, wohl wissend, dass von Fahrgästen sauber gehaltene Züge weniger Reinigungspersonal benötigen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Trau mich nicht, keine Rabattmärkchen an der Supermarktkasse einzufordern, weil sonst die Rabattmärkchendruckereimitarbeiter nichts mehr zu tun haben.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Trau mich nicht, nicht zu tun, was alle tun, weil sonst das System zusammenbricht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Merke schließlich, dass ich immer noch hier stehe mit meinem Einkaufswägelchen. Halte ein weiteres Mal inne, schließe die Augen, stelle mir vor, dass jetzt alle ihr Wägelchen dorthin zurückbringen, wo sie es hergenommen haben. Dass ein Drecktaschentuch am Fußboden, noch bevor es von einem zweiten Augenpaar erblickt wird, von den Händen des ersten bereits entsorgt ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">Träume davon, dass das Reinigungspersonal nicht mehr dafür bezahlt wird, vermeidbaren Schmutz zu beseitigen. Sondern dafür, dass es freundlich durch die Weltgeschichte läuft und sich bei den umweltreinhaltenden und wägelchenzurückschiebenen Mitmenschen für ihr Wohlverhalten bedankt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">„Darf der weg?“ weckt mich eine zuvorkommende Stimme, fragt mich, ohne es wirklich auszusprechen, ob ich denn auch ein Geldstück in den Schlitz gesteckt habe. Entreißt mir sanft den leeren Wagen, drückt mir lächelnd ein Eineurostück in die Hand.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:&#34;">© Ulf Runge, 2008</span></p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>]]></content:encoded>
</item>

</channel>
</rss>
